ISIS

#
Meine Vernunft sagt mir irgendwie dass man dort am besten ganz die Finger raus lässt um weiteren Ärger zwischen der "westlichen Welt" und dem Islam zu vermeiden. Auf der anderen weiß ich aber auch nicht ob man solche religiösen Spinner, nichts anderes ist IS, so ohne weiteres auf der Welt herum marodieren lassen darf.
#
vonNachtmahr1982 schrieb:
Meine Vernunft sagt mir irgendwie dass man dort am besten ganz die Finger raus lässt um weiteren Ärger zwischen der "westlichen Welt" und dem Islam zu vermeiden. Auf der anderen weiß ich aber auch nicht ob man solche religiösen Spinner, nichts anderes ist IS, so ohne weiteres auf der Welt herum marodieren lassen darf.  


also mir gefällt der gedanke ganz und gar nicht, dass diese spinner auf der zeil unbehelligt ihr radikales gedankengut verbreiten dürfen.
da kann man sich nicht einfach raushalten.
#
vonNachtmahr1982 schrieb:
Meine Vernunft sagt mir irgendwie dass man dort am besten ganz die Finger raus lässt um weiteren Ärger zwischen der "westlichen Welt" und dem Islam zu vermeiden. Auf der anderen weiß ich aber auch nicht ob man solche religiösen Spinner, nichts anderes ist IS, so ohne weiteres auf der Welt herum marodieren lassen darf.  


Das ist eine hitlereske Bande, da kann man sich nicht raushalten. Bin ja alles andere als ein Militarist, aber ganz ehrlich... wenns in den letzten 20, 30 Jahren nen Konflikt gab (neben dem Konflikt zwischen Hutu und Tutsi), wo man sich international - zur Not auch militärisch - engagieren müsste, dann gegen diese Barbaren. Idealerweise mit massivem Einsatz von gut ausgebildeten Bodentruppen...

PS: Glaub kaum das die IS mit den Amis unter einer Decke steckt... und wieso sich die westlichen Mächte nicht stärker gegen die Finanzierung engagieren? Ganz einfach: Weil man Schiss hat, daß der Ölfluss versiegt, wenn man da mal ernst macht... Geht halt letztlich doch wieder nur um Wirtschaft, Kohle und "Wachstum", was interessiert die Welt da ein paar Kurden?  
#
Man muss sich nur mal vorstellen, die Amis hätten damals nicht im 2.Weltkrieg mit eingegriffen.
Man muss da eigentlich eingreifen, die Frage ist nur wie.
Da hinrennen, die Typen platt machen und dann wieder abhauen, kann nicht das Konzept sein.
Eine Seite nur zu bewaffnen und zu sagen viel Glück, kann auch nicht das Ziel sein.
#
Cino schrieb:
vonNachtmahr1982 schrieb:
Meine Vernunft sagt mir irgendwie dass man dort am besten ganz die Finger raus lässt um weiteren Ärger zwischen der "westlichen Welt" und dem Islam zu vermeiden. Auf der anderen weiß ich aber auch nicht ob man solche religiösen Spinner, nichts anderes ist IS, so ohne weiteres auf der Welt herum marodieren lassen darf.  


also mir gefällt der gedanke ganz und gar nicht, dass diese spinner auf der zeil unbehelligt ihr radikales gedankengut verbreiten dürfen.
da kann man sich nicht einfach raushalten.


Naja auf der Zeil ist es ja schon was anderes wenn da Salafaschisten ihren religiösen Schmok absondern. Ab gesehen das ich dies weder besser noch schlechter finde als wenn dies radikale Christen machen. Ich bin nur bei Konflikten in Nahost immer sehr vorsichtig. Dort existiert ja schon fast so was wie eine Kriegskultur...

Ich stecke auch nicht so sehr in dem ganzen drin im Irak. Gut der IS ist ne andere, extremere Geschichte, aber die Amis haben sich da unten schon in so viele Konflikte herein gedrängt wo durch teilweise auch erst der "Hass" auf die westliche Welt entstanden ist. Wie soll man jetzt damit umgehen? Soll man noch mal in den Irak und Syrien ein marschieren? Und in 4 Jahren kommen die nächsten Radikalen und sagen das die westliche Welt mit dem Krieg vor 4 Jahren angefangen hat und man jetzt wieder ne Horde Selbstmordattentäter los schickt....

Religion ist einfach ein Grundübel auf der Welt.
#
miraculix250 schrieb:

PS: Glaub kaum das die IS mit den Amis unter einer Decke steckt...


Da ist Senator Rand Paul aus den USA aber anderer Meinung:

https://www.youtube.com/watch?v=0e_4tUYc6ag



Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher ob die Finanzierung von Extremisten nicht doch vielleicht gewollt ist, um sie dann später zu bekämpfen. So hält man die Region in Bewegung, kann meistens seine Rolle dort rechtfertigen, zerstört Allianzen (Syrien-Iran) und sorgt evtl. für Pufferstaaten zwischen eben diesen (Kurdistan?)........In Afghanistan war es ja ähnlich. Erst die AlQaeda/Taliban gegen die Russen hochgezogen, später den Saudis überlassen. Die haben sie weiter finanziert und die Taliban haben dann versucht ähnlich wie jetzt in Syrien/Irak, den Gottesstaat auszurufen. Wenig später waren ihre alten Freunde aus den USA da um die Afghanen zu retten.

Übrigens: Die Finanzierung der Taliban durch Saudi-Arabien läuft bis heute konstant weiter! In Katar haben die Taliban sogar eine Botschaft eröffnet! Mir kann doch keiner erzählen dass das alles Zufall ist! Wären die Saudis laut den Amerikanern irgendein "Schurkenstaat" wie Iran oder Nordkorea, dann könnte man die Finanzierung der Taliban durch Saudi-Arabien noch verstehen, aber nicht wenn man weiß dass Saudi-Arabien und die USA die besten Partner sind! Und für dieses Spielchen opfern wir auch noch Bundeswehr-Soldaten...
#
miraculix250 schrieb:
vonNachtmahr1982 schrieb:
Meine Vernunft sagt mir irgendwie dass man dort am besten ganz die Finger raus lässt um weiteren Ärger zwischen der "westlichen Welt" und dem Islam zu vermeiden. Auf der anderen weiß ich aber auch nicht ob man solche religiösen Spinner, nichts anderes ist IS, so ohne weiteres auf der Welt herum marodieren lassen darf.  


Das ist eine hitlereske Bande, da kann man sich nicht raushalten. Bin ja alles andere als ein Militarist, aber ganz ehrlich... wenns in den letzten 20, 30 Jahren nen Konflikt gab (neben dem Konflikt zwischen Hutu und Tutsi), wo man sich international - zur Not auch militärisch - engagieren müsste, dann gegen diese Barbaren. Idealerweise mit massivem Einsatz von gut ausgebildeten Bodentruppen...

PS: Glaub kaum das die IS mit den Amis unter einer Decke steckt... und wieso sich die westlichen Mächte nicht stärker gegen die Finanzierung engagieren? Ganz einfach: Weil man Schiss hat, daß der Ölfluss versiegt, wenn man da mal ernst macht... Geht halt letztlich doch wieder nur um Wirtschaft, Kohle und "Wachstum", was interessiert die Welt da ein paar Kurden?    


Dann würde ich doch einmal vorschlagen, dass Du dich schon einmal bei den Bodentruppen meldest und Deine Ausbildung beginnst.
#
Morphium schrieb:
miraculix250 schrieb:

PS: Glaub kaum das die IS mit den Amis unter einer Decke steckt...


Da ist Senator Rand Paul aus den USA aber anderer Meinung:

https://www.youtube.com/watch?v=0e_4tUYc6ag



Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher ob die Finanzierung von Extremisten nicht doch vielleicht gewollt ist, um sie dann später zu bekämpfen. So hält man die Region in Bewegung, kann meistens seine Rolle dort rechtfertigen, zerstört Allianzen (Syrien-Iran) und sorgt evtl. für Pufferstaaten zwischen eben diesen (Kurdistan?)........In Afghanistan war es ja ähnlich. Erst die AlQaeda/Taliban gegen die Russen hochgezogen, später den Saudis überlassen. Die haben sie weiter finanziert und die Taliban haben dann versucht ähnlich wie jetzt in Syrien/Irak, den Gottesstaat auszurufen. Wenig später waren ihre alten Freunde aus den USA da um die Afghanen zu retten.

Übrigens: Die Finanzierung der Taliban durch Saudi-Arabien läuft bis heute konstant weiter! In Katar haben die Taliban sogar eine Botschaft eröffnet! Mir kann doch keiner erzählen dass das alles Zufall ist! Wären die Saudis laut den Amerikanern irgendein "Schurkenstaat" wie Iran oder Nordkorea, dann könnte man die Finanzierung der Taliban durch Saudi-Arabien noch verstehen, aber nicht wenn man weiß dass Saudi-Arabien und die USA die besten Partner sind! Und für dieses Spielchen opfern wir auch noch Bundeswehr-Soldaten...


Danke für diesen Beitrag.
#
vonNachtmahr1982 schrieb:
Cino schrieb:
vonNachtmahr1982 schrieb:
Meine Vernunft sagt mir irgendwie dass man dort am besten ganz die Finger raus lässt um weiteren Ärger zwischen der "westlichen Welt" und dem Islam zu vermeiden. Auf der anderen weiß ich aber auch nicht ob man solche religiösen Spinner, nichts anderes ist IS, so ohne weiteres auf der Welt herum marodieren lassen darf.  


also mir gefällt der gedanke ganz und gar nicht, dass diese spinner auf der zeil unbehelligt ihr radikales gedankengut verbreiten dürfen.
da kann man sich nicht einfach raushalten.


Naja auf der Zeil ist es ja schon was anderes wenn da Salafaschisten ihren religiösen Schmok absondern. Ab gesehen das ich dies weder besser noch schlechter finde als wenn dies radikale Christen machen. Ich bin nur bei Konflikten in Nahost immer sehr vorsichtig. Dort existiert ja schon fast so was wie eine Kriegskultur...

Ich stecke auch nicht so sehr in dem ganzen drin im Irak. Gut der IS ist ne andere, extremere Geschichte, aber die Amis haben sich da unten schon in so viele Konflikte herein gedrängt wo durch teilweise auch erst der "Hass" auf die westliche Welt entstanden ist. Wie soll man jetzt damit umgehen? Soll man noch mal in den Irak und Syrien ein marschieren? Und in 4 Jahren kommen die nächsten Radikalen und sagen das die westliche Welt mit dem Krieg vor 4 Jahren angefangen hat und man jetzt wieder ne Horde Selbstmordattentäter los schickt....

Religion ist einfach ein Grundübel auf der Welt.  

Religion an sich ist kein Grundübel. Die paar "Prediger", die einige Zeilen mit Absicht falsch auslegen und die Empfänger, die die Interpretationen nicht kritisch nachprüfen können, weil sie etwa nicht lesen können, sind das eigentliche Problem.

Sowohl die christlichen Religionen haben sich doch großteils pazifiziert. Und auch der Islam ist im Großen und Ganzen recht friedlich.

Bei der ISIS kann man nicht wegschauen oder hoffen, dass es besser wird. Das sind auch keine Menschen, sondern Bestien, die zudem über genügend militärische Macht zu verfügen scheinen, um dort unten für ordentlich Chaos zu sorgen.
Da muss die westliche Welt eingreifen, sonst heißt es später genauso, warum hat man denn nicht eingegriffen, als die Jesiden abgeschlachtet wurden. Und diese Kritik wäre mehr als berechtigt.
#
Mainhattener schrieb:
Man muss sich nur mal vorstellen, die Amis hätten damals nicht im 2.Weltkrieg mit eingegriffen.
Man muss da eigentlich eingreifen, die Frage ist nur wie.
Da hinrennen, die Typen platt machen und dann wieder abhauen, kann nicht das Konzept sein.
Eine Seite nur zu bewaffnen und zu sagen viel Glück, kann auch nicht das Ziel sein.

Warum bis heute keine internationale Eingreiftruppe hingeschickt wurde, ist mir ein Rätsel. Das wäre kurzfristig doch eine Lösung.

Nochmal speziellen Dank an die langfristig denkenden Amis, die bei ihrem Einmarsch in den Irak so viel an Struktur zerstört haben, dass sie quasi selbst den Nährboden für Islamismus im Irak auslegten. Wirklich sehr schlau...
#
friseurin schrieb:

dass sie quasi selbst den Nährboden für Islamismus im Irak auslegten.


Glücklicherweise gab es den vorher nicht...  
#
vonNachtmahr1982 schrieb:
friseurin schrieb:

dass sie quasi selbst den Nährboden für Islamismus im Irak auslegten.


Glücklicherweise gab es den vorher nicht...    

Stimmt doch, Islamisten waren bis 2003 dort keine ernstzunehmende Kraft.
#
vonNachtmahr1982 schrieb:
friseurin schrieb:

dass sie quasi selbst den Nährboden für Islamismus im Irak auslegten.


Glücklicherweise gab es den vorher nicht...    


Gab es ihn auch nicht. Hussein war zwar ein A-Loch, aber Extremismus gab es im Irak damals nicht. Im Gegenteil, in den 70ern und 80ern war Irak vergleichsweise gut entwickelt, viele Frauen besuchten Hochschulen, viele wurden ins Ausland zum studieren geschickt. Kurden, Sunniten, Schiiten und Christen lebten zusammen. Das hatte Saddam wirklich gut im Griff. Den Leuten ging es im Vergleich zu heute sehr gut. Aber die Menschen dort sind uns scheiß egal, es zählt nur die Kohle. Denn sonst hätten wir mit Saddam verhandelt anstatt das Land in die Steinzeit zurück zu bomben und die gute Infrastruktur zu zerstören.

In Afghanistan gab es in den 60ern und 70ern ähnliche Entwicklungen wie im Irak, die Extremisten kamen später rein als wir uns zusammen mit Saudi-Arabien einmischten. In Syrien gab es bis 2011 auch keine Extremisten, ebenso in Libyen. Libyen war das reichste Land Afrikas, man sagt sogar bessere Infrastruktur als in großen Teilen Europas. Dort herrscht Bürgerkrieg, weil Libyer die eingeschleusten AlQaeda-Kämpfer nicht haben wollen.

Daran sieht man mal wie scheiß egal unseren Lutschern die dortige Bevölkerung ist. Für Erdöl und Interessensicherung gehen diese Pi**er aus Saudi-Arabien und USA über Leichen und züchten diese Gruppierungen.

Später schreit man nach Waffenlieferungen und bereitet den nächsten Konflikt in einigen Jahren vor.
#
Man dürfte sich wohl un eins sein ab wann "Islamismus" eine ernstzunehmende Kraft war. Jetzt ist er es und die Wurzeln davon wurden schon vor 90/91 gelegt. Ab dann gab es vielleicht eine gesteigerte extreme Radikalisierung.
#
Morphium schrieb:

Gab es ihn auch nicht. Hussein war zwar ein A-Loch, aber Extremismus gab es im Irak damals nicht. Im Gegenteil, in den 70ern und 80ern war Irak vergleichsweise gut entwickelt, viele Frauen besuchten Hochschulen, viele wurden ins Ausland zum studieren geschickt. Kurden, Sunniten, Schiiten und Christen lebten zusammen. Das hatte Saddam wirklich gut im Griff. Den Leuten ging es im Vergleich zu heute sehr gut.  


War in den 80ern mal dort. Deckt sich mit dem, was ich damals mitbekommen hatte. War so ein quasi sozialistischer Staat. Viele deutsche Facharbeiter mit sächsischen Dialekt.  
#
vonNachtmahr1982 schrieb:
Man dürfte sich wohl un eins sein ab wann "Islamismus" eine ernstzunehmende Kraft war. Jetzt ist er es und die Wurzeln davon wurden schon vor 90/91 gelegt. Ab dann gab es vielleicht eine gesteigerte extreme Radikalisierung.
Wie gesagt, das wäre mir absolut neu.
#
Andy schrieb:
Viele deutsche Facharbeiter mit sächsischen Dialekt.    


Dann gings den Irakern damals doch nicht so gut.


Eigentlich vergeht einem das Lachen wenn man an den Zustand der Menschen im nahen und mittleren Osten denkt.

Da sind die Afrikaner besser dran. Keine Rohstoffe und keine Sau interessiert sich für dich.
#
yeboah1981 schrieb:
vonNachtmahr1982 schrieb:
Man dürfte sich wohl un eins sein ab wann "Islamismus" eine ernstzunehmende Kraft war. Jetzt ist er es und die Wurzeln davon wurden schon vor 90/91 gelegt. Ab dann gab es vielleicht eine gesteigerte extreme Radikalisierung.
Wie gesagt, das wäre mir absolut neu.



Ich glaub er meint das nicht nur auf den Irak bezogen. Und es stimmt, in den 80ern rekrutierte der Kollege Bin Laden mithilfe der CIA "Freiheitskämpfer" in der muslimischen Welt für Afghanistan.
#
Morphium schrieb:
... Da sind die Afrikaner besser dran. Keine Rohstoffe und keine Sau interessiert sich für dich.  


Trotzdem marodieren da islamische Banden.
#
Morphium schrieb:
(...) Da sind die Afrikaner besser dran. Keine Rohstoffe und keine Sau interessiert sich für dich.  


Das stimmt so nicht ganz: Öl, Kupfer, Kobalt, Platin, Gold, seltene Erden etc. etc. Und es interessiert sich in der Tat jemand, und zwar rasch zunehmend: China, all over Africa. Bei aller Schwervergleichbarkeit mit Nah- und Mittelost, und keinesfalls kritiklos gegenüber dem chinesischen Engagement: China zieht das ziemlich clever durch, auf wirtschaftspolitischer Ebene, und nicht mit militärischer Präsenz.


Teilen