Nach der Bundestagswahl 2013: Was wird aus der AfD?


Thread wurde von SGE_Werner am Dienstag, 24. Januar 2017, 10:54 Uhr um 10:54 Uhr gesperrt weil:
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LDKler schrieb:  


Raggamuffin schrieb:Eintracht-Er schrieb:  


micl schrieb:
Wir haben doch schon staatlich kontrollierte Medien und müssen die nicht erst noch schaffen.


Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen!
Es ist ja nicht so, dass unbedingt von außen Druck gemacht wird, es sind oft Leute mit den richtigen Parteibüchern an oder in den wichtigen Stellen. Da braucht es den Druck von außen u. U. gar nicht.
Wobei staatlich nicht ganz stimmt, es ist parteiliche Kontrolle.


Einheitsberichterstattung haben wir doch nicht in der Flüchtlingsfrage (da gibt es durchaus "Anti-Gutmensch"-Komentare in Welt, Cicero, Focus etc.), Einheitsberichterstattung haben wir vielmehr auf ganz anderem Gebiet:http://www.heise.de/tp/artikel/42/42800/1.html

Deine Neoliberalismus Aversion sei dir unbenommen, aber muss das wirklich in jedem noch so unpassendem Kontext thematisiert werden?
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Neoliberalismus und AfD kann man durchaus in einen Kontext bringen. Ursprünglich wurde die AfD mit einem stark neoliberal geprägten Grundkonzept gegründet. Nach der Abspaltung von Lucke und Co. fehlen jetzt die lauten Verfechter dieser Ideologie, aber sie steht wohl schon noch so auf der Agenda. Eigentlich ist die Kombination neoliberal und national eher unüblich. Klassische national orientierte Parteien wie z.B. der Front National in Frankreich haben eher eine soziale als eine neoliberale Ausrichtung. Der Front National wird daher auch von vielen Migranten gewählt.

Man darf gespannt sein, ob die AfD auf der neoliberalen Linie bleibt, oder auf sozialere Ausrichtung umschwenkt. In letzerem Fall könnte man sich künftig auch Koalitionen mit der Linken vorstellen, ähnlich wie in Griechenland.
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Neoliberalismus und AfD kann man durchaus in einen Kontext bringen. Ursprünglich wurde die AfD mit einem stark neoliberal geprägten Grundkonzept gegründet. Nach der Abspaltung von Lucke und Co. fehlen jetzt die lauten Verfechter dieser Ideologie, aber sie steht wohl schon noch so auf der Agenda. Eigentlich ist die Kombination neoliberal und national eher unüblich. Klassische national orientierte Parteien wie z.B. der Front National in Frankreich haben eher eine soziale als eine neoliberale Ausrichtung. Der Front National wird daher auch von vielen Migranten gewählt.

Man darf gespannt sein, ob die AfD auf der neoliberalen Linie bleibt, oder auf sozialere Ausrichtung umschwenkt. In letzerem Fall könnte man sich künftig auch Koalitionen mit der Linken vorstellen, ähnlich wie in Griechenland.
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die AFD ist eine reine Protest -und Meckerpartei! Haben sie ein Programm zum Umweltschutz, zur Verkehrspolitik etc.??? Die Partei profitiert ausschließlich von der Flüchtlingskrise -EU ist nicht mehr so im Fokus-, dies ist legitim und dies brennt der Bevölkerung zu recht auf den Nägeln, aber ihr mehr oder weniger offensichtliche ausländer- bzw.fremdenfeindliche Attitüde stößt mir bitter auf, daher kein Kreuz bei AFD.
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DM-SGE schrieb:

ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.

Habe ich gemacht:
http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328

Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?

Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.

Und wenn er es trotzdem tut?

Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.

Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.

Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.

Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.
Nachdem du zuvor Folgendes geschrieben hast:
...denn ihr (Petry) ging es einzig und allein darum, dass das Wort Schusswaffe in die Flüchtlingsdiskussion eingebracht wird.

Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.
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LDKler schrieb:  


SGE-URNA schrieb:
Deine Neoliberalismus Aversion sei dir unbenommen, aber muss das wirklich in jedem noch so unpassendem Kontext thematisiert werden?


Ich finde den Kontext nicht unpassend, weil das Aufkommen der AfD m. E. nur durch die von der neoliberalen Politik verursachte wachsende Ungleichheit in Deutschland überhaupt erst möglich war.
Wenn der Normalbürger nicht so sehr von (berechtigten!) Abstiegsängsten verunsichert wäre, hätte es die verbreitete Euro- und Flüchtlingswut, die die AfD groß gemacht hat, in dem Ausmaß sicher nicht gegeben.

Was ist den ein Normalbürger?
Ich bezeichne mich auch als Normalbürger, hab aber weder Abstiegsängste, noch ne Wut auf den Euro umd mit der AFD so viel zu tun wie der Papst mit vögeln...
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Brady schrieb:

Was ist den ein Normalbürger?

die hier:
Die unteren 50 Prozent der Haushalte besaßen demnach nur noch ein Prozent, im Vergleich zu 2,9 Prozent 15 Jahre zuvor. Die Ungleichverteilung der Vermögen hat sich demnach verstärkt.
http://www.t-online.de/wirtschaft/id_76738160/einkommen-in-deutschland-haelfte-teilt-sich-1-des-nettovermoegens.html
meine ich.
Das ist das Reservoir, aus dem die AfD schöpft.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.

Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.
Nachdem du zuvor Folgendes geschrieben hast:
...denn ihr (Petry) ging es einzig und allein darum, dass das Wort Schusswaffe in die Flüchtlingsdiskussion eingebracht wird.

Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.
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DM-SGE schrieb:

Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.

muss man so persönlich werden? Geht mich nichts an, aber ich finde es schade
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.

Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.
Nachdem du zuvor Folgendes geschrieben hast:
...denn ihr (Petry) ging es einzig und allein darum, dass das Wort Schusswaffe in die Flüchtlingsdiskussion eingebracht wird.

Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.
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DM-SGE schrieb:  


LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.


Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.

Sehe ich nach wie vor nicht so. Der Mannheimer Morgen hat eine völlig berechtigte, untendenziöse Frage gestellt, die Petry hätte auch beantworten können, ohne dabei Schusswaffen zu erwähnen.
Von daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass Petry damit wohlkalkuliert Wahlkampf machen wollte.
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DM-SGE schrieb:

Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.

muss man so persönlich werden? Geht mich nichts an, aber ich finde es schade
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Tafelberg schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.


muss man so persönlich werden? Geht mich nichts an, aber ich finde es schade

Das ist doch jetzt nicht "persönlich geworden".
Ich habe nur festgestellt, was mir grundsätzlich beim Lesen/Hören vieler Kommentare auffällt, beim Kommentar des LDKlers eben im Speziellen.
Ausreichende Lesekompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für einen sinnvollen, fruchtbaren gesellschaftlichen Diskurs.
Leider mangelt es daran ganz allgemein sehr.
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DM-SGE schrieb:

Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.

muss man so persönlich werden? Geht mich nichts an, aber ich finde es schade
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Tafelberg schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.


muss man so persönlich werden? Geht mich nichts an, aber ich finde es schade

was ist daran persönlich? DM-SGE spricht sich doch nur zur Stärkung der Wirtschaft für eine stärkere Zuwanderung aus. Die AfD ist eben doch eine wirtschaftsliberale Partei im Sinne Luckes
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DM-SGE schrieb:  


LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.


Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.

Sehe ich nach wie vor nicht so. Der Mannheimer Morgen hat eine völlig berechtigte, untendenziöse Frage gestellt, die Petry hätte auch beantworten können, ohne dabei Schusswaffen zu erwähnen.
Von daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass Petry damit wohlkalkuliert Wahlkampf machen wollte.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:  


LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.


Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.


Sehe ich nach wie vor nicht so. Der Mannheimer Morgen hat eine völlig berechtigte, untendenziöse Frage gestellt, die Petry hätte auch beantworten können, ohne dabei Schusswaffen zu erwähnen.
Von daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass Petry damit wohlkalkuliert Wahlkampf machen wollte.

Nun ja, ich sehe es eben anders.
Der Interviewer hätte es ja nach der ersten Antwort Petrys Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt. dabei belassen können und nicht weiter insistieren müssen, um ausdrücklich herauszulocken, was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.
Er hat eine bestimmte Absicht verfolgt und hat sein Ziel erreicht. Das ist ganz eindeutig.
Petry kann man zum Vorwurf machen, daß sie sich hat auf's Glatteis führen lassen, obwohl sie ja selbst schon geahnt hat, worauf der Interviewer hinaus will.
Offenbar hat sie noch nicht genügend Erfahrung in diesem miesen Geschäft, um vorauszusehen, was der politische Gegner aus solchen Äußerungen macht, auch wenn sie sie im Folgenden detailliert klarstellt.
Das interessiert dann niemand mehr, wie anschließend eindrucksvoll belegt wurde.
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Tafelberg schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Lesekompetenz ist offenbar tatsächlich nicht eine Stärke der Deutschen, wie eine PISA-Studie ja mal belegte.


muss man so persönlich werden? Geht mich nichts an, aber ich finde es schade

was ist daran persönlich? DM-SGE spricht sich doch nur zur Stärkung der Wirtschaft für eine stärkere Zuwanderung aus. Die AfD ist eben doch eine wirtschaftsliberale Partei im Sinne Luckes
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Fakt ist, dass sich die AfD sehr wohl für (geregelte) Zuwanderung und politisches Asyl ausspricht. Auszug aus dem Programm:

  • Wir fordern eine Neuordnung des Einwanderungsrechts. Deutschland braucht qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.
  • Wir fordern ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.
  • Ernsthaft politisch Verfolgte müssen in Deutschland Asyl finden können. Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört auch, dass Asylbewerber hier arbeiten können.
Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:  


LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.


Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.


Sehe ich nach wie vor nicht so. Der Mannheimer Morgen hat eine völlig berechtigte, untendenziöse Frage gestellt, die Petry hätte auch beantworten können, ohne dabei Schusswaffen zu erwähnen.
Von daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass Petry damit wohlkalkuliert Wahlkampf machen wollte.

Nun ja, ich sehe es eben anders.
Der Interviewer hätte es ja nach der ersten Antwort Petrys Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt. dabei belassen können und nicht weiter insistieren müssen, um ausdrücklich herauszulocken, was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.
Er hat eine bestimmte Absicht verfolgt und hat sein Ziel erreicht. Das ist ganz eindeutig.
Petry kann man zum Vorwurf machen, daß sie sich hat auf's Glatteis führen lassen, obwohl sie ja selbst schon geahnt hat, worauf der Interviewer hinaus will.
Offenbar hat sie noch nicht genügend Erfahrung in diesem miesen Geschäft, um vorauszusehen, was der politische Gegner aus solchen Äußerungen macht, auch wenn sie sie im Folgenden detailliert klarstellt.
Das interessiert dann niemand mehr, wie anschließend eindrucksvoll belegt wurde.
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DM-SGE schrieb:

was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.

Nein, das ergibt sich eben nicht zwangsläufig aus einem illegalen Grenzübertritt, der ohne Bedrohung des Beamten durch den Flüchtling geschieht. Ganz im Gegenteil, wer als Grenzbeamter auf einen unbewaffneten fliehenden Flüchtling schiesst, begeht eine Straftat, siehe das Mauerschützenurteil des BGH:
http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2016/01/30/schusswaffengebrauch-an-der-grenze/

Anscheinend verwechselst du unsere Rechtslage, mit der der DDR. Dort war der Schussenwaffengebrauch gegenüber Grenzverletztern generell erlaubt, hier ist er es nicht.
Jetzt verstehe ich auch deine Fehlinterpretation des Petry-Interviews. Diese resultiert schlicht auf einer mangelnden Kenntnis der betreffenden Rechtslage.
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Fakt ist, dass sich die AfD sehr wohl für (geregelte) Zuwanderung und politisches Asyl ausspricht. Auszug aus dem Programm:

  • Wir fordern eine Neuordnung des Einwanderungsrechts. Deutschland braucht qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.
  • Wir fordern ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.
  • Ernsthaft politisch Verfolgte müssen in Deutschland Asyl finden können. Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört auch, dass Asylbewerber hier arbeiten können.
Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.
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micl schrieb:

Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.

ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken
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micl schrieb:

Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.

ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken
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Tafelberg schrieb:  


micl schrieb:
Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.


ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken

Ich und der Adenauer...
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micl schrieb:

Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.

ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken
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Tafelberg schrieb:  


Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.


ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken

Ja, die AfD fischt auch am rechten Rand und deshalb hört man da auch "markige" Sprüche. Mir ist aber immer noch lieber, die Nazis wählen AfD, als wenn die NPD wieder stark wird (wäre ohne die AfD so).
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Tafelberg schrieb:  


Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.


ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken

Ja, die AfD fischt auch am rechten Rand und deshalb hört man da auch "markige" Sprüche. Mir ist aber immer noch lieber, die Nazis wählen AfD, als wenn die NPD wieder stark wird (wäre ohne die AfD so).
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micl schrieb:  


Tafelberg schrieb:  


Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.


ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken


Ja, die AfD fischt auch am rechten Rand und deshalb hört man da auch "markige" Sprüche. Mir ist aber immer noch lieber, die Nazis wählen AfD, als wenn die NPD wieder stark wird (wäre ohne die AfD so).

o.k., endlich stimme ich Dir auch mal zu
ja und hätte ich Esel mich nicht zuerst nennen sollen... s.o.
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DM-SGE schrieb:

was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.

Nein, das ergibt sich eben nicht zwangsläufig aus einem illegalen Grenzübertritt, der ohne Bedrohung des Beamten durch den Flüchtling geschieht. Ganz im Gegenteil, wer als Grenzbeamter auf einen unbewaffneten fliehenden Flüchtling schiesst, begeht eine Straftat, siehe das Mauerschützenurteil des BGH:
http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2016/01/30/schusswaffengebrauch-an-der-grenze/

Anscheinend verwechselst du unsere Rechtslage, mit der der DDR. Dort war der Schussenwaffengebrauch gegenüber Grenzverletztern generell erlaubt, hier ist er es nicht.
Jetzt verstehe ich auch deine Fehlinterpretation des Petry-Interviews. Diese resultiert schlicht auf einer mangelnden Kenntnis der betreffenden Rechtslage.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.


Nein, das ergibt sich eben nicht zwangsläufig aus einem illegalen Grenzübertritt, der ohne Bedrohung des Beamten durch den Flüchtling geschieht. Ganz im Gegenteil, wer als Grenzbeamter auf einen unbewaffneten fliehenden Flüchtling schiesst, begeht eine Straftat, siehe das Mauerschützenurteil des BGH:http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2016/01/30/schusswaffengebrauch-an-der-grenze/


Anscheinend verwechselst du unsere Rechtslage, mit der der DDR. Dort war der Schussenwaffengebrauch gegenüber Grenzverletztern generell erlaubt, hier ist er es nicht.
Jetzt verstehe ich auch deine Fehlinterpretation des Petry-Interviews. Diese resultiert schlicht auf einer mangelnden Kenntnis der betreffenden Rechtslage.

DM- SGE hat das Petry Interview nicht fehlinterpretiert  ,sondern völlig richtig die Intension des Fragestellers aufgezeigt.
Ich empfehle dir mal diesen interessanten Artikel hierzu zu lesen:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article152018210/Wo-bleibt-der-souveraene-Umgang-mit-der-AfD.html
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DM-SGE schrieb:

was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.

Nein, das ergibt sich eben nicht zwangsläufig aus einem illegalen Grenzübertritt, der ohne Bedrohung des Beamten durch den Flüchtling geschieht. Ganz im Gegenteil, wer als Grenzbeamter auf einen unbewaffneten fliehenden Flüchtling schiesst, begeht eine Straftat, siehe das Mauerschützenurteil des BGH:
http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2016/01/30/schusswaffengebrauch-an-der-grenze/

Anscheinend verwechselst du unsere Rechtslage, mit der der DDR. Dort war der Schussenwaffengebrauch gegenüber Grenzverletztern generell erlaubt, hier ist er es nicht.
Jetzt verstehe ich auch deine Fehlinterpretation des Petry-Interviews. Diese resultiert schlicht auf einer mangelnden Kenntnis der betreffenden Rechtslage.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.


Nein, das ergibt sich eben nicht zwangsläufig aus einem illegalen Grenzübertritt, der ohne Bedrohung des Beamten durch den Flüchtling geschieht. Ganz im Gegenteil, wer als Grenzbeamter auf einen unbewaffneten fliehenden Flüchtling schiesst, begeht eine Straftat, siehe das Mauerschützenurteil des BGH:http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2016/01/30/schusswaffengebrauch-an-der-grenze/


Anscheinend verwechselst du unsere Rechtslage, mit der der DDR. Dort war der Schussenwaffengebrauch gegenüber Grenzverletztern generell erlaubt, hier ist er es nicht.
Jetzt verstehe ich auch deine Fehlinterpretation des Petry-Interviews. Diese resultiert schlicht auf einer mangelnden Kenntnis der betreffenden Rechtslage.

Wir sind schon wieder bei der Lesekompetenz.
Ich habe ausdrücklich vom "NOTFALL" geschrieben. Du hast es selbst zitiert.
Gut, ich räume ein, man müßte jetzt noch genau definieren, wann ein Notfall gegeben ist. Aber bei nur etwas gutem Willen kann man doch davon ausgehen, daß der natürlich nur dann gegeben ist, wenn Gefahr für Leib und Leben der Grenzschützer oder anderer Personen besteht. Das ist doch eine Selbstverständlichkeit und ich denke, auch für Petry.

Im Übrigen habe ich die Diskussion um die Gesetzeslage durchaus verfolgt und die unterschiedlichen Standpunkte zur Kenntnis genommen.
Ich habe auch geguckelt, um mich etwas mehr zu informieren:
http://www.br.de/nachrichten/illegaler-grenzuebertritt-schusswaffengebrauch-rechtslage-100.html

Aber letztendlich geht es darum doch gar nicht. Man könnte Petry höchstens noch Unkenntnis der aktuellen Rechtslage vorhalten.
Das spielte aber für die Inquisition nur eine sehr untergeordnete Rolle.
In erster Linie ging es darum, Petry und die AfD als schießwütig und unmenschlich darzustellen.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.


Nein, das ergibt sich eben nicht zwangsläufig aus einem illegalen Grenzübertritt, der ohne Bedrohung des Beamten durch den Flüchtling geschieht. Ganz im Gegenteil, wer als Grenzbeamter auf einen unbewaffneten fliehenden Flüchtling schiesst, begeht eine Straftat, siehe das Mauerschützenurteil des BGH:http://blogs.deutschlandfunk.de/berlinbruessel/2016/01/30/schusswaffengebrauch-an-der-grenze/


Anscheinend verwechselst du unsere Rechtslage, mit der der DDR. Dort war der Schussenwaffengebrauch gegenüber Grenzverletztern generell erlaubt, hier ist er es nicht.
Jetzt verstehe ich auch deine Fehlinterpretation des Petry-Interviews. Diese resultiert schlicht auf einer mangelnden Kenntnis der betreffenden Rechtslage.

Wir sind schon wieder bei der Lesekompetenz.
Ich habe ausdrücklich vom "NOTFALL" geschrieben. Du hast es selbst zitiert.
Gut, ich räume ein, man müßte jetzt noch genau definieren, wann ein Notfall gegeben ist. Aber bei nur etwas gutem Willen kann man doch davon ausgehen, daß der natürlich nur dann gegeben ist, wenn Gefahr für Leib und Leben der Grenzschützer oder anderer Personen besteht. Das ist doch eine Selbstverständlichkeit und ich denke, auch für Petry.

Im Übrigen habe ich die Diskussion um die Gesetzeslage durchaus verfolgt und die unterschiedlichen Standpunkte zur Kenntnis genommen.
Ich habe auch geguckelt, um mich etwas mehr zu informieren:
http://www.br.de/nachrichten/illegaler-grenzuebertritt-schusswaffengebrauch-rechtslage-100.html

Aber letztendlich geht es darum doch gar nicht. Man könnte Petry höchstens noch Unkenntnis der aktuellen Rechtslage vorhalten.
Das spielte aber für die Inquisition nur eine sehr untergeordnete Rolle.
In erster Linie ging es darum, Petry und die AfD als schießwütig und unmenschlich darzustellen.
#
DM-SGE schrieb:

In erster Linie ging es darum, Petry und die AfD als schießwütig und unmenschlich darzustellen.

Nö, es ging darum, dass Petry mit gezielten Aussagen ganz bewusst am äußersten rechten Rand nach Wählerstimmen fischt.
Hier:
http://www.deutschlandfunk.de/aeusserungen-zum-schusswaffengebrauch-das-kommunikations.720.de.html?dram:article_id=344305
wird ihr Kommunikationsmuster noch besser erklärt, als ich es kann.
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Tafelberg schrieb:  


Wenn man das Programm betrachtet, ist die Gleichung AfD = Nazis reiner Populismus. Nazis lehnen Zuwanderung generell ab.


ich und andere haben auch nie behauptet, dass AFD Nazis sind. Aber die Sprache einiger AFD Funktionäre und den Pegida Fritzen sind schon sehr gewöhnungsbedürftig, um es vorsichtig auszudrücken

Ja, die AfD fischt auch am rechten Rand und deshalb hört man da auch "markige" Sprüche. Mir ist aber immer noch lieber, die Nazis wählen AfD, als wenn die NPD wieder stark wird (wäre ohne die AfD so).
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micl schrieb:

Mir ist aber immer noch lieber, die Nazis wählen AfD, als wenn die NPD wieder stark wird (wäre ohne die AfD so).

Mir ist eine NPD mit 4 Prozent lieber als eine AfD mit 12 Prozent. Bei den NPD-Stiernacken weiß jeder, was die Stunde geschlagen hat. Die AfD ist praktisch das selbe nur mit zivilisatorischem Anstrich.
Was im Wahlprogramm steht, ist für mich weniger ausschlaggebend, als das was AfD-Bekenner so von sich geben. Und das ist nicht nur Nazi-Sprech, sondern auch Nazi-Denk.
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LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:  


LDKler schrieb:  


DM-SGE schrieb:
ürde ich vielleicht mal das Original-Interview lesen, um festzustellen, wem tatsächlich sehr daran gelegen war, daß der Begriff "Schußwaffe" oder gar "Schießbefehl" in die Diskussion einfließt.


Habe ich gemacht:http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328


Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?


Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.


Und wenn er es trotzdem tut?


Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.


Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?


Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.


Petry hat also den Begriff "Schusswaffe" in die Diskussion gebracht und sonst niemand!
Und es hat sie auch niemand genötigt, das zu tun.


Ich habe auch nicht behauptet, daß es anders wäre.
Ich habe geschrieben, beim Lesen des ganzen Interviews könne man feststellen, wem tatsächlich DARAN GELEGEN WAR, daß der Begriff in die Diskussion einfließt.


Sehe ich nach wie vor nicht so. Der Mannheimer Morgen hat eine völlig berechtigte, untendenziöse Frage gestellt, die Petry hätte auch beantworten können, ohne dabei Schusswaffen zu erwähnen.
Von daher bleibe ich bei meiner Meinung, dass Petry damit wohlkalkuliert Wahlkampf machen wollte.

Nun ja, ich sehe es eben anders.
Der Interviewer hätte es ja nach der ersten Antwort Petrys Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt. dabei belassen können und nicht weiter insistieren müssen, um ausdrücklich herauszulocken, was sich als letzte Konsequenz bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer im Notfall sowieso zwangsläufig ergibt.
Er hat eine bestimmte Absicht verfolgt und hat sein Ziel erreicht. Das ist ganz eindeutig.
Petry kann man zum Vorwurf machen, daß sie sich hat auf's Glatteis führen lassen, obwohl sie ja selbst schon geahnt hat, worauf der Interviewer hinaus will.
Offenbar hat sie noch nicht genügend Erfahrung in diesem miesen Geschäft, um vorauszusehen, was der politische Gegner aus solchen Äußerungen macht, auch wenn sie sie im Folgenden detailliert klarstellt.
Das interessiert dann niemand mehr, wie anschließend eindrucksvoll belegt wurde.
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DM-SGE schrieb:

Der Interviewer hätte es ja nach der ersten Antwort Petrys Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.** dabei belassen können *und nicht weiter insistieren müssen, um ausdrücklich herauszulocken, was sich *als letzte Konsequenz *bei einem bewaffneten staatlichen Grenzschützer *im Notfall sowieso zwangsläufig **ergibt.
Er hat eine bestimmte Absicht verfolgt und hat sein Ziel erreicht. Das ist ganz eindeutig.
Petry kann man zum Vorwurf machen, daß sie sich hat auf's Glatteis führen lassen, obwohl sie ja selbst schon geahnt hat, worauf der Interviewer hinaus will.

ein guter Interviewnehmer fragt ggf. nach falls, damit der Interviewgeber seine Antworten präzisieren kann und genau das hat der Mannheimer Morgen hier getan. Das hat nichts mit Glatteis zu tun, sondern ist imho solides Journalistenhandwerk.

Die Aussage Frau Petrys: "Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt." ist zunächst völlig unpräzise beantwortet in welcher Art und Weise die Polizei (sowohl als Polizeiorganisation als auch als indiviueller Polizist/Person) das bewerkstelligen soll, somit ist eine Rückfrage hier gerechtfertigt gewesen. Hier hätte es bestimmt noch reichlich Allgemeinplätze gegeben mit denen man hätte Antworten können. Die Erwähnung der Schusswaffe ist wie bereits mehrfach hier besprochen nicht irgendeine "letzte Konsequenz/Notfall/zwangsläufig", sondern eher eine falsche Einschätzung/Kenntnis unserer Rechtslage!

Das die Antwort so entlarvend ausfällt ist tatsächlich der amateurhaften Auftreten der Neupolitikerin geschuldet. Das man in einen Fettnapf tritt, ändert aber nichts am Kern Ihrer Aussage. Das hätte sie bei der Autorisierung des Interviews korrigieren können, wenn Sie den etwas anderes gesagt haben wollte. Hat sie aber nicht getan! Ihr Fehler, nicht der des Mannheimer Morgens.

Anstatt den Fehler einzugestehen begibt die AFD sich wieder in die bevorzugte Opferrolle, dass die Medien alles falsch verstehen bzw. verdrehen. Aber auch für die AFD gilt die Regel des Komunikationsmodells, in dem der Sender für das korrekte Verständnis der Nachricht beim Empfänger verantwortlich ist.


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