>

Free brady und boccia

#
Tag 17

Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips
#
Tag 17

Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips
#
Adler_2009 schrieb:

Tag 17


Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips

viel Erfolg!
#
Tag 17

Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips
#
Herrje, welche Leistung.
#
Tag 17

Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips
#
Adler_2009 schrieb:

Tag 17


Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips

Ich wünsche Dir, dass Dir beide verraten wie es ausgeht!
Gute Besserung!
#
Tag 18
#
Adler_2009 schrieb:

Tag 17


Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips

Ich wünsche Dir, dass Dir beide verraten wie es ausgeht!
Gute Besserung!
#
ismirdochegal! schrieb:  


Adler_2009 schrieb:
Tag 17


Werde solange weitermachen bis endgültig feststeht ob ihr wiederkommt oder nicht. Ich habe Ausdauer. Auch mit verstauchter Hand und Gips


Ich wünsche Dir, dass Dir beide verraten wie es ausgeht!
Gute Besserung!

Ich auch. Wenn nicht dann werde ich wenigstens der erste nach geposteten Beiträgen im gebabbel oder werner ?

Danke euch.  Bin in Mannheim und fahre gleich weiter für 3 Punkte.
#
Ich bin nicht für ein solch "konsequentes" Vorgehen. Ich fände eine Moderation nach gesundem Menschenverstand und mit Fingerspitzengefühl viel besser. Auch wenn es hier jetzt völlig off topc wird.

Stellt es euch ungefähr so vor: Es gibt da eine  Eck-Kneipe, die den untypischen Kneipen-Namen "Eintracht-Forum" trägt. Diese Kneipe hat bis auf wenige Stunden "Wartungsarbeit" rund um die Uhr geöffnet. Die Eck-Kneipe hat ein bunt durchmischtes Publikum. Es gibt Durchlauf-Kundschaft, es gibt Leute, die hin und wieder mal auf ein Getränk kommen und es gibt den "Stammtisch". Und einige sitzen eben schon morgens um 7:00 Uhr an dem Stammtisch und bleiben im Zweifel auch durchaus mal bis in die späten Abendstunden. Die Leute vom Stammtisch sind durchaus für den ein oder anderen deftigen Spruch bekannt und jeder der regelmäßig  in der Kneipe ist, wird schon mit mehreren vom Stammtisch  verbal aneinander geraten sein. Und dann ging es da  auch durchaus zur Sache. Aber jeder, der diese Kneipe regelmäßig besucht weiß auch, dass die Leute vom Stammtisch - mit all ihren Macken -  im Grunde ganz umgänglicher Leute sind, mit denen man in dieser Kneipe durchaus Spaß haben kann oder sich zumindest nicht auf den Sack geht auch wenn's hier und da mal kracht. Harte Schale aber innerlich eher gutmütige Tanzbären da am Stammtisch... sozusagen. Und vor allem aber geht es den meisten Stammgästen darum, sich über ihre gemeinsame Liebe (nämlich in diesem Fall  die aberwitzige Beziehung zu einem  Fußballverein) in unterschiedlicher Form auszutauschen. Und Leute die neu in die Kneipe kommen werden ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem Stammtisch machen. Und wenn sie die ersten verbalen Scharmützel überstanden haben und darin bewiesen haben, dass es ihnen nicht um eine Kneipenschlägerei geht, sondern im Grunde auch um diesen merkwürdigen Fußballverein, dann werden die auch akzeptiert und haben keinen Stress, selbst wenn's Meinungsverschiedenheiten gibt. Wenn aber einer der neu in die Kneipe kommt, beim ersten Gegenwind sofort in Tränen ausbricht oder eben doch den Nachweis erbringt, dass es ihm im Grunde nur um die Anzettelung einer Kneipenschlägerei geht, dann wird der- bzw. diejenige das sehr schwer haben in der Kneipe, die  Eintracht-Forum heißt.

Und vor diesem Hintergrund, stellt euch vor ihr seid der Wirt dieser Kneipe: Würdet ihr einem der Stammgäste, der schon 15 000 Schobben in dieser Kneipe getrunken hat und sich dabei nachweislich ungefährlich Verhalten hat, nicht mit etwas mehr Nachsicht begegnen, wenn der z.B. fünf Mal "Depp" zu einem andern Kneipen-Gast sagt, als jetzt beispielsweise einem "Kneipen-Neuling" gegenüber, der beim ersten Betreten der Kneipe erstmal rum brüllt, dass das hier eh alles Deppen sind?
Oder sagen wir mal ein anderer Kneipengast, der vielleicht für sein Temperament bekannt ist, aber an vielen Tagen auch schon tolle Kneipen-Gespräche geführt hat und dadurch die Kneipen-Gesellschaft bereichert hat. Sollte der für eine Beleidigung, die ihm vielleicht mal raus gerutscht ist genauso Kneipenverbot bekommen, wie der Kneipengänger, der eh nur zum Stress machen kommt aber zufällig die gleiche Beleidigung verwendet hat?

Ganz sicher hat man das als Wirt dieser Kneipe, mit dem sonderbaren Kneipen-Namen Eintracht-Forum, nicht unbedingt leicht, aber wenn man dieses Fingerspitzengefühl hat (was einschließt, dass man hier und da vielleicht mal mit zweierlei Maß misst), dann kann man diese bunte und teilweise turbulente, aber in jedem Falle liebenswerte Kneipe auch am Laufen halten und die wird ihre Erträge abwerfen.
#
Brodowin schrieb:

Ich bin nicht für ein solch "konsequentes" Vorgehen. Ich fände eine Moderation nach gesundem Menschenverstand und mit Fingerspitzengefühl viel besser. Auch wenn es hier jetzt völlig off topc wird.


Stellt es euch ungefähr so vor: Es gibt da eine  Eck-Kneipe, die den untypischen Kneipen-Namen "Eintracht-Forum" trägt. Diese Kneipe hat bis auf wenige Stunden "Wartungsarbeit" rund um die Uhr geöffnet. Die Eck-Kneipe hat ein bunt durchmischtes Publikum. Es gibt Durchlauf-Kundschaft, es gibt Leute, die hin und wieder mal auf ein Getränk kommen und es gibt den "Stammtisch". Und einige sitzen eben schon morgens um 7:00 Uhr an dem Stammtisch und bleiben im Zweifel auch durchaus mal bis in die späten Abendstunden. Die Leute vom Stammtisch sind durchaus für den ein oder anderen deftigen Spruch bekannt und jeder der regelmäßig  in der Kneipe ist, wird schon mit mehreren vom Stammtisch  verbal aneinander geraten sein. Und dann ging es da  auch durchaus zur Sache. Aber jeder, der diese Kneipe regelmäßig besucht weiß auch, dass die Leute vom Stammtisch - mit all ihren Macken -  im Grunde ganz umgänglicher Leute sind, mit denen man in dieser Kneipe durchaus Spaß haben kann oder sich zumindest nicht auf den Sack geht auch wenn's hier und da mal kracht. Harte Schale aber innerlich eher gutmütige Tanzbären da am Stammtisch... sozusagen. Und vor allem aber geht es den meisten Stammgästen darum, sich über ihre gemeinsame Liebe (nämlich in diesem Fall  die aberwitzige Beziehung zu einem  Fußballverein) in unterschiedlicher Form auszutauschen. Und Leute die neu in die Kneipe kommen werden ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem Stammtisch machen. Und wenn sie die ersten verbalen Scharmützel überstanden haben und darin bewiesen haben, dass es ihnen nicht um eine Kneipenschlägerei geht, sondern im Grunde auch um diesen merkwürdigen Fußballverein, dann werden die auch akzeptiert und haben keinen Stress, selbst wenn's Meinungsverschiedenheiten gibt. Wenn aber einer der neu in die Kneipe kommt, beim ersten Gegenwind sofort in Tränen ausbricht oder eben doch den Nachweis erbringt, dass es ihm im Grunde nur um die Anzettelung einer Kneipenschlägerei geht, dann wird der- bzw. diejenige das sehr schwer haben in der Kneipe, die  Eintracht-Forum heißt.


Und vor diesem Hintergrund, stellt euch vor ihr seid der Wirt dieser Kneipe: Würdet ihr einem der Stammgäste, der schon 15 000 Schobben in dieser Kneipe getrunken hat und sich dabei nachweislich ungefährlich Verhalten hat, nicht mit etwas mehr Nachsicht begegnen, wenn der z.B. fünf Mal "Depp" zu einem andern Kneipen-Gast sagt, als jetzt beispielsweise einem "Kneipen-Neuling" gegenüber, der beim ersten Betreten der Kneipe erstmal rum brüllt, dass das hier eh alles Deppen sind?
Oder sagen wir mal ein anderer Kneipengast, der vielleicht für sein Temperament bekannt ist, aber an vielen Tagen auch schon tolle Kneipen-Gespräche geführt hat und dadurch die Kneipen-Gesellschaft bereichert hat. Sollte der für eine Beleidigung, die ihm vielleicht mal raus gerutscht ist genauso Kneipenverbot bekommen, wie der Kneipengänger, der eh nur zum Stress machen kommt aber zufällig die gleiche Beleidigung verwendet hat?


Ganz sicher hat man das als Wirt dieser Kneipe, mit dem sonderbaren Kneipen-Namen Eintracht-Forum, nicht unbedingt leicht, aber wenn man dieses Fingerspitzengefühl hat (was einschließt, dass man hier und da vielleicht mal mit zweierlei Maß misst), dann kann man diese bunte und teilweise turbulente, aber in jedem Falle liebenswerte Kneipe auch am Laufen halten und die wird ihre Erträge abwerfen.

Ich spinne das Ganze mal ein bisschen weiter.

Solch eine gesunde "Kneipen-Kultur" funktioniert nur dann, Kneipen-Besitzer und Thekenkräfte als die Chefs akzeptiert werden, die die Regeln aufstellen. Und egal ob einem die Regeln alle gefallen oder nicht, ob sie einem immer fair erscheinen oder nicht, sie akzeptiert werden. Wenn in der Dorfkneipe der Stammgast mal über die Stränge schlägt, schickt der Wirt ihn für den Rest des Abends auch schon mal nach Hause. Am nächsten Abend darf der Gast dann gerne wiederkommen, was er auch gerne tut und keine nachhaltige Verstimmung bleibt. Wiederholt sich das dann öfter, muss sich der Wirt überlegen, ob er mit dem Stammgast nicht ein ernstes Wörtchen redet, ihn anzählt, und mit einem Lokalverbot droht (und dieses im allerletzten Schritt dann auch durchsetzt). Schließlich ist ihm auch daran gelegen, seinen Laden neuer Kundschaft attraktiv zu machen, da auch die "alten" irgendwann mal weniger oder gar nicht mehr kommen werden, und die Kneipe auf Dauer nur mit neuer Kundschaft am Leben gehalten werden kann.

Es liegt also an beiden Seiten. An den Wirten, die um die Wichtigkeit ihres Stammpublikus wissen und diesem mehr Freiheiten einräumen müssen, als sie es dem Erstbesucher tun. Gleichzeitig aber darauf achten müssen, dass sie den Laden im Griff behalten und ihre Authorität als Chef nicht permanent in Frage gestellt und ausgereizt wird.
Und an den Stammgästen, die sich an die gesteckten Grenzen halten, auch wenn diese nicht immer einheitlich und einleuchtend erscheinen, auch mal von der Tagesform eines Wirts abhängig sein können. Aber wissend, dass sie in der Kneipe grundsätzlich willkommen sind, wenn auchgleich sie sich hierfür etwas anpassen müssen.

Nicht immer einfach, manchmal passt die Konstellation Thekenkräfte/Gäste mit der Zeit einfach nicht mehr, gerade wenn die Thekenkräfte häufiger wechseln und die Vorgänger in den Augen der Stammgäste gerechter und besser waren. Ändert aber nichts daran, dass die neuen nun - im Auftrag des Kneipenbesitzers - das Sagen haben. Und wenn diese für ihr Handeln die Rückendeckung des Kneipenbesitzers haben, verbleibt es den Stammgäste nur dieses zu akzeptieren, oder die Kneipe künftig nicht mehr aufzusuchen. Damit es nicht so weit kommt, müssen in der Kneipe aber beide Seiten bereit sein, nicht ihr Ding durchsetzen zu wollen, sondern sich mit dem anderen auseinandersetzen und sich offen und kompromissbereit zeigen. Beide Seiten - sonst geht es nicht.
#
Tag 18
#
Brodowin schrieb:

Ich bin nicht für ein solch "konsequentes" Vorgehen. Ich fände eine Moderation nach gesundem Menschenverstand und mit Fingerspitzengefühl viel besser. Auch wenn es hier jetzt völlig off topc wird.


Stellt es euch ungefähr so vor: Es gibt da eine  Eck-Kneipe, die den untypischen Kneipen-Namen "Eintracht-Forum" trägt. Diese Kneipe hat bis auf wenige Stunden "Wartungsarbeit" rund um die Uhr geöffnet. Die Eck-Kneipe hat ein bunt durchmischtes Publikum. Es gibt Durchlauf-Kundschaft, es gibt Leute, die hin und wieder mal auf ein Getränk kommen und es gibt den "Stammtisch". Und einige sitzen eben schon morgens um 7:00 Uhr an dem Stammtisch und bleiben im Zweifel auch durchaus mal bis in die späten Abendstunden. Die Leute vom Stammtisch sind durchaus für den ein oder anderen deftigen Spruch bekannt und jeder der regelmäßig  in der Kneipe ist, wird schon mit mehreren vom Stammtisch  verbal aneinander geraten sein. Und dann ging es da  auch durchaus zur Sache. Aber jeder, der diese Kneipe regelmäßig besucht weiß auch, dass die Leute vom Stammtisch - mit all ihren Macken -  im Grunde ganz umgänglicher Leute sind, mit denen man in dieser Kneipe durchaus Spaß haben kann oder sich zumindest nicht auf den Sack geht auch wenn's hier und da mal kracht. Harte Schale aber innerlich eher gutmütige Tanzbären da am Stammtisch... sozusagen. Und vor allem aber geht es den meisten Stammgästen darum, sich über ihre gemeinsame Liebe (nämlich in diesem Fall  die aberwitzige Beziehung zu einem  Fußballverein) in unterschiedlicher Form auszutauschen. Und Leute die neu in die Kneipe kommen werden ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem Stammtisch machen. Und wenn sie die ersten verbalen Scharmützel überstanden haben und darin bewiesen haben, dass es ihnen nicht um eine Kneipenschlägerei geht, sondern im Grunde auch um diesen merkwürdigen Fußballverein, dann werden die auch akzeptiert und haben keinen Stress, selbst wenn's Meinungsverschiedenheiten gibt. Wenn aber einer der neu in die Kneipe kommt, beim ersten Gegenwind sofort in Tränen ausbricht oder eben doch den Nachweis erbringt, dass es ihm im Grunde nur um die Anzettelung einer Kneipenschlägerei geht, dann wird der- bzw. diejenige das sehr schwer haben in der Kneipe, die  Eintracht-Forum heißt.


Und vor diesem Hintergrund, stellt euch vor ihr seid der Wirt dieser Kneipe: Würdet ihr einem der Stammgäste, der schon 15 000 Schobben in dieser Kneipe getrunken hat und sich dabei nachweislich ungefährlich Verhalten hat, nicht mit etwas mehr Nachsicht begegnen, wenn der z.B. fünf Mal "Depp" zu einem andern Kneipen-Gast sagt, als jetzt beispielsweise einem "Kneipen-Neuling" gegenüber, der beim ersten Betreten der Kneipe erstmal rum brüllt, dass das hier eh alles Deppen sind?
Oder sagen wir mal ein anderer Kneipengast, der vielleicht für sein Temperament bekannt ist, aber an vielen Tagen auch schon tolle Kneipen-Gespräche geführt hat und dadurch die Kneipen-Gesellschaft bereichert hat. Sollte der für eine Beleidigung, die ihm vielleicht mal raus gerutscht ist genauso Kneipenverbot bekommen, wie der Kneipengänger, der eh nur zum Stress machen kommt aber zufällig die gleiche Beleidigung verwendet hat?


Ganz sicher hat man das als Wirt dieser Kneipe, mit dem sonderbaren Kneipen-Namen Eintracht-Forum, nicht unbedingt leicht, aber wenn man dieses Fingerspitzengefühl hat (was einschließt, dass man hier und da vielleicht mal mit zweierlei Maß misst), dann kann man diese bunte und teilweise turbulente, aber in jedem Falle liebenswerte Kneipe auch am Laufen halten und die wird ihre Erträge abwerfen.

Ich spinne das Ganze mal ein bisschen weiter.

Solch eine gesunde "Kneipen-Kultur" funktioniert nur dann, Kneipen-Besitzer und Thekenkräfte als die Chefs akzeptiert werden, die die Regeln aufstellen. Und egal ob einem die Regeln alle gefallen oder nicht, ob sie einem immer fair erscheinen oder nicht, sie akzeptiert werden. Wenn in der Dorfkneipe der Stammgast mal über die Stränge schlägt, schickt der Wirt ihn für den Rest des Abends auch schon mal nach Hause. Am nächsten Abend darf der Gast dann gerne wiederkommen, was er auch gerne tut und keine nachhaltige Verstimmung bleibt. Wiederholt sich das dann öfter, muss sich der Wirt überlegen, ob er mit dem Stammgast nicht ein ernstes Wörtchen redet, ihn anzählt, und mit einem Lokalverbot droht (und dieses im allerletzten Schritt dann auch durchsetzt). Schließlich ist ihm auch daran gelegen, seinen Laden neuer Kundschaft attraktiv zu machen, da auch die "alten" irgendwann mal weniger oder gar nicht mehr kommen werden, und die Kneipe auf Dauer nur mit neuer Kundschaft am Leben gehalten werden kann.

Es liegt also an beiden Seiten. An den Wirten, die um die Wichtigkeit ihres Stammpublikus wissen und diesem mehr Freiheiten einräumen müssen, als sie es dem Erstbesucher tun. Gleichzeitig aber darauf achten müssen, dass sie den Laden im Griff behalten und ihre Authorität als Chef nicht permanent in Frage gestellt und ausgereizt wird.
Und an den Stammgästen, die sich an die gesteckten Grenzen halten, auch wenn diese nicht immer einheitlich und einleuchtend erscheinen, auch mal von der Tagesform eines Wirts abhängig sein können. Aber wissend, dass sie in der Kneipe grundsätzlich willkommen sind, wenn auchgleich sie sich hierfür etwas anpassen müssen.

Nicht immer einfach, manchmal passt die Konstellation Thekenkräfte/Gäste mit der Zeit einfach nicht mehr, gerade wenn die Thekenkräfte häufiger wechseln und die Vorgänger in den Augen der Stammgäste gerechter und besser waren. Ändert aber nichts daran, dass die neuen nun - im Auftrag des Kneipenbesitzers - das Sagen haben. Und wenn diese für ihr Handeln die Rückendeckung des Kneipenbesitzers haben, verbleibt es den Stammgäste nur dieses zu akzeptieren, oder die Kneipe künftig nicht mehr aufzusuchen. Damit es nicht so weit kommt, müssen in der Kneipe aber beide Seiten bereit sein, nicht ihr Ding durchsetzen zu wollen, sondern sich mit dem anderen auseinandersetzen und sich offen und kompromissbereit zeigen. Beide Seiten - sonst geht es nicht.
#
Tackleberry schrieb:

Schließlich ist ihm auch daran gelegen, seinen Laden neuer Kundschaft attraktiv zu machen, da auch die "alten" irgendwann mal weniger oder gar nicht mehr kommen werden, und die Kneipe auf Dauer nur mit neuer Kundschaft am Leben gehalten werden kann.

Wie wir am Dienstag lernen durften, ist dem aber nicht so.
Es kommt keine neue Kundschaft mehr in diese Kneipe, weil die meisten in andere Kneipen, sprich Facebook, Instagram, Twitter gehen!
Das die Kneipe irgendwann stirbt, hat ja auch der Werner geschrieben. Man kann dies natürlich beschleunigen, indem man wöchentlich Stammgäste verheizt.
Wir warten also, bis wie in der Realität, das Kneipensterben einsetzt!
#
Tag 19
#
Tag 20
#
Tag  21
#
Tag  22
#
Brodowin schrieb:

Ich bin nicht für ein solch "konsequentes" Vorgehen. Ich fände eine Moderation nach gesundem Menschenverstand und mit Fingerspitzengefühl viel besser. Auch wenn es hier jetzt völlig off topc wird.


Stellt es euch ungefähr so vor: Es gibt da eine  Eck-Kneipe, die den untypischen Kneipen-Namen "Eintracht-Forum" trägt. Diese Kneipe hat bis auf wenige Stunden "Wartungsarbeit" rund um die Uhr geöffnet. Die Eck-Kneipe hat ein bunt durchmischtes Publikum. Es gibt Durchlauf-Kundschaft, es gibt Leute, die hin und wieder mal auf ein Getränk kommen und es gibt den "Stammtisch". Und einige sitzen eben schon morgens um 7:00 Uhr an dem Stammtisch und bleiben im Zweifel auch durchaus mal bis in die späten Abendstunden. Die Leute vom Stammtisch sind durchaus für den ein oder anderen deftigen Spruch bekannt und jeder der regelmäßig  in der Kneipe ist, wird schon mit mehreren vom Stammtisch  verbal aneinander geraten sein. Und dann ging es da  auch durchaus zur Sache. Aber jeder, der diese Kneipe regelmäßig besucht weiß auch, dass die Leute vom Stammtisch - mit all ihren Macken -  im Grunde ganz umgänglicher Leute sind, mit denen man in dieser Kneipe durchaus Spaß haben kann oder sich zumindest nicht auf den Sack geht auch wenn's hier und da mal kracht. Harte Schale aber innerlich eher gutmütige Tanzbären da am Stammtisch... sozusagen. Und vor allem aber geht es den meisten Stammgästen darum, sich über ihre gemeinsame Liebe (nämlich in diesem Fall  die aberwitzige Beziehung zu einem  Fußballverein) in unterschiedlicher Form auszutauschen. Und Leute die neu in die Kneipe kommen werden ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem Stammtisch machen. Und wenn sie die ersten verbalen Scharmützel überstanden haben und darin bewiesen haben, dass es ihnen nicht um eine Kneipenschlägerei geht, sondern im Grunde auch um diesen merkwürdigen Fußballverein, dann werden die auch akzeptiert und haben keinen Stress, selbst wenn's Meinungsverschiedenheiten gibt. Wenn aber einer der neu in die Kneipe kommt, beim ersten Gegenwind sofort in Tränen ausbricht oder eben doch den Nachweis erbringt, dass es ihm im Grunde nur um die Anzettelung einer Kneipenschlägerei geht, dann wird der- bzw. diejenige das sehr schwer haben in der Kneipe, die  Eintracht-Forum heißt.


Und vor diesem Hintergrund, stellt euch vor ihr seid der Wirt dieser Kneipe: Würdet ihr einem der Stammgäste, der schon 15 000 Schobben in dieser Kneipe getrunken hat und sich dabei nachweislich ungefährlich Verhalten hat, nicht mit etwas mehr Nachsicht begegnen, wenn der z.B. fünf Mal "Depp" zu einem andern Kneipen-Gast sagt, als jetzt beispielsweise einem "Kneipen-Neuling" gegenüber, der beim ersten Betreten der Kneipe erstmal rum brüllt, dass das hier eh alles Deppen sind?
Oder sagen wir mal ein anderer Kneipengast, der vielleicht für sein Temperament bekannt ist, aber an vielen Tagen auch schon tolle Kneipen-Gespräche geführt hat und dadurch die Kneipen-Gesellschaft bereichert hat. Sollte der für eine Beleidigung, die ihm vielleicht mal raus gerutscht ist genauso Kneipenverbot bekommen, wie der Kneipengänger, der eh nur zum Stress machen kommt aber zufällig die gleiche Beleidigung verwendet hat?


Ganz sicher hat man das als Wirt dieser Kneipe, mit dem sonderbaren Kneipen-Namen Eintracht-Forum, nicht unbedingt leicht, aber wenn man dieses Fingerspitzengefühl hat (was einschließt, dass man hier und da vielleicht mal mit zweierlei Maß misst), dann kann man diese bunte und teilweise turbulente, aber in jedem Falle liebenswerte Kneipe auch am Laufen halten und die wird ihre Erträge abwerfen.

Ich spinne das Ganze mal ein bisschen weiter.

Solch eine gesunde "Kneipen-Kultur" funktioniert nur dann, Kneipen-Besitzer und Thekenkräfte als die Chefs akzeptiert werden, die die Regeln aufstellen. Und egal ob einem die Regeln alle gefallen oder nicht, ob sie einem immer fair erscheinen oder nicht, sie akzeptiert werden. Wenn in der Dorfkneipe der Stammgast mal über die Stränge schlägt, schickt der Wirt ihn für den Rest des Abends auch schon mal nach Hause. Am nächsten Abend darf der Gast dann gerne wiederkommen, was er auch gerne tut und keine nachhaltige Verstimmung bleibt. Wiederholt sich das dann öfter, muss sich der Wirt überlegen, ob er mit dem Stammgast nicht ein ernstes Wörtchen redet, ihn anzählt, und mit einem Lokalverbot droht (und dieses im allerletzten Schritt dann auch durchsetzt). Schließlich ist ihm auch daran gelegen, seinen Laden neuer Kundschaft attraktiv zu machen, da auch die "alten" irgendwann mal weniger oder gar nicht mehr kommen werden, und die Kneipe auf Dauer nur mit neuer Kundschaft am Leben gehalten werden kann.

Es liegt also an beiden Seiten. An den Wirten, die um die Wichtigkeit ihres Stammpublikus wissen und diesem mehr Freiheiten einräumen müssen, als sie es dem Erstbesucher tun. Gleichzeitig aber darauf achten müssen, dass sie den Laden im Griff behalten und ihre Authorität als Chef nicht permanent in Frage gestellt und ausgereizt wird.
Und an den Stammgästen, die sich an die gesteckten Grenzen halten, auch wenn diese nicht immer einheitlich und einleuchtend erscheinen, auch mal von der Tagesform eines Wirts abhängig sein können. Aber wissend, dass sie in der Kneipe grundsätzlich willkommen sind, wenn auchgleich sie sich hierfür etwas anpassen müssen.

Nicht immer einfach, manchmal passt die Konstellation Thekenkräfte/Gäste mit der Zeit einfach nicht mehr, gerade wenn die Thekenkräfte häufiger wechseln und die Vorgänger in den Augen der Stammgäste gerechter und besser waren. Ändert aber nichts daran, dass die neuen nun - im Auftrag des Kneipenbesitzers - das Sagen haben. Und wenn diese für ihr Handeln die Rückendeckung des Kneipenbesitzers haben, verbleibt es den Stammgäste nur dieses zu akzeptieren, oder die Kneipe künftig nicht mehr aufzusuchen. Damit es nicht so weit kommt, müssen in der Kneipe aber beide Seiten bereit sein, nicht ihr Ding durchsetzen zu wollen, sondern sich mit dem anderen auseinandersetzen und sich offen und kompromissbereit zeigen. Beide Seiten - sonst geht es nicht.
#
Danke Brodowin, danke Takleberry! Klasse!!
#
Ich warte auf Dich, Adler_2009 ?
#
Tag 23
#
Tag 24
#
Ich warte auf Dich, Adler_2009 ?
#
stormfather3001 schrieb:

Ich warte auf Dich, Adler_2009 ?

Kannst noch lange warten
#
Tag  25
#
Brodowin schrieb:

Ich bin nicht für ein solch "konsequentes" Vorgehen. Ich fände eine Moderation nach gesundem Menschenverstand und mit Fingerspitzengefühl viel besser. Auch wenn es hier jetzt völlig off topc wird.


Stellt es euch ungefähr so vor: Es gibt da eine  Eck-Kneipe, die den untypischen Kneipen-Namen "Eintracht-Forum" trägt. Diese Kneipe hat bis auf wenige Stunden "Wartungsarbeit" rund um die Uhr geöffnet. Die Eck-Kneipe hat ein bunt durchmischtes Publikum. Es gibt Durchlauf-Kundschaft, es gibt Leute, die hin und wieder mal auf ein Getränk kommen und es gibt den "Stammtisch". Und einige sitzen eben schon morgens um 7:00 Uhr an dem Stammtisch und bleiben im Zweifel auch durchaus mal bis in die späten Abendstunden. Die Leute vom Stammtisch sind durchaus für den ein oder anderen deftigen Spruch bekannt und jeder der regelmäßig  in der Kneipe ist, wird schon mit mehreren vom Stammtisch  verbal aneinander geraten sein. Und dann ging es da  auch durchaus zur Sache. Aber jeder, der diese Kneipe regelmäßig besucht weiß auch, dass die Leute vom Stammtisch - mit all ihren Macken -  im Grunde ganz umgänglicher Leute sind, mit denen man in dieser Kneipe durchaus Spaß haben kann oder sich zumindest nicht auf den Sack geht auch wenn's hier und da mal kracht. Harte Schale aber innerlich eher gutmütige Tanzbären da am Stammtisch... sozusagen. Und vor allem aber geht es den meisten Stammgästen darum, sich über ihre gemeinsame Liebe (nämlich in diesem Fall  die aberwitzige Beziehung zu einem  Fußballverein) in unterschiedlicher Form auszutauschen. Und Leute die neu in die Kneipe kommen werden ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem Stammtisch machen. Und wenn sie die ersten verbalen Scharmützel überstanden haben und darin bewiesen haben, dass es ihnen nicht um eine Kneipenschlägerei geht, sondern im Grunde auch um diesen merkwürdigen Fußballverein, dann werden die auch akzeptiert und haben keinen Stress, selbst wenn's Meinungsverschiedenheiten gibt. Wenn aber einer der neu in die Kneipe kommt, beim ersten Gegenwind sofort in Tränen ausbricht oder eben doch den Nachweis erbringt, dass es ihm im Grunde nur um die Anzettelung einer Kneipenschlägerei geht, dann wird der- bzw. diejenige das sehr schwer haben in der Kneipe, die  Eintracht-Forum heißt.


Und vor diesem Hintergrund, stellt euch vor ihr seid der Wirt dieser Kneipe: Würdet ihr einem der Stammgäste, der schon 15 000 Schobben in dieser Kneipe getrunken hat und sich dabei nachweislich ungefährlich Verhalten hat, nicht mit etwas mehr Nachsicht begegnen, wenn der z.B. fünf Mal "Depp" zu einem andern Kneipen-Gast sagt, als jetzt beispielsweise einem "Kneipen-Neuling" gegenüber, der beim ersten Betreten der Kneipe erstmal rum brüllt, dass das hier eh alles Deppen sind?
Oder sagen wir mal ein anderer Kneipengast, der vielleicht für sein Temperament bekannt ist, aber an vielen Tagen auch schon tolle Kneipen-Gespräche geführt hat und dadurch die Kneipen-Gesellschaft bereichert hat. Sollte der für eine Beleidigung, die ihm vielleicht mal raus gerutscht ist genauso Kneipenverbot bekommen, wie der Kneipengänger, der eh nur zum Stress machen kommt aber zufällig die gleiche Beleidigung verwendet hat?


Ganz sicher hat man das als Wirt dieser Kneipe, mit dem sonderbaren Kneipen-Namen Eintracht-Forum, nicht unbedingt leicht, aber wenn man dieses Fingerspitzengefühl hat (was einschließt, dass man hier und da vielleicht mal mit zweierlei Maß misst), dann kann man diese bunte und teilweise turbulente, aber in jedem Falle liebenswerte Kneipe auch am Laufen halten und die wird ihre Erträge abwerfen.

Ich spinne das Ganze mal ein bisschen weiter.

Solch eine gesunde "Kneipen-Kultur" funktioniert nur dann, Kneipen-Besitzer und Thekenkräfte als die Chefs akzeptiert werden, die die Regeln aufstellen. Und egal ob einem die Regeln alle gefallen oder nicht, ob sie einem immer fair erscheinen oder nicht, sie akzeptiert werden. Wenn in der Dorfkneipe der Stammgast mal über die Stränge schlägt, schickt der Wirt ihn für den Rest des Abends auch schon mal nach Hause. Am nächsten Abend darf der Gast dann gerne wiederkommen, was er auch gerne tut und keine nachhaltige Verstimmung bleibt. Wiederholt sich das dann öfter, muss sich der Wirt überlegen, ob er mit dem Stammgast nicht ein ernstes Wörtchen redet, ihn anzählt, und mit einem Lokalverbot droht (und dieses im allerletzten Schritt dann auch durchsetzt). Schließlich ist ihm auch daran gelegen, seinen Laden neuer Kundschaft attraktiv zu machen, da auch die "alten" irgendwann mal weniger oder gar nicht mehr kommen werden, und die Kneipe auf Dauer nur mit neuer Kundschaft am Leben gehalten werden kann.

Es liegt also an beiden Seiten. An den Wirten, die um die Wichtigkeit ihres Stammpublikus wissen und diesem mehr Freiheiten einräumen müssen, als sie es dem Erstbesucher tun. Gleichzeitig aber darauf achten müssen, dass sie den Laden im Griff behalten und ihre Authorität als Chef nicht permanent in Frage gestellt und ausgereizt wird.
Und an den Stammgästen, die sich an die gesteckten Grenzen halten, auch wenn diese nicht immer einheitlich und einleuchtend erscheinen, auch mal von der Tagesform eines Wirts abhängig sein können. Aber wissend, dass sie in der Kneipe grundsätzlich willkommen sind, wenn auchgleich sie sich hierfür etwas anpassen müssen.

Nicht immer einfach, manchmal passt die Konstellation Thekenkräfte/Gäste mit der Zeit einfach nicht mehr, gerade wenn die Thekenkräfte häufiger wechseln und die Vorgänger in den Augen der Stammgäste gerechter und besser waren. Ändert aber nichts daran, dass die neuen nun - im Auftrag des Kneipenbesitzers - das Sagen haben. Und wenn diese für ihr Handeln die Rückendeckung des Kneipenbesitzers haben, verbleibt es den Stammgäste nur dieses zu akzeptieren, oder die Kneipe künftig nicht mehr aufzusuchen. Damit es nicht so weit kommt, müssen in der Kneipe aber beide Seiten bereit sein, nicht ihr Ding durchsetzen zu wollen, sondern sich mit dem anderen auseinandersetzen und sich offen und kompromissbereit zeigen. Beide Seiten - sonst geht es nicht.
#
Danke Tackleberry für die Fortsetzung! Hab das eben erst gelesen und stimme deinen Ausführungen natürlich zu.  


Teilen