Jan Ullrich

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Nimm es mir bitte nicht übel, aber du hast keine Ahnung über die vielen Facetten und Verlãufe einer Suchtkrankheit. Wann ist denn ein Alkoholiker ein "richtiger Alkoholiker"?
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Aus medizinischer Sicht würde dir jeder Arzt sagen wenn du täglich Alkohol konsumierst bist du ein Alkoholiker.
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Nimm es mir bitte nicht übel, aber du hast keine Ahnung über die vielen Facetten und Verlãufe einer Suchtkrankheit. Wann ist denn ein Alkoholiker ein "richtiger Alkoholiker"?
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hawischer schrieb:

Nimm es mir bitte nicht übel, aber du hast keine Ahnung über die vielen Facetten und Verlãufe einer Suchtkrankheit. Wann ist denn ein Alkoholiker ein "richtiger Alkoholiker"?

Es gibt die schwachen Alkoholiker die jeden Abend ihre paar Bier oder Wein trinken, die meine ich nicht. Ich meine die schweren Alkoholiker die von morgens bis abends Alkohol zu sich nehmen und ihren Alkoholspiegel halten müssen. Und da weiß ich das da keine Ansprache hilft, egal von wem auch immer. Erst wenn sie mehrmals auf die Fresse gefallen sind fangen sie so langsam an sich in den wenigen lichten Momenten mal Gedanken zu machen und wenn man viel Glück hat kommen sie dann mal auf den Trichter das sie Hilfe brauchen. Und auch dann braucht es meist noch seine Zeit bis sie dann endlich auf Entzug gehen. Wer mir erzählt das man so Leuten sagen kann das sie Hilfe annehmen sollen und die machen das dann auch gleich, da weiß ich das derjenige ein schlechter Märchenerzähler ist.
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Nimm es mir bitte nicht übel, aber du hast keine Ahnung über die vielen Facetten und Verlãufe einer Suchtkrankheit. Wann ist denn ein Alkoholiker ein "richtiger Alkoholiker"?
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ich würde an dieser stelle mal wikipedia zu rate ziehen.


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alkoholkrankheit
Die Beschaffung und der Konsum von Alkohol bestimmen das Leben zunehmend. Typisch sind fortschreitender Verlust der Kontrolle über das Trinkverhalten bis zum zwanghaften Konsum, Vernachlässigung früherer Interessen zugunsten des Trinkens, Leugnen des Suchtverhaltens, Entzugserscheinungen bei vermindertem Konsum, Toleranz gegenüber Alkohol („Trinkfestigkeit“)[1] sowie Veränderungen der Persönlichkeit.

oder weiter beim abhängigkeitssyndrom
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Und du willst mir erzählen das ein richtiger Alkoholiker darauf hört was jemand sagt? Der hat doch am nächsten Tag schon wieder vergessen was man ihm gesagt hat. Wenn die nicht abstürzen passiert da garnix, dann saufen die lustig weiter.
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propain schrieb:

Und du willst mir erzählen das ein richtiger Alkoholiker darauf hört was jemand sagt?

Ich muss da hawischer mal beispringen. Ein bisschen Erfahrung mit Alkoholkranken habe ich auch. Dass Einfluss von außen keinerlei Wirkung hat stimmt so sicher nicht.
Wenn wir beide unter der klassischen "Ansprache" dasselbe verstehen, hast du natürlich recht. Aber es gibt schon Mittel und Möglichkeiten, die z. B. Angehörige oder Freunde haben, beim Entschluss, einen Entzug zu machen, etwas nachzuhelfen.
Dass diese andere Art der "Ansprache" wenn irgend möglich unter professioneller Anleitung bzw. vorheriger Beratung vorgenommen werden sollte versteht sich von selbst.
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propain schrieb:

Und du willst mir erzählen das ein richtiger Alkoholiker darauf hört was jemand sagt?

Ich muss da hawischer mal beispringen. Ein bisschen Erfahrung mit Alkoholkranken habe ich auch. Dass Einfluss von außen keinerlei Wirkung hat stimmt so sicher nicht.
Wenn wir beide unter der klassischen "Ansprache" dasselbe verstehen, hast du natürlich recht. Aber es gibt schon Mittel und Möglichkeiten, die z. B. Angehörige oder Freunde haben, beim Entschluss, einen Entzug zu machen, etwas nachzuhelfen.
Dass diese andere Art der "Ansprache" wenn irgend möglich unter professioneller Anleitung bzw. vorheriger Beratung vorgenommen werden sollte versteht sich von selbst.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Dass diese andere Art der "Ansprache" wenn irgend möglich unter professioneller Anleitung bzw. vorheriger Beratung vorgenommen werden sollte versteht sich von selbst.

Und da ist doch das Problem. Wenn viele was professioneller Hilfe hören ist das Gespräch doch schon beendet. Das geht so lange bis sie nicht mehr den Satz sagen "Ich kann doch jeden Tag aufhören, gar kein Problem".
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WuerzburgerAdler schrieb:

Dass diese andere Art der "Ansprache" wenn irgend möglich unter professioneller Anleitung bzw. vorheriger Beratung vorgenommen werden sollte versteht sich von selbst.

Und da ist doch das Problem. Wenn viele was professioneller Hilfe hören ist das Gespräch doch schon beendet. Das geht so lange bis sie nicht mehr den Satz sagen "Ich kann doch jeden Tag aufhören, gar kein Problem".
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Ich glaub da kann man schon sehr differenzieren. Da gibt es auch solche wie solche. Manche merken auch so durch Familie oder Bekannte das sie sich verändern oder ihnen ihr Lebenstil nicht gut bekommt. Andere lassen sich halt nicht rein reden. Das ist ja bei allen Abhängigkeiten so... sich selber eingestehen das man ein Problem hat ist immer am schwierigsten.
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Jaja. DIE Alkoholiker.
Sowie DIE Neger, DIE Polen und DIE Fußballprofis.
Alkoholismus, Sucht ist in seiner/ihrer Ausprägung genauso vielschichtig, wie es mit allen anderen Lebensumständen auch ist.
Grundsätzlich gilt, dass eine Einschränkung der normalen Lebensführung sowie eine Fixierung auf den Suchtstoff, bzw. die Beschaffung desselben als problematisch zu sehen ist.
Wann - und da möchte ich propain ausdrücklich widersprechen - Alkoholismus/süchtiger Konsum beginnt und missbräuchlicher Konsum endet, das kann man wohl nur schwer festmachen.
Klar ist, dass missbräuchlicher Konsum einen großen Risikofaktor darstellt in die Sucht abzugleiten.
Die Annahme, ein "richtiger Alkoholiker" müsse Spiegeltrinker sein, von Morgens bis Abends trinken, nur um irgendwann ordentlich abzustürzen ist so alt wie sie falsch ist. Bzw. ist diese Form des Alkoholismus nur eine heftige Spielart süchtigen Alkoholkonsums.
Sog. Quartalssäufer, Entspannungstrinker, Gewohnheitstrinker, sie alle können erleben, dass der Konsum an gewissen Punkten unkontrollierbar wird.
Die subjektive Erfahrung von Leid beginnt dabei an sehr unterschiedlichen Punkten und wird individuell sehr unterschiedlich erlebt.
Während mancher trotz einnässens und heftiger körperlicher Ausfallserscheinungen bei sich nicht bereit ist ein Problem zu sehen, ist der andere bereits bei gelegentlichem Entgleisen seines Konsums soweit, seine Lebensqualität heftig eingeschränkt wahrzunehmen.
Besonders die Idee, Süchtige wären grundsätzlich nicht dazu in der Lage, ihre Situation wahrzunehmen und zu reflektieren ist ein enger Verwandter davon, dass Süchtige einen guten Grund dafür haben, ihre Erkrankung nach außen hin zu leugnen, ihre Situation zu beschönigen.
Es ist dies die immer noch weitverbreitete Annahme, Süchtige wären Charakterschwach und und hätten einen Mangel an Willen.
Unter unseren Gegebenheiten, vor allem in der Mittelschicht noch immer oft ein gesellschaftliches Todesurteil.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Dass diese andere Art der "Ansprache" wenn irgend möglich unter professioneller Anleitung bzw. vorheriger Beratung vorgenommen werden sollte versteht sich von selbst.

Und da ist doch das Problem. Wenn viele was professioneller Hilfe hören ist das Gespräch doch schon beendet. Das geht so lange bis sie nicht mehr den Satz sagen "Ich kann doch jeden Tag aufhören, gar kein Problem".
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propain schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Dass diese andere Art der "Ansprache" wenn irgend möglich unter professioneller Anleitung bzw. vorheriger Beratung vorgenommen werden sollte versteht sich von selbst.

Und da ist doch das Problem. Wenn viele was professioneller Hilfe hören ist das Gespräch doch schon beendet. Das geht so lange bis sie nicht mehr den Satz sagen "Ich kann doch jeden Tag aufhören, gar kein Problem".

Das meinte ich nicht. Was ich meinte: Angehörige oder Freunde, die Einfluss auf einen Suchtkranken nehmen wollen, sollten sich über die Art und Weise ihrer Intervention professionell beraten lassen. Es gibt da einige Regeln, die man beherzigen sollte, wenn man irgendetwas erreichen will. Diese Regeln klingen zunächst mal durchaus überraschend, sind aber, richtig angewendet, durchaus nicht ohne Erfolgsaussicht.

Das ist wohl auch das, was hawischer meinte.
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Ich glaub da kann man schon sehr differenzieren. Da gibt es auch solche wie solche. Manche merken auch so durch Familie oder Bekannte das sie sich verändern oder ihnen ihr Lebenstil nicht gut bekommt. Andere lassen sich halt nicht rein reden. Das ist ja bei allen Abhängigkeiten so... sich selber eingestehen das man ein Problem hat ist immer am schwierigsten.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

Ich glaub da kann man schon sehr differenzieren. Da gibt es auch solche wie solche. Manche merken auch so durch Familie oder Bekannte das sie sich verändern oder ihnen ihr Lebenstil nicht gut bekommt. Andere lassen sich halt nicht rein reden. Das ist ja bei allen Abhängigkeiten so... sich selber eingestehen das man ein Problem hat ist immer am schwierigsten.

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Mainhattener schrieb:

hawischer schrieb:

Der Mann braucht Hilfe. Wo sind alle die Prominenten die sich mit ihm fotografieren haben lassen, als er Toursieger war? Wo ist der Radsportverband mit dem Präsidenten Rudolf Scharping? Keiner da. Schlimm.



Ich glaube nicht dass der Radsportverband ihm Helfen kann, hier müssen ihm Ärzte helfen.

Na klar, so meinte ich es auch nicht. Unterstützung bei der medialen Hatz, die aktuell betrieben wird. Da werden von den schlagzeilengeilen Presseleuten, Journalisten sind das für mich nicht, Dinge berichtet, von angeblichen Freunden und ehemaligen Kollegen, die sind abenteuerlich. Da wünschte ich mir ein klares Statement vom Verband, dass so etwas nicht geht. Und das der Verband Ulrich unterstützt, wobei auch immer.
Aber leider, es ist nichts zu hören oder zu lesen.
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hawischer schrieb:

Mainhattener schrieb:

hawischer schrieb:

Der Mann braucht Hilfe. Wo sind alle die Prominenten die sich mit ihm fotografieren haben lassen, als er Toursieger war? Wo ist der Radsportverband mit dem Präsidenten Rudolf Scharping? Keiner da. Schlimm.



Ich glaube nicht dass der Radsportverband ihm Helfen kann, hier müssen ihm Ärzte helfen.

Na klar, so meinte ich es auch nicht. Unterstützung bei der medialen Hatz, die aktuell betrieben wird. Da werden von den schlagzeilengeilen Presseleuten, Journalisten sind das für mich nicht, Dinge berichtet, von angeblichen Freunden und ehemaligen Kollegen, die sind abenteuerlich. Da wünschte ich mir ein klares Statement vom Verband, dass so etwas nicht geht. Und das der Verband Ulrich unterstützt, wobei auch immer.
Aber leider, es ist nichts zu hören oder zu lesen.


Ganz ehrlich. Der Mann wurde verhaftet, weil er eine Prostituierte gewürgt hat. Da würde ich mich als Verband auch mit irgendwelchen Solidarisierungen zurück halten, sondern gar nichts zum Thema sagen.
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Bevor sich jemand wundert

Ich habe eben zwei  Beiträge  gelöscht.
Wir werden  hier keine Links zu irgendwas  dulden das außer Sensationsgeil und Schadenfroh keine Bezeichnung verdient.
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Bevor sich jemand wundert

Ich habe eben zwei  Beiträge  gelöscht.
Wir werden  hier keine Links zu irgendwas  dulden das außer Sensationsgeil und Schadenfroh keine Bezeichnung verdient.
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Danke.
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Ich mochte den Kerl zwar nie, aber ich hoffe es hilft.

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