Corona und die Auswirkungen auf den Fußball


Thread wurde von SGE_Werner am Montag, 27. Dezember 2021, 14:11 Uhr um 14:11 Uhr gesperrt weil:
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Tobitor schrieb:

Was genau gewinnt man denn, wenn man die Saison abbricht?


Keine infizierten Spieler.
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sgevolker schrieb:

Tobitor schrieb:

Was genau gewinnt man denn, wenn man die Saison abbricht?


Keine infizierten Spieler.

Fortsetzung der Saison natürlich nur dann, wenn dies unbedenklich ist, also beispielsweise nächstes Jahr.

Für mich war und ist das natürlich und selbstverständlich Voraussetzung. Habe nicht gedacht, dass ich das dazuschreiben muss.
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Tobitor schrieb:

Was genau gewinnt man denn, wenn man die Saison abbricht?

Nix. Und was gewinnt man, wenn doch Spieler, Betreuer oder sonstige Personen aus dem Umfeld erkranken?
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Basaltkopp schrieb:

Tobitor schrieb:

Was genau gewinnt man denn, wenn man die Saison abbricht?

Nix. Und was gewinnt man, wenn doch Spieler, Betreuer oder sonstige Personen aus dem Umfeld erkranken?

Siehe Antwort an SGEvolker. Langsam ist es ermüdend, jedes Mal das selbe schreiben zu müssen, damit es hier richtig verstanden wird.
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Gibt es eigentlich in diesem Plan auch einen Punkt in dem steht wie es weiter gehen würde und wie das Spieltagstechnisch aussieht hinsichtlich Anstosszeiten.
Es sind ja nun, wenn man nach den Übertragungsrechten geht, noch Freitage und auch ein Montag offen. Da wird ja z.B. DAZN nicht exklusiv drauf verzichten. Spielt man dann trotzdem Samstagnachmittag, Sonntag 2 mal und macht ein Topspiel Samstag Abend!?
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Eintracht23 schrieb:

Gibt es eigentlich in diesem Plan auch einen Punkt in dem steht wie es weiter gehen würde und wie das Spieltagstechnisch aussieht hinsichtlich Anstosszeiten.
Es sind ja nun, wenn man nach den Übertragungsrechten geht, noch Freitage und auch ein Montag offen. Da wird ja z.B. DAZN nicht exklusiv drauf verzichten. Spielt man dann trotzdem Samstagnachmittag, Sonntag 2 mal und macht ein Topspiel Samstag Abend!?


Am besten jedes Spiel zu ner anderen uhrzeit dann hat der skyabonennt, watzke und rummenige endlich was sie wollen. Das können wir auch noch schön in nach-corona-zeiten weiter führen. Am besten noch ein paar spiele zu amazon, disney und apple tv, dass man auch wirklich überall ein abo hat. Der marius wolf will ja irgendwann auch mal 20 mio wie der neuer verdienen und wir können auch den fussball viel besser retten
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Am geilsten wär's fast, die würden den ganzen Operettenball starten und würden dann nach dem ersten Spiel direkt in Quarantäne. Einfach so als kleines Realitätstraining.
Und nein, ich hätte da weder mit nem Spieler noch mit nem Funktionär der da mitmacht Mitleid wenn er sich ansteckt.
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Was genau gewinnt man denn, wenn man die Saison abbricht?
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Tobitor schrieb:

Was genau gewinnt man denn, wenn man die Saison abbricht?


Man hätte die Moeglichkeit, einen kompletten Neustart dann durchzuführen, wenn es die Situation wieder zulässt, und müsste nicht jetzt riskante Geisterspiele durchführen, nur um dann zu neuen Saison voraussichtlich wieder mit riskanten Geisterspielen weiter zu machen.

Nur wäre bei einem Saisonabbruch auch klar, dass es erst mal keine Fernsehgelder mehr gibt, eventuell sogar bereits gezahlte Gelder zurück gezahlt werden müssen, und die Verträge gekündigt werden. Ob das zu Insolvenzen führen würde, und bei wie vielen Vereinen, müsste man dann halt abwarten.

Zumindest koennte man die Spieler und Mitarbeiter bei einem Saisonabbruch erst mal nach Hause schicken, müsste nicht verkrampft einen Trainingsbetrieb unter irregulären Bedingungen aufrecht erhalten, hätte die Moeglichkeit geordnete Insolvenzverfahren durchzuführen, um danach Spielerverträge, Fernsehverträge und Sponsorenverträge auf niedrigerem Niveau neu auszuhandeln, bevor es wieder los geht.








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Am geilsten wär's fast, die würden den ganzen Operettenball starten und würden dann nach dem ersten Spiel direkt in Quarantäne. Einfach so als kleines Realitätstraining.
Und nein, ich hätte da weder mit nem Spieler noch mit nem Funktionär der da mitmacht Mitleid wenn er sich ansteckt.
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FrankenAdler schrieb:

Am geilsten wär's fast, die würden den ganzen Operettenball starten und würden dann nach dem ersten Spiel direkt in Quarantäne. Einfach so als kleines Realitätstraining.
Und nein, ich hätte da weder mit nem Spieler noch mit nem Funktionär der da mitmacht Mitleid wenn er sich ansteckt.


Fußballer sind letztlich auch nur Arbeitnehmer. Und die gehen letztlich ihrer Arbeit nach, um Geld zu verdienen. Wenn Ihre Arbeit nicht von ganz oben verboten wird, haben die Unternehmen (Vereine / Liga) und die Arbeitnehmer keinen Grund, nicht zu arbeiten. Natürlich können die Arbeitnehmer (Spieler) das Ganze verweigern. Dann sind ihre Arbeitgeber teilweise im Sommer pleite und sie vorläufig arbeitslos. Soll ich demnächst auch kein Mitleid mehr haben mit jeder Kassiererin oder Pflegerin, die trotz der noch größeren Gefahr zur Arbeit geht? Du reagierst auf ein teils perverses Geschäft mit ebenso perverser Denkweise (selbst schuld).

Eigentlich kannst Du es doch einfach heraus sagen, was Du willst. Du willst, dass dieser Fußball, so wie er derzeit ist, scheitert. Und danach? Was, wenn das jetzige Konzept der DFL scheitert und die Saison abgebrochen wird? Was, wenn vor allem die kleinen Vereine der 2. und 3. Liga kaputt gehen und deren Spieler auf der Straße stehen? Was, wenn die Maßnahmen länger als August erforderlich sind und es einfach keine Zuschauer geben kann? Wir reden hier doch nicht nur von hochbezahlten Spielern und paar geldgeilen Funktionären und Brot-und-Spiele toll findenden Politiker, wir reden hier von einem Wirtschaftszweig, an dem zehntausende Jobs dran hängen (auch Dutzende bei der Eintracht).

Ja, das Fußballgeschäft, so wie es derzeit ist, ist pervers. Und ich bin auch nicht bereit, jeden Preis mitzutragen, nur damit das Geschäft wieder am Laufen ist. Ob es Sinn macht, diese Saison noch zu Ende bringen... Ich glaube es nicht. Aber ich habe keine Lust am Untergang. Auch weil ich mir denken kann, dass der Untergang genau die trifft, die nicht Teil dieses perversen Geschäfts sind.
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Tobitor schrieb:

Was genau gewinnt man denn, wenn man die Saison abbricht?


Man hätte die Moeglichkeit, einen kompletten Neustart dann durchzuführen, wenn es die Situation wieder zulässt, und müsste nicht jetzt riskante Geisterspiele durchführen, nur um dann zu neuen Saison voraussichtlich wieder mit riskanten Geisterspielen weiter zu machen.

Nur wäre bei einem Saisonabbruch auch klar, dass es erst mal keine Fernsehgelder mehr gibt, eventuell sogar bereits gezahlte Gelder zurück gezahlt werden müssen, und die Verträge gekündigt werden. Ob das zu Insolvenzen führen würde, und bei wie vielen Vereinen, müsste man dann halt abwarten.

Zumindest koennte man die Spieler und Mitarbeiter bei einem Saisonabbruch erst mal nach Hause schicken, müsste nicht verkrampft einen Trainingsbetrieb unter irregulären Bedingungen aufrecht erhalten, hätte die Moeglichkeit geordnete Insolvenzverfahren durchzuführen, um danach Spielerverträge, Fernsehverträge und Sponsorenverträge auf niedrigerem Niveau neu auszuhandeln, bevor es wieder los geht.








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Tranquilio schrieb:

hätte die Moeglichkeit geordnete Insolvenzverfahren durchzuführen, um danach Spielerverträge, Fernsehverträge und Sponsorenverträge auf niedrigerem Niveau neu auszuhandeln, bevor es wieder los geht.


Und warum sollte irgendein Verein das wollen? Ich kann auch ganz einfach sagen, welche Vereine dann weiterhin die selben Gehälter zahlen können. RB, Hopp, Leverkusen...
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Man wird wie bei vielen anderen Dingen erst im nachhinein wissen was jetzt Richtig und was Falsch ist.

Ich bin immer noch der Meinung das es jetzt zu Früh ist das Projekt Buli Fußball hoch zufahren. Geht jetzt was auch immer schief dann war es das sowieso mit der Saison und auch damit im Herbst wieder mit einer neuen Saison anzufangen. Dann sind die Probleme noch viel größer. Für nächste Saison kann ja auch niemand seriös planen.
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FrankenAdler schrieb:

Am geilsten wär's fast, die würden den ganzen Operettenball starten und würden dann nach dem ersten Spiel direkt in Quarantäne. Einfach so als kleines Realitätstraining.
Und nein, ich hätte da weder mit nem Spieler noch mit nem Funktionär der da mitmacht Mitleid wenn er sich ansteckt.


Fußballer sind letztlich auch nur Arbeitnehmer. Und die gehen letztlich ihrer Arbeit nach, um Geld zu verdienen. Wenn Ihre Arbeit nicht von ganz oben verboten wird, haben die Unternehmen (Vereine / Liga) und die Arbeitnehmer keinen Grund, nicht zu arbeiten. Natürlich können die Arbeitnehmer (Spieler) das Ganze verweigern. Dann sind ihre Arbeitgeber teilweise im Sommer pleite und sie vorläufig arbeitslos. Soll ich demnächst auch kein Mitleid mehr haben mit jeder Kassiererin oder Pflegerin, die trotz der noch größeren Gefahr zur Arbeit geht? Du reagierst auf ein teils perverses Geschäft mit ebenso perverser Denkweise (selbst schuld).

Eigentlich kannst Du es doch einfach heraus sagen, was Du willst. Du willst, dass dieser Fußball, so wie er derzeit ist, scheitert. Und danach? Was, wenn das jetzige Konzept der DFL scheitert und die Saison abgebrochen wird? Was, wenn vor allem die kleinen Vereine der 2. und 3. Liga kaputt gehen und deren Spieler auf der Straße stehen? Was, wenn die Maßnahmen länger als August erforderlich sind und es einfach keine Zuschauer geben kann? Wir reden hier doch nicht nur von hochbezahlten Spielern und paar geldgeilen Funktionären und Brot-und-Spiele toll findenden Politiker, wir reden hier von einem Wirtschaftszweig, an dem zehntausende Jobs dran hängen (auch Dutzende bei der Eintracht).

Ja, das Fußballgeschäft, so wie es derzeit ist, ist pervers. Und ich bin auch nicht bereit, jeden Preis mitzutragen, nur damit das Geschäft wieder am Laufen ist. Ob es Sinn macht, diese Saison noch zu Ende bringen... Ich glaube es nicht. Aber ich habe keine Lust am Untergang. Auch weil ich mir denken kann, dass der Untergang genau die trifft, die nicht Teil dieses perversen Geschäfts sind.
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Werner, natürlich ist das eine Geschichte, die wir alle überhaupt nicht abschließend beurteilen können. Deine Sorge um alle Durchschnittskicker, Mitarbeiter bei den Vereinen und sonstigen Menschen, die durch einen Crash große Probleme bekommen würden, teile ich durchaus.

Aber gehen wir mal den Gegenpol des Crashs durch. Soll wirklich alles gerettet werden und wieder weitergehen wie zuvor? Dass Spielpläne von TV-Anstalten gestaltet werden, dass 23-jährige Millionäre sich bei ihren Clubs freipressen können, dass geldgeile Berater laufende Vereinswechsel ihres Schützlings herbeiführen, dass die Spieltage zerfetzt, die Spielzeiten mit unsinnigen Wettbewerben zugeschüttet und korrupte Funktionäre mit Geld gefügig gemacht werden? Und alles nur für "immer mehr" Kohle? Die Symptome des kranken Profifußballs lassen sich beliebig weiter aufzählen.

Und auch in anderen Bereichen: sollen wir wieder zurück zum Profitdenken ohne Rücksicht auf Menschen und Umwelt? Zurück zu drei Flugreisen pro Jahr pro Person? Zurück zum SUV? Zum Hamsterrad, in dem nur zählt, wer funktioniert = Profite erwirtschaftet? Zurück zum cum ex?

Jeder wird jetzt sagen: nein, das wäre fatal. Aber so gut wie niemand glaubt, dass es ohne einen Crash ein Zurückschalten geben wird. Die Aussagen der meisten - auch hier - sind eindeutig: man wird sich kurz besinnen, dann aber zum business as usual zurückkehren. Und das wird unseren Untergang bedeuten. Corona war nur ein Warnschuss.

Ein behutsames Zurückfahren des ganzen Wahnsinns wäre freilich besser. Aber ich glaube mittlerweile auch nicht mehr, dass das passieren wird. Und vor allem wird hier kein Land eine Vorreiterrolle einnehmen wollen. Auch und vor allem nicht beim Fußball. Siehe das Wettbewerbsgeschwafel aus München.

Dann soll es runtercrashen. Das Schöne dabei ist: da es alle betreffen wird, weltweit, wird niemand dabei benachteiligt. Corona ist ein demokratisches Virus. Werder Bremen wird es ebenso treffen wie den FC Barcelona.
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Tranquilio schrieb:

hätte die Moeglichkeit geordnete Insolvenzverfahren durchzuführen, um danach Spielerverträge, Fernsehverträge und Sponsorenverträge auf niedrigerem Niveau neu auszuhandeln, bevor es wieder los geht.


Und warum sollte irgendein Verein das wollen? Ich kann auch ganz einfach sagen, welche Vereine dann weiterhin die selben Gehälter zahlen können. RB, Hopp, Leverkusen...
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SGE_Werner schrieb:

Und warum sollte irgendein Verein das wollen? Ich kann auch ganz einfach sagen, welche Vereine dann weiterhin die selben Gehälter zahlen können. RB, Hopp, Leverkusen...


So siehts aus. Wenn es keine Zuschauereinnahmen mehr gibt, und vom Fernsehen weniger Geld kommt, dann stehen die Sponsorenvereine am besten da, wenn alles neu ausgehandelt wird.

Der FC Bayern dürfte mit adidas, Lufthansa und Telekom im Rücken dank Staatshilfen auch ziemlich gut durch die Krise kommen.

Der Rest der Liga würde 50+1 dann so schnell wie moeglich über Bord werfen wollen, und wäre wohl auch für jedes unmoralische Pay-TV-Angebot zu haben.

Deswegen halte ich die Beendigung der Saison ohne Zuschauer immer noch für das kleinere Übel.

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SGE_Werner schrieb:

Und warum sollte irgendein Verein das wollen? Ich kann auch ganz einfach sagen, welche Vereine dann weiterhin die selben Gehälter zahlen können. RB, Hopp, Leverkusen...


So siehts aus. Wenn es keine Zuschauereinnahmen mehr gibt, und vom Fernsehen weniger Geld kommt, dann stehen die Sponsorenvereine am besten da, wenn alles neu ausgehandelt wird.

Der FC Bayern dürfte mit adidas, Lufthansa und Telekom im Rücken dank Staatshilfen auch ziemlich gut durch die Krise kommen.

Der Rest der Liga würde 50+1 dann so schnell wie moeglich über Bord werfen wollen, und wäre wohl auch für jedes unmoralische Pay-TV-Angebot zu haben.

Deswegen halte ich die Beendigung der Saison ohne Zuschauer immer noch für das kleinere Übel.

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Und du denkst, die Lufthansa wird nach der Verstaatlichung noch ein großer Sponsor bei Bayern sein? Und Red Bull ungeschoren durch den shutdown kommen? VW in Wolfsburg? Dann am ehesten noch Bayer. Bis sie an Monsanto zugrunde gehen.

Und selbst wenn: dann sollen halt Hoffenheim, Leverkusen, Bayern, Leipzig und Wolfsburg die Sache unter sich ausmachen. Wird sicher eine Riesenerfolgsgeschichte werden! Sky wird neue Aborekorde verbuchen.
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FrankenAdler schrieb:

Am geilsten wär's fast, die würden den ganzen Operettenball starten und würden dann nach dem ersten Spiel direkt in Quarantäne. Einfach so als kleines Realitätstraining.
Und nein, ich hätte da weder mit nem Spieler noch mit nem Funktionär der da mitmacht Mitleid wenn er sich ansteckt.


Fußballer sind letztlich auch nur Arbeitnehmer. Und die gehen letztlich ihrer Arbeit nach, um Geld zu verdienen. Wenn Ihre Arbeit nicht von ganz oben verboten wird, haben die Unternehmen (Vereine / Liga) und die Arbeitnehmer keinen Grund, nicht zu arbeiten. Natürlich können die Arbeitnehmer (Spieler) das Ganze verweigern. Dann sind ihre Arbeitgeber teilweise im Sommer pleite und sie vorläufig arbeitslos. Soll ich demnächst auch kein Mitleid mehr haben mit jeder Kassiererin oder Pflegerin, die trotz der noch größeren Gefahr zur Arbeit geht? Du reagierst auf ein teils perverses Geschäft mit ebenso perverser Denkweise (selbst schuld).

Eigentlich kannst Du es doch einfach heraus sagen, was Du willst. Du willst, dass dieser Fußball, so wie er derzeit ist, scheitert. Und danach? Was, wenn das jetzige Konzept der DFL scheitert und die Saison abgebrochen wird? Was, wenn vor allem die kleinen Vereine der 2. und 3. Liga kaputt gehen und deren Spieler auf der Straße stehen? Was, wenn die Maßnahmen länger als August erforderlich sind und es einfach keine Zuschauer geben kann? Wir reden hier doch nicht nur von hochbezahlten Spielern und paar geldgeilen Funktionären und Brot-und-Spiele toll findenden Politiker, wir reden hier von einem Wirtschaftszweig, an dem zehntausende Jobs dran hängen (auch Dutzende bei der Eintracht).

Ja, das Fußballgeschäft, so wie es derzeit ist, ist pervers. Und ich bin auch nicht bereit, jeden Preis mitzutragen, nur damit das Geschäft wieder am Laufen ist. Ob es Sinn macht, diese Saison noch zu Ende bringen... Ich glaube es nicht. Aber ich habe keine Lust am Untergang. Auch weil ich mir denken kann, dass der Untergang genau die trifft, die nicht Teil dieses perversen Geschäfts sind.
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SGE_Werner schrieb:

Fußballer sind letztlich auch nur Arbeitnehmer. Und die gehen letztlich ihrer Arbeit nach, um Geld zu verdienen. Wenn Ihre Arbeit nicht von ganz oben verboten wird, haben die Unternehmen (Vereine / Liga) und die Arbeitnehmer keinen Grund, nicht zu arbeiten. Natürlich können die Arbeitnehmer (Spieler) das Ganze verweigern. Dann sind ihre Arbeitgeber teilweise im Sommer pleite und sie vorläufig arbeitslos. Soll ich demnächst auch kein Mitleid mehr haben mit jeder Kassiererin oder Pflegerin, die trotz der noch größeren Gefahr zur Arbeit geht? Du reagierst auf ein teils perverses Geschäft mit ebenso perverser Denkweise (selbst schuld).

Echt jetzt? Du vergleichst Fußballprofis die Millionenschwer sind mit ner Kassiererin oder ner Krankenschwester?
Ab da hat sich deine Antwort eigentlich schon derart ins Absurde begeben, dass man es lassen könnte!

SGE_Werner schrieb:

Eigentlich kannst Du es doch einfach heraus sagen, was Du willst. Du willst, dass dieser Fußball, so wie er derzeit ist, scheitert.

Du müsstest gut genug wissen, dass ich so gar keine Mühe damit habe grade raus zu sagen, was ich will. Da du das weißt machst du nichts anderes, als ne Hypothese konstruieren und dem Diskussionspartner unterschieben, um dann deine Gedanken zur Hypothese auszuformulieren.
Was das mit meinem Beitrag zu tun hat, dürfte dein Geheimnis bleiben.
An dieser Stelle ist diese "Antwort" bereits zum zweiten Mal für die Tonne!

SGE_Werner schrieb:

Was, wenn das jetzige Konzept der DFL scheitert und die Saison abgebrochen wird? Was, wenn vor allem die kleinen Vereine der 2. und 3. Liga kaputt gehen und deren Spieler auf der Straße stehen? Was, wenn die Maßnahmen länger als August erforderlich sind und es einfach keine Zuschauer geben kann? Wir reden hier doch nicht nur von hochbezahlten Spielern und paar geldgeilen Funktionären und Brot-und-Spiele toll findenden Politiker, wir reden hier von einem Wirtschaftszweig, an dem zehntausende Jobs dran hängen (auch Dutzende bei der Eintracht).


Was meinst du? Sollen wir nicht ein bisschen Lobbyarbeit für die Reisebranche oder das Hotel- und Gaststättengewerbe betreiben? Da hängen noch viel mehr Jobs dran.
Gut, natürlich ist da kein Rudel an Jungmillionären zu beobachten, Murdoch zahlt auch nix und Sympathieträger wie Rummenigge, Watzke oder Bobic sprechen da auch nicht auf, das ist natürlich schon ein Unterschied.
Nein. Jetzt wo ich drüber nachdenke wird mir bewusst, dass ich dringend befürwirten möchte, dass für unser geliebtes Operettenbusiness Fußball jede beliebige Extrawurst ordentlich durchgebraten werden müsste.

Um nochmal auf den Punkt zu kommen - und damit du mir nix mehr in den Mund legen musst:
Es ist mir derzeit scheißegal ob irgendwelche Fußballvereine pleite gehen oder nicht.
Ich hoffe nicht drauf, es juckt mich aber auch nicht groß. Das Argument mit den Arbeitsplätzen, vor allem wenn es auf derart peinlichem Niveau wie von dur hier vorgetragen wird, halte ich für an den Haaren herbeigezogen in der gesellschaftlichen Gesamtschau und falls dann nur Leipzig, Wob, Hoffenheim und Bayern zahlungsfähig bleiben, ja Gott, dann guck ich die Eintracht eben gegen Stuttgart  den Glubb und Kaiserslautern in der Reginalliga. Und hab keinen Deut weniger Spass dran. Das darfst du mir glauben!
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Bleibt die Frage ob all die genannten Vereine dann in einer Regionalliga spielen können ! Gibt es dann überhaupt noch eine Regionalliga ?
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Bleibt die Frage ob all die genannten Vereine dann in einer Regionalliga spielen können ! Gibt es dann überhaupt noch eine Regionalliga ?
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Ja gut. Diese letzte Frage müsste natürlich noch dringend geklärt werden.
Hoffentlich scheitert die ganze Fußball-Revolution nicht an der Regionalligafrage. Sonst müssen wir halt doch so weitermachen wie bisher. Pech gehabt.
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Und du denkst, die Lufthansa wird nach der Verstaatlichung noch ein großer Sponsor bei Bayern sein? Und Red Bull ungeschoren durch den shutdown kommen? VW in Wolfsburg? Dann am ehesten noch Bayer. Bis sie an Monsanto zugrunde gehen.

Und selbst wenn: dann sollen halt Hoffenheim, Leverkusen, Bayern, Leipzig und Wolfsburg die Sache unter sich ausmachen. Wird sicher eine Riesenerfolgsgeschichte werden! Sky wird neue Aborekorde verbuchen.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Und du denkst, die Lufthansa wird nach der Verstaatlichung noch ein großer Sponsor bei Bayern sein? Und Red Bull ungeschoren durch den shutdown kommen? VW in Wolfsburg? Dann am ehesten noch Bayer. Bis sie an Monsanto zugrunde gehen.


Die Lufthansa wird wohl mit extrem viel Staatskohle am Leben gehalten werden, Kostenpunkt eine Milliarde pro Monat. Das bisschen Sponsoring fällt da nicht groß ins Gewicht.

adidas hat schon den Milliardenkredit über die KfW bekommen, ohne dass da auch nur ansatzweise davon die Rede gewesen wäre dass das Geld nicht mehr einfach so an Real Madrid, Man United, Juventus und den FC Bayern weitergeleitet werden darf.

VW wird auch nicht hängen gelassen werden, und bei denen ist das Engagement bei Wolfsburg auch eher Kleinkram.

Keine Ahnung wie es bei Red Bull insgesamt finanziell aussieht. Bei denen dürften die Margen und die Reserven aber wesentlich hoeher sein als bei anderen Unternehmen im Sportsponsoring.

WuerzburgerAdler schrieb:
Und selbst wenn: dann sollen halt Hoffenheim, Leverkusen, Bayern, Leipzig und Wolfsburg die Sache unter sich ausmachen. Wird sicher eine Riesenerfolgsgeschichte werden! Sky wird neue Aborekorde verbuchen.


Vielleicht machen sie auch gleich Nägel mit Koepfen, und es gibt ab 2021 die europäische Superleague mit PSG, Real Madrid, Barcelona, Man United, Liverpool und den anderen Sponsorenvereinen, weltweiter TV-Präsenz, und der Rest kann dann mal schauen wie es in der Zweitklassigkeit weiter geht.
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@FrankenAdler. Dein Optimismus in allen Ehren. Sollte dein Szenario wirklich eintreten und Frankfurt in der Regionalliga antreten müssen wirst du weder Nürnberg noch Kaiserslautern dort vorfinden ! Diese 2 Vereine gibt es dann entweder gar nicht mehr oder sie dürfen irgendwo in der Bezirksliga weiterspielen !

Alles andere würde mich sehr überraschen !
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Ist es sehr schlimm, dass es nur völlig egal ist ob die CL und EL ggf abgebrochen wird und mich Szenarien für 2020/2021 so null,null interessieren?
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@FrankenAdler. Dein Optimismus in allen Ehren. Sollte dein Szenario wirklich eintreten und Frankfurt in der Regionalliga antreten müssen wirst du weder Nürnberg noch Kaiserslautern dort vorfinden ! Diese 2 Vereine gibt es dann entweder gar nicht mehr oder sie dürfen irgendwo in der Bezirksliga weiterspielen !

Alles andere würde mich sehr überraschen !
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Mein Gott, dann dauert es halt ein paar Jahre bis ich wieder Eintracht gegen Glubb sehe.
Und falls das wirklich alles abkackt, dann bleibt die Infrastruktur, bleiben die Stadien und bleibt auch die Liebe zum Fußball.
Gerne dürfen die Barcelo as, Madrids, Leipzigs und Liverpools dieser Welt dann ihr Kommerzding abziehen und gerne darf dann der Fußball der mit Beteiligung der Eintracht und anderer Traditionsclubs stattfindet, ne gute Nummer kleiner sein. Wen juckts?
Wo siehst du denn Gladbach im Zweifelsfall eher. In einer europäischen Kommerzliga oder beim Rasen fressen gegen Köln, Stuttgart, Bremen oder die Eintracht?
Oder anders gefragt: was möchtest du lieber sehen?
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Mein Gott, dann dauert es halt ein paar Jahre bis ich wieder Eintracht gegen Glubb sehe.
Und falls das wirklich alles abkackt, dann bleibt die Infrastruktur, bleiben die Stadien und bleibt auch die Liebe zum Fußball.
Gerne dürfen die Barcelo as, Madrids, Leipzigs und Liverpools dieser Welt dann ihr Kommerzding abziehen und gerne darf dann der Fußball der mit Beteiligung der Eintracht und anderer Traditionsclubs stattfindet, ne gute Nummer kleiner sein. Wen juckts?
Wo siehst du denn Gladbach im Zweifelsfall eher. In einer europäischen Kommerzliga oder beim Rasen fressen gegen Köln, Stuttgart, Bremen oder die Eintracht?
Oder anders gefragt: was möchtest du lieber sehen?
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Als hoffenheim fan hat er die Probleme nicht.
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FrankenAdler schrieb:

Am geilsten wär's fast, die würden den ganzen Operettenball starten und würden dann nach dem ersten Spiel direkt in Quarantäne. Einfach so als kleines Realitätstraining.
Und nein, ich hätte da weder mit nem Spieler noch mit nem Funktionär der da mitmacht Mitleid wenn er sich ansteckt.


Fußballer sind letztlich auch nur Arbeitnehmer. Und die gehen letztlich ihrer Arbeit nach, um Geld zu verdienen. Wenn Ihre Arbeit nicht von ganz oben verboten wird, haben die Unternehmen (Vereine / Liga) und die Arbeitnehmer keinen Grund, nicht zu arbeiten. Natürlich können die Arbeitnehmer (Spieler) das Ganze verweigern. Dann sind ihre Arbeitgeber teilweise im Sommer pleite und sie vorläufig arbeitslos. Soll ich demnächst auch kein Mitleid mehr haben mit jeder Kassiererin oder Pflegerin, die trotz der noch größeren Gefahr zur Arbeit geht? Du reagierst auf ein teils perverses Geschäft mit ebenso perverser Denkweise (selbst schuld).

Eigentlich kannst Du es doch einfach heraus sagen, was Du willst. Du willst, dass dieser Fußball, so wie er derzeit ist, scheitert. Und danach? Was, wenn das jetzige Konzept der DFL scheitert und die Saison abgebrochen wird? Was, wenn vor allem die kleinen Vereine der 2. und 3. Liga kaputt gehen und deren Spieler auf der Straße stehen? Was, wenn die Maßnahmen länger als August erforderlich sind und es einfach keine Zuschauer geben kann? Wir reden hier doch nicht nur von hochbezahlten Spielern und paar geldgeilen Funktionären und Brot-und-Spiele toll findenden Politiker, wir reden hier von einem Wirtschaftszweig, an dem zehntausende Jobs dran hängen (auch Dutzende bei der Eintracht).

Ja, das Fußballgeschäft, so wie es derzeit ist, ist pervers. Und ich bin auch nicht bereit, jeden Preis mitzutragen, nur damit das Geschäft wieder am Laufen ist. Ob es Sinn macht, diese Saison noch zu Ende bringen... Ich glaube es nicht. Aber ich habe keine Lust am Untergang. Auch weil ich mir denken kann, dass der Untergang genau die trifft, die nicht Teil dieses perversen Geschäfts sind.
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SGE_Werner schrieb:

Du willst, dass dieser Fußball, so wie er derzeit ist, scheitert.

Dass Profifußball in seiner jetztigen Form inakzeptabel ist, das ist für mich keine Frage.

Aber wenn ich so was lesen muss:
Namen nannte Salihamidzic nicht, dafür unterstrich er die unverändert höchsten Ambitionen des deutschen Fußball-Rekordmeisters - Krise hin oder her: "Wir bleiben ein Käuferverein. Ich und alle bei uns stehen dafür, dass wir die Champions League gewinnen wollen - ohne wirtschaftlich unvernünftig zu werden."
Quelle: https://www.n-tv.de/sport/fussball/FC-Bayern-sucht-den-internationalen-Star-article21740719.html

Dann kann man sich nur wünschen, dass diesem Irrsinn ein Ende gemacht wird.

Oder in welcher Welt lebt Rangnick?

"Ich glaube, dass das eine große Signalwirkung für die Gesellschaft haben würde", sagte Rangnick bei SWR Sport. Es sei nicht nur aus finanzieller Sicht für die Vereine wichtig, sondern auch aus psychologischer Sicht "für die gesamte Menschheit".
Quelle: https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2020/04/ralf-rangnick-bundesliga-neustart-wichtig-fuer-die-gesamte-menschheit

Wie lange ist es her, dass Seifert etwas nachdenklich und ansatzweise demütig wirkte?

Ich möchte so etwas nicht mehr.
Solche Aussagen (man könnte ja noch weitere Zitate raussuchen) zeigen, dass in dieser Welt zu viele Menschen im Profifußball komplett den Bezug zur Realität verloren haben.

Und ich bin da sehr nahe bei FrankenAdler:
Dann gibt es halt einen Crash, und wir spielen dann in Liga vier.
Mich juckt jetzt schon die CL kaum noch, von mir aus könnten die Bonzen- und Investorenvereine gerne einen closed shop eröffnen.
Dann hätten wir wenigstens unsere Ruhe vor dem Gesindel.


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