Verschwörungstheorien der "Querfront" in Coronazeiten

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FrankenAdler schrieb:

Wenn er/sie sich dann abwendet, ist dann alles was vorher war obsolet?


Nein. Aber wer bestimmt, wann jemand als geläutert gelten darf? Und wer bestimmt die Kriterien?
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SGE_Werner schrieb:

Nein. Aber wer bestimmt, wann jemand als geläutert gelten darf? Und wer bestimmt die Kriterien?

Vielleicht sollte man sich dahingehend von einem Absolutheitsgedanken verabschieden.

Ich für meinen Teil interessiere mich nicht für den Menschen Xavier Naidoo und schaue keine Fernsehsendungen in denen er potentiell auftreten könnte. Nicht seinetwegen, sondern weil mich derartige Sendungen nicht interessieren.

Meine einzigen Berührungspunkte mit ihm sind seine Aussagen zu Corona und QAnon, weil beides gesellschaftliche Relevanz hat und er dabei eine sehr negative Rolle spielt.

Sollte er dieses Gewicht jetzt nutzen, um ein paar Verlorene zurück in die Normalität zu holen, freut mich das, weil es gesellschaftlich einen Nutzen hat.
Ich anerkenne dann auch, dass er den schwierigen und konfliktbehafteten Weg der öffentlichen Entschuldigung gegangen ist.
Ansonsten soll er einfach sein Leben leben und immer dann die Klappe halten, wenn er meint etwas sagen zu müssen.
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SGE_Werner schrieb:

FrankenAdler schrieb:

Wenn er/sie sich dann abwendet, ist dann alles was vorher war obsolet?


Nein. Aber wer bestimmt, wann jemand als geläutert gelten darf? Und wer bestimmt die Kriterien?

Meine Rede!
Ich weiß es nicht!

Ich bin hier der Typ, der dazu bereit ist auch noch mit dem letzten Drecksack zu reden und zu arbeiten - und entsprechend allen eine Chance zu geben, die versuchen was zu verändern.
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FrankenAdler schrieb:

Ich bin hier der Typ, der dazu bereit ist auch noch mit dem letzten Drecksack zu reden und zu arbeiten - und entsprechend allen eine Chance zu geben, die versuchen was zu verändern.


Weiß ich doch. Ich finde es halt ermüdend, wenn Menschen ihre Maßstäbe als allgemeingültig ansehen. Ist mir heute wieder beim Durchlesen von Meinungen zu Xavier aufgefallen.

In dieser Szene zu sagen, dass man auf dem Holzweg war, mag für uns selbstverständlich sein, er wird aber dafür jetzt mehr zum Feind für die Schwurbler als es jemals Lauterbach und Drosten waren. Zu erwarten, dass jemand wie Naidoo, der immer schon ein bisschen komisch drauf war und immer irgendwie "suchend" wirkte, vollends nun zur Vernunft kommt, ist nicht wahrscheinlich. Mir reicht es schon, wenn jemand nicht mehr jeder Idiotie hinterherrennt. Vor allem nach den letzten 2 Jahren bin ich für jede noch so kleine Vernunft dankbar. Aus welchen Motiven auch immer diese Vernunft entsteht.
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FrankenAdler schrieb:

Ich bin hier der Typ, der dazu bereit ist auch noch mit dem letzten Drecksack zu reden und zu arbeiten - und entsprechend allen eine Chance zu geben, die versuchen was zu verändern.


Weiß ich doch. Ich finde es halt ermüdend, wenn Menschen ihre Maßstäbe als allgemeingültig ansehen. Ist mir heute wieder beim Durchlesen von Meinungen zu Xavier aufgefallen.

In dieser Szene zu sagen, dass man auf dem Holzweg war, mag für uns selbstverständlich sein, er wird aber dafür jetzt mehr zum Feind für die Schwurbler als es jemals Lauterbach und Drosten waren. Zu erwarten, dass jemand wie Naidoo, der immer schon ein bisschen komisch drauf war und immer irgendwie "suchend" wirkte, vollends nun zur Vernunft kommt, ist nicht wahrscheinlich. Mir reicht es schon, wenn jemand nicht mehr jeder Idiotie hinterherrennt. Vor allem nach den letzten 2 Jahren bin ich für jede noch so kleine Vernunft dankbar. Aus welchen Motiven auch immer diese Vernunft entsteht.
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Öffentlich zu sagen, dass man auf dem Holzweg war, wird bestenfalls zu nem Hatestorm führen, schlechtestenfalls zu realer Gewalt.
Aus radikalisierten Glaubenskonstrukten auszusteigen ist per se nicht ungefährlich, das öffentlich zu machen, heißt für viele der Leutchen ne Kampfansage machen.
Da werden jetzt ganz eigene Verschwörungserzählungen virulent gehen darüber, wie "der arme Xavier" dazu gezwungen wurde, sich so zu äußern, was für ein verräterisches Schwein er sei, was man mit ihm machen müsste, was er dafür bekommt und wer dahinter steckt.
Wenn er jetzt noch den Forderungen nachkommt öffentlich nach zu treten, dürfte es gefährlich für ihn werden, bald wieder auf ner Bühne zu stehen.
Ich an seiner Stelle würde das tunlichst unterlassen, allzu forsch in die Distanzierung zu gehen.
Lieber leise Töne.

Letztlich is es mir persönlich aber egal was der macht. Ich fand den schon zu "Söhne Mannheims" Zeiten furchtbar eklig.
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Andy schrieb:

Danke für den Tipp!

Gerne.
Der dritte Teil ist draußen.

Der WA und er FA haben es schon immer gewusst:
"Die denken nicht quer; die denken egoman"
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Und jetzt ist auch der vierte Teil draußen.

Diesmal geht es um die Radikalisierung von Prominenten am Beispiel vor allem von Hildmann und Wendler.
Fand ich sehr hörenswert.
Xavier Naidoo wird zum Ende hin erwähnt. Auf seine Äußerungen der letzten Woche sind sie leider nicht eingegangen.
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planscher08 schrieb:

Ich nehme das ihn ab. Das ganze Thema um Corona war doch für einige wie ein Wahn. Getrieben von immer wahnwitzigeren Thesen, abertausende Thesen, Videos und was weiß ich. Das hat viele einfach maßlos überfordert und da triften dann schnell welche ab die schon von vornherein labil sind. Der Krieg wird ihn wohl mit voller Härte die Augen geöffnet haben.


Xavier ist zwar auch Corona-Leugner (gewesen? ich glaube im Statement kommt das Thema gar nicht vor). Aber das Thema kam ja erst, als er ohnehin wegen seiner rechten Verschwörungstheorien schon ins Abseits geraten war. Also der wurde nicht von Corona in den Wahn getrieben. Der ist ja mehr oder weniger über Jahrzehnte in die Richtung abgedriftet und die Gesellschaft hat zu lange zugeguckt, oder ihn immer noch verteidigt (Wieviele Promis sich wohl wegen der FAZ Anzeige bis heute in Grund und Boden schämen?)
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Diese FAZ Anzeige ist damals an mir vorbei gegangen, oder ich habe es vergessen. Das ist ja hochnotpeinlich. Auch nett, der Herr Grönemeyer im Jahr 2015 auf Facebook:

"Xavier ist einer der besten und etabliertesten Musiker und Sänger bei uns, weder homophob, noch rechts und reichsbürgerlich, sondern neugierig, christlicher Freigeist und zum Glück umtriebig und leidenschaftlich"

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Diese FAZ Anzeige ist damals an mir vorbei gegangen, oder ich habe es vergessen. Das ist ja hochnotpeinlich. Auch nett, der Herr Grönemeyer im Jahr 2015 auf Facebook:

"Xavier ist einer der besten und etabliertesten Musiker und Sänger bei uns, weder homophob, noch rechts und reichsbürgerlich, sondern neugierig, christlicher Freigeist und zum Glück umtriebig und leidenschaftlich"

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HessiP schrieb:

"Xavier ist einer der besten und etabliertesten Musiker und Sänger bei uns, weder homophob, noch rechts und reichsbürgerlich, sondern neugierig, christlicher Freigeist und zum Glück umtriebig und leidenschaftlich"


Ich mochte Xavier nie und konnte weder mit ihm als Typen, noch als Künstler was anfangen. Ich gehe aber tatsächlich davon aus, dass der privat ein sympathischer umgänglicher Typ ist, oder zumindest lange Zeit war. Ich glaube da wurde aus Sympathie (und Respekt als Musiker) zu lange Zeit, von zu vielen, über zu vieles hinweggeguckt.

Sehe das am Beispiel bei einem Michael Mittermeier, den ich für einen korrekten Typen halte, der sich auch schon lange gegen rechts starkgemacht hat, der aber auch noch sehr lange Xavier als Freund sah und ihn in Schutz genommen hat. Vielleicht wurde da zu lange im Umfeld gesagt, "der spinnt zwar etwas, ist aber eigentlich ein korrekter Typ", statt mal rechtzeitig ihm zu sagen "sag mal, hast Du den ***** offen, weißt Du eigentlich mit welchen Vollidioten Du da sprichst? Nehme mal weniger Drogen, oder lass Dir alternativ von nem Psychiater die richtigen Drogen geben".
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HessiP schrieb:

"Xavier ist einer der besten und etabliertesten Musiker und Sänger bei uns, weder homophob, noch rechts und reichsbürgerlich, sondern neugierig, christlicher Freigeist und zum Glück umtriebig und leidenschaftlich"


Ich mochte Xavier nie und konnte weder mit ihm als Typen, noch als Künstler was anfangen. Ich gehe aber tatsächlich davon aus, dass der privat ein sympathischer umgänglicher Typ ist, oder zumindest lange Zeit war. Ich glaube da wurde aus Sympathie (und Respekt als Musiker) zu lange Zeit, von zu vielen, über zu vieles hinweggeguckt.

Sehe das am Beispiel bei einem Michael Mittermeier, den ich für einen korrekten Typen halte, der sich auch schon lange gegen rechts starkgemacht hat, der aber auch noch sehr lange Xavier als Freund sah und ihn in Schutz genommen hat. Vielleicht wurde da zu lange im Umfeld gesagt, "der spinnt zwar etwas, ist aber eigentlich ein korrekter Typ", statt mal rechtzeitig ihm zu sagen "sag mal, hast Du den ***** offen, weißt Du eigentlich mit welchen Vollidioten Du da sprichst? Nehme mal weniger Drogen, oder lass Dir alternativ von nem Psychiater die richtigen Drogen geben".
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Exil-Adler-NRW schrieb:

(...) statt mal rechtzeitig ihm zu sagen "sag mal, hast Du den ***** offen, weißt Du eigentlich mit welchen Vollidioten Du da sprichst? Nehme mal weniger Drogen, oder lass Dir alternativ von nem Psychiater die richtigen Drogen geben".


Bisschen hart, aber ja. Wir wissen ja was Du meinst. Man hätte ihn definitiv einiges klar machen müssen. Gerade als Freund! Allerdings war ja das Thema "Corona" bei vielen unter Freunden, Bekannten und Verwandten ja eher ein Tabu-Thema. Gerade wenn es dann um solche Theorien geht. Denke, gerade als "Promi" ist das nochmal ne Ecke schwerer, vielleicht was gegen andere prominente Freunde was zu sagen. Man möchte es sich ja auch nicht verscherzen und alles.
Ich hinterfrage auch viel. Versuche mich auch in die Lagen hineinzuversetzen und mögliche Konsequenzen daraus zu erkennen.

Aber wir wissen alle, und das meine ich nicht böse: Im Nachhinein ist man immer schlauer und sagt dann: Hätte ich mal so und so reagiert. Man weiß aber nie, wie es ausgegangen wäre, wenn man einen anderen Weg eingeschlagen wäre. Vielleicht gar einen noch schlimmeren?

Oder zu anderen sagen (bzw. über sie in Social Media zu schreiben): Hättest Du/er mal das und das gesagt. Hättet ihr in der Situation selbst so reagiert / agiert? Habt ihr all Euren Freunden, die sowas angedeutet haben, auch klare Kante gezeigt? Also, das ist kein Angriff gegen Dich. War halt so ne generell Grundaussage auf alle Situation. Weißte was ich mein? Man vergisst manchmal sein eigenes Umfeld, während man über andere schreibt.

Liebe geht raus ♥ Schöne Woche noch
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Exil-Adler-NRW schrieb:

(...) statt mal rechtzeitig ihm zu sagen "sag mal, hast Du den ***** offen, weißt Du eigentlich mit welchen Vollidioten Du da sprichst? Nehme mal weniger Drogen, oder lass Dir alternativ von nem Psychiater die richtigen Drogen geben".


Bisschen hart, aber ja. Wir wissen ja was Du meinst. Man hätte ihn definitiv einiges klar machen müssen. Gerade als Freund! Allerdings war ja das Thema "Corona" bei vielen unter Freunden, Bekannten und Verwandten ja eher ein Tabu-Thema. Gerade wenn es dann um solche Theorien geht. Denke, gerade als "Promi" ist das nochmal ne Ecke schwerer, vielleicht was gegen andere prominente Freunde was zu sagen. Man möchte es sich ja auch nicht verscherzen und alles.
Ich hinterfrage auch viel. Versuche mich auch in die Lagen hineinzuversetzen und mögliche Konsequenzen daraus zu erkennen.

Aber wir wissen alle, und das meine ich nicht böse: Im Nachhinein ist man immer schlauer und sagt dann: Hätte ich mal so und so reagiert. Man weiß aber nie, wie es ausgegangen wäre, wenn man einen anderen Weg eingeschlagen wäre. Vielleicht gar einen noch schlimmeren?

Oder zu anderen sagen (bzw. über sie in Social Media zu schreiben): Hättest Du/er mal das und das gesagt. Hättet ihr in der Situation selbst so reagiert / agiert? Habt ihr all Euren Freunden, die sowas angedeutet haben, auch klare Kante gezeigt? Also, das ist kein Angriff gegen Dich. War halt so ne generell Grundaussage auf alle Situation. Weißte was ich mein? Man vergisst manchmal sein eigenes Umfeld, während man über andere schreibt.

Liebe geht raus ♥ Schöne Woche noch
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Denis schrieb:

Allerdings war ja das Thema "Corona" bei vielen unter Freunden, Bekannten und Verwandten ja eher ein Tabu-Thema.


Das Thema Corona, kam doch bei Xavier erst, als schon alles zu spät war. Im Gegensatz zum Wendler hatte sein DSDS Ende ja nichts mit Corona zu tun, sondern mit seinen, wie er es nannte "patriotischen Texten" die rauskamen.

Wenn meine Freunde mit Reichsbürgern und Co. rumhängen würde, gibt es ne Ansage.

Ich glaube, als Xaviers erster Beitrag zum Thema Corona kam, der glaube ich war, dass man mit den Masken die Rentner umbringen will, weil die Rentenkassen leer sind, waren die 2017 Unterstützer, glaube ich schon weitestgehend weggebrochen (außer vielleicht Nena).
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Heute um 22:45 Uhr im ZDF eine Doku zu den Irrwegen des Xavier Naidoo und wie glaubwürdig seine Reue ist.
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Ich packe es mal hier rein, obwohl es nichts mit Corona zu tun hat.
Eher mit der Denke der VTs

Im Moment ist ja dieses Affenpockending am Start und derzeit sind wohl hauptsächlich homo- und bisexuelle Männer betroffen.

Ich les also den Artikel in der Zeit und dann die Kommentare und zack: Beim ersten kotze ich fast auf's Handy.

Übelster homophober Mist mit gedanklichem Brückenschlag zu HIV, wo der angebliche Zusammenhang mit Homosexualität seit 30 Jahren widerlegt ist.

Ist inzwischen gelöscht, aber der Kommentierende ist mir schon früher mit Corona Leugner und AFD freundlichen Kommentaren aufgefallen. Passt.
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Da haben sich freundliche Musiker eine Verschwörung gegen die Nationalhymne ausgedacht. Herrlich.
https://twitter.com/andikynast/status/1528752632491388930?t=D5PUrC_9Qg50swJziK_CuA&s=19


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