(Kurz nach der) Bundestagswahl - 26. September 2021


Thread wurde von SGE_Werner am Donnerstag, 30. September 2021, 22:08 Uhr um 22:08 Uhr gesperrt weil:
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Ganz ehrlich, ich  zahle vierstellige Miete für 3 Zimmer, wer das nicht macht, sollte bei Spritpreisen die Schnauze halten.

Und ich hätte gerne ein Auto, aber Miete macht das illusorisch.

Und ja, ein Auto würde meinen Alltag extrem entlasten. So Laufe ich 1 Stunde um einzukaufen.
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Nein das war nicht falsch. Und wenn wir schon dabei sind, es würde manche/r mit den Ohren schlackern, wie radikal ich mit dem Thema persönlicher CO2 Abdruck umgehen würde.
Worauf wir in der Diskussion aber achten müssen ist, dass das was wir da gerade an wachsweichen Maßnahmen "über den Geldbeutel" schlicht die die in den SUVs sitzen nicht erreichen, weil die Kohle genug haben. Dafür werden die bei denen es eh knapp ist und die aus diesem Grund vieles von der Technologie die weniger klimabelastend ist, schlicht nicht finanzieren können, vergleichsweise hoch belastet.

Ich als sozialdemokratisch/sozialistisch geprägte Linker lege darauf Wert, dass soziale Gerechtigkeit ein Kernthema bei jeder Veränderungsdiskussion bleibt.
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Das klingt doch schon ganz anders als "linker polemischer Dreck".

Dazu frage ich dich, wo du denn die CO2-Steuer ansetzen würdest. Bei E-Bikes? Es geht doch darum, den CO2-Ausstoß zu senken, also geht man an die ran, die ihn verursachen. In meinen Augen eine logische Geschichte, auch wenn ich weiß, dass ganze Industriezweige mit riesigen CO2-Schleudern noch immer viel zu sehr geschont werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich kann dazu nur sagen, dass alle diejenigen, die sich schon vor Jahren Gedanken über ihren "Fußabdruck" gemacht haben und peu à peu ihr Verhalten und ihren Verbrauch umgestellt haben, jetzt diese Spriterhöhung wenig juckt. Und sei es nur, weil sie jetzt ein sparsames Fahrzeug fahren und die alte Spritschleuder ersetzt haben.

Im Übrigen halte ich diese Diskussion für ein Politikum. Als die Spritpreiserhöhungen von der GroKo beschlossen wurden, gab es keinen Aufschrei. Jetzt, weil die Grünen es vorziehen wollen, geht die Welt unter. Dass schwere Dienstwagen, Flugbenzin, Diesel nach wie vor subventioniert werden - kein Wort des Protests.
Und: an einer CO2-Steuer führt doch kein Weg vorbei. Es ist doch der einzige Weg, die Industrie dazu zu bringen, umweltfreundlichere Produkte umweltfreundlich zu produzieren. Apelle und Lippenbekenntnisse haben ja zu nichts geführt.

Ich würde vorschlagen, das ganze mal durchzurechnen und den Effekt der vorgezogenen Preiserhöhung bei Benzin gegen die in Aussicht gestellten Entlastungen exakt gegenzurechnen. Dann wissen wir, wie groß die Opfer der Pendler wirklich sind. Aber eines muss auch klar sein: ohne Einschnitte überall werden die Klimaziele nie erreicht.
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Ganz ehrlich, ich  zahle vierstellige Miete für 3 Zimmer, wer das nicht macht, sollte bei Spritpreisen die Schnauze halten.

Und ich hätte gerne ein Auto, aber Miete macht das illusorisch.

Und ja, ein Auto würde meinen Alltag extrem entlasten. So Laufe ich 1 Stunde um einzukaufen.
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SemperFi schrieb:

Ganz ehrlich, ich  zahle vierstellige Miete für 3 Zimmer, wer das nicht macht, sollte bei Spritpreisen die Schnauze halten.

Und ich hätte gerne ein Auto, aber Miete macht das illusorisch.

Und ja, ein Auto würde meinen Alltag extrem entlasten. So Laufe ich 1 Stunde um einzukaufen.

Kein Auto zu haben, und wohin zu ziehen, wo kein Supermarkt in der Nähe ist, war strategisch keine Glanzleistung.
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Klar. Wir lassen das Thema SUV einfach weg. Ist ja auch vollkommen irrelevant und außerdem polemisch.
Worüber geruhen die Herrschaften denn diskutieren zu wollen? Darüber, dass alle die Energiewende wollen und niemand eine Erderwärmung, aber Opfer bringen sollen nur die anderen?

@FA Ich weiß nicht, was du willst. Mein Satz, dass du frühzeitig dein Energieverhalten umgestellt hast und deshalb jetzt weit weniger betroffen bist als andere, war durchaus ernst gemeint. War das etwa falsch?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Klar. Wir lassen das Thema SUV einfach weg. Ist ja auch vollkommen irrelevant und außerdem polemisch.
Worüber geruhen die Herrschaften denn diskutieren zu wollen? Darüber, dass alle die Energiewende wollen und niemand eine Erderwärmung, aber Opfer bringen sollen nur die anderen?

Also ich fand das mit den SUVs nicht polemisch, es hat nur langsam nen Bart, und ist aus meiner Sicht nicht repräsentativ für die deutsche Bevölkerung. Aber wenn du da nähere Infos hast, mich würden sie interessieren, wenn wir eh schon über SUVs reden.
DAS hingegen finde ich jetzt polemisch.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Trotzdem werden Autofahrer mit spritfressenden Fahrzeugen mehr belastet als welche mit Kleinwagen. Und so soll das auch sein.

Pendler werden mehr belastet als beispielsweise Leute, die eh dem Staat nur auf der Tasche liegen oder mit dem ÖPNV auf die Arbeit kommen.

Gestern schwadronierst Du in dem anderen Thread von Gewissensentscheidungen und davon, dass man sogar gegen Gesetzes verstoßen soll, wenn man meint das Richtige zu tun. Und hier ist es Dir einfach völlig schnurz, dass Leute, die täglich weit pendeln müssen, einfach nicht entlastet werden.

Ja, Empathie ist so eine Sache. Schade nur, wenn man sie nur hin und wieder zeigt.

Zum Thema SUV und normale PKW:
So viel schwerer als normale PKW sind SUV gar nicht. Ein VW Polo der neuesten Generation wiegt auch schon bis zu 1,3 Tonnen. Mein SUV wiegt gut 1,6 Tonnen. Und ein BMW 3er wiegt auch in etwa in dem Bereich.
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Basaltkopp schrieb:


Pendler werden mehr belastet als beispielsweise Leute, die eh dem Staat nur auf der Tasche liegen oder mit dem ÖPNV auf die Arbeit kommen.


ÖPNV hat von 2000 bis 2018 Preissteigerungen von 78% gesehen

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-09/oeffentlicher-nahverkehr-mobilitaet-kosten-preissteigerung-investitionen

Seit der Jahrtausendwende sind die Kosten für Anschaffung und Unterhalt eines Kfz um etwa 36 Prozent gestiegen,
Schreibt das UBA hier:

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-verkehrspolitik-benachteiligt-menschen

Man kann kaum sagen, dass ÖPNV Nutzer sonderlich privilegiert wären.

Dabei sind gerade in der sehr niedrigen Einkommensklasse über 50% der Menschen ohne ein Auto

Mobilitätsbericht des BMVI von2019

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/mid-2017-kurzreport.pdf?__blob=publicationFile

Die Diskussion ist sehr einseitig. Deine Aussage mit der Privilegierung von ÖPNV Nutzern ist falsch


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SemperFi schrieb:

Ganz ehrlich, ich  zahle vierstellige Miete für 3 Zimmer, wer das nicht macht, sollte bei Spritpreisen die Schnauze halten.

Und ich hätte gerne ein Auto, aber Miete macht das illusorisch.

Und ja, ein Auto würde meinen Alltag extrem entlasten. So Laufe ich 1 Stunde um einzukaufen.

Kein Auto zu haben, und wohin zu ziehen, wo kein Supermarkt in der Nähe ist, war strategisch keine Glanzleistung.
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Adlerdenis schrieb:

SemperFi schrieb:

Ganz ehrlich, ich  zahle vierstellige Miete für 3 Zimmer, wer das nicht macht, sollte bei Spritpreisen die Schnauze halten.

Und ich hätte gerne ein Auto, aber Miete macht das illusorisch.

Und ja, ein Auto würde meinen Alltag extrem entlasten. So Laufe ich 1 Stunde um einzukaufen.

Kein Auto zu haben, und wohin zu ziehen, wo kein Supermarkt in der Nähe ist, war strategisch keine Glanzleistung.


Dann gib mir die Gegend wo ich ohne Auto (meine Frau hat keinen Lappen und kann keinen machen) einen KITA Platz bekomme und gleichzeitig in Berlin arbeiten kann.

Und hier kommt der Punkt, Gemecker über Sprit ist in keiner Weise mehr oder weniger wert als mein Gemecker über Miete.
Ich habe eine Kollegin, die ist deswegen nach Brandenburg gezogen für einen KITA Platz. Sie konnten es sich leisten, der Ehemann ist Soldat.

Ob da der Sprit 50 Euro im Monat mehr kostet, ist denen scheiß egal. Und unterm Strich leben die günstiger als ich mit meiner Frau in Berlin ohne Auto und ohne Sprit.
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Adlerdenis schrieb:

SemperFi schrieb:

Ganz ehrlich, ich  zahle vierstellige Miete für 3 Zimmer, wer das nicht macht, sollte bei Spritpreisen die Schnauze halten.

Und ich hätte gerne ein Auto, aber Miete macht das illusorisch.

Und ja, ein Auto würde meinen Alltag extrem entlasten. So Laufe ich 1 Stunde um einzukaufen.

Kein Auto zu haben, und wohin zu ziehen, wo kein Supermarkt in der Nähe ist, war strategisch keine Glanzleistung.


Dann gib mir die Gegend wo ich ohne Auto (meine Frau hat keinen Lappen und kann keinen machen) einen KITA Platz bekomme und gleichzeitig in Berlin arbeiten kann.

Und hier kommt der Punkt, Gemecker über Sprit ist in keiner Weise mehr oder weniger wert als mein Gemecker über Miete.
Ich habe eine Kollegin, die ist deswegen nach Brandenburg gezogen für einen KITA Platz. Sie konnten es sich leisten, der Ehemann ist Soldat.

Ob da der Sprit 50 Euro im Monat mehr kostet, ist denen scheiß egal. Und unterm Strich leben die günstiger als ich mit meiner Frau in Berlin ohne Auto und ohne Sprit.
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SemperFi schrieb:

meine Frau hat keinen Lappen


Wie kriegt sie dann die Wohnung sauber?
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SemperFi schrieb:

meine Frau hat keinen Lappen


Wie kriegt sie dann die Wohnung sauber?
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Er ist kein Finne
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Basaltkopp schrieb:

Beim Sprit ist es ungerecht, weil Pendler davon betroffen sind.

Ich hab's hier schon mal geschrieben: Beim Spritpreis wird geschrien. Und dann wird der SUV bestellt.
Ein Drittel aller Neuzulassungen in D sind SUVs. Tendenz steigend.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Und dann wird der SUV bestellt.
Ein Drittel aller Neuzulassungen in D sind SUVs.

Hallo.. irgend jemand? Ich sehe mich in  der Diskussion total übergangen. Ich wollte keinen scheiß SUV sondern ein scheiß Familien Kombi und der war als E-Antrieb nicht verfügbar für meine money. Hallo???
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WuerzburgerAdler schrieb:

Und dann wird der SUV bestellt.
Ein Drittel aller Neuzulassungen in D sind SUVs.

Hallo.. irgend jemand? Ich sehe mich in  der Diskussion total übergangen. Ich wollte keinen scheiß SUV sondern ein scheiß Familien Kombi und der war als E-Antrieb nicht verfügbar für meine money. Hallo???
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vonNachtmahr1982 schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Und dann wird der SUV bestellt.
Ein Drittel aller Neuzulassungen in D sind SUVs.

Hallo.. irgend jemand? Ich sehe mich in  der Diskussion total übergangen. Ich wollte keinen scheiß SUV sondern ein scheiß Familien Kombi und der war als E-Antrieb nicht verfügbar für meine money. Hallo???

Same here. Momentan sind fast sämtliche E-Autos, in die man mit 4-köpfiger Familie reinpasst, SUVs. Ja, ich bin in der privilegierten Position, einen Firmenwagen zu fahren. Hätte gerne wieder einen Skoda Superb genommen, jetzt wird's halt ein Enyaq iV.
Zur Verteidigung der Hersteller sei aber auch gesagt, dass es sicher einfacher ist, da den Akku reinzupacken, da SUVs höher bauen.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Und dann wird der SUV bestellt.
Ein Drittel aller Neuzulassungen in D sind SUVs.

Hallo.. irgend jemand? Ich sehe mich in  der Diskussion total übergangen. Ich wollte keinen scheiß SUV sondern ein scheiß Familien Kombi und der war als E-Antrieb nicht verfügbar für meine money. Hallo???

Same here. Momentan sind fast sämtliche E-Autos, in die man mit 4-köpfiger Familie reinpasst, SUVs. Ja, ich bin in der privilegierten Position, einen Firmenwagen zu fahren. Hätte gerne wieder einen Skoda Superb genommen, jetzt wird's halt ein Enyaq iV.
Zur Verteidigung der Hersteller sei aber auch gesagt, dass es sicher einfacher ist, da den Akku reinzupacken, da SUVs höher bauen.
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Jetzt kommst Du mit Argumenten. Wie albern. SUVs sind böse. Immer. Alle.
Und solange auch nur noch ein SUV auf deutschen Straßen fährt, muss der Sprit so teuer sein, dass sich ein Pendler nur noch trocken Brot leisten kann.
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In einem habt ihr natürlich recht: Worüber diskutieren wir hier eigentlich?

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-06/brasilien-abholzung-amazonasgebiet-regenwald-mai-hoechststand

Erstmals über 1.000 Quadratkilometer in einem Monat abgeholzt. 41 % mehr als im Mai 2020.
Dem seit Januar 2019 amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro wird vorgeworfen, illegale Rodungen zu begünstigen. Bolsonaro befürwortet die Öffnung Amazoniens für die wirtschaftliche Ausbeutung. Er soll damit ein Klima geschaffen haben, in dem sich Farmer immer mehr zur Landnahme für agrarwirtschaftliche Nutzung ermutigt fühlen. Zugleich wurden Umwelt- und Kontrollbehörden gezielt geschwächt. Auch werden durch illegalen Goldabbau zunehmend indigene Gebiete zerstört. Es folgen Holzfäller und Viehzüchter.

Die ganze Katastrophe ist eh nicht mehr aufzuhalten. Alle Gegenmaßnahmen viel zu schwach und viel zu spät. Mit Höchsttempo und ungebremst fahren wir den Karren an die Wand.
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In einem habt ihr natürlich recht: Worüber diskutieren wir hier eigentlich?

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-06/brasilien-abholzung-amazonasgebiet-regenwald-mai-hoechststand

Erstmals über 1.000 Quadratkilometer in einem Monat abgeholzt. 41 % mehr als im Mai 2020.
Dem seit Januar 2019 amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro wird vorgeworfen, illegale Rodungen zu begünstigen. Bolsonaro befürwortet die Öffnung Amazoniens für die wirtschaftliche Ausbeutung. Er soll damit ein Klima geschaffen haben, in dem sich Farmer immer mehr zur Landnahme für agrarwirtschaftliche Nutzung ermutigt fühlen. Zugleich wurden Umwelt- und Kontrollbehörden gezielt geschwächt. Auch werden durch illegalen Goldabbau zunehmend indigene Gebiete zerstört. Es folgen Holzfäller und Viehzüchter.

Die ganze Katastrophe ist eh nicht mehr aufzuhalten. Alle Gegenmaßnahmen viel zu schwach und viel zu spät. Mit Höchsttempo und ungebremst fahren wir den Karren an die Wand.
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Dann brems Du mal schön. Mit Deinem E Auto, das erst in ein paar Jahren sauberer ist als ein Verbrenner.
Kannst ja als Ausgleich noch ein paar abgelehnter Asylbewerber in dem Karren verstecken. Für das gute Gewissen, weil das Gesetz ja Mist ist.
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Schöne gude Morsche allerseits!
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Schöne gude Morsche allerseits!
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Dito
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Dann brems Du mal schön. Mit Deinem E Auto, das erst in ein paar Jahren sauberer ist als ein Verbrenner.
Kannst ja als Ausgleich noch ein paar abgelehnter Asylbewerber in dem Karren verstecken. Für das gute Gewissen, weil das Gesetz ja Mist ist.
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Basaltkopp schrieb:

Dann brems Du mal schön. Mit Deinem E Auto, das erst in ein paar Jahren sauberer ist als ein Verbrenner.
Kannst ja als Ausgleich noch ein paar abgelehnter Asylbewerber in dem Karren verstecken. Für das gute Gewissen, weil das Gesetz ja Mist ist.

Das Gesetz ist Mist und wie's aussieht hast du die Diskussion entweder nicht verstanden oder du bist nicht bereit anständig zudiskutieren. Alles in's lächerliche zu ziehen ist natürlich einfacher!
Und auch die Annahme, ein E-Auto wäre problematischer als ein Verbrenner wurde hier schon ausführlich diskutiert - und wiederlegt. Wir sind noch nicht da, wo wir hinmüssen, klar, aber einfach nur ein als weiter geht nicht.
Ich persönlich könnte einfach weiter so hinleben, Ressourcen verbraten bis der Arzt kommt und auf alles scheixen. Für meine Lebensspanne wird's wahrscheinlich einigermaßen angenehm bleiben.
Blöd nur, dass ich meine Kinder mag und mich die Vorstellung, was wir denen hinterlassen arg gruselt.

Aber gut. Werden wir einfach alle egoistische Arxchlöcher und scheixen wir auf alle Skrupel! Nach uns die Sintflut.
Oder alternativhalt Verwüstung.
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In einem habt ihr natürlich recht: Worüber diskutieren wir hier eigentlich?

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2021-06/brasilien-abholzung-amazonasgebiet-regenwald-mai-hoechststand

Erstmals über 1.000 Quadratkilometer in einem Monat abgeholzt. 41 % mehr als im Mai 2020.
Dem seit Januar 2019 amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro wird vorgeworfen, illegale Rodungen zu begünstigen. Bolsonaro befürwortet die Öffnung Amazoniens für die wirtschaftliche Ausbeutung. Er soll damit ein Klima geschaffen haben, in dem sich Farmer immer mehr zur Landnahme für agrarwirtschaftliche Nutzung ermutigt fühlen. Zugleich wurden Umwelt- und Kontrollbehörden gezielt geschwächt. Auch werden durch illegalen Goldabbau zunehmend indigene Gebiete zerstört. Es folgen Holzfäller und Viehzüchter.

Die ganze Katastrophe ist eh nicht mehr aufzuhalten. Alle Gegenmaßnahmen viel zu schwach und viel zu spät. Mit Höchsttempo und ungebremst fahren wir den Karren an die Wand.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Die ganze Katastrophe ist eh nicht mehr aufzuhalten. Alle Gegenmaßnahmen viel zu schwach und viel zu spät.


Da stimme ich Dir völlig zu. Es geht jetzt nur noch um Schadensbegrenzung und deswegen werde ich entsprechend wählen.
Nur ist das Ganze ja schon seit 40 Jahren bekannt und da ich bis vor 17 Jahren nicht wählen konnte, müssen sich andere rechtfertigen, warum wir hierzulande keine politischen Mehrheiten für einen funktionierenden Klimaschutz hatten. Für andere Länder können wir eh nicht mitbestimmen, wir können aber Länder wie Brasilien entsprechend unter Druck setzen.
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Basaltkopp schrieb:

Dann brems Du mal schön. Mit Deinem E Auto, das erst in ein paar Jahren sauberer ist als ein Verbrenner.
Kannst ja als Ausgleich noch ein paar abgelehnter Asylbewerber in dem Karren verstecken. Für das gute Gewissen, weil das Gesetz ja Mist ist.

Das Gesetz ist Mist und wie's aussieht hast du die Diskussion entweder nicht verstanden oder du bist nicht bereit anständig zudiskutieren. Alles in's lächerliche zu ziehen ist natürlich einfacher!
Und auch die Annahme, ein E-Auto wäre problematischer als ein Verbrenner wurde hier schon ausführlich diskutiert - und wiederlegt. Wir sind noch nicht da, wo wir hinmüssen, klar, aber einfach nur ein als weiter geht nicht.
Ich persönlich könnte einfach weiter so hinleben, Ressourcen verbraten bis der Arzt kommt und auf alles scheixen. Für meine Lebensspanne wird's wahrscheinlich einigermaßen angenehm bleiben.
Blöd nur, dass ich meine Kinder mag und mich die Vorstellung, was wir denen hinterlassen arg gruselt.

Aber gut. Werden wir einfach alle egoistische Arxchlöcher und scheixen wir auf alle Skrupel! Nach uns die Sintflut.
Oder alternativhalt Verwüstung.
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FrankenAdler schrieb:

Und auch die Annahme, ein E-Auto wäre problematischer als ein Verbrenner wurde hier schon ausführlich diskutiert - und wiederlegt.

Es wurde behauptet, dass es anders sein soll.

FrankenAdler schrieb:

Ich persönlich könnte einfach weiter so hinleben, Ressourcen verbraten bis der Arzt kommt und auf alles scheixen.

Natürlich muss jeder bei sich anfangen. Mache ich ja auch. Aber was retten wir denn noch? Solange es den Rest der Welt nicht interessiert ändern wir leider gar nichts.
Das heißt natürlich nicht, dass wir es gleich bleiben lassen sollen. Aber wir werden die Welt nicht retten können, indem wir mit dem Finger auf die bösen Menschen zeigen, die einen SUV fahren.

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FrankenAdler schrieb:

Und auch die Annahme, ein E-Auto wäre problematischer als ein Verbrenner wurde hier schon ausführlich diskutiert - und wiederlegt.

Es wurde behauptet, dass es anders sein soll.

FrankenAdler schrieb:

Ich persönlich könnte einfach weiter so hinleben, Ressourcen verbraten bis der Arzt kommt und auf alles scheixen.

Natürlich muss jeder bei sich anfangen. Mache ich ja auch. Aber was retten wir denn noch? Solange es den Rest der Welt nicht interessiert ändern wir leider gar nichts.
Das heißt natürlich nicht, dass wir es gleich bleiben lassen sollen. Aber wir werden die Welt nicht retten können, indem wir mit dem Finger auf die bösen Menschen zeigen, die einen SUV fahren.

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Das finde ich jetzt aber nicht fair. Ich zum Beispiel zeige mit dem Finger nicht nur auf SUV-Fahrer, sondern auch auf Leute, die die Strecke Frankfurt - Stuttgart mit dem Flieger zurücklegen, auf Leute, bei denen es im Urlaub mindestens die Malediven oder die Dominikanische Republik sein müssen, auf Leute, die jedes Jahr ein neues Handy brauchen, obwohl ihr aktuelles Gerät noch vollkommen in Ordnung ist, auf Firmen, die an Umweltzerstörung in Entwicklungsländern beteiligt sind, hier aber Greenwashing betreiben und auf die "Anwohnerinitiativen", die die Errichtung von Windkraftanlagen verhindern, weil die angeblich "die Landschaft" verschandeln.
Und natürlich zeige ich mit dem Finger auch auf auf eine Politik, die die ganze Zeit so tut, als müssten wir uns in unserer Lebensweise nicht einschränken, könnten aber trotzdem maximalen Klimaschutz betreiben (im Zweifelsfall gibt man aber natürlich Wirtschaftsinteressen den Vorzug). Auf die alle zeige ich. Mindestens.
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FrankenAdler schrieb:

Und auch die Annahme, ein E-Auto wäre problematischer als ein Verbrenner wurde hier schon ausführlich diskutiert - und wiederlegt.

Es wurde behauptet, dass es anders sein soll.

FrankenAdler schrieb:

Ich persönlich könnte einfach weiter so hinleben, Ressourcen verbraten bis der Arzt kommt und auf alles scheixen.

Natürlich muss jeder bei sich anfangen. Mache ich ja auch. Aber was retten wir denn noch? Solange es den Rest der Welt nicht interessiert ändern wir leider gar nichts.
Das heißt natürlich nicht, dass wir es gleich bleiben lassen sollen. Aber wir werden die Welt nicht retten können, indem wir mit dem Finger auf die bösen Menschen zeigen, die einen SUV fahren.

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Auf deinen wundervollen Beitrag weiter oben gehe ich mal nicht ein. Bist halt der Basaltkopp. 😉

Aber wenn man das so sieht wie du, hat Bolsonaro doch vollkommen recht: wenn schon die Industrienationen in ihrem Wohlstand nichts gegen den Klimawandel auf die Reihe kriegen, warum soll ich dann die Regenwälder erhalten?
Er wird sagen: In den reichen Ländern muss jeder immer was. Der eine muss pendeln, der andere muss grillen, der dritte muss Pestizide auf seine Böden spritzen, der vierte muss von Frankfurt nach Berlin fliegen, der fünfte muss große Autos bauen. Und alle haben einen Grund. Und da ist mein Grund genauso viel wert: ich muss Soja, Holz und Rinder exportieren, damit meine Leute mal ebenso reich werden wie die USA oder Deutschland.

Und so rast der Express weiter. Anstatt zu bremsen, gibt man noch Gas auf dem Weg zur Wand. Weil jeder immer irgendwas muss, was wichtiger ist.

Es gäbe ja einen Weg, die CO2-Steuer sozialverträglich zu gestalten: die Linken würden ausschließlich die Reichen damit belasten. Aber das geht ja jetzt auch nicht, denn mit den Linken geht die Welt noch schneller unter als durch den Klimawandel. Stimmts?
Wobei ich mich gerade, wo ich dies schreibe, allen Ernstes frage, ob da der Klimawandel nicht schneller ist.


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