Was lest ihr gerade?

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"Ein ganzes Leben" ist auch lesenswert 👌
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zappzerrapp schrieb:

"Ein ganzes Leben" ist auch lesenswert 👌

War mein erster Seethaler und ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Ich weiß nicht wie oft ich das in den letzten Jahren verschenkt habe.
Auf jeden Fall neben Tyll und Unterleuten in meiner absoluten Top Drei Liste der letzten fünf Jahre!
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adlerkadabra schrieb:

Knueller schrieb:

Motoguzzi999 schrieb:

Knueller schrieb:

Und nebenher ein wenig im "Stechlin" von Fontane

Oh wie schön, der gleichnamige See ist auch nicht zu verachten. Brodo wird ihn kennen.

Ja, das stimmt. Kenne ihn auch gut, habe darin schon mehrfach gebadet und am Kiosk ein Radler gekauft. 😊

Ihr Urteil, Herr Reich-Ranicki? - "Ein herrvorrragendes Buch!" - Ja, er hat Fontane sehr gemocht, am Ende fast nur noch ihn gelesen.

Was mich immer wieder begeistert, gerade im 'Stechlin': Fontane verbindet immer wieder die kleinste abgelegene Provinz mit der großen Welt, so etwa in der legendären globalen Verbundenheit des Sees mit Vulkanen und vulkanischen Aktivitäten: "Und wenn es in Java oder auf Island rumort oder der Geiser mal in Doppelhöhe dampft und springt, dann springt auch in unserem Stechlin ein Wasserstrahl auf."

Und, die eigentlich ganz simple, humane Grundhaltung, von der wir so unendlich viel lernen können: Fontane beschreibt seine Menschen mit all ihren Marotten und Spleens, ohne sie zu verraten. Er mag sie einfach.

Habe den 'Stechlin' dann letzten Endes in Ferienhaus am Stechlin "vergessen".
Nach 30 Seiten direkter Rede zwischen Rex von Carow und der Frau Oberförster wurde es mir dann zu äh - komplex.
Ich weiß nicht. Entweder fehlt es mir an literaturgeschichtlichem Hintergrundwissen oder an Kenntnissen zum Bürgertum im späten 19. Jahrhundert. Vermutlich an beidem. Jedenfalls konnte ich dem ganzen Aufbau nicht allzuviel abgewinnen.
Die zitierte Stelle habe ich aber noch gelesen, steht ja ganz am Anfang. Bist du vielleicht ähnlich verfahren wie ich, ak? 😎

Neues Projekt:
Die nicht sterben
https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Die-nicht-sterben/Dana-Grigorcea/Penguin/e571102.rhd
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Knueller schrieb:

Neues Projekt:
Die nicht sterben
https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/Die-nicht-sterben/Dana-Grigorcea/Penguin/e571102.rhd

Hab ich mittlerweile durch und hat mir toll gefallen! In Prinzip werden drei Ebenen verwoben: eine Familiengeschichte, die Geschichte Rumäniens, hier vor allem die Zeit von Vlad III. und die postkommunistische Ära, und drittens Vampirgedöns.
Die letzte Ebene hat mir am wenigsten gefallen, weil ich den Mehrwert nicht ganz gesehen habe, dafür waren die beiden anderen Aspekte umso spannender und lehrreicher. Sehr interessant, weil reportageartig, aufgebaut und sprachlich top.
Als Urlaubslektüre eignet sich das Buch perfekt, allerdings sollte man Interesse mitbringen für die genannten Themenfelder.
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Mit den Filmen der Berliner Schule verbindet mich seit jeher eine Hassliebe, mit Tendenz zum letzteren, wie meistens in solchen Fällen. Der Existenzialismus dieser Filme, gepaart mit deren spröder und höchst funktionaler Anordnung fasziniert mich. Gleichzeitig bin ich auch schon bitterböse fluchend rausgekommen, denn manchmal ist es wirklich furztrockene Kost.

Die Filme arbeiten viel mit der Nichthaftigkeit menschlicher Beziehungen und in diesem Kontext mit sog. Nicht-Orten. Also Orte, die sich durch die Abwesenheit der Sichtbarkeit von Vergesellschaftung auszeichnen: Hinterhöfe mit Mülltonnen, Betonwüsten, Einkaufsmalls, Stromtrassen. Man könnte auch sagen 'gesichtslose' Orte. Nachdem ich gestern Petzolds ersten Kinofilm gesehen und damit dessen Filmografie endlich im Kasten habe, wird es Zeit, sich genauer mit Nicht-Orten, ihrer Entstehung und Funktion auseinanderzusetzen.

Die theoretische Bibel zu diesem Konzept heißt passender Weise Nicht-Orte und stammt von dem französischen Anthropologen Marc Augè und das ist mein nächstes Projekt auf das ich mich sehr freue. Mit gut 130 Seiten durchaus machbar, gottseidank kein son Wälzer. 😋
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Extreme Sicherheit

bpb
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Eugene Sledge

"vom alten Schlag" - schon harte Kost
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Hinteregger - Innensicht

Muss man glaube ich nichts zu sagen, hat ja jeder.
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Hinteregger - Innensicht

Muss man glaube ich nichts zu sagen, hat ja jeder.
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Meinst du die Innensicht oder das Buch?
Morgen kann ich es im Buchladen abholen.
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Jens Mühling "Berlin", ein schönes Buch über alle Berliner Stadtteile und deren Eigen-/Besonderheiten.
Candice Fox "Dark", hätte man früher "Hard Boiled" genannt, ein sehr gut geschriebener Thriller mit ausschließlich weiblichen (Anti-)Heldinnen.
Cixin Liu "Der Dunkle Wald", Fantasy-/Science-Fiction, hat mir meine Tochter zum Geburtstag geschenkt, es gibt von ihm zwei weitere Bände, erfordert ein bisschen Geduld, sich da rein zu finden, aber es lohnt sich.
Außerdem noch zum ab und zu mal reinschauen "Es war einmal ein Stadion", ein tolles Buch über verloren gegangene Stadien und Sportstätten und von der Zeitschrift Classic Rock die Spezialausgabe zu Pink Floyd.
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Die drei ??? und der lachende Schatten.
Klassiker.
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Ich lese gerade: Was lest ihr gerade?
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Ich lese gerade: Was lest ihr gerade?
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Brady74 schrieb:

Ich lese gerade: Was lest ihr gerade?


Na, dann kannst du ja gottfroh sein, dass ich den Thread nicht „Wer das liest, ist doof“ genannt habe.
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"Rheinblick" von Brigitte Glaser. Nachdem es in "Bühlerhöhe" (das mir sehr gut gefallen hat) um Konrad Adenauer und die Aussöhnung mit Israel ging, sind wir hier jetzt im Bonn des Jahres 1972. Es geht um "Willy wählen!" und die Aufbruchstimmung der frühen 70er-Jahre, gerade auch unter den jungen Menschen, aber auch um den konservativen Mief, der damals noch in weiten Teilen der bundesrepublikanischen Gesellschaft herrschte. Wie in Bühlerhöhe bringt die Autorin auch hier eine (in meinen Augen aber nicht ganz so spannende, sondern eher tragische) Kriminalhandlung unter. Da es mehrere Hauptpersonen und Handlungsstränge gibt, kann man das Buch auch ganz gut häppchenweise lesen.
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"Rheinblick" von Brigitte Glaser. Nachdem es in "Bühlerhöhe" (das mir sehr gut gefallen hat) um Konrad Adenauer und die Aussöhnung mit Israel ging, sind wir hier jetzt im Bonn des Jahres 1972. Es geht um "Willy wählen!" und die Aufbruchstimmung der frühen 70er-Jahre, gerade auch unter den jungen Menschen, aber auch um den konservativen Mief, der damals noch in weiten Teilen der bundesrepublikanischen Gesellschaft herrschte. Wie in Bühlerhöhe bringt die Autorin auch hier eine (in meinen Augen aber nicht ganz so spannende, sondern eher tragische) Kriminalhandlung unter. Da es mehrere Hauptpersonen und Handlungsstränge gibt, kann man das Buch auch ganz gut häppchenweise lesen.
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Fantastisch schrieb:

"Rheinblick" von Brigitte Glaser. Nachdem es in "Bühlerhöhe" (das mir sehr gut gefallen hat) um Konrad Adenauer und die Aussöhnung mit Israel ging, sind wir hier jetzt im Bonn des Jahres 1972. Es geht um "Willy wählen!" und die Aufbruchstimmung der frühen 70er-Jahre, gerade auch unter den jungen Menschen, aber auch um den konservativen Mief, der damals noch in weiten Teilen der bundesrepublikanischen Gesellschaft herrschte. Wie in Bühlerhöhe bringt die Autorin auch hier eine (in meinen Augen aber nicht ganz so spannende, sondern eher tragische) Kriminalhandlung unter. Da es mehrere Hauptpersonen und Handlungsstränge gibt, kann man das Buch auch ganz gut häppchenweise lesen.

Wieso heißt das erste Buch Bühlerhöhe?
Adenauer war da immer mal wieder, das weiß ich, aber haben da mal irgendwelche wichtigen Treffen stattgefunden?
Komme nämlich quasi von dort. 😊
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Fantastisch schrieb:

"Rheinblick" von Brigitte Glaser. Nachdem es in "Bühlerhöhe" (das mir sehr gut gefallen hat) um Konrad Adenauer und die Aussöhnung mit Israel ging, sind wir hier jetzt im Bonn des Jahres 1972. Es geht um "Willy wählen!" und die Aufbruchstimmung der frühen 70er-Jahre, gerade auch unter den jungen Menschen, aber auch um den konservativen Mief, der damals noch in weiten Teilen der bundesrepublikanischen Gesellschaft herrschte. Wie in Bühlerhöhe bringt die Autorin auch hier eine (in meinen Augen aber nicht ganz so spannende, sondern eher tragische) Kriminalhandlung unter. Da es mehrere Hauptpersonen und Handlungsstränge gibt, kann man das Buch auch ganz gut häppchenweise lesen.

Wieso heißt das erste Buch Bühlerhöhe?
Adenauer war da immer mal wieder, das weiß ich, aber haben da mal irgendwelche wichtigen Treffen stattgefunden?
Komme nämlich quasi von dort. 😊
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Ohne jetzt zuviel verraten zu wollen: Weil Adenauer in dem (damals) sehr beliebten Luxus- und Kurhotel im Nordschwarzwald Urlaub machte und das allgemein bekannt war - auch in Israel. Und dort gab es zwar viel Zustimmung für die Aussöhnung mit Deutschland und das Wiedergutmachungsprogramm, aber auch Gruppierungen, denen das überhaupt nicht in den Kram passte.... So kommt es, dass einige Personen mit falschen Identitäten und unterschiedlichen, teils guten, teils finsteren Zielen in dem Hotel einchecken. Und die Sicherheitsmaßnahmen erscheinen im Vergleich zur heutigen Zeit geradezu lächerlich... mehr schreibe ich jetzt aber wirklich nicht! Ein tolles und spannendes Buch, auch als Hörbuch zu empfehlen!
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Danke 👍
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Bild online
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Mt 28 18-20
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Mt 28 18-20
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Motoguzzi999 schrieb:

Mt 28 18-20

Du bist so ein Freak
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Mt 28 18-20
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Motoguzzi999 schrieb:

Mt 28 18-20

Wenn mich nicht alles täuscht, müsste das der Missionsbefehl sein, in dem Jesus seine Anhänger anweist, zu lehren die ungläubigen Völker.


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