DDR Fussball

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Auch schön: Rotes Banner Trinwillershagen
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Adler_Steigflug schrieb:

Auch schön: Rotes Banner Trinwillershagen

Ich hatte gestern mit einem Dresdner Arbeitskollegen oben das Quiz gespielt, da kam er auch mit diesem Namen an das der fehlen würde. Während ich nur 8 erraten hatte, hatte er 10 Punkte gemacht, aber auch er musste bei manchen raten.
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Adler_Steigflug schrieb:

Auch schön: Rotes Banner Trinwillershagen

Ich hatte gestern mit einem Dresdner Arbeitskollegen oben das Quiz gespielt, da kam er auch mit diesem Namen an das der fehlen würde. Während ich nur 8 erraten hatte, hatte er 10 Punkte gemacht, aber auch er musste bei manchen raten.
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Mach das zweite Quiz, was ich verlinkt habe, da sind sie dabei. Es gibt auch einen Eintrachtbezug.
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Ich bin ein wenig enttäuscht, dass es offenbar niemals einen Wechselgesang "Schlachterei ... Mettproduktion!" in Zwickau gab.
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9 von 12. Im zweiten Quiz sah ich deutlich schlechter aus!
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Hatte es damals schon im "Gebabbel" gepostet:

Die skurrilsten Namen ehemaliger DDR-Fußballklubs

Rotes Banner Trinwillershagen
Das kleine 1250 Einwohner zählende Dorf liegt in Nordvorpommern, 1977 spielte im damaligen Kulturhaus der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft (LPG) sogar mal die schwedische Popgruppe ABBA. Gegründet 1950 schaffte Rotes Banner Trinwillershagen 1976 den Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga.

Die Spieler waren Exoten, traten mangels Alternativen teilweise in Stoffschuhen zu den Spielen an. Nach zwei Jahren ging es für die Mannschaft wieder zurück  in die Bezirksliga. Seit der Wende heißt der Klub SV Rot-Weiß Trinwillershagen. Die erste Mannschaft tritt derzeit in der Landesliga an.

BSG Aktivist Schwarze Pumpe
Die BSG (Betriebssportgemeinschaft) wurde im Januar 1956 für die Arbeiter des damaligen Gaskombinats Schwarze Pumpe mit Sitz im brandenburgischen Spremberg gegründet.

Von 1959 an zog der Klub dann nach Sachsen ins benachbarte Hoyerswerda um. Als größte Erfolge gelten drei zweite Plätze in der zweitklassigen DDR-Liga 1982, 1983 und 1984. Ein Aufstieg in die Oberliga gelang dem Klub nie. Der Verein wurde 1991 in den FSV Hoyerswerda umgewandelt, ab 2002 dann in den FSV Lausitz Hoyerswerda. So heißt er noch heute.

BSG Chemie Buna Schkopau
Die BSG wurde 1948 gegründet und übernahm die SG Merseburg Nord. Die Buna-Werke führten den Werbeslogan „Plaste und Elaste aus Schkopau“.

1981 konnte man in Schkopau mit dem Aufstieg in die DDR-Oberliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Nach einem 3:1 am zweiten Spieltag gegen Cottbus folgte schnell die Ernüchterung: Denn einen Spieltag später unterlag man Dynamo Dresden 1:10. Am Saisonende stieg der Klub mit nur elf Punkten wieder ab. Nach der Wende wurde der SV Merseburg 99 neu gegründet.

BSG Aufbau DKK Krumhermersdorf
1985 übernahm mit dem Kühlgerätewerk DKK (Deutsche Kühl- und Kraftmaschinen) in Scharfenstein ein neuer Trägerbetrieb die Förderung der BSG, die sich daraufhin von Aufbau Krumhermersdorf in Aufbau DKK Krumhermersdorf umbenannte.

Krumhermersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Zschopau/Sachsen. 1983/1984 erreichte Krumhermersdorf mit Platz drei sein bestes DDR-Liga-Ergebnis. Nach der Umbennung in Aufbau DKK stieg der Klub am Saisonende als 16. von 18 Mannschaften ab. Im letzten Jahr vor der Wende schaffte Aufbau DKK noch einmal den Aufstieg. Als das Kühlgerätewerk nach der Wende die Förderung einstellte, wurde der FSV Krumhermersdorf gegründet.

BSG Empor Tabak Dresden
Der Klubname ist auf den Einstieg der Zigarettenfabrik von Dresden Striesen zurückzuführen. 1947 wurde aus der SG Striesen erst ZSG Nagema, ab 1949 mit der Übernahme durch die ortsansässige Striesen Zigarettenfabrik als Trägerbetrieb die BSG VVB Tabak. Als die BSG 1952 in die Verantwortung der Gewerkschaft Nahrungs- und Genussmittel übergegangen war, erfolgte die Namensänderung in BSG Empor Tabak Dresden.

In der Spielzeit 1982/1983 schaffte Empor Tabak mit knappem Vorsprung vor der BSG Wismut Pirna-Copitz den Aufstieg in die DDR-Liga.

Bedingt durch die Ligareform im Jahr 1984, bei der die zweithöchste Spielklasse der DDR von fünf auf zwei Staffeln reduziert wurde, mussten die Sachsen nach nur einer Spielzeit wieder in die Bezirksliga Dresden absteigen. Nach der Wende wurde im Jahr 1990 wieder der historische Name DSV 1910 Dresden angenommen.

BSG Kernkraftwerk Greifswald
Hervorgegangen ist die BSG KKW Greifswald 1968 aus der BSG Einheit Greifswald. Sie wurde unter Bezugnahme auf den Baubeginn des größten Kernkraftwerkes der DDR gegründet. Die BSG spielte von 1968 bis 1990 fast ausnahmslos in der zweitklassigen DDR-Liga. Das spielerische Potenzial war recht ordentlich, da es eine Partnerschaft mit Hansa Rostock gab. Von dort kamen talentierte Spieler, um Spielpraxis zu bekommen.

Auf Druck der Anrainerstaaten Schweden und Dänemark beschloss die Bundesregierung 1990 die komplette Stilllegung des Kernkraftwerks. 1990 gründeten die Sportler der BSG KKW den neuen Verein Greifswalder SC.

BSG Halbleiterwerk Frankfurt (Oder)
Das Halbleiterwerk Frankfurt (Oder), gegründet 1959, war der größte Produzent von Mikroelektronik in der DDR. 1970 entstand die BSG, die die Sportler der BSG Motor Frankfurt (Oder) übernahm.

Den größten Erfolg feierte die BSG 1978 mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die DDR-Liga. Mit der Währungsunion im Juli 1990 und dem damit verbundenen Übergang zur D-Mark brachen alle Wirtschaftsbeziehungen innerhalb der Ostblockstaaten zusammen, das Werk wurde über Nacht zahlungsunfähig, tausende Mitarbeiter wurden in Folge entlassen. 1990 wurde der neue Klub SV Preußen Frankfurt gegründet.

BSG Robotron Sömmerda
Robotron war ein Kombinat im Bereich des Ministeriums für Elektrotechnik und Elektronik der DDR. Das Wort „Robotron“ ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Wortteilen Roboter und Elektronik.

Die BSG Robotron übernahm 1978 den Fußballklub in Sömmerda, der zuvor Zentronik, davor BSG Motor und davor VfB Sömmerda hieß. Von 1987 bis 1990 spielte die BSG in der DDR-Liga. In dieser Zeit standen DDR-Spieler wie Martin Busse und Wolfgang Benkert, die jahrelang für Rot-Weiss Erfurt gespielt hatten, in den Reihen von Robotron. Seit der Wende und dem Ende von Robotron heißt der Klub FSV Sömmerda.

BSG Chemie PCK Schwedt
Im Juli 1977 wechselte die Fußballabteilung von Aufbau Schwedt zur BSG Erdöl, einen Monat später wurde sie in die BSG Chemie PCK (Petrolchemisches Kombinat) Schwedt umbenannt. Die PCK-Raffinerie ist ein Erdölverarbeitungswerk in Schwedt/Oder in der Uckermark.

Die BSG spielte von 1973 bis 1975 und von 1976 bis 1984 in der DDR-Liga. Im FDGB-Pokal 1981 gelang nach Erfolgen bei Elektronik Neuruppin, der TSG Bau Rostock und über Vorwärts Neubrandenburg der Einzug in das Achtelfinale, wo man bei Vorwärts Frankfurt mit 1:3 ausschied.

Nach der Wende hieß der Klub erst 1. FC Schwedt, heute FC Schwedt 02. Jürgen Bogs, jahrelang Trainer des DDR-Serienmeisters BFC Dynamo, war als Spieler und später auch als Coach in Schwedt aktiv.

BSG Waggonbau Dessau
Die BSG Waggonbau Dessau war 1949 der erste Sieger des FDGB-Pokals, des DDR-Pendants zum DFB-Pokal. 1950 gab es eine Namensänderung, der Klub nannte sich fortan Motor Dessau.

Nach der politischen Wende 1989 benannte sich der Verein in SG Waggonbau 05 Dessau um, bevor er am 22. April 1995 seinen ursprünglichen Namen SV Dessau 05 zurückerhielt. Motor Dessau spielte in der DDR bis 1954 in der Oberliga, im Anschluss mit wenigen Unterbrechungen in der DDR-Liga.


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