Corona-Virus (Teil V)

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Tafelberg schrieb:
Den Eindruck habe ich auch, nicht nur beim Thema Corona. Denkbar, dass ich mich täusche und nicht alle  Kompromisse zu Lasten  der FDP richtig gewichtet habe.
Du täuscht dich nicht. rot-grün hat keine andere Mehrheitsoption und damit kann Linder die Agenda bestimmen. Das war von Anfang an klar, der LDKler dazu im September 21:
Die SPD sitzt im Eisenbahnwaggon in Compiegne und kann nur darauf warten, was Lindner ihnen als Koalitionsbedingungen diktiert.

Genauso ist es gekommen. Lindner kann und tut auch alles blockieren:
- ein neues Infektionsschutzgesetz
- das Tempolimit
- die Vermögenssteuer
- den Energiekostenzuschuss für Rentner
- undundund
- jetzt als letztes auch noch das Aus für den Verbrenner auf EU-Ebene:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Lindner-will-Ende-des-Verbrennungsmotors-abwenden-article23413078.html

Er blockiert einfach alle wichtigen Zukunftsentscheidungen, es ist eine Vollkatastrophe!
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LDKler_neu schrieb:

Tafelberg schrieb:
Den Eindruck habe ich auch, nicht nur beim Thema Corona. Denkbar, dass ich mich täusche und nicht alle  Kompromisse zu Lasten  der FDP richtig gewichtet habe.
Du täuscht dich nicht. rot-grün hat keine andere Mehrheitsoption und damit kann Linder die Agenda bestimmen. Das war von Anfang an klar, der LDKler dazu im September 21:
Die SPD sitzt im Eisenbahnwaggon in Compiegne und kann nur darauf warten, was Lindner ihnen als Koalitionsbedingungen diktiert.

Genauso ist es gekommen. Lindner kann und tut auch alles blockieren:
- ein neues Infektionsschutzgesetz
- das Tempolimit
- die Vermögenssteuer
- den Energiekostenzuschuss für Rentner
- undundund
- jetzt als letztes auch noch das Aus für den Verbrenner auf EU-Ebene:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Lindner-will-Ende-des-Verbrennungsmotors-abwenden-article23413078.html

Er blockiert einfach alle wichtigen Zukunftsentscheidungen, es ist eine Vollkatastrophe!

War doch klar, die FDP ist halt eine Bremserpartei.
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Xaver08 schrieb:

Meinst du damit, dass ich mich infizieren muss, um vor der Infektion geschützt zu sein

Ich meine damit, dass du dich früher oder später unweigerlich infizieren wirst!
Und dann wirst du, eventuell halt ein bisserl später, genau das gleiche Risiko für long covid haben.
Und natürlich könnte man jetzt, deiner Argumentation folgend, dauerhaft Kontakte vermeiden, Masken tragen, Veranstaltungen einschränken usw.
Da bin ich dann alkerdings eher bei Juli Zeeh, was das Verhältnis von Risiko und Einschränkung betrifft.

Ganz davon abgesehen: weder du noch ich können voraussagen, was die Zukunft bringt. Wie sich Covid entwickelt, wie sich dauerhaft Reinfektionen auf die long covid Wahrscheinlichkeit auswirkt, wie hoch ein Impfschutz noch sein wird, ob vielleicht ne Variante entsteht, die den Impfschutz wirkungsvoll umgeht, gegen die aber ein hoher Imunschutz auf Grund einer Infektion mit einer früheren Variante  vorhanden ist.
Dann bspw wärst du (was ich nicht hoffen will) hart in den ***** gekniffen mein Lieber.

Was ich sagen will: es wird nich gelingen die Kontrolle zu bekomnen. Wir konnten bis zu ner effektiven Impfung mit hohem Aufwand das Durchrauschen verhindern - dauerhaft ist das illusorisch.
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FrankenAdler schrieb:

Xaver08 schrieb:

Meinst du damit, dass ich mich infizieren muss, um vor der Infektion geschützt zu sein

Ich meine damit, dass du dich früher oder später unweigerlich infizieren wirst!
Und dann wirst du, eventuell halt ein bisserl später, genau das gleiche Risiko für long covid haben.


Davon gehe ich auch aus, zumal mit Kind in Kindergarten bzw. Schule. Im Kindergarten gab es Luftfilter und die Möglichkeit ihn ab und zu mal für ein paar Tage rauszunehmen, wenn die Wellen durch den Kindergarten gerauscht sind. Die Möglichkeit werden wir in der Schule nicht mehr haben.

Das Angebot im Kindergarten war im übrigen durch Corona und Long Covid bedingte Erkrankungen ziemlich eingeschränkt. Auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen einzugehen, war kaum noch möglich.

In der Schule wird es kaum noch eine Möglichkeit geben Kinder zu schützen, die Wahrscheinlichkeit es dadurch zu bekommen ist hoch.

Trotzdem ist jeder Monat, jede Variante, die man auslässt eine Infektion weniger, mit der man in der Long Covid Lotterie mitspielt.

Es geht nicht darum jede Infektion zu verhindern, sondern die Gesamtanzahl der Infektionen zu verringern. Der aktuelle Wissensstand ist der, dass man vermutlich jedesmal einem vergleichbaren Risiko für Langzeitfolgen und LongCovid ausgesetzt ist und nicht nur bei der ersten, damit ist es aus meiner Sicht sehr attraktiv das Risiko sich zu infizieren zu verringern.

FrankenAdler schrieb:

Und natürlich könnte man jetzt, deiner Argumentation folgend, dauerhaft Kontakte vermeiden, Masken tragen, Veranstaltungen einschränken usw.
Da bin ich dann alkerdings eher bei Juli Zeeh, was das Verhältnis von Risiko und Einschränkung betrifft.


Damit folgst Du nicht meiner Argumentation, sondern denkst Dir was aus, was ich nicht geschrieben habe und widerlegst es mit Juli Zeh.

Ich schrieb, dass man wenigstens niederschwellige Massnahmen wie Masken und Luftfilter im öffentlichen Raum verpflichtend lässt. Auch dauerhafte HO Regeln wären eine Option, um dauerhaft die Ausbreitungszahl zu reduzieren.

Nochmal was anderes ist das, was wir als Familie aktuell tun, weil die Zahlen trotz Sommer wieder sehr hoch sind. Kontakte zu vermeiden ist im Sommer kaum nötig. Wir können alle draussen treffen. Nur bei Veranstaltungen sind wir aufgrund der hohen Zahlen in der Tat vorsichtig. Das geht mir doch ziemlich ab, der Verzicht aufs Punk n drublic war hart. Ich hatte gehofft, dass wir diesen Sommer wieder niedrige Zahlen bekommen, aber da habe ich mich getäuscht. Mein letztes Konzert war im September 2019, das ist lange her.

FrankenAdler schrieb:

Ganz davon abgesehen: weder du noch ich können voraussagen, was die Zukunft bringt. Wie sich Covid entwickelt, wie sich dauerhaft Reinfektionen auf die long covid Wahrscheinlichkeit auswirkt, wie hoch ein Impfschutz noch sein wird, ob vielleicht ne Variante entsteht, die den Impfschutz wirkungsvoll umgeht, gegen die aber ein hoher Imunschutz auf Grund einer Infektion mit einer früheren Variante  vorhanden ist.


Natürlich können wir das nicht, aber wir können den aktuellen Wissensstand als Basis nutzen, und der ist, dass die Immunität durch die Infektion mutmasslich nur kurz anhält, man bei jeder Infektion aufs neue in den Topf der LongCovid und Spätfolgenlotterie geworfen wird etc.

Der Molekularbiologe Ulrich Elling nennt es eine absurde Strategie, sich mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, um einen Immunitätsschutz gegen diese potenziell tödliche Krankheit aufzubauen. Zumal es keine Belege dafür gibt, dass weitere Verläufe nach einer Infektion harmloser verlaufen, bzw. dass sich einer dauerhafter Immunitätsschutz aufbauen würde. Im Gegenteil aktuell gibt es eine Studie, die aufzeigt, dass Reinfektionen schwerer verlaufen können. Auch wenn diese Studie gerade sehr kontrovers diskutiert wird und auch noch kein Peer Review durchlaufen hat, zeigt es aber, wieviel wir noch nicht wissen und dass das Aufbauen einer Grundimmunität durch Infektion keinesfalls gesetzt ist.

Und selbst Drosten, der von der Schleimhautimmunität gesprochen hat, macht mit seiner Äusserung, dass er es noch nicht bekommen habe, weil er als Virologe wisse, wie man sich zu schützen habe, klar, wie wenig erstrebenswert es ist, es wieder und wieder zu bekommen.

Die Virologin Isabella Eckerla zitiert eine Studie von 2020 zu endemischen Coronaviren, die aufzeigt, dass der Schutz vor Reinfektion nur von kurzer Dauer ist und das obwohl sie genetisch sehr stabil sind (im Gegenteil zu SarsCov-2), d.h. der körpereigene Immunschutz geht über die Monate verloren. Sie hält es für plausibel, dass sich das auch auf SarsCov-2 übertragen lässt, bei dem aber noch die rasche Evolution zum Umgehen der Immunantwort dazukommt. Ähnliches würde für die Hybridimmunität gelten, die das Virus durch Evolution hin zur Immunflucht umgehen würde.

Das ist der Twitterthread mit dem Verweis auf das Paper:

https://twitter.com/eckerleisabella/status/1539222583555538945?s=21&t=sT4xOHBapXyIStCZaPgrOw
       



Sie schreibt u.a.:

Isabelle Eckerla schrieb:

Bei #SARSCoV2 hingegeben haben wir inzwischen eine Fülle an Daten, dass die Infektion nicht mit dem banalen Schnupfen gleichzusetzen ist & in einem Teil der Infizierten zu Langzeitfolgen und/oder chronischen Veränderungen kommt. Ohne einen klaren Benefit einer wiederholten Infektion benennen zu können bzw. die Folgen wiederholter Infektionen zu kalkulieren und fälschlicherweise einen Schutz vor weiteren Infektionen zu bewerben, die aller Wahrscheinlichkeit nicht eintritt, finde ich eine wissenschaftliche sehr schwer vertretbare Position.


Das ist jetzt natürlich der Unterschied zwischen Wissenschaft und Politik. Mitunter hört man, dass der Weg Deutschlands in Ordnung sein müsse, da ja die meisten Regierungen einen ähnlichen Weg einschlagen würden. Aber das ist ja eine Situation, wie wir sie bereits vom Klimawandel kennen, dass die Wissenschaft von der Politik ignoriert wird und da würden mittlerweile nur noch wenige auf die Idee kommen, zum Schluss zu kommen, dass der aktuelle vorherrschende politische Kurs sinnvoll wäre, nur weil die meisten es so machen.

Aber auch bei Corona ist die pol. Situation aktuell eine andere, als sie sich beispielsweise die Wissenschaftlerin Isabella Eckerla wünscht. Derjenige, der sich nicht infizieren möchte, kann es versuchen, in einem gewissen Masse der Infektion aus dem Weg zu gehen, aber wie Du es schon schreibst, es ist unausweichlich.

Das macht natürlich auch klar, dass es mitnichten nur Eigenverantwortung ist, für die meisten Leute gibt es nicht die Möglichkeit es komplett zu kontrollieren.
Ich kann in unserem Büro und im Zug FFP3 Maske tragen, ich kann mich aber auch Dienstreisen und dienstlichen Veranstaltungen bei denen es sich dann irgendwann nicht mehr verhindern lässt, keine Maske zu tragen, nicht entziehen. Schule/Kindergarten etc. kommen ja auch noch dazu.

Geschweige denn, dass ich es schön finde, weiterhin auf Konzerte zu verzichten oder nochmal Bock auf so einen Winter habe.....
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FrankenAdler schrieb:

Xaver08 schrieb:

Meinst du damit, dass ich mich infizieren muss, um vor der Infektion geschützt zu sein

Ich meine damit, dass du dich früher oder später unweigerlich infizieren wirst!
Und dann wirst du, eventuell halt ein bisserl später, genau das gleiche Risiko für long covid haben.


Davon gehe ich auch aus, zumal mit Kind in Kindergarten bzw. Schule. Im Kindergarten gab es Luftfilter und die Möglichkeit ihn ab und zu mal für ein paar Tage rauszunehmen, wenn die Wellen durch den Kindergarten gerauscht sind. Die Möglichkeit werden wir in der Schule nicht mehr haben.

Das Angebot im Kindergarten war im übrigen durch Corona und Long Covid bedingte Erkrankungen ziemlich eingeschränkt. Auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen einzugehen, war kaum noch möglich.

In der Schule wird es kaum noch eine Möglichkeit geben Kinder zu schützen, die Wahrscheinlichkeit es dadurch zu bekommen ist hoch.

Trotzdem ist jeder Monat, jede Variante, die man auslässt eine Infektion weniger, mit der man in der Long Covid Lotterie mitspielt.

Es geht nicht darum jede Infektion zu verhindern, sondern die Gesamtanzahl der Infektionen zu verringern. Der aktuelle Wissensstand ist der, dass man vermutlich jedesmal einem vergleichbaren Risiko für Langzeitfolgen und LongCovid ausgesetzt ist und nicht nur bei der ersten, damit ist es aus meiner Sicht sehr attraktiv das Risiko sich zu infizieren zu verringern.

FrankenAdler schrieb:

Und natürlich könnte man jetzt, deiner Argumentation folgend, dauerhaft Kontakte vermeiden, Masken tragen, Veranstaltungen einschränken usw.
Da bin ich dann alkerdings eher bei Juli Zeeh, was das Verhältnis von Risiko und Einschränkung betrifft.


Damit folgst Du nicht meiner Argumentation, sondern denkst Dir was aus, was ich nicht geschrieben habe und widerlegst es mit Juli Zeh.

Ich schrieb, dass man wenigstens niederschwellige Massnahmen wie Masken und Luftfilter im öffentlichen Raum verpflichtend lässt. Auch dauerhafte HO Regeln wären eine Option, um dauerhaft die Ausbreitungszahl zu reduzieren.

Nochmal was anderes ist das, was wir als Familie aktuell tun, weil die Zahlen trotz Sommer wieder sehr hoch sind. Kontakte zu vermeiden ist im Sommer kaum nötig. Wir können alle draussen treffen. Nur bei Veranstaltungen sind wir aufgrund der hohen Zahlen in der Tat vorsichtig. Das geht mir doch ziemlich ab, der Verzicht aufs Punk n drublic war hart. Ich hatte gehofft, dass wir diesen Sommer wieder niedrige Zahlen bekommen, aber da habe ich mich getäuscht. Mein letztes Konzert war im September 2019, das ist lange her.

FrankenAdler schrieb:

Ganz davon abgesehen: weder du noch ich können voraussagen, was die Zukunft bringt. Wie sich Covid entwickelt, wie sich dauerhaft Reinfektionen auf die long covid Wahrscheinlichkeit auswirkt, wie hoch ein Impfschutz noch sein wird, ob vielleicht ne Variante entsteht, die den Impfschutz wirkungsvoll umgeht, gegen die aber ein hoher Imunschutz auf Grund einer Infektion mit einer früheren Variante  vorhanden ist.


Natürlich können wir das nicht, aber wir können den aktuellen Wissensstand als Basis nutzen, und der ist, dass die Immunität durch die Infektion mutmasslich nur kurz anhält, man bei jeder Infektion aufs neue in den Topf der LongCovid und Spätfolgenlotterie geworfen wird etc.

Der Molekularbiologe Ulrich Elling nennt es eine absurde Strategie, sich mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, um einen Immunitätsschutz gegen diese potenziell tödliche Krankheit aufzubauen. Zumal es keine Belege dafür gibt, dass weitere Verläufe nach einer Infektion harmloser verlaufen, bzw. dass sich einer dauerhafter Immunitätsschutz aufbauen würde. Im Gegenteil aktuell gibt es eine Studie, die aufzeigt, dass Reinfektionen schwerer verlaufen können. Auch wenn diese Studie gerade sehr kontrovers diskutiert wird und auch noch kein Peer Review durchlaufen hat, zeigt es aber, wieviel wir noch nicht wissen und dass das Aufbauen einer Grundimmunität durch Infektion keinesfalls gesetzt ist.

Und selbst Drosten, der von der Schleimhautimmunität gesprochen hat, macht mit seiner Äusserung, dass er es noch nicht bekommen habe, weil er als Virologe wisse, wie man sich zu schützen habe, klar, wie wenig erstrebenswert es ist, es wieder und wieder zu bekommen.

Die Virologin Isabella Eckerla zitiert eine Studie von 2020 zu endemischen Coronaviren, die aufzeigt, dass der Schutz vor Reinfektion nur von kurzer Dauer ist und das obwohl sie genetisch sehr stabil sind (im Gegenteil zu SarsCov-2), d.h. der körpereigene Immunschutz geht über die Monate verloren. Sie hält es für plausibel, dass sich das auch auf SarsCov-2 übertragen lässt, bei dem aber noch die rasche Evolution zum Umgehen der Immunantwort dazukommt. Ähnliches würde für die Hybridimmunität gelten, die das Virus durch Evolution hin zur Immunflucht umgehen würde.

Das ist der Twitterthread mit dem Verweis auf das Paper:

https://twitter.com/eckerleisabella/status/1539222583555538945?s=21&t=sT4xOHBapXyIStCZaPgrOw
       



Sie schreibt u.a.:

Isabelle Eckerla schrieb:

Bei #SARSCoV2 hingegeben haben wir inzwischen eine Fülle an Daten, dass die Infektion nicht mit dem banalen Schnupfen gleichzusetzen ist & in einem Teil der Infizierten zu Langzeitfolgen und/oder chronischen Veränderungen kommt. Ohne einen klaren Benefit einer wiederholten Infektion benennen zu können bzw. die Folgen wiederholter Infektionen zu kalkulieren und fälschlicherweise einen Schutz vor weiteren Infektionen zu bewerben, die aller Wahrscheinlichkeit nicht eintritt, finde ich eine wissenschaftliche sehr schwer vertretbare Position.


Das ist jetzt natürlich der Unterschied zwischen Wissenschaft und Politik. Mitunter hört man, dass der Weg Deutschlands in Ordnung sein müsse, da ja die meisten Regierungen einen ähnlichen Weg einschlagen würden. Aber das ist ja eine Situation, wie wir sie bereits vom Klimawandel kennen, dass die Wissenschaft von der Politik ignoriert wird und da würden mittlerweile nur noch wenige auf die Idee kommen, zum Schluss zu kommen, dass der aktuelle vorherrschende politische Kurs sinnvoll wäre, nur weil die meisten es so machen.

Aber auch bei Corona ist die pol. Situation aktuell eine andere, als sie sich beispielsweise die Wissenschaftlerin Isabella Eckerla wünscht. Derjenige, der sich nicht infizieren möchte, kann es versuchen, in einem gewissen Masse der Infektion aus dem Weg zu gehen, aber wie Du es schon schreibst, es ist unausweichlich.

Das macht natürlich auch klar, dass es mitnichten nur Eigenverantwortung ist, für die meisten Leute gibt es nicht die Möglichkeit es komplett zu kontrollieren.
Ich kann in unserem Büro und im Zug FFP3 Maske tragen, ich kann mich aber auch Dienstreisen und dienstlichen Veranstaltungen bei denen es sich dann irgendwann nicht mehr verhindern lässt, keine Maske zu tragen, nicht entziehen. Schule/Kindergarten etc. kommen ja auch noch dazu.

Geschweige denn, dass ich es schön finde, weiterhin auf Konzerte zu verzichten oder nochmal Bock auf so einen Winter habe.....
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Xaver08 schrieb:

In der Schule wird es kaum noch eine Möglichkeit geben Kinder zu schützen, die Wahrscheinlichkeit es dadurch zu bekommen ist hoch.


Grade hierdurch kürzlich die 2. Infektion seit Februar beim Nachwuchs gehabt. Wieder nur leichte bis stellenweise mittlere Erkältungssymptome, eher durch Testen als durch Krankheit gemerkt.
Ich hingegen scheine nach meiner Infektion im Februar noch stabil zu sein... weder in Sevilla beim Zimmerpartner noch jetzt daheim bei null Absonderung nochmal neu infiziert.

Daher ganz klar auch meine These: wer ansatzweise normal lebt wird eigentlich für immer zwangsläufig mehr oder weniger öfters mit dem Virus auf's Jahr gesehen in Kontakt kommen...
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FrankenAdler schrieb:

Xaver08 schrieb:

Meinst du damit, dass ich mich infizieren muss, um vor der Infektion geschützt zu sein

Ich meine damit, dass du dich früher oder später unweigerlich infizieren wirst!
Und dann wirst du, eventuell halt ein bisserl später, genau das gleiche Risiko für long covid haben.


Davon gehe ich auch aus, zumal mit Kind in Kindergarten bzw. Schule. Im Kindergarten gab es Luftfilter und die Möglichkeit ihn ab und zu mal für ein paar Tage rauszunehmen, wenn die Wellen durch den Kindergarten gerauscht sind. Die Möglichkeit werden wir in der Schule nicht mehr haben.

Das Angebot im Kindergarten war im übrigen durch Corona und Long Covid bedingte Erkrankungen ziemlich eingeschränkt. Auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen einzugehen, war kaum noch möglich.

In der Schule wird es kaum noch eine Möglichkeit geben Kinder zu schützen, die Wahrscheinlichkeit es dadurch zu bekommen ist hoch.

Trotzdem ist jeder Monat, jede Variante, die man auslässt eine Infektion weniger, mit der man in der Long Covid Lotterie mitspielt.

Es geht nicht darum jede Infektion zu verhindern, sondern die Gesamtanzahl der Infektionen zu verringern. Der aktuelle Wissensstand ist der, dass man vermutlich jedesmal einem vergleichbaren Risiko für Langzeitfolgen und LongCovid ausgesetzt ist und nicht nur bei der ersten, damit ist es aus meiner Sicht sehr attraktiv das Risiko sich zu infizieren zu verringern.

FrankenAdler schrieb:

Und natürlich könnte man jetzt, deiner Argumentation folgend, dauerhaft Kontakte vermeiden, Masken tragen, Veranstaltungen einschränken usw.
Da bin ich dann alkerdings eher bei Juli Zeeh, was das Verhältnis von Risiko und Einschränkung betrifft.


Damit folgst Du nicht meiner Argumentation, sondern denkst Dir was aus, was ich nicht geschrieben habe und widerlegst es mit Juli Zeh.

Ich schrieb, dass man wenigstens niederschwellige Massnahmen wie Masken und Luftfilter im öffentlichen Raum verpflichtend lässt. Auch dauerhafte HO Regeln wären eine Option, um dauerhaft die Ausbreitungszahl zu reduzieren.

Nochmal was anderes ist das, was wir als Familie aktuell tun, weil die Zahlen trotz Sommer wieder sehr hoch sind. Kontakte zu vermeiden ist im Sommer kaum nötig. Wir können alle draussen treffen. Nur bei Veranstaltungen sind wir aufgrund der hohen Zahlen in der Tat vorsichtig. Das geht mir doch ziemlich ab, der Verzicht aufs Punk n drublic war hart. Ich hatte gehofft, dass wir diesen Sommer wieder niedrige Zahlen bekommen, aber da habe ich mich getäuscht. Mein letztes Konzert war im September 2019, das ist lange her.

FrankenAdler schrieb:

Ganz davon abgesehen: weder du noch ich können voraussagen, was die Zukunft bringt. Wie sich Covid entwickelt, wie sich dauerhaft Reinfektionen auf die long covid Wahrscheinlichkeit auswirkt, wie hoch ein Impfschutz noch sein wird, ob vielleicht ne Variante entsteht, die den Impfschutz wirkungsvoll umgeht, gegen die aber ein hoher Imunschutz auf Grund einer Infektion mit einer früheren Variante  vorhanden ist.


Natürlich können wir das nicht, aber wir können den aktuellen Wissensstand als Basis nutzen, und der ist, dass die Immunität durch die Infektion mutmasslich nur kurz anhält, man bei jeder Infektion aufs neue in den Topf der LongCovid und Spätfolgenlotterie geworfen wird etc.

Der Molekularbiologe Ulrich Elling nennt es eine absurde Strategie, sich mit einer potenziell tödlichen Krankheit zu infizieren, um einen Immunitätsschutz gegen diese potenziell tödliche Krankheit aufzubauen. Zumal es keine Belege dafür gibt, dass weitere Verläufe nach einer Infektion harmloser verlaufen, bzw. dass sich einer dauerhafter Immunitätsschutz aufbauen würde. Im Gegenteil aktuell gibt es eine Studie, die aufzeigt, dass Reinfektionen schwerer verlaufen können. Auch wenn diese Studie gerade sehr kontrovers diskutiert wird und auch noch kein Peer Review durchlaufen hat, zeigt es aber, wieviel wir noch nicht wissen und dass das Aufbauen einer Grundimmunität durch Infektion keinesfalls gesetzt ist.

Und selbst Drosten, der von der Schleimhautimmunität gesprochen hat, macht mit seiner Äusserung, dass er es noch nicht bekommen habe, weil er als Virologe wisse, wie man sich zu schützen habe, klar, wie wenig erstrebenswert es ist, es wieder und wieder zu bekommen.

Die Virologin Isabella Eckerla zitiert eine Studie von 2020 zu endemischen Coronaviren, die aufzeigt, dass der Schutz vor Reinfektion nur von kurzer Dauer ist und das obwohl sie genetisch sehr stabil sind (im Gegenteil zu SarsCov-2), d.h. der körpereigene Immunschutz geht über die Monate verloren. Sie hält es für plausibel, dass sich das auch auf SarsCov-2 übertragen lässt, bei dem aber noch die rasche Evolution zum Umgehen der Immunantwort dazukommt. Ähnliches würde für die Hybridimmunität gelten, die das Virus durch Evolution hin zur Immunflucht umgehen würde.

Das ist der Twitterthread mit dem Verweis auf das Paper:

https://twitter.com/eckerleisabella/status/1539222583555538945?s=21&t=sT4xOHBapXyIStCZaPgrOw
       



Sie schreibt u.a.:

Isabelle Eckerla schrieb:

Bei #SARSCoV2 hingegeben haben wir inzwischen eine Fülle an Daten, dass die Infektion nicht mit dem banalen Schnupfen gleichzusetzen ist & in einem Teil der Infizierten zu Langzeitfolgen und/oder chronischen Veränderungen kommt. Ohne einen klaren Benefit einer wiederholten Infektion benennen zu können bzw. die Folgen wiederholter Infektionen zu kalkulieren und fälschlicherweise einen Schutz vor weiteren Infektionen zu bewerben, die aller Wahrscheinlichkeit nicht eintritt, finde ich eine wissenschaftliche sehr schwer vertretbare Position.


Das ist jetzt natürlich der Unterschied zwischen Wissenschaft und Politik. Mitunter hört man, dass der Weg Deutschlands in Ordnung sein müsse, da ja die meisten Regierungen einen ähnlichen Weg einschlagen würden. Aber das ist ja eine Situation, wie wir sie bereits vom Klimawandel kennen, dass die Wissenschaft von der Politik ignoriert wird und da würden mittlerweile nur noch wenige auf die Idee kommen, zum Schluss zu kommen, dass der aktuelle vorherrschende politische Kurs sinnvoll wäre, nur weil die meisten es so machen.

Aber auch bei Corona ist die pol. Situation aktuell eine andere, als sie sich beispielsweise die Wissenschaftlerin Isabella Eckerla wünscht. Derjenige, der sich nicht infizieren möchte, kann es versuchen, in einem gewissen Masse der Infektion aus dem Weg zu gehen, aber wie Du es schon schreibst, es ist unausweichlich.

Das macht natürlich auch klar, dass es mitnichten nur Eigenverantwortung ist, für die meisten Leute gibt es nicht die Möglichkeit es komplett zu kontrollieren.
Ich kann in unserem Büro und im Zug FFP3 Maske tragen, ich kann mich aber auch Dienstreisen und dienstlichen Veranstaltungen bei denen es sich dann irgendwann nicht mehr verhindern lässt, keine Maske zu tragen, nicht entziehen. Schule/Kindergarten etc. kommen ja auch noch dazu.

Geschweige denn, dass ich es schön finde, weiterhin auf Konzerte zu verzichten oder nochmal Bock auf so einen Winter habe.....
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Ich möchte mal ganz klar sagen, dass es mir natürlich nicht um eine absichtsvolle Ansteckung geht. Du hast es ja mitbekommen, dass ich durchaus mittelfristige, teils heftige Infektionsfolgen hatte, ich unterschätze hier also auch kein Risiko!

Hinsichtlich des Immunschutzes nach ner Infektion, gibt es durchaus einige Studien, die diesen hybriden Immunschutz nach Impfung und Infektion als beachtenswert besser beschreiben.

https://www.deutschlandfunk.de/hybride-immunitaet-corona-impfung-infektion-100.html

Es ist also zumindest für Geimpfte schon so, dass eine überstsndene Infektion eine Reinfektion unwahrscheinlicher macht.

In Bezug auf long covid haben wir meines Wissens noch keine validen Aussagen, wie es sich da bei Reinfektionen verhält. Aber vielleicht bin ich da auch nich up to date.
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Immer noch etwas daten-zerfetzt, aber Fronleichnam fällt jetzt raus, es wird also in Kürze besser. Weiter steigende Inzidenzen dürften klar sein, gleiches gilt für die Hospitalisierungen und Intensivpatientenzahlen.

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Auch wenn die Zahlen noch etwas mit Vorsicht zu genießen sind und heute natürlich der Vergleich zum Fronleichnam-Brückentag eher unbrauchbar ist... Das sieht nicht gut aus... Inzidenzen über 600, die Hospitalisierungszahlen mindestens mal in Richtung 4 bis 5 , die Intensivpatientenzahl steigt ebenfalls an, die Zahl der Todesfälle sinkt zumindest nicht mehr... (an sich ist alles noch etwas heftiger, aber wie gesagt, ich warte mal ab, bis die Veränderungsraten wieder bereinigt sind)...



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Wochenbericht:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2022-06-23.pdf?__blob=publicationFile

Varianten

BA.5 hatte in der vorletzten Woche bereits einen Anteil von 50 % , der Anteil von BA.4 liegt jetzt bei 6 % , BA.2 nur noch bei 44 %.

Hospitalisierungen / Todesfälle

Dass wir in der letzten Meldewoche bereits trotz fehlender Nachmeldungen mehr Hospitalisierungsfälle haben als in der Woche davor, zeigt eine schon erhebliche Dynamik nach oben. Selbst ohne Nachmeldungen gab es einen Anstieg von 50 % in drei Wochen, mit Nachmeldungen noch mehr. Ob mit oder wegen Corona ist natürlich nicht klar. Aber selbst wenn nur mit zeigt das gut die Dynamik dieser Welle.

Die Todesfälle werden wieder etwas jünger, was einfach an den höheren Inzidenzen bei den Nicht-Rentnern liegt, die sich deutlich stärker nach "oben" entwickelt haben als die der Senioren.

Inzidenz nach Alter

191 … 90+
197 … 85 - 89
193 … 80 - 84
201 … 75 - 79
266 … 70 - 74
290 … 65 - 69
453 … 60 - 64
566 … 55 - 59
596 … 50 - 54
603 … 45 - 49
619 … 40 - 44
614 … 35 - 39
689 … 30 - 34
779 … 25 - 29
714 … 20 - 24
612 … 15 - 19
443 … 10 - 14
254 … 5 - 9
144 … 0 - 4

Weiterhin klares Übergewicht in Richtung junger Erwachsener... Kinder sind derzeit niedrig, werden aber auch nicht mehr regelmäßig getestet, dürften öfters asymptomatischer sein und natürlich ist da schon so durchgeseucht, dass sich das Virus vielleicht auch etwas weniger verfängt. Vorläufig.

Inzidenz nach Alter - Veränderung

19% … 90+
25% … 85 - 89
27% … 80 - 84
32% … 75 - 79
29% … 70 - 74
26% … 65 - 69
22% … 60 - 64
23% … 55 - 59
24% … 50 - 54
25% … 45 - 49
24% … 40 - 44
23% … 35 - 39
21% … 30 - 34
17% … 25 - 29
20% … 20 - 24
28% … 15 - 19
28% … 10 - 14
26% … 5 - 9
24% … 0 - 4

Anstieg über alle Altersgruppen hinweg.
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Ich hatte letztes Wochenende an 2 Tagen intensiven Kontakt zu einer Familie die im Laufe der Woche alle vier positiv getestet wurden.

Seit gestern hab ich eine leichte Erkältung.
Seit Mittwoch täglich getestet... Bisher negativ.

Bin ja mal gespannt ob es mich nun auch erwischt hat oder ob das Leben der letzten Woche (Klimaanlage im Auto, Ventilator im Zimmer/Büro, Schwimmbad und jeden Abend bis spät in der Nacht Garten und Balkon) mir eine einfache Erkältung eingebracht hat.

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Ich hatte letztes Wochenende an 2 Tagen intensiven Kontakt zu einer Familie die im Laufe der Woche alle vier positiv getestet wurden.

Seit gestern hab ich eine leichte Erkältung.
Seit Mittwoch täglich getestet... Bisher negativ.

Bin ja mal gespannt ob es mich nun auch erwischt hat oder ob das Leben der letzten Woche (Klimaanlage im Auto, Ventilator im Zimmer/Büro, Schwimmbad und jeden Abend bis spät in der Nacht Garten und Balkon) mir eine einfache Erkältung eingebracht hat.

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Da wünsche ich mal alles Gute und dass dieser Kelch an dir vorbeigeht. Und wenn nicht, dass er nicht zu bitter schmeckt.
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Meine Frau hat es jetzt auch erwischt. 5 Minuten im sehr vollen Duschen/Toilettenraum nach dem Freibadbesuch haben gereicht. BA5 ist wirklich hochansteckend. Zum Glück (in diesem Fall) führen wir berufsbedingt derzeit eine WE-Beziehung und da die ersten Symptome Freitag auftraten, haben wir uns dieses WE nicht getroffen, so dass ich weiterhin save bin.
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Meine Frau hat es jetzt auch erwischt. 5 Minuten im sehr vollen Duschen/Toilettenraum nach dem Freibadbesuch haben gereicht. BA5 ist wirklich hochansteckend. Zum Glück (in diesem Fall) führen wir berufsbedingt derzeit eine WE-Beziehung und da die ersten Symptome Freitag auftraten, haben wir uns dieses WE nicht getroffen, so dass ich weiterhin save bin.
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Glück gehabt. Woher weißt du, dass es BA5 ist?
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Glück gehabt. Woher weißt du, dass es BA5 ist?
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Offiziell wissen wir das noch nicht, PCR wird erst morgen gemacht. Es würde mich aber aufgrund der sehr kurzen Anstecksituation überraschen, wenn es nicht BA5 wäre. In den nächsten Tage wissen wir dann mehr.
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Also in meinem Umfeld wird ja tatsächlich noch viel getestet. Sowohl Selbsttests als auch Testzentrum. Aber das scheint auch eine Art Lotterie zu sein.

Ein recht häufiges Szenario in meinem Umfeld die letzten Wochen:
Samstag Testzentrum negativ. Montag Selbsttest positiv. PCR direkt Montag gemacht und das Ergebnis ergab dann diesen Ansteckungswert schon bei 30+ also quasi nur  noch sehrsehr gering ansteckend.

We will see. Zumindest hab ich , trotz negativen Tests am Freitag (Test negativ keine Symptome) eine Feier ausgelassen und Samstag als dann Rotz und Hals dazu kamen logischerweise ein Dorffest ausgelassen.
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Glück gehabt. Woher weißt du, dass es BA5 ist?
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WürzburgerAdler schrieb:

Glück gehabt.


Meinst du Corona oder daß er seine Frau nur am Wochenende sehen muss?
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WürzburgerAdler schrieb:

Glück gehabt.


Meinst du Corona oder daß er seine Frau nur am Wochenende sehen muss?
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WürzburgerAdler schrieb:

Glück gehabt.


Meinst du Corona oder daß er seine Frau nur am Wochenende sehen muss?
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SemperFi schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Glück gehabt.


Meinst du Corona oder daß er seine Frau nur am Wochenende sehen muss?

Ich sehe, du verstehst mich. 😉
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Wochenabschluss.... Nächste Woche dürften dann die Zahlen wieder recht gut vergleichbar sein bzgl. Veränderungsraten, weil dann eine vollständige Woche ohne Feiertags-Nach-Effekte vorliegt.

Am Ende der Woche liegen wir bei einer Inzidenz von fast 700, ca. 40 % mehr als in der Vorwoche nach 30 % Anstieg in der letzten Woche. Diese Zahlen dürften bzgl. Veränderungsraten einigermaßen valide sein. Also etwa ein Drittel Anstieg bei der Inzidenz passt auch zu den Werten, die BA.5 nach meinen Hochrechnungen erzeugen müsste aktuell (bei gleichbleibenden Schutzmaßnahmen und Verhalten der Menschen). Mit Dunkelziffer usw. dürften wohl derzeit pro Woche locker 1,5 oder eher 2,0 % der Bevölkerung Corona bekommen.

Die Zahl der Todesfälle liegt diese Woche bei 558, der Anstieg ist hier heftig, aber diese Zahlen sind auch sehr anfällig von Nachmeldungen (zB wenn wegen Fronleichnam erst Anfang dieser Woche gemeldet wurde, daher zB hohe Zahlen am Dienstag). Vermutlich haben wir mittlerweile wieder steigende Todeszahlen, aber sicherlich eher in dem Bereich wie die Intensivpatientenzahlen seit einiger Zeit ansteigen (15 % Wochenplus).

Dort hat sich wie gesagt der Anstieg "stabilisiert", also durchweg 15 % mehr pro Woche.

Damit sind wir nun auch klar über dem Vorjahresniveau, was Todesfälle und Intensivpatientenzahlen angeht.



An der Spitze der Inzidenzen liegen immer noch Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit ca. Inzidenz 850-900. Die niedrigsten Zahlen haben wir im Osten der Republik, aber da wird es wie so oft einfach dann später eintreffen... Nicht das erste Mal...

Das sieht weiterhin nach einer ziemlichen Durchseuchung aus.
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Wochenabschluss.... Nächste Woche dürften dann die Zahlen wieder recht gut vergleichbar sein bzgl. Veränderungsraten, weil dann eine vollständige Woche ohne Feiertags-Nach-Effekte vorliegt.

Am Ende der Woche liegen wir bei einer Inzidenz von fast 700, ca. 40 % mehr als in der Vorwoche nach 30 % Anstieg in der letzten Woche. Diese Zahlen dürften bzgl. Veränderungsraten einigermaßen valide sein. Also etwa ein Drittel Anstieg bei der Inzidenz passt auch zu den Werten, die BA.5 nach meinen Hochrechnungen erzeugen müsste aktuell (bei gleichbleibenden Schutzmaßnahmen und Verhalten der Menschen). Mit Dunkelziffer usw. dürften wohl derzeit pro Woche locker 1,5 oder eher 2,0 % der Bevölkerung Corona bekommen.

Die Zahl der Todesfälle liegt diese Woche bei 558, der Anstieg ist hier heftig, aber diese Zahlen sind auch sehr anfällig von Nachmeldungen (zB wenn wegen Fronleichnam erst Anfang dieser Woche gemeldet wurde, daher zB hohe Zahlen am Dienstag). Vermutlich haben wir mittlerweile wieder steigende Todeszahlen, aber sicherlich eher in dem Bereich wie die Intensivpatientenzahlen seit einiger Zeit ansteigen (15 % Wochenplus).

Dort hat sich wie gesagt der Anstieg "stabilisiert", also durchweg 15 % mehr pro Woche.

Damit sind wir nun auch klar über dem Vorjahresniveau, was Todesfälle und Intensivpatientenzahlen angeht.



An der Spitze der Inzidenzen liegen immer noch Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit ca. Inzidenz 850-900. Die niedrigsten Zahlen haben wir im Osten der Republik, aber da wird es wie so oft einfach dann später eintreffen... Nicht das erste Mal...

Das sieht weiterhin nach einer ziemlichen Durchseuchung aus.
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SGE_Werner schrieb:
Das sieht weiterhin nach einer ziemlichen Durchseuchung aus.
So siehts aus. Bevölkerung und Politik haben anscheinend stillschweigend einen Pakt geschlossen, dass dieser Weg der richtige sei. Keine Vorgaben mehr, keiner schützt sich mehr. Mit meiner Maske bin ich inzwischen oft der einzige im Supermarkt. Für mich unbegreiflich angesichts der Opferzahlen, auch, was LC betrifft. Und weil sowas wie Herdenimmunität Stand jetzt bei einem solch mutationsfreudigen Virus absehbar nicht realistisch ist.
Das ist alles so ein Irrsinn.
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SGE_Werner schrieb:
Das sieht weiterhin nach einer ziemlichen Durchseuchung aus.
So siehts aus. Bevölkerung und Politik haben anscheinend stillschweigend einen Pakt geschlossen, dass dieser Weg der richtige sei. Keine Vorgaben mehr, keiner schützt sich mehr. Mit meiner Maske bin ich inzwischen oft der einzige im Supermarkt. Für mich unbegreiflich angesichts der Opferzahlen, auch, was LC betrifft. Und weil sowas wie Herdenimmunität Stand jetzt bei einem solch mutationsfreudigen Virus absehbar nicht realistisch ist.
Das ist alles so ein Irrsinn.
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LDKler_neu schrieb:

Bevölkerung und Politik haben anscheinend stillschweigend einen Pakt geschlossen, dass dieser Weg der richtige sei.


Die Intensivbettenbelegung lässt es ja mehr als zu, oder glaubst du echt noch an zero Covid?

Und am Beispiel deiner Frau -hoffe natürlich der Verlauf ist mild- ja bei nem geschlossenen Schwimmbad hätte sie sich vermutlich nicht infizieren können. Wenn's denn überhaupt dort war.

Aber jetzt mal ehrlich, würdest du wenn's nach dir geht überhaupt noch was mit Menschen zulassen, ohne dass diese dabei irgendwelchen Restriktionen unterliegen müssten- mit FFP2/3 angefangen über dauerhafte Kontaktreduzierung bis hin zu größeren sozialen Events?
Gäbe es mit dir überhaupt noch nen Stehblock im Stadion?

Unweigerlich wirst auch du mit Corona in Kontakt kommen, hätte ja wegen einem Tag fast schon geklappt. Und gib jetzt nicht der Politik und dem geöffneten Schwimmbad die Schuld.
Ist dir diese Selbstkasteiung um das noch so lange wie möglich hinauszuzögern nicht langsam zu viel? Grad aktuell bei der "harmlosesten" Variante ever? Hast du panische Angst vor long covid oder was ist deine Kraft, das Ganze jetzt auch im dritten Jahr so hardcoremäßig durchzuziehen? Warst du schon immer vorsichtig oder tatsächlich erst seit Corona?
Würde mich alles echt mal interessieren.

Ist jetzt hier auch nicht irgendwie als Vorwurf gedacht, fände es tatsächlich mal interessant, auch Einblick in ne andere Sichtweise zu bekommen.

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LDKler_neu schrieb:

Bevölkerung und Politik haben anscheinend stillschweigend einen Pakt geschlossen, dass dieser Weg der richtige sei.


Die Intensivbettenbelegung lässt es ja mehr als zu, oder glaubst du echt noch an zero Covid?

Und am Beispiel deiner Frau -hoffe natürlich der Verlauf ist mild- ja bei nem geschlossenen Schwimmbad hätte sie sich vermutlich nicht infizieren können. Wenn's denn überhaupt dort war.

Aber jetzt mal ehrlich, würdest du wenn's nach dir geht überhaupt noch was mit Menschen zulassen, ohne dass diese dabei irgendwelchen Restriktionen unterliegen müssten- mit FFP2/3 angefangen über dauerhafte Kontaktreduzierung bis hin zu größeren sozialen Events?
Gäbe es mit dir überhaupt noch nen Stehblock im Stadion?

Unweigerlich wirst auch du mit Corona in Kontakt kommen, hätte ja wegen einem Tag fast schon geklappt. Und gib jetzt nicht der Politik und dem geöffneten Schwimmbad die Schuld.
Ist dir diese Selbstkasteiung um das noch so lange wie möglich hinauszuzögern nicht langsam zu viel? Grad aktuell bei der "harmlosesten" Variante ever? Hast du panische Angst vor long covid oder was ist deine Kraft, das Ganze jetzt auch im dritten Jahr so hardcoremäßig durchzuziehen? Warst du schon immer vorsichtig oder tatsächlich erst seit Corona?
Würde mich alles echt mal interessieren.

Ist jetzt hier auch nicht irgendwie als Vorwurf gedacht, fände es tatsächlich mal interessant, auch Einblick in ne andere Sichtweise zu bekommen.

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derjens schrieb:

LDKler_neu schrieb:

Bevölkerung und Politik haben anscheinend stillschweigend einen Pakt geschlossen, dass dieser Weg der richtige sei.


Die Intensivbettenbelegung lässt es ja mehr als zu, oder glaubst du echt noch an zero Covid?

Und am Beispiel deiner Frau -hoffe natürlich der Verlauf ist mild- ja bei nem geschlossenen Schwimmbad hätte sie sich vermutlich nicht infizieren können. Wenn's denn überhaupt dort war.

Aber jetzt mal ehrlich, würdest du wenn's nach dir geht überhaupt noch was mit Menschen zulassen, ohne dass diese dabei irgendwelchen Restriktionen unterliegen müssten- mit FFP2/3 angefangen über dauerhafte Kontaktreduzierung bis hin zu größeren sozialen Events?
Gäbe es mit dir überhaupt noch nen Stehblock im Stadion?

Unweigerlich wirst auch du mit Corona in Kontakt kommen, hätte ja wegen einem Tag fast schon geklappt. Und gib jetzt nicht der Politik und dem geöffneten Schwimmbad die Schuld.
Ist dir diese Selbstkasteiung um das noch so lange wie möglich hinauszuzögern nicht langsam zu viel? Grad aktuell bei der "harmlosesten" Variante ever? Hast du panische Angst vor long covid oder was ist deine Kraft, das Ganze jetzt auch im dritten Jahr so hardcoremäßig durchzuziehen? Warst du schon immer vorsichtig oder tatsächlich erst seit Corona?
Würde mich alles echt mal interessieren.

Ist jetzt hier auch nicht irgendwie als Vorwurf gedacht, fände es tatsächlich mal interessant, auch Einblick in ne andere Sichtweise zu bekommen.

An diese Fragen möchte ich mich anschließen.
Wir kommen da tatsächlich in einen Bereich in dem es um die Idee von Freiheit versus Kontrolle geht. Darum, was ein vertretbares Risiko ist. Wir sind da schnell dabei alle Risiken, die Menschen für sich und andere kreieren in Relation zu setzen und uns zu fragen, wo Grenzen verlaufen (müssen).
Denn ganz ehrlich geschätzter LDKler, wenn du hier schreibst, das wäre alles Wahnsinn, dann habe ich den Impuls zu fragen, was der Wahnsinn ist: das Restrisiko von Covid zu akzeptieren oder dein doch leicht zwanghaft anmutender Kontrollfilm.
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Wir müssen mit Corona leben lernen. Und das hätte im Fall meiner Frau konkret bedeutet, dass in dem Dusch/Toilettenraum eine Lüftungsanlage eingebaut gehört hätte. Es geht weder um Kontrolle noch um irgendeinen Zwang, sondern einfach und allein sich der veränderten Situation anzupassen. Wir müssen jetzt mit dem Virus leben lernen und das geht ja auch, ohne sich ewig in Isolation zu begeben. Wir wissen heute zum Beispiel das Luftfilter-/Lüftungsanlagen in Schulen das Ansteckungsrisiko massiv senken. Dito in Kneipen und Diskotheken. Das müsste man halt machen, um zum normalen Leben zurückzukommen, ohne die ganzen Opfer in Kauf nehmen zu müssen. Einfach so zu tun, als ob alles wie vor der Pandemie ist, klingt zwar verlockend, aber das Virus spielt dabei halt nicht mit.

Ist euch eigentlich auch nur annähernd klar, was LC für die Betroffenen bedeutet?
Durchlesen!!!:
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/muede-kraftlos-unkonzentriert-wie-long-covid-unser-leben-veraendert

Btw. ich bin auch regelmäßig im Freibad, aber hier im Domblickbad sind die Toiletten/Duschen in einem gut durchlüfteten Außengebäude und deswegen habe ich weder Angst vor dem Freibadbesuch, noch habe ich mir diesen Sommer dort eine Infektion zugezogen. Ich bin doch nicht panisch, sondern denke halt einfach nur ein bisschen mit. Und empfinde deswegen auch so gut wie keine Einschränkungen. Es geht ja eigentlich alles, Gastronomie, Schwimmbad, etc, man muss halt dorthin gehen, wo die Rahmenbedingungen stimmen.

Davon ausdrücklich ausnehmen möchte ich Eltern kleiner Kinder. Die können sich nicht schützen und haben die A....karte, weil der Staat sie komplett im Stich lässt.


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