Corona-Virus (Teil VI)

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Ich halte mich aus dem Thread eigentlich weitgehend raus, aber dies ist nun doch ein Herzensthema.

Der nette Freund meiner ehemaligen und sehr lieben Haus-WG-Mitbewohnerin leidet schwer an Long-Covid. Ich weiß noch, wie er mir bei meiner Infektion vom Balkon zurief, dass ich vorsichtig sein sollte, bei ihm sei es nach zwei Wochen wieder bergab gegangen, er habe zu früh angefangen, loszustarten.
Mittlerweile ist sein Zustand so schlecht, dass kaum noch etwas gehn und SWR3 einen Beitrag über ihn gemacht hat.
Wer mag, kann mal reinlesen oder -hören:
https://www.swr3.de/aktuell/coronavirus/longcovid-symptome-betroffener-100.html
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Meine Güte, Johannes!
Du darfst Deinen alten Kumpel Johannes herzlich von mir grüßen.
Alles Gute!
Johannes
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China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.
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China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.
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Endless schrieb:

China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.


Aber wie will China jemals aus der Spirale rauskommen?
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Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

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Endless schrieb:

China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.


Aber wie will China jemals aus der Spirale rauskommen?
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SGE_Werner schrieb:

Endless schrieb:

China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.


Aber wie will China jemals aus der Spirale rauskommen?

Vor allem brennt es dort offenbar an den verschiedensten Stellen. Während die Menschen teilweise bis zu 3 Monate in ihren Wohnungen eingesperrt sind und sich Proteste gegen PCR-Testungen und Maßnahmen formen, protestieren gleichzeitig Menschen in Fabriken gegen Lockerung von Maßnahmen an den Arbeitsplätzen.

China steckt tatsächlich in einer ziemlichen Sackgasse. Einfach alles zu Öffnen, könnte angesichts der geringen Immunisierung ein echtes Problem werden. Die Regierung ist sich dessen offenbar bewusst und versucht, die Impfungen hoch zu treiben. Den heimischen Impfstoffen wird dabei offenbar mit Skepsis begegnet und ausländische Impfstoffe sind nicht zugelassen. Mich würde interessieren, ob es andere Impfstoffe gibt, die eine höhere Akzeptanz erfahren und besser angenommen würden.

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Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

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Cyrillar schrieb:

Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

Magst Du helfen und aufzeigen, wer vor dem Zusammenbruch durch die nächste Welle warnt?
Wenn es sich bewahrheitet, dass die Wellen immer schneller brechen und dazu vielleicht ausreichend vor allem Gefährdete einen halbwegs frischen angepasste Impfschutz haben, droht vielleicht gar keine Überlastung.
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SGE_Werner schrieb:

Endless schrieb:

China ist nochmal ein anderer Fall, denn dort kann es bei einem größeren Ausbruch wohl schnell zu medizinischen Versorgungsengpässen kommen. Das ist mit ein Grund für die gewählte Strategie.


Aber wie will China jemals aus der Spirale rauskommen?

Vor allem brennt es dort offenbar an den verschiedensten Stellen. Während die Menschen teilweise bis zu 3 Monate in ihren Wohnungen eingesperrt sind und sich Proteste gegen PCR-Testungen und Maßnahmen formen, protestieren gleichzeitig Menschen in Fabriken gegen Lockerung von Maßnahmen an den Arbeitsplätzen.

China steckt tatsächlich in einer ziemlichen Sackgasse. Einfach alles zu Öffnen, könnte angesichts der geringen Immunisierung ein echtes Problem werden. Die Regierung ist sich dessen offenbar bewusst und versucht, die Impfungen hoch zu treiben. Den heimischen Impfstoffen wird dabei offenbar mit Skepsis begegnet und ausländische Impfstoffe sind nicht zugelassen. Mich würde interessieren, ob es andere Impfstoffe gibt, die eine höhere Akzeptanz erfahren und besser angenommen würden.

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Luzbert schrieb:

China steckt tatsächlich in einer ziemlichen Sackgasse. Einfach alles zu Öffnen, könnte angesichts der geringen Immunisierung ein echtes Problem werden. Die Regierung ist sich dessen offenbar bewusst und versucht, die Impfungen hoch zu treiben. Den heimischen Impfstoffen wird dabei offenbar mit Skepsis begegnet und ausländische Impfstoffe sind nicht zugelassen. Mich würde interessieren, ob es andere Impfstoffe gibt, die eine höhere Akzeptanz erfahren und besser angenommen würden.


Naja, unsere Impfstoffe verhindern Infektionen ja auch nur noch zum Teil. So gesehen ist seit Omikron wohl ohnehin der Zug abgefahren, dass man mit Impfstoffen Infektionswellen in China verhindern könnte. Also bleibt ja genau nur noch die restriktive No-Covid-Politik zur Eindämmung. Und da kommt genau die besagte Sackgasse zum Tragen. Wann und wie will China jemals da rauskommen, wenn kein Impfstoff gefunden wird, der so effektiv ist, dass die Immunisierung das Schlimmste verhindern kann. Und selbst wenn der Impfstoff mal da wäre... Mutationen und so...
Während wir also mit Long Covid kämpfen , könnte China irgendwann mit Long No-Covid kämpfen, die brauchen einfach einen vernünftigen Kompromiss- und Übergangsweg, sofern China kein Interesse daran hat die Bevölkerung über die nächsten Jahre hinweg permanent bei Infektionen einzupferchen.
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Cyrillar schrieb:

Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

Magst Du helfen und aufzeigen, wer vor dem Zusammenbruch durch die nächste Welle warnt?
Wenn es sich bewahrheitet, dass die Wellen immer schneller brechen und dazu vielleicht ausreichend vor allem Gefährdete einen halbwegs frischen angepasste Impfschutz haben, droht vielleicht gar keine Überlastung.
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Luzbert schrieb:

Cyrillar schrieb:

Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

Magst Du helfen und aufzeigen, wer vor dem Zusammenbruch durch die nächste Welle warnt?
Wenn es sich bewahrheitet, dass die Wellen immer schneller brechen und dazu vielleicht ausreichend vor allem Gefährdete einen halbwegs frischen angepasste Impfschutz haben, droht vielleicht gar keine Überlastung.


Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten" während aktuell Kinder mit RSV nach Hause geschickt werden.
Immerhin hat Lauterbach vor 2 Tagen Hilfe versprochen. Wie auch immer das aussieht.

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Und mir ist Corona mittlerweile dann tatsächlich egal.
Nach 2 mal RSV und einer Lungenentzündung dazwischen war die Coronainfektion quasi erholsam. 2 Tage Rotz und die kleine war wieder fit.

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Luzbert schrieb:

Cyrillar schrieb:

Wo sind eigentlich die Lösungsvorschläge bezüglich des aktuellen Kollaps des Gesundheitssystems?
Wo doch bestimmt die nächste Coronawelle bevor steht?

Magst Du helfen und aufzeigen, wer vor dem Zusammenbruch durch die nächste Welle warnt?
Wenn es sich bewahrheitet, dass die Wellen immer schneller brechen und dazu vielleicht ausreichend vor allem Gefährdete einen halbwegs frischen angepasste Impfschutz haben, droht vielleicht gar keine Überlastung.


Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten" während aktuell Kinder mit RSV nach Hause geschickt werden.
Immerhin hat Lauterbach vor 2 Tagen Hilfe versprochen. Wie auch immer das aussieht.

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Und mir ist Corona mittlerweile dann tatsächlich egal.
Nach 2 mal RSV und einer Lungenentzündung dazwischen war die Coronainfektion quasi erholsam. 2 Tage Rotz und die kleine war wieder fit.

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Cyrillar schrieb:

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Heftig!
Ich drücke die Daumen, dass ihr das damit jetzt hinter euch habt!

Cyrillar schrieb:

Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten"

Zuletzt twitterte Karl Lauterbach, dass man für die Winterwelle gut vorbereitet sei.
Wäre es Dir lieber, er würde "Alarm" schlagen?
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Cyrillar schrieb:

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Heftig!
Ich drücke die Daumen, dass ihr das damit jetzt hinter euch habt!

Cyrillar schrieb:

Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten"

Zuletzt twitterte Karl Lauterbach, dass man für die Winterwelle gut vorbereitet sei.
Wäre es Dir lieber, er würde "Alarm" schlagen?
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Luzbert schrieb:

Cyrillar schrieb:

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Heftig!
Ich drücke die Daumen, dass ihr das damit jetzt hinter euch habt!

Cyrillar schrieb:

Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten"

Zuletzt twitterte Karl Lauterbach, dass man für die Winterwelle gut vorbereitet sei.
Wäre es Dir lieber, er würde "Alarm" schlagen?


Nein, eigentlich erwarte ich das er früher und schneller reagiert wenn es um ändere Themen als Corona geht. Das er die Coronavorgaben beendet und die Kliniken jetzt nix mehr vorhalten etc.
Er hat das Thema RSV vor 2 Tagen mal erwähnt, ein akuter Kollaps des Gesundheitssystems welches sich seit einigen Wochen ankündigt und auch letztes Jahr schon ein Problem war.

Kaum sagt man was bezüglich Corona kommen 25 Links zu Studien... Ich Wette selbst jetzt wo es in den Medien ein größeres Echo gibt sieht hier keiner ein wirkliches Problem.
Eben weil erwachsene nicht betroffen sind 😉

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Luzbert schrieb:

Cyrillar schrieb:

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Heftig!
Ich drücke die Daumen, dass ihr das damit jetzt hinter euch habt!

Cyrillar schrieb:

Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten"

Zuletzt twitterte Karl Lauterbach, dass man für die Winterwelle gut vorbereitet sei.
Wäre es Dir lieber, er würde "Alarm" schlagen?


Nein, eigentlich erwarte ich das er früher und schneller reagiert wenn es um ändere Themen als Corona geht. Das er die Coronavorgaben beendet und die Kliniken jetzt nix mehr vorhalten etc.
Er hat das Thema RSV vor 2 Tagen mal erwähnt, ein akuter Kollaps des Gesundheitssystems welches sich seit einigen Wochen ankündigt und auch letztes Jahr schon ein Problem war.

Kaum sagt man was bezüglich Corona kommen 25 Links zu Studien... Ich Wette selbst jetzt wo es in den Medien ein größeres Echo gibt sieht hier keiner ein wirkliches Problem.
Eben weil erwachsene nicht betroffen sind 😉

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Wie las ich es die Tage: "Wir hatten eine Maskenpflicht für Kinder, weil sonst die Intensivstationen für Erwachsene zu knapp geworden wären. Jetzt werden die Stationen für Kinder knapp und ich vermisse nur den Hauch einer Debatte,  was Erwachsene beitragen können, um das zu lösen."
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Luzbert schrieb:

Cyrillar schrieb:

Quelle: wir hatten auch dieses Jahr 6 Tage Aufenthalt auf der Kinderstation wegen RSV und da kommt man mit den Schwestern ins Gespräch.
Gott sei Dank waren wir Quasi im ersten Schwung Kinder und nicht jetzt.

Heftig!
Ich drücke die Daumen, dass ihr das damit jetzt hinter euch habt!

Cyrillar schrieb:

Dann sag das mal Lauterbach und den Kliniken. Dort werden Betten und teils auch Personal für Corona "freigehalten"

Zuletzt twitterte Karl Lauterbach, dass man für die Winterwelle gut vorbereitet sei.
Wäre es Dir lieber, er würde "Alarm" schlagen?


Nein, eigentlich erwarte ich das er früher und schneller reagiert wenn es um ändere Themen als Corona geht. Das er die Coronavorgaben beendet und die Kliniken jetzt nix mehr vorhalten etc.
Er hat das Thema RSV vor 2 Tagen mal erwähnt, ein akuter Kollaps des Gesundheitssystems welches sich seit einigen Wochen ankündigt und auch letztes Jahr schon ein Problem war.

Kaum sagt man was bezüglich Corona kommen 25 Links zu Studien... Ich Wette selbst jetzt wo es in den Medien ein größeres Echo gibt sieht hier keiner ein wirkliches Problem.
Eben weil erwachsene nicht betroffen sind 😉

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Cyrillar schrieb:

Kaum sagt man was bezüglich Corona kommen 25 Links zu Studien... Ich Wette selbst jetzt wo es in den Medien ein größeres Echo gibt sieht hier keiner ein wirkliches Problem.
Eben weil erwachsene nicht betroffen sind 😉

Tatsächlich finde ich den laxen Umgang mit dem RSV-Virus erschreckend und trage beim Einkaufen sowohl wegen Corona als auch wegen des RSV-Virus eine Maske.
Mit Blick auf Corona zum Selbstschutz, weil ich ungerne nochmal knapp 8 Wochen lang Performanceeinbußen spüren möchte, und mit Blick auf RSV zum Fremdschutz.

In Schweden sollen Kindergartenkinder übrigens Zuhause bleiben, wenn sie Geschwister haben, die unter einem Jahr alt sind. Genauso wie ich Maßnahmen bei Corona zumeist nachvollziehen konnte, fände ich diese auch jetzt nachvollziehbar.
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Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt, dass sich das bei uns nicht durchgesetzt hat. Auch die Impfdebatte wurde ja in weiten Teilen ad absurdum geführt.
Schon heftig, wenn ich heute zurückblicke. Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.
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Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt, dass sich das bei uns nicht durchgesetzt hat. Auch die Impfdebatte wurde ja in weiten Teilen ad absurdum geführt.
Schon heftig, wenn ich heute zurückblicke. Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.
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FrankenAdler schrieb:

Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.



       



Alles laufen lassen?
Es kommt wie es kommt?
Und du weißt ich nehme dich sehr ernst!

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Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt, dass sich das bei uns nicht durchgesetzt hat. Auch die Impfdebatte wurde ja in weiten Teilen ad absurdum geführt.
Schon heftig, wenn ich heute zurückblicke. Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.
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FrankenAdler schrieb:

Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen.

Christian Drosten hat 2020/2021 mehrfach betont, dass der Weg in die Endemie nicht möglich ist, ohne dass es auf Basis eines Impfschutzes zu Infekten kommt.
Nach meinem Empfinden hat es China verpasst, das Virus halbwegs kontrolliert durch eine frisch immuniserte Bevölkerung laufen zu lassen.

Der Zero-Covid Ansatz für Deutschland stammt aus dem Jahresanfang 2021, als gerade die ersten Menschen ihre Impfung erhielten. Zu dem Zeitpunkt war das eine Möglichkeit Menschenleben zu retten.
Wichtig ist in meinen Augen sich daran zu erinnern, dass es bei der für Deutschland in den Raum gebrachten Zero-Covid-Strategie darum ging, die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, um ganz gezielt über Kontaktverfolgung weitere Verbreitung unterbinden zu können. Langfristige und wiederkehrende flächendeckende Schließungen sollten verhindert werden.

Hätte man dafür passende Methoden und Mittel im Schrank stehen, wäre dies übrigens bereits nach einem ersten Lockdown ohne weitere größere Einschränkungen umsetzbar.
Allerdings gehe ich davon aus, dass bei einer erneuten Pandemie selbst der erste Lockdown kaum durchsetzbar sein würde.

Mit Blick auf China vermute ich, dass die vielen Mutationen, die durch die extrem hohen weltweiten Infektionszahlen auftraten, jetzt eben dazu führen, dass sich das Virus anscheinend nicht mehr ohne übelste Maßnahmen eindämmen lässt. Mit den aktuellen Omikronvarianten ist die Infektiosität scheint das schlichtweg unbeherrschbar zu sein.
Dazu kommt, dass die chinesischen Impfstoffe weit weniger wirksam waren als die in Europa Verwendeten.
Und selbst hier wissen wir, wie stark der Schutz mit den Mutationen nachgelassen hat.
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FrankenAdler schrieb:

Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.



       



Alles laufen lassen?
Es kommt wie es kommt?
Und du weißt ich nehme dich sehr ernst!

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franzzufuss schrieb:


FrankenAdler schrieb:

Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.


Alles laufen lassen?
Es kommt wie es kommt?
Und du weißt ich nehme dich sehr ernst!


Mir geht es eher darum, ob der Nutzen der Maßnahmen den Schaden, vor allem für Kinder und Jugendliche, tatsächlich überstiegen hat. Und da habe ich sehr ernste Zweifel.
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franzzufuss schrieb:


FrankenAdler schrieb:

Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.


Alles laufen lassen?
Es kommt wie es kommt?
Und du weißt ich nehme dich sehr ernst!


Mir geht es eher darum, ob der Nutzen der Maßnahmen den Schaden, vor allem für Kinder und Jugendliche, tatsächlich überstiegen hat. Und da habe ich sehr ernste Zweifel.
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FrankenAdler schrieb:

Mir geht es eher darum, ob der Nutzen der Maßnahmen den Schaden, vor allem für Kinder und Jugendliche, tatsächlich überstiegen hat.

Und da habe ich sehr ernste Zweifel.



       

Das weiß ich ja soweit. Verstehe auch deine Sorgen in deinem Job.
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FrankenAdler schrieb:

Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen.

Christian Drosten hat 2020/2021 mehrfach betont, dass der Weg in die Endemie nicht möglich ist, ohne dass es auf Basis eines Impfschutzes zu Infekten kommt.
Nach meinem Empfinden hat es China verpasst, das Virus halbwegs kontrolliert durch eine frisch immuniserte Bevölkerung laufen zu lassen.

Der Zero-Covid Ansatz für Deutschland stammt aus dem Jahresanfang 2021, als gerade die ersten Menschen ihre Impfung erhielten. Zu dem Zeitpunkt war das eine Möglichkeit Menschenleben zu retten.
Wichtig ist in meinen Augen sich daran zu erinnern, dass es bei der für Deutschland in den Raum gebrachten Zero-Covid-Strategie darum ging, die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, um ganz gezielt über Kontaktverfolgung weitere Verbreitung unterbinden zu können. Langfristige und wiederkehrende flächendeckende Schließungen sollten verhindert werden.

Hätte man dafür passende Methoden und Mittel im Schrank stehen, wäre dies übrigens bereits nach einem ersten Lockdown ohne weitere größere Einschränkungen umsetzbar.
Allerdings gehe ich davon aus, dass bei einer erneuten Pandemie selbst der erste Lockdown kaum durchsetzbar sein würde.

Mit Blick auf China vermute ich, dass die vielen Mutationen, die durch die extrem hohen weltweiten Infektionszahlen auftraten, jetzt eben dazu führen, dass sich das Virus anscheinend nicht mehr ohne übelste Maßnahmen eindämmen lässt. Mit den aktuellen Omikronvarianten ist die Infektiosität scheint das schlichtweg unbeherrschbar zu sein.
Dazu kommt, dass die chinesischen Impfstoffe weit weniger wirksam waren als die in Europa Verwendeten.
Und selbst hier wissen wir, wie stark der Schutz mit den Mutationen nachgelassen hat.
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Luzbert schrieb:

Der Zero-Covid Ansatz für Deutschland stammt aus dem Jahresanfang 2021, als gerade die ersten Menschen ihre Impfung erhielten. Zu dem Zeitpunkt war das eine Möglichkeit Menschenleben zu retten.
Wichtig ist in meinen Augen sich daran zu erinnern, dass es bei der für Deutschland in den Raum gebrachten Zero-Covid-Strategie darum ging, die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, um ganz gezielt über Kontaktverfolgung weitere Verbreitung unterbinden zu können. Langfristige und wiederkehrende flächendeckende Schließungen sollten verhindert werden.

Schon klar. Dabei wurden aber sowohl die Wirkmacht der Impfungen, als auch die Mutationsgeschwindigkeit des Virus massiv unterschätzt. Die Menschen, die immunschwach oder besonders gefährdet sind, sterben trotz Impfung immer noch. Wenn es um irgendwas ging, dann darum das kaputt gesparte Gesundheitssystem vor dem totalen Kollaps zu bewahren.

Ganz davon abgesehen, muss man heute einfach eingestehen, dass wir unfassbare Kollateralschäden durch die monatelangen Kontaktbeschränkungen erzeugt haben.
Zwei komplette Geburtsjahrgänge ohne trainiertes Immunsystem, zwei Einschulungsjahrgänge ohne stabile soziale Bezugsrahmen, vier Semester Studienanfänge ohne Bezugs- und Unterstützungsrahmen.
Wir haben nebenbei das gesamte psychiatrische und therapeutische Netz auf Jahre hinaus in die Überlastung geführt. Jugendhilfe und Kinderkliniken sind am Zusammenbrechen, die Struktur der Arbeitsförderung ist weitgehend zerstört und in allen sozialen und pflegerischen Berufen haben massenweise Fachkräfte die Grätsche gemacht.
Ein Komplettlockdown im Sinne der Null-Covid-Strategie hätte weiten Teilen der benannten Struktur komplett den Rest gegeben.
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Achso, 4fach geimpft, gestern schon mit Fieber und Schnuffelnase im Bett. Heut' Schelltest Pos. dann PCR gemacht Ergebniss dann morgen.

Immer geschützt unterwegs, auch beruflich in Schulen und Kitas technischer Art. 🤕🙊
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Luzbert schrieb:

Der Zero-Covid Ansatz für Deutschland stammt aus dem Jahresanfang 2021, als gerade die ersten Menschen ihre Impfung erhielten. Zu dem Zeitpunkt war das eine Möglichkeit Menschenleben zu retten.
Wichtig ist in meinen Augen sich daran zu erinnern, dass es bei der für Deutschland in den Raum gebrachten Zero-Covid-Strategie darum ging, die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, um ganz gezielt über Kontaktverfolgung weitere Verbreitung unterbinden zu können. Langfristige und wiederkehrende flächendeckende Schließungen sollten verhindert werden.

Schon klar. Dabei wurden aber sowohl die Wirkmacht der Impfungen, als auch die Mutationsgeschwindigkeit des Virus massiv unterschätzt. Die Menschen, die immunschwach oder besonders gefährdet sind, sterben trotz Impfung immer noch. Wenn es um irgendwas ging, dann darum das kaputt gesparte Gesundheitssystem vor dem totalen Kollaps zu bewahren.

Ganz davon abgesehen, muss man heute einfach eingestehen, dass wir unfassbare Kollateralschäden durch die monatelangen Kontaktbeschränkungen erzeugt haben.
Zwei komplette Geburtsjahrgänge ohne trainiertes Immunsystem, zwei Einschulungsjahrgänge ohne stabile soziale Bezugsrahmen, vier Semester Studienanfänge ohne Bezugs- und Unterstützungsrahmen.
Wir haben nebenbei das gesamte psychiatrische und therapeutische Netz auf Jahre hinaus in die Überlastung geführt. Jugendhilfe und Kinderkliniken sind am Zusammenbrechen, die Struktur der Arbeitsförderung ist weitgehend zerstört und in allen sozialen und pflegerischen Berufen haben massenweise Fachkräfte die Grätsche gemacht.
Ein Komplettlockdown im Sinne der Null-Covid-Strategie hätte weiten Teilen der benannten Struktur komplett den Rest gegeben.
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FrankenAdler schrieb:

Ganz davon abgesehen, muss man heute einfach eingestehen, dass wir unfassbare Kollateralschäden durch die monatelangen Kontaktbeschränkungen erzeugt haben.

Deine angebrachten Punkte kann ich großteils nachvollziehen, bin aber zu weit weg von den Auswirkungen, um eine Einschätzung darüber vornehmen zu können, wie das abzuwägen wäre.

Ohne Dich damit in Bedrängnis bringen zu wollen fände ich es interessant, ob es inzwischen Untersuchungen gibt, die eine halbwegs vernünftige Gesamtbetrachtung vornehmen. Weißt du dazu etwas?


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