Das schrieb die Presse bisher über das Bauvorhaben:

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Jürgen Heide von der FrankfurterRundschau schreibt:
Vom Firmenkongress bis zur türkischen HochzeitVon Jürgen Heide So viele Besucher wie am Mittwochabend waren wohl noch nie in der Licher Lounge gewesen. Knapp 500 Menschen kamen zur Informationsveranstaltung der Fan- und Förderabteilung von Eintracht Frankfurt über den Neubau des Waldstadions in den Container hinter der Arena. Der erste Stock des sonst als VIP-Raum oder für Pressekonferenzen genutzten Gebäudes war bis auf den letzten Platz gefüllt, sogar im Erdgeschoss verfolgten viele Fans die knapp zweistündige Veranstaltung, zu der sich fast die komplette Führungsspitze von Eintracht Frankfurt eingefunden hatte. Angeführt vom Präsidenten Peter Fischer nahmen die Vizepräsidenten Axel Hellmann und Josef Wolf, die Vorstände Thomas Pröckl und Tony Woodcock sowie die Verwaltungsratsmitglieder Hans-Peter Griesheimer und Peter Kunter an dem Meeting teil, in dem Bürgermeister und Sportdezernent Achim Vandreike nach der Begrüßung durch den Fanabteilungsleiter Guido Derckum und dem vorgeführten Bewerbungsvideo der Stadt Frankfurt für die WM 2006 sofort klarstellte, "dass das neue Stadion wirklich gebaut wird und alle anderen Spekulationen falsch sind. Am 17. Juni um 11 Uhr ist Baubeginn, dann rollen die Bagger". 50 000 Plätze, davon mindestens 8000 Stehplätze - dieses Kontingent könnte bis auf 15 000 erhöht werden -, soll die 150 Millionen Euro teure Arena fassen, die in drei Bauabschnitten errichtet werden wird. Bis zum Sommer 2005 soll der "richtige Neubau" (Vandreike) fertig sein. Mit dem Modell der neuen Arena, das die Fans begutachten konnten, macht sich Frankfurt große Hoffnungen, einer der zwölf WM-Austragungsorte zu werden, die der DFB am 15. April in der Alten Oper verkünden will. "Mit dem Stadion sind wir bestens auf die erste Liga vorbereitet; jetzt ist die Eintracht gefordert, die erste Liga ebenfalls zu realisieren", sagte Vandreike unter dem Gelächter der Fans. Während der Umbauphase sollen immer 30 000 Plätze zur Verfügung stehen. Die Einschränkungen in dieser Zeit bat der Bürgermeister zu entschuldigen. "Matschiger als jetzt kann es nicht werden", rief darauf ein Fan in Anspielung auf die unebenen Wege, die zum Stadion führen. Vandreike und der Stadion-Architekt Hans-Joachim Paap erläuterten dem interessierten Publikum weitere Details des reinen Fußballstadions, dessen Tribünen dort beginnen sollen, wo sich heute die Ersatzbänke befinden. Platz für 1800 Autos ist in einer Tiefgarage unter dem Stadion geplant, zudem soll es im Inneren der Tribüne einen Treffpunkt für die Fans geben. In einem weiteren Raum werden diese ihre Fahnen lagern können. Auch die Wege zum Stadion sollen verbessert werden. So soll die Bahnstation Sportfeld saniert, eine weitere Unterführung geschaffen und die Straßenbahn-Anbindung verbessert werden. Von der Autobahn A 3 kommend wird eine Brücke die Zufahrt zur Otto-Fleck-Schneise verkürzen. Einen neuen Betreiber für das Stadion, das Vandreike in Anspielung auf das verschließbare Dach einmal "als größtes Cabrio der Welt" bezeichnete, hat der Sportdezernent nach dem Ausstieg von Eintracht-Anteilseigner Octagon noch nicht gefunden. Eintracht-Präsident Fischer bestätigte, dass es in seinem Verein Überlegungen gibt, gemeinsam mit anderen Partnern als Stadionbetreiber zu fungieren. "Um einen Teil der 150 Millionen Euro finanzieren zu können, müssen wir das Stadion auch neben dem Fußball nutzen", sagte Vandreike und kann sich "von der türkischen Hochzeit bis zum Firmenkongress" verschiedenste Nutzungsarten vorstellen. Wie nötig ein Erstligist Eintracht Frankfurt für eine dauerhafte Auslastung des Stadions ist, brachte ein Vertreter des Fanclubs Griesheim auf den Punkt: "Mir müsse e aastännisch Mannschaft uffbaue." [ document info ] Copyright © Frankfurter Rundschau 2002 Dokument erstellt am 14.03.2002 um 23:57:15 Uhr Erscheinungsdatum 15.03.2002 Die Frankfurter Neue Presse schreibt:
Auch im neuen Stadion gibt es Zäune und NetzeFrankfurt. Beim letzten Heimspiel der Frankfurter Eintracht am vergangenen Sonntag gegen Union Berlin wurde den Besuchern vor Augen geführt, dass eine neue Zeitrechnung im Waldstadion begonnen hat. Im Bereich der Stehkurven leisteten in den Tagen zuvor die Sägemeister ganze Arbeit, fällten alle Bäume, die bislang die vertraute Kulisse gebildet hatten. Wie die neue Arena – wenn alles nach Plan verläuft – im Sommer 2005 aussehen wird, bekamen die etwa 400 anwesenden Eintracht-Fans bei einem von der Fan- und Förderabteilung des Fußball-Zweitligisten organisierten Informationsabend in der „Licher Lounge“ des Stadions präsentiert. Wie wichtig die Eintracht diesen Termin nahm, zeigt, dass Präsident Peter Fischer und der AG-Vorstand mit Tony Woodcook und Thomas Pröckl dabei waren. Bürgermeister und Sportdezernent Achim Vandreike, Jürgen Gotthold (Projektmanager Neubau Waldstadion) und der Architekt Hans Joachim Paap präsentierten die Grundzüge des Stadionprojektes. Es sei gedacht, sagte Vandreike, spätestens zu Beginn der nächsten Saison einen Infocontainer am Stadion einzurichten, in dem alle Bauschritte illustriert werden. Nicht jede Frage konnte geklärt werden, und nicht jedes neue Detail nahm die Anhängerschaft mit Zufriedenheit zur Kenntnis. Denn auch im neuen Waldstadion wird es Zäune geben, allerdings nur im Bereich der Stehränge. Zwischen zwei und 2,5 Meter, erklärte Architekt Paap, sollen laut Polizeivorgabe die Barrieren hoch sein. Ebenso werden Fangnetze in diesen Bereichen gespannt. Diese Plätze sollen bereits ab Januar 2003, nach der Fertigstellung des Rohbaus, für die Besucher zugänglich sein. Mit 8000 Stehplätzen (6500 für Heim- , 1500 für Gästefans) wird derzeit kalkuliert, wobei das Kontingent, meinte Paap, durchaus noch erweitert werden könne. Für internationale Spiele sind laut Fifa-Direktive nur Sitzplätze (50000) vorgesehen. Da die Kurven zur selben Zeit erstellt werden, kommt es in der Hinrunde der Saison 2002/03 zu einer brisanten Konstellation. Es ist geplant, auf der Gegentribüne – wo sich der harte Kern der Eintracht-Fans aufhält – auch Gästeanhänger unter zu bringen. Im Bereich der künftigen Eintrachtkurve wird ein Raum eingerichtet, in dem Fans ihre Fahnen unterbringen können. Außerdem ist ein Versammlungsbereich geplant. In dem reinen Fußballstadion wird, wie bereits in Kaiserslautern geschehen, eine Chipkarte als Eintrittsnachweis eingeführt, ebenso eine eigene Stadionwährung. (fri) (c) Rhein-Main-Net


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