FAZ: U23 kalkuliert mit 3.000 Zuschauern im Schnitt

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So. Fred uff gemäscht!

schlusskonferenz schrieb:
Für Freunde des "Zwischen-den-Zeilen-Lesens":

[big]FAZ - Rheim-Main-Zeitung[/big]

Fans mitbringen, Punkte in  Frankfurt lassen

In der abgelaufenen Saison in der Fußball-Oberliga Hessen hatte die zweite Mannschaft der Frankfurter Eintracht einen Zuschauerdurchschnitt von 650. In Zukunft soll der Publikumszuspruch beim Nachwuchs des Bundesliga-Vereins auf rund 3000 Besucher steigen - dank der Teilnahme am Spielbetrieb der Regionalliga Süd. [...] Neben den Klubs aus Hessen wünscht sich Lötzbeier auch von Vereinen wie Waldhof Mannheim, dem SSV Ulm und dem SSV Reutlingen, dass sie viele Anhänger mit nach Frankfurt bringen.

Alle Heimspiele wird die Mannschaft von Trainer Frank Leicht im Stadion am Bornheimer Hang austragen. Als Stadionmiete muss die Eintracht einen festen Betrag an ihren zweitklassigen Nachbarn FSV Frankfurt zahlen. Laut Lötzbeier sei der Vertrag "noch nicht hundertprozentig" abgeschlossen. Einige Details wie die Benutzung des VIP-Raumes müssten noch geklärt werden. Der kolportierte Etat des Eintracht-Nachwuchses von 800 000 Euro für die Regionalliga soll indes nicht zutreffend sein. "Die Basis steht zwar, aber wir sind noch mittendrin in der Etatplanung", sagt Lötzbeier. Erst in drei bis vier Wochen will er das Gesamtbudget des Fußball-Leistungszentrums nennen. "Was den Regionalliga-Etat angeht, liegen wir aber im unteren Drittel", so der Vizepräsident. Mit den drei Abstiegsplätzen möchten die Hessen jedoch nichts zu tun haben, eine Plazierung zwischen Rang 12 und 14 wäre aus Sicht von Lötzbeier zufriedenstellend. [...]

Verkraften muss die U 23 der Eintracht vor allem den Weggang von Danny Galm. Für eine Ablösesumme in unbekannter Höhe, die das Leistungszentrum erhält, hat sich der Torjäger dem Erstligaverein FC Energie Cottbus angeschlossen. Nun sucht die Eintracht entweder noch einen erfahrenen Stürmer oder eine Verstärkung für das linke Mittelfeld. [...]


Anfang der Diskussion:

http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/1/11148136/
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Ich denke, das ist ein Witz. Nicht mal ein besonders guter Witz. Ich rechne mit 300 Zuschauern im Schnitt, wenn Kassel und Mannheim fleissig Fans mitbringen...
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Gerade so wollte ich das ja nicht machen. Der kalkulierte Zuschauerschnitt ist ja auch bei weitem nicht das einzige Problem.

Meine Ausführungen, werde ich hier später noch einstreuen.
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Ich zitiere mich mal von drüben:

schusch schrieb:
Also das mit dem 3.000er Schnitt für die U23 geht mir net in de Kop enei. Das muss irgendein Missverständnis sein, das kann doch keine offizielle Budgetplanung sein! Das hätte denen doch schon bei der Lizensierung um die Ohren gehauen gehört.

Von so einem Schnitt sind doch schon die Bayern II meilenweit entfernt. Und da gibts guten Fußball.

Ist ja auch nicht so, dass das Rhein-Main-Gebiet mit Spitzensport unterversorgt wäre.

Da gibt es die Profis und den Sportverein. Drumherum die Kackers, die Karnevalisten, Wehen.

Dann gibt es noch Eishockey und Basketball.

Und wenn der Waldhof am Hang spielt, bringen die mal 500 mit.

Wo sollen die 3.000 pro Spiel herkommen?

Das muss ein Scherz sein.


Also ich halte das alles andere als von nur annähernd realistisch. Wer den Riederwald kennt, weiß wer da zu den U23-Spielen kam: Riederwälder Rentner, denen schon der Weg zum Hang einiges abverlangen wird, Family and Friends, ein paar Verrückte wie wir (und ich auch nur so vier- fünfmal in der Saison) und die Ultras, deren Zahl aber auch stark abgenommen hat, seitdem die meisten SVs wieder aufgehoben wurden.

Und das soll jetzt durch den Umzug an den Hang alles anders werden? Auf einmal Massenandrang und Schlangen am Kassenhäuschen? Woher denn?

Aber wenn der "Weisse Napoleon", der ja laut BLÖD jetzt die Macht in Frankfurt hat, das der FAZ sagt, dann wird es wohl so kommen.

Nee, da kann was nicht stimmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwie ernst gemeint war.
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Also all zu realistisch find ich das auch nicht wirklich.
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Schön dass er jetzt offen ist, aber die Grundlage werden wir wohl erst du die weiteren Beiträge bekommen, naja.

Meiner Meinung nach ist die Zuschauerplanung sicherlich eine grobe Fehlkalkulation, aber auch nur ein Teil eines zum Scheitern veruteilen Projektes!
Seien wir mal ehrlich auch wenn die stärksten Mannschaften jetzt 3. Liga spielen, die Mannschaft müsste schon unlaublich über sich hinaus wachsen und einige Spieler müssten Leistungsexplosionen erleben wenn sie in der Regionalliga bleiben wollen.
Hierbei gibts ein weiteres Problem, Spieler mit Leistungsexplosion werden automatisch wieder für die Profis attraktiv!
Grundsätzlich sollte man auch mal festhalten, dass bei einem Abstieg wohl jegliche vielversprechenden Talente z.B. Juvhel, Ljubicic und alle die, die noch über die U23 herangeführt werden sollen.
Die Arbeit der letzten Jahre komplett für die Katz, ausser die Spieler würden ausgeliehen, aber auch dann sind wir nicht interessant für die Jugendlichen die aus der Jugend nachrücken!
Es geht hier also längst nicht nur um die Fabelzahl von 3000 Zuschauern, sondern um das nackte Überleben des gesammten Eintrachtunterbaus!
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groundmaster hat es zuerst bemerkt und ganz gut in das Thema eingeführt (finde ich):

groundmaster schrieb:
Betr.: Beitrag von "Schlußkonferenz" wegen des FAZ-Artikels (U23 Regionalliga-Saison 2008/09)

In meiner Eigenschaft als "wetterfeste Riederwald-Visage seit 1974" verformte sich mein Antlitz zu einem Fragezeichen bei der Lektüre des FAZ-Artikels.
Die U23 sollte 650 Zuschauer im Schnitt gehabt haben? Ich habe es nicht nachgeprüft, aber dieser Durchschnittswert beinhaltet doch auch die Spiele gegen SVD98 und das "ultimativ letzte Spiel am Riederwald" gegen Rot-Weiß, daß ja als solches von besonderer Attraktivität für nicht wenige Fans gewesen ist. Bei beiden Veranstaltungen wurden etwas mehr als 1000 ZS gezählt. Normalerweise verlaufen sich doch kaum mehr als 300 ZS bei schönem und 200 bei Sauwetter am Riederwald, von denen ein nicht unerheblicher Anteil auch noch persönlich mit Spielern (Eltern, Kumpels, Freundinnen etc) verbandelt ist. Auch bei der sehr zweifelhaften mathematischen Richtigkeit von 650 ZS sollte man dies doch berücksichtigen, und erst recht den Ausnahmestatus des Spiels gegen Rot-Weiß...
So weit so schlecht.....
Für die neue Saison wird nun ein Etat von 800.000 veranschlagt, womit man angeblich im unteren Drittel der neuen Liga angesiedelt sein soll. Unter Berücksichtigung aller Infos, derer ich habhaft wurde, ist diese Aussage richtig: Der 18. Rang ist ja bekanntlich irgendwo im unteren Drittel....
Basiren soll dieser Betrag auf einem kalkulierten ZS-Schnitt von (hust... räusper....verschluck....)  D R E I T A U S E N D !!!!!!????????
Unter Berücksichtigung des Zweitliga-Aufstiegs des FSV, des Interesses der Frankfurter Zuschauer an unseren Amas (U23) im allgemeinen und insbesondere  in der Saison 2002/03 in der seinerzeit zweigeteilten Dritten Liga, der Baustellen-Situation am Bornheimer Hang (für dessen Nutzung noch pro Spiel ein Obulus zu entrichten ist...) und der bisher bekannten Spieler-Fluktuation (laum Regionalliga-erfahrene, aber hauptsächlich solche aus der eigenen U19) muß doch jedem Insider der Szene die Farbe aus dem Gesicht entweichen.....
Auch die Prognose "angestrebter Tabellenplatz 12-14") ist auch unter Berücksichtigung der Gesamtumstände nur damit zu entschuldigen, daß man als Liga-Neuling im Vorfeld einer Saison ja nicht schreiben kann: "Wir haben nicht die allerkleinste Chance auf den Klassenerhalt"...l..
Zu Beginn der Regionalliga-Saison 2002/03 prognostizierte das Fanzine FGV, daß die Chancen auf den Klassenerhalt vergleichbar seien mit der des Viererbobs Venezuela II bei der nächsten Winter-Olympiade. Aufgrund meiner Kenntnisse der Gesamt-Situation prognostiziere ich für die vor uns liegende Saison einen ähnlichen Verlauf, wobei mich am meisten interessiert, gegen welchen Gegner wenigstens EIN EINZIGES MAL 3000 Hansels zum Hang kommen.... von einem solchen Durchschnitt ganz zu schweigen....
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ATlien schrieb:

Es geht hier also längst nicht nur um die Fabelzahl von 3000 Zuschauern, sondern um das nackte Überleben des gesammten Eintrachtunterbaus!


Okay,

dann fangen wir doch sozusagen mal auf einem weißen Blatt Papier an:

Was ist die Aufgabe einer U23? Und kann das Konstrukt U23 diese Aufgabe überhaupt erfüllen?

Eine U23 ist eine Ausbildungsmannschaft. Diejenigen, die noch nicht direkt aus dem Jugendbereich zu den Profis hoch gezogen werden, werden hier noch gefördert und ausgebildet, bis sie Profireife bekommen. Und Spieler aus dem Profikader, die für eine U23 noch spielberechtigt sind, bei den Profis aber auf keine Einsätze kommen, sollen dort Spielpraxis bekommen.

Das primäre Ziel einer solchen U23 ist es also, jungen Spielern Spielpraxis auf Wettkampfniveau zu geben.

Der sportliche Erfolg als Mannschaft ist insofern nur relevant, wenn es darum geht, das entsprechende Wettkampfniveau zu erhalten oder zu verbessern: Der Abstand zwischen Erster Liga und der Liga der 2. Mannschaft soll nicht so groß sein, dass der Ausbildungszweck verfehlt wird.

Daher unbedingt aus der Oberliga in die neue Regionalliga zu rutschen und dort auch zu bleiben. Mehr ist da erstmal nicht verlangt, was das Abschneiden der Mannschaft als solche betrifft. Man hat es in diesen Ligen aber mit Mannschaften zu tun, Seniorenmannschaften, die das tatsächlich als sportlichen Wettbewerb betrachten.

Man wird es also ständig mit einer Fluktuation im Kader zu tun haben, die bei den Ligakonkurrenten nicht der Fall ist. Das liegt ja in der Natur der Sache. Jeder, der nicht mehr bei der U23 zum Einsatz kommt, sondern bei den Profis ist ja der Erfolgsnachweis für die Arbeit der U23, weniger ob man jetzt 12. oder 14. in der Regionalliga sein wird.

Nur wird man auch nicht mit Profiaspiranten allein eine Saison spielen können. Es kommen ja nur so zwei bis fünf pro Jahr überhaupt in Betracht, mal zu den Profis zu kommen. Man muss den Kader also auffüllen mit Leuten, die aus der eigenen Jugend kommen, aber dann nach einem Jahr zu anderen Vereinen gehen, weil für die Eintracht die Perspektive fehlt aber bei Ligakonkurrenten in deren Seniorenmannschaft gutes Geld gezahlt wird. Daneben musst Du wahrscheinlich drei "Overage"-Spieler dazuholen, die als alte Hasen sich in der jeweiligen Liga auskennen und den jungen Leuten Halt geben. Die spielen nur für Geld, nicht für Ruhm, Ehre und vor großem Publikum.

Du hast also jede Saison einen neuen Kader für die U23 aber keine großen sportlichen Ziele.

Von so einer Mannschaft kann man schlecht Fan werden. Da fehlt definitiv das Identifikationspotential. Man ist von denen nur "Fan", weil man auch die Reserve seines Verein unterstützen möchte. Es fehlt da die Fantasie. Da ist keine Fantasie, wenn man sich ein Spiel der zweiten Mannschaft anschaut. Da ist höchstens die Fantasie, einen von denen mal bei den Profis wieder zu sehen.

Insofern ist die Fatasie, dass 3000 Leute die zweite Mannschaft sehen, sehr fantasievoll. Nichtmal die zweite Mannschaft von Barca, die im Mini-Estadí neben dem Camp Nou spielt (25.000 Plätze) zieht da groß Zuschauer. keine 3.000.

Also was treibt jemanden, der sagt, er möchte diese Ausbildungsmannschaft auf den vierthöchsten Zuschauerschnitt bei Sportveranstaltungen in Frankfurt bringen?

Genrell würde ich aber sagen, dass eine Reserverunde der Buli-Vereine das bessere ist, weil da spielen gleiche unter gleichen und dann kann man auch mal Rekonvaleszenten eine Chance geben, als dass unattraktive Zweitmannschaften, die 3. und Regios vollmachen und dort echten Vereinen die Kalkulation kaputt machen.
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schusch schrieb:

...
Genrell würde ich aber sagen, dass eine Reserverunde der Buli-Vereine das bessere ist, weil da spielen gleiche unter gleichen und dann kann man auch mal Rekonvaleszenten eine Chance geben, als dass unattraktive Zweitmannschaften, die 3. und Regios vollmachen und dort echten Vereinen die Kalkulation kaputt machen.


Das wäre viel besser als die jetzige Flickschusterei. Aber ob wir so viel Vernunft erleben werden?
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maobit schrieb:
schusch schrieb:

...
Genrell würde ich aber sagen, dass eine Reserverunde der Buli-Vereine das bessere ist, weil da spielen gleiche unter gleichen und dann kann man auch mal Rekonvaleszenten eine Chance geben, als dass unattraktive Zweitmannschaften, die 3. und Regios vollmachen und dort echten Vereinen die Kalkulation kaputt machen.


Das wäre viel besser als die jetzige Flickschusterei. Aber ob wir so viel Vernunft erleben werden?

Darauf wartet ein Großteil der Fußballfans doch schon seit langem. Aber ohne jegliches Argument wird die bisherige Regelung beigehalten. Das ist einfach ärgerlich!
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schusch schrieb:
Genrell würde ich aber sagen, dass eine Reserverunde der Buli-Vereine das bessere ist, weil da spielen gleiche unter gleichen und dann kann man auch mal Rekonvaleszenten eine Chance geben, als dass unattraktive Zweitmannschaften, die 3. und Regios vollmachen und dort echten Vereinen die Kalkulation kaputt machen.

Das würde aber nur dann Sinn machen, wenn man die II. Mannschaften quasi als Vorspiel (evtl. auch auf einem anderen Platz) am gleichen Tag wie die Profis antreten lässt, da sonst die steigenden Fahrtkosten durch bundesweite Reisen evtl. mit Übernachtungen wohl in keinem Verhältnis zum Selbstverständnis einer II. Mannschaft stehen.

Weiß jemand wie das mit den II. Mannschaften in anderen Ländern geregelt ist?
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3000 Zuschauer im Schnitt, wer denkt sich den sowas "lustiges" aus?

Um die Zuschauer die auch sonst immer (wenn nicht gerade die SGE parallel spielt) am Riederwald waren, braucht man sich ja nicht zu sorgen, nur woher sollen die restlichen 2600 Fans kommen?

Nach der ersten Bornheimer-Hang Stadionwurst vergeht schon den ersten Fans der Appetit, die Nähe zu den Spielern wird auch dahin sein, Leute mit SV dürfen auch "offiziell" nicht mehr rein, mögliche Neukundschaft guckt beim FSV im Waldstadion zu. Tippe der Schnitt wird höchsten bei 800 liegen.

Vielleicht kommen ja die 3000 zusammen, wenn man die Stadionmiete abzieht und sich so das Budget im Vorfeld schön rechnet  (macht ja auch der FSV)

Wenn dann noch bei div. Risikospielen (DA und KSC) zeitgleich - wie ärgerlich - die grosse Eintracht spielt, wird die Hütte auch nicht voll.

Es bleibt zu hoffen, das die Verantwortlichen eine Dauerkarte anbieten werden, die insbesondere für Eintrachtmitglieder attraktive Vergünstigungen vorsieht: Also 17 Spiele sehen, 9 zahlen, Hinrunden DK oder DK für 80€ inkl. RMV-Ticket (FFM oder Gesamtnetz) damit wenigstens die Fixkosten halbwegs gedeckt sind. Ich bin gespannt und werde es sehen (so oft es geht)
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Dann zitiere ich mich auch erst noch einmal:
pipapo schrieb:
Das Thema ging ja bislang völlig an mir vorbei:
Ein 3.000er Schnitt bei den Amateuren?

Soll man da lachen oder was ist Ziel einer solchen Rechnung?
Hoffentlich wird in der AG zukünftig nicht ähnlich professionell geplant, jetzt, nach dem Wechsel im Vorstand.

Ich seh gerade ziemlich schwarz was unsere Jugendarbeit anbelangt.    
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Ich denke, der Ansatz geht an der eigentlichen Problematik vorbei. Die Zuschauerkalkulation ist doch der Tatsache geschuldet, dass der Verein einen nicht ausreichenden Etat für die Regionalliga hat. Warum? Wieso?

Das ist ein ebenso komplexes, wie sensibles Thema. Hierauf werde ich im Lauf des Tages noch näher eingehen, einstweilen muss ich erstmal was schaffen, aber ich denke, dieses Thema wäre beser im "Unsere Eintracht" aufgehoben, die Bedeutung für die "Erste" ist so immens, dass ich den Thread hier! für Vergeudung halte.

Bis später

concordia-eagle
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Zur U23 und den Hintergründen selbst kann ich wenig sagen, aber ich kann mal den Auswärts-Zuschauerschnitt (also wieviel Zuschauer kamen im Schnitt, wenn der Gegner XY hieß) der abgestiegenen ehemaligen 3.-Ligisten aufweisen, die jetzt in die Regionalligen als "Top-Teams" gekommen.

Reutlingen : 2.239
1860 II : 2.680
Kassel : 1.955
Elversberg : 2.114
KSC II : 2.164
Pfullendorf : 2.089
Oggersheim : 1.977

Wie man sieht, bei Auswärtsspielen dieser Mannschaften kamen nie über 3.000 Zuschauer.

Bei Heimspielen der alten Regionalliga Süd (mit etwas besseren Mannschaften) kamen 2.535. Beste II. Mannschaft hierbei war noch 1860 II mit 2.309 Zuschauern. Bayern II und KSC II kamen nicht mal über 1.000 Zuschauer! Gegen bessere Teams.

Rechnet man mal damit, dass wir etwa die Hälfte der Zuschauerzahl zusammen bekommen, garniert mit Gegnern wie Mannheim, aber auch Gegnern wie Fürth II müsste sich der Schnitt auf etwa 800 bewegen.
Und das ist noch optimistisch, weil man abhängig ist von dem Zuschauerstrom der Umgebung. Wo sollten denn über 1000 Zuschauer zusammen kommen?

Kassel, vllt. Heidenheim (die übrigens zuhause einen hohen Zuschauerzuspruch haben), Reutlingen, Ulm, Darmstadt, Aschaffenburg, Mannheim.

Wie kann man also auf die irrwitzige Idee kommen, einen Zuschauerschnitt von 3.000 zu kalkulieren? Den hätten wir wahrscheinlich nicht mal in der eingleisigen 3. Liga.  
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Ich bin noch immer erschüttert wie hier gearbeitet/-rechnet wird.

Vielleicht sollte man die U23 jemandem anvertrauen der sich damit auskennt?

Es erscheint mir ja fast sinnvoller die U23 auch der AG anzuvertrauen. Der e.V. hat über ihre Stimmenmehrheit dann noch immer Einfluss aber es könnte zu einer besseren Verzahnung mit den Profis kommen.
Aber vermutlich ist das ein utopischer Gedanke, der an persönlichen Befindlichkeiten scheitern würde.
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Nur mal so zum Vergleich:

Der FSV hatte in der letzten Saison einen Schnitt von 2.197 Zuschauern. Da waren allerdings bei den letzten beiden Heimspielen 3.400 und 5.000 Zuschauer da, als es um den Aufstieg in die 2. Bundesliga ging. Jetzt ist die Regionalliga nur noch viertklassig und die U23 wird vermutlich gegen den Abstieg in die fünftklassige Hessenliga kämpfen.
Und das sollen sich dann 800 Menschen mehr ansehen?

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Hier noch mein Beitrag aus dem SAW-Gebabbel:

monk schrieb:
Die Beiträge von groundmaster und schlusskonferenz zur U23 haben die Lage wohl sehr gut beschrieben.
Als ich gelesen habe, dass ein Schnitt von 3.000 Zuschauern erreicht werden soll, konnte ich das überhaupt nicht glauben. Wo sollen diese Leute denn alle herkommen? Das ist doch unmöglich!
Das einzige Ziel für die neue Saison kann einzig und allein der Klassenerhalt sein. Und das wäre vermutlich schon eine kleine Überraschung. Von einem Unterbau wie z. B. in Stuttgart sind wir leider Lichtjahre entfernt...


Man muss sich doch auch mal Gedanken machen, was die Arbeit des VfB von der unserer SGE unterscheidet.

Die zweite Mannschaft des VfB hatte letztes Jahr einen Schnitt von 1.288 Zuschauern pro Spiel und beendete die Saison als Dritter der Regionalliga Süd. Ob die in der 3. Liga auch mit 3.000 Zuschauern pro Spiel rechnen?
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ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll ob des kalkulierten zuschauerschnitts.

vielleicht hat da jemand beim em-halbfinale rumgesessen, autokorsi zogen an ihm vorbei mit sowohl türkischen als auch deutschen insassen, kreischende eventgirlies mit schminke auf der wange hüpften um ihn herum, ganz deutschland im "fußball"-taumel. vielleicht noch 1, 2 schoppen dazu ...

das alles hat denjenigen so euphorisch werden lassen, da wurde dem zuschauerschnitt gleich mal ne 0 angehängt.

anders kann ich mir das nicht erklären.

ich war fast bei jedem heimspiel am riederwald. wie groundmaster schon schrieb, der zuschauerschnitt bei "normalen" spielen lag zwischen 200 und 300.

irgendwie scheint da alles im umbruch - und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wohin der weg führen soll.

quo vadis eintracht? ich hoffe, die verantwortlichen wissen es.
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pipapo schrieb:
Ich bin noch immer erschüttert wie hier gearbeitet/-rechnet wird.

Vielleicht sollte man die U23 jemandem anvertrauen der sich damit auskennt?

Es erscheint mir ja fast sinnvoller die U23 auch der AG anzuvertrauen. Der e.V. hat über ihre Stimmenmehrheit dann noch immer Einfluss aber es könnte zu einer besseren Verzahnung mit den Profis kommen.
Aber vermutlich ist das ein utopischer Gedanke, der an persönlichen Befindlichkeiten scheitern würde.



Das denke ich auch. Ich habe wirkliche Sorgen, wie es mit den Amateuren weiter geht.


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