Die FiFA und ihre Praktiken.Katar und sonstige Austragungsorte, England usw.usw

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Interessante Sichtweise in der SZ (Bezahlschranke): "An dieser Stelle muss auch der unzynischste Beobachter zugeben, dass es bei den Regenbogenbinden nicht um Moral, Solidarität und Menschenrechte geht - sonst wäre man nicht, lange geplant, in Katar -, sondern um Werbedeals. Darum, in einem Milliardengeschäft noch den letzten Cent mitzunehmen. Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen."
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An der Stelle nochmal „Danke!“ für die Magenta-Empfehlung. Den beiden Mädels im Studio kann man sehr gut zuhören, gerade Marco Hagemann am Mikrofon, da bekommt man zwangsläufig wieder EL-Vibes. Der ÖRR agiert halt mal wieder aus der moralischen Überlegenheit heraus - wie bei jeder Großveranstaltung.
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JayJayFan schrieb:

An der Stelle nochmal „Danke!“ für die Magenta-Empfehlung. Den beiden Mädels im Studio kann man sehr gut zuhören, gerade Marco Hagemann am Mikrofon, da bekommt man zwangsläufig wieder EL-Vibes. Der ÖRR agiert halt mal wieder aus der moralischen Überlegenheit heraus - wie bei jeder Großveranstaltung.


Gilt vllt. auch einfach als Auftrag des ÖRR das so zu handhaben. Zumindest interpretiert man das so. Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung mittlerweile den finanzierten ÖRR ablehnt, weil der nur noch die Haltungen einnimmt, die einfach irgendwer halt vorgibt...

Der Zehner war jedenfalls gut angelegt. Streams gehen flüssig und ich muss mir nicht zwischen nem Spiel von Kamerun und Uruguay 70 Minuten Diskussion über Katar oder die deutsche N11 antun , sondern es geht sogar mal um die Teams, die dort spielen.

zappzerrapp schrieb:

Interessante Sichtweise in der SZ (Bezahlschranke): "An dieser Stelle muss auch der unzynischste Beobachter zugeben, dass es bei den Regenbogenbinden nicht um Moral, Solidarität und Menschenrechte geht - sonst wäre man nicht, lange geplant, in Katar -, sondern um Werbedeals. Darum, in einem Milliardengeschäft noch den letzten Cent mitzunehmen. Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen."


Es geht auf jeden Fall ums Image, um Verbandspolitik usw. , aber ich habe das Gefühl, dass es gar nicht mehr um die Botschaft der Binde selbst geht. Ums Geld am Ende wohl auch, ja. Für mich ist das einfach Symbolpolitik. Will man wirklich was ändern, müsste man die Beziehungen zu Ländern wie Katar oder Verbänden wie der FIFA grundsätzlich ändern.
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Interessante Sichtweise in der SZ (Bezahlschranke): "An dieser Stelle muss auch der unzynischste Beobachter zugeben, dass es bei den Regenbogenbinden nicht um Moral, Solidarität und Menschenrechte geht - sonst wäre man nicht, lange geplant, in Katar -, sondern um Werbedeals. Darum, in einem Milliardengeschäft noch den letzten Cent mitzunehmen. Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen."
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zappzerrapp schrieb:

Interessante Sichtweise in der SZ (Bezahlschranke): "An dieser Stelle muss auch der unzynischste Beobachter zugeben, dass es bei den Regenbogenbinden nicht um Moral, Solidarität und Menschenrechte geht - sonst wäre man nicht, lange geplant, in Katar -, sondern um Werbedeals. Darum, in einem Milliardengeschäft noch den letzten Cent mitzunehmen. Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen."


Und dann muss die SZ auch zugeben, wer bei all dem Trubel um die WM ebenfalls ganz gut mitverdient: Die Medien. Und somit auch die SZ. Denn Katar, die FIFA , der DFB und die deutsche Nationalmannschaft bieten denen gerade Material gefühlt im Minutentakt außerhalb der Sportberichterstattung. Also gilt ebenfalls für die Medien:
Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen.

Z.B. auch mit einem solchen Artikel. Da soll der Beobachter noch unzynisch bleiben?
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zappzerrapp schrieb:

Interessante Sichtweise in der SZ (Bezahlschranke): "An dieser Stelle muss auch der unzynischste Beobachter zugeben, dass es bei den Regenbogenbinden nicht um Moral, Solidarität und Menschenrechte geht - sonst wäre man nicht, lange geplant, in Katar -, sondern um Werbedeals. Darum, in einem Milliardengeschäft noch den letzten Cent mitzunehmen. Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen."


Und dann muss die SZ auch zugeben, wer bei all dem Trubel um die WM ebenfalls ganz gut mitverdient: Die Medien. Und somit auch die SZ. Denn Katar, die FIFA , der DFB und die deutsche Nationalmannschaft bieten denen gerade Material gefühlt im Minutentakt außerhalb der Sportberichterstattung. Also gilt ebenfalls für die Medien:
Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen.

Z.B. auch mit einem solchen Artikel. Da soll der Beobachter noch unzynisch bleiben?
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Adler_Steigflug schrieb:

Und dann muss die SZ auch zugeben, wer bei all dem Trubel um die WM ebenfalls ganz gut mitverdient: Die Medien. Und somit auch die SZ.


Auf die SZ mag es zutreffen. Die Verfasserin des Artikels, Nele Pollatschek,  kann man wohl ausklammern, da sie keine feste Angestellte eines Medienunternehmens, sondern freie Autorin ist...

Achja: Kevin de Bruyne versteht die Fifa auch nicht mehr bzw seine Wahl zum Spieler des Spiels gestern: "Ich habe keine Ahnung, warum ich Spieler des Spiels geworden bin. Vielleicht wegen meines Namens."
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Irgendwie können auch derzeit alle nur alles falsch machen.

Siehe die Mund zu halten Aktion. Die einen sagen, dass das nicht gereicht hätte und schimpft auf den DFB wegen dem Einknicken vor der FIFA. Die anderen meckern, man solle sich gefälligst auf den Sport konzentrieren und sowas ganz lassen.

Da ergeben sich ja fast schon lustige Konstellationen. Die AfD lästerst nach der Niederlage, dass man sich weniger auf so "Woken" Unsinn konzentrieren sollte, während der BILD, die sonst gegen alles was "Woke" sein soll in den Krieg gezogen ist, das Zeichen nicht reichte und man forderte trotzdem die Binde zu tragen.

Ich verstehe, wenn man von der Berichterstattung des ÖRR genervt ist. Würden sie es zu wenig thematisieren, würde aber wahrscheinlich auch geschimpft, dass dem ÖRR ja alles egal zu sein scheint, Hauptsache die Werbeeinnahmen stimmen.

Letztlich macht die WM genau so wenig Spaß, wie man es die ganze Zeit vermuten durfte. Die Gründe dafür sind fast schon egal. Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern aussieht. Welchen Einfluss es in Italien, Spanien, Frankreich etc. auf die WM Stimmung in der Bevölkerung hat, dass es kein Sommer Turnier ist.

Letztlich muss man halt hoffen, dass es für die FIFA so ein Desaster wird, dass solche Vergaben nicht wieder passieren.
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JayJayFan schrieb:

An der Stelle nochmal „Danke!“ für die Magenta-Empfehlung. Den beiden Mädels im Studio kann man sehr gut zuhören, gerade Marco Hagemann am Mikrofon, da bekommt man zwangsläufig wieder EL-Vibes. Der ÖRR agiert halt mal wieder aus der moralischen Überlegenheit heraus - wie bei jeder Großveranstaltung.


Gilt vllt. auch einfach als Auftrag des ÖRR das so zu handhaben. Zumindest interpretiert man das so. Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung mittlerweile den finanzierten ÖRR ablehnt, weil der nur noch die Haltungen einnimmt, die einfach irgendwer halt vorgibt...

Der Zehner war jedenfalls gut angelegt. Streams gehen flüssig und ich muss mir nicht zwischen nem Spiel von Kamerun und Uruguay 70 Minuten Diskussion über Katar oder die deutsche N11 antun , sondern es geht sogar mal um die Teams, die dort spielen.

zappzerrapp schrieb:

Interessante Sichtweise in der SZ (Bezahlschranke): "An dieser Stelle muss auch der unzynischste Beobachter zugeben, dass es bei den Regenbogenbinden nicht um Moral, Solidarität und Menschenrechte geht - sonst wäre man nicht, lange geplant, in Katar -, sondern um Werbedeals. Darum, in einem Milliardengeschäft noch den letzten Cent mitzunehmen. Man möchte sowohl am homophoben Katar wie auch am Homophobie stigmatisierenden Westen verdienen."


Es geht auf jeden Fall ums Image, um Verbandspolitik usw. , aber ich habe das Gefühl, dass es gar nicht mehr um die Botschaft der Binde selbst geht. Ums Geld am Ende wohl auch, ja. Für mich ist das einfach Symbolpolitik. Will man wirklich was ändern, müsste man die Beziehungen zu Ländern wie Katar oder Verbänden wie der FIFA grundsätzlich ändern.
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SGE_Werner schrieb:

Gilt vllt. auch einfach als Auftrag des ÖRR das so zu handhaben. Zumindest interpretiert man das so. Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung mittlerweile den finanzierten ÖRR ablehnt, weil der nur noch die Haltungen einnimmt, die einfach irgendwer halt vorgibt...



Sorry, als jemand der in der Vergangenheit selber im ÖRR gearbeitet hat, stößt mir das doch sehr sauer auf. Der ÖRR nimmt nicht "Haltungen ein, die irgendwer vorgibt". Dagegen verwehre ich mich.

Die Redaktionen kämpfen mit dem Dilemma, in das man sich selbst mit dem Kauf der WM Rechte gebracht hat. Man muss/will den Sport zeigen, ist aber auch beauftragt die örtlichen Missstände zu thematisieren. Das ist nicht irgendeine übergeordnete Haltung, die irgendwer vorgibt, sondern das ist der dezidierte Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der hat die Pflicht, über Ereignisse von großer Bedeutung zu berichten. [Zitat ZDF]: "Dazu zählt die Fußball-WM. Sowohl der Sport als auch die gesellschaftlichen Umstände, unter denen er stattfindet." Dass eine Mehrheit den ÖRR ablehnt halte ich übrigens auch für ein Gerücht. Rund Drittel ist für abschaffen, ein Drittel für irgendeine Fusion/Reform-Variante und ein Drittel für beibehalten. Das ist für mich keine mehrheitliche Ablehnung. [Kwelle: Horizont]

Wenn ihr sagt, dass das Thema Politk & Binde für euch Überhand nimmt, könnt ihr euch das ja gerne denken und Magenta glotzen, aber tut nicht so als würde hier "irgendeine Haltung vorgegeben" oder durchgedrückt. Die Politisierung des Turniers ist überall Thema, in allen Bereichen des politischen, gesellschaftlichen und sportlichen Spektrums.

Ein "ich will nur den Sport sehen" ist mir da einfach zu billig.
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Irgendwie können auch derzeit alle nur alles falsch machen.

Siehe die Mund zu halten Aktion. Die einen sagen, dass das nicht gereicht hätte und schimpft auf den DFB wegen dem Einknicken vor der FIFA. Die anderen meckern, man solle sich gefälligst auf den Sport konzentrieren und sowas ganz lassen.

Da ergeben sich ja fast schon lustige Konstellationen. Die AfD lästerst nach der Niederlage, dass man sich weniger auf so "Woken" Unsinn konzentrieren sollte, während der BILD, die sonst gegen alles was "Woke" sein soll in den Krieg gezogen ist, das Zeichen nicht reichte und man forderte trotzdem die Binde zu tragen.

Ich verstehe, wenn man von der Berichterstattung des ÖRR genervt ist. Würden sie es zu wenig thematisieren, würde aber wahrscheinlich auch geschimpft, dass dem ÖRR ja alles egal zu sein scheint, Hauptsache die Werbeeinnahmen stimmen.

Letztlich macht die WM genau so wenig Spaß, wie man es die ganze Zeit vermuten durfte. Die Gründe dafür sind fast schon egal. Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern aussieht. Welchen Einfluss es in Italien, Spanien, Frankreich etc. auf die WM Stimmung in der Bevölkerung hat, dass es kein Sommer Turnier ist.

Letztlich muss man halt hoffen, dass es für die FIFA so ein Desaster wird, dass solche Vergaben nicht wieder passieren.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern aussieht. Welchen Einfluss es in Italien, Spanien, Frankreich etc. auf die WM Stimmung in der Bevölkerung hat, dass es kein Sommer Turnier ist.

Ich glaube mal, dass das der Stimmung in Italien völlig egal ist.
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SGE_Werner schrieb:

Gilt vllt. auch einfach als Auftrag des ÖRR das so zu handhaben. Zumindest interpretiert man das so. Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung mittlerweile den finanzierten ÖRR ablehnt, weil der nur noch die Haltungen einnimmt, die einfach irgendwer halt vorgibt...



Sorry, als jemand der in der Vergangenheit selber im ÖRR gearbeitet hat, stößt mir das doch sehr sauer auf. Der ÖRR nimmt nicht "Haltungen ein, die irgendwer vorgibt". Dagegen verwehre ich mich.

Die Redaktionen kämpfen mit dem Dilemma, in das man sich selbst mit dem Kauf der WM Rechte gebracht hat. Man muss/will den Sport zeigen, ist aber auch beauftragt die örtlichen Missstände zu thematisieren. Das ist nicht irgendeine übergeordnete Haltung, die irgendwer vorgibt, sondern das ist der dezidierte Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der hat die Pflicht, über Ereignisse von großer Bedeutung zu berichten. [Zitat ZDF]: "Dazu zählt die Fußball-WM. Sowohl der Sport als auch die gesellschaftlichen Umstände, unter denen er stattfindet." Dass eine Mehrheit den ÖRR ablehnt halte ich übrigens auch für ein Gerücht. Rund Drittel ist für abschaffen, ein Drittel für irgendeine Fusion/Reform-Variante und ein Drittel für beibehalten. Das ist für mich keine mehrheitliche Ablehnung. [Kwelle: Horizont]

Wenn ihr sagt, dass das Thema Politk & Binde für euch Überhand nimmt, könnt ihr euch das ja gerne denken und Magenta glotzen, aber tut nicht so als würde hier "irgendeine Haltung vorgegeben" oder durchgedrückt. Die Politisierung des Turniers ist überall Thema, in allen Bereichen des politischen, gesellschaftlichen und sportlichen Spektrums.

Ein "ich will nur den Sport sehen" ist mir da einfach zu billig.
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Danke, AW! Ersparst mir das Schreiben. 👍
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern aussieht. Welchen Einfluss es in Italien, Spanien, Frankreich etc. auf die WM Stimmung in der Bevölkerung hat, dass es kein Sommer Turnier ist.

Ich glaube mal, dass das der Stimmung in Italien völlig egal ist.
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DBecki schrieb:

Exil-Adler-NRW schrieb:

Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern aussieht. Welchen Einfluss es in Italien, Spanien, Frankreich etc. auf die WM Stimmung in der Bevölkerung hat, dass es kein Sommer Turnier ist.

Ich glaube mal, dass das der Stimmung in Italien völlig egal ist.


Da hast Du dann wohl recht. Obwohl ich selbst bei deutscher Nichtteilnahme eher eine Fußball WM trotzdem auf dem Fernseher im Garten mitlaufen lassen würde.
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Interessanterweise hätte sich jetzt plötzlich selbst der größte Katar Fan Deutschlands ein stärkeres Zeichen gewünscht.

https://www.t-online.de/sport/fussball/wm/id_100085892/wm-2022-in-katar-uli-hoeness-attackiert-dfb-elf-nach-niederlage-gegen-japan.html
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Interessanterweise hätte sich jetzt plötzlich selbst der größte Katar Fan Deutschlands ein stärkeres Zeichen gewünscht.

https://www.t-online.de/sport/fussball/wm/id_100085892/wm-2022-in-katar-uli-hoeness-attackiert-dfb-elf-nach-niederlage-gegen-japan.html
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Exil-Adler-NRW schrieb:

selbst der größte Katar Fan Deutschlands

Damit hat er m. E. allerdings völlig recht (Hoeneß hätte sich von der DFB-Spitze mehr Entschlossenheit gewünscht): "Sie hat sich zu weit aus dem Fenster gelehnt mit der Ankündigung, konsequent zu sein, das Thema konsequent durchzuziehen. Und das haben sie am Ende nicht gemacht".
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SGE_Werner schrieb:

Gilt vllt. auch einfach als Auftrag des ÖRR das so zu handhaben. Zumindest interpretiert man das so. Man darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn ein erheblicher Teil der Bevölkerung mittlerweile den finanzierten ÖRR ablehnt, weil der nur noch die Haltungen einnimmt, die einfach irgendwer halt vorgibt...



Sorry, als jemand der in der Vergangenheit selber im ÖRR gearbeitet hat, stößt mir das doch sehr sauer auf. Der ÖRR nimmt nicht "Haltungen ein, die irgendwer vorgibt". Dagegen verwehre ich mich.

Die Redaktionen kämpfen mit dem Dilemma, in das man sich selbst mit dem Kauf der WM Rechte gebracht hat. Man muss/will den Sport zeigen, ist aber auch beauftragt die örtlichen Missstände zu thematisieren. Das ist nicht irgendeine übergeordnete Haltung, die irgendwer vorgibt, sondern das ist der dezidierte Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der hat die Pflicht, über Ereignisse von großer Bedeutung zu berichten. [Zitat ZDF]: "Dazu zählt die Fußball-WM. Sowohl der Sport als auch die gesellschaftlichen Umstände, unter denen er stattfindet." Dass eine Mehrheit den ÖRR ablehnt halte ich übrigens auch für ein Gerücht. Rund Drittel ist für abschaffen, ein Drittel für irgendeine Fusion/Reform-Variante und ein Drittel für beibehalten. Das ist für mich keine mehrheitliche Ablehnung. [Kwelle: Horizont]

Wenn ihr sagt, dass das Thema Politk & Binde für euch Überhand nimmt, könnt ihr euch das ja gerne denken und Magenta glotzen, aber tut nicht so als würde hier "irgendeine Haltung vorgegeben" oder durchgedrückt. Die Politisierung des Turniers ist überall Thema, in allen Bereichen des politischen, gesellschaftlichen und sportlichen Spektrums.

Ein "ich will nur den Sport sehen" ist mir da einfach zu billig.
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AdlerWien schrieb:

Sorry, als jemand der in der Vergangenheit selber im ÖRR gearbeitet hat, stößt mir das doch sehr sauer auf. Der ÖRR nimmt nicht "Haltungen ein, die irgendwer vorgibt". Dagegen verwehre ich mich.



Also ganz ehrlich: Als jemand, der absolut pro GEZ / ÖRR ist und sich die Tagesschausendungen der letzten 33 Jahre und Panorama-Sendungen von 60 Jahren etc. angeschaut hat, würde ich schon sagen, dass klar erkennbar ist, dass bestimmte Haltungen zu bestimmten Fragen eingenommen werden beim ÖRR und das durchweg so kommuniziert wird. Bei der Einschätzung bleibe ich.

AdlerWien schrieb:

Die Redaktionen kämpfen mit dem Dilemma, in das man sich selbst mit dem Kauf der WM Rechte gebracht hat.


Das ist natürlich richtig.

AdlerWien schrieb:

Ein "ich will nur den Sport sehen" ist mir da einfach zu billig.
                                     


Noch mal: Es geht nicht um "ich will nur Sport". Ich habe die ersten beiden Tage ZDF gesehen und es ging praktisch abseits der 90 Minuten fast gar nicht um Sport.
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Irgendwie können auch derzeit alle nur alles falsch machen.

Siehe die Mund zu halten Aktion. Die einen sagen, dass das nicht gereicht hätte und schimpft auf den DFB wegen dem Einknicken vor der FIFA. Die anderen meckern, man solle sich gefälligst auf den Sport konzentrieren und sowas ganz lassen.

Da ergeben sich ja fast schon lustige Konstellationen. Die AfD lästerst nach der Niederlage, dass man sich weniger auf so "Woken" Unsinn konzentrieren sollte, während der BILD, die sonst gegen alles was "Woke" sein soll in den Krieg gezogen ist, das Zeichen nicht reichte und man forderte trotzdem die Binde zu tragen.

Ich verstehe, wenn man von der Berichterstattung des ÖRR genervt ist. Würden sie es zu wenig thematisieren, würde aber wahrscheinlich auch geschimpft, dass dem ÖRR ja alles egal zu sein scheint, Hauptsache die Werbeeinnahmen stimmen.

Letztlich macht die WM genau so wenig Spaß, wie man es die ganze Zeit vermuten durfte. Die Gründe dafür sind fast schon egal. Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern aussieht. Welchen Einfluss es in Italien, Spanien, Frankreich etc. auf die WM Stimmung in der Bevölkerung hat, dass es kein Sommer Turnier ist.

Letztlich muss man halt hoffen, dass es für die FIFA so ein Desaster wird, dass solche Vergaben nicht wieder passieren.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Letztlich muss man halt hoffen, dass es für die FIFA so ein Desaster wird, dass solche Vergaben nicht wieder passieren.


Um ehrlich zu sein: Ich glaube, diese WM wird für die europäischen Verbände mehr ein Desaster als für die FIFA.

Ich bin mittlerweile auch gedanklich bei Werner, der schon sagte, dass man die Chance eine Abkapselung von der FIFA verpasst hat.
Aber: für die FIFA ist doch das, was die Europäer sagen und machen, doch recht uninteressant. Welche Drohung können die denn aussprechen? Nur noch ein einziger Hauptsponsor der FIFA kommt aus Europa (Adidas), zudem ein paar größere Sponsoren in den USA (z.B. Coca Cola, Visa und bereits genannte Budweiser). Der hauptsächliche Teil der Sponsoren (9 von 14) und somit der hauptsächliche Teil der Werbe-Finanzierung kommt aus dem asiatischen Raum.
https://www.ksta.de/sport/2022-wm/wm-2022-das-sind-die-marken-die-in-katar-werben-372570
https://www.rnd.de/sport/wm-2022-in-katar-wer-verdient-eigentlich-an-der-fussball-wm-I2ZV5ER37VCKNDMT7BRXUUMMPU.html
Was ich nicht weiß, ist, wie weit der Anteil asiatischer Zuschauer gegenüber europäischen Zuschauern ist.

Aber man merkt schon, dass der Leitsatz "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" bei der FIFA wohl ganz oben steht. Europäische Medien haben aber halt permanent den Fokus nicht nur auf die Korruption der FIFA sondern auch auf die Missstände in Katar und derben Werteunterschiede zu Europa gelegt. Die Europäer wollten zumindest ein klitzekleines Statement abgeben... und die Sache ist nach hinten losgegangen. Und so eine Aktion von REWE bockt die FIFA mal genau 0,0, kann aber für den DFB unangenehm werden, wenn da noch andere Werbepartner folgen sollten.

Wenn die FIFA halt die Kohle aus moralisch fragwürdigen Ländern erhält und auch deren Interessen und Werte gezielt anspricht, dann ist eine Abspaltung und eigene Veranstaltung interessanter. Interessant wäre dann, wohin sich Afrika und Amerika orientieren würden. Und: die FIFA hätte dann halt qualitativ einen riesigen Einbruch zu erleiden. Der Top-Fußball kommt aus Europa. Keine Ahnung, wie viel Trikots ein PSG, Man City, Real Madrid etc. ins Ausland verkaufen.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Letztlich muss man halt hoffen, dass es für die FIFA so ein Desaster wird, dass solche Vergaben nicht wieder passieren.


Um ehrlich zu sein: Ich glaube, diese WM wird für die europäischen Verbände mehr ein Desaster als für die FIFA.

Ich bin mittlerweile auch gedanklich bei Werner, der schon sagte, dass man die Chance eine Abkapselung von der FIFA verpasst hat.
Aber: für die FIFA ist doch das, was die Europäer sagen und machen, doch recht uninteressant. Welche Drohung können die denn aussprechen? Nur noch ein einziger Hauptsponsor der FIFA kommt aus Europa (Adidas), zudem ein paar größere Sponsoren in den USA (z.B. Coca Cola, Visa und bereits genannte Budweiser). Der hauptsächliche Teil der Sponsoren (9 von 14) und somit der hauptsächliche Teil der Werbe-Finanzierung kommt aus dem asiatischen Raum.
https://www.ksta.de/sport/2022-wm/wm-2022-das-sind-die-marken-die-in-katar-werben-372570
https://www.rnd.de/sport/wm-2022-in-katar-wer-verdient-eigentlich-an-der-fussball-wm-I2ZV5ER37VCKNDMT7BRXUUMMPU.html
Was ich nicht weiß, ist, wie weit der Anteil asiatischer Zuschauer gegenüber europäischen Zuschauern ist.

Aber man merkt schon, dass der Leitsatz "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" bei der FIFA wohl ganz oben steht. Europäische Medien haben aber halt permanent den Fokus nicht nur auf die Korruption der FIFA sondern auch auf die Missstände in Katar und derben Werteunterschiede zu Europa gelegt. Die Europäer wollten zumindest ein klitzekleines Statement abgeben... und die Sache ist nach hinten losgegangen. Und so eine Aktion von REWE bockt die FIFA mal genau 0,0, kann aber für den DFB unangenehm werden, wenn da noch andere Werbepartner folgen sollten.

Wenn die FIFA halt die Kohle aus moralisch fragwürdigen Ländern erhält und auch deren Interessen und Werte gezielt anspricht, dann ist eine Abspaltung und eigene Veranstaltung interessanter. Interessant wäre dann, wohin sich Afrika und Amerika orientieren würden. Und: die FIFA hätte dann halt qualitativ einen riesigen Einbruch zu erleiden. Der Top-Fußball kommt aus Europa. Keine Ahnung, wie viel Trikots ein PSG, Man City, Real Madrid etc. ins Ausland verkaufen.
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P.S.: Die Marsch-Richtung ist ja auch schon seit ein paar Jahren klar, wie der RND-Bericht schreibt:

Zu der fernöstlichen Dominanz hat die Fifa mit Korruptionsskandalen und umstrittenen Austragungsorten selbst beigetragen. Bereits zur WM in Russland sprangen mit Continental (Deutschland), Castrol (UK) und Johnson & Johnson (USA) große westliche Partner als WM-Sponsoren ab. Sechs chinesische Firmen kamen damals neu hinzu und nahmen teils ihre Plätz ein. Das Image-Risiko ist für sie gering: Anders als westliche Firmen müssen chinesische sich nicht in den Medien für die Gastgeberländer rechtfertigen.
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AdlerWien schrieb:

Sorry, als jemand der in der Vergangenheit selber im ÖRR gearbeitet hat, stößt mir das doch sehr sauer auf. Der ÖRR nimmt nicht "Haltungen ein, die irgendwer vorgibt". Dagegen verwehre ich mich.



Also ganz ehrlich: Als jemand, der absolut pro GEZ / ÖRR ist und sich die Tagesschausendungen der letzten 33 Jahre und Panorama-Sendungen von 60 Jahren etc. angeschaut hat, würde ich schon sagen, dass klar erkennbar ist, dass bestimmte Haltungen zu bestimmten Fragen eingenommen werden beim ÖRR und das durchweg so kommuniziert wird. Bei der Einschätzung bleibe ich.

AdlerWien schrieb:

Die Redaktionen kämpfen mit dem Dilemma, in das man sich selbst mit dem Kauf der WM Rechte gebracht hat.


Das ist natürlich richtig.

AdlerWien schrieb:

Ein "ich will nur den Sport sehen" ist mir da einfach zu billig.
                                     


Noch mal: Es geht nicht um "ich will nur Sport". Ich habe die ersten beiden Tage ZDF gesehen und es ging praktisch abseits der 90 Minuten fast gar nicht um Sport.
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SGE_Werner schrieb:

Noch mal: Es geht nicht um "ich will nur Sport". Ich habe die ersten beiden Tage ZDF gesehen und es ging praktisch abseits der 90 Minuten fast gar nicht um Sport.


Ich schau seit Beginn an alle Spiele, die nicht MagentaTV-exklusiv sind, in der ARD und dem ZDF, und das ist einfach eine Übertreibung. Der Anteil an gesellschaftskritischen Inhalten ist gewiss höher als bei Magenta, aber bei Magenta wird gefühlt überhaupt nicht darüber geredet, wenn's nicht grad um die OneLove-Binde geht.
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SGE_Werner schrieb:

Noch mal: Es geht nicht um "ich will nur Sport". Ich habe die ersten beiden Tage ZDF gesehen und es ging praktisch abseits der 90 Minuten fast gar nicht um Sport.


Ich schau seit Beginn an alle Spiele, die nicht MagentaTV-exklusiv sind, in der ARD und dem ZDF, und das ist einfach eine Übertreibung. Der Anteil an gesellschaftskritischen Inhalten ist gewiss höher als bei Magenta, aber bei Magenta wird gefühlt überhaupt nicht darüber geredet, wenn's nicht grad um die OneLove-Binde geht.
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ThePaSch schrieb:


Ich schau seit Beginn an alle Spiele, die nicht MagentaTV-exklusiv sind, in der ARD und dem ZDF, und das ist einfach eine Übertreibung


Mir ging es jetzt nur um den 1. und 2. Tag, natürlich war das überspitzt, aber rund ums Katar-Spiel wie auch zwischen und vor den ersten beiden Spielen am 2. Tag ging es großteils um die Binde oder um Katar selbst. Aber nicht um den Sport. Gut, jetzt dürfte sich das gelegt haben, davon gehe ich auch aus.
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AdlerWien schrieb:

Sorry, als jemand der in der Vergangenheit selber im ÖRR gearbeitet hat, stößt mir das doch sehr sauer auf. Der ÖRR nimmt nicht "Haltungen ein, die irgendwer vorgibt". Dagegen verwehre ich mich.



Also ganz ehrlich: Als jemand, der absolut pro GEZ / ÖRR ist und sich die Tagesschausendungen der letzten 33 Jahre und Panorama-Sendungen von 60 Jahren etc. angeschaut hat, würde ich schon sagen, dass klar erkennbar ist, dass bestimmte Haltungen zu bestimmten Fragen eingenommen werden beim ÖRR und das durchweg so kommuniziert wird. Bei der Einschätzung bleibe ich.

AdlerWien schrieb:

Die Redaktionen kämpfen mit dem Dilemma, in das man sich selbst mit dem Kauf der WM Rechte gebracht hat.


Das ist natürlich richtig.

AdlerWien schrieb:

Ein "ich will nur den Sport sehen" ist mir da einfach zu billig.
                                     


Noch mal: Es geht nicht um "ich will nur Sport". Ich habe die ersten beiden Tage ZDF gesehen und es ging praktisch abseits der 90 Minuten fast gar nicht um Sport.
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SGE_Werner schrieb:

Also ganz ehrlich: Als jemand, der absolut pro GEZ / ÖRR ist und sich die Tagesschausendungen der letzten 33 Jahre und Panorama-Sendungen von 60 Jahren etc. angeschaut hat, würde ich schon sagen, dass klar erkennbar ist, dass bestimmte Haltungen zu bestimmten Fragen eingenommen werden beim ÖRR und das durchweg so kommuniziert wird. Bei der Einschätzung bleibe ich.



Ja, gut da kommen wir halt nicht zusammen. Klar, ändert sich über die Jahrzehnte hinweg auch die Berichterstattung, genau wie die Gesellschaft, die zuhört und zusieht. Und der ÖRR ist absolut nicht perfekt und hat sowohl strukturell als auch inhaltlich mit Problemen zu kämpfen. Aber dass "der ÖRR" in Gänze "eine" Haltung zu bestimmten Themen hat, sehe ich einfach nicht. Das mag bei einzelnen Formaten / Personen so sein, mir behagt diese Pauschalisierung aber gar nicht. Hättest du da vielleicht ein Beispiel? Und nur als Hinweis, GEZ heißt es schon seit Jahren nicht mehr, wenn wir schon genau sein wollen.

SGE_Werner schrieb:

Noch mal: Es geht nicht um "ich will nur Sport". Ich habe die ersten beiden Tage ZDF gesehen und es ging praktisch abseits der 90 Minuten fast gar nicht um Sport.                                              


Ich schaue diese WM ja nicht. Aber würde ich sie schauen, wäre mir persönlich ein Fokus in der Berichterstattung auf die Rahmenbedingungen des Turniers wichtiger als das übliche Vor-dem-Spiel-Geplänkel. Aber das bin nur ich. Wer mehr Sport will, kann dann ja anscheinend auf Magenta zurückgreifen. Aber dass das ZDF das so macht, finde ich schon ok.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Letztlich muss man halt hoffen, dass es für die FIFA so ein Desaster wird, dass solche Vergaben nicht wieder passieren.


Um ehrlich zu sein: Ich glaube, diese WM wird für die europäischen Verbände mehr ein Desaster als für die FIFA.

Ich bin mittlerweile auch gedanklich bei Werner, der schon sagte, dass man die Chance eine Abkapselung von der FIFA verpasst hat.
Aber: für die FIFA ist doch das, was die Europäer sagen und machen, doch recht uninteressant. Welche Drohung können die denn aussprechen? Nur noch ein einziger Hauptsponsor der FIFA kommt aus Europa (Adidas), zudem ein paar größere Sponsoren in den USA (z.B. Coca Cola, Visa und bereits genannte Budweiser). Der hauptsächliche Teil der Sponsoren (9 von 14) und somit der hauptsächliche Teil der Werbe-Finanzierung kommt aus dem asiatischen Raum.
https://www.ksta.de/sport/2022-wm/wm-2022-das-sind-die-marken-die-in-katar-werben-372570
https://www.rnd.de/sport/wm-2022-in-katar-wer-verdient-eigentlich-an-der-fussball-wm-I2ZV5ER37VCKNDMT7BRXUUMMPU.html
Was ich nicht weiß, ist, wie weit der Anteil asiatischer Zuschauer gegenüber europäischen Zuschauern ist.

Aber man merkt schon, dass der Leitsatz "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" bei der FIFA wohl ganz oben steht. Europäische Medien haben aber halt permanent den Fokus nicht nur auf die Korruption der FIFA sondern auch auf die Missstände in Katar und derben Werteunterschiede zu Europa gelegt. Die Europäer wollten zumindest ein klitzekleines Statement abgeben... und die Sache ist nach hinten losgegangen. Und so eine Aktion von REWE bockt die FIFA mal genau 0,0, kann aber für den DFB unangenehm werden, wenn da noch andere Werbepartner folgen sollten.

Wenn die FIFA halt die Kohle aus moralisch fragwürdigen Ländern erhält und auch deren Interessen und Werte gezielt anspricht, dann ist eine Abspaltung und eigene Veranstaltung interessanter. Interessant wäre dann, wohin sich Afrika und Amerika orientieren würden. Und: die FIFA hätte dann halt qualitativ einen riesigen Einbruch zu erleiden. Der Top-Fußball kommt aus Europa. Keine Ahnung, wie viel Trikots ein PSG, Man City, Real Madrid etc. ins Ausland verkaufen.
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Adler_Steigflug schrieb:

Aber: für die FIFA ist doch das, was die Europäer sagen und machen, doch recht uninteressant.


Finanziell auf den ersten Blick ja. Wobei ich wie gesagt die sportliche Komponente schon erwähnen muss. Wenn die Nationen Europas aus der WM austreten, bleibt nicht mehr viel übrig und dann geht die WM innerhalb von 4-8 Jahren kaputt.

Nur gibt es in Europa eben keine Absatzbewegung. Die Dänen ? haben doch letztens erwähnt, dass bestenfalls 3-4 Nationen überhaupt sich wirklich gegen Infantino und die FIFA stellen. Man muss einfach mal festhalten, dass es keine Mehrheit gegen Infantinos Treiben oder das Treiben der FIFA gibt.

Ein Austreten aus der FIFA macht nur Sinn, wenn die UEFA davon profitiert. Das heißt, man muss den einen korrupten Verband hinter sich bringen um aus dem anderen austreten zu können ohne größeren Schaden.
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Adler_Steigflug schrieb:

Aber: für die FIFA ist doch das, was die Europäer sagen und machen, doch recht uninteressant.


Finanziell auf den ersten Blick ja. Wobei ich wie gesagt die sportliche Komponente schon erwähnen muss. Wenn die Nationen Europas aus der WM austreten, bleibt nicht mehr viel übrig und dann geht die WM innerhalb von 4-8 Jahren kaputt.

Nur gibt es in Europa eben keine Absatzbewegung. Die Dänen ? haben doch letztens erwähnt, dass bestenfalls 3-4 Nationen überhaupt sich wirklich gegen Infantino und die FIFA stellen. Man muss einfach mal festhalten, dass es keine Mehrheit gegen Infantinos Treiben oder das Treiben der FIFA gibt.

Ein Austreten aus der FIFA macht nur Sinn, wenn die UEFA davon profitiert. Das heißt, man muss den einen korrupten Verband hinter sich bringen um aus dem anderen austreten zu können ohne größeren Schaden.
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SGE_Werner schrieb:

Wobei ich wie gesagt die sportliche Komponente schon erwähnen muss


Jap! Hatte ich ja auch nochmal in meinem Post erwähnt.

Und: Man muss nur mal auf die 4 WM's 2006 - 2018 schauen:
7 der 8 Finalisten kommen aus Europa. Alle 4 Weltmeister kommen aus Europa.


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Adler_Steigflug schrieb:

Aber: für die FIFA ist doch das, was die Europäer sagen und machen, doch recht uninteressant.


Finanziell auf den ersten Blick ja. Wobei ich wie gesagt die sportliche Komponente schon erwähnen muss. Wenn die Nationen Europas aus der WM austreten, bleibt nicht mehr viel übrig und dann geht die WM innerhalb von 4-8 Jahren kaputt.

Nur gibt es in Europa eben keine Absatzbewegung. Die Dänen ? haben doch letztens erwähnt, dass bestenfalls 3-4 Nationen überhaupt sich wirklich gegen Infantino und die FIFA stellen. Man muss einfach mal festhalten, dass es keine Mehrheit gegen Infantinos Treiben oder das Treiben der FIFA gibt.

Ein Austreten aus der FIFA macht nur Sinn, wenn die UEFA davon profitiert. Das heißt, man muss den einen korrupten Verband hinter sich bringen um aus dem anderen austreten zu können ohne größeren Schaden.
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Infantilo hat doch neulich irgendwo mal gesagt, das 70% des FiFA-BIPs in Europa erwirtschaftet wird. Ich habe die Quelle nicht mehr parat, meine aber, das in der FAZ gelesen zu haben. Ohne Europa ist die FIFA am Arxxx. Warum die Europäer vor der FIFA kuschen? Möglicherweise liegt das an einer komplexen Melange aus postkolonialen Phantomschmerzen und Expansionslust.


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