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Eintracht 1:3 bei den „Roten Riesen“

Herzliche Begrüßung vor Spielbeginn im Münchner Olympiastadion. Franz Beckenbauer gratulierte Willi Reimann nachträglich zum Aufstieg. Und nach dem offiziellen Teil mit der Ehrung Michael Ballacks zum Fußballer des Jahres war es dann endlich so weit. Ab 20.37 Uhr rollte der Ball für uns wieder in der Ersten Liga.

Was die 22 Akteure in der ersten Viertelstunde boten, durfte man dann getrost als Abtasten bezeichnen. Die Eintracht bemüht, die Räume im Mittelfeld so eng wie möglich zu machen und Ballack und Co. aus dem eigenen Strafraum fern zu halten. Nutze aber nix. Denn in der 16. Minute zog Zé Roberto an der 16er-Grenze ab – und die Kugel zappelte erstmals an diesem lauen Sommerabend im Netz von Oka Nikolov. 1:0 für die Hausherren!

Was danach folgte war eine richtige Fußball-Demonstration. Die „Roten Riesen“ von der Isar spielten Katz’ und Maus mit unseren Aufstiegshelden. Nur knapp 200 Sekunden später schlenzte Sebastian Deisler einen Freistoß gefühlvoll auf den Elfmeterpunkt, wo Hasan Salihamidzic am höchsten sprang und den Ball mit der Stirn zum 2:0 ins Tor wuchtete. Da grenzte es fast schon an ein Wunder, dass bis zur Pause nur noch das 3:0 fiel. Claudio Pizarro war es, der fast eine ganze Etage höher sprang als seine Gegenspieler und per Kopf aus elf Metern erfolgreich war. Eine exakte Kopie des 2:0.

Mit finsterer Mine stapfte Willi Reimann in die Kabine – und reagierte. Jermaine Jones und Henning Bürger durften duschen, Stefan Lexa und Mehmet Dragusha feierten ihre Pflichtspiel-Premiere im Eintracht-Dress. Und beinahe hätte Du-Ri Cha kurz nach Wiederbeginn verkürzt, doch überrascht davon, alleine vor Oliver Kahn zu stehen, landete sein Schussversuch irgendwo im Nachthimmel. Die Bayern antworteten prompt und nahmen Oka Nikolov in Beschuss. Doch die Hämmer von Tobias Rau und Zé Roberto verfehlten ihr Ziel. Nach einer Stunde dann die beste Möglichkeit für das erste Saisontor der Eintracht, doch Ervin Skelas Freistoß aus 22 Metern klatschte an die Latte.

Beruf:
Festwirt
Eintracht-Fan seit:
1960
Größtes Eintracht-Erlebnis:
Die Rettung beim 5:1 gegen Kaiserslautern und natürlich der UEFA-Cup Triumph von 1980
Aktuelle/r Lieblingsspieler/in:
Alex Schur, weil er ein echter Frankfurter Bub ist
Größte/r Eintracht Spieler/in aller Zeiten:
Jürgen Grabowski
Tabellenplatz zum Saisonende:
12. Platz