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HGGaudino

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Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück.
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Isaakson schrieb:
Es reicht mir, dass es wohl Anhaltspunkte dafür gab. Gepaart mit der Tatsache, dass Die Linke nicht mit unser freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar ist, lässt sie und ihre Mitglieder und Wähler keinen Deut besser dastehen als die Damen und Herren aus dem braunen Lager.


Du schreibst irgendwas von einer "freiheitlich-demokratischen Grundordnung", mit der die Linke nicht vereinbar sei, während dir anscheinend gleichzeitig Anhaltspunkte für eine Verurteilung reichen.
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Basaltkopp schrieb:
...

Fakt ist doch, dass Gysi ein hochranginger Stasi-Mensch war, oder?



So ein Quatsch! Gregor Gysi war in der DDR als freier Rechtsanwalt eine Ausnahme, hat u.a. Systemkritiker und Ausreisewillige verteidigt (beispielsweise Robert Havemann, den Sohn Hans Havemanns) und ist dazu noch vor der Wende in das oppositionelle Neue Forum eingetreten. Später wurde ihm dann vorgeworfen, auch als IM (Inoffizieller Mitarbeiter) für die Stasi gearbeitet zu haben, wogegen er sich aber erfolgreich vor Gericht wehren konnte.

SO viel Ahnung, aber SO eine Klappe. ...
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Pfalzadler schrieb:
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Gedanken mache ich mir eher über die Menschen die bei PIN beschäftigt sind.
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Mindestlohn???
Bitteschön.
Wundert Euch aber nicht, wenn bei gleichzeitig steigenden Lohnnebenkosten immer mehr Arbeitgeber ins Ausland abwandern und somit die Arbeitslosenzahl wieder in die Höhe steigt.

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Und deine Post wird dir zukünftig in Rumänien oder China zugestellt. ... Egal, du hast dich u.a. mit deinem Wunsch nach einer neuen Mauer auch so schon ausreichend disqualifiziert.


Bigdog71 schrieb:
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Aber ich möchte an die "linke" Fraktion eine Frage stellen, die schon mehrmals gestellt, aber nie beantwortet wurde? Wie soll das linke Programm finanziert werden?

...


Ich empfehle dir, es zuerst einfach mal selbst zu lesen, bevor du es dir erklären lassen willst, weil du es dir danach eventuell gar nicht weiter erklären lassen brauchst.
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Pfalzadler schrieb:
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Vieleicht ist der Vorschlag von HGGaudino gar nicht so schlecht, auszuwandern.

...


???
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Pfalzadler schrieb:
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Ich persönlich könnte gut damit leben, wenn die Mauer wieder stünde und diese Partei uns Westdeutschen erspart geblieben wäre.


An dieser Stelle klinke ich mich dann mal lieber aus. Jedes weitere Wort in deine Richtung wäre ein verschwendetes. Das ist so dumm, dass es sich nicht mal lohnen würde, dich als das zu bezeichnen, was du bist.
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Pfalzadler schrieb:
Richtig:

Weil dieses tiefrote Gesocks in meinen Augen keinen Deut besser ist wie diese braune Kacke.

Alle in einen Sack und mit dem Knüppel drauf.
Triffst immer den Richtigen.





Eine Reaktion (vielleicht sogar ohne populistische Vergleiche und/oder Beleidigungen) auf meinen Beitrag wäre mir lieber gewesen, aber dafür bist du vermutlich zu schlau.
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Pfalzadler schrieb:
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Die SPD wird einen Teufel tun und sich durch Duldung der SED in die Regierung zwingen.
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Genauso wie in den Siebziger Jahren die CSU in Bayern den Reps die kalte Schulter gezeigt hat ( bei etwa 15 % ) so wird es auch die SPD dieses Mal machen.

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Und welchen Wähler willst Du eigentlich für dumm verkaufen?

Die 5,1 % Volldeppen, welche diese Linksradikale Schießbefehlpartei gewählt haben.

Die sind schon so blöd, blöder geht nicht mehr.



Sorry, ich habe wirklich nicht den Eindruck, blöder zu sein als du es bist, obwohl du vor lauter Intelligenz nicht mal gemerkt zu haben scheinst, dass die SPD in anderen Ländern schon längst mit der Linken regiert und das sogar gerade in den Ländern, in denen die Linke wirklich noch von einigen ehemaligen SED'lern vertreten wird. Zu diesem Thema hatte ich aber eigentlich auch schon alles geschrieben, was es von meiner Seite aus zu sagen gibt:

HGGaudino schrieb:
... Die Linke besteht in Hessen wie im gesamten Westdeutschland doch hauptsächlich aus ehemaligen Sozialdemokraten und in Hessen ist das Wahlprogramm der Linken dem der SPD sogar näher als es das der Grünen ist, weshalb ich das SED-Geschwätz nach bald 20 Jahren für absolut verfehlt halte. Im Speziellen in Westdeutschland. Ich behaupte mal, dass 18 Jahre nach dem letzten Weltkrieg der Anteil ehemaliger NSDAP'ler in CDU und FDP höher war als es der momentane ehemaliger SED'ler in der westdeutschen Linken ist. ...
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Pfalzadler schrieb:
Ich stelle hier auch noch eine etwas gewagte These auf:

Sollte sich Ypsi doch entscheiden bei einer Ministerpäräsidentenwahl zu kandidieren, in der Hoffnung durch Tolerierung durch die SED gewählt zu werden, könnte ich wetten, daß es den Ein oder Anderen Genossen gibt, Der Ihr die Gefolgschaft verweigern würde.  

Schleswig-Holstein lässt grüßen.    


Das vermute ich eher für den Fall einer großen Koalition, auch wenn es da nicht so sehr ins Gewicht fallen würde, was das Ergebnis angeht. Bei einer Zusammenarbeit mit der Linken gäbe es dazu ja auch keinen wirklichen Grund, da die Wahlprogramme größtenteils deckungsgleich sind. Mit der Linken könnte die SPD in jedem Fall mehr ihres Wahlprogramms umsetzen als mit der FDP. Ich kann mich da nur wiederholen: Die Linke derart zu tabuisieren, bedeutet, den Wähler für dumm zu verkaufen. Wird diese Linie durchgezogen, würde das letztlich ganz klar heißen, dass Parteitaktik weit vor den Inhalten käme und genau das wäre ein Armutszeugnis, das mit Sicherheit noch mehr Wähler nach links treiben würde.
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Dortelweil-Adler schrieb:
Keine Ahnung, wer das über die Grünen gedacht hat, aber wie bereits weiter oben geschrieben, hatten die wenigstens was eigenes, die Umwelt. Du schreibst selbst, dass das bei den Linken nicht so ist. Merkst Du was? Warum nicht das Original wählen?

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Bitte zitiere mir den Absatz, in dem ich geschrieben haben soll, dass die Linken keine eigenen Themen gehabt hätten? Ich habe geschrieben, dass die Wahlprogramme der SPD und der Linken größtenteils kongruent sind. Das war zugegebenermaßen ziemlich wertungslos, aber ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass ich nach den letzten Jahren sozialdemokratischer Politik noch hätte deutlich machen müssen, wer da meiner Ansicht nach bei wem geklaut hat. Die Themen der hessischen SPD in diesem Landtagswahlkampf sind doch schon seit Jahren die der Linken. Gerade weil das bisher schon seit einer gefühlten Ewigkeit eben nicht mehr die Themen der SPD waren, konnte die Linke in dieser Form doch überhaupt erst entstehen. Andrea Ypsilanti war doch vor nicht allzu langer Zeit selbst eine Kandidatin für einen Wechsel zur WASG.
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Dortelweil-Adler schrieb:
Also ich bin zu dumm das zu verstehen. Vielleicht erklärt es mir mal einer. Weil ihr rot-grün, aber nicht schwarz-gelb wolltet habt ihr dunkelrot gewählt und glaubt auch noch, dass euer Plot aufgegangen ist?

Das ist ungefähr so, als würde jemand sagen, weil er rot-grün verhindern wollte, hat er NPD gewählt. Ich kapier es nicht.

DA


Wenn du meinen ersten Beitrag vielleicht auch mal richtig liest, wirst du erstens feststellen, dass das nicht mein Hauptmotiv war, aber zweitens dennoch zutrifft. Diejenigen, die gestern bis zum Schluss gehofft haben, dass es die Linke doch nicht in den hessischen Landtag schafft, haben auch gehofft, dass Roland Koch Ministerpräsident bleibt! Dass es trotz der heftigen Anti-Koch-Stimmung für Rot-Grün alleine nicht reichen würde, war zumindest mir schon seit Wochen klar. Wäre es anders gekommen, wäre ich sehr, sehr überrascht gewesen. Deshalb stand für mich fest, dass weitere fünf Jahre Koch nur durch einen Einzug der Linken in den Landtag verhindert werden können, was auch ein Grund dafür war, dass sie meine Stimme bekommen hat und ich kann sagen, dass ich mich nun - einen Tag danach - absolut bestätigt fühle und noch nie so sicher war, mein Kreuz an der richtigen Stelle gemacht zu haben, was ein sehr befriedigendes Gefühl ist. Nach der letzten Bundestagswahl sah das noch ganz anders aus. Da wollte ich mit meiner Stimme für die SPD alles Mögliche unterstützen, aber ganz sicher keine Kanzlerin Merkel, weshalb ich diesmal davon abgesehen habe, der SPD erneut meine Stimme anzuvertrauen.

Ich kann auch Folgendes nur noch mal wiederholen: Sollte jetzt nicht Rot-Rot-Grün kommen, halte ich das für eine gnadenlose Ignoranz des Wählerwillens. Die Wahlprogramme Ypsilantis und der Linken sind beinahe kongruent. Ich behaupte sogar, dass Andrea Ypsilanti ihr eigenes Wahlprogramm nicht mehr von dem der Linken unterscheiden könnte, wenn man 5% streichen und den Rest so umformulieren würde, dass der Sinn zu 100% erhalten bliebe, man aber keine bestimmten Formulierungen mehr erkennen könnte. Die Linke derart zu tabuisieren, bedeutet daher, den Wähler für dumm zu verkaufen. Wird diese Linie beibehalten, würde das bedeuten, dass Parteitaktik ganz klar vor den Inhalten käme, denn die Inhalte des SPD-Wahlprogramms wird man mit Rot-Rot-Grün viel eher als mit einer Ampel-Koalition umsetzen können.

Abgesehen davon ist die Linke der ganz klare Sieger der beiden Landtagswahlen. Auf Dauer wird man sie mit Sicherheit nicht mehr ignorieren können. Das alte Vierparteiensystem gibt es so nicht mehr und die gewohnten Koalitionen werden in Zukunft immer seltener möglich sein. Sich dem zu verschließen, würde heißen, sich auf Dauer mit großen Koalitionen abzufinden. Die Tendenz ist doch eindeutig. Die CDU hat in Hessen ein Debakel erlebt und auch in Niedersachsen verloren, die SPD hat in Niedersachsen ihrerseits ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren, die Grünen haben in Hessen an Boden verloren und die Liberalen haben in Niedersachsen nichts gewonnen und in Hessen nur von den von Koch verschreckten CDU-Wählern profitiert, die sich für ihren eigenen Ministerpräsidenten geschämt haben. Im Gegensatz dazu hat die Linke es geschafft, in die Landtage zweier westdeutscher Flächenländer einzuziehen, was man vor nicht allzu langer Zeit noch für utopisch hielt. Denkt denn wirklich noch jemand, dass die Linke nur ein vorübergehendes Phänomen ist? Vielleicht so wie damals die Grünen?
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RoKo ist und bleibt weg. Das eine Zehntel ist bei der Sitzverteilung doch nicht ausschlaggebend und würde nur bei einer großen Koalition, die es sehr sicher nicht geben wird, eventuell eine Rolle spielen. CDU und SPD haben im neuen Landtag beide jeweils 42 Sitze. Einen Ministerpräsidenten Koch würde es also wirklich nur bei einer großen Koalition oder der so genannten Jamaika-Koalition geben. Auf Bundesebene oder in anderen Ländern würde ich beides nicht ausschließen wollen, aber in Hessen kann ich mir das nach diesem Wahlkampf beim besten Willen nicht vorstellen. Da halte ich selbst eine Ampel für wesentlich wahrscheinlicher.

Für mich war seit Wochen klar, dass Koch nur verhindert werden kann, wenn die Linke in den Landtag einzieht, weshalb ich sie auch gewählt habe. Daher wäre mir in der Tat Rot-Rot-Grün am liebsten. Die Linke besteht in Hessen wie im gesamten Westdeutschland doch hauptsächlich aus ehemaligen Sozialdemokraten und in Hessen ist das Wahlprogramm der Linken dem der SPD sogar näher als es das der Grünen ist, weshalb ich das SED-Geschwätz nach bald 20 Jahren für absolut verfehlt halte. Im Speziellen in Westdeutschland. Ich behaupte mal, dass 18 Jahre nach dem letzten Weltkrieg der Anteil ehemaliger NSDAP'ler in CDU und FDP höher war als es der momentane ehemaliger SED'ler in der westdeutschen Linken ist. Sollte die SPD eine Zusammenarbeit mit der Linken weiterhin ausschließen, halte ich das für eine gnadenlose Ignoranz des Wählerwillens, da die Wahlprogramme beider Parteien schon beinahe kongruent sind. Alleine wegen dieser Ignoranz nach der letzten Bundestagswahl habe ich diesmal ja überhaupt erst die Linke gewählt. Als ich bei der letzten Bundestagswahl meine Stimme der SPD gegeben hatte, hatte ich sicher nicht vor, eine große Koalition unter einer Kanzlerin Merkel zu unterstützen. Daher hatte ich mir auch fest vorgenommen, der SPD vorerst nicht ein weiteres Mal meine Stimme anzuvertrauen, auch wenn Andrea Ypsilanti schon damals parteiintern klare Positionen, mit denen ich mich gut identifizieren konnte, bezogen hatte und weil selbst die Grünen, die eh immer mehr zu einer Öko-FDP verkommen, nicht mal hier in Hessen, wo es gegen den braunen Roland ging, in der Lage waren, eine Koalition mit der CDU völlig auszuschließen, wo schon Frankfurt Schwarz-Grün regiert wird, war die Linke die für mich logische Alternative und das vorläufige Endergebnis hat mich ja auch absolut bestätigt. Ohne Linke im Landtag müsste ich weitere fünf Jahre Scarface ertragen, was mir nun hoffentlich und wahrscheinlich erspart bleibt. Ob am Ende Rot-Rot-Grün, eine Ampel, eine rot-grüne Minderheitenregierung oder meinetwegen sogar auch eine große Koalition ohne Koch rauskommt, ist mir erstmal egal, auch wenn mir da natürlich gewisse Varianten (wesentlich) lieber als andere wären. Neun Jahre Koch waren genug. Danke, es reicht.

Vorläufiges Fazit: Links gewinnt (gegen das bürgerliche Lager), aber keine Partei.

Toll war eben übrigens eine Szene aus einem Beitrag über Wahlhelfer. Sinngemäß: "Hier haben wir einen Fall, in dem jemand seine Zweitstimme der CDU und den Republikanern gegeben hat. Leider ungültig." Ist aber auch verwirrend für Menschen mit einem IQ unter 50, wenn man auf die Zettel "Sie haben 2 Stimmen" schreibt. Da hätte RoKo bessere Aufklärungsarbeit leisten müssen.