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Jermainator

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Über mich:

Was ich ja gar nicht leiden kann sind diese Nicknamewechsler, die sich einen spielerbezogenen Nick geben und ihn dann wechseln, sobald "ihr" Spieler in Ungnade gefallen ist. Seltsame Menschen. Nunja, ich bin eines dieser Exemplare und so hatte ich mir damals vor langer, langer Zeit den Namen "Jermainator" verpaßt, weil mich die Spielweise des damals jungen Eigengewächses unheimlich angesprochen hat. Sein Kampfgeist hat mich beeindruckt und obwohl er uns dann in Richtung Leverkusen verlassen hat, habe ich den Namen beibehalten. Denn als "Stammposter" oder "Vielfachposter" oder wie auch immer man es nennen mag, war man halt im Forum unter diesem Namen bekannt.

Umso schöner war es dann, als der verlorene Sohn zurückkam und das nicht alleine: Albert Streit, Christoph Preuß und auch Patrick Ochs zog es zurück ins heimische Waldstadion und eine gefeierte Aufbruchstimmung der "jungen, wilden Eintracht" wurde ausgelöst. Der Spieler wurde gar unser gefeierter Kapitän, wurde auf einer neuen Position eingesetzt und man spürte, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis er das Nationaltrikot trägen würde. Doch es kam alles anders, er war immer wieder und lange verletzt und schließlich wechselte er in eine Turnhalle im Ruhrgebiet. Nicht ohne vorher Geschichte zu schreiben und sich im Forum der "Wahrheit" zu verschreiben. Der einst geliebte Sohn wurde zur Persona non grata und der Jermainator bat, tief enttäuscht, um die Löschung seines Namens und legte, von all den Jahren im Forum ein wenig müde des Diskutierens geworden und nicht mehr mit genügend Zeit gesegnet, eine Forenpause ein.

Der Aufbruch in eine Neuzeit lockte mich dann wieder ins Forum. Durch die Verpflichtung von Caio und Fenin gab es wieder etwas, worüber es zu diskutieren lohnte und so meldete ich mich als "Feninist" neu an. Doch der Name Jermainator lebte irgendwie weiter. Ob nun hier oder im Kicker-Managerspiel oder anderswo, der Jermainator war eigentlich eine eigene Identität, die sich eigentlich längst vom ursprünglichen Namensgeber gelöst hatte. Und so wurde im Oktober 2008 aus dem Feninist wieder der Jermainator.

Ich bin seit Anfang 2003 im Forum aktiv und einige Zeit auch sehr intensiv. Zwischenzeitlich sogar mal ein paar Monate als Moderator, aber das ist ein wirklich harter Job, der einem viel Nervenstärke abverlangt. Das war zuviel für mich und ich habe schnell die Segel gestrichen. Aber ich habe noch mit dem Godfather of Mod zusammengearbeitet, dem legendären Zolo und natürlich der bezaubernden Forenmutter Tani, einer Ikone früher Forengeschichte. Mittlerweile bin ich nur noch ab und zu dabei.

Das tolle an einem Internetforum ist, dass jeder mit seiner Meinung das gleiche Gewicht hat. Ob Schüler oder Manager, ob Sozialhilfeempfänger oder Jurist, ob Hinz oder Kunz, alle treffen sich unabhängig von ihrem Status auf einer Ebene. Eine tolle Chance, den Horizont zu erweitern. Manchmal aber auch anstrengend, denn oft prallen Welten aufeinander. Wichtig ist, dass jeder seine gepostete Meinung nicht zu ernst nimmt. Wir alle, es mag ein paar anonyme Ausnahmen geben, sind Laien mit mal mehr und mal weniger Ahnung von der Materie. Trotzdem ist es interessant seine Meinung zu schreiben, aber mit dem nötigen Respekt gegenüber anderen Usern und vor allem Trainern, Funktionären und Spielern.

Ich bin fußballerischer Allesverwerter und besuche neben der Eintracht durchaus auch mal gerne Spiele ohne deren Beteiligung. Mich fasziniert vor allem der englische Fußball und mein Lieblingsstadion steht in Italien und wird von Inter und dem AC Milan "bewohnt". Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, die Eintracht auch dort mal spielen zu sehen. Im Waldstadion bin ich einer der wohl wenigen Zuschauer, die sich nicht für einen festen Platz entscheiden können. Das Stadion bietet einem so unterschiedliche Blick- und Stimmungswinkel, dass es immer wieder interessant ist, seinen Block zu wechseln. Allerdings sitze ich immer. Es kommt selten vor, dass ich mich mal in die Stehränge verirre, was aber auch gut so ist, da ich kein Dauersupporter bin. Mir fehlt da wohl das Multitasking, denn mir fällts schon schwer mich bei guter Stimmung aufs Spiel konzentrieren zu können. Finde es gar nicht so einfach, alles mitzukriegen. Aber ich will vor Ort den Vorteil nutzen, den man im Gegensatz zum TV hat, man kann das Spiel in seiner Gesamtheit sehen und das ist irre spannend.

Aufgrund unserer Vergangenheit mit dem fast erfolgten Lizenzentzug bin ich froh, dass wir einen so guten Weg hinter uns gebracht haben und in der Bundesliga etabliert haben. Ich weiß es daher zu schätzen, dass wir ein fester Bestandteil der Bundesliga sind. Ich bin keineswegs ungeduldig und freue mich, wenn wir hin und wieder im Blickfeld des ersten Tabellendrittels auftauchen. Aber, wenn schon Mittelmaß, dann hoffentlich mit attraktivem und dennoch kampfbetontem Fußball.