Stefan Minden, der Vorsitzende der Fan- und Förderabteilung, hat ganz genau auf die Uhr geschaut: 20.32 Uhr war es, als Kurt E. Schmidt bedächtigen Schrittes an den Tisch marschierte, an dem er eigentlich sitzen sollte, einen kräftigen Schluck Apfelsaftschorle nahm und sich dann dem –eigentlich geplanten- Moderator des Abends zuwandte: „Axel, Du wolltest mir doch auch noch Fragen stellen?“. Aber so weit kam es gar nicht, denn sofort konzentrierte sich Kurt wieder auf sein Publikum und erzählte weiter die tollsten Geschichten. Und um 20.32 Uhr hatte er das Publikum schon knapp eine Stunde von den Sitzen gerissen, mit Geschichten aus seiner Lehrzeit als Polizist, von abgesägten Autokennzeichen und vom Verkehrsunterricht mit Jürgen Grabowski, Wolfgang Solz und Fahrudin Jusufi. Er schwärmte von Jay-Jays „Jahrhunderttor“, vom Europapokal in Moskau, von Uli Steins „Zweimetertapeverband“ und seinem Job als Stadionsprecher der Amateure. Keine Frage: Bei der Veranstaltung „Kurt E. Schmidt erklärt die Eintracht“ war der Hauptdarsteller voll in seinem Element. Ganz charmant erklärte er die Bilder aus seinem Leben, die Frank (Bembelmonster) zur Musik von „Ein Fall für Zwei“ zusammen geschnitten hat. „Hier, da seht Ihr John F. Kennedy. Den amerikanischen Präsidenten habe ich in den Kaisersaal des Römers begleitet, wo er sich in das goldene Buch eingetragen hat – und hier Willy Brandt, damals im Hochzeitszimmer, bei seinem Besuch in Frankfurt – und hier, mein Freund „Schorsch“ Leber, der damalige Bundesverkehrsminister…“. Kurt kommentierte jedes Bild ausführlich, liebevoll, schlagfertig und mit einer Informationsfülle, dass das Publikum aus dem Staunen nicht mehr heraus kam. Am Ende redete Kurt wohl eine ganze Spiellänge, nicht ohne Punkt und Komma, aber mit einem roten Faden, den man in einem –freigehaltenen- Vortrag selten erlebt. Nur ab und zu wandte er sich der Schorle zu, das angebotene Mikrophon und den Stuhl ignorierte er („Ich hab euch doch gesagt, im stehen kann man viel besser erzählen!“) und sein begeistertes Publikum bezog er in den großartigen Auftritt immer wieder mit ein. Zum Abschluss der Veranstaltung sang das ganze Museum aus voller Brust „Im Herzen von Europa“, Kurt schwenkte die Fahne wie einst im Juni 1959 und wohl jeder im Publikum war zutiefst ergriffen ob dieses einmaligen Abends. PS: Nur zur Info: Kurt E. Schmidt ist seit Anfang der 1930er Jahre Eintrachtler von ganzem Herzen. Seit gestern hat er seine eigenen Autogrammkarten. Und Bilder gibts heute mittag. Auch wir müssen das ganze im wahrsten Sinne des Wortes erst noch "verarbeiten".
eintracht-frankfurt-museum schrieb: ....PS: Nur zur Info: Kurt E. Schmidt ist seit Anfang der 1930er Jahre Eintrachtler von ganzem Herzen. Seit gestern hat er seine eigenen Autogrammkarten. Und Bilder gibts heute mittag. Auch wir müssen das ganze im wahrsten Sinne des Wortes erst noch "verarbeiten".
Kurt ist ein grandioser Erzähler, das merkt man immer wieder und deshalb war das gestern auch ein Pflichttermin für mich. Er hat seinen Interviewpartner Beverungen einfach überflüssig gemacht, indem er aus dem Erzählen garnicht mehr rauskam! Wenn Kurt von der alten Eintrachtfamilie erzählt, da wird man schon etwas wehmütig. Bei seiner Art zu erzählen und bei der Art wie er über große Charaktere der Eintrachtgeschichte redet, merkt man, dass da von vorne bis hinten keine einzige Floskel oder auswendiggelernte Phrase dahinter war, da kam alles von Herzen. Und ich will garnicht wissen wieviele geniale Geschichten in seinem Kopf schlummern, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind... "Ich war der erste Ultra"
Mensch ihr hättet davon ein Video machen müssen, bei dem ganzen Schrott bei youtube wäre das mal was gewesen, was man sich gerne (immer wieder) ansieht.
Ich hab meine persönlich signierte Museums-Autogrammkarte gestern Abend noch auf meinem Nachttisch aufgestellt gleich neben Tony Yeboah, Jan-Aage, Schui und Uli Stein ...
Sag bloß es gibt einen Fanclub mit einem Kurt-Schmidt-Doppelhalter?
Möglicherweise auch das...
Aber um noch mal zum eigentlichen Thema zurück zu kommen:
Von Anfang bis Ende mal wieder ein großartiger und unvergesslicher Abend im Eintracht-Museum. Das Gefühl "Eintracht" erlebt man dort regelmäßig in einer Intensität, wie es "draußen" im Fußball-Alltag mitunter kaum noch möglich erscheint.
grandios. einfach grandios. toll war auch, dass vom jugendlichen bis hin zu sonny, der 59 mit dem käfer die auswärtsspiele der eintracht bereiste, jung und alt, brav und wild, viele von denen vertreten waren, die die eintracht ausmachen: ihr
Schätzt Euch glücklich, daß Ihr diesen Abend erleben durftet.... Es ist nicht meine Woche....erst am Mittwoch die U23 verpaßt und dann den gestrigen Abend....Aber was solls....Im Jahre 2009 muß man froh sein, überhaupt einen Job zu haben....auch wenn man bis Mitternacht malochen muß....
groundmaster schrieb: Schätzt Euch glücklich, daß Ihr diesen Abend erleben durftet.... Es ist nicht meine Woche....erst am Mittwoch die U23 verpaßt und dann den gestrigen Abend....Aber was solls....Im Jahre 2009 muß man froh sein, überhaupt einen Job zu haben....auch wenn man bis Mitternacht malochen muß....
Konnte aus ähnlichen Gründen auch nicht, habe Kurt Eintracht Schmidt aber anläßlich des "Übersteiger-Revivals", wenn da auch nur kurz, erleben dürfen. Klasse! ("Klasse!" sagt man heute, glaub ich, nimmer, genauso selten wie "nimmer".)
Kann man die Museums-Threads irgendwie abbestellen, so dass man sie nicht mehr sehen muss? Für mich als auswärtigen Eintrachtfan ist es manchmal echt eine Folter, hier lesen zu müssen, welches gelebte Eintracht-Gefühl ich hier in Aachen, gut 250 km von der Heimat entfernt, leider immer verpassen muss...
PS: Nur zur Info: Kurt E. Schmidt ist seit Anfang der 1930er Jahre Eintrachtler von ganzem Herzen. Seit gestern hat er seine eigenen Autogrammkarten.
Und Bilder gibts heute mittag. Auch wir müssen das ganze im wahrsten Sinne des Wortes erst noch "verarbeiten".
Da freue ich mich drauf und sag schonmal danke!
Und ich will garnicht wissen wieviele geniale Geschichten in seinem Kopf schlummern, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind...
"Ich war der erste Ultra"
Fotos gibt es hier:
http://www.eintracht-frankfurt-museum.de/cms/pages/aktuelles.php
Ich hab meine persönlich signierte Museums-Autogrammkarte gestern Abend noch auf meinem Nachttisch aufgestellt gleich neben Tony Yeboah, Jan-Aage, Schui und Uli Stein ...
Wird man das Banner / den Doppelhalter im Hintergrund demnächst mal im Stadion sehen?
Möglich ist das.
Sag bloß es gibt einen Fanclub mit einem Kurt-Schmidt-Doppelhalter?
Möglicherweise auch das...
Aber um noch mal zum eigentlichen Thema zurück zu kommen:
Von Anfang bis Ende mal wieder ein großartiger und unvergesslicher Abend im Eintracht-Museum. Das Gefühl "Eintracht" erlebt man dort regelmäßig in einer Intensität, wie es "draußen" im Fußball-Alltag mitunter kaum noch möglich erscheint.
grandios. einfach grandios. toll war auch, dass vom jugendlichen bis hin zu sonny, der 59 mit dem käfer die auswärtsspiele der eintracht bereiste, jung und alt, brav und wild, viele von denen vertreten waren, die die eintracht ausmachen: ihr
danke.
Es hat sehr viel Spaß gemacht und man hat gesehen was die Eintracht aus macht.
Im Herzen von Europa am Ende hat mir ne Adlerhaut bereitet.
Es ist nicht meine Woche....erst am Mittwoch die U23 verpaßt und dann den gestrigen Abend....Aber was solls....Im Jahre 2009 muß man froh sein, überhaupt einen Job zu haben....auch wenn man bis Mitternacht malochen muß....
Konnte aus ähnlichen Gründen auch nicht, habe Kurt Eintracht Schmidt aber anläßlich des "Übersteiger-Revivals", wenn da auch nur kurz, erleben dürfen. Klasse! ("Klasse!" sagt man heute, glaub ich, nimmer, genauso selten wie "nimmer".)
Deshalb: Videoaufzeichnung und YouTube now!
Wer von den beiden ist denn der Kurt?
Eine von vielen Geschichten an diesem Abend.