Nein, hier geht es nicht um Arbeitslosigkeit, sondern vielmehr darum, der Gier des Staates und staatlicher Einrichtungen nach Steuern und Sozialabgaben (sowie mancher Gebühren) wenn möglich und machbar ein Schnippchen zu schlagen.
Angenommen, ein imaginärer 60-jähriger Staatsbürger (also nicht ich) kann ohne Arbeit und somit ohne Lohn die Zeit bis zu seinem frühestmöglichen Renteneintritt in ca. 3-4 Jahren ohne spürbare Einschränkung seiner vorhandenen Lebensqualität mit seinem Ersparten überbrücken. Könnten seine privaten Vorteile über den angenommenen Zeitraum von 3-4 Jahren dann nicht überwiegen, wenn zu bedenken ist:
1. Zweifelloser Freizeitgewinn, der seiner Gesundheit zugute kommt. 2. Kein beruflich bedingter Stress mehr; ebenfalls gesundheitsfördernd. 3. Ohne Verdienst kann vom Staat auch nix mehr abgezogen werden. 4. Das Erbe verjubelt er teilweise selbst, hierfür entfällt somit auch die anteilige Erbschaftsteuer. 5. Einsparungen in berufsbedingter Kleidung (Anzüge, Hemden, Schuhe usw.). 6. Das neue Auto könnte warten und kann dann auch bescheidener ausfallen. 7. Weniger Strafzettel usw.
Unterliege ich einem Gedankenfehler, wenn sich nach dieser Hypothese einerseits seine privaten Ausgaben erheblich senken lassen und andererseits der Freizeitgewinn seiner Gesundheit zu gute kommt.
Lohnen sich solche (egoistischen) Überlegungen zum selbst bestimmbaren "Vorruhestand" und hat schon jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können?
PS
Bitte keine politische Debatte; mich würden (wie vielleicht auch einige andere) allein Beiträge zu diesem Thema interessieren und freuen!
Enigma schrieb: Nein, hier geht es nicht um Arbeitslosigkeit, sondern vielmehr darum, der Gier des Staates und staatlicher Einrichtungen nach Steuern und Sozialabgaben (sowie mancher Gebühren) wenn möglich und machbar ein Schnippchen zu schlagen.
Angenommen, ein imaginärer 60-jähriger Staatsbürger (also nicht ich) kann ohne Arbeit und somit ohne Lohn die Zeit bis zu seinem frühestmöglichen Renteneintritt in ca. 3-4 Jahren ohne spürbare Einschränkung seiner vorhandenen Lebensqualität mit seinem Ersparten überbrücken. Könnten seine privaten Vorteile über den angenommenen Zeitraum von 3-4 Jahren dann nicht überwiegen, wenn zu bedenken ist:
1. Zweifelloser Freizeitgewinn, der seiner Gesundheit zugute kommt. 2. Kein beruflich bedingter Stress mehr; ebenfalls gesundheitsfördernd. 3. Ohne Verdienst kann vom Staat auch nix mehr abgezogen werden. 4. Das Erbe verjubelt er teilweise selbst, hierfür entfällt somit auch die anteilige Erbschaftsteuer. 5. Einsparungen in berufsbedingter Kleidung (Anzüge, Hemden, Schuhe usw.). 6. Das neue Auto könnte warten und kann dann auch bescheidener ausfallen. 7. Weniger Strafzettel usw.
Unterliege ich einem Gedankenfehler, wenn sich nach dieser Hypothese einerseits seine privaten Ausgaben erheblich senken lassen und andererseits der Freizeitgewinn seiner Gesundheit zu gute kommt.
Lohnen sich solche (egoistischen) Überlegungen zum selbst bestimmbaren "Vorruhestand" und hat schon jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können?
PS
Bitte keine politische Debatte; mich würden (wie vielleicht auch einige andere) allein Beiträge zu diesem Thema interessieren und freuen!
Also wenn ich das Rentengesetz richtig verstehe, kannst du zwar früher in Rente gehen, erhälst aber durchgehend weniger Rente.
Beispiel Faktor pro Monat =0.3 Früherer Rentenantritt 36 Monat Abzug (dauerhaft) 10.8%
Verdienst: Euro 3000 Rentenanspruch: Euro 1350 Vorzeitige Rente: Euro 1200 (ca. Wert)
Wenn man damit leben kann, ist es eine Überlegung wert. Nicht zu vergessen ist natuerlich, dass auch ein Rentner Steuern usw. bezahlen kann.
Mein Vater hat's gemacht. Und das war gut so. Er ist mit 67 verstorben. So hatten meine Eltern, nach 47 Jahren Arbeit, noch 5 schöne Jahre. Das ganze funktioniert aber nur, weil meine Eltern etwas in der Vergangenheit taten. Sie kauften ein Haus und haben es nach 20 Jahren abgezahlt, so dass keine Mietkosten entstanden.
Wenn, wie geschrieben wurde, ein Vermögen im Hintergrund wäre, könnte man nicht nur davon leben, sondern die Rentenbeiträge ( AN- und AG-Anteil) auch einbezahlen um dann ab 65 die volle Rente zu bekommen. Die Beiträge im Alter sind für die Rentenhöhe besonders wichtig wegen des von Afrigaaner schon genannten Rückrechnungsfaktors. Gruß paw
peter_aus_wiesbaden schrieb: Wenn, wie geschrieben wurde, ein Vermögen im Hintergrund wäre, könnte man nicht nur davon leben, sondern die Rentenbeiträge ( AN- und AG-Anteil) auch einbezahlen um dann ab 65 die volle Rente zu bekommen. Die Beiträge im Alter sind für die Rentenhöhe besonders wichtig wegen des von Afrigaaner schon genannten Rückrechnungsfaktors. Gruß paw
Hallo paw.
Sehr guter Ratschlag, die Rentenbeiträge aus eigener Tasche einzuzahlen!
Die Hinweise von @Afrigaaner ergeben sich im wesentlichen auch aus der jährlichen Rentenauskunft, die man von der "Deutschen Rentenversicherung" erhält, so dass sich hieraus die zu erwartende Rente, allerdings mit dem Hinweis der Unverbindlichkeit (sogar abgestuft in Regelaltersrente und Minderungssätze bei vorzeitigem "Berufsabschied"), ersehen läßt. Jedoch bedarf es zur Ermittlung der zu erwartenden Abzüge ohne spezielle Kenntnisse einer Beratung durch die Rentenversicherung.
Wenn diesem Menschen sein Arbeitgeber die Möglichkeit eines Langzeitarbeitskontos bietet, könnte dieser Mensch sich seinen Vorruhestand sogar "erarbeiten" bzw. "vorfinanzieren". Dieses Modell finde ich für Menschen, die das heere Ziel haben, frühzeitig in Ruhestand zu treten oder aber auch einfach nur hinsichtlich des Zeitpunktes Ihres Renteneintritts flexibel sein möchten, sehr geeignet.
"Ärmer durch Arbeit ?" lautet zwar die Überschrift und Fragestellung, jedoch soll das Wort "Ärmer" vordergründig nicht nur auf´s Finanzielle zielen, sondern auch eine Verhältnismäßigkeit zur Lebensqualität herstellen.
Lohnen sich solche (egoistischen) Überlegungen zum selbst bestimmbaren "Vorruhestand" und hat schon jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können?
Warum egoistisch ?. Wenn jemand diesen Schritt wählt, liegt er doch niemanden auf der Tasche. Der Vorschlag mit der Lebensarbeitszeit finde ich auch gut. Bleibt nur die Frage, wie man das ganze bis zum ofiziellen Renteneintritt finanzieren kann. Da mag es hilfreich sein, das man Haus oder Eigentumswohnung besitzt und abbezahlt hat. Leider kannst du in den letzten Jahren nicht mehr langfristig planen, da ständig Änderungen vom Gesetz oder sonstiges geändert wird. Da hatte es die Vorruhestands Generation in den 80 und 90 Jahren doch leichter. Da haben sich die Firmen auf Kosten der Sozialkassen von ihren Mitarbeitern getrennt. Ich gönne es jedem, der es sich leisten kann, so früh wie möglich zu Hause zu bleiben und sein Leben zu leben. Finanzielle Einbußen werden durch den erhöhten Lebenswert betimmt ausgeglichen.
Lohnen sich solche (egoistischen) Überlegungen zum selbst bestimmbaren "Vorruhestand" und hat schon jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können?
Warum egoistisch ?. Wenn jemand diesen Schritt wählt, liegt er doch niemanden auf der Tasche. Der Vorschlag mit der Lebensarbeitszeit finde ich auch gut. Bleibt nur die Frage, wie man das ganze bis zum ofiziellen Renteneintritt finanzieren kann. Da mag es hilfreich sein, das man Haus oder Eigentumswohnung besitzt und abbezahlt hat. Leider kannst du in den letzten Jahren nicht mehr langfristig planen, da ständig Änderungen vom Gesetz oder sonstiges geändert wird. Da hatte es die Vorruhestands Generation in den 80 und 90 Jahren doch leichter. Da haben sich die Firmen auf Kosten der Sozialkassen von ihren Mitarbeitern getrennt. Ich gönne es jedem, der es sich leisten kann, so früh wie möglich zu Hause zu bleiben und sein Leben zu leben. Finanzielle Einbußen werden durch den erhöhten Lebenswert betimmt ausgeglichen.
Deine Einstellung gefällt mir sehr gut. Auch teile ich mit Dir das Argument, dass finanzielle Einbußen durch erhöhten Lebenswert bestimmt ausgeglichen werden.
Natürlich muss man sich diesen "Vorruhestand" leisten können und ihn sich somit natürlich auch selbst verdient haben.
Ich will trotzdem einmal eine Zusatzfrage stellen :
Wenn man beruflich alles gegeben hat, auch weil man seinem Job mit Freude nachgegangen ist, fällt man dann vielleicht zunächst mal in ein Loch und muss sich erst an´s Nixtun bzw. an die Freizeit gewöhnen ?
PS
Ich habe eigentlich Spass an meinem Beruf, dennoch fallen die Wochenenden für mich stets zu kurz aus.
Angenommen, ein imaginärer 60-jähriger Staatsbürger (also nicht ich) kann ohne Arbeit und somit ohne Lohn die Zeit bis zu seinem frühestmöglichen Renteneintritt in ca. 3-4 Jahren ohne spürbare Einschränkung seiner vorhandenen Lebensqualität mit seinem Ersparten überbrücken. Könnten seine privaten Vorteile über den angenommenen Zeitraum von 3-4 Jahren dann nicht überwiegen, wenn zu bedenken ist:
1. Zweifelloser Freizeitgewinn, der seiner Gesundheit zugute kommt.
2. Kein beruflich bedingter Stress mehr; ebenfalls gesundheitsfördernd.
3. Ohne Verdienst kann vom Staat auch nix mehr abgezogen werden.
4. Das Erbe verjubelt er teilweise selbst, hierfür entfällt somit auch die anteilige Erbschaftsteuer.
5. Einsparungen in berufsbedingter Kleidung (Anzüge, Hemden, Schuhe usw.).
6. Das neue Auto könnte warten und kann dann auch bescheidener ausfallen.
7. Weniger Strafzettel usw.
Unterliege ich einem Gedankenfehler, wenn sich nach dieser Hypothese einerseits seine privaten Ausgaben erheblich senken lassen und andererseits der Freizeitgewinn seiner Gesundheit zu gute kommt.
Lohnen sich solche (egoistischen) Überlegungen zum selbst bestimmbaren "Vorruhestand" und hat schon jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln können?
PS
Bitte keine politische Debatte; mich würden (wie vielleicht auch einige andere) allein Beiträge zu diesem Thema interessieren und freuen!
Also wenn ich das Rentengesetz richtig verstehe, kannst du zwar früher in Rente gehen, erhälst aber durchgehend weniger Rente.
Beispiel Faktor pro Monat =0.3
Früherer Rentenantritt 36 Monat
Abzug (dauerhaft) 10.8%
Verdienst: Euro 3000
Rentenanspruch: Euro 1350
Vorzeitige Rente: Euro 1200 (ca. Wert)
Wenn man damit leben kann, ist es eine Überlegung wert. Nicht zu vergessen ist natuerlich, dass auch ein Rentner Steuern usw. bezahlen kann.
Mein Vater hat's gemacht. Und das war gut so. Er ist mit 67 verstorben. So hatten meine Eltern, nach 47 Jahren Arbeit, noch 5 schöne Jahre. Das ganze funktioniert aber nur, weil meine Eltern etwas in der Vergangenheit taten. Sie kauften ein Haus und haben es nach 20 Jahren abgezahlt, so dass keine Mietkosten entstanden.
Gruß Afrigaaner
Gruß
paw
Hallo paw.
Sehr guter Ratschlag, die Rentenbeiträge aus eigener Tasche einzuzahlen!
Die Hinweise von @Afrigaaner ergeben sich im wesentlichen auch aus der jährlichen Rentenauskunft, die man von der "Deutschen Rentenversicherung" erhält, so dass sich hieraus die zu erwartende Rente, allerdings mit dem Hinweis der Unverbindlichkeit (sogar abgestuft in Regelaltersrente und Minderungssätze bei vorzeitigem "Berufsabschied"), ersehen läßt. Jedoch bedarf es zur Ermittlung der zu erwartenden Abzüge ohne spezielle Kenntnisse einer Beratung durch die Rentenversicherung.
Gruß an Euch beide
Enigma
Dieses Modell finde ich für Menschen, die das heere Ziel haben, frühzeitig in Ruhestand zu treten oder aber auch einfach nur hinsichtlich des Zeitpunktes Ihres Renteneintritts flexibel sein möchten, sehr geeignet.
Warum egoistisch ?. Wenn jemand diesen Schritt wählt, liegt er doch niemanden auf der Tasche. Der Vorschlag mit der Lebensarbeitszeit finde ich auch gut. Bleibt nur die Frage, wie man das ganze bis zum ofiziellen Renteneintritt finanzieren kann. Da mag es hilfreich sein, das man Haus oder Eigentumswohnung besitzt und abbezahlt hat. Leider kannst du in den letzten Jahren nicht mehr langfristig planen, da ständig Änderungen vom Gesetz oder
sonstiges geändert wird. Da hatte es die Vorruhestands Generation in den 80 und 90 Jahren doch leichter. Da haben sich die Firmen auf Kosten der Sozialkassen von ihren Mitarbeitern getrennt. Ich gönne es jedem, der es sich leisten kann, so früh wie möglich zu Hause zu bleiben und sein Leben zu leben. Finanzielle Einbußen werden durch den erhöhten Lebenswert betimmt ausgeglichen.
Deine Einstellung gefällt mir sehr gut. Auch teile ich mit Dir das Argument, dass finanzielle Einbußen durch erhöhten Lebenswert bestimmt ausgeglichen werden.
Natürlich muss man sich diesen "Vorruhestand" leisten können und ihn sich somit natürlich auch selbst verdient haben.
Ich will trotzdem einmal eine Zusatzfrage stellen :
Wenn man beruflich alles gegeben hat, auch weil man seinem Job mit Freude nachgegangen ist, fällt man dann vielleicht zunächst mal in ein Loch und muss sich erst an´s Nixtun bzw. an die Freizeit gewöhnen ?
PS
Ich habe eigentlich Spass an meinem Beruf, dennoch fallen die Wochenenden für mich stets zu kurz aus.