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Derzeitige Lage bzgl. bwin in Hessen - wie siehts aus?

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Man hört zu diesem Thema wirklich überall was anderes - die einen sagen, bwin wurde in Deutschland (bzw. in Hessen) vollkommen verboten, andere behaupten das Gegenteil - wie sieht es denn nun aus? Kann ich als Hessen-Bewohner bei bwin Sportwetten abschließen?

Dass auf bwin.de ausdrücklich steht, dass man aus BaWü nicht wetten kann, ist mir bewusst, aber zu Hessen stand da eig nichts.

Zudem ist mir noch etwas aufgefallen: Bei der bwin-Werbung auf kicker.de steht folgendes "Derzeit ist die Wettabgabe nur aus der ehemaligen DDR möglich" - also nix mit Wetten in Hessen?
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na versuchs doch einfach mal, bei mir hats geklappt  ,-)
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Ja und weiß haeißt das jetzt.

Das ich nicht wetten darf über bwin wenn ich aus Hessen komme oder was.

Was kann mir den passieren?
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Ich bin hier nur zufällig draufgestoßen, will aber direkt mal helfen.  ,-)

Folgende Situation: bwin hat 1990 im DDR-Gebiet eine Konzession bekommen. Das BVerfG hat entschieden, dass vorläufig diese Konzession auch nur für die neuen Bundesländer gilt, bis der Bund eine für das gesamte BRD-Gebiet ausstellt (was nicht geschehen ist).

Das Land Baden-Würtemberg hat der Firma, die hinter bwin ist, die Genehmigung für Glücksspiele komplett entzogen. bwin macht sich also strafbar immer dann, wenn sie Leuten das Wetten anbieten, wo es keine Konzession gibt. Erschwerend kommt nach dazu das zuletzt auch Sachsen bwin die Konzession entzogen hat, sodass auch dort das Glücksspiel über bwin nicht erlaubt ist. Da aber dagegen Einspruch erhoben wurde, ist dies noch nicht rechtskräftig und man befindet sich in Sachsen grad in der rechtlichen Grauzone (eigentlich verboten, aber es ist nicht durch).

Zusammenfassend: Nur Leute aus den neuen Bundesländern (ohne Sachsen) dürfen 100% legal bei bwin wetten. Natürlich kann der Staat nicht kontrollieren, ob auch andere Bürger dies tun. Sollte aber ein Staatsanwalt erfahren, dass bwin auch anderen Bundesbürgern die Wette ermöglicht hat, dann ist dieser ganz schnell vor der Tür und räumt dem Unternehmen die Bude aus, weil das illegal ist. Anschließend wertet der Staati die Benutzerdaten aus und klingelt dann bei denjenigen, die nicht aus den neuen Bundesländern sind.  

Um abschließend die Frage zu beantworten, was droht: Nach §285 StGB stehen bis zu 6 Monate Freiheitsstrafe oder Geldstrafe zu 180 Tagessätzen (ein halbes Jahresgehalt also) auf Teilnahme an illegalem Glücksspiel.


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