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[Wunsch] Ideale Kontrolle einer "Tochtergesellschaft Profifußball"

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Ich sehe den Aufsichtsrat in seiner akutellen Besetzung als riesiges Problem. Aber die Mitglieder des Aufsichtsrates sind der falsche Adressat um wirkliche Veränderungen zu erreichen. Der Fisch stinkt vom Kopf. Also wie der Aufsichtsrat besetzt wird und wie viel er reinredet.

Ich frage micht seit längerem, wie ideale Kontrolle einer "Tochtergesellschaft Profifußball" aussehen könnte. Das ist m.E. der größte Hebel, um langfristige Verbesserungen zu bewirken

Das Hauptproblem dürfte aber sein, dass der e.V. nur noch 63,4% der Anteile an der Tochtergesellschaft hält und der Rest indirekt im Streubesitz von Privatpersonen ist.

Bei Bundesligavereinen lässt sich beobachten: Je mehr Leute bei einer sportlichen Entscheidung mitreden, desto weniger effizient ist der Verein. Viele Köche verderben den Brei!

Bei den letzten Trainerbesetzungen konnte man den Eindruck gewinnen, der eine will den nicht, der andere den nicht und am Ende hat man das Gefühl, dass sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt wurde. (Schaaf, Veh 2, Kovac)

Die Erfolgsformel für Mitteleffizienz scheint zu sein: So wenig Mitentscheider wie möglich, die aber maximal fähig.

Bei den meisten Erstligisten, die zur Zeit Erfolg haben, scheint der Erfolg weniger auf Grund der Strukturen, sondern stark abhängig vom Engagement besonderer Menschen an der Vereinsspitze zu sei

Bei Vereinen, bei denen das zur Zeit der Fall ist, scheiden die Personen aber irgendwann auch aus ihren Ämtern aus, und es muss erst einmal jemand gefunden werden, der diese gleichwertig ersetzt:

Klaus Rüdiger Fritsch, Uli Hoeneß+Karl-Heinz Rummenigge+Beckenbauer, Harald Strutz+Christian Heidel, Hans-Joachim Watzke

Ich halte es nicht für selbstverständlich, dass diese Vereine wieder solche Personen(-konstellationen) hervorbringen.

Bei der Eintracht sehe ich viel zu viele involvierte, viel zu wenig fähige Mitentscheider:

-> Präsidium + Privataktionäre -> Aufsichtsrat AG      (-> Vorstand AG -> Sportdirektor)

Es muss wahrscheinlich grundsätzlich nach folgenden Fällen unterschieden werden:

  • Ausgegliedert, 36,6% im "Privatbesitz" von mehreren Personen (EF)
  • Nicht ausgegliedert aus e.V. (Darmstadt)
  • Ausgegliedert , Verein hält Sperrminorität (FCB)
  • 100 % im Besitz eines Unternehmens (VW, Bayer, Red Bull)
  • BVB, Verein hält 100% Stimmverteilung
Welche Strukturen bei welchen Besitzverhältnissen haltet ihr für ideal? Sollten die Vereinsmitglieder zum Beispiel den Vorstand der Tochtergesellschaft direkt wählen können? Think Big!
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Hat hier jemand vielleicht Interesse, sich über das "politische System" Eintracht Frankfurt auszutauschen?

Der Verein ist eine demokratische Organisation, in Form einer repräsentativen Demokratie. Die Vereinsmitglieder sind eigentlich Haupteigentümer der Profimannschaft, sie sind jedoch völlig entkoppelt.Es ist zur Zeit fast unmöglich, als Vereinsmitglied die sportlichen Entscheidungen zu sanktionieren. Es bräuchte andere Strukturen, die eine bessere Accountability ggü. den Vereinsmitgliedern ermöglichen.


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