Schiedsrichter / Videobeweis / Regelauslegung

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Challenges gibt es im American Football aber nur weil sich das Spiel in Bezug auf die Regeln zur Weiterführung des Spiel grundlegend unterscheidet.
Wenn im American Football die Schiris zB entschieden haben das der Ball gefangen wurde und er aber nicht regelgerecht gefangen wurde versucht die angreifende Mannschaft so schnell wie möglich den nächsten Angriff zu starten weil es laut Regel nicht erlaubt ist zu überprüfen ob der Ball gefangen wurde wenn der nächste Spielzug schon gestartet wurde. Und die Schiris dürfen das auch nicht von sich aus überprüfen wenn es sich nicht um eine der wenigen Ausnahmen wie Touchdown oder Fumble/Interception (Ballverlust) handelt.
Wenn man sich sicher ist das die Schiris einen Fehler begangen haben muss man also die Challenge Flag schnell vorm Start des nächsten Angriffs werfen damit die Entscheidung überprüft werden kann.

Im Fussball ist das allerdings komplett anders. Da schaut sich der VAR permanent das Spielgeschehen an und kann den Schiri auf dem Platz anweisen bei der nächsten Spielunterbrechung (Foul, Einwurf, Ecke) das Spiel zu unterbrechen damit der VAR sich eine Szene genauer anschauen kann. Und es gab ja auch schon Szenen in dennen das Spiel über eine Minute lang normal weiter lief bis der VAR eingeschritten ist. Ich erinnere da nur an den Elfmeter für Jovic in der letzten Saison.

Andere Sportarten brauchen die Challenge wegen der dortigen Regeln aber im Fussball ist eine Challenge fast nutzlos, eben auch weil wir Deutschen so lange rungeheult haben bis der VAR nur noch bei glasklaren Fehlentscheidungen eingreifen durfte.
Wenn wir diesen Müll mit der glasklaren Fehlentscheidung nicht hätten bräuchten wir keine Challenge für Entscheidungen mit Ermessensspielraum. Weil dann der VAR einfach dem Schiri sagen könnte das es eine 50/50-Situation ist und er es sich selbst nochmal anschauen soll um zu sehen ob er mit Zeitlupen anders entscheiden würde als in Realgeschwindigkeit auf dem Platz kurz zuvor.
Das durfte der VAR in der ersten Saison machen aber dann haben sich die Heulsusen mit ihrer glasklaren Fehlentscheidung durchgesetzt.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Bommer1974 schrieb:

Zuletzt: Challenges finde ich auch interessant, aber ich hätte Bedenken, dass es zu einer Zerklüftung des Spiels kommt, oder nach Verbrauch der Challenges (wieviel auch immer es pro Team gibt) das gleiche Problem bleibt...


Man behält die Challenge halt, wenn sie berechtigt ist und verliert sie, wenn sie unberechtigt ist, wie in anderen Sportarten auch. Dann legt man diese auch nur ein, wenn man sich sicher ist und nicht jedes mal wenn ein Ball durch den Strafraum segelt, weil mit Glück jemand mit der Hand dran war.

Ne größere Zerklüftung, sehe ich eigentlich nicht.

Stimmt, berechtigter Hinweis, dass man sie behält, wenn sie berechtigt sind. Ich würde dem grundsätzlich gern eine Chance geben. Allerdings denke ich derzeit, es ist noch zu früh, das aktuelle System weiter zu verändern und ich würde vorher wohl eher noch eine Saison warten bevor man an die Challenges denkt...

Und Zerklüftung. Naja, je nachdem, wieviele davon vergeben würden, kann es natürlich gegen Ende des Spiels dann schon "Spielchen" damit kommen und es droht etwas chaotisch zu werden...
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Das isses halt. Am Ende wird dann die Zeit "runtergechallenged".
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Bezüglich wie oft wir bevorteil wurden habe ich nur die Zahlen aus der ersten Saison im Kopf.
Bei unseren Spielen wurde, incl Pokal, 13 mal der VAR eingesetzt. 9 mal zu unseren Gunsten und 4 mal für den Gegner wobei der Schiri 12 mal richtig lag und es mit dem nicht gegebenen Elfmeter an Martinez nur eine Szene gab die man so oder so sehen kann.

Von mir aus hätte das auch 9 zu 4 oder 10 zu 1 für die Gegner ausgehen können wenn die Szenen so gewesen wären das die Entscheidungen zu Gunsten der Gegner geändert werden mussten. Ich bin für mehr Gerechtigkeit sowie Korrigierung von Fehlentscheidungen und keiner der Deppen der jubelt wenn der VAR der Gegner ein Tor wegen Abseits aberkennt aber "Scheiß DFB"-Sprechchöre anstimmt wenn der VAR uns berechtigt ein Tor wegen Abseits aberkennt.
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die ungewissheit nach tor durch den VAR geht mir auch auf den geist.

aber was den VAR unglaublich werttvoll macht ist
- die spieler produzieren keine schwalben mehr (die sehr wenigen werden zu nahezu 100% direkt aufgedeckt)
- es gibt im prinzip keine tätlichkeiten hinter dem rücken des schiris mehr

dahin will ich bestimmt nicht mehr zurück.

dieses willkührgefühl ("was machen die im kölner keller?" - "fußballmafia dfb") würde sich vielleicht durch die challenges auflösen lassen. dann wären die trainer in der verantwortung und nicht "der dfb".
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Henk schrieb:

aber was den VAR unglaublich werttvoll macht ist
- die spieler produzieren keine schwalben mehr (die sehr wenigen werden zu nahezu 100% direkt aufgedeckt)

Das stimmt. Die einzige Schwalbe die nicht aufgedeckt wurde, war in dieser Saison die von Streich gegen Abraham.

Ansonsten fand ich die Doku von der Sportschau über Aytekin gar nicht so schlecht. Kann man sich mal ansehen, wenn man ne halbe Stunde Zeit hat.

https://www.youtube.com/watch?v=7YgK6pab_9w
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Bommer1974 schrieb:

Zuletzt: Challenges finde ich auch interessant, aber ich hätte Bedenken, dass es zu einer Zerklüftung des Spiels kommt, oder nach Verbrauch der Challenges (wieviel auch immer es pro Team gibt) das gleiche Problem bleibt...


Man behält die Challenge halt, wenn sie berechtigt ist und verliert sie, wenn sie unberechtigt ist, wie in anderen Sportarten auch. Dann legt man diese auch nur ein, wenn man sich sicher ist und nicht jedes mal wenn ein Ball durch den Strafraum segelt, weil mit Glück jemand mit der Hand dran war.

Ne größere Zerklüftung, sehe ich eigentlich nicht.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Man behält die Challenge halt, wenn sie berechtigt ist und verliert sie, wenn sie unberechtigt ist, wie in anderen Sportarten auch. Dann legt man diese auch nur ein, wenn man sich sicher ist und nicht jedes mal wenn ein Ball durch den Strafraum segelt, weil mit Glück jemand mit der Hand dran war.


Das führt dazu, dass im Hintergrund Teams von Videoanalysten und Challenge-Strategen arbeiten, in Echtzeit das Spiel aus allen Perspektiven verfolgen, Erfolgschancen mit der Restspielzeit diskontieren, und der Bank das Signal geben wann eine Challenge gezogen werden soll. Ein Vorteil für die Großen, die für so ein Team eine Menge Geld ausgeben, und ein Nachteil für die Kleinen, die sich das nicht leisten koennen.
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Bezüglich wie oft wir bevorteil wurden habe ich nur die Zahlen aus der ersten Saison im Kopf.
Bei unseren Spielen wurde, incl Pokal, 13 mal der VAR eingesetzt. 9 mal zu unseren Gunsten und 4 mal für den Gegner wobei der Schiri 12 mal richtig lag und es mit dem nicht gegebenen Elfmeter an Martinez nur eine Szene gab die man so oder so sehen kann.

Von mir aus hätte das auch 9 zu 4 oder 10 zu 1 für die Gegner ausgehen können wenn die Szenen so gewesen wären das die Entscheidungen zu Gunsten der Gegner geändert werden mussten. Ich bin für mehr Gerechtigkeit sowie Korrigierung von Fehlentscheidungen und keiner der Deppen der jubelt wenn der VAR der Gegner ein Tor wegen Abseits aberkennt aber "Scheiß DFB"-Sprechchöre anstimmt wenn der VAR uns berechtigt ein Tor wegen Abseits aberkennt.
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Maddux schrieb:

Ich bin für mehr Gerechtigkeit sowie Korrigierung von Fehlentscheidungen und keiner der Deppen der jubelt wenn der VAR der Gegner ein Tor wegen Abseits aberkennt aber "Scheiß DFB"-Sprechchöre anstimmt wenn der VAR uns berechtigt ein Tor wegen Abseits aberkennt.

Die Sprechchöre kommen ja sogar, wenn eine Entscheidung zu unseren Gunsten überprüft wird. Intelligent ist anders.
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Maddux schrieb:

Ich bin für mehr Gerechtigkeit sowie Korrigierung von Fehlentscheidungen und keiner der Deppen der jubelt wenn der VAR der Gegner ein Tor wegen Abseits aberkennt aber "Scheiß DFB"-Sprechchöre anstimmt wenn der VAR uns berechtigt ein Tor wegen Abseits aberkennt.

Die Sprechchöre kommen ja sogar, wenn eine Entscheidung zu unseren Gunsten überprüft wird. Intelligent ist anders.
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Basaltkopp schrieb:

Maddux schrieb:

Ich bin für mehr Gerechtigkeit sowie Korrigierung von Fehlentscheidungen und keiner der Deppen der jubelt wenn der VAR der Gegner ein Tor wegen Abseits aberkennt aber "Scheiß DFB"-Sprechchöre anstimmt wenn der VAR uns berechtigt ein Tor wegen Abseits aberkennt.

Die Sprechchöre kommen ja sogar, wenn eine Entscheidung zu unseren Gunsten überprüft wird. Intelligent ist anders.


Echt net böse gemeint, aber du bist auch manchmal nur glücklich wenn du gegen die aktive Fanszene motzen kannst, oder?

Der VAR wird nicht nur bei Ultras kritisch gesehen und die Rufe kommen auch von "Normalos". Und dass man das Thema auch kritisch sieht, wenn eine Entscheidung zu unseren Gunsten ausfällt und man den Unmut dann lautstark bekundet, sehen die einen als wenig intelligent, die anderen sehen es als konsequent an. Wie gesagt, net böse gemeint, lieber Basalti.

Challenges verhindern zumindest schon mal, dass ein Team sich benachteiligt fühlt wenn gewisse Szenen nicht überprüft worden wären, wo es vielleicht etwas Aufregung gab. Die Umsetzung wäre aber anders als beim Football nötig und daraus würden sich dann auch wieder taktische Kniffe ableiten, von daher weiß ich nicht ob eine Umsetzung ohne Weiteres gewünscht wäre.

Generell hat der VAR viele Entscheidungen verbessert, aber trotzdem hat man das dann bei jedem einzelnen Tor noch im Hinterkopf. So richtig erleichtert bin ich dann immer erst, wenn der Ball wieder angestoßen wurde. Komplexes Thema und Argumente gibt es wohl echt für beide Seiten.
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Basaltkopp schrieb:

Maddux schrieb:

Ich bin für mehr Gerechtigkeit sowie Korrigierung von Fehlentscheidungen und keiner der Deppen der jubelt wenn der VAR der Gegner ein Tor wegen Abseits aberkennt aber "Scheiß DFB"-Sprechchöre anstimmt wenn der VAR uns berechtigt ein Tor wegen Abseits aberkennt.

Die Sprechchöre kommen ja sogar, wenn eine Entscheidung zu unseren Gunsten überprüft wird. Intelligent ist anders.


Echt net böse gemeint, aber du bist auch manchmal nur glücklich wenn du gegen die aktive Fanszene motzen kannst, oder?

Der VAR wird nicht nur bei Ultras kritisch gesehen und die Rufe kommen auch von "Normalos". Und dass man das Thema auch kritisch sieht, wenn eine Entscheidung zu unseren Gunsten ausfällt und man den Unmut dann lautstark bekundet, sehen die einen als wenig intelligent, die anderen sehen es als konsequent an. Wie gesagt, net böse gemeint, lieber Basalti.

Challenges verhindern zumindest schon mal, dass ein Team sich benachteiligt fühlt wenn gewisse Szenen nicht überprüft worden wären, wo es vielleicht etwas Aufregung gab. Die Umsetzung wäre aber anders als beim Football nötig und daraus würden sich dann auch wieder taktische Kniffe ableiten, von daher weiß ich nicht ob eine Umsetzung ohne Weiteres gewünscht wäre.

Generell hat der VAR viele Entscheidungen verbessert, aber trotzdem hat man das dann bei jedem einzelnen Tor noch im Hinterkopf. So richtig erleichtert bin ich dann immer erst, wenn der Ball wieder angestoßen wurde. Komplexes Thema und Argumente gibt es wohl echt für beide Seiten.
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Das auch "Normalos" gegen den VAR sind bedeutet aber nicht zwingend das der VAR ein schlechtes Konzept ist sondern zeigt eher das es auch unter den "Normalos" Menschen gibt die nur von 12 Uhr bis Mittag denken. Und Konsequenz bedeutet in dem Fall auch einen Holzweg bis zum Ende zu gehen.

Challenges verhindern auch nicht das ein Team und seine Anhänger sich benachteiligt fühlen weil sie das immer tun werden. Dazu muss man sich ja nur anschauen wie Vereinsverantwortliche an jedem Spieltag gegen die Schiris hetzen wegen Entscheidungen die glasklar regelkonform sind und die ihnen von den Schiris wenige Wochen zuvor in Schulungen mit Bildmaterial genauestens erklärt wurden.
Ittrich hatte dazu im Schirispecial bei den Rocketbeans gemeint das man sich da als Schiri komplett verarscht vorkommt. Man opfert da ganze Tage die man mit der Familie verbringen könnte und fährt durch die komplette Bundesrepublik um Spielern sowie Verantwortlichen die Regeln zu erklären und eine Woche später stellen sie dich live im TV als das größte ********* hin das die Regeln auslegt wie es ihm passt.
Super dazu auch Eberls Verhalten bezüglich der neuen Regelung mit gelben Karten wegen Meckerns etc. In der Doku über Aytekin redet der minutenlang in der Kabine mit Aytekin wie toll er das findet das so ein Verhalten endlich sanktioniert wird und das die Verantwortlichen wie er auch eine Verantwortung hätten nur um eine Woche später gegen das komplette Schiedsrichterwesen zu hetzen nachdem Plea vom Platz fliegt weil er sich nicht wie ein normaler Mensch benehmen kann.

Die Ultras beim Thema VAR als verblödet zu bezeichnen ist vollkommen legitim wenn man sieht was für Argumente da gegen den VAR vorgebracht werden.
Man kann ja die Bedenken äußern das der VAR irgendwann, wie im American Football, für Werbeeinblendungen genutzt wird und man kann Fehler kritisieren die es beim VAR noch gibt. Aber wer allen Ernstes gegen den VAR ist weil man nicht mehr so schön jubeln kann, man nichtmehr so viel über Fehlentscheidungen diskutieren kann, es früher auch ohne den VAR ging oder whatever ist mit "verblödet" noch nett beschrieben.
Der VAR sorgt nachweislich für weniger Fehlentscheidungen und wie kann man allen Ernstes für mehr Fehlentscheidungen sein? Stell dir vor unser Tor in der Relegation wäre nicht anerkannt worden weil der Schiri einen Knick in der Optik hatte? Fändest da das geil das wir wegen so einer Fehlentscheidung in die zweite Bundesliga absteigen müssten? Sowas findet man nur geil wenn man ein Idiot ist der sich noch in 10 Jahren nach 6 Bier in der Eckkneipe darüber ausregen will wie der Drecksschiri von der Fussballmafia uns damals absichtlich verpfiffen hat weil sie die Eintracht nicht in der Bundesliga haben wollen.

Was von vielen Fans als Argument angebracht wird ist inhaltlich noch unter dem Niveau des Doppelpass über dessen niedriges Niveau sich die gleichen Leute jede Woche aufregen.
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Was haltet ihr von Zeitstrafen, die zB bei Zeitspiel oder unsportlichem Verhalten vergeben werden?

Mir schwebt da immer eine 2 min bzw 5 min Strafe die mit der netto Spielzeit abgeglichen wird.

Verhängt wird sie zb bei Zeitspiel(auch wen jmd vom Platz schleicht, der Eingewechselte darf dann erst 2 min später aufs Feld oder wenn der Gegner zb das Ausführen eines Freistoßes behindert)
Die Strafen können auch aufbauend sein also für das gleiche vergehen erst 2 min dann 5 min dann gelbe Karte


Das sympathische daran ist, dass es eine sehr starke Sanktion ist (Spieler vom Feld) aber eben nur relativ kurz. Die Schwelle zum verteilen sollte auch recht niedrig sein. Ggf kicken dann halt nur 8 gegen 9 aber eben zeitlich begrenzt.


was mir übrigens auch noch aufgefallen ist deutsche Schiris sind unfassbar schlecht was das Pfeifen von Ausbällen angeht, das ist teilweise wirklich peinlich auf was für Ergebnisse die kommen.
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Das auch "Normalos" gegen den VAR sind bedeutet aber nicht zwingend das der VAR ein schlechtes Konzept ist sondern zeigt eher das es auch unter den "Normalos" Menschen gibt die nur von 12 Uhr bis Mittag denken. Und Konsequenz bedeutet in dem Fall auch einen Holzweg bis zum Ende zu gehen.

Challenges verhindern auch nicht das ein Team und seine Anhänger sich benachteiligt fühlen weil sie das immer tun werden. Dazu muss man sich ja nur anschauen wie Vereinsverantwortliche an jedem Spieltag gegen die Schiris hetzen wegen Entscheidungen die glasklar regelkonform sind und die ihnen von den Schiris wenige Wochen zuvor in Schulungen mit Bildmaterial genauestens erklärt wurden.
Ittrich hatte dazu im Schirispecial bei den Rocketbeans gemeint das man sich da als Schiri komplett verarscht vorkommt. Man opfert da ganze Tage die man mit der Familie verbringen könnte und fährt durch die komplette Bundesrepublik um Spielern sowie Verantwortlichen die Regeln zu erklären und eine Woche später stellen sie dich live im TV als das größte ********* hin das die Regeln auslegt wie es ihm passt.
Super dazu auch Eberls Verhalten bezüglich der neuen Regelung mit gelben Karten wegen Meckerns etc. In der Doku über Aytekin redet der minutenlang in der Kabine mit Aytekin wie toll er das findet das so ein Verhalten endlich sanktioniert wird und das die Verantwortlichen wie er auch eine Verantwortung hätten nur um eine Woche später gegen das komplette Schiedsrichterwesen zu hetzen nachdem Plea vom Platz fliegt weil er sich nicht wie ein normaler Mensch benehmen kann.

Die Ultras beim Thema VAR als verblödet zu bezeichnen ist vollkommen legitim wenn man sieht was für Argumente da gegen den VAR vorgebracht werden.
Man kann ja die Bedenken äußern das der VAR irgendwann, wie im American Football, für Werbeeinblendungen genutzt wird und man kann Fehler kritisieren die es beim VAR noch gibt. Aber wer allen Ernstes gegen den VAR ist weil man nicht mehr so schön jubeln kann, man nichtmehr so viel über Fehlentscheidungen diskutieren kann, es früher auch ohne den VAR ging oder whatever ist mit "verblödet" noch nett beschrieben.
Der VAR sorgt nachweislich für weniger Fehlentscheidungen und wie kann man allen Ernstes für mehr Fehlentscheidungen sein? Stell dir vor unser Tor in der Relegation wäre nicht anerkannt worden weil der Schiri einen Knick in der Optik hatte? Fändest da das geil das wir wegen so einer Fehlentscheidung in die zweite Bundesliga absteigen müssten? Sowas findet man nur geil wenn man ein Idiot ist der sich noch in 10 Jahren nach 6 Bier in der Eckkneipe darüber ausregen will wie der Drecksschiri von der Fussballmafia uns damals absichtlich verpfiffen hat weil sie die Eintracht nicht in der Bundesliga haben wollen.

Was von vielen Fans als Argument angebracht wird ist inhaltlich noch unter dem Niveau des Doppelpass über dessen niedriges Niveau sich die gleichen Leute jede Woche aufregen.
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Lieber Maddux, inhaltlich bin ich ja voll bei Dir und ein absoluter Befürworter des VAR.

Aber man muss, denke ich, auch den vermeintlichen Nostalgikern und denen, die Du als idioten hinstellst, weil sie aufgrund welcher Argumente auch immer, den VAR ablehnen und damit in der Tat mehr Fehlentscheidungen wollen bzw. in Kauf nehmen, den Raum geben, das selbst zu beurteilen. Ich behaupte, es gibt auch eine Menge intelligenter Menschen, die lieber wieder ohne VAR leben würden. Dabei geht es aber nicht darum, dass man dann explizit pro mehr Fehlentscheidungen ist.

In der perfekten Welt gibt es weder VAR noch Fehlentscheidungen....

Und wer gern die Fehler hat, sieht und diskutiert, ist deswegen auch nicht zwingend ein Idiot.
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Nein, das meinen die glaube ich nicht. Aber der Exil-Adler hat das Problem ja schon benannt: es soll bei arg knappen Abseitspositionen bei der "ursprünglichen Entscheidung" bleiben.

Was ein Blödsinn ist, der der Linienrichter hat ja oft gar nicht entschieden, sondern weisungsgemäß "geschwiegen", um nicht einen Vorteil durch ein falsches Fahnenheben wegzunehmen, sondern die Entscheidung dem VAR zu überlassen. Wenn der jetzt auch nicht entscheidet, wer denn dann?

Außerdem würde ja ohnehin nur eine neue Diskussion entfacht werden: war es knapp genug, die Sache durchzuwinken und wie deutlich genau muss das Abseits denn sein? Sind es zwei, fünf, zehn Zentimeter? Ein halber Meter? Was denn nun?

Es sollte bleiben, wie es ist. In der Leichtathletik und beim Radsport lässt man auch Hundertstel Sekunden und Zielfoto entscheiden und niemand heult deswegen rum. In der Formel 1 entscheiden Tausendstel über die Pole Position. Noch keinen gehört, dem das "zu knapp" und nicht "eindeutig genug" war.
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Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.
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Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.
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kinimod schrieb:

Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.

Du meinst, wenn man sieht, dass ein Spieler ein paar Zentimeter im Abseits steht, hätte sich niemand beklagt, wenn der SR gesagt hätte: "Sei´s drum. Ich entscheide mal auf Nicht-Abseits"? Im Ernst?
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Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.
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Abseits ist Abseits, die Phrase erlaube ich mir jetzt
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kinimod schrieb:

Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.

Du meinst, wenn man sieht, dass ein Spieler ein paar Zentimeter im Abseits steht, hätte sich niemand beklagt, wenn der SR gesagt hätte: "Sei´s drum. Ich entscheide mal auf Nicht-Abseits"? Im Ernst?
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kinimod schrieb:

Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.




Die Abseitslinie legt sich sich ja nicht automatisch an, sodass die ganze Angelegeheit objektiviert würde. Deswegen fand ich die "gleiche Höhe" sinnvoller.

Die hier immer wieder beschriebene Objektivität der Entscheidung existiert schlichtweg nicht, da auch bei der momentanen Regelung Menschen über Sekundenbruchteile und das Anlegen der Linien entscheiden.

Also kann man bei Milimeterentscheidungen durchaus unterschiedlicher Meinung sein.
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kinimod schrieb:

Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.




Die Abseitslinie legt sich sich ja nicht automatisch an, sodass die ganze Angelegeheit objektiviert würde. Deswegen fand ich die "gleiche Höhe" sinnvoller.

Die hier immer wieder beschriebene Objektivität der Entscheidung existiert schlichtweg nicht, da auch bei der momentanen Regelung Menschen über Sekundenbruchteile und das Anlegen der Linien entscheiden.

Also kann man bei Milimeterentscheidungen durchaus unterschiedlicher Meinung sein.
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Gabor1 schrieb:

kinimod schrieb:

Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.




Die Abseitslinie legt sich sich ja nicht automatisch an, sodass die ganze Angelegeheit objektiviert würde. Deswegen fand ich die "gleiche Höhe" sinnvoller.

Die hier immer wieder beschriebene Objektivität der Entscheidung existiert schlichtweg nicht, da auch bei der momentanen Regelung Menschen über Sekundenbruchteile und das Anlegen der Linien entscheiden.

Also kann man bei Milimeterentscheidungen durchaus unterschiedlicher Meinung sein.


Ist das so? Ich dachte, die Abseitslinie wird vor dem Spiel kalibriert und anhand dieser Kalibrierung wird dann eben doch automatisch messbar, ob Abseits oder nicht. Also eben nicht Sekundenbruchteile, bei der Entscheidung sondern klare Berechnung. Kann sein, dass ich es falsch verstanden habe, dann möge man mich verbessern.
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Gabor1 schrieb:

kinimod schrieb:

Ganz allgemein mal: Den Begriff "gleiche Höhe" gibt es nicht mehr. Ich finde die Millimeterentscheidungen ziemlich bescheuert. Bei den vielen Millimeterentscheidungen der letzten Wochen hätte sich niemand beklagt, wenn es andersherum entschieden wäre.




Die Abseitslinie legt sich sich ja nicht automatisch an, sodass die ganze Angelegeheit objektiviert würde. Deswegen fand ich die "gleiche Höhe" sinnvoller.

Die hier immer wieder beschriebene Objektivität der Entscheidung existiert schlichtweg nicht, da auch bei der momentanen Regelung Menschen über Sekundenbruchteile und das Anlegen der Linien entscheiden.

Also kann man bei Milimeterentscheidungen durchaus unterschiedlicher Meinung sein.


Ist das so? Ich dachte, die Abseitslinie wird vor dem Spiel kalibriert und anhand dieser Kalibrierung wird dann eben doch automatisch messbar, ob Abseits oder nicht. Also eben nicht Sekundenbruchteile, bei der Entscheidung sondern klare Berechnung. Kann sein, dass ich es falsch verstanden habe, dann möge man mich verbessern.
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Bei der Aytekin-Doku hat man das ja schön sehen können: die kalibrierte Linie wird an dem Körperteil angelegt, mit dem man ein Tor erzielen kann, und zwar bei dem Spieler, der im Abseitsraum steht (egal ob Verteidiger oder Stürmer). Das gleich wird bei dem Spieler gemacht, der diesem Spieler am nächsten steht. Das System errichtet automatisch ein Lot zum Spielfeld, anhand dessen man genau sehen kann, wer von beiden weiter vorn und wer weiter hinten steht. Also nix mit Menschen, die in Sekundenbruchteilen über Millimeter entscheiden müssen.

Das einzige, was Menschen festlegen müssen, ist der Moment der Ballabgabe. Und auch das ist anders und klarer geregelt als die meisten denken: es ist nämlich nicht der Moment, da der Ball den Fuß des Abspielenden verlässt, sondern der Moment, da der Fuß den Ball zum Abspiel trifft. Gleichwohl ist das der einzige Moment, über den man diskutieren kann. Nicht aber über "gleiche Höhe". Wenn es exakt gleiche Höhe ist, wird das auch vom System als gleiche Höhe erkannt.
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Bei der Aytekin-Doku hat man das ja schön sehen können: die kalibrierte Linie wird an dem Körperteil angelegt, mit dem man ein Tor erzielen kann, und zwar bei dem Spieler, der im Abseitsraum steht (egal ob Verteidiger oder Stürmer). Das gleich wird bei dem Spieler gemacht, der diesem Spieler am nächsten steht. Das System errichtet automatisch ein Lot zum Spielfeld, anhand dessen man genau sehen kann, wer von beiden weiter vorn und wer weiter hinten steht. Also nix mit Menschen, die in Sekundenbruchteilen über Millimeter entscheiden müssen.

Das einzige, was Menschen festlegen müssen, ist der Moment der Ballabgabe. Und auch das ist anders und klarer geregelt als die meisten denken: es ist nämlich nicht der Moment, da der Ball den Fuß des Abspielenden verlässt, sondern der Moment, da der Fuß den Ball zum Abspiel trifft. Gleichwohl ist das der einzige Moment, über den man diskutieren kann. Nicht aber über "gleiche Höhe". Wenn es exakt gleiche Höhe ist, wird das auch vom System als gleiche Höhe erkannt.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Wenn es exakt gleiche Höhe ist, wird das auch vom System als gleiche Höhe erkannt.


Das wollte ich eigentlich mit meinem Beitrag sagen. Gleiche Höhe gibt es so gut wie nicht, da es bei dieser Millimeter- und Millisekundenentscheidungen ein reiner Zufall wäre diese "exakt gleiche Höhe". Als dieser Begriff entstand war von Millimeterentscheidungen noch keine Rede. Von daher bin ich nicht begeistert über diese Art des Videobeweises. Für andere Entscheidungen halte ich den Videobeweis allerdings für sinnvoll.
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Bei der Aytekin-Doku hat man das ja schön sehen können: die kalibrierte Linie wird an dem Körperteil angelegt, mit dem man ein Tor erzielen kann, und zwar bei dem Spieler, der im Abseitsraum steht (egal ob Verteidiger oder Stürmer). Das gleich wird bei dem Spieler gemacht, der diesem Spieler am nächsten steht. Das System errichtet automatisch ein Lot zum Spielfeld, anhand dessen man genau sehen kann, wer von beiden weiter vorn und wer weiter hinten steht. Also nix mit Menschen, die in Sekundenbruchteilen über Millimeter entscheiden müssen.

Das einzige, was Menschen festlegen müssen, ist der Moment der Ballabgabe. Und auch das ist anders und klarer geregelt als die meisten denken: es ist nämlich nicht der Moment, da der Ball den Fuß des Abspielenden verlässt, sondern der Moment, da der Fuß den Ball zum Abspiel trifft. Gleichwohl ist das der einzige Moment, über den man diskutieren kann. Nicht aber über "gleiche Höhe". Wenn es exakt gleiche Höhe ist, wird das auch vom System als gleiche Höhe erkannt.
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Ein nicht unwichtiger Grund warum es die Diskussion um Millimeterentscheidungen gibt ist die Dicke der Linie die fürs TV benutzt wird.
Der VAR hat diese ein Pixel breiten Linien die man in der Doku sieht und im TV werden, zur besseren Visualisierung, diese dicken Linien genutzt die aussehen als wären sie mit einem 5000er Edding gezogen. Da sieht im TV dann schnell was wie gleiche Höhe aus was für den VAR klar 10 Zentimeter Abseits ist.
Diskutabel ist da nur der exakte Moment wann der Passgeber den Ball berührt hat. Szenen die so knapp sind das man es selbst mit den VAR-Linien nicht auflösen kann gibt es keine 5 pro Saison und werden, nachdem es deswegen in England vor ein paar Monaten Probleme gab, mittlerweile als gleiche Höhe bzw "im Zweifel für den Angreifer" gewertet.


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