Corona - Umgang mit Ü60-Mitarbeiter/innen

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Meine Frau (Ü60) arbeitet in einer Kita in einer leitenden Sonderfunktion.
Nun soll sie ab nächster Woche, wenn die Kita für Kinder systemrelevanter Kinder wieder teilgeöffnet wird, wieder arbeiten.
In der Kita sind ausschließlich junge Mitarbeiter/innen beschäftigt, ein Abstand halten (auch zu den Kindern) ist nahezu unmöglich. Meine Frau ist zwar fit, hat aber im Laufe ihres Lebens naturgemäß die eine oder andere relevante Vorerkrankung angesammelt, und sie ist eben Ü60.
Naturgemäß mache ich mir jetzt Sorgen.

Hat jemand Erfahrungen, wie der Umgang mit Ü60-Mitarbeiter/innen in Unternehmen / im Unternehmen, wo ihr arbeitet gestaltet wird? Gibt es da Regelungen oder bestimmte Handhabungen?

Für Tipps oder Erfahrungsberichte würde ich mich freuen. Vielen Dank!
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Meine Frau ist zwar *erst* Ü50, aber aufgrund eine Lungen-Vorgeschichte natürlich Risiko-Gruppe. Da sie auch noch im Klinikum arbeitet, wäre das meiner Ansicht nach unverantwortlich. So sieht es auch ihr Arzt und schreibt sie jetzt so lange krank, bis das mit dem Klinikum / Kasse geklärt ist. Zumal sie sich diese Lungengeschichte auch noch im Krankenhaus geholt hat, weil der Patient, den sie betreut hatte, in der Klinik nicht auf Tuberkulose getestet wurde...

Will sagen, richtig schlau sind wir auch noch nicht, aber jetzt hilft erstmal der Hausarzt, bis das alles geklärt ist.
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Meine Frau ist zwar *erst* Ü50, aber aufgrund eine Lungen-Vorgeschichte natürlich Risiko-Gruppe. Da sie auch noch im Klinikum arbeitet, wäre das meiner Ansicht nach unverantwortlich. So sieht es auch ihr Arzt und schreibt sie jetzt so lange krank, bis das mit dem Klinikum / Kasse geklärt ist. Zumal sie sich diese Lungengeschichte auch noch im Krankenhaus geholt hat, weil der Patient, den sie betreut hatte, in der Klinik nicht auf Tuberkulose getestet wurde...

Will sagen, richtig schlau sind wir auch noch nicht, aber jetzt hilft erstmal der Hausarzt, bis das alles geklärt ist.
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Andy schrieb:

Will sagen, richtig schlau sind wir auch noch nicht, aber jetzt hilft erstmal der Hausarzt, bis das alles geklärt ist.                                              

Sollte, zumindest für Euch, auch vorerst die beste Lösung sein. Bleibt gesund!
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Meine Frau (Ü60) arbeitet in einer Kita in einer leitenden Sonderfunktion.
Nun soll sie ab nächster Woche, wenn die Kita für Kinder systemrelevanter Kinder wieder teilgeöffnet wird, wieder arbeiten.
In der Kita sind ausschließlich junge Mitarbeiter/innen beschäftigt, ein Abstand halten (auch zu den Kindern) ist nahezu unmöglich. Meine Frau ist zwar fit, hat aber im Laufe ihres Lebens naturgemäß die eine oder andere relevante Vorerkrankung angesammelt, und sie ist eben Ü60.
Naturgemäß mache ich mir jetzt Sorgen.

Hat jemand Erfahrungen, wie der Umgang mit Ü60-Mitarbeiter/innen in Unternehmen / im Unternehmen, wo ihr arbeitet gestaltet wird? Gibt es da Regelungen oder bestimmte Handhabungen?

Für Tipps oder Erfahrungsberichte würde ich mich freuen. Vielen Dank!
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In Hessens Schulen sind Lehrer Ü60 aus der Notbetreuung ausgenommen.
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Meine Frau (Ü60) arbeitet in einer Kita in einer leitenden Sonderfunktion.
Nun soll sie ab nächster Woche, wenn die Kita für Kinder systemrelevanter Kinder wieder teilgeöffnet wird, wieder arbeiten.
In der Kita sind ausschließlich junge Mitarbeiter/innen beschäftigt, ein Abstand halten (auch zu den Kindern) ist nahezu unmöglich. Meine Frau ist zwar fit, hat aber im Laufe ihres Lebens naturgemäß die eine oder andere relevante Vorerkrankung angesammelt, und sie ist eben Ü60.
Naturgemäß mache ich mir jetzt Sorgen.

Hat jemand Erfahrungen, wie der Umgang mit Ü60-Mitarbeiter/innen in Unternehmen / im Unternehmen, wo ihr arbeitet gestaltet wird? Gibt es da Regelungen oder bestimmte Handhabungen?

Für Tipps oder Erfahrungsberichte würde ich mich freuen. Vielen Dank!
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@Wuerzi,

meine Frau arbeitet hier in FFM auch in einer Kita. Hier haben alle Kitas Notdienste für Kinder von systemrelevante Eltern. Sie ist zwar nicht Ü60, hat aber Ü60 Kolleginnen und sowohl U3 Kinder als auch ältere Kinder. Abstand halten in der Kita ist unmöglich. Schon mal gar nicht bei U3 Kindern, die müssen gewickelt, getragen, getröstet und zum Schlafen gelegt werden.
Schwierig gestaltet sich auch der Umgang mit den Körperflüssigkeiten. Viele Kinder erbrechen, pinkeln neben das Klo oder Spielern und Verreiben das Kakka!
In der Kita ist reichlich Durchlauf: Eltern bringen+holen die Kids, Essen wird täglich geliefert und man hat z.Z. vermehrt Handwerker im Haus, um die Zeit für notwendige Renovierungsarbeiten/Reparaturarbeiten zu nutzen.

Als sehr belastend empfindet Sie die generelle Abrufbereitschaft in anderen Kitas aushelfen zu müssen. Dort wo zu viele ausfallen, werden Erzieherinnen andere Kitas hingeschickt in ein für Sie völlig fremdes Umfeld mit fremden Kindern und Kollegen. Viele halten der psychischen Belastung deshalb nicht stand und fallen aus. Der Krankenstand ist z.Z. sehr hoch und auch meine Frau ist diese Woche erstmals zuhause geblieben. Zwiespältig, weil man ja auch fremde Kollegen nicht im Stich lassen möchte. Aber die Gesundheit geht einfach vor.

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Andy schrieb:

Will sagen, richtig schlau sind wir auch noch nicht, aber jetzt hilft erstmal der Hausarzt, bis das alles geklärt ist.                                              

Sollte, zumindest für Euch, auch vorerst die beste Lösung sein. Bleibt gesund!
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Basaltkopp schrieb:

Bleibt gesund!


Danke!
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Danke schon mal für die Antworten!
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@Wuerzi,

meine Frau arbeitet hier in FFM auch in einer Kita. Hier haben alle Kitas Notdienste für Kinder von systemrelevante Eltern. Sie ist zwar nicht Ü60, hat aber Ü60 Kolleginnen und sowohl U3 Kinder als auch ältere Kinder. Abstand halten in der Kita ist unmöglich. Schon mal gar nicht bei U3 Kindern, die müssen gewickelt, getragen, getröstet und zum Schlafen gelegt werden.
Schwierig gestaltet sich auch der Umgang mit den Körperflüssigkeiten. Viele Kinder erbrechen, pinkeln neben das Klo oder Spielern und Verreiben das Kakka!
In der Kita ist reichlich Durchlauf: Eltern bringen+holen die Kids, Essen wird täglich geliefert und man hat z.Z. vermehrt Handwerker im Haus, um die Zeit für notwendige Renovierungsarbeiten/Reparaturarbeiten zu nutzen.

Als sehr belastend empfindet Sie die generelle Abrufbereitschaft in anderen Kitas aushelfen zu müssen. Dort wo zu viele ausfallen, werden Erzieherinnen andere Kitas hingeschickt in ein für Sie völlig fremdes Umfeld mit fremden Kindern und Kollegen. Viele halten der psychischen Belastung deshalb nicht stand und fallen aus. Der Krankenstand ist z.Z. sehr hoch und auch meine Frau ist diese Woche erstmals zuhause geblieben. Zwiespältig, weil man ja auch fremde Kollegen nicht im Stich lassen möchte. Aber die Gesundheit geht einfach vor.

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PhillySGE schrieb:

Zwiespältig, weil man ja auch fremde Kollegen nicht im Stich lassen möchte. Aber die Gesundheit geht einfach vor.


Ja, das schlechte Gewissen kann man bekommen. Aber geht nicht anders. Zumal sich meine Frau auch noch vor 14 Tagen in der Klinik Influenza A geholt hat, weil der Schutz nicht mehr gegeben war (Masken und Desinfektionsmittel-Knappheit) weil auch hier die KH-Leitung gepennt hat, während Besucher und wildfremde Personen fleißig im KH die Schutzmasken und Sterillium plünderten...
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Bei uns sind alle Ü60-Leute sowie Vorerkrankte oder chronisch Kranke vom Notdienst freigestellt und von der Chefin ins Home-Office verdonnert worden. Mit der sehr energischen Begründung: "Das ist jetzt nicht die Zeit für falsch verstandenen Arbeitsethos!" Fand ich gut.

Falls man als Risiko-Gruppler derzeit tatsächlich von "oben" zum Arbeiten gedrängt wird, würde ich immer zur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung raten.
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Meine Frau (Ü60) arbeitet in einer Kita in einer leitenden Sonderfunktion.
Nun soll sie ab nächster Woche, wenn die Kita für Kinder systemrelevanter Kinder wieder teilgeöffnet wird, wieder arbeiten.
In der Kita sind ausschließlich junge Mitarbeiter/innen beschäftigt, ein Abstand halten (auch zu den Kindern) ist nahezu unmöglich. Meine Frau ist zwar fit, hat aber im Laufe ihres Lebens naturgemäß die eine oder andere relevante Vorerkrankung angesammelt, und sie ist eben Ü60.
Naturgemäß mache ich mir jetzt Sorgen.

Hat jemand Erfahrungen, wie der Umgang mit Ü60-Mitarbeiter/innen in Unternehmen / im Unternehmen, wo ihr arbeitet gestaltet wird? Gibt es da Regelungen oder bestimmte Handhabungen?

Für Tipps oder Erfahrungsberichte würde ich mich freuen. Vielen Dank!
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Über Regelungen und Handhabungen kann ich leider nichts konstruktives beitragen.
An eurer Stelle würde ich mich an den Hausarzt wenden um ein Attest bzgl. der Vorerkrankungen deiner Frau zu bekommen und dieses dann zusammen mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beim Arbeitgeber einreichen.
Ich denke damit sorgt ihr für Transparenz beim Arbeitgeber und deiner Frau ist die Last der Zumutung fürs erste genommen.
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Meine Frau (Ü60) arbeitet in einer Kita in einer leitenden Sonderfunktion.
Nun soll sie ab nächster Woche, wenn die Kita für Kinder systemrelevanter Kinder wieder teilgeöffnet wird, wieder arbeiten.
In der Kita sind ausschließlich junge Mitarbeiter/innen beschäftigt, ein Abstand halten (auch zu den Kindern) ist nahezu unmöglich. Meine Frau ist zwar fit, hat aber im Laufe ihres Lebens naturgemäß die eine oder andere relevante Vorerkrankung angesammelt, und sie ist eben Ü60.
Naturgemäß mache ich mir jetzt Sorgen.

Hat jemand Erfahrungen, wie der Umgang mit Ü60-Mitarbeiter/innen in Unternehmen / im Unternehmen, wo ihr arbeitet gestaltet wird? Gibt es da Regelungen oder bestimmte Handhabungen?

Für Tipps oder Erfahrungsberichte würde ich mich freuen. Vielen Dank!
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Darf ich nach dem Träger fragen?
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Darf ich nach dem Träger fragen?
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FrankenAdler schrieb:

Darf ich nach dem Träger fragen?

Konfessionell.


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