Ich beneide Alexander Richter für seine Geduld. Ich hätte das Interview vermutlich bei dieser Frage abgebrochen:
Trotz des zweifachen Verpassens der Liga A hat die Eintracht Toptalente wie Alexander Staff, Benjamin Dzanovic und Nilo Neuendorff im Kader, der jüngst einen Profivertrag erhielt. Wie erklären Sie sich die diese Diskrepanz?
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
Ich beneide Alexander Richter für seine Geduld. Ich hätte das Interview vermutlich bei dieser Frage abgebrochen:
Trotz des zweifachen Verpassens der Liga A hat die Eintracht Toptalente wie Alexander Staff, Benjamin Dzanovic und Nilo Neuendorff im Kader, der jüngst einen Profivertrag erhielt. Wie erklären Sie sich die diese Diskrepanz?
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
Das ändert nichts daran, dass es offenbar nach immerhin fast 4 Jahren im Amt unter Richter nicht besonders gut läuft für usneren Nachwuchs.keiner aufgrückt in den Porfikader, und dann in einer Liga mit
Karlsruher SC, den SC Freiburg, die SGV Freiberg, Jahn Regensburg, 1860 München und Rot-Weiß Walldorf.
Das ist erbärmlich, tut mir leid.Und um mir böse Kommentare zuzuziehen: ich bezweifle, dass die Trainer Alex Meier für die U 19 und Dennis Schmitt für die U 21 optimale Lösungen sind.Und ob Richterwirklich gut ist, weiß ich auch nicht.
Ich beneide Alexander Richter für seine Geduld. Ich hätte das Interview vermutlich bei dieser Frage abgebrochen:
Trotz des zweifachen Verpassens der Liga A hat die Eintracht Toptalente wie Alexander Staff, Benjamin Dzanovic und Nilo Neuendorff im Kader, der jüngst einen Profivertrag erhielt. Wie erklären Sie sich die diese Diskrepanz?
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
Kann sein, auf der anderen Seite bin ich froh über jedes Interview, was nicht vereinsintern und somit natürlich dreimal gefiltert und beschönigt ist.
Sorry, das war reines Provozieren.
Nicht eine einzige Frage, die auch nur den Anschein vermittelt, dass einen wirklich thematisch etwas interessiert, sondern nur 12 Mal: Warum arbeitet ihr scheiße?
Tabelle kann jeder selbst lesen, da braucht es kein Interview.
Kann sein, auf der anderen Seite bin ich froh über jedes Interview, was nicht vereinsintern und somit natürlich dreimal gefiltert und beschönigt ist.
Sorry, das war reines Provozieren.
Nicht eine einzige Frage, die auch nur den Anschein vermittelt, dass einen wirklich thematisch etwas interessiert, sondern nur 12 Mal: Warum arbeitet ihr scheiße?
Tabelle kann jeder selbst lesen, da braucht es kein Interview.
Wir gewinnen 4:3 nach Elfmeterschießen (Nach der regulären Spielzeit stand es 2:2, Tore von Yupanqui zum 1:1 und Dzanovic in der 81. zum 2:2, Verlängerung gab es keine) Die Elfer verwandelten Dzanovic, Mensah, Souza und Dills. Ilivicevic vergab den ersten. Siljevic parierte 2 von Bilbao.
Insgesamt eine starke kämpferische Leistung der Jungs, die sich ins Elfmeterschießen gerettet haben. Fairerweise muss man sagen, dass Bilbao die deutlich bessere Mannschaft und gerade über weite Teile der ersten Halbzeit drückend überlegen war. Da hatte man großes Glück, nicht schon deutlicher in Rückstand zu geraten. Von der Passqualität, der Auffassungsgabe und auch der Zweikampfhärte waren die schon eine Klasse besser, aber die Jungs von Bilbao spielen auch fast ausschließlich schon dritte und vierte spanische Liga. Zudem war Bilbao in der Ligaphase ja nicht umsonst eines der Topteams und hat allgemein eine der besten Jugendabteilungen weltweit.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Insgesamt eine starke kämpferische Leistung der Jungs, die sich ins Elfmeterschießen gerettet haben. Fairerweise muss man sagen, dass Bilbao die deutlich bessere Mannschaft und gerade über weite Teile der ersten Halbzeit drückend überlegen war. Da hatte man großes Glück, nicht schon deutlicher in Rückstand zu geraten. Von der Passqualität, der Auffassungsgabe und auch der Zweikampfhärte waren die schon eine Klasse besser, aber die Jungs von Bilbao spielen auch fast ausschließlich schon dritte und vierte spanische Liga. Zudem war Bilbao in der Ligaphase ja nicht umsonst eines der Topteams und hat allgemein eine der besten Jugendabteilungen weltweit.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Insgesamt eine starke kämpferische Leistung der Jungs, die sich ins Elfmeterschießen gerettet haben. Fairerweise muss man sagen, dass Bilbao die deutlich bessere Mannschaft und gerade über weite Teile der ersten Halbzeit drückend überlegen war. Da hatte man großes Glück, nicht schon deutlicher in Rückstand zu geraten. Von der Passqualität, der Auffassungsgabe und auch der Zweikampfhärte waren die schon eine Klasse besser, aber die Jungs von Bilbao spielen auch fast ausschließlich schon dritte und vierte spanische Liga. Zudem war Bilbao in der Ligaphase ja nicht umsonst eines der Topteams und hat allgemein eine der besten Jugendabteilungen weltweit.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Insgesamt eine starke kämpferische Leistung der Jungs, die sich ins Elfmeterschießen gerettet haben. Fairerweise muss man sagen, dass Bilbao die deutlich bessere Mannschaft und gerade über weite Teile der ersten Halbzeit drückend überlegen war. Da hatte man großes Glück, nicht schon deutlicher in Rückstand zu geraten. Von der Passqualität, der Auffassungsgabe und auch der Zweikampfhärte waren die schon eine Klasse besser, aber die Jungs von Bilbao spielen auch fast ausschließlich schon dritte und vierte spanische Liga. Zudem war Bilbao in der Ligaphase ja nicht umsonst eines der Topteams und hat allgemein eine der besten Jugendabteilungen weltweit.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Nein, heute laufen noch 8 Spiele. U.a. im Müngersdorfer Stadion Köln-Inter Mailand. Auverkauft mit 50.000! und wird auf DAZN übertragen. Wen es interessiert Anstoß 18:00
Das Achtelfinale findet entweder am 24. oder 25. Februar statt. Auslosung ist am Freitag um 13 Uhr. Dann wird auch gleich der gesamte Turnierbaum bis zum Finale gelost. Soweit ich weiß, gibt es ab dem Achtelfinale eine freie Auslosung. Wir könnten also auf sämtliche Gegner treffen, die sich gestern und heute durchgesetzt haben und sowohl ein Heim- als auch ein Auswärtsspiel zugelost bekommen.
Insgesamt eine starke kämpferische Leistung der Jungs, die sich ins Elfmeterschießen gerettet haben. Fairerweise muss man sagen, dass Bilbao die deutlich bessere Mannschaft und gerade über weite Teile der ersten Halbzeit drückend überlegen war. Da hatte man großes Glück, nicht schon deutlicher in Rückstand zu geraten. Von der Passqualität, der Auffassungsgabe und auch der Zweikampfhärte waren die schon eine Klasse besser, aber die Jungs von Bilbao spielen auch fast ausschließlich schon dritte und vierte spanische Liga. Zudem war Bilbao in der Ligaphase ja nicht umsonst eines der Topteams und hat allgemein eine der besten Jugendabteilungen weltweit.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
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Nein, heute laufen noch 8 Spiele. U.a. im Müngersdorfer Stadion Köln-Inter Mailand. Auverkauft mit 50.000! und wird auf DAZN übertragen. Wen es interessiert Anstoß 18:00
Insgesamt eine starke kämpferische Leistung der Jungs, die sich ins Elfmeterschießen gerettet haben. Fairerweise muss man sagen, dass Bilbao die deutlich bessere Mannschaft und gerade über weite Teile der ersten Halbzeit drückend überlegen war. Da hatte man großes Glück, nicht schon deutlicher in Rückstand zu geraten. Von der Passqualität, der Auffassungsgabe und auch der Zweikampfhärte waren die schon eine Klasse besser, aber die Jungs von Bilbao spielen auch fast ausschließlich schon dritte und vierte spanische Liga. Zudem war Bilbao in der Ligaphase ja nicht umsonst eines der Topteams und hat allgemein eine der besten Jugendabteilungen weltweit.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Nein, heute laufen noch 8 Spiele. U.a. im Müngersdorfer Stadion Köln-Inter Mailand. Auverkauft mit 50.000! und wird auf DAZN übertragen. Wen es interessiert Anstoß 18:00
Insgesamt eine starke kämpferische Leistung der Jungs, die sich ins Elfmeterschießen gerettet haben. Fairerweise muss man sagen, dass Bilbao die deutlich bessere Mannschaft und gerade über weite Teile der ersten Halbzeit drückend überlegen war. Da hatte man großes Glück, nicht schon deutlicher in Rückstand zu geraten. Von der Passqualität, der Auffassungsgabe und auch der Zweikampfhärte waren die schon eine Klasse besser, aber die Jungs von Bilbao spielen auch fast ausschließlich schon dritte und vierte spanische Liga. Zudem war Bilbao in der Ligaphase ja nicht umsonst eines der Topteams und hat allgemein eine der besten Jugendabteilungen weltweit.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Das Achtelfinale findet entweder am 24. oder 25. Februar statt. Auslosung ist am Freitag um 13 Uhr. Dann wird auch gleich der gesamte Turnierbaum bis zum Finale gelost. Soweit ich weiß, gibt es ab dem Achtelfinale eine freie Auslosung. Wir könnten also auf sämtliche Gegner treffen, die sich gestern und heute durchgesetzt haben und sowohl ein Heim- als auch ein Auswärtsspiel zugelost bekommen.
Köln übrigens verloren. Alle Deutschen raus. Moment, fast alle. Tja.
Im Achtelfinale
FC Chelsea Benfica FC Brügge Real Madrid FC Villareal Eintracht Frankfurt Atletico Madrid Maccabi Haifa (hat Barca ausgeschaltet) Betis Sevilla HJK Helsinki (hat City ausgeschaltet) AZ Alkmaar Sporting Paris SG Inter Mailand Legia Warschau MSK Zilina (Liverpool ausgeschaltet)
Es geht zu Hause gegen Sporting. Sporting hat die Liga Phase als 12. abgeschlossen. Der einzige gemeinsame Gegner in der Liga Phase war Neapel, wobei sie ebenso unentschieden gespielt haben wie wir. Dafür haben sie Club Brügge deren einzige Niederlage zu gefügt.
Es geht zu Hause gegen Sporting. Sporting hat die Liga Phase als 12. abgeschlossen. Der einzige gemeinsame Gegner in der Liga Phase war Neapel, wobei sie ebenso unentschieden gespielt haben wie wir. Dafür haben sie Club Brügge deren einzige Niederlage zu gefügt.
Ich beneide Alexander Richter für seine Geduld. Ich hätte das Interview vermutlich bei dieser Frage abgebrochen:
Trotz des zweifachen Verpassens der Liga A hat die Eintracht Toptalente wie Alexander Staff, Benjamin Dzanovic und Nilo Neuendorff im Kader, der jüngst einen Profivertrag erhielt. Wie erklären Sie sich die diese Diskrepanz?
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
Das ändert nichts daran, dass es offenbar nach immerhin fast 4 Jahren im Amt unter Richter nicht besonders gut läuft für usneren Nachwuchs.keiner aufgrückt in den Porfikader, und dann in einer Liga mit
Karlsruher SC, den SC Freiburg, die SGV Freiberg, Jahn Regensburg, 1860 München und Rot-Weiß Walldorf.
Das ist erbärmlich, tut mir leid.Und um mir böse Kommentare zuzuziehen: ich bezweifle, dass die Trainer Alex Meier für die U 19 und Dennis Schmitt für die U 21 optimale Lösungen sind.Und ob Richterwirklich gut ist, weiß ich auch nicht.
Es sollte denke ich klar sein, dass das gequirlter Mist ist, aber ich kann das nicht einfach ohne Antwort stehen lassen. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Jugendfußball beschäftigt, wird wissen, dass die Verpflichtung von Alex Richter so ziemlich das Beste ist, was der Eintracht passieren konnte. Endlich geht es im Jugendbereich mit einer klaren Strategie voran, nachdem man da viele, viele Jahre lang schlichtweg geschlafen hat.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff U18: Marvin Dills, Emil Möhler U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
ATlien schrieb:
Weiß jemand von euch was zu Dzanovics Zukunft?
Keine ganz neue Frage, vielleicht gibts ja neue Antworten...
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Das ändert nichts daran, dass es offenbar nach immerhin fast 4 Jahren im Amt unter Richter nicht besonders gut läuft für usneren Nachwuchs.keiner aufgrückt in den Porfikader, und dann in einer Liga mit
Karlsruher SC, den SC Freiburg, die SGV Freiberg, Jahn Regensburg, 1860 München und Rot-Weiß Walldorf.
Das ist erbärmlich, tut mir leid.Und um mir böse Kommentare zuzuziehen: ich bezweifle, dass die Trainer Alex Meier für die U 19 und Dennis Schmitt für die U 21 optimale Lösungen sind.Und ob Richterwirklich gut ist, weiß ich auch nicht.
Es sollte denke ich klar sein, dass das gequirlter Mist ist, aber ich kann das nicht einfach ohne Antwort stehen lassen. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Jugendfußball beschäftigt, wird wissen, dass die Verpflichtung von Alex Richter so ziemlich das Beste ist, was der Eintracht passieren konnte. Endlich geht es im Jugendbereich mit einer klaren Strategie voran, nachdem man da viele, viele Jahre lang schlichtweg geschlafen hat.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff U18: Marvin Dills, Emil Möhler U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
ATlien schrieb:
Weiß jemand von euch was zu Dzanovics Zukunft?
Keine ganz neue Frage, vielleicht gibts ja neue Antworten...
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Was du jedoch vergessen hast: Richter betont immer wieder das er ausbilden will und daher bei den richtig guten Talenten die individuelle Entwicklung (spielen im höheren Jahrgang) über irgendwelchen Ergebnissen steht. Leider wurde das in der zweiten halt "überdreht" und der Abstieg war maximal dämlich und hätte mit etwas mehr Erfahrung verhindert werden können. Hat aber Krösche auch schon zugegeben und ich Wette daraus hat das komplette NLZ gelernt.
Auch von mir vielen Dank für den tollen Bericht. Gerade wenn man aus NRW kommt, ist es toll zu lesen, diese ganzen Namen und wieso, weshalb, warum es so ist. Bitte öfter ...
DonGuillermo schrieb: Sowohl bei [Benjamin Dzanovic] als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sind. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Und schon hat man den Vertrag mit Eisele verlängert
Für mich ein ganz wichtiges Zeichen. Neben Noah Fenyö wahrscheinlich der größte Anführer, der die letzten Jahre unser NLZ durchlaufen hat. Eisele ist wirklich ein echter Leader, der in all seinen Mannschaften Kapitän war, und gleichzeitig ein absoluter Kämpfer, der schon einige Rückschläge wegstecken musste. Hat die damalige U17 vor zwei Jahren grandios zum Staffelsieg (wenn er auf dem Platz stand, wurden alle Spiele gewonnen) und ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft geführt und ist auch dieses Jahr stark zurückgekommen, nachdem er das komplette letzte Jahr verletzungsbedingt gefehlt hat. Ich hoffe, er bekommt in der zweiten Mannschaft auch genug Spielzeit.
Dadurch, dass er auch oft im defensiven Mittelfeld spielt, bringt er für mich alles mit, was ein moderner Innenverteidiger können muss. Vorne ist er auch immer mal für einen wichtigen Treffer gut wie damals im Halbfinale gegen Leverkusen oder zuletzt in der Youth League in Bilbao. Durch seine peruanische Staatsbürgerschaft und die Spiele für die dortigen U-Nationalmannschaften besitzt er darüber hinaus internationale Erfahrung. Er hat im U-Bereich bereits eine Kontinentalmeisterschaft gespielt und war zuletzt auf dem Radar der A-Nationalmannschaft.
Es besteht also auch bei Dzanovic noch Hoffnung. Allgemein wird die Kaderplanung für die zweite Mannschaft der kommenden Saison sehr interessant. Da gilt es viele Faktoren abzuwiegen. Welche Spieler will ich mit Spielzeit auf dem Niveau (hoffentlich Regionalliga) fördern? Wen will ich schon vorzeitig durchschieben? Wer ist vielleicht auch schon für das Profiteam interessant? Wer wird möglicherweise höherklassig verliehen oder sogar ganz abgegeben?
Von den Spielern im letzten Jugendjahr würde ich ansonsten nur noch möglicherweise bei Akram Ayadi mit einer Vertragsverlängerung rechnen. Aber auch da kommt es auf die Personalplanung an. Eigentlich ist man auf der Position im kommenden Jahr mit Pedro Guimaraes und Nilo Neuendorff schon gut besetzt. Guimaraes kommt jedoch neu aus dem Ausland und Neuendorff wird mit einer schweren Knieverletzung noch monatelang ausfallen. Aber auch Doumbia und Boakye Osei können links verteidigen, Wünsch und Bauer bei einer Dreierkette auf der Schiene spielen. Wobei auch hier bei allen vier Spielern noch überhaupt nicht sicher ist, ob sie kommende Saison dabei sind.
Harangi wird vermutlich jetzt noch mal (gibt Gerüchte aus Ungarn), spätestens aber im Sommer höherklassig verliehen. Das könnte für Ayadi vielleicht zum Vorteil werden. Denn wenn Harangi noch verliehen wird, Neuendorff verletzt ausfällt und Doumbia wegen Theates Verletzung bei den Profis aushelfen muss, wird es auch in der zweiten Mannschaft eng. Da könnte er diese Saison also vielleicht schon reinschnuppern.
Bei Jasha Barry und Lean Husterer sehe ich keine Perspektive auf einen Verbleib. Bei Barry lief in der U19 leider nicht mehr viel zusammen, sodass die Rückkehr ins NLZ ähnlich wie bei Abolfazl Masjedizadah eher ein Reinfall war. Laut Transfermarkt laufen bei der U19 ansonsten noch die Verträge von Alex Staff, Leonidas Tsiokos, Shayan Ahmadi, Yannis Ahouannou, Marlon Franzen, Niklas Scheller, Liam Mehic und Meris Gradascevic aus. Staff wird zum 18. Geburtstag im Juni sicher einen Profivertrag erhalten und so wie Gradascevic gefördert wird, mache ich mir da wegen eines Abgangs ebenfalls keine Sorgen. Entweder stimmt da die Angabe nicht oder es gibt schon eine entsprechende Absprache.
Tsiokos und Scheller bleiben hoffentlich auch über den Sommer hinaus. Das wären zwei bittere Abgänge, weil beide im kommenden Jahr zumindest Leistungsträger der U19 sein dürften. Gerade Scheller hat zuletzt eine riesige Entwicklung hingelegt, die in seinem Auftritt bei der U17-WM gipfelte. Franzen hingegen hat im Tor hinter Möhler und Gradascevic wenig Perspektive und Mehic hat diese Saison (aus mir unbekannten Gründen) noch überhaupt nicht gespielt. Da kann man in beiden Fällen von einem Abgang ausgehen.
Bei Ahouannou und Ahmadi ist die Entscheidung wahrscheinlich offener. Ahouannou war diese Saison in der Innenverteidigung zwar überwiegend gesetzt, da sehe ich nächstes Jahr aber Nicolas Peter, Igor Dola und Scheller (sofern er bleibt) vorne. Da hat er dieses Jahr auch von den Verletzungen von Peter und Scheller profitiert. Rechts müsste er sich mit Paul Bahoya, Sahin Balta und Johannes Vött messen. Meier scheint aber auf Ahouannou zu setzen, er hat auch in der Youth League viel gespielt. Das sieht bei Ahmadi schon anders aus und im Mittelfeld kommt im Sommer auch jede Menge Konkurrenz aus der U17 hoch.
Es sollte denke ich klar sein, dass das gequirlter Mist ist
Ich habe nicht so viel im Mist gequirlt wie Du, nur eine kurze Anmerkung gemacht. Alex Richter kann man mit Krösche vergleichen, nur dass Richter für das NLZ die Verantwortung trägt. Wenn dann nach 4 Jahren Amtszeit zwei Abstiege stehen und es kein Spieler wirklich in den Profikader geschafft hat, dann ist das keine gute Erfolgsbilanz. Punkt. Wenn die Bilanz von Krösche nach 4 Jahren der Abstieg in die 2. Liga wäre und er es nicht geschafft hätte, Spieler zu entwickeln, dann wäre das auch eine erbärmliche Bilanz, und da hilft es wenig, wenn er darauf verwiese, dass es einem anderen BuLi-Urgestein nicht besser gegangen ist. Nächstes Jahr gibt es keine Youth League mehr; die hoffnungsvollen Talente sollen sich in der zweiten Liga der Nachwuchsmannschaften tummeln, nicht mehr in der Elite des deutschen Nachwuchses. Da wird schwer werden, sie zu fördern und davon zu überzeugen, dass sie sportlich am richtigen Ort sind. Aber vermutlich ist es sonneklar, dass meine Bedenken nur gequirlter Mist sind. Es wäre interessant zu erfahren, wie die Leiter anderer NLZs die Qualität unseres NLZ unter Alex Richter so beurteilen. Das gäbe eine besseres Bild als die Ausführungen eines SGE-Insiders.
Es sollte denke ich klar sein, dass das gequirlter Mist ist, aber ich kann das nicht einfach ohne Antwort stehen lassen. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Jugendfußball beschäftigt, wird wissen, dass die Verpflichtung von Alex Richter so ziemlich das Beste ist, was der Eintracht passieren konnte. Endlich geht es im Jugendbereich mit einer klaren Strategie voran, nachdem man da viele, viele Jahre lang schlichtweg geschlafen hat.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff U18: Marvin Dills, Emil Möhler U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
ATlien schrieb:
Weiß jemand von euch was zu Dzanovics Zukunft?
Keine ganz neue Frage, vielleicht gibts ja neue Antworten...
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Was du jedoch vergessen hast: Richter betont immer wieder das er ausbilden will und daher bei den richtig guten Talenten die individuelle Entwicklung (spielen im höheren Jahrgang) über irgendwelchen Ergebnissen steht. Leider wurde das in der zweiten halt "überdreht" und der Abstieg war maximal dämlich und hätte mit etwas mehr Erfahrung verhindert werden können. Hat aber Krösche auch schon zugegeben und ich Wette daraus hat das komplette NLZ gelernt.
Es sollte denke ich klar sein, dass das gequirlter Mist ist, aber ich kann das nicht einfach ohne Antwort stehen lassen. Jeder, der sich ein bisschen mit dem Jugendfußball beschäftigt, wird wissen, dass die Verpflichtung von Alex Richter so ziemlich das Beste ist, was der Eintracht passieren konnte. Endlich geht es im Jugendbereich mit einer klaren Strategie voran, nachdem man da viele, viele Jahre lang schlichtweg geschlafen hat.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff U18: Marvin Dills, Emil Möhler U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
ATlien schrieb:
Weiß jemand von euch was zu Dzanovics Zukunft?
Keine ganz neue Frage, vielleicht gibts ja neue Antworten...
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
FR
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/trotz-verpasster-liga-wir-haben-keine-probleme-im-anwerben-94119247.html
Trotz verpasster Liga A: „Wir haben keine Probleme im Anwerben"
Alexander Richter verteidigt das Nachwuchsleistungszentrum gegen Kritik. Die Entwicklung der Spieler zähle mehr als Tabellenstände.
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
FR
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/trotz-verpasster-liga-wir-haben-keine-probleme-im-anwerben-94119247.html
Trotz verpasster Liga A: „Wir haben keine Probleme im Anwerben"
Alexander Richter verteidigt das Nachwuchsleistungszentrum gegen Kritik. Die Entwicklung der Spieler zähle mehr als Tabellenstände.
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
Karlsruher SC, den SC Freiburg, die SGV Freiberg, Jahn Regensburg, 1860 München und Rot-Weiß Walldorf.
Das ist erbärmlich, tut mir leid.Und um mir böse Kommentare zuzuziehen: ich bezweifle, dass die Trainer Alex Meier für die U 19 und Dennis Schmitt für die U 21 optimale Lösungen sind.Und ob Richterwirklich gut ist, weiß ich auch nicht.
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
Sorry, das war reines Provozieren.
Nicht eine einzige Frage, die auch nur den Anschein vermittelt, dass einen wirklich thematisch etwas interessiert, sondern nur 12 Mal: Warum arbeitet ihr scheiße?
Tabelle kann jeder selbst lesen, da braucht es kein Interview.
Sorry, das war reines Provozieren.
Nicht eine einzige Frage, die auch nur den Anschein vermittelt, dass einen wirklich thematisch etwas interessiert, sondern nur 12 Mal: Warum arbeitet ihr scheiße?
Tabelle kann jeder selbst lesen, da braucht es kein Interview.
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/die-eintracht-setzt-auf-den-eigenen-nachwuchs-und-spielt-youth-league-94151835.html
Die Eintracht setzt auf den eigenen Nachwuchs – und spielt Youth League
Alexander Meier trainiert die A-Jugend der Eintracht. Am Dienstag steht das Champions-League-Achtelfinale in Bilbao an. Athletic gilt als Vorbild.
Die Elfer verwandelten Dzanovic, Mensah, Souza und Dills. Ilivicevic vergab den ersten. Siljevic parierte 2 von Bilbao.
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Mit einem frühen Rückstand und einer mutmaßlich schweren Knieverletzung von Neuendorff hätte das Spiel eigentlich nicht schlechter starten können. Besonders bitter für Nilo, der erst vor eineinhalb Monaten seinen ersten Profivertrag erhalten hat. Hoffentlich hat es nicht den Knorpel oder das Kreuzband getroffen. Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als müsste auch noch Siljevic verletzt raus. Gegen Ende der ersten Halbzeit haben sich die Jungs dann aber gefangen. Nachdem Eisele schon einige Minuten vorher eine Flanke leicht in Rückenlage erwischt und deshalb aus zwei Metern daneben gesetzt hatte, gab es dann nach einer Ecke aus ähnlicher Position per Flugkopfball den Ausgleich. Leider hat man sich noch kurz vor der Halbzeit den erneuten Rückstand eingehandelt.
Allgemein muss man sagen, dass die Jungs ironischerweise dieselben Schwächen wie zuletzt die Profis aufgewiesen haben. Die Außen haben wir quasi überhaupt nicht verteidigen können, da war auch fast immer die Schnittstelle für Steilpässe offen. So hat Bilbao uns oft (zum Teil auch mit einem hinterlaufenden Spieler in Überzahl) überlaufen und konnte viele freie Bälle in die Mitte spielen. Und auch bei Ecken hat man ähnlich katastrophal wie schon bei Barca verteidigt, allein Larrea kam in der ersten Halbzeit dreimal komplett frei zum Kopfball, hat aber glücklicherweise alle Versuche knapp daneben gesetzt.
In der zweiten Halbzeit dann den einen Konter gesetzt, bei dem Gauli schön den Steilpass von Ilicevic antizipiert und dann noch gerade so vor dem Torwart sensationell rüber auf Dzanovic gelegt hat. Er war mir in der einen oder anderen Situation ansonsten wieder zu lässig und hätte als frischer Mann auch mehr ins Angriffspressing investieren können, aber das war eine klasse Aktion. Ansonsten kann man sich bei Siljevic bedanken, der auf der Linie und im Eins-gegen-Eins gewohnt stark reagiert und die Mannschaft mehrmals im Spiel gehalten hat. In der zweiten Mannschaft offenbart er in der Strafraumbeherrschung und der Ballbehandlung mit dem Fuß noch einige Schwächen, aber heute hat er das Weiterkommen nicht zuletzt mit zwei Paraden im Elfmeterschießen gerettet.
Denn auch das Elfmeterschießen hat mit dem Fehlschuss von Ilicevic denkbar schlecht begonnen. Hier verstehe ich aber auch nicht ganz, warum man ausgerechnet dem jüngsten Spieler auf dem Feld die Verantwortung als erster Schütze gibt. Aber vielleicht wollte er auch selbst genau an dieser Position schießen. Die anderen Jungs dafür alle super souverän. Und da war richtig Druck drauf, weil hinter dem Tor, auf das geschossen wurde, der Hardcore Block von Athletic stand. Der hat die Jungs mit allen Mitteln verunsichern wollen. Man hat unter anderem ganz gut aus der Audiospur herausgehört, dass Siljevic ständig mit einem der wenigen deutschen Wörter bedacht wurde, das wohl auch die Spanier kannten und das in deutschen Stadien früher vor allem an einen gewissen Dietmar H. adressiert war.
Freut mich ungemein für die Jungs, dass sie in der Youth League diesen Achtungserfolg feiern konnten. Das haben sie sich nach der starken Ligaphase und den bitteren Pleiten gegen Atlético, Liverpool und Barca auch verdient. Zudem das zweite Elfmeterschießen nach dem Pokalachtelfinale gegen Leipzig in dieser Saison gewonnen, was mental auch wichtig ist, nachdem die letzten zwei Saisons gleich drei wichtige Elfmeterschießen verloren gegangen sind.
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Nein, heute laufen noch 8 Spiele. U.a. im Müngersdorfer Stadion Köln-Inter Mailand. Auverkauft mit 50.000! und wird auf DAZN übertragen. Wen es interessiert Anstoß 18:00
Video gibt's dazu hier
https://www.youtube.com/watch?v=cuHNncSMwT4
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Nein, heute laufen noch 8 Spiele. U.a. im Müngersdorfer Stadion Köln-Inter Mailand. Auverkauft mit 50.000! und wird auf DAZN übertragen. Wen es interessiert Anstoß 18:00
Übrigens aus Frankfurter Sicht interessant. Der 4. Offizielle ist ein gewisser Patrick Schwengers aus Frankfurt am Main
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Video gibt's dazu hier
https://www.youtube.com/watch?v=cuHNncSMwT4
Nein, heute laufen noch 8 Spiele. U.a. im Müngersdorfer Stadion Köln-Inter Mailand. Auverkauft mit 50.000! und wird auf DAZN übertragen. Wen es interessiert Anstoß 18:00
Übrigens aus Frankfurter Sicht interessant. Der 4. Offizielle ist ein gewisser Patrick Schwengers aus Frankfurt am Main
Danke für den tollen Bericht!
Weiß man schon wann das Achtelfinale stattfindet und gegen wen?
Im Achtelfinale
FC Chelsea
Benfica
FC Brügge
Real Madrid
FC Villareal
Eintracht Frankfurt
Atletico Madrid
Maccabi Haifa (hat Barca ausgeschaltet)
Betis Sevilla
HJK Helsinki (hat City ausgeschaltet)
AZ Alkmaar
Sporting
Paris SG
Inter Mailand
Legia Warschau
MSK Zilina (Liverpool ausgeschaltet)
Sporting hat die Liga Phase als 12. abgeschlossen. Der einzige gemeinsame Gegner in der Liga Phase war Neapel, wobei sie ebenso unentschieden gespielt haben wie wir. Dafür haben sie Club Brügge deren einzige Niederlage zu gefügt.
Sporting hat die Liga Phase als 12. abgeschlossen. Der einzige gemeinsame Gegner in der Liga Phase war Neapel, wobei sie ebenso unentschieden gespielt haben wie wir. Dafür haben sie Club Brügge deren einzige Niederlage zu gefügt.
Keine ganz neue Frage, vielleicht gibts ja neue Antworten...
Eine Recherche von 2 Minuten bei transfermarkt reicht aus um herauszufinden, dass Neuendorff 2 Spiele bei der U19 gemacht hat (1× Liga, 1x Pokal), 6 Spiele in der Youth League und 12 Spiele bei der U21. Auch wenn er in der U21 kein Stammspieler ist, zeigt das ganz klar, dass er dem Kader der U21 angehört und nicht der U19. Man sollte sich auf ein Interview auch entsprechend vorbereiten...
Karlsruher SC, den SC Freiburg, die SGV Freiberg, Jahn Regensburg, 1860 München und Rot-Weiß Walldorf.
Das ist erbärmlich, tut mir leid.Und um mir böse Kommentare zuzuziehen: ich bezweifle, dass die Trainer Alex Meier für die U 19 und Dennis Schmitt für die U 21 optimale Lösungen sind.Und ob Richterwirklich gut ist, weiß ich auch nicht.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum
U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff
U18: Marvin Dills, Emil Möhler
U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola
U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic
U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Karlsruher SC, den SC Freiburg, die SGV Freiberg, Jahn Regensburg, 1860 München und Rot-Weiß Walldorf.
Das ist erbärmlich, tut mir leid.Und um mir böse Kommentare zuzuziehen: ich bezweifle, dass die Trainer Alex Meier für die U 19 und Dennis Schmitt für die U 21 optimale Lösungen sind.Und ob Richterwirklich gut ist, weiß ich auch nicht.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum
U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff
U18: Marvin Dills, Emil Möhler
U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola
U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic
U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Der Text ist einfach nur "wow"
Was du jedoch vergessen hast:
Richter betont immer wieder das er ausbilden will und daher bei den richtig guten Talenten die individuelle Entwicklung (spielen im höheren Jahrgang) über irgendwelchen Ergebnissen steht.
Leider wurde das in der zweiten halt "überdreht" und der Abstieg war maximal
dämlich und hätte mit etwas mehr Erfahrung verhindert werden können.
Hat aber Krösche auch schon zugegeben und ich Wette daraus hat das komplette NLZ gelernt.
Bei Dzanovic denken wir leider gleich...
Und schon hat man den Vertrag mit Eisele verlängert
Für mich ein ganz wichtiges Zeichen. Neben Noah Fenyö wahrscheinlich der größte Anführer, der die letzten Jahre unser NLZ durchlaufen hat. Eisele ist wirklich ein echter Leader, der in all seinen Mannschaften Kapitän war, und gleichzeitig ein absoluter Kämpfer, der schon einige Rückschläge wegstecken musste. Hat die damalige U17 vor zwei Jahren grandios zum Staffelsieg (wenn er auf dem Platz stand, wurden alle Spiele gewonnen) und ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft geführt und ist auch dieses Jahr stark zurückgekommen, nachdem er das komplette letzte Jahr verletzungsbedingt gefehlt hat. Ich hoffe, er bekommt in der zweiten Mannschaft auch genug Spielzeit.
Dadurch, dass er auch oft im defensiven Mittelfeld spielt, bringt er für mich alles mit, was ein moderner Innenverteidiger können muss. Vorne ist er auch immer mal für einen wichtigen Treffer gut wie damals im Halbfinale gegen Leverkusen oder zuletzt in der Youth League in Bilbao. Durch seine peruanische Staatsbürgerschaft und die Spiele für die dortigen U-Nationalmannschaften besitzt er darüber hinaus internationale Erfahrung. Er hat im U-Bereich bereits eine Kontinentalmeisterschaft gespielt und war zuletzt auf dem Radar der A-Nationalmannschaft.
Es besteht also auch bei Dzanovic noch Hoffnung. Allgemein wird die Kaderplanung für die zweite Mannschaft der kommenden Saison sehr interessant. Da gilt es viele Faktoren abzuwiegen. Welche Spieler will ich mit Spielzeit auf dem Niveau (hoffentlich Regionalliga) fördern? Wen will ich schon vorzeitig durchschieben? Wer ist vielleicht auch schon für das Profiteam interessant? Wer wird möglicherweise höherklassig verliehen oder sogar ganz abgegeben?
Von den Spielern im letzten Jugendjahr würde ich ansonsten nur noch möglicherweise bei Akram Ayadi mit einer Vertragsverlängerung rechnen. Aber auch da kommt es auf die Personalplanung an. Eigentlich ist man auf der Position im kommenden Jahr mit Pedro Guimaraes und Nilo Neuendorff schon gut besetzt. Guimaraes kommt jedoch neu aus dem Ausland und Neuendorff wird mit einer schweren Knieverletzung noch monatelang ausfallen. Aber auch Doumbia und Boakye Osei können links verteidigen, Wünsch und Bauer bei einer Dreierkette auf der Schiene spielen. Wobei auch hier bei allen vier Spielern noch überhaupt nicht sicher ist, ob sie kommende Saison dabei sind.
Harangi wird vermutlich jetzt noch mal (gibt Gerüchte aus Ungarn), spätestens aber im Sommer höherklassig verliehen. Das könnte für Ayadi vielleicht zum Vorteil werden. Denn wenn Harangi noch verliehen wird, Neuendorff verletzt ausfällt und Doumbia wegen Theates Verletzung bei den Profis aushelfen muss, wird es auch in der zweiten Mannschaft eng. Da könnte er diese Saison also vielleicht schon reinschnuppern.
Bei Jasha Barry und Lean Husterer sehe ich keine Perspektive auf einen Verbleib. Bei Barry lief in der U19 leider nicht mehr viel zusammen, sodass die Rückkehr ins NLZ ähnlich wie bei Abolfazl Masjedizadah eher ein Reinfall war. Laut Transfermarkt laufen bei der U19 ansonsten noch die Verträge von Alex Staff, Leonidas Tsiokos, Shayan Ahmadi, Yannis Ahouannou, Marlon Franzen, Niklas Scheller, Liam Mehic und Meris Gradascevic aus. Staff wird zum 18. Geburtstag im Juni sicher einen Profivertrag erhalten und so wie Gradascevic gefördert wird, mache ich mir da wegen eines Abgangs ebenfalls keine Sorgen. Entweder stimmt da die Angabe nicht oder es gibt schon eine entsprechende Absprache.
Tsiokos und Scheller bleiben hoffentlich auch über den Sommer hinaus. Das wären zwei bittere Abgänge, weil beide im kommenden Jahr zumindest Leistungsträger der U19 sein dürften. Gerade Scheller hat zuletzt eine riesige Entwicklung hingelegt, die in seinem Auftritt bei der U17-WM gipfelte. Franzen hingegen hat im Tor hinter Möhler und Gradascevic wenig Perspektive und Mehic hat diese Saison (aus mir unbekannten Gründen) noch überhaupt nicht gespielt. Da kann man in beiden Fällen von einem Abgang ausgehen.
Bei Ahouannou und Ahmadi ist die Entscheidung wahrscheinlich offener. Ahouannou war diese Saison in der Innenverteidigung zwar überwiegend gesetzt, da sehe ich nächstes Jahr aber Nicolas Peter, Igor Dola und Scheller (sofern er bleibt) vorne. Da hat er dieses Jahr auch von den Verletzungen von Peter und Scheller profitiert. Rechts müsste er sich mit Paul Bahoya, Sahin Balta und Johannes Vött messen. Meier scheint aber auf Ahouannou zu setzen, er hat auch in der Youth League viel gespielt. Das sieht bei Ahmadi schon anders aus und im Mittelfeld kommt im Sommer auch jede Menge Konkurrenz aus der U17 hoch.
Ich habe nicht so viel im Mist gequirlt wie Du, nur eine kurze Anmerkung gemacht.
Alex Richter kann man mit Krösche vergleichen, nur dass Richter für das NLZ die Verantwortung trägt. Wenn dann nach 4 Jahren Amtszeit zwei Abstiege stehen und es kein Spieler wirklich in den Profikader geschafft hat, dann ist das keine gute Erfolgsbilanz. Punkt. Wenn die Bilanz von Krösche nach 4 Jahren der Abstieg in die 2. Liga wäre und er es nicht geschafft hätte, Spieler zu entwickeln, dann wäre das auch eine erbärmliche Bilanz, und da hilft es wenig, wenn er darauf verwiese, dass es einem anderen BuLi-Urgestein nicht besser gegangen ist.
Nächstes Jahr gibt es keine Youth League mehr; die hoffnungsvollen Talente sollen sich in der zweiten Liga der Nachwuchsmannschaften tummeln, nicht mehr in der Elite des deutschen Nachwuchses. Da wird schwer werden, sie zu fördern und davon zu überzeugen, dass sie sportlich am richtigen Ort sind. Aber vermutlich ist es sonneklar, dass meine Bedenken nur gequirlter Mist sind.
Es wäre interessant zu erfahren, wie die Leiter anderer NLZs die Qualität unseres NLZ unter Alex Richter so beurteilen. Das gäbe eine besseres Bild als die Ausführungen eines SGE-Insiders.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum
U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff
U18: Marvin Dills, Emil Möhler
U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola
U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic
U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.
Der Text ist einfach nur "wow"
Was du jedoch vergessen hast:
Richter betont immer wieder das er ausbilden will und daher bei den richtig guten Talenten die individuelle Entwicklung (spielen im höheren Jahrgang) über irgendwelchen Ergebnissen steht.
Leider wurde das in der zweiten halt "überdreht" und der Abstieg war maximal
dämlich und hätte mit etwas mehr Erfahrung verhindert werden können.
Hat aber Krösche auch schon zugegeben und ich Wette daraus hat das komplette NLZ gelernt.
Das soll natürlich nicht heißen, dass die Verantwortlichen ohne Fehler sind. Der Abstieg der U21 aus der Regionalliga war völlig unnötig, ich bin da auch von Dennis Schmitt als Trainer nicht vollends überzeugt. Und gerade in der U17 hat man durch die Förderung der Jungjahrgänge jetzt das zweite Jahr in Folge mit schlechteren Ergebnissen bezahlt. Insgesamt ist die Entwicklung in den letzten Jahren aber sehr positiv.
Dass du es "erbärmlich" findest, in einer Liga mit Freiburg, Karlsruhe und 1860 zu spielen, lasse ich mal so stehen. Dass beispielsweise auch die U19 von Freiburg nur in der B-Liga gelandet ist, zeigt einfach, dass es jeden mal treffen kann. Auch der KSC und 1860 gehören durchaus zu den besseren Adressen im Jugendfußball. Bezüglich Freiburg gab es in den letzten Jahren wohl kaum einen Verein, der den Spagat zwischen großen Erfolgen im Jugendbereich und der konstanten Entwicklung von Spielern für den Profibereich besser hinbekommen hat. Freiburg hat aktuell wahrscheinlich von allen Bundesligisten den höchsten Anteil an Eigengewächsen im Kader.
Ergebnisse
Schaut man sich mal nur rein die Ergebnisse an, seit Richter im Amt ist, lässt sich die These, dass es nicht gut laufen würde, bereits nicht halten. Die A-Jugend war in den Jahren vor Richters Ankunft in der alten U19-Bundesliga Süd/Südwest bestenfalls eine Mittelfeldmannschaft, hat regelmäßig gegen den Abstieg gespielt und sich ein paar Mal nur ganz knapp gerettet. In den zehn Jahren zuvor war man nur viermal in der oberen Tabellenhälfte (13/14, 16/17, 19/20, 21/22), wobei man lediglich 21/22 getragen durch einen überragenden Antonio Foti zu den Spitzenteams zählte.
In der darauffolgenden Saison 22/23 war man zugegeben wieder in Abstiegsgefahr, bevor Skela mit drei Siegen aus den letzten sechs Spielen den Karren aus dem Dreck ziehen musste. Dafür hatte man in der Youth League aber die Gruppenphase überstanden und ist in der Zwischenrunde gegen den späteren Sieger Alkmaar (die danach unter anderem auch Real Madrid und Barcelona hergespielt haben) ausgeschieden. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man dann wieder zur oberen Tabellenhälfte gehört.
Letzte Saison hat man sich jeweils souverän für die A-Liga sowie die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Da ist man dann erst durch ein spätes Gegentor kurz vor Schluss und ein verlorenes Elfmeterschießen im Viertelfinale gegen Bremen rausgeflogen, die unter anderem Pokalsieger wurden. Diese Saison hat man durch eine schlechte Rückrunde den Sprung in die A-Liga verpasst (das 3:3 nach 3:0 Führung in Offenbach und die 8:0 Niederlage in Fürth waren wirklich katastrophal), steht dafür aber erstmals seit 2014 im Viertelfinale des DFB-Pokals und hat als einzige deutsche Mannschaft das Achtelfinale der Youth League erreicht. Da ist es schon irgendwo verständlich, dass der Fokus auf den Highlightspielen in den Pokalwettbewerben lag. Es ist jetzt auch nicht so, dass man die Quali für die A-Liga meilenweit verpasst und eine miserable Runde gespielt hätte. Letztendlich hat ein Punkt gefehlt.
Man darf nicht vergessen, dass man auch in diesem Jahrgang schon einige Spieler durchgeschoben hat. Siljevic, Dills, Gaul Souza, Neuendorff und Is wären alle noch für die U19 spielberechtigt, sind aber schon fester Bestandteil der U21. Außer in der Youth League haben nur Gaul Souza und Neuendorff jeweils einmal in der Liga für die U19 gespielt. Nimmt man jetzt das Spiel am Wochenende gegen Freiberg, wurden da zusätzlich noch Eisele, Ilicevic und Staff nach dem Auftritt unter der Woche in Bilbao geschont. Das ist dann schon eine Menge Qualität und fast eine komplette erste Elf.
In der B-Jugend war man hingegen in der alten U17-Bundesliga Süd/Südwest auch vor Richters Ankunft zumeist recht gut platziert. Da war man 22/23 mit Platz 4 auch gleich wieder im oberen Tabellendrittel dabei. In der letzten Saison mit dem alten System (23/24) hat man die Staffel sogar als Tabellenführer gewonnen, was der U17 zuletzt 2010 gelungen ist, als man auch Deutscher Meister wurde. Im Halbfinale um die Meisterschaft ist man dann leider nach Hin- und Rückspiel im Elfmeterschießen an Leverkusen gescheitert.
Letzte Saison hat sich die U17 noch souverän für die A-Liga qualifiziert. Dort hat man dann wegen der schlechteren Tordifferenz knapp den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpasst, weil man die letzten vier Spiele allesamt verloren hat. Da wurden bereits mehrere Jungjahrgänge eingesetzt, die auch dieses Jahr noch B-Jugend spielen. Eventuell war man sich zu sicher, dass man sich auch so fürs Achtelfinale der Meisterschaft qualifiziert.
Dass man dieses Jahr sowohl in der A- als auch in der B-Jugend den Sprung in die A-Liga verpasst hat, ist natürlich ärgerlich und sollte nicht passieren. Aber genau wie in der U19 gibt es dafür in der U17 eine verständliche Erklärung. Die Hinrunde war vor allem mit den knappen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Kaiserslautern und Karlsruhe einfach zu schlecht. Das liegt auch daran, dass man diese Saison noch stärker auf Jungjahrgänge gesetzt hat. Mit Brkic, Motta, Freiberger, Kadoglou, Dirsch, Georg und Schröder haben in der Vorrunde gleich sieben von elf Stammspielern zum Jungjahrgang gehört, die auch nächste Saison noch U17 spielen dürfen. Das war dann wohl einfach zu viel. Zum Vergleich: Karlsruhe und Kaiserslautern haben keinen einzigen Jungjahrgang eingesetzt, bei Mainz waren es nur zwei.
In der C-Jugend stellt die Eintracht in den letzten Jahren mit die beste Mannschaft Deutschlands. Vergangenes Jahr ist die U15 mit 17 Siegen und 1 Unentschieden in 18 Spielen ungeschlagen Regionalmeister geworden. Und in der Regionalliga Süd sind mit Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim auch drei Schwergewichte im Jugendfußball dabei. Im anschließenden Finale um die Süddeutsche Meisterschaft war man den ebenfalls ungeschlagenen Bayern mit 2:3 knapp unterlegen. Auch diese Saison stehen die Chancen gut, dass die U15 die Regionalmeisterschaft holt. Im Bereich des Kinderfußballs von der U9 bis zur U13 hört man in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Erfolgsmeldungen von hochkarätig besetzten Turnieren inklusive internationalen Spitzenteams. Auch da hat man die Förderung verstärkt.
U-Nationalspieler
Wenn man den Aussagen der Verantwortlichen Glauben schenkt, dann hat Eintracht Frankfurt zuletzt neben Bayern München die meisten U-Nationalspieler für den DFB gestellt. Ich habe das jetzt auf die Schnelle nicht verifiziert, weiß allerdings, dass die Eintracht in diesem Zeitraum wirklich in fast allen U-Nationalmannschaften einen großen Block gestellt hat. Und da sprechen wir nur vom DFB.
Hier mal eine Übersicht, wie viele Spieler der Eintracht innerhalb des letzten Jahres für Deutschland nominiert waren:
U21: Ansgar Knauff, Nene Brown, Nnamdi Collins, Elias Baum
U19: Alessandro Gaul Souza, Nilo Neuendorff
U18: Marvin Dills, Emil Möhler
U17: Eba Bekir Is, Alex Staff, Christian Prenaj, Keziah Oteng-Mensah, Niklas Scheller, Natnael Abraha, Josef Haßfeld, Igor Dola
U16: Niko Ilicevic, Benjamin Freiberger, Moritz Dirsch, Noel Motta, Finn Schröder, Said Brkic, Titus Prince Veith, Hannes Georg, Kimani Miosga, Haris Musanovic, Philip Buchta, Luka Radic, Meris Gradascevic
U15: Samuel Elenberger, Maxim Dill, Luca Leandro Felix, Faisal Mirzai, Tyron Osei Acheampong, Anjiano Hernandez Bernal, Lian Kümmel, Marlon Ben Seyl
Das ist übrigens auch einer der Kernpunkte, den Alex Richter seit seiner Ankunft hier verankert hat. Man will der führende Verein im Rhein-Main-Gebiet sein, wo man lange Zeit im Schatten von Hoffenheim und Mainz stand. Deshalb setzt man vor allem auf Spieler aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Da waren wir zuvor teilweise so schwach, dass selbst Köln mehr Spielern aus Frankfurt/Offenbach (Lemperle, Cestic, Voloder) zum Profidebüt verholfen hat. Unter Bobic/Möller lag der Fokus ja noch stark auf Nachwuchsspielern, die wir aus dem Ausland geholt haben.
Schaut man sich beispielsweise die Mannschaft an, die 2023/24 in der U17 im Halbfinale um die Meisterschaft stand, waren von 28 Spielern gleich 20 Spieler gebürtige oder wohnhafte Frankfurter. Drei weitere Spieler kamen aus dem direkten Einzugsgebiet (Hanau, Flörsheim, Königstein), die restlichen fünf Spieler allesamt ebenfalls aus Hessen (Taunusstein, Pfungstadt, Gießen, Ehringshausen, Dieburg). Das ist auf dem Niveau glaube ich schon außergewöhnlich. Zudem sind viele der Spieler schon wirklich lange im NLZ, weil man auch da in der Mannschaftszusammenstellung auf Kontinuität statt hohe Fluktuation setzt. Am Riederwald wurde zudem gerade erst ein Anbau der Geschäftsstelle beschlossen, der dem NLZ nach Vorbild des Proficamps am Stadion voll und ganz zugutekommen soll.
Gleichzeitig hat man aber auch neben den bereits bestehenden Kooperationspartnern TSG Wieseck (Gießen), SpVgg Oberrad, 1. FC Erlensee, 1. FC-TSG Königstein und dem VfB Unterliederbach das Netzwerk an Partnervereinen in den vergangenen Jahren mit der SG Barockstadt (Fulda), dem SV Gonsenheim (Mainz), dem SV St. Stephan Griesheim (Darmstadt), der TuS Koblenz und Waldhof Mannheim weit über die Stadtgrenzen erweitert, um auch in den weiteren Großstädten des Ballungsgebietes die Augen offen zu haben. Bis auf Aschaffenburg und vielleicht noch Kassel im Norden Hessens hat man damit mittlerweile fast das komplette Einflussgebiet abgedeckt.
Profispieler
Auch die Aussage, dass kein Spieler in den Profikader aufgerückt ist, kann ich so nicht stehen lassen. Mit Eli Baum hat sehr wohl ein Spieler aus der eigenen Jugend in den letzten Jahren den Sprung zu den Profis geschafft. Klar lief die aktuelle Saison bisher unglücklich, man darf aber nicht vergessen, dass er vergangenes Jahr in Elversberg als bester Außenverteidiger der zweiten Liga seine Qualität im Herrenbereich bereits unter Beweis gestellt hat.
Für Nacho Ferri und Nils Ramming hat es vielleicht noch nicht ganz gereicht, aber man hat für beide Spieler immerhin Millionenablösen erlösen können. Ersterer hat für uns sogar ein paar Spiele gemacht und in der Bundesliga getroffen. Nacho gehört in Belgien aktuell auch zu den besten Stürmern der Liga. Marko Mladenovic konnte man 2024 nach seiner überragenden U19-Saison inklusive Bundesligadebüt leider nicht vom Bleiben überzeugen.
Insgesamt war auch die Wiedereinführung der zweiten Mannschaft ein wichtiger Baustein. Darüber hat Noel Futkeu den Sprung in die zweite Liga geschafft, wo er zu den besseren Stürmern gehört. Dario Gebuhr, Fynn Otto und zuletzt auch Joel da Silva Kiala sind über die zweite Mannschaft immerhin in die dritte Liga gewechselt. Aktuell war beispielsweise Aiden Harangi nach dem Regionalligajahr auf Anhieb Stammspieler in einem Spitzenteam der MLS und auch Noah Fenyö ist nach seiner Leihe nach Ungarn dort sofort gesetzt, nachdem vergangenen Winter bereits Nürnberg an ihm interessiert war. Beiden traue ich auf Sicht vielleicht sogar den Aufstieg in den Profikader zu.
Ich könnte noch ein paar weitere Namen nennen, aber das würde dann zu weit führen. Die vermeintlich größten Talente der letzten Jahre stehen ohnehin erst jetzt an der Schwelle zum Herrenbereich. An vorderster Stelle sind da sicherlich Alex Staff, Ebu Bekir Is und Niko Ilicevic zu nennen. Die ersten beiden hatten genau wie Marvin Dills im Europapokal immerhin auch schon ein Kurzdebüt bei den Profis. Auch Amil Siljevic und Fousseny Doumbia standen schon mehrfach im Spieltagskader der Profis. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch hier bald weitere Erfolge geben wird.
Vorab: Wissen tue ich in dem Fall überhaupt nichts, das ist reine Spekulation. Ich glaube aber, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Die Vertragsangaben auf Transfermarkt sind zwar im Jugendbereich nicht immer korrekt, da Dzanovic aber sein letztes Jugendjahr spielt, dürfte er tatsächlich einen auslaufenden Vertrag haben. Sowohl bei ihm als auch bei Philipp Eisele ist es jedenfalls auffällig, dass die Zukunft im letzten Jugendjahr noch nicht geklärt ist, obwohl beide zumindest klare Kandidaten für die zweite Mannschaft sein sollten. Die meisten Spieler in dieser Kategorie erhalten ja bereits kurz nach ihrem 18. Geburtstag einen Profivertrag.
Das muss jetzt noch nichts bedeuten, in den letzten Jahren sind viele Personalentscheidungen im Übergangsbereich auch erst zwischen März und Mai gefallen. Möglicherweise wartet Dzanovic mit einer Entscheidung auch noch ab, bis der wahrscheinliche Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Regionalliga feststeht. Dass er diese Saison trotz seiner überragenden Werte in der U19 aber kein einziges Mal im Kader der U21 und meines Wissens auch nie im Training der Profis dabei war (was Ende 2024/Anfang 2025 definitiv der Fall war), ist für mich ein Indiz für einen Abgang.
Zum einen glaube ich auch daran, dass er einen ähnlichen Weg wie zuletzt Mladenovic oder Mandic einschlagen könnte. Als U-Nationalspieler Bosniens ist er genau wie Mladenovic sicherlich auch für einige Profiteams auf dem Balkan interessant. Falls er in Deutschland bleiben möchte, dürfte sich aber wahrscheinlich auch ein Zweitligist finden, der ebenfalls über eine zweite Mannschaft in der Regionalliga verfügt. Das könnte dann wie bei Mandic mit dem Paket von sicherer Spielzeit in der Regionalliga und einem möglichen schnellen Sprung zu den Profis den Ausschlag geben.
Zum anderen gehe ich davon aus, dass die Eintracht schlichtweg andere Spieler priorisieren könnte. Sollte die zweite Mannschaft wirklich aufsteigen, gehe ich stark davon aus, dass man Alexander Staff, Alessandro Gaul Souza und Keziah Oteng-Mensah auf Regionalliganiveau fördern und weiter an den Herrenfußball heranführen möchte. Das ist dann aber schon eine komplette Offensivreihe an jungen Spielern. Nach den Erfahrungen der Abstiegssaison wird da aber sicher noch der eine oder andere erfahrene Offensivspieler hinzukommen. Dann ist möglicherweise einfach die Perspektive nicht gut genug. Zumal man auch bei den Profis gerade erst mit Ayoube Amaimouni-Echghouyab einen jungen Spieler mit einem sehr ähnlichen Profil verpflichtet hat, auch wenn Dzanovic auf der anderen Seite spielt.