Fanhistorie XX 01.10.2004 Essen

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Auch ich möchte mich in die Liste der Autoren diesen Sommers eintragen. Es war vor knapp 1,5 Jahren, ich hatte endlich mal wieder Zeit ein Spiel meiner Eintracht in meiner Ecke (komme aus der nähe von Köln) zu sehen und hatte mir frühzeitig Karten gesichert. Zum Glück, wie man nach dem Spiel sagen konnte. Ich packte schon mittags meinen Kram und fuhr mit dem Auto Richtung Ruhrpott. Dort angekommen waren nur wenige vor Ort, so dass ich mich erstmal auf die große Treppe vors Stadion hockte. Ich war mal wieder supernervös, schließlich ging es für uns um einen Platz auf dem Treppchen.
Dann endlich war es soweit, ich hatte meine Wurst gegessen und stand im Block unter meinsgleichen, wie das für mich nicht grade üblich ist. Die Stimmung war Spitze, aber das Spiel erst. Es dauerte ganze fünf Minuten und wir durften zum ersten Mal richtig jubeln, weil Lexa das 1:0 machte. Es ging wirklich schlag auf schlag und ich dachte, die hauen wir hier locker weg. Aber weit gefehlt, nur zwei minuten später der Ausgleich. Das darf doch nicht wahr sein, wie immer..
Glücklicherweise hatten wir damals schon den Köhler in unseren Reihen der es schaffte, Freude in mein Gesicht zu bringen und uns wieder in Führung brachte, jetzt aber, jetzt werden wir sie weghauen...
Natürlich wieder nicht, nur 10 minuten später der nächste Treffer...Ausgleich.
Ich konnte es nicht fassen, in meinen Augen waren wir das klar bessere Team und diese Gurkentruppe schafft echt ein Unentschieden zu Pause. Es war eine einzige Berg und Talfahrt, und ich hätte nie damit gerechnet, das es
nochmal schlimmer kommt.
Leider war es so, nach der Pause ging erstmals in der Begegnung Essen in Führung. Aber auch wir konnten durch Meier nochmal ausgleichen. Jetzt aber Eintracht, macht es klar, ich wollte doch einen Auswärtssieg mit ins Gepäck nehmen. Natürlich kam alles anders, Essen ging 4:3 in Führung, und ich war den Tränen nahe, so ein Spiel durfte man nicht aus der Hand geben, und jetzt lagen wir tatsächlich hinten und es waren nur noch wenige Minuten zu spielen.
Es gab nocheinmal Eckball...er wurde länger und länger, zog sich wie kaugummi, und plötzlich war er da, Christian Lenze, und wuchtete den Ball in die Maschen, Ausgleich, Spiel aus....die Freude kannte keine Grenzen, alle vielen sich um den Hals, es war einfach ein Hammer Spiele, auch wenn wir nur einen Punkt gegen einen Abstiegskandidaten holten.
Ich habe nie mehr im Leben eine solche Berg und Talfahrt erlebt, auch wenn noch viele geile Spiele hinzukamen.


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