DFB denkt an eine Reform der Sperren

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Wie der Berliner Kurier berichtet, denkt der Deutsche Fußball Bund ernsthaft an eine Reform der Auswärtsfahrt Sperren nach. Nachdem Anhänger der Dresdner trotz einer Sperre in Frankfurt zusammen kamen, wird es nun nicht wenige Frankfurter nach Berlin ziehen. Auch dies wird wohl ein Grund für den DFB sein, über die nicht mehr fruchtende Strafe nach zu denken. Gründe gibt es genug, wie nun auch der Fußball Bund festgestellt hat:

   Die Vernetzung der Fans. Über das Internet können die Anhänger schnell miteinander kommunizieren und schon vor der Verkündung der Strafen Gegenmaßnahmen ergreifen. So hatten die Frankfurter schon vor der Strafe Kontakt mit Union-Fans aufgenommen, um sich Karten zu besorgen.
   Durch Aussperrung der Gäste-Fans wird eher der Heimverein bestraft. So muss jetzt Union verstärkt Vorkehrungen für die Sicherheit der eigenen Fans treffen, für den Fall, dass sich Eintracht-Fans massiv unter die Heimanhänger mischen.
   Alle Fans werden bestraft. Der DFB hat festgestellt, dass Kollektivstrafen gegen alle Anhänger eines Klubs als ungerecht empfunden werden und zu einer Solidarisierung gegen den Verband führen.

Das man erst jetzt zu diesem Fazit kommt, ist erstaunlich, aber besser spät als nie. Fakt ist, das genau diese Punkte bereits seit Monaten von verschiedenen Fanlagern gepredigt werden und kein Gehör gefunden haben. Was sich der DFB nun einfallen lässt, ist noch nicht bekannt. Es bleibt jedoch zu hoffen das man sich von Kollektivstrafen distanziert.


Quelle:
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Quelle: since1899
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sinnvoll!
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Aber am besten wäre es immer noch, wenn die Strafen gar nicht erst verursacht werden...
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auswärtssieg
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98_adler schrieb:
Aber am besten wäre es immer noch, wenn die Strafen gar nicht erst verursacht werden...


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Cocoon78 schrieb:
Der DFB hat festgestellt, dass Kollektivstrafen gegen alle Anhänger eines Klubs als ungerecht empfunden werden und zu einer Solidarisierung gegen den Verband führen.

Was die so alles merken und das auch noch sooooo schnell. Wären dort Leute die mit einem Rechtsstaat was zu tun hätten, dann hätten die Sippenhaft nie angewendet.
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Die Form der jetzigen Sperre ist auch nicht legal! In unserem Rechtsstaat sind Kollektivstrafen/Kollektivhaftung illegal und damit verboten! Ich habe mich bisher immer im Stadion mehr oder weniger benommen... da kann man mir nichts vorwerfen und mich daher nicht ausschließen!

Selbst das Hausrecht ist hier zu bezeifeln, da man ja heute auch in der Disko keinen mehr wegen der Schuhe oder dem Fanschal ausschließen darf.

Wird Zeit, dass sich der DFB mal an das Gesetz hält!
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98_adler schrieb:
Aber am besten wäre es immer noch, wenn die Strafen gar nicht erst verursacht werden...


da gebe ich Dir Recht, aber in unserer Gesellschaft gibt es nun mal solche und solche. Die Deppen werden immer dabei sein! Die lassen sich nie ganz ausschließen! Die Frage ist, doch ab wann wird man schon kriminell?
Wenn man im Stadion an den Zaun pinkelt?
Ne Pyro anzündet? (war ja früher im G-Block ganz normal, da hat keiner was gesagt)

Keinen Widerspruch gibt es natürlich bei Gewalt. Wer gewalttägig ist, muss sich vor dem Rechtsstaat verantworten!

Anyways, Kollektivstrafen taugen nichts!
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jetzt hat es auch der DFB gemerkt :

DJ SID/Fußball/DFB verzichtet auf Teil-Ausschluss von Gäste-Fans
DJN
27.03.12   15:38:00
Zugehörige Themen

Als Reaktion auf den Blocksturm der eigentlich ausgesperrten Fans von
Eintracht Frankfurt bei Union Berlin wird DFB Gäste-Fans künftig nicht mehr
mit einem Ausschluss bestrafen.

Frankfurt/Main (SID) - Als Reaktion auf den Blocksturm der eigentlich
ausgesperrten Fans von Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt bei Union
Berlin am Montag wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Gäste-Fans künftig
nicht mehr mit einem Ausschluss sanktionieren. "Der Kontrollausschuss wird
in Zukunft keinen Teil-Ausschluss von Gäste-Anhängern mehr beantragen. Denn
dieser ist als Strafmaß ganz offensichtlich nicht geeignet. Wir müssen nun
gemeinsam Lösungen finden und entscheiden, welche Sanktionen und Strafen in
Betracht kommen", sagte der für Rechstfragen zuständige DFB-Vizepräsident
Rainer Koch am Dienstag.
Um bei den Fans wirklich Wirkung zu erzielen, kommen mittlerweile wohl nur
noch härtere Strafen bis hin zu Punktabzügen infrage. Allerdings warnte Koch
davor, Punktabzüge im schier aussichtlosen Kampf gegen Ausschreitungen von
Anhängern als Allheilmittel zu sehen. "Wir stellen fest, dass bestimmte
Strafen offenbar nicht ausreichen. Aber ein Abzug von Punkten greift auch
immer in den Wettbewerb mit ein. Und mit Geldstrafen geht es irgendwann auch
nicht mehr weiter. Deshalb müssen wir uns zunächst alle, der DFB, die DFL
und die Klubs an einen Tisch setzen und schauen, welche Sanktionen
zielführend sind", sagte Koch, der dieses Vorgehen für alternativlos hält:
"Die Alternative wäre, den Spielbetrieb zu beenden. Und das ist für uns
keine Alternative."
Die Frankfurter Fans, die wegen früherer Pyrotechnik-Aktionen in Düsseldorf
und Paderborn keinen Zutritt hatten, waren während des 4:0 der Eintracht in
Berlin über Absperrgitter in den Fanblock geklettert. Die Sicherheitskräfte
schauten zu, öffneten dann die Tore. Angeblich, um eine Eskalation zu
vermeiden.
Lautstark unterstützt bei ihrer Klettertour wurden die Fans von Unions
Anhängern. Diese zeigten wenig Verständnis dafür, dass die Gäste für das
Spiel ausgesperrt worden waren. Angeblich sollen einige von ihnen den
Frankfurter Anhängern Karten besorgt haben. Ob der Kontrollausschuss nun ein
erneutes Ermittlungsverfahren sowohl gegen die Frankfurter als auch gegen
die Berliner einleiten wird, war am Dienstag zunächst noch unklar.
Eintracht Frankfurts Vorstandsboss Heriber Bruchhagen sieht dennoch ein
generelles Problem auf den DFB zukommen. "Ich weiß nicht, wo die Lösung
liegt. Es zeigt sich, dass die Aussperrung der Fans schwer zu händeln ist.
Was sollen wir tun?", fragte Bruchhagen.


(END) Dow Jones Newswires
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Sophie14 schrieb:
jetzt hat es auch der DFB gemerkt :

DJ SID/Fußball/DFB verzichtet auf Teil-Ausschluss von Gäste-Fans
DJN
27.03.12   15:38:00
Zugehörige Themen

Als Reaktion auf den Blocksturm der eigentlich ausgesperrten Fans von
Eintracht Frankfurt bei Union Berlin wird DFB Gäste-Fans künftig nicht mehr
mit einem Ausschluss bestrafen.

Frankfurt/Main (SID) - Als Reaktion auf den Blocksturm der eigentlich
ausgesperrten Fans von Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt bei Union
Berlin am Montag wird der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Gäste-Fans künftig
nicht mehr mit einem Ausschluss sanktionieren. "Der Kontrollausschuss wird
in Zukunft keinen Teil-Ausschluss von Gäste-Anhängern mehr beantragen. Denn
dieser ist als Strafmaß ganz offensichtlich nicht geeignet. Wir müssen nun
gemeinsam Lösungen finden und entscheiden, welche Sanktionen und Strafen in
Betracht kommen", sagte der für Rechstfragen zuständige DFB-Vizepräsident
Rainer Koch am Dienstag.
Um bei den Fans wirklich Wirkung zu erzielen, kommen mittlerweile wohl nur
noch härtere Strafen bis hin zu Punktabzügen infrage. Allerdings warnte Koch
davor, Punktabzüge im schier aussichtlosen Kampf gegen Ausschreitungen von
Anhängern als Allheilmittel zu sehen. "Wir stellen fest, dass bestimmte
Strafen offenbar nicht ausreichen. Aber ein Abzug von Punkten greift auch
immer in den Wettbewerb mit ein. Und mit Geldstrafen geht es irgendwann auch
nicht mehr weiter. Deshalb müssen wir uns zunächst alle, der DFB, die DFL
und die Klubs an einen Tisch setzen und schauen, welche Sanktionen
zielführend sind", sagte Koch, der dieses Vorgehen für alternativlos hält:
"Die Alternative wäre, den Spielbetrieb zu beenden. Und das ist für uns
keine Alternative."
Die Frankfurter Fans, die wegen früherer Pyrotechnik-Aktionen in Düsseldorf
und Paderborn keinen Zutritt hatten, waren während des 4:0 der Eintracht in
Berlin über Absperrgitter in den Fanblock geklettert. Die Sicherheitskräfte
schauten zu, öffneten dann die Tore. Angeblich, um eine Eskalation zu
vermeiden.
Lautstark unterstützt bei ihrer Klettertour wurden die Fans von Unions
Anhängern. Diese zeigten wenig Verständnis dafür, dass die Gäste für das
Spiel ausgesperrt worden waren. Angeblich sollen einige von ihnen den
Frankfurter Anhängern Karten besorgt haben. Ob der Kontrollausschuss nun ein
erneutes Ermittlungsverfahren sowohl gegen die Frankfurter als auch gegen
die Berliner einleiten wird, war am Dienstag zunächst noch unklar.
Eintracht Frankfurts Vorstandsboss Heriber Bruchhagen sieht dennoch ein
generelles Problem auf den DFB zukommen. "Ich weiß nicht, wo die Lösung
liegt. Es zeigt sich, dass die Aussperrung der Fans schwer zu händeln ist.
Was sollen wir tun?", fragte Bruchhagen.


(END) Dow Jones Newswires



Naja is halt auch so nen Zweiseitiges Ding, einserseits sieht der DFB ein das diese Art von Strafe nichts bringt aber was kommt nun?

- Punkteabzug ????
- höhere Geldstrafen ????

Ist das dann wirklich so viel besser?Ich weis es nicht und bezweifel das schon ein wenig!

Stellt euch mal vor die Eintracht spielt ne super Saison,  1ter Tabellenplatz und kurz vor der Meisterschaft........ dann wegen Pyro oder nen paar Fights Punkteabzug und Meisterschaft is im *****......!!!

Naja ich weis ja nicht
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Ich denke der richtige Weg ist, dass man alles daran setzt die wirklich Verantwortlichen von Ausschreitungen zu identifizieren und mit rechtlichen Mittel zur Rechenschaft zieht.
Allein schon, dass man einen Verein für Ausschreitungen "seiner Fans" bestraft ist mehr als bedenklich und überhaupt nicht zielführend.
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@propain,
wie immer auf den Punkt...ein Witz,das verantworlich gemacht wird,der keinerlei Handhabe hat,scheiss Inhaftungnnahme
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Die älteren Herren sollen erst einmal einen für alle klaren und verständlichen Strafenkatalog erarbeiten und nicht immer wieder irgendwelche willkürlichen Strafen verhängen.  

Damit bekämmen Sie vielleicht wieder etwas Ansehen bei der Fanszene zurück. Als nächstes wäre es wünschenswert bei der Ermittlung und Bestrafung der Einzeltäter effizienter zu werden. Ist dann der Einzeltäter (wie im Fall Pauli) ermittelt, dann sollte von Strafen gegenüber dem Verein bzw. dessen Fanszene Abstand genommen werden.
Im richtigen Leben gibt es ja auch nicht die Kollektivhaftung, wenn der Einzeltäter ermittelt ist.

   
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eigentlich müsste man damit anfangen die dfb-gerichtsbarkeit auf das zu beschränken, was in ihrem ermessen liegt: das sportliche.
alles andere gehört zu einem ordentlichen zivilgericht.
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Cino schrieb:
eigentlich müsste man damit anfangen die dfb-gerichtsbarkeit auf das zu beschränken, was in ihrem ermessen liegt: das sportliche.
alles andere gehört zu einem ordentlichen zivilgericht.


Ich freu mich schon drauf wie die Ordner in den Block gehen wollen und den Schuldigen rausbitten. Und er und seine Freunde dann sagen: Okay, diesmal halt Pech gehabt und mitgeht  
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SGE_MD77 schrieb:
Cino schrieb:
eigentlich müsste man damit anfangen die dfb-gerichtsbarkeit auf das zu beschränken, was in ihrem ermessen liegt: das sportliche.
alles andere gehört zu einem ordentlichen zivilgericht.


Ich freu mich schon drauf wie die Ordner in den Block gehen wollen und den Schuldigen rausbitten. Und er und seine Freunde dann sagen: Okay, diesmal halt Pech gehabt und mitgeht    


mal ernsthaft:
was hat ein sportgericht sich in sowas einzumischen?
man sieht doch was dabei rauskommt.
egal wie die tatverdächtigen erkannt werden, diese müssen im einzelfall angeklagt, die schuld bewiesen und verurteilt werden. auf dieser grundlage können dann auch z.b. stadionverbote ausgesprochen werden. hinterher.
es kann doch nicht sein, dass ein verband sich erdreistet rechtsprechung für sich zu beanspruchen und dann in jeder hinsicht gegen alle grundsätze verstößt und nach belieben urteilt.
und wenn keine person ermittelt werden kann hat derjenige halt glück gehabt. wie im normalen leben nunmal auch.
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SGE_MD77 schrieb:
Cino schrieb:
eigentlich müsste man damit anfangen die dfb-gerichtsbarkeit auf das zu beschränken, was in ihrem ermessen liegt: das sportliche.
alles andere gehört zu einem ordentlichen zivilgericht.


Ich freu mich schon drauf wie die Ordner in den Block gehen wollen und den Schuldigen rausbitten. Und er und seine Freunde dann sagen: Okay, diesmal halt Pech gehabt und mitgeht    


Es muss anscheinend sehr schwer sein denjenigen beim Verlassen des Blocks rauszuholen. Früher als man nur 2 Kameras hatte ging das, hatte Ende der 70er mal einen Selbsttest gemacht.


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