auch mein beileid. für mich ist somit der letzte grund, warum man den schalkern eventuell doch mal den meistertitel "gönnen" könnte/sollte, nicht mehr auf unserer erde. das letzte stückchen sympathie mit gazprom06 ist mit charly neumann gestorben. er war ein echtes unikat. die aktion von leverkusen ist großartig. somit haben mich in dieser saison bereits zwei "fangruppierungen" überrascht (münchen bei uns und eben leverkusen), denen ich das nie zugetraut hätte. respekt.
Bei einer bewegenden Trauerfeier haben am Dienstag (18.11.) 1500 Menschen Abschied von Charly Neumann genommen. Mit dabei war nicht nur die gesamte Schalker Profiabteilung, sondern auch viele ehemalige Weggefährten und auch Vertreter anderer Clubs.
Die Trauerhalle des Zentralfriedhofs Buer-Mitte war bis auf den letzten Platz besetzt. Und auch auf dem Platz vor der Halle sah man Menschen so weit das Auge reicht. Natürlich viele Schalker Fans, aber auch vereinzelt Anhänger anderer Clubs und Kölns Sportmanager Michael Meier verfolgten hier die Trauerfeier auf einer Videowand.
Den Gottesdienst hielt Schalkes Ehrenratsvorsitzender Hans-Joachim Dohm, der den Verlust und Tod aus christlicher Warte einordnete und Charly Neumann nicht als "Unikum", sondern als "Unikat" bezeichnete. „Charly war ein Sympathieträger. Er war ein Garant für Herzlichkeit“, brachte Dohm das, was wohl alle Anwesenden dachten, auf den Punkt. Es sei schwierig jemanden ,der so facettenreich war, in all seinen Schattierungen darzustellen: Charly Neumann, der Familienmensch, die Schalker Seele, der gewitzte Geschäftsmann, der Schauspieler – er sei gesegnet gewesen mit Talenten. „Charly lebte für Schalke, er sprach Mut zu, tröstete und begeisterte. Er steckte die Menschen mit seiner Leidenschaft an.“
Schalke sei Charly Neumann zur zweiten Haut geworden, aber das allerwichtigste sei: „Er war authentisch bis zum letzten Atemzug“. Doch zum Trost aller, denen sein Tod in der letzten Woche nahe ging, zeigte sich Dohm zuversichtlich: „Charly hat sein Lebensziel erreicht.“
Ebenso positiv, ebenso vital würdigte Vereinsvorsitzender Josef Schnusenberg die Verdienste seines langjährigen Freundes. „Wir alle haben einen Freund verloren.“ Die Nachricht, dass Charly tot sei, habe alle wie einen Keulenschlag getroffen. An vielen Beispielen wie der Charly-Neumann-Brücke oder seiner Wahl ins Ehrenpräsidium verdeutlichte Josef Schnusenberg noch einmal, welche Stellung der Verstorbene bei den Knappen wie kein Zweiter inne hatte. „Er war die Seele des Vereins.“
„Rivalität gehörte für ihn zum Fußball, doch keine Feindschaft. Er war geprägt von Fairness, Leidenschaft und Optimismus“, so Schnusenberg weiter. Wie sehr dieses Bild sogar von der „Konkurrenz“ verinnerlicht wurde, machte der Vereinsvorsitzende am Beispiel des letzten Auswärtsspiels gegen Bayer Leverkusen deutlich, bei dem Leverkusener und Schalker Fans gemeinsam auf Plakaten ihre Trauer über den Verlust bekundeten.
Passend zu diesem Bild und stimmungsvoll waren die Interpretation der Fußballhymne „You´ll never walk alone“ und eine Improvisation nach „Schalker Motiven“ von Alt-Saxophonist Norbert Labatzki, die viele Fans vor der Halle zu Tränen rührte, bevor der lange Zug der Trauergemeinde die Seele der Knappen zu Grabe trug. Den Trauerzug führten Marcelo Bordon und Fabian Ernst gemeinsam mit den S04-Mitarbeitern Andreas Goerke und Till Beckmann an, die die blau-weißen Blumengestecke vor dem Sarg trugen.
Natürlich war der gesamte Vorstand und der Aufsichtsrat des Vereins mit seinem Vorsitzenden Clemens Tönnies erschienen, um Charly die letzte Ehre zu erweisen. Natürlich kamen die Spieler der Profiabteilung und der Trainerstab. Aber es kamen auch ehemalige Weggefährten: Trainer wie Huub Stevens mit Ehefrau Toos, Helmut Schulte, Aleksandar Ristic, Peter Neururer und Uli Maslo, Günter Eichberg war ebenso gekommen wie die Ex-Spieler Rolf Rüssmann, Klaus Fichtel, Manfred Dubski aus der Garde der 70er Jahre, Eurofighter wie Marc Wilmots, Ingo Anderbrügge, Meister der Herzen wie Jörg Böhme, Pokalsieger wie Sven Vermant, einstige Manager wie Rudi Assauer oder Heribert Bruchhagen, heute Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, oder der ehemalige Mannschaftsarzt Dr. Thorsten Rarreck.
Respekt auch vor der Geste des großen Rivalen: Sowohl Borussia Dortmunds Präsident Reinhard Rauball als auch Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung des BVB, erwiesen Charly die letzte Ehre. Sie waren zusammen mit Steffen Freund gekommen.
Klaus Fischer trug die Vereinsfahne auf dem Weg zum Grab. "Blau und Weiß ein Leben lang: Wir trauern um einen großen Schalker" stand auf dem Kranz des Vereins, "Unserem Charly: Deine Jungs sagen Danke für alles" auf dem der Mannschaft. "Wir werden dich nie vergessen" zierte den Kranz der "Ultras GE".
So wurde deutlich, was Josef Schnusenberg bereits auf der Trauerfeier gesagt hatte: "2006 haben wir die Brücke, welche von medicos und Hotel zur Arena führt, nach ihm benannt. Durch die Charly-Neumann-Brücke hat Charly auf unserem Vereinsgelände auf immer einen Platz gefunden. In den Herzen aller Schalker hat er diesen ohnehin."
für mich ist somit der letzte grund, warum man den schalkern eventuell doch mal den meistertitel "gönnen" könnte/sollte, nicht mehr auf unserer erde.
das letzte stückchen sympathie mit gazprom06 ist mit charly neumann gestorben.
er war ein echtes unikat.
die aktion von leverkusen ist großartig.
somit haben mich in dieser saison bereits zwei "fangruppierungen" überrascht (münchen bei uns und eben leverkusen), denen ich das nie zugetraut hätte. respekt.
Bei einer bewegenden Trauerfeier haben am Dienstag (18.11.) 1500 Menschen Abschied von Charly Neumann genommen. Mit dabei war nicht nur die gesamte Schalker Profiabteilung, sondern auch viele ehemalige Weggefährten und auch Vertreter anderer Clubs.
Die Trauerhalle des Zentralfriedhofs Buer-Mitte war bis auf den letzten Platz besetzt. Und auch auf dem Platz vor der Halle sah man Menschen so weit das Auge reicht. Natürlich viele Schalker Fans, aber auch vereinzelt Anhänger anderer Clubs und Kölns Sportmanager Michael Meier verfolgten hier die Trauerfeier auf einer Videowand.
Den Gottesdienst hielt Schalkes Ehrenratsvorsitzender Hans-Joachim Dohm, der den Verlust und Tod aus christlicher Warte einordnete und Charly Neumann nicht als "Unikum", sondern als "Unikat" bezeichnete. „Charly war ein Sympathieträger. Er war ein Garant für Herzlichkeit“, brachte Dohm das, was wohl alle Anwesenden dachten, auf den Punkt. Es sei schwierig jemanden ,der so facettenreich war, in all seinen Schattierungen darzustellen: Charly Neumann, der Familienmensch, die Schalker Seele, der gewitzte Geschäftsmann, der Schauspieler – er sei gesegnet gewesen mit Talenten. „Charly lebte für Schalke, er sprach Mut zu, tröstete und begeisterte. Er steckte die Menschen mit seiner Leidenschaft an.“
Schalke sei Charly Neumann zur zweiten Haut geworden, aber das allerwichtigste sei: „Er war authentisch bis zum letzten Atemzug“. Doch zum Trost aller, denen sein Tod in der letzten Woche nahe ging, zeigte sich Dohm zuversichtlich: „Charly hat sein Lebensziel erreicht.“
Ebenso positiv, ebenso vital würdigte Vereinsvorsitzender Josef Schnusenberg die Verdienste seines langjährigen Freundes. „Wir alle haben einen Freund verloren.“ Die Nachricht, dass Charly tot sei, habe alle wie einen Keulenschlag getroffen. An vielen Beispielen wie der Charly-Neumann-Brücke oder seiner Wahl ins Ehrenpräsidium verdeutlichte Josef Schnusenberg noch einmal, welche Stellung der Verstorbene bei den Knappen wie kein Zweiter inne hatte. „Er war die Seele des Vereins.“
„Rivalität gehörte für ihn zum Fußball, doch keine Feindschaft. Er war geprägt von Fairness, Leidenschaft und Optimismus“, so Schnusenberg weiter. Wie sehr dieses Bild sogar von der „Konkurrenz“ verinnerlicht wurde, machte der Vereinsvorsitzende am Beispiel des letzten Auswärtsspiels gegen Bayer Leverkusen deutlich, bei dem Leverkusener und Schalker Fans gemeinsam auf Plakaten ihre Trauer über den Verlust bekundeten.
Passend zu diesem Bild und stimmungsvoll waren die Interpretation der Fußballhymne „You´ll never walk alone“ und eine Improvisation nach „Schalker Motiven“ von Alt-Saxophonist Norbert Labatzki, die viele Fans vor der Halle zu Tränen rührte, bevor der lange Zug der Trauergemeinde die Seele der Knappen zu Grabe trug. Den Trauerzug führten Marcelo Bordon und Fabian Ernst gemeinsam mit den S04-Mitarbeitern Andreas Goerke und Till Beckmann an, die die blau-weißen Blumengestecke vor dem Sarg trugen.
Natürlich war der gesamte Vorstand und der Aufsichtsrat des Vereins mit seinem Vorsitzenden Clemens Tönnies erschienen, um Charly die letzte Ehre zu erweisen. Natürlich kamen die Spieler der Profiabteilung und der Trainerstab. Aber es kamen auch ehemalige Weggefährten: Trainer wie Huub Stevens mit Ehefrau Toos, Helmut Schulte, Aleksandar Ristic, Peter Neururer und Uli Maslo, Günter Eichberg war ebenso gekommen wie die Ex-Spieler Rolf Rüssmann, Klaus Fichtel, Manfred Dubski aus der Garde der 70er Jahre, Eurofighter wie Marc Wilmots, Ingo Anderbrügge, Meister der Herzen wie Jörg Böhme, Pokalsieger wie Sven Vermant, einstige Manager wie Rudi Assauer oder Heribert Bruchhagen, heute Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, oder der ehemalige Mannschaftsarzt Dr. Thorsten Rarreck.
Respekt auch vor der Geste des großen Rivalen: Sowohl Borussia Dortmunds Präsident Reinhard Rauball als auch Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung des BVB, erwiesen Charly die letzte Ehre. Sie waren zusammen mit Steffen Freund gekommen.
Klaus Fischer trug die Vereinsfahne auf dem Weg zum Grab. "Blau und Weiß ein Leben lang: Wir trauern um einen großen Schalker" stand auf dem Kranz des Vereins, "Unserem Charly: Deine Jungs sagen Danke für alles" auf dem der Mannschaft. "Wir werden dich nie vergessen" zierte den Kranz der "Ultras GE".
So wurde deutlich, was Josef Schnusenberg bereits auf der Trauerfeier gesagt hatte: "2006 haben wir die Brücke, welche von medicos und Hotel zur Arena führt, nach ihm benannt. Durch die Charly-Neumann-Brücke hat Charly auf unserem Vereinsgelände auf immer einen Platz gefunden. In den Herzen aller Schalker hat er diesen ohnehin."
Quelle: Schalke HP