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Vor 20 Jahren XXL

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wurden Yeboah, Mauri und Okocha suspendiert und eine Ära endete.

Der 01.12.1994 darf rückblickend  wohl als einer der schwärzesten Tage unserer Clubhistorie genannt werden.
Die Lawine die ein unfähig verbohrter Trainer auslöste hätte uns meiner Meinung nach fast vernichtet.
Was folgte  war das Ende einer Ära und ein 20 jähriger Überlebenskampf.

Mit bald 49 Jahren bin ich Altersweise geworden. Viele Dinge aus der Vergangenheit sehe ich heute objektiver und sachlicher.
Auch vergeben und verzeihen fällt mir nicht mehr schwer. Ebenso neue Realitäten zu akzeptieren.

Bei Jupp Heynckes  kann ich aber  einfach nicht über meinen Schatten springen.
Natürlich weiß ich dass  viele Faktoren und Fehler in allen Bereichen des Vereins fast zum Super Gau geführt haben.
Die Hauptursache der Auslöser war und bleibt  für mich dieser Mann mit seiner sturen und bockigen Art.
Damals fanden viele Fans  Jupp Heynckes  gut und standen hinter seinen Entscheidungen.
Ich mochte ihn von  Anfang an nicht. Der war für mich auf dem Stuhl eines Buli-Trainers völlig überfordert.
Meiner Meinung war er zur damaligen Zeit nicht in der Lage mit Menschen umzugehen. So ein Typ Berti Vogts halt. Daher konnte ich auch kein  Verständnis für den Rausschmiss der drei aufbringen.

Ich bin aber weder verbittert oder hasse ihn dafür. Verzeihen kann ich aber nicht. Da bin ich zu stur.



Aber egal ob man für oder gegen den Trainer war, keiner von uns hätte je gedacht das die Aussage  seiner Antrittsrede " Ab heute gehen in Frankfurt die Uhren anders" in brutalster Art eintreffen würden.

Totale Unruhe und Chaos im Verein. Ein Trainer der sich dann nach 28 Spielen  erfolglos aus dem Staub macht.
Superstars (die letzten die Eintracht Frankfurt Fans erleben durfte) für lausiges Geld verkauft und in der darauf folgenden Saison erstmals abgestiegen.

Die Wertigkeit des restlichen Kaders bei fast null da genau zu der Zeit das Bossmann Urteil die Fußballwelt erschütterte.
Just  1995/96 fing das Geld verdienen in der Buli so richtig an und wir dümpelten in der 2.Liga rum.

„Was wäre wenn „  „Wo könnten wir sein“   „ Ein eigenes Stadion könnte man haben“ usw.

Allen die diese Zeit mitgemacht haben sind diese Gedanken in all den Jahren bestimmt schon mal durch den Kopf gegangen.

Wir haben damals schlicht und ergreifend  dank Heynkes „ die Arschkarte“ zum ungünstigsten Zeitpunkt gezogen.

Volle Breitseite die  bis heute nachwirkt!


Das erste Jahrzehnt
Wie ein bemitleidenswerter Boxer  Jahr für Jahr durchgeschüttelt worden.
Sportlich mehr auf die Fresse als Treffer.
Die Vereinsführungen(teilweise Ehrenamtlich) bemüht aber hoffnungsvoll überfordert.
Ein im ersten Augenschein nach sensationeller Deal über 50Millionen DM fliegt uns schneller um die Ohren als uns lieb ist und gräbt unsere Grube noch tiefer.
Am Ende fast der Lizenzentzug  und Abstieg in die Bedeutungslosigkeit.


Passierte aber nicht!   Warum?

Weil  direkt mit dem ersten Abstieg in diesem Verein etwas vorging was mich als Fan bis heute einfach Mega Stolz macht.

Der  Zusammenhalt der Fans, der Stadt, der Region und der Unternehmen , wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Nach all den Erfolgen von Eintracht Frankfurt(Titel, Titelkampf, spielenden Stars) wenden sich die Fans  beim beginnenden Untergang nicht ab.

Das Gegenteil war der Fall. Sie hielten wie eine eins zu ihrem Club. Aber nicht nur das. Zigtausende Fans kamen hinzu und kämpfen für den Club.

Ab diesem Zeitpunkt war  „Eintracht Frankfurt“ für mich „Eine zweite Familie „  und nicht nur ein Verein, dessen Fan ich war.


Bedingungsloser Support ( natürlich auch Dank der neu  geründeten Ultras)mit mehr Zuschauern als in der sportlich guten Zeit.

Sportliche Unzulänglichkeiten bis zum äußersten ertragen und das jeweilige Team unterstützt.

Wenn man bedenkt das Eintracht Frankfurt immer für technischen versierten Fußball stand , kann man dies gar nicht hoch genug bewerten.

Einige selbstlose Unternehmer und die sensationellen Fans haben den Verein in dieser Zeit am Leben erhalten.


Es trat eine Bescheidenheit ein die uns gut tat.


Das zweite Jahrzehnt

Weiterhin verschuldet und mit totaler Unterstützung der Fans.

Dann kam Bruchhagen und hat fast alles richtig gemacht. Stück für Stück wurde der Verein voran gebracht. Selbst der Rückschlag(letzter Abstieg) hat uns nicht aus der Bahn geworfen.
Auch wenn viel Geld verloren wurde sind wir aktuell immer noch einer der
wenigen Vereine die über Eigenkapital verfügen.
Sportlich wie finanziell wurden so viele Fehler nicht gemacht.

Skandale in letzten 11 Jahren?  Nichts nennenswertes.

Schmankerl für die Fans gab es aber trotzdem. Tolle Spiele gegen große Vereine , Euro Teilnahmen, Pokalendspiel, Krimi Spiele die nur Eintracht kann.

Wir sind ein gesunder Verein!
Gehören zu den 18 besten in Deutschland und das mit einem Zuschauerschnitt der in Europa immer unter den Top 20 ist.


Dafür bin ich einfach dankbar ! ( Müsste ich ja auch dem Jupp / nein soweit gehe ich dann doch nicht )

Eine Gefühlswelt die ein Kunde aus Leipzig, Wolfsburg oder Hoffenheim nie verstehen wird.

Alle die hier immer wieder meinen das  Bescheidenheit/Sparsamkeit endlich mal ein Ende haben sollte entgegne ich abschließend nur

20Jahre!!!

hat es nach einer fatalen Fehleinschätzung gedauert um gesund zu werden.

Ich bleibe weiterhin bescheiden und  freue mich wenn Eintracht Frankfurt einfachein Bestandteil der Buli ist und bleibt.

Wenn es  mal Ausreißer nach oben gibt , nehme ich natürlich gerne alles mit )


Welche Gedanken gehen Euch nach diesen 20 Jahren durch den Kopf?


Vielleicht sehen es ja einige total anders.
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Uff was e Arbeit...

...altersmilde, ich geworden bin!
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Meine Gedanken?
Das man 20 Jahre jünger war und gar nicht auf die Idee gekommen wäre seitenlange Aufsätze im I-Net zu lesen/schreiben!  
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Interessanterweise ist aber immer mal wieder zu lesen, dass Osram damals gar nicht anders handeln konnte.
Ich war nicht dabei, kann es also nicht beurteilen, aber hat nicht sogar Charly gesagt, dass Don Jupp die Spieler suspendieren musste?

Sein feiger Rückzug ist natürlich eine ganze andere Sache.

Der Abstieg wäre womöglich mit Yeboah und Co. vermieden worden. Aber man muss anmerken, dass wir beim ersten Abstieg immer noch einen Kader hatten, mit dem man von der Papierform her nie und nimmer hätte absteigen dürfen. Ähnlich wir die Kartoffelbauern damals auch.

Heynckes mochte ich auch nie, mag ich heute noch nicht. Aber ihm fast die Alleinschuld am Niedergang zu geben, ist einfach falsch. Auch wenn es so schön einfach wäre, einen Schuldigen zu haben.
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Schön ge/be-schrieben Finsterling,  
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Basaltkopp schrieb:
Interessanterweise ist aber immer mal wieder zu lesen, dass Osram damals gar nicht anders handeln konnte.
Ich war nicht dabei, kann es also nicht beurteilen, aber hat nicht sogar Charly gesagt, dass Don Jupp die Spieler suspendieren musste?

Sein feiger Rückzug ist natürlich eine ganze andere Sache.

Der Abstieg wäre womöglich mit Yeboah und Co. vermieden worden. Aber man muss anmerken, dass wir beim ersten Abstieg immer noch einen Kader hatten, mit dem man von der Papierform her nie und nimmer hätte absteigen dürfen. Ähnlich wir die Kartoffelbauern damals auch.

Heynckes mochte ich auch nie, mag ich heute noch nicht. Aber ihm fast die Alleinschuld am Niedergang zu geben, ist einfach falsch. Auch wenn es so schön einfach wäre, einen Schuldigen zu haben.


Osram war übrigens auch bei Charlys Sechzigstem. Sicherlich darf man sich als Trainer nicht von den Spielern auf der Nase rumtanzen lassen. Osram hat aber durch sein Handeln und Tun ein einziges Chaos hinterlassen. Kam eigentlich aus Gladbach je mal wer Gutes zur Eintracht? Okay, Bamba - Ausnahme bestätigt die Regel!
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Finsterling schrieb:
wurden Yeboah, Mauri und Okocha suspendiert und eine Ära endete.

Der 01.12.1994 darf rückblickend  wohl als einer der schwärzesten Tage unserer Clubhistorie genannt werden.
Die Lawine die ein unfähig verbohrter Trainer auslöste hätte uns meiner Meinung nach fast vernichtet.
Was folgte  war das Ende einer Ära und ein 20 jähriger Überlebenskampf.

Mit bald 49 Jahren bin ich Altersweise geworden. Viele Dinge aus der Vergangenheit sehe ich heute objektiver und sachlicher.
Auch vergeben und verzeihen fällt mir nicht mehr schwer. Ebenso neue Realitäten zu akzeptieren.

Bei Jupp Heynckes  kann ich aber  einfach nicht über meinen Schatten springen.
Natürlich weiß ich dass  viele Faktoren und Fehler in allen Bereichen des Vereins fast zum Super Gau geführt haben.
Die Hauptursache der Auslöser war und bleibt  für mich dieser Mann mit seiner sturen und bockigen Art.
Damals fanden viele Fans  Jupp Heynckes  gut und standen hinter seinen Entscheidungen.
Ich mochte ihn von  Anfang an nicht. Der war für mich auf dem Stuhl eines Buli-Trainers völlig überfordert.
Meiner Meinung war er zur damaligen Zeit nicht in der Lage mit Menschen umzugehen. So ein Typ Berti Vogts halt. Daher konnte ich auch kein  Verständnis für den Rausschmiss der drei aufbringen.

Ich bin aber weder verbittert oder hasse ihn dafür. Verzeihen kann ich aber nicht. Da bin ich zu stur.



Aber egal ob man für oder gegen den Trainer war, keiner von uns hätte je gedacht das die Aussage  seiner Antrittsrede " Ab heute gehen in Frankfurt die Uhren anders" in brutalster Art eintreffen würden.

Totale Unruhe und Chaos im Verein. Ein Trainer der sich dann nach 28 Spielen  erfolglos aus dem Staub macht.
Superstars (die letzten die Eintracht Frankfurt Fans erleben durfte) für lausiges Geld verkauft und in der darauf folgenden Saison erstmals abgestiegen.

Die Wertigkeit des restlichen Kaders bei fast null da genau zu der Zeit das Bossmann Urteil die Fußballwelt erschütterte.
Just  1995/96 fing das Geld verdienen in der Buli so richtig an und wir dümpelten in der 2.Liga rum.

„Was wäre wenn „  „Wo könnten wir sein“   „ Ein eigenes Stadion könnte man haben“ usw.

Allen die diese Zeit mitgemacht haben sind diese Gedanken in all den Jahren bestimmt schon mal durch den Kopf gegangen.

Wir haben damals schlicht und ergreifend  dank Heynkes „ die Arschkarte“ zum ungünstigsten Zeitpunkt gezogen.

Volle Breitseite die  bis heute nachwirkt!


Das erste Jahrzehnt
Wie ein bemitleidenswerter Boxer  Jahr für Jahr durchgeschüttelt worden.
Sportlich mehr auf die Fresse als Treffer.
Die Vereinsführungen(teilweise Ehrenamtlich) bemüht aber hoffnungsvoll überfordert.
Ein im ersten Augenschein nach sensationeller Deal über 50Millionen DM fliegt uns schneller um die Ohren als uns lieb ist und gräbt unsere Grube noch tiefer.
Am Ende fast der Lizenzentzug  und Abstieg in die Bedeutungslosigkeit.


Passierte aber nicht!   Warum?

Weil  direkt mit dem ersten Abstieg in diesem Verein etwas vorging was mich als Fan bis heute einfach Mega Stolz macht.

Der  Zusammenhalt der Fans, der Stadt, der Region und der Unternehmen , wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Nach all den Erfolgen von Eintracht Frankfurt(Titel, Titelkampf, spielenden Stars) wenden sich die Fans  beim beginnenden Untergang nicht ab.

Das Gegenteil war der Fall. Sie hielten wie eine eins zu ihrem Club. Aber nicht nur das. Zigtausende Fans kamen hinzu und kämpfen für den Club.

Ab diesem Zeitpunkt war  „Eintracht Frankfurt“ für mich „Eine zweite Familie „  und nicht nur ein Verein, dessen Fan ich war.


Bedingungsloser Support ( natürlich auch Dank der neu  geründeten Ultras)mit mehr Zuschauern als in der sportlich guten Zeit.

Sportliche Unzulänglichkeiten bis zum äußersten ertragen und das jeweilige Team unterstützt.

Wenn man bedenkt das Eintracht Frankfurt immer für technischen versierten Fußball stand , kann man dies gar nicht hoch genug bewerten.

Einige selbstlose Unternehmer und die sensationellen Fans haben den Verein in dieser Zeit am Leben erhalten.


Es trat eine Bescheidenheit ein die uns gut tat.


Das zweite Jahrzehnt

Weiterhin verschuldet und mit totaler Unterstützung der Fans.

Dann kam Bruchhagen und hat fast alles richtig gemacht. Stück für Stück wurde der Verein voran gebracht. Selbst der Rückschlag(letzter Abstieg) hat uns nicht aus der Bahn geworfen.
Auch wenn viel Geld verloren wurde sind wir aktuell immer noch einer der
wenigen Vereine die über Eigenkapital verfügen.
Sportlich wie finanziell wurden so viele Fehler nicht gemacht.

Skandale in letzten 11 Jahren?  Nichts nennenswertes.

Schmankerl für die Fans gab es aber trotzdem. Tolle Spiele gegen große Vereine , Euro Teilnahmen, Pokalendspiel, Krimi Spiele die nur Eintracht kann.

Wir sind ein gesunder Verein!
Gehören zu den 18 besten in Deutschland und das mit einem Zuschauerschnitt der in Europa immer unter den Top 20 ist.


Dafür bin ich einfach dankbar ! ( Müsste ich ja auch dem Jupp / nein soweit gehe ich dann doch nicht )

Eine Gefühlswelt die ein Kunde aus Leipzig, Wolfsburg oder Hoffenheim nie verstehen wird.

Alle die hier immer wieder meinen das  Bescheidenheit/Sparsamkeit endlich mal ein Ende haben sollte entgegne ich abschließend nur

20Jahre!!!

hat es nach einer fatalen Fehleinschätzung gedauert um gesund zu werden.

Ich bleibe weiterhin bescheiden und  freue mich wenn Eintracht Frankfurt einfachein Bestandteil der Buli ist und bleibt.

Wenn es  mal Ausreißer nach oben gibt , nehme ich natürlich gerne alles mit )


Welche Gedanken gehen Euch nach diesen 20 Jahren durch den Kopf?


Vielleicht sehen es ja einige total anders.




Gude Finsterling,

ich sehe es eigentlich so wie Du und finde mich bei Deinen ausführlichen Worten gut wieder! Danke dafür!
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Fuer mich damals 17 jaehrigen Bub ist eine Welt zusammen gebrochen... ich habe es dem Osram bis heute nicht verziehen.
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Finsterling schrieb:


Alle die hier immer wieder meinen das  Bescheidenheit/Sparsamkeit endlich mal ein Ende haben sollte entgegne ich abschließend nur

20Jahre!!!

hat es nach einer fatalen Fehleinschätzung gedauert um gesund zu werden.

Ich bleibe weiterhin bescheiden und  freue mich wenn Eintracht Frankfurt einfachein Bestandteil der Buli ist und bleibt.

Wenn es  mal Ausreißer nach oben gibt , nehme ich natürlich gerne alles mit )


Welche Gedanken gehen Euch nach diesen 20 Jahren durch den Kopf?


Vielleicht sehen es ja einige total anders.







Da wird uns wohl auch gar nichts anderes übrig bleiben und das ist gut so!
Daumen hoch!
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Als Bub Eintrachtfan geworden. Mit Bein, Stein, Yeboah, Okocha etc. aufgewachsen. Dann kam Jupp. Sicherlich nicht derjenige, der die alleinige Schuld am Niedergang trägt. Aber das Gesicht des Niedergangs ist er schon.

Die Aufstiegssaison war dann toll. Mit Hotte und dem Team, dass sich wirklich immer reingehauen hat, gerade nach der durchwachsenen Vorsaison, in der man quasi den freien Fall gerade noch bremsen konnte. In der nachfolgenden Bundesliga Saison 98/99 fing ich dann an mit meinen Kumpels regelmäßig ins Stadion zu gehen. Den schönen Fußball kenne ich dahingehend nur aus dem Fernsehen. Aber die Leidenschaft und die Begeisterung rund um die Eintracht, gerade zu dieser Zeit, war einfach beeindruckend. Auf der An- und Abreise mit dem Zug kam man immer mit anderen Fans ins Gespräch, oftmals auch alte Haudegen, die schon ewig dabei waren und ihre Erinnerungen mit den jüngeren Fans geteilt haben. Detailgetreue Beschreibungen von Spielzügen und Toren der Vergangenheit und die Hoffnung, solche Kunst in Zukunft wieder in Frankfurt erleben zu dürfen.

Der erste Abstieg war eine Katastrophe für den Verein. Für die Fans ein Weckruf, ein Prozess, bei dem sich offenbarte, dass man nicht nur wegen des schönen Fußballs oder des Erfolges ins Stadion pilgert, quer durch die Republik reist, um sich bei schäbigem Wetter eine triste Niederlage anzutun. Sondern die Eintracht mehr ist als nur ein Verein, eine Familie, ein Teil des eigenen Lebens, welcher die Gefühlswelt Woche für Woche durcheinander wirbelt.
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Eintracht war über 10 Jahre Outperformer. Das heißt: Eintracht war immer besser, als der Markt es hergab. So oft den internationalen Fußball zu erreichen, das war für einen Verein mit der Struktur von Eintracht eine absolut außerordentliche Leistung. Aber irgendwann muss leider jeder Verein erkennen, dass ihn die Realität einholt.

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Oh Mann, musst du das thematisieren?
Reisst ganz Tiefe Wunden wieder auf.
Ansonsten finde ich mich durchaus wieder in den Beschreibungen.

Was mich aufregte war letztes Jahr als der Trainer doch meinte, Rückblickend suf seine Laufbahn: ich habe Verträge immer erfüllt...
Da hätt ich Kotzen können. Denn hier ist er von sich aus abgehauen!
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Doomsday schrieb:
Eintracht war über 10 Jahre Outperformer. Das heißt: Eintracht war immer besser, als der Markt es hergab. So oft den internationalen Fußball zu erreichen, das war für einen Verein mit der Struktur von Eintracht eine absolut außerordentliche Leistung. Aber irgendwann muss leider jeder Verein erkennen, dass ihn die Realität einholt.

 


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Basaltkopp schrieb:
Interessanterweise ist aber immer mal wieder zu lesen, dass Osram damals gar nicht anders handeln konnte.
Ich war nicht dabei, kann es also nicht beurteilen, aber hat nicht sogar Charly gesagt, dass Don Jupp die Spieler suspendieren musste?

Sein feiger Rückzug ist natürlich eine ganze andere Sache.

Der Abstieg wäre womöglich mit Yeboah und Co. vermieden worden. Aber man muss anmerken, dass wir beim ersten Abstieg immer noch einen Kader hatten, mit dem man von der Papierform her nie und nimmer hätte absteigen dürfen. Ähnlich wir die Kartoffelbauern damals auch.

Heynckes mochte ich auch nie, mag ich heute noch nicht. Aber ihm fast die Alleinschuld am Niedergang zu geben, ist einfach falsch. Auch wenn es so schön einfach wäre, einen Schuldigen zu haben.


Ich denke, jeder Trainer - auch Veh oder Schaaf - hätten so entschieden.
Hier die Ausführungen von Charly

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/rekordspieler-charly-koerbel-heynckes-war-nicht-der-totengraeber-11923980.html
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Doomsday schrieb:
Eintracht war über 10 Jahre Outperformer. Das heißt: Eintracht war immer besser, als der Markt es hergab. So oft den internationalen Fußball zu erreichen, das war für einen Verein mit der Struktur von Eintracht eine absolut außerordentliche Leistung. Aber irgendwann muss leider jeder Verein erkennen, dass ihn die Realität einholt.

 


DIE Eintracht
Wir sind hier nicht bei der Zeitung mit vier Buchstaben...
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grabi_wm1974 schrieb:
Basaltkopp schrieb:
Interessanterweise ist aber immer mal wieder zu lesen, dass Osram damals gar nicht anders handeln konnte.
Ich war nicht dabei, kann es also nicht beurteilen, aber hat nicht sogar Charly gesagt, dass Don Jupp die Spieler suspendieren musste?

Sein feiger Rückzug ist natürlich eine ganze andere Sache.

Der Abstieg wäre womöglich mit Yeboah und Co. vermieden worden. Aber man muss anmerken, dass wir beim ersten Abstieg immer noch einen Kader hatten, mit dem man von der Papierform her nie und nimmer hätte absteigen dürfen. Ähnlich wir die Kartoffelbauern damals auch.

Heynckes mochte ich auch nie, mag ich heute noch nicht. Aber ihm fast die Alleinschuld am Niedergang zu geben, ist einfach falsch. Auch wenn es so schön einfach wäre, einen Schuldigen zu haben.


Ich denke, jeder Trainer - auch Veh oder Schaaf - hätten so entschieden.
Hier die Ausführungen von Charly

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/rekordspieler-charly-koerbel-heynckes-war-nicht-der-totengraeber-11923980.html


Ist das Beste Beispiel dafür, dass sich Einige mit Ihren Verschwörungen einfach mal zurückhalten sollten, weil sie davon so weit weg sind, um sich überhaupt eine Meinung bilden zu können.

Keine Sau weiß was intern wirklich vorfällt, aber hier nach einem Zeitungsbericht rollende Köpfe zu fordern, da braucht man sich nicht zu wundern, wenn auf solche sinnlose Stimmungsmache, dann auch sinnlose Antworten folgen....
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Also ich habe es auch schon annerster gehört, im Einrachtmuseum beispielsweise von Uli Stein etc. Aber klar war niemand von uns dabei. Ich bleibe aber bei meiner Meinung, die ich auch schon vor 20 Jahren hatte: Das war Magath getan hat, war einfach ein Unding!!!

Und für mich ist immer noch der Abstieg 96 das aller,- aller,- allerschlimmste, was ich mit der Eintracht erlebt habe.
So viele Fastabstiege und dann das.
Ich war persönlich beleidigt und habe viele, viele Tränen vergossen deswegen.

(Finsterling, Deinen Beitrag muss ich noch lesen, habe mit den Kommentaren angefangen, muss ich gestehen. Werde ich aber natürlich tun, versprochen..)
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Was hat Magath denn gemacht? Waren doch alle fit.  
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Sicher war das nicht okay was Don Jupp damals gemacht hatte, aber man muss berücksichtigen das die ganze Mannschaft durch die Steppi Zeit charakterlich ziemlich versaut war!
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Mit Finsterling stimme ich weitgehend überein. Eine interessante Weise, die letzten 20 Jahre Revue passieren zu lassen!

Aus dem ausführlichen Interview mit Karl-Heinz Körbel zu schließen, dass Heynckes gar nicht anders konnte und die drei raus schmeißen musste - das sehe ich nicht so. Außer in der einen oder anderen speziellen Situation für sich genommen vielleicht. Aber es kommt in dem Interview eigentlich gut zum Ausdruck, dass die ganze Situation sich über einen längeren Zeitraum hin entwickelt hat - und dass Heynckes hieran durchaus auch seinen gewichtigen Anteil gehabt hat.

Einen m. E. wichtigen Gesichtspunkt habe ich in den Vor-Beiträgen vermisst: Und zwar meine ich mich zu erinnern, dass Heynckes vor nicht allzu langer Zeit,  etwa gegen Ende seiner Karriere, in einem Rückblick auch über seine Zeit in Frankfurt gesprochen hat - und dabei selber sinngemäß gesagt hat: mit der Erfahrung von heute würde er sich im Nachhinein anders verhalten haben; und dann wäre es zu der bekannten Situation damals nicht gekommen! - Auch wenn ihn das im Nachhinein auch geehrt hat, das so zu sehen und dies auch zu sagen - es bestätigt aber meiner Meinung nach, dass es eben nicht so war, dass er keine andere Wahl hatte und so handeln musste.

Für mich besteht kein Zweifel: Heynckes ist damals grandios gescheitert und hat es furchtbar vermasselt! - Und die ganzen Folgen, wie Finsterling sie sieht, kann ich gut nachvollziehen.


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