Windkraft und andere 'erneuerbare' Energien

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Irgendwie beschäftigt mich in letzter Zeit das Thema der 'erneuerbaren' Energien.

Ich habe gelernt, dass etwas was man irgendwo weg nimmt an anderer Stelle fehlt. Wenn ich nun dem z.B. dem Wind Energie entziehe, dann fehlt diese eben an anderer Stelle; gleiches bei Gezeitenkraftwerken oder Solarparks. Hat sich da mal jemand ernsthaft mit möglichen Folgeerscheinungen beschäftigt?

So ganz werde ich das Gefühl nicht los, dass die ganze Geschichte nicht wirklich zu Ende gedacht ist.

Wenn man wirklich irgendwo folgenlos Energie entnehmen könnte, dann wäre das ja fast zu schön um wahr zu sein.
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aber wie willst du denn der Sonne oder dem Wind Energie entziehen?? Zu welchen Folgeerscheinung sollte das denn führen??
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Spielst Du auf den Energieerhaltungssatz an? Nun die Energie die man dem System entzieht würde sonst nur sinnlos verpuffen bzw., in so lustige Dinge wie die Erwärmung des Bodens (bei Solarkraft) oder das Wiegen der Bäume im Wind umgewandelt. Ich glaube für die Bäume dieser Welt sprechen zu können, wenn ich behaupte es gibt schlimmeres als mal einen Tag still stehen zu müssen. Und auch die Segler gehen noch nicht wegen fehlendem Wind auf die Barrikaden. Außerdem wurde ein Teil der Energie ja auch schon bei der Produktion dieser Anlagen dem System entzogen und gelangt so wieder zurück in den Kreislauf.
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FredSchaub schrieb:
aber wie willst du denn der Sonne oder dem Wind Energie entziehen?? Zu welchen Folgeerscheinung sollte das denn führen??


Beim Wind ist es doch klar: Der bläst nach den Windrädern einfach nicht mehr so stark und das sollte ja schon zu irgendwelchen Veränderungen führen.

Ähnlich bei Sonne: Nimmt man dort die Energie durch riesige Solarparks weg, wärmt die Sonne eben z.B. den Wüstensand nicht mehr so auf und auch das dürfte ja Auswirkungen auf in diesem Falle die Passatwinde haben.
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Jugger schrieb:
Spielst Du auf den Energieerhaltungssatz an? ...

Ich spiele auf gar nix an; hab Physik nach der 11ten abgewählt.  ,-)

Jugger schrieb:
... Nun die Energie die man dem System entzieht würde sonst nur sinnlos verpuffen bzw., in so lustige Dinge wie die Erwärmung des Bodens (bei Solarkraft) oder das Wiegen der Bäume im Wind umgewandelt. Ich glaube für die Bäume dieser Welt sprechen zu können, wenn ich behaupte es gibt schlimmeres als mal einen Tag still stehen zu müssen. ...  

Zur Erwärmung des Bodens hab ich ja eben schon was geschrieben und auch Bäume im Wind wiegen ist ja nicht per se sinnlos; so verteilen die Dinger ja ihre Samen.
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Was hast Du denn genommen?  

Die einzigen wesentlichen Veränderungen dürften die baulichen Eingriffe in die Natur sein.
Nimm z.B. die Windräder. Wind- und Wassermühlen gibt es schon seit Jahrhunderten ("es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp"   ).
Das einzige, was passiert, ist, daß die ohnehin vorhandene Energie instrumentalisiert und für menschliche Zwecke genutzt wird. Das Wasser fließt trotzdem weiterhin den Bach hinunter. Wie sich Windräder auf den Wind auswirken, weiß ich nicht genau. Aber vermutlich nicht mehr als irgendein Hochhaus in Frankfurt.
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Bigbamboo schrieb:
FredSchaub schrieb:
aber wie willst du denn der Sonne oder dem Wind Energie entziehen?? Zu welchen Folgeerscheinung sollte das denn führen??


Beim Wind ist es doch klar: Der bläst nach den Windrädern einfach nicht mehr so stark und das sollte ja schon zu irgendwelchen Veränderungen führen.

Ähnlich bei Sonne: Nimmt man dort die Energie durch riesige Solarparks weg, wärmt die Sonne eben z.B. den Wüstensand nicht mehr so auf und auch das dürfte ja Auswirkungen auf in diesem Falle die Passatwinde haben.  


aber man nimmt doch keine Sonnenenergie weg...wenns danach geht, dürfte man auch kein Haus bauen, weil man so verhindert, dass die Hitze auf den nackten Lehmboden fällt
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Der Grundgedanke von Kollege BBB mag sich zwar etwas bizarr ausnehmen, ist aber nicht von der Hand zu weisen.
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adlerkadabra schrieb:
Der Grundgedanke von Kollege BBB mag sich zwar etwas bizarr ausnehmen, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Ich wollte ja eigentlich nicht mit Thermodynamik angfangen, weil des alles irgendwie kompliziert ist, aber es geht keine Energie verloren.
Man könnte sich, wahrscheinlich mit größerer Berechtigung, genausogut die Frage stellen, inwieweit wir mit all unseren Tätigkeiten die Erde mit Energie aufladen.
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Spartacus schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Der Grundgedanke von Kollege BBB mag sich zwar etwas bizarr ausnehmen, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Ich wollte ja eigentlich nicht mit Thermodynamik angfangen, weil des alles irgendwie kompliziert ist, aber es geht keine Energie verloren.
Man könnte sich, wahrscheinlich mit größerer Berechtigung, genausogut die Frage stellen, inwieweit wir mit all unseren Tätigkeiten die Erde mit Energie aufladen.


Es geht keine Energie verloren, sehr einverstanden. Dennoch ist es ganz und gar nicht beliebig, welche Wege Energieströme nehmen. Da können am Ende völlig verschiedene Systemkonfigurationen bei rauskommen.
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adlerkadabra schrieb:
Spartacus schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Der Grundgedanke von Kollege BBB mag sich zwar etwas bizarr ausnehmen, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Ich wollte ja eigentlich nicht mit Thermodynamik angfangen, weil des alles irgendwie kompliziert ist, aber es geht keine Energie verloren.
Man könnte sich, wahrscheinlich mit größerer Berechtigung, genausogut die Frage stellen, inwieweit wir mit all unseren Tätigkeiten die Erde mit Energie aufladen.


Es geht keine Energie verloren, sehr einverstanden. Dennoch ist es ganz und gar nicht beliebig, welche Wege Energieströme nehmen. Da können am Ende völlig verschiedene Systemkonfigurationen bei rauskommen.





Du hast Dir aber sicherlich auch keine Gedanken darüber gemacht, wie sich Dein Hausdach auf den äußeren Energiehaushalt auswirkt. Warum sollten dann ausgerechnet die Auswirkungen von Solarzellen statt Ziegeln auf Deinem Hausdach schädlich sein?
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adlerkadabra schrieb:
Der Grundgedanke von Kollege BBB mag sich zwar etwas bizarr ausnehmen, ist aber nicht von der Hand zu weisen.


Hmm...das habe ich auch gerade gedacht. Folge-Erscheinungen lassen sich ja oft erst nach exzessiver Anwendung neuer Ideen feststellen. Wahrscheinlich hat auch kein Mensch die Klimaerwärmung im Kopf gehabt, als der Ottomotor erfunden wurde. Und Fischtreppen gehörten meines Wissens nach auch nicht von Anfang an in die Planung von Stauwehren.
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Bigbamboo schrieb:

Beim Wind ist es doch klar: Der bläst nach den Windrädern einfach nicht mehr so stark und das sollte ja schon zu irgendwelchen Veränderungen führen.

Ähnlich bei Sonne: Nimmt man dort die Energie durch riesige Solarparks weg, wärmt die Sonne eben z.B. den Wüstensand nicht mehr so auf und auch das dürfte ja Auswirkungen auf in diesem Falle die Passatwinde haben.  


Um Auswirkungen auf die Passatwinde zu haben, müsste die Anlage aber schon gewaltige Ausmaße annehmen. Außerdem wird man nie die gesamte Wärmemenge die die Sonne auf die Anlage abgibt in Energie umwandeln können. Die Anlage an sich wird sich schon genügend erwärmen. Nur weil da eine Solaranlage steht sinkt die Umgebungstemperatur nicht plötzlich um ein paar Grade ab. Zumal bei Photvoltaikanlagen keine Wärme sondern Licht umgewandelt wird. Solarthermische Anlagen werden dezentral eingesetzt und selbst wenn dort Wärme entzogen wird, ist die Auswirkung vernachlässigbar.

Windkraftanlagen müssen einen gewissen Mindestabstand zu einander haben (500m glaube ich). Da bleibt genügend Platz für den Wind um dran vorbei zu wehen und seine anderen wichtigen AUfgaben zu übernehmen.
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Spartacus schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Spartacus schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Der Grundgedanke von Kollege BBB mag sich zwar etwas bizarr ausnehmen, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Ich wollte ja eigentlich nicht mit Thermodynamik angfangen, weil des alles irgendwie kompliziert ist, aber es geht keine Energie verloren.
Man könnte sich, wahrscheinlich mit größerer Berechtigung, genausogut die Frage stellen, inwieweit wir mit all unseren Tätigkeiten die Erde mit Energie aufladen.


Es geht keine Energie verloren, sehr einverstanden. Dennoch ist es ganz und gar nicht beliebig, welche Wege Energieströme nehmen. Da können am Ende völlig verschiedene Systemkonfigurationen bei rauskommen.





Du hast Dir aber sicherlich auch keine Gedanken darüber gemacht, wie sich Dein Hausdach auf den äußeren
Energiehaushalt auswirkt. Warum sollten dann ausgerechnet die Auswirkungen von Solarzellen statt Ziegeln auf Deinem Hausdach schädlich sein?


Es muss ja nicht gleich die Rede von "schädlich" sein. Es geht zunächst nur um Differenzen. Und dass diese sich different auswirken, dürfte klar sein. Um es zugespitzt auszudrücken: Du baust eine Windanlage in die Landschaft, der Wind plagt sich und treibt den Propeller an und verlässt seine Fron schließlich als gebrochener Mann, bläst nicht mehr weiter fort und infolgedessen fällt in Shanghai der Sack Reis nicht um. Die Folgen wären unabsehbar.
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nordic_eagle schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Der Grundgedanke von Kollege BBB mag sich zwar etwas bizarr ausnehmen, ist aber nicht von der Hand zu weisen.


Hmm...das habe ich auch gerade gedacht. Folge-Erscheinungen lassen sich ja oft erst nach exzessiver Anwendung neuer Ideen feststellen. Wahrscheinlich hat auch kein Mensch die Klimaerwärmung im Kopf gehabt, als der Ottomotor erfunden wurde. Und Fischtreppen gehörten meines Wissens nach auch nicht von Anfang an in die Planung von Stauwehren.


Jepp, das sind auch die Punkte die mich bewegen. Früher hat man sich ja auch mit Sonnenbrillen gegen Atomstrahlungen geschützt.

Die ganze Argumentation a la 'da bleibt schon noch genug übrig' oder der Verweis auf Mühlräder beruhigt mich jetzt auch nicht wirklich.
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Naja, dann solltet ihr auch vorsorglich alle Schmetterlinge töten, weil die ja einen Tornado auslösen können.
Sorry, ich habe hier noch keine einzige halbwegs überzeugende Begründung gehört, weshalb man sich darüber Sorgen machen sollte.
Und wenn es nicht mal einleuchtet, daß Windräder prinzipiell nichts anderes sind als Windmühlen, ists wohl auch verlorene Liebesmühe.
Esoterik ist nicht mein Gebiet.  
Literaturtipp: Miguel de Cervantes  ,-)
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Spartacus schrieb:

Sorry, ich habe hier noch keine einzige halbwegs überzeugende Begründung gehört, weshalb man sich darüber Sorgen machen sollte.
 

Mag ja auch wie ne Lappalie klingen, aber so was zum Beispiel:
http://www.ostsee-zeitung.de/vorpommern/index_artikel_komplett.phtml?SID=139f4a3dfefa7f903534236e890f18af&param=news&id=2565812
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Spartacus schrieb:
... Und wenn es nicht mal einleuchtet, daß Windräder prinzipiell nichts anderes sind als Windmühlen, ists wohl auch verlorene Liebesmühe. ...

Im Prinzip ist auch mein Grill im Garten ein Kohlekraftwerk, aber der Unterschied dürfte augenfällig sein.
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Ich sag nur: Chaostheorie.

Ich sag des weiteren: die Schmetterlinge sind immer schon da, die Windmühlen nicht.

Und: Don Quijote war ein hellsichtiger Mann, so wie viele, die einer bereits vergangenen Zeit angehören.
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auch wenn die fragestellung von bbb nicht ernst gemeint sein sollte: ein bild zu den relationen, wenn man die benötigte energie aus csps/sonnenenergie gewinnen würde (für ca. 5 cent pro kwh (im gegensatz zu ca. 18 cent, die wir heute bezahlen)):



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