Das Geld ist noch da,welches da an der Börse investiert war.Das liegt irgendwo und sucht neue,lukrative Anleformen.Wenn das Gewitter vorüber ist,geht das alles wieder von vorne los,dann stürzen alle wieder auf Wertpapiere.Irgendwann im nächsten Jahr geht damit los,dann wird di ier wier die Vorsicht überwiegen.So wirds kommen.
Bin ich denn von Sinnen? Irgend ein Kuschelstaatler und Globalisierungskritiker hat Hans-Werner Sinn aus dem Weg geräumt und ist seinen Körper gekrabbelt.
Sinn sinngemäß: "Leider wurde die dringend nötige Regulierung und das Eingreifen des Staates in den Finanzmarkt nicht durchgeführt, da ein ungesunder Wettlauf um die dereguliertesten Standorte stattgefunden hat."
Ich kann nicht glauben, was diese einstigen Marktfetischisten auf einmal daherbabbeln.
Der Wind kommt nun aus ner anderen Richtung, da heißt es nun Fähnchen brav neu ausrichten damit es im Wind weht. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?
yeboah1981 schrieb: Bin ich denn von Sinnen? Irgend ein Kuschelstaatler und Globalisierungskritiker hat Hans-Werner Sinn aus dem Weg geräumt und ist seinen Körper gekrabbelt.
Sinn sinngemäß: "Leider wurde die dringend nötige Regulierung und das Eingreifen des Staates in den Finanzmarkt nicht durchgeführt, da ein ungesunder Wettlauf um die dereguliertesten Standorte stattgefunden hat."
Ich kann nicht glauben, was diese einstigen Marktfetischisten auf einmal daherbabbeln.
Der alte Marktfaschist labert doch auch nur was gut für ihn und seine Auftraggeber ist. Das Mietmaul weiß genau das solche Worte momentan gern gehört werden, ist die Krise mal vorbei wird wieder das Hohelied der freien Wirtschaft gesungen.
HB FRANKFURT/FLENSBURG. Nachdem auch der Oktober mit einem Minus von vier Prozent deutlich unter dem Vorjahr blieb, droht der Branche das schlechteste Abschneiden seit Jahren. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit 3,2 Mill. Neuzulassungen im Gesamtjahr nach 3,47 Mill. im Jahr 2006 - das wären so wenige wie zuletzt im Jahr 1994. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller VDIK erwartet sogar nur noch einen Absatz von 3,16 Millionen.
sollte der Absatz der Neuwagen in Deutschland weiter rückläufig sein, wird dies schwerwiegende Folgen für den Wirtschaftsstandort in unserem Land haben. Die Negativen Auswirkungen werden jeden treffen und unser Land in eine der schwersten Krisen nach dem 2. Weltkrieg reißen. Man muss schnellstens umdenken und darf nicht mehr so tun als wenn wir immer noch in den fetten Jahren Leben. Von diesen haben wir uns wohl erstmals für längere Zeit verabschiedet. Je schneller das alle begreifen, umso besser wird man mit dieser mißlichen Lage klar kommen.
Das nächst größere Problem das nicht mehr so einfach zu lössen ist, steht mittelfristig schon vor unserer Tür und betrifft Global alle Menschen auf dieser Erde. Die zu Neige gehenden Rohstoffe(Öl und Gas etc.) und das immer knapper werdende Trinkwasser. Schon heute sind Millionen Menschen täglich davon betroffen und müssen mit verunreinigten Wasser auskommen.
Panik an den Börsen – Dax im freien Fall Der deutsche Aktienmarkt bricht ein. Der Dax verliert rund zehn Prozent und hält sich nur mit Mühe über 4 000 Punkten. Am Markt sind fast ausschließlich Verkäufer unterwegs, selbst der beste Dax-Wert notiert satt im Minus. An den anderen europäischen Börsen sieht es kaum besser aus. Und zum Börsenauftakt in den USA könnte es einen weiteren Kursrutsch geben.
Ich kapier noch immer net, wo das Geld eigentlich hin ist.
Ich meine es kann ja nicht tatsächlech verbrannt sein, wie es immer so schön heißt da werden ja wohl kaum nen paar Typen gestanden und sich gedacht haben: Ey lass mal paar hundert Milliarden verbrennen. Ja geil Alter machen wir....
Soweit ich verstanden habe ging die ganze Sache mit diesen Subprime Hypotheken los, aber dann müsste das Geld ja bei den Hypothekenempfängern sein, ok wenn einer davon zahlungsunfähig ist, ist das Geld wohl weg, obwohl so wie ich sämtliche Bankinstitute kennen gelernt habe, geben die wirklich erst auf ihr Geld wiederzufordern, wenn alles abbezahlt ist. DIe jUngs sind ja alles andere als Samariter.
Also wo ist das Geld hin?
Wenn das hier irgendjemand einem Leien ganz einfach erklären könnte, dann wäre ich doch etwas dankbar.
Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen, aber manche blühen auf: Ihr Rezept heißt Leerverkauf. Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben, treten selbst den Absturz los, den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten tun sie sich mit Derivaten: Wenn Papier den Wert frisiert, wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen, haben Sparer nichts zu lachen, und die Hypothek aufs Haus heißt, Bewohner müssen raus. Trifft's hingegen große Banken, kommt die ganze Welt ins Wanken - auch die Spekulantenbrut zittert jetzt um Hab und Gut! Soll man das System gefährden? Da muss eingeschritten werden: Der Gewinn, der bleibt privat, die Verluste kauft der Staat. Dazu braucht der Staat Kredite, und das bringt erneut Profite, hat man doch in jenem Land die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen hat der Kleine Mann zu blechen und - das ist das Feine ja - nicht nur in Amerika! Und wenn Kurse wieder steigen, fängt von vorne an der Reigen - ist halt Umverteilung pur, stets in eine Richtung nur. Aber sollten sich die Massen das mal nimmer bieten lassen, ist der Ausweg längst bedacht: Dann wird bisschen Krieg gemacht.
Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"
Also ich hab den Thread jetzt nicht komplett gelesen, geb aber trotzdem mal meinen Senf dazu.
Mein Gefühl ist, es herrscht eine Übertreibung. Die Börsen (und auch die Realwirtschaft) durchlaufen immer Schwankungen (Zyklen). Das ist dem Kapitalismus sozusagen inhärent. Schumpeter - einer der größten Ökonomen seiner Zeit, der zufällig mal an meiner Ex-Fakultät gelehrt hat, allerdings lange vor meiner Zeit - spricht beim Kapitalismus von "schöpferischer Zerstörung". Im Grunde sind die Börsen doch noch gar nicht soo weit unten (OK, ich bin glücklicherweise schon vor Monaten ausgestiegen smile:, die Medien tun aber so, als sei das einmalig. Wie beim Fußball wird hier viel dramatisiert.
Solange die Realwirtschaft in keine ausgemachte Kreditklemme gerät, die jahrelange Rezession (Minuswachstum!) zur Folge hat oder wir eine jahrelange Deflation bekommen, sehe ich für den Normalbürger kein großes Problem - solange er schlau genug ist, seine Altersvorsorge gescheit anzulegen und nicht ohne jegliche Ahnung von der Materie jedem Bankfuzzi glaubt.
Wenn nun die Banken verstaatlicht werden, so finde ich auch das nicht schlimm. Mit dem Geld anderer Leute zu spielen gehört sich einfach nicht und wenn die Manager das nicht von alleine eingrenzen können, na dann muss halt "Vater Staat" eingreifen". Die Banken sollen dafür sorgen, dass Menschen ihr Geld anlegen können und im Gegenzug lohnenswerte Kredite finanzieren. Das ist ihre Kernaufgabe. Vielleicht musste es so kommen, um ihren Größenwahn zu stoppen - insbesondere die klassischen angloamerikanischen Investmentbanken, die ja nun auch wieder zurück zum Kerngeschäft zu finden scheinen
Die imperialistische Weltordnung könnte sich allerdings verändern. Insbesondere die USA sind hier zu nennen. Die Amis haben ein großes Leistunsgbilanzdefizit (Export - Import) und ein großes Budgetdefizit (Staatseinnahmen - Staatsausgaben), sprich, sie sind bis über beide Ohren verschuldet - sowohl der Staat als auch die Bürger. Steigen die Zinsen (und irgendwann muss die Fed auch mal wieder die Zinsen erhöhen, seit Jahren sind sie historisch niedrig), erhöhen sich die Schulden. Verpflichtungen, die in ausländischer Währung notieren, verteuern sich zusätzlich, wenn der Dollar an Wert verliert, auch diese langfristige Tendenz besteht. Dazu kommt der Druck (wenn auch noch auf niedrigem Niveau - vergleichbar mit unserer Eintracht in Bezug auf die Bayern smile: von unten, von China, Indien, Russland, Brasilien. Hier wird sicherlich in den nächsten 5 - 25 Jahren eine Verschiebung der politischen Macht stattfinden. Die Amerikaner werden kein kleines Licht werden, aber ihre Ausnahmestellung ist mittel- bis langfristig in Gefahr.
Vael schrieb: Also wenn der Index unter 1000 Punkte fällt, sollte ich langsam mal anfangen einzukaufen
Und was machst du, wenn er dann bei 500 steht ?
Noch mehr kaufen, nein im Ernst, ich denke ab 1k Punkte wird knallhart der Markt dicht gemacht und dutzende Anleger springen täglich aussm Fenster. Es schaut schon duster aus auf dem Weltmarkt, und alles nur weil es so geil war Schulden einfach weiter zu verkaufen
den Europäern geht es sicherlich gut. Oder es wird auf einem extrem hohen Niveau gejammert.
Anders sieht es aber weltweit aus. Durch der Verfall des $ zusätzlich zum eigenen "Verfall" der Landeswährung, werden Qualitätsgueter beinahe unerschwinglich.
Gehen wir mal vom Rohstoff Holz aus. Dieser wurde in den letzten 2 Jahren um ca. 20% teurer. Nur vor 2 Jahren war der Rand (ZAR) bei +- 9 Rand fuer einen Euro, heute ist er bei > 12 Rand für einen Euro. Wurde das Holz also für 9 Rand im Jahre 2006 eingekauft, so muss man heute R 14.4 bezahlen, was einer Preissteigerung von 60% entspricht.
Diese 60% kann aber nicht an die Kunden so weitergegeben werden. Gibt man davon die Hälfte weiter, dann ist damit aber die Preiserhöhung noch lange nicht zu Ende, da ja auch die Gehälter um 10% gestiegen sind. Fragt man aber nach einer Erhöhung um 40%, dann ist dem Unternehmen nicht geholfen und der Kunde kann sich das ganze eh nicht mehr leisten. Hinzu kommt in solchen Ländern (wobei SA noch eines der stabilsten ist, dass der Zins extrem hoch ist (+- 18%).
Dieses kleine Beispiel, aus meiner Sicht in SA, zeigt schon, dass da was ganz gewaltig im argen ist. Ich denke, dass ganze kann man nur durch eine Weltwährung lösen.
Gruß Afrigaaner
Sorry, dass ich Dir da widersprechen muss, aber stabil ist Südafrika in Währungsfragen vielleicht gegenüber seinen afrikanischen Nachbarstaaten, jedoch keinesfalls im Vergleich zu EU oder USA.
Betrachtet man die Ursachen für eine Abwertung einer Währung sind diese sehr vielfältig. Zum einen können außenwirtschaftliche Ursachen hierfür in Frage kommen. 1. Importiert ein Land mehr als es exportiert, dann wird in Relation mehr heimische Währung verkauft, um ausländische Währung zur Finanzierung der Importe zu bekommen. 2. Sind in Währungsräumen mit vergleichbar sicheren Anlagebedingungen die realen Leitzinsen (nominaler Refinanzierungszins - Inflation) unterschiedlich hoch, so wandert das Anlagekapital bei festverzinslichen Wertpapieren in die Hochzinsregion während im Niedrigzinsland das Anlagevolumen an der Börse steigt. Auch dieser Prozess führt zu einer Verknappung des Angebots der Hochzinswährung (Ausland/EU) und einem Überschussangebot bei der Niedrigzinswährung (Inland/USA) sowie einer überproportionalen Steigerung der Aktienkurse im Niedrigzinsland.
Aber auch binnenwirtschaftliche Entscheidungen, etwa in der Geldpolitik können hier tragen:
3. Die Notenbanken können die Geldmenge ihrer Währung steueren. Im Idealfall verändert sich die Geldmenge analog zum BIP-Wachstum unter Berücksichtigung des realen Wechselkurses (also unter Betrachtung der Kaufkraftparitäten der verschiedenen Währungen), der nominale Wechselkurs ist hier nicht sonderlich relevant.
In den USA sind die Effekte 1 und 2 wirksam, während in Südafrika bei einer Inflation von 8,6% und einer Erhöhung der Geldmenge im letzten Jahr von ca. 25 (!)% (gegenüber einem BIP-Wachstum von ca. 5 %) die Ursachen für die Teuerung weitesgehend hausgemacht sind. Da hilft auch kein nominaler Leitzins von 11%. Die Währungspolitik Südafrikas ist allenfalls als shizophren zu bezeichen, da einerseits die Geldmenge künstlich ausgeweitet wird und gleichzeitig durch diesen irrsinnig hohen Zinssatz versucht wird, die Umlaufgeschwindigkeit zu bremsen, um den Anstieg des Preisindex zu drosseln. Zudem kommt ein Handels- und Dienstleistungsbilanzdefizit von 23 Mrd. Rand allein im 3. Quartal 2007.
Zurück zum Threaderöffner und dem Thema USA. Nein, die "imperialistische Weltordnung" ist noch lange nicht am Ende, vor allem da die jetzt wirksamen Preiseffekte langfristig von Mengeneffekten wieder kompensiert werden. Der schwache Dollar stärkt die Wettbewerbsposition der US-Firmen auf den ausländischen und inländischen Märkten (da im Vergleich günstiger). Die dementsprechend steigende Nachfrage nach US-Gütern und die Abnahme der Importnachfrage geht (= Abbau des Handelsbilanzdefizits) dann mit einer Nachfragesteigerung nach Dollar und einer Nachfragedrosselung nach Euro einher -> der Wechselkurstrend beginnt zu drehen. Zudem beschleunigt sich durch einen solchen Aufschwung auf dem heimischen Gütermarkt die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Wenn sich die FED dann (wie auch in der Vergangenheit) der Wert- und Kaufkraftstabilität der eigenen Währung verpflichtet fühlt (und was sie nach Satzung auch ist), wird sie die Leitzinsen erhöhen (s. Effekt 2).
Da Rohstoffe international in Dollar gehandelt werden haben diese keine Auswirkungen auf die Kaufkraftparitäten in den USA, versetzen sie aber in die für sie glückliche Lage, eine Abwertungspolitik zu Gunsten der eigenen Wirtschaft zu betreiben, da Marktteilnehmer außerhalb der USA weiterhin in Dollar handeln und so die Nachfrage stabiler halten als wenn z.B. Öl in Euro gehandelt werden würde. Diese Tatsache erlaubt im übrigen auch das andauernde Leistungsbilanzdefizit der USA, welches mitnichten bedeutet, dass hier Verbindlichkeiten im betriebswirtschaftlichen Sinne entstehen, sondern nur dass ein Teil der Währungsstabilität durch die Wirtschaftsleistung im Ausland erbracht wird. Nimmt man nur die Tatsache, dass China erst seit 1995 Öl importiert, dafür aber Dollar auf den Devisenmärkten kaufen muss, stützt also ein Teil der Wertschöpfung der chinesischen Volkswirtschaft (Im Umfang der in Dollar getätigeten Importe, die nicht durch Dollar-wirksame Exporte refinanziert werden können) den Wert des Dollars. Dies ist halt der Vorteil der Leitwährung, welcher noch dadurch verstärkt wird, dass die Petro-Dollar der Ölexporteure (also das Geld aus deren Wertschöpfung) zu einem großem Teil im Ausland angelegt wird. Wegen der höheren Renditechancen an den US-Börsen kommt dieses Geld als Investition/ Kaptialaufstockung den US-Firmen wieder zu Gute. Hier liegt die einzige Möglichkeit eines wirklichen Umbruchs, wenn eine andere Währung Leitwährung wird und diese Vorteile abgreift. Einziger realistischer Kandidat ist hierfür wenn überhaupt der Euro, da glaub ich aber die nächsten 20 Jahre erst mal nicht dran.
Ist jetzt alles stark vereinfacht dargestellt und mit Sicherheit auch nicht ganz vollständig, aber im Großen und Ganzen funktioniert es etwa so.
Letzter Satz zum Thema Weltwährung: Vielleicht in der Theorie schön, aber praktisch wohl nicht umsetztbar. De facto konnte man ja bereits beobachten wie dies bei heterogenen Volkswirtschaften unter verschiedenen Abschottungsgraden zum Weltmarkt wirkt. Als die meisten Länder feste Wechselkurse zum Dollar hatten und die Wertentwicklung nicht mehr durch die Notenbanken entsprechend angepasst wurde, konnten die Währungen entweder nicht mehr konvertiert werden oder es ging mit massiven Kaufkraftdisparitäten einher (Kaufkraftverlust für die Konsumenten im Nicht-$-Land). Asienkrise und Währungsschock in Argentinien lassen grüßen. Weltwährung würde nur bei der analogen Einführung eines Weltbinnenmarktes für Kapital, Güter und Dienstleistungen funktionieren, das erscheint mir aber doch eher unrealistisch und ist bei den extremen Unterschieden im Entwicklungsgrad einzelner Länder und den versetzten Konjunkturphasen imho auch nicht ratsam.
Gibs zu! Du hast das Gleiche wie ich studiert! Wie komme ich da bloß drauf
ich glaube aktuell nicht, dass der kapitalismus in seiner aktuell existierenden form noch lange bestand haben wird. aber was bedeutet in anbetracht der menschheitsgeschichte "lange"?
peter
Peter, was ist denn Kapitalismus? Man kann hier meiner Meinung nach keine klare Linie ziehen. Herrscht in China Kapitalismus? Herrscht in Deutschland Kapitalismus? In den USA? Ja, ich würde sagen überall herrscht Kapitalismus. Jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Sogar in Kuba sind mittlerweile private Unternehmungen gestattet, wenn auch mit Einschränkungen. Aber so ist es eigentlich überall. "Richtig" kapitalistisch ist es auch nicht, wenn die Regierung der USA privaten Investoren aus dem Nahen Osten verbieten will, sich in US-Amerikanische Häfen einzukaufen oder die jetzige "Rettung" der Banken, mit "reinem" Kapitalismus" hat das nichts zu tun. Jedes Land hat seine Regularien, das eine mehr, das andere weniger. Werden jetzt die Banken (teil-)verstaatlicht, so ist das natürliche eine Abkehr vom Kapitalismus, allerdings nur in dieser einen (wenn auch wichtigen) Branche. Aber wer weiß wie lange das halten wird...
Aber die Idee des Kapitalismus an sich, "Leistung zählt", "wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit und Freiraum", das finde ich gut und das wird auch immer das effizienteste System sein. So sind wir Menschen nun mal gepolt. Natürlich muss es aber Absicherungen geben, denn es ist klar, nicht alle sind gleich talentiert, nicht alle haben das gleiche Glück etc. Aber rein von der Produktionsebene, sprich, welches System bringt den größten Output (Wohlstand=Glück??) hervor, da ist der Kapitalismus absolut überlegen. Da wirkt eben doch der Urspruch eines jeden Ökonomen, der von Adam Smith und "der unsichtbaren Hand" und der Idee, dass jeder das Glück (=Wohlstand...) des Anderen erhöht, indem er sein eigenes forciert.
Meine persönliche Meinung ist, dass Glück nicht in direktem Zusammenhang mit materiellem Wohlstand steht und das Weniger oft Mehr ist. Aber meine persönliche Meinung zählt hier nicht. Der Politik, den Medien, den Lobbyisten, der "Öffentlichkeit" geht es um Mehr, Mehr, Mehr und da ist der Kapitalismus, in welcher Form auch immer, das Mittel der Wahl und ich prognostiziere, das wird er auch immer bleiben.
pipapo schrieb: Mich interessiert in dem Zusammenhang aber mal was man sich von der Post-Kapitalismuszeit verspricht.
mal ganz vereinfacht gesagt: werte statt wert!
grundsätzlich könnte die intelligenz der menschheit ausreichen, das wohl der allgemeinheit höher anzusiedeln, als das wohl einzelner...
Schöner Gedanke mein "Zoffbruder" ,-), aber davon hab ich mich verabschiedet. Die Menschen brauchen Steuerleute (Anarchie funktioniert halt auch nicht, siehe z.B. Afghanistan - die ufert aus zur "Macht des Stärkeren") und die neigen irgendwann zu Machtmissbrauch. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die Tendenz ist hier wohl klar.
In kleinen Communities oder im Kloster kann man diese Werte vielleicht dauerhaft hochhalten, aber in keiner komplexen und heterogenen Gesellschaft mit Millionen von Bürgern. "Der Mensch" steht sich selbst am nächsten, deswegen klappt das nicht. Sieh doch nur wie wir uns hier im Eintracht-Forum (obwohl wir doch absolut das gleiche Interesse verfolgen!!!) ständig in den Haaren liegen...wie soll es dann auf wesentlich höherer Ebene funktionieren?
http://www.goldsammler.eu/gold-information/gold-geschichte.html
Boah Danke, das ist ja geil. Ich sitze gerade auf der Arbeit und hatte total die Lust auf das Lied
Oder der Zwegat
Sinn sinngemäß:
"Leider wurde die dringend nötige Regulierung und das Eingreifen des Staates in den Finanzmarkt nicht durchgeführt, da ein ungesunder Wettlauf um die dereguliertesten Standorte stattgefunden hat."
Ich kann nicht glauben, was diese einstigen Marktfetischisten auf einmal daherbabbeln.
Der alte Marktfaschist labert doch auch nur was gut für ihn und seine Auftraggeber ist. Das Mietmaul weiß genau das solche Worte momentan gern gehört werden, ist die Krise mal vorbei wird wieder das Hohelied der freien Wirtschaft gesungen.
HB FRANKFURT/FLENSBURG. Nachdem auch der Oktober mit einem Minus von vier Prozent deutlich unter dem Vorjahr blieb, droht der Branche das schlechteste Abschneiden seit Jahren. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit 3,2 Mill. Neuzulassungen im Gesamtjahr nach 3,47 Mill. im Jahr 2006 - das wären so wenige wie zuletzt im Jahr 1994. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller VDIK erwartet sogar nur noch einen Absatz von 3,16 Millionen.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/deutscher-automarkt-schwaechelt-gewaltig;1347099
sollte der Absatz der Neuwagen in Deutschland weiter rückläufig sein, wird dies schwerwiegende Folgen für den Wirtschaftsstandort in unserem Land haben.
Die Negativen Auswirkungen werden jeden treffen und unser Land in eine der schwersten Krisen nach dem 2. Weltkrieg reißen.
Man muss schnellstens umdenken und darf nicht mehr so tun als wenn wir immer noch in den fetten Jahren Leben.
Von diesen haben wir uns wohl erstmals für längere Zeit verabschiedet.
Je schneller das alle begreifen, umso besser wird man mit dieser mißlichen Lage klar kommen.
Das nächst größere Problem das nicht mehr so einfach zu lössen ist, steht mittelfristig schon vor unserer Tür und betrifft Global alle Menschen auf dieser Erde. Die zu Neige gehenden Rohstoffe(Öl und Gas etc.) und das immer knapper werdende Trinkwasser. Schon heute sind Millionen Menschen täglich davon betroffen und müssen mit verunreinigten Wasser auskommen.
Der deutsche Aktienmarkt bricht ein. Der Dax verliert rund zehn Prozent und hält sich nur mit Mühe über 4 000 Punkten. Am Markt sind fast ausschließlich Verkäufer unterwegs, selbst der beste Dax-Wert notiert satt im Minus. An den anderen europäischen Börsen sieht es kaum besser aus. Und zum Börsenauftakt in den USA könnte es einen weiteren Kursrutsch geben.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/marktberichte/panik-an-den-boersen-dax-im-freien-fall;2071289
Ich meine es kann ja nicht tatsächlech verbrannt sein, wie es immer so schön heißt da werden ja wohl kaum nen paar Typen gestanden und sich gedacht haben: Ey lass mal paar hundert Milliarden verbrennen. Ja geil Alter machen wir....
Soweit ich verstanden habe ging die ganze Sache mit diesen Subprime Hypotheken los, aber dann müsste das Geld ja bei den Hypothekenempfängern sein, ok wenn einer davon zahlungsunfähig ist, ist das Geld wohl weg, obwohl so wie ich sämtliche Bankinstitute kennen gelernt habe, geben die wirklich erst auf ihr Geld wiederzufordern, wenn alles abbezahlt ist. DIe jUngs sind ja alles andere als Samariter.
Also wo ist das Geld hin?
Wenn das hier irgendjemand einem Leien ganz einfach erklären könnte, dann wäre ich doch etwas dankbar.
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.
Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne"
Und was machst du, wenn er dann bei 500 steht ?
Mein Gefühl ist, es herrscht eine Übertreibung.
Die Börsen (und auch die Realwirtschaft) durchlaufen immer Schwankungen (Zyklen). Das ist dem Kapitalismus sozusagen inhärent. Schumpeter - einer der größten Ökonomen seiner Zeit, der zufällig mal an meiner Ex-Fakultät gelehrt hat, allerdings lange vor meiner Zeit - spricht beim Kapitalismus von "schöpferischer Zerstörung". Im Grunde sind die Börsen doch noch gar nicht soo weit unten (OK, ich bin glücklicherweise schon vor Monaten ausgestiegen smile:, die Medien tun aber so, als sei das einmalig. Wie beim Fußball wird hier viel dramatisiert.
Solange die Realwirtschaft in keine ausgemachte Kreditklemme gerät, die jahrelange Rezession (Minuswachstum!) zur Folge hat oder wir eine jahrelange Deflation bekommen, sehe ich für den Normalbürger kein großes Problem - solange er schlau genug ist, seine Altersvorsorge gescheit anzulegen und nicht ohne jegliche Ahnung von der Materie jedem Bankfuzzi glaubt.
Wenn nun die Banken verstaatlicht werden, so finde ich auch das nicht schlimm. Mit dem Geld anderer Leute zu spielen gehört sich einfach nicht und wenn die Manager das nicht von alleine eingrenzen können, na dann muss halt "Vater Staat" eingreifen". Die Banken sollen dafür sorgen, dass Menschen ihr Geld anlegen können und im Gegenzug lohnenswerte Kredite finanzieren. Das ist ihre Kernaufgabe. Vielleicht musste es so kommen, um ihren Größenwahn zu stoppen - insbesondere die klassischen angloamerikanischen Investmentbanken, die ja nun auch wieder zurück zum Kerngeschäft zu finden scheinen
Die imperialistische Weltordnung könnte sich allerdings verändern.
Insbesondere die USA sind hier zu nennen. Die Amis haben ein großes Leistunsgbilanzdefizit (Export - Import) und ein großes Budgetdefizit (Staatseinnahmen - Staatsausgaben), sprich, sie sind bis über beide Ohren verschuldet - sowohl der Staat als auch die Bürger. Steigen die Zinsen (und irgendwann muss die Fed auch mal wieder die Zinsen erhöhen, seit Jahren sind sie historisch niedrig), erhöhen sich die Schulden. Verpflichtungen, die in ausländischer Währung notieren, verteuern sich zusätzlich, wenn der Dollar an Wert verliert, auch diese langfristige Tendenz besteht.
Dazu kommt der Druck (wenn auch noch auf niedrigem Niveau - vergleichbar mit unserer Eintracht in Bezug auf die Bayern smile: von unten, von China, Indien, Russland, Brasilien. Hier wird sicherlich in den nächsten 5 - 25 Jahren eine Verschiebung der politischen Macht stattfinden. Die Amerikaner werden kein kleines Licht werden, aber ihre Ausnahmestellung ist mittel- bis langfristig in Gefahr.
Noch mehr kaufen, nein im Ernst, ich denke ab 1k Punkte wird knallhart der Markt dicht gemacht und dutzende Anleger springen täglich aussm Fenster. Es schaut schon duster aus auf dem Weltmarkt, und alles nur weil es so geil war Schulden einfach weiter zu verkaufen
Gibs zu! Du hast das Gleiche wie ich studiert! Wie komme ich da bloß drauf
Peter, was ist denn Kapitalismus? Man kann hier meiner Meinung nach keine klare Linie ziehen. Herrscht in China Kapitalismus? Herrscht in Deutschland Kapitalismus? In den USA?
Ja, ich würde sagen überall herrscht Kapitalismus. Jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Sogar in Kuba sind mittlerweile private Unternehmungen gestattet, wenn auch mit Einschränkungen. Aber so ist es eigentlich überall. "Richtig" kapitalistisch ist es auch nicht, wenn die Regierung der USA privaten Investoren aus dem Nahen Osten verbieten will, sich in US-Amerikanische Häfen einzukaufen oder die jetzige "Rettung" der Banken, mit "reinem" Kapitalismus" hat das nichts zu tun. Jedes Land hat seine Regularien, das eine mehr, das andere weniger.
Werden jetzt die Banken (teil-)verstaatlicht, so ist das natürliche eine Abkehr vom Kapitalismus, allerdings nur in dieser einen (wenn auch wichtigen) Branche. Aber wer weiß wie lange das halten wird...
Aber die Idee des Kapitalismus an sich, "Leistung zählt", "wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit und Freiraum", das finde ich gut und das wird auch immer das effizienteste System sein. So sind wir Menschen nun mal gepolt. Natürlich muss es aber Absicherungen geben, denn es ist klar, nicht alle sind gleich talentiert, nicht alle haben das gleiche Glück etc. Aber rein von der Produktionsebene, sprich, welches System bringt den größten Output (Wohlstand=Glück??) hervor, da ist der Kapitalismus absolut überlegen. Da wirkt eben doch der Urspruch eines jeden Ökonomen, der von Adam Smith und "der unsichtbaren Hand" und der Idee, dass jeder das Glück (=Wohlstand...) des Anderen erhöht, indem er sein eigenes forciert.
Meine persönliche Meinung ist, dass Glück nicht in direktem Zusammenhang mit materiellem Wohlstand steht und das Weniger oft Mehr ist. Aber meine persönliche Meinung zählt hier nicht. Der Politik, den Medien, den Lobbyisten, der "Öffentlichkeit" geht es um Mehr, Mehr, Mehr und da ist der Kapitalismus, in welcher Form auch immer, das Mittel der Wahl und ich prognostiziere, das wird er auch immer bleiben.
Schöner Gedanke mein "Zoffbruder" ,-), aber davon hab ich mich verabschiedet. Die Menschen brauchen Steuerleute (Anarchie funktioniert halt auch nicht, siehe z.B. Afghanistan - die ufert aus zur "Macht des Stärkeren") und die neigen irgendwann zu Machtmissbrauch. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die Tendenz ist hier wohl klar.
In kleinen Communities oder im Kloster kann man diese Werte vielleicht dauerhaft hochhalten, aber in keiner komplexen und heterogenen Gesellschaft mit Millionen von Bürgern. "Der Mensch" steht sich selbst am nächsten, deswegen klappt das nicht. Sieh doch nur wie wir uns hier im Eintracht-Forum (obwohl wir doch absolut das gleiche Interesse verfolgen!!!) ständig in den Haaren liegen...wie soll es dann auf wesentlich höherer Ebene funktionieren?