Weltweiter Raub - PanamaPapers

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Nun
Am 20. September 2018 fand im deutschen Wiesbaden so etwas wie eine vorgezogene Weihnachtsbescherung für europäische Topermittler statt. Auf Einladung des Bundeskriminalamtes (BKA) trafen sich Polizisten und Staatsanwälte aus 17 Ländern am Hauptsitz der Polizeibehörde der Bundesrepublik. Für jeden Gaststaat hatten die Deutschen einen eigenen Datenträger bereitgelegt, den man einfach mitnehmen durfte. Darauf gespeichert war ein gigantischer Schatz: Daten aus den Panama Papers.


so berichtete der Schweizer TagesAnzeiger gestern in seiner Sonntagsausgabe

Die Bundesanwaltschaft weigert sich, brisante Daten über weltweite Wirtschaftsverbrechen anzuschauen. Im In- und Ausland schüttelt man den Kopf.


hier noch ein kleiner Auszug

Ermittler aus Spanien, Italien, Polen, Schweden, Malta, Luxemburg, Belgien, aber auch Liechtenstein nahmen die Hinweise dankend entgegen. Die Länder haben wie die Schweiz die Europäische Menschenrechtskonvention unterzeichnet. Das Abkommen garantiert faire Gerichtsverfahren. Keiner der anderen Staaten sieht einen Verstoss gegen diese Prinzipien bei der Verwendung der Panama Papers. Die Schweiz ist anderer Auffassung. Und so blieb ihr Datenpäckchen in Wiesbaden ­liegen.


und zum Schluss


Wegen der Nichtannahme von Wiesbaden fehlt ihnen bis heute der vertiefte Einblick in die Daten, welche Verträge, E-Mails und Dokumente zu über 270'000 Offshorefirmen umfassen.



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Ist ja nicht neu, dass die Schweizer (also zumindest deren Institutionen) diese Daten-CDs anders bewerten als die meisten anderen Länder. Wir glaubhaft vor dem Hintergrund des eisernen Bankgeheimnisses dementsprechend die neuen Abkommen sind, sei dahingestellt.
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Wenn die Tagesschau schreibt klick :  
Zu wenige Ermittler Cum-Ex-Fälle drohen zu verjähren
Dann löste das bei mir zumindest klassischen Brechreiz aus.



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