2. Runde im DFB Pokal - 1. FC Schweinfurt 05 vs. SG Eintracht Frankfurt


Thread wurde von MrMagicStyle am Dienstag, 24. Oktober 2017, 22:36 Uhr um 22:36 Uhr gesperrt weil:
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Herzlich willkommen zur 2. Runde des DFB-Pokals. Unsere Eintracht tritt heute im Willy-Sachs-Stadion zu Schweinfurt gegen den 1. FC Schweinfurt 05 an.


Es kommt also heute erstmals seit dem 1. Februar 2002 wieder zu einem Pflichtspiel zwischen dem FC Schweinfurt 05 und der Frankfurter Eintracht. Damals entführten unsere Adlerträger die drei Punkte durch einen 1:0 Erfolg, welcher durch ein Tor der einstigen SGE-Ikone und heutigem Bochumer Interimscoach  sichergestellt wurde.

Der Spielplan unserer Eintracht sieht mitunter einige Kuriositäten vor. Und so will es der Zufall, dass wir in dieser Woche innerhalb weniger Tage einmal stromaufwärts und dann wieder flussabwärts bis hinter die Mainmündung gespült werden. Was bietet sich also dieser Tage besser an, als eine entspannte und auch ein bisschen ersponnenen Flusskreuzfahrt?

Auf dem Strom, der wie kaum ein anderer natürlicher Faktor das Frankfurter Lebensgefühl prägt. Der Main - nicht nur Lebensader, Wirtschaftsfaktor oder  Naherholungsgebiet sondern in erster Linie eins: Identitätsstifter für alle Frankfurterinnen und Frankfurter. Nicht nur das „furt“ im Stadtnamen weißt auf den Fluss hin. Auch sonst ist die Stadt und der Fluss untrennbar verbunden. Er ist Teil unserer DNA. Frankfurt am Main, Frankfurt/M, FFM; es sind diese kurzen Zusätze die klarstellen, dass es um das Herzen von Europa geht und dass man sich nicht etwa irgendwo an der polnischen Grenze nahe Slubice befindet. Und natürlich  gehört der Main auch zum Selbstverständnis  unserer Eintracht.

"Eintracht vom Main… man kennt sie nicht nur am Mainestrand."

"Und wenn die Skyline sich bei Nacht auf dem Main spiegelt. Schlägt mein Herz für diese Stadt wie auf’m Eintracht Heimspiel."

"Diva vom Main."

Nun liegen die Städte Frankfurt und Schweinfurt Luftlinie gut und gerne 110 km voneinander entfernt, für eine Anreise mit dem PKW muss man annähernd 170 km und mindestens zwei Zeitstunden Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Es wäre also zu hoch gegriffen, wenn man von einem Lokal-Derby sprechen würde. Aber  doch sind die beiden Städte eben durch den Fluss verbunden.
Und da wir aber heute  keine Lust auf die Baustellen entlang der A3 und erst recht keine Lust auf das Geeier hoch nach Fulda und dann über die A7 haben, die Bahn uns zu langweilig ist, soll das Schiff heute das Verkehrsmittel der Wahl sein.

Wir geben uns heute daher bewusst mondän, wie es sich so gehört für eine Kreuzfahrt.  Wir ziehen einen schicken Hut auf, polieren noch einmal die Lackschuhe und dann geht es auch schon los. Am frisch herausgeputzten 5-Sterne-Kreuzfahrterminal des Frankfurter Osthafens besteigen wir also unser Schiff. Die MS Eintracht der Frankfurter Reederei Ebbelwoi. Diese traditionelle Reederei wirbt unter anderem mit dem überzeugenden Werbeslogan „Bei uns an Bord herrscht niemals Ebbe beim Ebbelwoi.“ Die MS Eintracht ist das neueste, größte und modernste Schiff der Flotte. An Bord muss der Passagier auf keine Annehmlichkeit verzichten. Die MS Eintracht  ist ein Vierdeck-Kabinenschiff der Fünf-Sterne-Kategorie mit 1899 Doppelkabinen. Alle  Kabinen sind klimatisiert und jeweils mit gefliestem Voll-Bad, modernen Ultra-HD-Flatscreens, Telefon, W-LAN, Safe und Mini-Bar ausgestattet. Alle Kabinen verfügen über einen französischen Balkon und große Panorama-Fenster. An Bord steht eine  59-köpfige Mannschaft bereit, um den Passagieren den Aufenthalt an Bord so angenehm wie möglich zu gestalten. Im vorderen Bereich des Unterdecks steht ein großer Wellnessbereich mit Sauna, Außen- und Innenpool sowie Panorama-Ruhebereich zur Verfügung. Insgesamt verfügt die MS Eintracht über vier Restaurants mit täglich wechselnden Angeboten.   Im Oberdeck liegt bugseitig der rundum verglaste Panoramasalon Zum treuen Charly mit Barbereich. Zusätzlich wurde achtern im Oberdeck die Zico und Schui-Bar mit einem überdachten Freideck eingerichtet.

Der Eingangsbereich, ein großes Foyer, das  komplett in Obstbaumholz-Optik von hessischen Streuobstwiesen gehalten ist. Es erstreckt sich über vier geschlossenen Decks. Dort befinden sich die Rezeption, der Bordshop,  das Fitnesscenter mit individueller Betreuung, das Bordtheater und ein Aufzug, über den alle Decks zu erreichen sind. Auf dem Sonnendeck stehen den Fahrgästen neben Liegestühlen und Lounge-Möbeln, ein mit Mainwasser gespeister Großpool, eine Außen-Bar, eine Torwand und ein Fußballkäfig im Wedding-Style zur Verfügung.

Noch kurz zu den technischen Daten: Die MS Eintracht wird von zwei Dieselmotoren mit jeweils  1899 kW über zwei kontrarotierende Ruderpropeller vom Typ Zampach-1999-KE angetrieben. Zusätzlich verfügt das Schiff über eine moderne Bugstrahlanlage vom Typ Rebic-Jet NK-2017V, die von einem 1959 kW starken Elektromotor angetrieben wird.  


Nach der freundlichen Begrüßung an der Rezeption  bekommen wir also unsere Kabine zugewiesen, mit dem Hinweis, dass die Crew uns in einer halben Stunde auf dem Achterdeck zu einem Begrüßungsdrink erwartet.
Und so machen wir uns, nachdem die geräumige Kabine mit Eintracht-Bettwäsche und Waldstadion-Fototapete bezogen wurde, auf, zu eben diesem Achterdeck. Währenddessen bemerken wir, dass die MS Eintracht gerade vom Kai abgelegt hat und sich geräuscharm auf den Weg Richtung Fahrrinne macht. Die Bord-Crew begrüßt aufs herzlichste. Zur Begrüßung wird ein Frankfurt Cooler gereicht, dazu Rindswurst-Kanapees und Handkäs-Variationen. Passend spielt die schiffseigene Big-Band leise die Melodie von „Im Herzen von Europa“ ein.

Und vor dieser Kulisse, treten wir sie nun also an, die Flusskreuzfahrt auf dem Main. Nach kurzer Zeit ist auch schon die erste Schleuse erreicht. Nach dem die Crew einige Informationen zur Sicherheit bekannt gegeben hat, werden wir über eine technische Besonderheit der MS Eintracht aufgeklärt. Der Kapitän erklärt via Bordmikrofon, dass hinter der Autobahnbrücke der A661 auf der Steuerbordbordseite ein Sichtschutz auf allen Decks ausgefahren wird. Auch alle Kabinenfenster und die Panoramafenster werden steuerbordseitig vorrübergehend verdunkelt. Dies habe den Hintergrund, dass man seinen Passagieren einen Anblick ersparen möchte, der evtl. die positiven Eindrücke einer solchen Flusskreuzfahrt trüben könnte. Erst in Höhe Mühlheim/Dörnigheim, kurz vor Flusskilometer 50, werde die Sicht-Barriere wieder frei gegeben. Natürlich ist man froh darüber, dass die Crew der MS Eintracht so besorgt um das Wohl seiner Gäste ist. Man fühlt sich in guten Händen.

Wir nutzen die Zeit, um uns in der Kabine häuslich einzurichten und uns ein wenig auf dem Schiff umzusehen. Nachdem das nicht für die Augen bestimmte offenbar hinter uns gelassen wurde,  beobachten wir vom Vorderdeck  interessiert den Schleusungsvorgang an der Schleuse Kesselstadt, die ja nun Staustufe Mühlheim am Main heißt. Kurz darauf genießen wir vom Oberdeck den Blick auf Schloss Philippsruhe an der Backbordseite und schon tuckert unsere MS Eintracht  unter der Steinheimer Brücke hindurch, immer tapfer flussaufwärts. Wir passieren die Heimat von Marco Russ, ehe wir weiter vorne das weithin sichtbare Kraftwerk Staudinger bei Großkrotzenburg erspähen.

Hinter Großkrotzenburg wird der Main dann zur hessisch-bayrischen Landesgrenze. Am einen Ufer Hessen, am anderen Ufer Franken. Nun dauert es nicht mehr lange, bis wir im gemächlichen Tempo an der Seligenstädter Altstadt vorbei ziehen, welche wir an der Steuerbordseite liegen lassen. Einige Zeit später unterqueren wir an der  Mainbrücke Mainflingen die A45 und kurz drauf die A3 mit ihrer Mainbrücke Stockstadt. Über das Bordmikrofon lädt eine freundliche Stimme nun zu einem regionalen Zwischen-Snack in der Grabi und Holz-Bar ein. Dort wird kühles Schlappeseppel-Kellerbier, welches hier unweit des Mainufers gebraut wird, angeboten, dazu gibt es frisch geräucherten Main-Zander auf Streuobst-Apfel-Carpaccio.

Nach diesen Leckereien ist man nun natürlich hin und hergerissen, ob man das Bordtheater aufsucht, dort wird immerhin das Stück „Maingold - Auf der Spur der versunkenen  Detari-Millionen“ dargeboten, oder ob man es sich doch zunächst im Wellnessbereich gut gehen lässt.

Wir entscheiden uns erstmal für letzteres. Zwischen den Saunagängen genießen wir im Panorama-Ruhebereich, eingewickelt in schneeweißen, flauschigen Bademänteln mit edlen Stickereien, die das Eintracht-Wappen abbilden, den Ausblick. Auf der Steuerbordseite erhebt sich der Odenwald, Backbord können wir die herbstlich gefärbten Berge des Spessarts bewundern.

Wir nutzen die Zeit, um in der von der Reederei Ebbelwoi zur Verfügung gestellten Broschüre über den Main nachzublättern. Dort erfahren wir Sachen, die wir natürlich irgendwann mal im Heimatkundeunterricht lernten, aber längst vergessen haben. So zum Beispiel die Tatsache, dass der Main zwei Quellflüsse hat. Der Weiße Main und der Rote Main. Während der Weiße Main am Ochsenkopf im Fichtelgebirge entspringt und von dort seinen 51 km langen  Lauf in Richtung Kulmbach nimmt, entspringt der Rote Main am Rande der Fränkischen Schweiz. Dieser macht sich auf einen fast 72 km langen Weg. Er sorgt unterwegs für die Wasserversorgung von Teilen der Wasserspiele der Eremitage, durchquert Bayreuth in westlicher Richtung und trifft schließlich unterhalb des barocken Schlosses Steinenhausen auf seinen Bruder, den Weißen Main. Ab hier heißt der Fluss nun einfach Main. Wie wir ihn kennen. Man erfährt außerdem, dass der Main auch in den „Bier-Main“ und den "Wein-Main“ unterteilt ist.  Der Ober-Main durchfließt den fränkischen Teil, in dem die Brauereidichte für die größte Vielfalt Europas sorgt, was den Bier-Genuss betrifft. Historisch haben sich daher auch zahlreiche Mälzereien entlang des Flusses angesiedelt, da sie ihr kostbares Gut von dort bestens verschiffen konnten. Flussabwärts hinter Bad Staffelstein nehmen die Brauereien langsam ab und die Weinberge zu. Hier beginnt der Wein-Main.
Entlang des Maindreiecks ist es vor allem  der Silvaner aber auch der Müller-Thurgau, der hier angebaut wird, am westlichen Rand  des Mainvierecks wird auch Rotwein angebaut. Von hier ist vor allem der Spätburgunder bekannt.

Man erfährt aber auch, dass der Main in den 1970er Jahren als biologisch tot erklärt wurde. Zahlreiche Industriestandorte aber auch Gemeinden leiteten verschmutztes Wasser in den Main. Der Ausbau zur "Wasserstraßen-Autobahn" setzte der Natur im Main ebenso schwer zu. Und bis heute erholt sich der Main nur schleppend.  Gegensätzliche Interessen von Schiffern, Anglern, Sportvereinen, Wirtschaft und Naturschützern entlang des Mains machen es dem Strom schwer, sich nachhaltig zu erholen. Wenngleich festgehalten werden muss, dass die Wasserqualität wieder deutlich besser ist und auch wieder einige Fischarten im Main ansässig geworden sind.


Kurz vor Miltenberg am Main legen wir die Info-Broschüre aber zur Seite und schwingen uns auf zu einem letzten Saunagang mit Ingwer-Limette-Aufguss und anschließendem Sprung in das von frischem Mainwasser gespeiste Abkühlungsbecken. Langsam wird es nämlich Zeit, sich frisch zu machen, heute Abend ist schließlich noch Landgang. Hinter Miltenberg wechselt der Main nun seine Richtung. Für uns „Bergfahrer“ geht es nun nicht mehr  in südliche sondern nach einer Flusskehre in nördlicher Richtung weiter. Unterhalb der Burg Freudenberg werfen wir uns also, nach kurzem Ruhen,  in der  Kabine in Schale  für den folgenden Landgang. Ab hier ist der Main übrigens Grenzfluss zwischen dem Freistaat Bayern und Baden-Württemberg. Die Schleusung an der Staustufe Faulbach genießen wir jedenfalls gut erholt in feinstem Zwirn vom Oberdeck aus und hoffen, dass uns nicht eine der umherkreisenden Möwen auf unser schickes Outfit kackt.

Nachdem wir den Möwenflug aber glimpflich überstehen, durchgleitet unsere MS Eintracht nun noch einige Mainkehren. Und kurz hinter der Mündung der Tauber legt unser Schiff an. Nun ist Landgang angesagt und die Reederei lädt zum Abendessen in die Burg Wertheim. Es werden die besten  Köstlichkeiten aus der Fränkischen und Baden-Württembergischen Küche gereicht und zwischen all den Maultaschen und fränkischen Bratwürsten bekommt man feinste Weine die entlang des Maines gewachsen sind serviert. Nach diesem kulinarischen Feuerwerk wird man von der Reederei zurück an Bord der MS Eintracht gebeten. Denn dort wartet eine weitere Überraschung.

Im „Schwarz-Weiß-Roten Salon“ hat unser extra angereistes  Vorstandsmitglied Axel Hellmann, gekleidet im schwarzen Frack,  am weißen Flügel Platz genommen und entlockt diesem edlen Flügel romantische Klänge. Aber damit nicht genug. Die Reederei hat weder Kosten noch Mühen gescheut und so betritt nach wenigen Minuten schließlich der Vereinspräsident Peter Fischer, gekleidet in einem weißen Smoking, den Salon. Axel Hellmann am Flügel und Peter Fischer als Gesang führen in den folgenden zwei Stunden durch einen launischen Abend, in dem sie eine bunte Mischung aus Frankfurter Klassikern wie Die Frau Rauscher aus der Klappergass, bekannten Frank-Sinatra-Hits und beliebten Frankfurter Stadionklassikern wie „Aus der Liebe zu dir“ darbieten. Während Axel Hellmann an einem Rotweinglas nippt, hält Peter Fischer während des Auftrittes meist ein Glas mit erlesenem Whiskey in der rechten Hand, in der er übrigens gleichzeitig zwischen Zeige- und Mittelfinger eine rauchende  kubanische Zigarre gesteckt hat, während er in der linken Hand lässig das Mikrofon hält.  Nachdem finalen Song der beiden, einer sehr persönlichen Interpretation des Sinatra-Klassikers „I did it my way“, gibt es im Schwarz-Weiß-Roten Salon so überschwänglichen Applaus, dass sich die Nebenlieger, ein holländischer Schubverband und ein österreichisches Sportboot, lautstark über den starken Wellenschlag zu später Stunde im Hafen von Wertheim beschweren. Aufgrund dieser lautstarken Beschwerden lassen sich wiederum einige Passagiere der MS Eintracht zu dem Gesang „Ohne Holland fahren wir zu WM“ hinreißen. Der österreichische Sportbootführer ist unterdessen kleinlaut froh, dass er nicht angesprochen ist.  

Beseelt von diesen Eindrücken suchen wir schleunigst unsere Kabine auf und lassen uns von den sanften Main-Wellen in den Schlaf wiegen und träumen von sportlichen Großtaten im Willy-Sachs-Stadion.

Am nächsten Morgen werden wir von einem langen Tonsignal geweckt. Als wir aus dem Panorama-Fenster blicken, können wir den Grund für die ständigen langen Tonsignale erahnen. Der über dem Fluss liegende Nebel macht die Sichtweite gering und so müssen sich die Schiffe offenbar gegenseitig  warnen. Als wir uns zum Frühstück in der Zico und Schui-Bar einfinden, haben wir das Wertheim Village und die Brücke der A3 bereits passiert und befinden uns auf Höhe Marktheidenfeld. Zum Frühstück wird neben geräuchertem Main-Karpfen und fränkischen Bratwürsten auch frisches Brot mit Fruchtaufstrich vom Obst der Main-Auen angeboten. Nach dem reichhaltigen Frühstück hat sich der Nebel verzogen und der freundliche Tag bietet uns Gelegenheit,  ein weiteres Mal den Aufwendigen Schleusungsvorgang an der Staustufe Rothenfels zu bestaunen. Dabei  genießen wir  den Blick auf die imposante Burg Rothenfels. Bei einem weiteren Cappuccino am Oberdeck passieren wir nun gemächlich Neustadt am Main und erreichen schließlich Lohr am Main, das von sich behauptet, die Schneewittchen-Stadt zu sein.

Die Reederei-Ebbelwoi lässt es sich jedenfalls nicht nehmen an dieser Stelle für alle Fahrgäste den Schneewittchen-Kuchen (vielerorts auch als Donau-Welle bekannt) zu servieren. Über das Bordmikrofon wird bekanntgegeben, dass im Bord-Theater in 20 Minuten das Theaterstück „Wie Berger die Titanic rettete und Magath alle Passagier fit machte“ angeboten wird. Um den Schneewittchen-Kuchen aber wieder von der Hüfte zu bekommen, entscheiden wir uns dann doch für das Fitness-Studio an Bord. Und während unsere MS Eintracht gemütlich an Gemünden am Main vorbei zieht, quälen wir uns ein bisschen auf dem Laufband und blicken dabei auf die zunehmend steileren Weinberge mit ihren Muschelkalkböden am Mainufer, wo der gute Silvaner gedeiht.

Vor der Staustufe Himmelstadt kommt es dann zu einer Verzögerung, da sich ein holländischer Schubverband in der Schleuse verkeilt hat und erst aufwendig befreit werden muss. Da wir es nicht übers Herz bringen im Bord-Theater „Die Tragödie in der verbotenen Stadt anno 1992“ anzuschauen, verbringen wir die Zeit lieber bei einem ausführlichen Mittagessen. In der Zico und Schui-Bar wird frisch gefangener  Main-Wels an Gemüse der Saison serviert, dazu ein edles Rauchbier aus der Region.

Und wir lesen uns während des Essens  nochmal kurz in die Broschüre über den Main ein, welche die Reederei Ebbelwoi zu Verfügung stellt:

Man erfährt, dass der Main gut 500 Flusskilometer lang ist. Zudem ist zu erfahren, dass der Main einer der wenigen Flüsse in Europa ist, der in alle vier Himmelsrichtungen fließt. Forscher gehen davon aus, dass ein Wassertropfen von der Quelle am Ochsenkopf bis zur Mündung bei Mainz zwischen 1 und 2 Monate an Fließzeit benötigt. Motorschiffen benötigen von Bamberg bis Mainz ungefähr 4 Tage. Und natürlich verbindet der Main - über den Rhein-Main-Donau-Kanal -  die Nordsee mit dem Schwarzen Meer und macht ihn daher zu einer der wichtigsten Schifffahrtstraßen. 34 Schleusen überbrücken fast 150 Höhenmeter entlang des Mains.

Irgendwann ist dann auch  das Fahrwasser wieder frei gegeben, wir können also in Ruhe weiter flussaufwärts schippern. Wir nutzen den  Nachmittag um das Panorama der umliegenden Weinberge vom Sonnendeck aus zu genießen, blättern dabei im exklusiv für die Reederei Ebbelwoi vorabveröffentlichten Stadionmagazin des Willy-Sachs-Stadions. Wir lesen uns kurz in die bewegte Geschichte des FC Schweinfurt 05 ein, die vor allem im letzten Jahrzehnt von Insolvenz, Neubeginn, Rückschlägen und Konsolidierung geprägt war. Während wir die Schleuse im beschaulichen Erlabrunn durchlaufen,  unterhalten wir uns angeregt mit Mitreisenden über die taktische Ausrichtung gegen Schweinfurt (Dreier- oder Viererkette, Rotation oder nicht usw.).

Schließlich geht die MS Eintracht vor der imposanten Kulisse Würzburgs vor Anker.  Da heute Abend Kapitänsdinner angesagt ist, verzichten wir auf einen Landgang rauf zur Würzburger Residenz.  Wir werfen uns erneut in unseren feinsten Zwirn und als wir das herausgeputzte Bordrestaurant zum Kapitänsdinner betreten und unsere edel eingedeckten  Plätze  einnehmen, wartet eine weitere Überraschung auf uns. Die Reederei nimmt das Kapitänsdinner wörtlich und hat extra unseren Mannschaftskapitän, den leibhaftigen AMFG14 anreisen lassen. Dieser  lässt  es sich nicht nehmen, eigenhändig den Hauptgang, einen frisch im Gramschatzer Wald geschossenen Keiler der vom Jäger persönlich zubereitet wurde,  den begeisterten Passagieren der MS Eintracht zu servieren. Da steht er nun also, der Alex Meier. Mit einer überdimensionalen  Kochmütze auf dem Kopf, in der einen Hand  ein langes Messer, in der anderen eine dreizackige, große Gabel. Geschickt löst  er das edle Fleisch vom Knochen und schneidet es routiniert in  mundgerechte Stücke ehe er es behänd auf die Teller der wartenden Passagiere serviert. Er ist sich währenddessen nicht zu schade, den ein oder anderen kurzen Plausch mit den hungrigen Schiffsreisenden zu halten. Ein wahres Multitalent, der Alex! Und er lässt es sich auch nicht nehmen, die Nachspeise, welche mit reichlich Wunderkerzen und Tischfeuerwerk dekoriert ist, gemeinsam mit der Bord-Crew zu servieren. Nach diesem eindrücklichen Abendessen verabschiedet sich Alex Meier unter großem Applaus und Gesang von den Gästen. Da er – wie er sagt - gerne zuhause frühstücke, macht  er sich spät abends noch auf den Heimweg über die A3. Wir lassen den Abend ausklingen, in dem wir gekonnt ein wenig das Tanzbein zu den Klängen der MS Eintracht Big Band schwingen, die neben der Schönen Blauen Donau immer wieder auch  den Eintracht-Frankfurt-Walzer einspielt. Und dann lassen wir uns in der kabine ein weiteres Mal von den sanften Wellen des Mains in einen geruhsamen Schlaf wiegen.

Und während wir noch in den Träumen vom Einzug in die 3. Pokalrunde liegen, macht sich die MS Eintracht  schon wieder auf ihre Reise, den Fluss hinauf. Wir haben schließlich immerhin auch  noch 82 Flusskilometer bis Schweinfurt hinter uns zu bringen.  Wir verschlafen also die Schleusendurchfahrt in Randersacker und Ochsenfurt. Erst hinter der  Brücke Marktbreit, als sich der Main wieder in nördliche Richtung windet, erwachen wir und machen uns auf zu unserem vorerst letzten Frühstück an Bord der MS Eintracht. Bei frischen Brötchen und warmen Kaffee ziehen wir an Kitzingen vorbei. Nun passieren wir wieder einmal die A3 und sind froh, dass uns deren Baustellen und nervige Staus auf unserer Reise diesmal erspart blieben.

Und während wir unser ausgiebiges Frühstück langsam beenden, windet sich der Main vorbei  an Dettelbach, Sommerach und Volkach. Wir ziehen langsam unser Stadion-Outfit an, denn allzu weit ist es nun nicht mehr bis Schweinfurt. Eingewickelt im Eintracht-Schal, der gegen den kühlen Herbstwind schützt, vertreten wir uns die Beine auf dem Oberdeck. Hinter der Schleuse Wipfeld bietet sich ein schöner Blick auf das Vogelschutzgebiet Garstadt.  Und dann ist Schweinfurt in Sichtweite. Wir unterqueren die A70 an der Mainbrücke Oberndorf, lassen den Hafen steuerbordseitig liegen  und machen dann an der Maininsel, kurz vor der Maxbrücke fest. Mit einem kräftigen und aus hunderten Kehlen schallenden „Hurra, hurra, die Frankfurter sind da!“ verlassen wir über die Gangway die MS Eintracht. Wir verbringen noch einen entspannten Tag in Schweinfurt, lassen uns von einem Einheimischen seine Sicht auf den Main erläutern und machen uns dann irgendwann auf zum Stadion.

Und vor Ort erwartet den geneigten Besucher dann ein durchaus geschichtsträchtiger, wie auch aus fußballerischer Sicht ursprünglicher Ort. Oder um es mit Töpperwien zu sagen:

"Tolles Stadion im Grünen gelegen. Leckere Stadionwurst und feines Bier."


Die Austragungsstätte der Faustball-Weltmeisterschaft von 1972 - bei welcher der Gastgeber auch souverän den Titel errang - wurde sogar ein paar Tage vor dem Final-Spielort des heute dort stattfindenden Wettbewerbs eröffnet. Und auch architektonisch lassen sich durchaus Gemeinsamkeiten aufweisen. Sportpark-Stifter Willy Sachs selbst scheint durchaus eine zwiespältige Persönlichkeit gewesen zu sein. Einerseits als Industriellen-Erbe Wehrwirtschaftführer eines rüstungswichtigen Betriebs erhielt er später für seine soziale Verantwortung als Unternehmer das Bundesverdienstkreuz. Aber vor allem sein Nachwuchs erwarb eine überdurchschnittliche Popularität als Prototyp des Playboys  im internationalen Jet-Set.

Freunde der Tartanbahn kommen in Schweinfurt jedenfalls auf ihre Kosten, allerdings steht man dort doch deutlich niedriger als im Olympiastadion. Davon durften sich vor auch schon wieder 15 Jahren knapp 2.000 unentwegte Adlerfreunde persönlich überzeugen. Während seinerzeit allerdings der 15. den Tabellen-6. der 2. Liga empfing, trifft heute der 4. der 4. Liga auf den 7. der Bundesliga und als Pokalfinalist klaren Favoriten der Partie.

Und damit es auch heute wie damals  die Adlerträger sind, die nach dem Schlusspfiff Freudentänze auf den steinernen Mainbrücken vollführen gilt natürlich:

Auswärtssieg!    Auswärtssieg!   Auswärtssieg!
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Super-Eröffnung! Macht richtig Lust auf eine Dampferfahrt auf dem Main!

Wenn man auf dem Eintracht-Schiffchen mit Fischer Whisky trinkt, mit AMFG diniert oder in der Sauna entschleunigt, dann stören auch die 27 Schleusen zwischen Frankfurt und Schweinfurt nicht mehr so sehr.  
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Danke!
Ich sitze gerade in der S-Bahn und bin permanent am Lachen.
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Saustarke Eröffnung! Danke!
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Irgendwie hätte ich eher vermutet, dass ihr mit einer Frankensau unterwegs seid

https://de.wikipedia.org/wiki/Frankensau
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Irgendwie hätte ich eher vermutet, dass ihr mit einer Frankensau unterwegs seid

https://de.wikipedia.org/wiki/Frankensau
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lass das den würzburger nicht hören
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Wird ein zähes Spiel werden, befürchte ich. 2:0 für uns und zur Pause 0:0.

Ein frühes Tor würde uns natürlich ungemein helfen.
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Die Frage ist: Wird Schweinfurt mauern und auf Konter lauern, mit dem Wissen, dass die Eintracht nur ungern das Spiel macht?
Oder versuchen die mutig dagegen zu halten?
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Super Text!
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Herzlich willkommen zur 2. Runde des DFB-Pokals. Unsere Eintracht tritt heute im Willy-Sachs-Stadion zu Schweinfurt gegen den 1. FC Schweinfurt 05 an.


Es kommt also heute erstmals seit dem 1. Februar 2002 wieder zu einem Pflichtspiel zwischen dem FC Schweinfurt 05 und der Frankfurter Eintracht. Damals entführten unsere Adlerträger die drei Punkte durch einen 1:0 Erfolg, welcher durch ein Tor der einstigen SGE-Ikone und heutigem Bochumer Interimscoach  sichergestellt wurde.

Der Spielplan unserer Eintracht sieht mitunter einige Kuriositäten vor. Und so will es der Zufall, dass wir in dieser Woche innerhalb weniger Tage einmal stromaufwärts und dann wieder flussabwärts bis hinter die Mainmündung gespült werden. Was bietet sich also dieser Tage besser an, als eine entspannte und auch ein bisschen ersponnenen Flusskreuzfahrt?

Auf dem Strom, der wie kaum ein anderer natürlicher Faktor das Frankfurter Lebensgefühl prägt. Der Main - nicht nur Lebensader, Wirtschaftsfaktor oder  Naherholungsgebiet sondern in erster Linie eins: Identitätsstifter für alle Frankfurterinnen und Frankfurter. Nicht nur das „furt“ im Stadtnamen weißt auf den Fluss hin. Auch sonst ist die Stadt und der Fluss untrennbar verbunden. Er ist Teil unserer DNA. Frankfurt am Main, Frankfurt/M, FFM; es sind diese kurzen Zusätze die klarstellen, dass es um das Herzen von Europa geht und dass man sich nicht etwa irgendwo an der polnischen Grenze nahe Slubice befindet. Und natürlich  gehört der Main auch zum Selbstverständnis  unserer Eintracht.

"Eintracht vom Main… man kennt sie nicht nur am Mainestrand."

"Und wenn die Skyline sich bei Nacht auf dem Main spiegelt. Schlägt mein Herz für diese Stadt wie auf’m Eintracht Heimspiel."

"Diva vom Main."

Nun liegen die Städte Frankfurt und Schweinfurt Luftlinie gut und gerne 110 km voneinander entfernt, für eine Anreise mit dem PKW muss man annähernd 170 km und mindestens zwei Zeitstunden Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Es wäre also zu hoch gegriffen, wenn man von einem Lokal-Derby sprechen würde. Aber  doch sind die beiden Städte eben durch den Fluss verbunden.
Und da wir aber heute  keine Lust auf die Baustellen entlang der A3 und erst recht keine Lust auf das Geeier hoch nach Fulda und dann über die A7 haben, die Bahn uns zu langweilig ist, soll das Schiff heute das Verkehrsmittel der Wahl sein.

Wir geben uns heute daher bewusst mondän, wie es sich so gehört für eine Kreuzfahrt.  Wir ziehen einen schicken Hut auf, polieren noch einmal die Lackschuhe und dann geht es auch schon los. Am frisch herausgeputzten 5-Sterne-Kreuzfahrterminal des Frankfurter Osthafens besteigen wir also unser Schiff. Die MS Eintracht der Frankfurter Reederei Ebbelwoi. Diese traditionelle Reederei wirbt unter anderem mit dem überzeugenden Werbeslogan „Bei uns an Bord herrscht niemals Ebbe beim Ebbelwoi.“ Die MS Eintracht ist das neueste, größte und modernste Schiff der Flotte. An Bord muss der Passagier auf keine Annehmlichkeit verzichten. Die MS Eintracht  ist ein Vierdeck-Kabinenschiff der Fünf-Sterne-Kategorie mit 1899 Doppelkabinen. Alle  Kabinen sind klimatisiert und jeweils mit gefliestem Voll-Bad, modernen Ultra-HD-Flatscreens, Telefon, W-LAN, Safe und Mini-Bar ausgestattet. Alle Kabinen verfügen über einen französischen Balkon und große Panorama-Fenster. An Bord steht eine  59-köpfige Mannschaft bereit, um den Passagieren den Aufenthalt an Bord so angenehm wie möglich zu gestalten. Im vorderen Bereich des Unterdecks steht ein großer Wellnessbereich mit Sauna, Außen- und Innenpool sowie Panorama-Ruhebereich zur Verfügung. Insgesamt verfügt die MS Eintracht über vier Restaurants mit täglich wechselnden Angeboten.   Im Oberdeck liegt bugseitig der rundum verglaste Panoramasalon Zum treuen Charly mit Barbereich. Zusätzlich wurde achtern im Oberdeck die Zico und Schui-Bar mit einem überdachten Freideck eingerichtet.

Der Eingangsbereich, ein großes Foyer, das  komplett in Obstbaumholz-Optik von hessischen Streuobstwiesen gehalten ist. Es erstreckt sich über vier geschlossenen Decks. Dort befinden sich die Rezeption, der Bordshop,  das Fitnesscenter mit individueller Betreuung, das Bordtheater und ein Aufzug, über den alle Decks zu erreichen sind. Auf dem Sonnendeck stehen den Fahrgästen neben Liegestühlen und Lounge-Möbeln, ein mit Mainwasser gespeister Großpool, eine Außen-Bar, eine Torwand und ein Fußballkäfig im Wedding-Style zur Verfügung.

Noch kurz zu den technischen Daten: Die MS Eintracht wird von zwei Dieselmotoren mit jeweils  1899 kW über zwei kontrarotierende Ruderpropeller vom Typ Zampach-1999-KE angetrieben. Zusätzlich verfügt das Schiff über eine moderne Bugstrahlanlage vom Typ Rebic-Jet NK-2017V, die von einem 1959 kW starken Elektromotor angetrieben wird.  


Nach der freundlichen Begrüßung an der Rezeption  bekommen wir also unsere Kabine zugewiesen, mit dem Hinweis, dass die Crew uns in einer halben Stunde auf dem Achterdeck zu einem Begrüßungsdrink erwartet.
Und so machen wir uns, nachdem die geräumige Kabine mit Eintracht-Bettwäsche und Waldstadion-Fototapete bezogen wurde, auf, zu eben diesem Achterdeck. Währenddessen bemerken wir, dass die MS Eintracht gerade vom Kai abgelegt hat und sich geräuscharm auf den Weg Richtung Fahrrinne macht. Die Bord-Crew begrüßt aufs herzlichste. Zur Begrüßung wird ein Frankfurt Cooler gereicht, dazu Rindswurst-Kanapees und Handkäs-Variationen. Passend spielt die schiffseigene Big-Band leise die Melodie von „Im Herzen von Europa“ ein.

Und vor dieser Kulisse, treten wir sie nun also an, die Flusskreuzfahrt auf dem Main. Nach kurzer Zeit ist auch schon die erste Schleuse erreicht. Nach dem die Crew einige Informationen zur Sicherheit bekannt gegeben hat, werden wir über eine technische Besonderheit der MS Eintracht aufgeklärt. Der Kapitän erklärt via Bordmikrofon, dass hinter der Autobahnbrücke der A661 auf der Steuerbordbordseite ein Sichtschutz auf allen Decks ausgefahren wird. Auch alle Kabinenfenster und die Panoramafenster werden steuerbordseitig vorrübergehend verdunkelt. Dies habe den Hintergrund, dass man seinen Passagieren einen Anblick ersparen möchte, der evtl. die positiven Eindrücke einer solchen Flusskreuzfahrt trüben könnte. Erst in Höhe Mühlheim/Dörnigheim, kurz vor Flusskilometer 50, werde die Sicht-Barriere wieder frei gegeben. Natürlich ist man froh darüber, dass die Crew der MS Eintracht so besorgt um das Wohl seiner Gäste ist. Man fühlt sich in guten Händen.

Wir nutzen die Zeit, um uns in der Kabine häuslich einzurichten und uns ein wenig auf dem Schiff umzusehen. Nachdem das nicht für die Augen bestimmte offenbar hinter uns gelassen wurde,  beobachten wir vom Vorderdeck  interessiert den Schleusungsvorgang an der Schleuse Kesselstadt, die ja nun Staustufe Mühlheim am Main heißt. Kurz darauf genießen wir vom Oberdeck den Blick auf Schloss Philippsruhe an der Backbordseite und schon tuckert unsere MS Eintracht  unter der Steinheimer Brücke hindurch, immer tapfer flussaufwärts. Wir passieren die Heimat von Marco Russ, ehe wir weiter vorne das weithin sichtbare Kraftwerk Staudinger bei Großkrotzenburg erspähen.

Hinter Großkrotzenburg wird der Main dann zur hessisch-bayrischen Landesgrenze. Am einen Ufer Hessen, am anderen Ufer Franken. Nun dauert es nicht mehr lange, bis wir im gemächlichen Tempo an der Seligenstädter Altstadt vorbei ziehen, welche wir an der Steuerbordseite liegen lassen. Einige Zeit später unterqueren wir an der  Mainbrücke Mainflingen die A45 und kurz drauf die A3 mit ihrer Mainbrücke Stockstadt. Über das Bordmikrofon lädt eine freundliche Stimme nun zu einem regionalen Zwischen-Snack in der Grabi und Holz-Bar ein. Dort wird kühles Schlappeseppel-Kellerbier, welches hier unweit des Mainufers gebraut wird, angeboten, dazu gibt es frisch geräucherten Main-Zander auf Streuobst-Apfel-Carpaccio.

Nach diesen Leckereien ist man nun natürlich hin und hergerissen, ob man das Bordtheater aufsucht, dort wird immerhin das Stück „Maingold - Auf der Spur der versunkenen  Detari-Millionen“ dargeboten, oder ob man es sich doch zunächst im Wellnessbereich gut gehen lässt.

Wir entscheiden uns erstmal für letzteres. Zwischen den Saunagängen genießen wir im Panorama-Ruhebereich, eingewickelt in schneeweißen, flauschigen Bademänteln mit edlen Stickereien, die das Eintracht-Wappen abbilden, den Ausblick. Auf der Steuerbordseite erhebt sich der Odenwald, Backbord können wir die herbstlich gefärbten Berge des Spessarts bewundern.

Wir nutzen die Zeit, um in der von der Reederei Ebbelwoi zur Verfügung gestellten Broschüre über den Main nachzublättern. Dort erfahren wir Sachen, die wir natürlich irgendwann mal im Heimatkundeunterricht lernten, aber längst vergessen haben. So zum Beispiel die Tatsache, dass der Main zwei Quellflüsse hat. Der Weiße Main und der Rote Main. Während der Weiße Main am Ochsenkopf im Fichtelgebirge entspringt und von dort seinen 51 km langen  Lauf in Richtung Kulmbach nimmt, entspringt der Rote Main am Rande der Fränkischen Schweiz. Dieser macht sich auf einen fast 72 km langen Weg. Er sorgt unterwegs für die Wasserversorgung von Teilen der Wasserspiele der Eremitage, durchquert Bayreuth in westlicher Richtung und trifft schließlich unterhalb des barocken Schlosses Steinenhausen auf seinen Bruder, den Weißen Main. Ab hier heißt der Fluss nun einfach Main. Wie wir ihn kennen. Man erfährt außerdem, dass der Main auch in den „Bier-Main“ und den "Wein-Main“ unterteilt ist.  Der Ober-Main durchfließt den fränkischen Teil, in dem die Brauereidichte für die größte Vielfalt Europas sorgt, was den Bier-Genuss betrifft. Historisch haben sich daher auch zahlreiche Mälzereien entlang des Flusses angesiedelt, da sie ihr kostbares Gut von dort bestens verschiffen konnten. Flussabwärts hinter Bad Staffelstein nehmen die Brauereien langsam ab und die Weinberge zu. Hier beginnt der Wein-Main.
Entlang des Maindreiecks ist es vor allem  der Silvaner aber auch der Müller-Thurgau, der hier angebaut wird, am westlichen Rand  des Mainvierecks wird auch Rotwein angebaut. Von hier ist vor allem der Spätburgunder bekannt.

Man erfährt aber auch, dass der Main in den 1970er Jahren als biologisch tot erklärt wurde. Zahlreiche Industriestandorte aber auch Gemeinden leiteten verschmutztes Wasser in den Main. Der Ausbau zur "Wasserstraßen-Autobahn" setzte der Natur im Main ebenso schwer zu. Und bis heute erholt sich der Main nur schleppend.  Gegensätzliche Interessen von Schiffern, Anglern, Sportvereinen, Wirtschaft und Naturschützern entlang des Mains machen es dem Strom schwer, sich nachhaltig zu erholen. Wenngleich festgehalten werden muss, dass die Wasserqualität wieder deutlich besser ist und auch wieder einige Fischarten im Main ansässig geworden sind.


Kurz vor Miltenberg am Main legen wir die Info-Broschüre aber zur Seite und schwingen uns auf zu einem letzten Saunagang mit Ingwer-Limette-Aufguss und anschließendem Sprung in das von frischem Mainwasser gespeiste Abkühlungsbecken. Langsam wird es nämlich Zeit, sich frisch zu machen, heute Abend ist schließlich noch Landgang. Hinter Miltenberg wechselt der Main nun seine Richtung. Für uns „Bergfahrer“ geht es nun nicht mehr  in südliche sondern nach einer Flusskehre in nördlicher Richtung weiter. Unterhalb der Burg Freudenberg werfen wir uns also, nach kurzem Ruhen,  in der  Kabine in Schale  für den folgenden Landgang. Ab hier ist der Main übrigens Grenzfluss zwischen dem Freistaat Bayern und Baden-Württemberg. Die Schleusung an der Staustufe Faulbach genießen wir jedenfalls gut erholt in feinstem Zwirn vom Oberdeck aus und hoffen, dass uns nicht eine der umherkreisenden Möwen auf unser schickes Outfit kackt.

Nachdem wir den Möwenflug aber glimpflich überstehen, durchgleitet unsere MS Eintracht nun noch einige Mainkehren. Und kurz hinter der Mündung der Tauber legt unser Schiff an. Nun ist Landgang angesagt und die Reederei lädt zum Abendessen in die Burg Wertheim. Es werden die besten  Köstlichkeiten aus der Fränkischen und Baden-Württembergischen Küche gereicht und zwischen all den Maultaschen und fränkischen Bratwürsten bekommt man feinste Weine die entlang des Maines gewachsen sind serviert. Nach diesem kulinarischen Feuerwerk wird man von der Reederei zurück an Bord der MS Eintracht gebeten. Denn dort wartet eine weitere Überraschung.

Im „Schwarz-Weiß-Roten Salon“ hat unser extra angereistes  Vorstandsmitglied Axel Hellmann, gekleidet im schwarzen Frack,  am weißen Flügel Platz genommen und entlockt diesem edlen Flügel romantische Klänge. Aber damit nicht genug. Die Reederei hat weder Kosten noch Mühen gescheut und so betritt nach wenigen Minuten schließlich der Vereinspräsident Peter Fischer, gekleidet in einem weißen Smoking, den Salon. Axel Hellmann am Flügel und Peter Fischer als Gesang führen in den folgenden zwei Stunden durch einen launischen Abend, in dem sie eine bunte Mischung aus Frankfurter Klassikern wie Die Frau Rauscher aus der Klappergass, bekannten Frank-Sinatra-Hits und beliebten Frankfurter Stadionklassikern wie „Aus der Liebe zu dir“ darbieten. Während Axel Hellmann an einem Rotweinglas nippt, hält Peter Fischer während des Auftrittes meist ein Glas mit erlesenem Whiskey in der rechten Hand, in der er übrigens gleichzeitig zwischen Zeige- und Mittelfinger eine rauchende  kubanische Zigarre gesteckt hat, während er in der linken Hand lässig das Mikrofon hält.  Nachdem finalen Song der beiden, einer sehr persönlichen Interpretation des Sinatra-Klassikers „I did it my way“, gibt es im Schwarz-Weiß-Roten Salon so überschwänglichen Applaus, dass sich die Nebenlieger, ein holländischer Schubverband und ein österreichisches Sportboot, lautstark über den starken Wellenschlag zu später Stunde im Hafen von Wertheim beschweren. Aufgrund dieser lautstarken Beschwerden lassen sich wiederum einige Passagiere der MS Eintracht zu dem Gesang „Ohne Holland fahren wir zu WM“ hinreißen. Der österreichische Sportbootführer ist unterdessen kleinlaut froh, dass er nicht angesprochen ist.  

Beseelt von diesen Eindrücken suchen wir schleunigst unsere Kabine auf und lassen uns von den sanften Main-Wellen in den Schlaf wiegen und träumen von sportlichen Großtaten im Willy-Sachs-Stadion.

Am nächsten Morgen werden wir von einem langen Tonsignal geweckt. Als wir aus dem Panorama-Fenster blicken, können wir den Grund für die ständigen langen Tonsignale erahnen. Der über dem Fluss liegende Nebel macht die Sichtweite gering und so müssen sich die Schiffe offenbar gegenseitig  warnen. Als wir uns zum Frühstück in der Zico und Schui-Bar einfinden, haben wir das Wertheim Village und die Brücke der A3 bereits passiert und befinden uns auf Höhe Marktheidenfeld. Zum Frühstück wird neben geräuchertem Main-Karpfen und fränkischen Bratwürsten auch frisches Brot mit Fruchtaufstrich vom Obst der Main-Auen angeboten. Nach dem reichhaltigen Frühstück hat sich der Nebel verzogen und der freundliche Tag bietet uns Gelegenheit,  ein weiteres Mal den Aufwendigen Schleusungsvorgang an der Staustufe Rothenfels zu bestaunen. Dabei  genießen wir  den Blick auf die imposante Burg Rothenfels. Bei einem weiteren Cappuccino am Oberdeck passieren wir nun gemächlich Neustadt am Main und erreichen schließlich Lohr am Main, das von sich behauptet, die Schneewittchen-Stadt zu sein.

Die Reederei-Ebbelwoi lässt es sich jedenfalls nicht nehmen an dieser Stelle für alle Fahrgäste den Schneewittchen-Kuchen (vielerorts auch als Donau-Welle bekannt) zu servieren. Über das Bordmikrofon wird bekanntgegeben, dass im Bord-Theater in 20 Minuten das Theaterstück „Wie Berger die Titanic rettete und Magath alle Passagier fit machte“ angeboten wird. Um den Schneewittchen-Kuchen aber wieder von der Hüfte zu bekommen, entscheiden wir uns dann doch für das Fitness-Studio an Bord. Und während unsere MS Eintracht gemütlich an Gemünden am Main vorbei zieht, quälen wir uns ein bisschen auf dem Laufband und blicken dabei auf die zunehmend steileren Weinberge mit ihren Muschelkalkböden am Mainufer, wo der gute Silvaner gedeiht.

Vor der Staustufe Himmelstadt kommt es dann zu einer Verzögerung, da sich ein holländischer Schubverband in der Schleuse verkeilt hat und erst aufwendig befreit werden muss. Da wir es nicht übers Herz bringen im Bord-Theater „Die Tragödie in der verbotenen Stadt anno 1992“ anzuschauen, verbringen wir die Zeit lieber bei einem ausführlichen Mittagessen. In der Zico und Schui-Bar wird frisch gefangener  Main-Wels an Gemüse der Saison serviert, dazu ein edles Rauchbier aus der Region.

Und wir lesen uns während des Essens  nochmal kurz in die Broschüre über den Main ein, welche die Reederei Ebbelwoi zu Verfügung stellt:

Man erfährt, dass der Main gut 500 Flusskilometer lang ist. Zudem ist zu erfahren, dass der Main einer der wenigen Flüsse in Europa ist, der in alle vier Himmelsrichtungen fließt. Forscher gehen davon aus, dass ein Wassertropfen von der Quelle am Ochsenkopf bis zur Mündung bei Mainz zwischen 1 und 2 Monate an Fließzeit benötigt. Motorschiffen benötigen von Bamberg bis Mainz ungefähr 4 Tage. Und natürlich verbindet der Main - über den Rhein-Main-Donau-Kanal -  die Nordsee mit dem Schwarzen Meer und macht ihn daher zu einer der wichtigsten Schifffahrtstraßen. 34 Schleusen überbrücken fast 150 Höhenmeter entlang des Mains.

Irgendwann ist dann auch  das Fahrwasser wieder frei gegeben, wir können also in Ruhe weiter flussaufwärts schippern. Wir nutzen den  Nachmittag um das Panorama der umliegenden Weinberge vom Sonnendeck aus zu genießen, blättern dabei im exklusiv für die Reederei Ebbelwoi vorabveröffentlichten Stadionmagazin des Willy-Sachs-Stadions. Wir lesen uns kurz in die bewegte Geschichte des FC Schweinfurt 05 ein, die vor allem im letzten Jahrzehnt von Insolvenz, Neubeginn, Rückschlägen und Konsolidierung geprägt war. Während wir die Schleuse im beschaulichen Erlabrunn durchlaufen,  unterhalten wir uns angeregt mit Mitreisenden über die taktische Ausrichtung gegen Schweinfurt (Dreier- oder Viererkette, Rotation oder nicht usw.).

Schließlich geht die MS Eintracht vor der imposanten Kulisse Würzburgs vor Anker.  Da heute Abend Kapitänsdinner angesagt ist, verzichten wir auf einen Landgang rauf zur Würzburger Residenz.  Wir werfen uns erneut in unseren feinsten Zwirn und als wir das herausgeputzte Bordrestaurant zum Kapitänsdinner betreten und unsere edel eingedeckten  Plätze  einnehmen, wartet eine weitere Überraschung auf uns. Die Reederei nimmt das Kapitänsdinner wörtlich und hat extra unseren Mannschaftskapitän, den leibhaftigen AMFG14 anreisen lassen. Dieser  lässt  es sich nicht nehmen, eigenhändig den Hauptgang, einen frisch im Gramschatzer Wald geschossenen Keiler der vom Jäger persönlich zubereitet wurde,  den begeisterten Passagieren der MS Eintracht zu servieren. Da steht er nun also, der Alex Meier. Mit einer überdimensionalen  Kochmütze auf dem Kopf, in der einen Hand  ein langes Messer, in der anderen eine dreizackige, große Gabel. Geschickt löst  er das edle Fleisch vom Knochen und schneidet es routiniert in  mundgerechte Stücke ehe er es behänd auf die Teller der wartenden Passagiere serviert. Er ist sich währenddessen nicht zu schade, den ein oder anderen kurzen Plausch mit den hungrigen Schiffsreisenden zu halten. Ein wahres Multitalent, der Alex! Und er lässt es sich auch nicht nehmen, die Nachspeise, welche mit reichlich Wunderkerzen und Tischfeuerwerk dekoriert ist, gemeinsam mit der Bord-Crew zu servieren. Nach diesem eindrücklichen Abendessen verabschiedet sich Alex Meier unter großem Applaus und Gesang von den Gästen. Da er – wie er sagt - gerne zuhause frühstücke, macht  er sich spät abends noch auf den Heimweg über die A3. Wir lassen den Abend ausklingen, in dem wir gekonnt ein wenig das Tanzbein zu den Klängen der MS Eintracht Big Band schwingen, die neben der Schönen Blauen Donau immer wieder auch  den Eintracht-Frankfurt-Walzer einspielt. Und dann lassen wir uns in der kabine ein weiteres Mal von den sanften Wellen des Mains in einen geruhsamen Schlaf wiegen.

Und während wir noch in den Träumen vom Einzug in die 3. Pokalrunde liegen, macht sich die MS Eintracht  schon wieder auf ihre Reise, den Fluss hinauf. Wir haben schließlich immerhin auch  noch 82 Flusskilometer bis Schweinfurt hinter uns zu bringen.  Wir verschlafen also die Schleusendurchfahrt in Randersacker und Ochsenfurt. Erst hinter der  Brücke Marktbreit, als sich der Main wieder in nördliche Richtung windet, erwachen wir und machen uns auf zu unserem vorerst letzten Frühstück an Bord der MS Eintracht. Bei frischen Brötchen und warmen Kaffee ziehen wir an Kitzingen vorbei. Nun passieren wir wieder einmal die A3 und sind froh, dass uns deren Baustellen und nervige Staus auf unserer Reise diesmal erspart blieben.

Und während wir unser ausgiebiges Frühstück langsam beenden, windet sich der Main vorbei  an Dettelbach, Sommerach und Volkach. Wir ziehen langsam unser Stadion-Outfit an, denn allzu weit ist es nun nicht mehr bis Schweinfurt. Eingewickelt im Eintracht-Schal, der gegen den kühlen Herbstwind schützt, vertreten wir uns die Beine auf dem Oberdeck. Hinter der Schleuse Wipfeld bietet sich ein schöner Blick auf das Vogelschutzgebiet Garstadt.  Und dann ist Schweinfurt in Sichtweite. Wir unterqueren die A70 an der Mainbrücke Oberndorf, lassen den Hafen steuerbordseitig liegen  und machen dann an der Maininsel, kurz vor der Maxbrücke fest. Mit einem kräftigen und aus hunderten Kehlen schallenden „Hurra, hurra, die Frankfurter sind da!“ verlassen wir über die Gangway die MS Eintracht. Wir verbringen noch einen entspannten Tag in Schweinfurt, lassen uns von einem Einheimischen seine Sicht auf den Main erläutern und machen uns dann irgendwann auf zum Stadion.

Und vor Ort erwartet den geneigten Besucher dann ein durchaus geschichtsträchtiger, wie auch aus fußballerischer Sicht ursprünglicher Ort. Oder um es mit Töpperwien zu sagen:

"Tolles Stadion im Grünen gelegen. Leckere Stadionwurst und feines Bier."


Die Austragungsstätte der Faustball-Weltmeisterschaft von 1972 - bei welcher der Gastgeber auch souverän den Titel errang - wurde sogar ein paar Tage vor dem Final-Spielort des heute dort stattfindenden Wettbewerbs eröffnet. Und auch architektonisch lassen sich durchaus Gemeinsamkeiten aufweisen. Sportpark-Stifter Willy Sachs selbst scheint durchaus eine zwiespältige Persönlichkeit gewesen zu sein. Einerseits als Industriellen-Erbe Wehrwirtschaftführer eines rüstungswichtigen Betriebs erhielt er später für seine soziale Verantwortung als Unternehmer das Bundesverdienstkreuz. Aber vor allem sein Nachwuchs erwarb eine überdurchschnittliche Popularität als Prototyp des Playboys  im internationalen Jet-Set.

Freunde der Tartanbahn kommen in Schweinfurt jedenfalls auf ihre Kosten, allerdings steht man dort doch deutlich niedriger als im Olympiastadion. Davon durften sich vor auch schon wieder 15 Jahren knapp 2.000 unentwegte Adlerfreunde persönlich überzeugen. Während seinerzeit allerdings der 15. den Tabellen-6. der 2. Liga empfing, trifft heute der 4. der 4. Liga auf den 7. der Bundesliga und als Pokalfinalist klaren Favoriten der Partie.

Und damit es auch heute wie damals  die Adlerträger sind, die nach dem Schlusspfiff Freudentänze auf den steinernen Mainbrücken vollführen gilt natürlich:

Auswärtssieg!    Auswärtssieg!   Auswärtssieg!
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Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen ...
Klasse erfunden
Dank Dir für die Mühe
Und die vielen Wirtschaftswunderjahrefotos
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Hradecky
Salcedo - Russ - Falette - Willems
Boateng - De Guzman
Wolf - Barkok - Jovic
Haller


So stelle ich mir das vor...
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Bank: Zimmermann, Rebic, Blum, Stendera, Medo, Beyreuther, Kamada.

Tawatha nicht auf der Bank wundert mich. Hrgota auch nicht...
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Beyreuther für Tawatha auf der Bank?
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Hradecky
Salcedo - Russ - Falette - Willems
Boateng - De Guzman
Wolf - Barkok - Jovic
Haller


So stelle ich mir das vor...
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Ja, sind ja doch einige Neue dabei. Das finde ich gut. Diejenigen, die zuletzt eher selten gespielt haben, müssen einfach auch mal eine Chance bekommen zu spielen. Ist Stendera auf der Bank?
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Ich finde es konsequent in Franken einen Beyreuther mit in den Kader zu nehmen.
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Ich finde es konsequent in Franken einen Beyreuther mit in den Kader zu nehmen.
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Brodowin schrieb:

Ich finde es konsequent in Franken einen Beyreuther mit in den Kader zu nehmen.


Irgendjemand muss ja übersetzen.
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Brodowin schrieb:

Ich finde es konsequent in Franken einen Beyreuther mit in den Kader zu nehmen.


Irgendjemand muss ja übersetzen.
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SGE_Werner schrieb:

Brodowin schrieb:

Ich finde es konsequent in Franken einen Beyreuther mit in den Kader zu nehmen.


Irgendjemand muss ja übersetzen.



"Gude!"
"Hä?"
"Äh... säärvus"
"Bassd scho."

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Haller und Jovic, geile Scheiße.
Das wird heute ordentlich rappeln.
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Denke wird ein lockeres 7:1
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SGE_Werner schrieb:

Brodowin schrieb:

Ich finde es konsequent in Franken einen Beyreuther mit in den Kader zu nehmen.


Irgendjemand muss ja übersetzen.



"Gude!"
"Hä?"
"Äh... säärvus"
"Bassd scho."

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WuerzburgerAdler schrieb:

"Bassd scho."


Ich hatte fest vor, dieses "Bassd scho" im Eröffnungsbeitrag unter zu bringen. Hat aber irgendwie nicht geklappt. Ich finde "Bassd scho" ziemlich cool. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass, wenn sich mehr Menschen mal dieses fränkische "Bassd scho" zu Herzen nehmen würden, die Welt ein klein wenig besser wäre. Glaube ich zumindest.


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