Danke, Corona

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Ich möchte mich der Eröffnung des TE vollumfänglich anschließen und wünsche mir als positiven Effekt das Corona unsere Welt wieder entschleunigen möge und die Menschheit die richtigen Lehren daraus zieht.
Damit meine ich im speziellen, dass man sich wieder auf die wesentlichen Dinge, wie z.B. Respekt & Emphatie besinnt resp. die soziale Komponente wieder in den Vordergrund rückt. In mir wächst die Hoffnung, dass eine Welt aus Lärm und Lügen, aus Ignoranz und Intoleranz durch die Macht der Stille neu entsteht.
Oder frei nach Dietrich Bonhoeffer: "Wir müssen lernen, den Menschen weniger auf das, was er tut oder lässt, als auf das, was er leidet, anzusehen".
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Ich möchte mich der Eröffnung des TE vollumfänglich anschließen und wünsche mir als positiven Effekt das Corona unsere Welt wieder entschleunigen möge und die Menschheit die richtigen Lehren daraus zieht.
Damit meine ich im speziellen, dass man sich wieder auf die wesentlichen Dinge, wie z.B. Respekt & Emphatie besinnt resp. die soziale Komponente wieder in den Vordergrund rückt. In mir wächst die Hoffnung, dass eine Welt aus Lärm und Lügen, aus Ignoranz und Intoleranz durch die Macht der Stille neu entsteht.
Oder frei nach Dietrich Bonhoeffer: "Wir müssen lernen, den Menschen weniger auf das, was er tut oder lässt, als auf das, was er leidet, anzusehen".
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sehr gute Wünsche, sehe ich ganz genauso. Ich bin aber ganz ehrlich: Es wird in Gänze exakt so weitergehen wie bisher, losgelöst, dass die Gesellschaft im kleinen schon immer zusammenhält und es Nachbarschaftshilfe gibt
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Mal sehen, welche Auswirkungen der Shutdown in neun Monaten auf die Geburtenrate hat....
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Erst einmal werden in ein paar Wochen Ehetherapeuten übervolle Terminkalender zu beklagen haben.

Ansonsten vielen Dank für den Thread!

Medikamente z.B. sollten grundsätzlich in greifbarer Nähe produziert und bevorratet werden. Selbst wenn die Herstellung zu teuer für den freien Markt wäre, sollte sie durch die EU finanziert und die Medikamente für genau solche Notlagen wie jetzt vorgehalten werden.
Als Nebeneffekt würden damit hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ich bin sicher, es gibt noch weitere wichtige Güter, für die ähnliches infrage käme.
Es müssen auch Lieferketten und Just-In-Time Produktion überdacht werden. Auch da gibt es Potential, die regionalen Märkte zu stärken und gesellschaftliche und wirtschaftliche Resilienz zu schaffen.
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Fromme Wünsche und hier und da Naivität.
In China gehen die Erkrankungszahlen zurück, das wird bei uns in ein paar Wochen auch so sein.
Dann hat die Entschleunigung ein Ende und dann heißt es wieder, wir steigern das Bruttosozialprodukt.

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Denke auch, dass ein Rückgang der Globalisierung in kritischen Angelegenheiten wie Nahrung/Medikamente passieren könnte. Hätte natürlich schon längst geschehen müssen.

Vllt gibt es auch mal ein weniger nationales Selbstverständnis der Menschheit, jetzt wie wir alle den selben Virus am A**ch haben.

Dazu endlich eine grundlegende Erweiterung der Digitalisierung in Deutschland bis hin zum festen Home-Office. Ist ja auch besser fürs Klima.
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Frankfurter-Bob schrieb:

Denke auch, dass ein Rückgang der Globalisierung in kritischen Angelegenheiten wie Nahrung/Medikamente passieren könnte. Hätte natürlich schon längst geschehen müssen.

Vllt gibt es auch mal ein weniger nationales Selbstverständnis der Menschheit, jetzt wie wir alle den selben Virus am A**ch haben.

Dazu endlich eine grundlegende Erweiterung der Digitalisierung in Deutschland bis hin zum festen Home-Office. Ist ja auch besser fürs Klima.

Ja, es mag sein, dass die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten, grundsätzlich gut ist. Ich finde aber, dass Home-Office nicht die Regel sein darf, sondern eher eine Ausnahme bleiben muss (1-2 mal die Woche). Natürlich sind die Auswirkungen aufs Klima zu beachten, aber soziale bzw. persönliche  Interaktion ist meines Erachtens so essentiell wichtig, dass ein regelmäßiges Erscheinen im Büro weiterhin die Regel sein muss.

Ansonsten denke ich aber auch, dass der Virus dazu beitragen kann, dass die Leute von ihrer Egoismus-Schiene ein bisschen wegkommen und am Ende vielleicht doch etwas Gutes hat.
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sehr gute Wünsche, sehe ich ganz genauso. Ich bin aber ganz ehrlich: Es wird in Gänze exakt so weitergehen wie bisher, losgelöst, dass die Gesellschaft im kleinen schon immer zusammenhält und es Nachbarschaftshilfe gibt
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Tafelberg schrieb:

sehr gute Wünsche, sehe ich ganz genauso. Ich bin aber ganz ehrlich: Es wird in Gänze exakt so weitergehen wie bisher ...

Das befürchte ich leider auch. Ich denke man wird sich die Krise (im Nachhinein) sogar noch zu Nutze machen, indem man bisher eher unpopuläre Entscheidungen, die Geselllschaft betreffend, durchsetzen wird.
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Auch aus Italien kommen nicht nur schlimme Bilder:

https://twitter.com/MMarrucco/status/1238531652680396800

Forza Napoli!
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Jap, habe ich gerade auch aufgerufen...

https://www.youtube.com/watch?v=qlG0JH4ii9s

Interessant, wie kreativ der Mensch dann in Krisenzeiten wird
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Mal sehen, welche Auswirkungen der Shutdown in neun Monaten auf die Geburtenrate hat....
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Brodowin schrieb:

Mal sehen, welche Auswirkungen der Shutdown in neun Monaten auf die Geburtenrate hat....


Nicht lustig... Die Geburtenrate explodiert aber ebenso die Scheidungsrate. Gegen wir mal davon aus das die Situation bis Ostern angespannt bleibt.

4 Wochen 24/7 die eigene Frau am Hals... Das führt entweder zu Mord und Totschlag oder zur Scheidung sobald man wieder in Freiheit ist... Und dort wo es kein Mord und Totschlag gibt wird die Aggression für 4 Wochen im Bett abgebaut... Kind, Alimente etc.
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Positiv auf jeden Fall, dass mittlerweile eine Menge Bürger sich anbieten, Sachen für Ältere einzukaufen und ihnen nach Hause zu bringen. Egal ob in Städten oder auf dem Land.

Ein bisschen Solidarität gibt es ja schon in der Gesellschaft...
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Erst einmal werden in ein paar Wochen Ehetherapeuten übervolle Terminkalender zu beklagen haben.

Ansonsten vielen Dank für den Thread!

Medikamente z.B. sollten grundsätzlich in greifbarer Nähe produziert und bevorratet werden. Selbst wenn die Herstellung zu teuer für den freien Markt wäre, sollte sie durch die EU finanziert und die Medikamente für genau solche Notlagen wie jetzt vorgehalten werden.
Als Nebeneffekt würden damit hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ich bin sicher, es gibt noch weitere wichtige Güter, für die ähnliches infrage käme.
Es müssen auch Lieferketten und Just-In-Time Produktion überdacht werden. Auch da gibt es Potential, die regionalen Märkte zu stärken und gesellschaftliche und wirtschaftliche Resilienz zu schaffen.
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In china ist in Quarantänezeiten häusliche Gewalt massiv angestiegen
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In china ist in Quarantänezeiten häusliche Gewalt massiv angestiegen
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Xaver08 schrieb:

In china ist in Quarantänezeiten häusliche Gewalt massiv angestiegen        


... ich hatte mich schon über die hohe Todesrate dort gewundert. Das erklärt es nun!

Sakasmus aus
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Xaver08 schrieb:

In china ist in Quarantänezeiten häusliche Gewalt massiv angestiegen        


... ich hatte mich schon über die hohe Todesrate dort gewundert. Das erklärt es nun!

Sakasmus aus
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Landroval schrieb:

Sakasmus aus        

habe noch ein r übrig ...
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Landroval schrieb:

Sakasmus aus        

habe noch ein r übrig ...
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Netflix und Co. dürften sich die Hände reiben. Ebenso die Konsolenhersteller wie z.B. Sony, Nintendoo usw.

Und der Spritpreis erhöht sich voerst auch nicht wesentlich.
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Auch aus Italien kommen nicht nur schlimme Bilder:

https://twitter.com/MMarrucco/status/1238531652680396800

Forza Napoli!
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Brodowin schrieb:

Auch aus Italien kommen nicht nur schlimme Bilder:

https://twitter.com/MMarrucco/status/1238531652680396800

Forza Napoli!

Sehr schön !
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Ähnliche schöne Bilder gabs auch aus Hunan, wo die Menschen nachts auf ihren hell erleuchteten Balkons gefeiert und zusammen gesungen haben.
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Ein Komentar von Sibylles Berg auf SPON weist genau in die Richtung, die hier diverse Male schon angesprochen wurde:

"Gerade wenn man Angst hat, hilft es, die anderen zu sehen, sich zu helfen, anzulächeln, zu schauen, ob jemand Hilfe braucht oder Trost. Vielleicht geht die sogenannte gespaltene Gesellschaft, die es im Moment überall zu geben scheint, befeuert von wirtschaftlichen Interessen, gestärkt aus dieser Zäsur hervor." https://www.spiegel.de/kultur/coronavirus-etwas-mehr-naehe-bei-allem-koerperlichen-abstand-kolumne-a-08578997-541e-4e53-90cb-88fe236fea3d

Vielleicht ist es ja kein reiner Zufall, dass die Kritik an der Arroganz, Egozentrik und Überkommerzialisierung des Profifußballs, manifest geworden an der Causa Hopp/Rummenigge, kurz vor virulent werden von Corona und ganz unabhängig davon einen Höhepunkt erreicht hat. Sogar die Äußerungsformen ähneln sich: Spielunterbrechungen und kollektiv ausgesperrte Fans hier, Geisterspiele bzw. gänzlich ausgesetzter Spielbetrieb dort.

Auf die Schnauze, Kommerz, statt dessen Menschlichkeit und Solidarität.
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Hier ein interessantes Zitat von Emmanuel Macron, der in Frankreich als Personifikation des Neoliberalismus gilt.

„Morgen müssen wir die Lehren ziehen aus dem, was wir gegenwärtig durchmachen, das Entwicklungsmodell hinterfragen, in das sich unsere Welt seit Jahrzehnten verwickelt hat und dessen Mängel nun ans Licht kommen, die Schwächen unserer Demokratien hinterfragen. Eines hat sich durch diese Pandemie schon jetzt herausgestellt: Die kostenlose Gesundheit, unabhängig vom Einkommen, Stellung und Beruf, unser Sozialstaat sind keine Kosten oder Lasten, sondern wertvolle Güter, unverzichtbare Trümpfe, wenn das Schicksal zuschlägt. Diese Pandemie hat jetzt schon deutlich gemacht, daß es Güter und Dienstleistungen gibt, die außerhalb der Marktgesetze gestellt werden müssen. Es ist verrückt, unsere Ernährung, unseren Schutz, die Gestaltungsfähigkeiten unseres Lebensrahmens im Grunde an andere zu delegieren. Wir müssen die Kontrolle darüber zurückgewinnen, mehr noch als bisher ein souveränes Frankreich und Europa errichten, ein Frankreich und Europa, das sein Schicksal fest in die Hand nimmt. Die kommenden Wochen und Monate werden Entscheidungen erfordern, die in diesem Sinne einen Bruch darstellen. Ich werde die Sache in die Hand nehmen.“


Quelle: https://www.freitag.de/autoren/reinhardt-gutsche/macron-geht-an-s-eingemachte-1


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