(Massen)-Tierproduktion

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Billiges Qualfleisch. Und ein fetter finanzieller Schnapp beim Handel damit. Für EU-Poliker der konservativen Fraktion um CDU und Konsorten gibt es offensichtlich nichts wichtigeres. Auch nicht die menschliche Gesundheit. Und es steht zu befürchten, dass auch der nationale Teil der Unionpolitiker das so sehen wird. Allen voran Julia Klöckner.

Steak oder Leben

Muss man erst zu radikalen Mitteln greifen, um diese sogenannten Politiker zur Vernunft zu zwingen? Scheint so, als ob es ohne nicht ginge.
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Billiges Qualfleisch. Und ein fetter finanzieller Schnapp beim Handel damit. Für EU-Poliker der konservativen Fraktion um CDU und Konsorten gibt es offensichtlich nichts wichtigeres. Auch nicht die menschliche Gesundheit. Und es steht zu befürchten, dass auch der nationale Teil der Unionpolitiker das so sehen wird. Allen voran Julia Klöckner.

Steak oder Leben

Muss man erst zu radikalen Mitteln greifen, um diese sogenannten Politiker zur Vernunft zu zwingen? Scheint so, als ob es ohne nicht ginge.
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Gibt es irgendeine rationale Erklärung dafür außer Gelegenheit und Korruption?
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Gibt es irgendeine rationale Erklärung dafür außer Gelegenheit und Korruption?
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Luzbert schrieb:

Gibt es irgendeine rationale Erklärung dafür außer Gelegenheit und Korruption?


Ich möchte hier mal den Spies rumdrehen und sage:
Es liegt an dem Nachfragedruck.

Was nutzt es, wenn die Schlachtbetriebe diese ekelhafte und vollkommen ungesunde Massenproduktion per Verfügung aus der Politik abschalten und nur noch -sagen wir mal- 3 Millionen Tonnen qualitatives Fleisch im Jahr produzieren, während die Nachfrage bei über 7 Millionen Tonnen liegt?
Der Deutsche möchte in der Kantine sein Schnitzel mit Pommes, Salat und einer Cola für 5 EUR haben. Und am nächsten Tag dann halt die Curry-Wurst. Am Tag darauf die Fleischbulette. Wenn es schnell gehen muss, dann die Salami-Pizza vom Aldi in den Ofen. Und abends das Wurstbrot etc.
Mit einem Schlag wäre das Fleisch plötzlich ausverkauft und doppelt so teuer. Die Leute würden auf die Barrikade gehen, die VT'ler (Sozialismus unter Merkel bla bla bla) exponentiell wachsen und die Schlachtbetriebe darauf reagieren und doch irgendwie wieder die Produktion hochfahren.

Vonseiten der Politik könnt ihr nix erwarten zu diesem Thema. Insbesondere nicht von der CDU, die sich sowieso in LDU umbenennen sollte. Christlich sind die nicht. Lobbyistich schon immer. Es hilft nur konstante Aufklärung. Das Thema weitergeben und als Verbraucher Einfluss nehmen. Wenn die Nachfrage sinkt, müssen Erzeuger und Politik gleichermaßen reagieren. Ein bis zwei Mal Fleisch in der Woche langt für mich. Es wartet noch ein gutes Rinderkotelett aus einer Zucht im Westerwald kommende Woche auf mich. Dem Metzger vertraue ich, dass es sich um qualitatives Fleisch handelt und ich freu mich darauf.  
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propain schrieb:

warum nur in der Fleischindustrie.

die Zustellerbranche sollte als nächstes überprüft werden. Gerade DHL und Hermes arbeiten mit Sub-Sub-Sub-etc-Sub-Unternehmen. Am Ende steht eine arme Socke als Selbständiger, der 30ct je Paket bekommt, aber nur wenn es auch zugestellt wurde und das Fahrzeug inkl. Sprit und Reparatur selber zahlen muss.
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Adler_im_Exil schrieb:

die Zustellerbranche sollte als nächstes überprüft werden. Gerade DHL und Hermes arbeiten mit Sub-Sub-Sub-etc-Sub-Unternehmen. Am Ende steht eine arme Socke als Selbständiger, der 30ct je Paket bekommt, aber nur wenn es auch zugestellt wurde und das Fahrzeug inkl. Sprit und Reparatur selber zahlen muss.        

Du bist sicher, dass Du DHL meinst und nicht DPD?

Wenn ja, würde mich interessieren, wie Du darauf kommst.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil lobte DHL als "gutes Beispiel", weil dort nur festangestellte Zusteller arbeiten. Gegenteiliges ist mir nicht bekannt.
https://www.paketda.de/news-paketdienst-subunternehmer-haftung.html
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Luzbert schrieb:

Gibt es irgendeine rationale Erklärung dafür außer Gelegenheit und Korruption?


Ich möchte hier mal den Spies rumdrehen und sage:
Es liegt an dem Nachfragedruck.

Was nutzt es, wenn die Schlachtbetriebe diese ekelhafte und vollkommen ungesunde Massenproduktion per Verfügung aus der Politik abschalten und nur noch -sagen wir mal- 3 Millionen Tonnen qualitatives Fleisch im Jahr produzieren, während die Nachfrage bei über 7 Millionen Tonnen liegt?
Der Deutsche möchte in der Kantine sein Schnitzel mit Pommes, Salat und einer Cola für 5 EUR haben. Und am nächsten Tag dann halt die Curry-Wurst. Am Tag darauf die Fleischbulette. Wenn es schnell gehen muss, dann die Salami-Pizza vom Aldi in den Ofen. Und abends das Wurstbrot etc.
Mit einem Schlag wäre das Fleisch plötzlich ausverkauft und doppelt so teuer. Die Leute würden auf die Barrikade gehen, die VT'ler (Sozialismus unter Merkel bla bla bla) exponentiell wachsen und die Schlachtbetriebe darauf reagieren und doch irgendwie wieder die Produktion hochfahren.

Vonseiten der Politik könnt ihr nix erwarten zu diesem Thema. Insbesondere nicht von der CDU, die sich sowieso in LDU umbenennen sollte. Christlich sind die nicht. Lobbyistich schon immer. Es hilft nur konstante Aufklärung. Das Thema weitergeben und als Verbraucher Einfluss nehmen. Wenn die Nachfrage sinkt, müssen Erzeuger und Politik gleichermaßen reagieren. Ein bis zwei Mal Fleisch in der Woche langt für mich. Es wartet noch ein gutes Rinderkotelett aus einer Zucht im Westerwald kommende Woche auf mich. Dem Metzger vertraue ich, dass es sich um qualitatives Fleisch handelt und ich freu mich darauf.  
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Adler_Steigflug schrieb:

Ich möchte hier mal den Spies rumdrehen und sage:
Es liegt an dem Nachfragedruck.

Was nutzt es, wenn die Schlachtbetriebe diese ekelhafte und vollkommen ungesunde Massenproduktion per Verfügung aus der Politik abschalten und nur noch -sagen wir mal- 3 Millionen Tonnen qualitatives Fleisch im Jahr produzieren, während die Nachfrage bei über 7 Millionen Tonnen liegt?

Auch wenn die Kantine als Beispiel derzeit nicht taugt, dürftest Du unter dem Strich weitgehend Recht haben.
Das Volk muss bei Laune und ruhig gehalten werden. Wenn Billigfleisch dafür notwendig ist, ist das soweit verständlich.
Dass aber dafür die Gesundheit aufs Spiel gesetzt wird, geht einfach zu weit.
Wann, wenn nicht in Zeiten einer Pandemie, gäbe es weniger Verständnis für den Einsatz von Reserveantibiotika in der Zucht - auch wenn der Preis dafür steigt?
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Luzbert schrieb:

Gibt es irgendeine rationale Erklärung dafür außer Gelegenheit und Korruption?


Ich möchte hier mal den Spies rumdrehen und sage:
Es liegt an dem Nachfragedruck.

Was nutzt es, wenn die Schlachtbetriebe diese ekelhafte und vollkommen ungesunde Massenproduktion per Verfügung aus der Politik abschalten und nur noch -sagen wir mal- 3 Millionen Tonnen qualitatives Fleisch im Jahr produzieren, während die Nachfrage bei über 7 Millionen Tonnen liegt?
Der Deutsche möchte in der Kantine sein Schnitzel mit Pommes, Salat und einer Cola für 5 EUR haben. Und am nächsten Tag dann halt die Curry-Wurst. Am Tag darauf die Fleischbulette. Wenn es schnell gehen muss, dann die Salami-Pizza vom Aldi in den Ofen. Und abends das Wurstbrot etc.
Mit einem Schlag wäre das Fleisch plötzlich ausverkauft und doppelt so teuer. Die Leute würden auf die Barrikade gehen, die VT'ler (Sozialismus unter Merkel bla bla bla) exponentiell wachsen und die Schlachtbetriebe darauf reagieren und doch irgendwie wieder die Produktion hochfahren.

Vonseiten der Politik könnt ihr nix erwarten zu diesem Thema. Insbesondere nicht von der CDU, die sich sowieso in LDU umbenennen sollte. Christlich sind die nicht. Lobbyistich schon immer. Es hilft nur konstante Aufklärung. Das Thema weitergeben und als Verbraucher Einfluss nehmen. Wenn die Nachfrage sinkt, müssen Erzeuger und Politik gleichermaßen reagieren. Ein bis zwei Mal Fleisch in der Woche langt für mich. Es wartet noch ein gutes Rinderkotelett aus einer Zucht im Westerwald kommende Woche auf mich. Dem Metzger vertraue ich, dass es sich um qualitatives Fleisch handelt und ich freu mich darauf.  
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Adler_Steigflug schrieb:

Es liegt an dem Nachfragedruck.

Ja, das ist es auch, was mich immer wieder erstaunt. Setzt man sich mit dem Thema intensiver auseinander, kommt man doch - wenn einem Tierwohl nicht grundsätzlich schexssegal ist - zwangsläufig darauf, den Konsum tierischer Produkte zu reduzieren. Der Nachfragedruck müsste nach Tönnies-Skandalen, der ekelhaften Gammelfleischfabrik (vermutlich gibt es etliche davon, spekuliere ich mal) sinken. Tut er aber nicht wirklich, oder?

Das morgendliche Schinkenbrot, Mittags Steak (Schnitzel, Frikadelle, Huhn, Gans, Pute oder, oder, oder ...) und Abends noch ein bissel Salami oder was auch immer für eine Wurst ... Das hat sich durch die unangemessenen Dumping-Preise (und Subventionen?) erst entwickeln können. Nun ist es längst eine Art "Gewohnheitsrecht" geworden, billigste Fleisch-/Tierprodukte zu fordern. Die "LDU" wird daran nichts ändern, obwohl es ganz offensichtlich dringend notwendig wäre ...
Ein Argument, das gerne genannt wird, ist, dass das Billigfleisch dann bald aus z. B. Polen käme. Vermutlich stimmt das sogar. Mittelfristig hätte man eine ähnliche Situation, nur wäre "das Problem" ins Ausland verlagert worden.

Es ist sehr schwierig ein derart kaputtes System wieder irgendwie besser zu machen, erst recht wenn "der Poiltik" der Wille hierzu fehlt.    
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leute, sorry... aber nachfragedruck gäbe es auch nach günstigen sklaven, wenn das moralisch legitim wäre. hatte bislang politik immer so verstanden, dass sie die ethischen leitlinien setzt, an deren sich der markt orientieren kann. und manchmal geht halt ein paradigmenwechsel von statten.
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Luzbert schrieb:

Gibt es irgendeine rationale Erklärung dafür außer Gelegenheit und Korruption?


Ich möchte hier mal den Spies rumdrehen und sage:
Es liegt an dem Nachfragedruck.

Was nutzt es, wenn die Schlachtbetriebe diese ekelhafte und vollkommen ungesunde Massenproduktion per Verfügung aus der Politik abschalten und nur noch -sagen wir mal- 3 Millionen Tonnen qualitatives Fleisch im Jahr produzieren, während die Nachfrage bei über 7 Millionen Tonnen liegt?
Der Deutsche möchte in der Kantine sein Schnitzel mit Pommes, Salat und einer Cola für 5 EUR haben. Und am nächsten Tag dann halt die Curry-Wurst. Am Tag darauf die Fleischbulette. Wenn es schnell gehen muss, dann die Salami-Pizza vom Aldi in den Ofen. Und abends das Wurstbrot etc.
Mit einem Schlag wäre das Fleisch plötzlich ausverkauft und doppelt so teuer. Die Leute würden auf die Barrikade gehen, die VT'ler (Sozialismus unter Merkel bla bla bla) exponentiell wachsen und die Schlachtbetriebe darauf reagieren und doch irgendwie wieder die Produktion hochfahren.

Vonseiten der Politik könnt ihr nix erwarten zu diesem Thema. Insbesondere nicht von der CDU, die sich sowieso in LDU umbenennen sollte. Christlich sind die nicht. Lobbyistich schon immer. Es hilft nur konstante Aufklärung. Das Thema weitergeben und als Verbraucher Einfluss nehmen. Wenn die Nachfrage sinkt, müssen Erzeuger und Politik gleichermaßen reagieren. Ein bis zwei Mal Fleisch in der Woche langt für mich. Es wartet noch ein gutes Rinderkotelett aus einer Zucht im Westerwald kommende Woche auf mich. Dem Metzger vertraue ich, dass es sich um qualitatives Fleisch handelt und ich freu mich darauf.  
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Adler_Steigflug schrieb:

Es liegt an dem Nachfragedruck.


Das ist in meinen Augen eine billige Ausrede der Politiker um ihr Nichtstun auf den Verbraucher abzuwälzen (wobei der Verbraucher natürlich auch Schuld hat). Würde die Politik bestimmte Dinge durchsetzen würde sich auch was ändern. So aber stellen sich wieder mal deutsche Politiker quer und verhindern in der EU sinnvolle Maßnahmen, das kennen wir schon z.B. von der Autobranche oder beim Verbot von Giften auf den Äckern. Unseren Politikern ist die Gesundheit der Bürger scheißegal, sonst wäre der massenhafte Einsatz von Medikamenten bei der Tierhaltung schon lange verboten, auch weil die Auswirkungen auf den Menschen bekannt sind. Das Wohlbefinden der Tiere interessiert unsere Politiker auch überhaupt nicht, sonst wären die Quälerein in den viel zu engen Ställen schon längst verboten worden. Mich kotzen unsere Politiker nur noch an.


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