Ich denke auch, es muss dem Verein sportlich wehtun, bevor er was unternimmt - also Spielabbruch und Punkte für die andern. Den Mythos, dass sich dann ein Auswärtsfan in den Block schmuggelt, um zu zündeln, halte ich für sehr weit hergeholt. Ich denke, so lebensmüde ist niemand …. Und übrigens Geld fürs Ticket zurück zusätzlich!
Ich denke auch, es muss dem Verein sportlich wehtun, bevor er was unternimmt - also Spielabbruch und Punkte für die andern. Den Mythos, dass sich dann ein Auswärtsfan in den Block schmuggelt, um zu zündeln, halte ich für sehr weit hergeholt. Ich denke, so lebensmüde ist niemand …. Und übrigens Geld fürs Ticket zurück zusätzlich!
Jawoll!
Und Anzeigen/ Klagen gegen Hellmann, Krösche und Co.
Und gegen Peter Fischer, der das ja befürwortet hat. Und gegen alle Dauerkartenbesitzer, Klagen weil sie zur zugeschaut haben und nicht eingeschritten sind!!!
Und natürlich Anzeigen gegen alle Ordner!
Geld für die Tickets zurück, zu wenig, da sollte zu mindestens eine fette Entschädigung fällig sein!
Populistisch ist ein dehnbarer Begriff. Aber für mich kann jeder Mensch, egal welcher Couleur , populistisch sein. Hier im Forum wird ja jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, was ich mir nicht so vorgestellt habe. Man muss alles begründen, man kann nichts aus der Emotion heraus schreiben. Dann spionieren hier Einige mir nach, nur weil ich Idiot vor 2,5 Jahrzehnten mal meine e-Mail-Anschrift hinterlegt habe. Also populistisch ist für mich Herr Fischer, weil er gewissen Kreisen nach dem Mund geredet hat und für mich waren seine Auftritte ziemlich daneben, weil anbiedernd. Aber das kann an mir liegen, mir liegen einfach diese Leute à la Fischer nicht, insbesondere, wenn sie solche Ämter innehaben. Politiker war er ja glaube ich auch. Er hat es weit gebracht und war bei Vielen sehr beliebt. Ich fand seine Auftritte nur peinlich. Muss ich mich noch mehr erklären? Natürlich hat Fischer eine total konträre Vorstellung von „Bombenstimmung“, wie er es nannte. Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
kinimod schrieb: Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
Populistisch ist ein dehnbarer Begriff. Aber für mich kann jeder Mensch, egal welcher Couleur , populistisch sein. Hier im Forum wird ja jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, was ich mir nicht so vorgestellt habe. Man muss alles begründen, man kann nichts aus der Emotion heraus schreiben. Dann spionieren hier Einige mir nach, nur weil ich Idiot vor 2,5 Jahrzehnten mal meine e-Mail-Anschrift hinterlegt habe. Also populistisch ist für mich Herr Fischer, weil er gewissen Kreisen nach dem Mund geredet hat und für mich waren seine Auftritte ziemlich daneben, weil anbiedernd. Aber das kann an mir liegen, mir liegen einfach diese Leute à la Fischer nicht, insbesondere, wenn sie solche Ämter innehaben. Politiker war er ja glaube ich auch. Er hat es weit gebracht und war bei Vielen sehr beliebt. Ich fand seine Auftritte nur peinlich. Muss ich mich noch mehr erklären? Natürlich hat Fischer eine total konträre Vorstellung von „Bombenstimmung“, wie er es nannte. Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
kinimod schrieb: Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
kinimod schrieb: Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
Was hast Du für ein Problem? Das ist meine Meinung. Ich dachte, man dürfe sie hier äußern? Oder nur die Meinung, die Juno genehm ist? Mir war Fischer mit seiner unterkomplexen Art nie sympathisch und seine Äußerungen waren mir zu einfach und gefällig. Meine Meinung Juno, so ist es halt. Aber hier zu recherchieren, da habe ich echt keine Zeit für. Was glaubst Du denn, wo ich lebe? Wenn Du dafür Zeit hast, dann tust Du mir aber sowas von leid.
kinimod schrieb: Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
kinimod schrieb: Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
Was hast Du für ein Problem? Das ist meine Meinung. Ich dachte, man dürfe sie hier äußern? Oder nur die Meinung, die Juno genehm ist? Mir war Fischer mit seiner unterkomplexen Art nie sympathisch und seine Äußerungen waren mir zu einfach und gefällig. Meine Meinung Juno, so ist es halt. Aber hier zu recherchieren, da habe ich echt keine Zeit für. Was glaubst Du denn, wo ich lebe? Wenn Du dafür Zeit hast, dann tust Du mir aber sowas von leid.
kinimod schrieb: Der ehemalige Präsident hat zu dieser heutigen Entwicklung mit seinen populistischen Sprüchen massiv beigetragen.
Das kannst du doch bestimmt etwas genauer erläutern und belegen, oder?
kinimod schrieb: Sollen sie die Schiris einfach anhalten, bei Pyro das Spiel abzubrechen oder erst gar nicht anzupfeifen und die Heimmannschaft verliert das Spiel mit 0:3. sollten die Krakeeler nachweislich aus dem Gästeblock kommen, dann verliert eben die Gastmannschaft.
Du möchtest also einer Handvoll Idioten so viel Macht darüber geben, ob ein Spiel zu dem knapp 60.000 Leute kommen und teilweise lange Fahrzeiten und hohe Kosten auf sich nehmen stattfindet oder nicht stattfindet?
kinimod schrieb: Ist denn, wer sich so verhält, ein Fan?
Frag diese Leute doch mal, ich denke die Antwort wird ein eindeutiges "Ja" sein.
Populistisch ist ein dehnbarer Begriff. Aber für mich kann jeder Mensch, egal welcher Couleur , populistisch sein. Hier im Forum wird ja jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, was ich mir nicht so vorgestellt habe. Man muss alles begründen, man kann nichts aus der Emotion heraus schreiben. Dann spionieren hier Einige mir nach, nur weil ich Idiot vor 2,5 Jahrzehnten mal meine e-Mail-Anschrift hinterlegt habe. Also populistisch ist für mich Herr Fischer, weil er gewissen Kreisen nach dem Mund geredet hat und für mich waren seine Auftritte ziemlich daneben, weil anbiedernd. Aber das kann an mir liegen, mir liegen einfach diese Leute à la Fischer nicht, insbesondere, wenn sie solche Ämter innehaben. Politiker war er ja glaube ich auch. Er hat es weit gebracht und war bei Vielen sehr beliebt. Ich fand seine Auftritte nur peinlich. Muss ich mich noch mehr erklären? Natürlich hat Fischer eine total konträre Vorstellung von „Bombenstimmung“, wie er es nannte. Aber ich setze mich hier jetzt nicht hin und recherchiere, was der gute Herr Fischer so alles zum Besten gegeben hat. Dafür habe ich keine Zeit, vielmehr ist mir die Zeit zu schade.
kinimod schrieb: Sollen sie die Schiris einfach anhalten, bei Pyro das Spiel abzubrechen oder erst gar nicht anzupfeifen und die Heimmannschaft verliert das Spiel mit 0:3. sollten die Krakeeler nachweislich aus dem Gästeblock kommen, dann verliert eben die Gastmannschaft.
Du möchtest also einer Handvoll Idioten so viel Macht darüber geben, ob ein Spiel zu dem knapp 60.000 Leute kommen und teilweise lange Fahrzeiten und hohe Kosten auf sich nehmen stattfindet oder nicht stattfindet?
kinimod schrieb: Ist denn, wer sich so verhält, ein Fan?
Frag diese Leute doch mal, ich denke die Antwort wird ein eindeutiges "Ja" sein.
Ich denke auch, es muss dem Verein sportlich wehtun, bevor er was unternimmt - also Spielabbruch und Punkte für die andern. Den Mythos, dass sich dann ein Auswärtsfan in den Block schmuggelt, um zu zündeln, halte ich für sehr weit hergeholt. Ich denke, so lebensmüde ist niemand …. Und übrigens Geld fürs Ticket zurück zusätzlich!
Jawoll!
Und Anzeigen/ Klagen gegen Hellmann, Krösche und Co.
Und gegen Peter Fischer, der das ja befürwortet hat. Und gegen alle Dauerkartenbesitzer, Klagen weil sie zur zugeschaut haben und nicht eingeschritten sind!!!
Und natürlich Anzeigen gegen alle Ordner!
Geld für die Tickets zurück, zu wenig, da sollte zu mindestens eine fette Entschädigung fällig sein!
Es gab auch eine Zeit vor den sogenannten aktiven Fans. Bei einem eigenen Angriff eine Rakete aufs Spielfeld zu zünden ist mit das dümmste was ich je in einem Stadion gesehen habe.
Es gab auch eine Zeit vor den sogenannten aktiven Fans. Bei einem eigenen Angriff eine Rakete aufs Spielfeld zu zünden ist mit das dümmste was ich je in einem Stadion gesehen habe.
Es gab auch eine Zeit vor den sogenannten aktiven Fans. Bei einem eigenen Angriff eine Rakete aufs Spielfeld zu zünden ist mit das dümmste was ich je in einem Stadion gesehen habe.
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist. Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Danke für Deinen Post über das Verhalten innerhalb der gefährlichen Kurvenzone. Das festigt meine Überlegungen, dass es für mich dringend notwendig ist nicht mehr von harmlos oder einer "tollen Atmosphäre" zu sprechen. Werde noch etwas Zeit brauchen um mich von meinen lange für richtig Gedanken zu lösen, dass so etwas zum Fußball dazugehört.
Wahrscheinlich habe ich es überlesen, denn mir ist auch noch keine Aussage des Leiters für Recht und des Ansprechpartners für Fanangelegenheiten bekannt. Ganz im Gegenteil zu den notwendigen internen Besprechungen (Mannschaftszusammenstellung, Kritik an Spielern, Trainern etc. [ihr wisst schon was ich meine], bin ich nach diesen Ausschreitungen der Auffassung, dass Herr Reschke sich hier hätte äußern müssen - sollte er das getan haben, würde mich sehr interessieren was er gesagt hat.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Das ist echt ne peinliche Nummer. Wäre ich ein UFler in führender Position würde ich mich für die Jungs fremdschämen. Ich hatte glücklicherweise bis jetzt nicht solche Begegnungen. Im Gegenteil, man wurde von den Jungs nett darauf hingewiesen das es gleich los geht und man ein bisschen zur Seite gehen sollte... fast schon rücksichtsvoll. Durch die größere NWK hat man jetzt wohl gewisse Aufgaben auf die jüngere Generation verteilt, das hat dann wohl gewisse negative/unschöne Auswirkungen.
Mein Standpunkt ist seit Jahren glasklar. Bengalos, Rauchtöpfe gerne...das gab es früher im G-Block auch schon. Alles andere lehne ich komplett ab, allen voran diese verdammten Böller. Der vielbeschworene Konsens das nichts die Hand zu verlassen hat ist m.E. ein Mythos, das hat es in der Szene nie gegeben (vielleicht mal ne kurze Phase in den 2000ern...) Da ich durch meine DK weiterhin Teil der NWK bin bemerke ich an mir mittlerweile eine gewisse Ambivalenz. Einerseits Fan mit Herzblut und sozialisiert in der Kurve die ich durchaus als nicht kleinen Teil meines Lebensinhalts bezeichnen würde, andererseits eine immer größer werdende Distanzierung zu genau diesen Themen, gepaart mit einer gewissen Gleichgültigkeit sollte es zu härteren Repressionen kommen oder mal wieder die Polizei einmarschieren... Irgendwo dazwischen verliere ich mich gerade.
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist. Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Kann das Geschriebene grundsätzlich bestätigen, wenn die Aktion in unserem direkten Umfeld (41er) auch halbwegs gesittet ablief und ich dort keine Konflikte mitbekommen habe. Was ich aber überhaupt nicht verstehe: Es war wirklich ab einer halben Stund vor Anpfiff völlig klar, was passieren würde, weil sich ab da Heerscharen der Jungchen auf den Toiletten im Oberrang "vorbereitet" und Ihre Sturmhauben übergezogen haben, etc. Wer an den Bierständen oder auf der Toilette war, hat das gesehen. Im Block machte das die Runde. Und natürlich hat der komplette Sicherheitsdienst das mitbekommen. Eingeschritten wurde aber nicht.
Klar, wäre man zu dem Zeitpunkt eingeschritten, hätte es wohl eine Eskalation gegeben, da doch recht viele Jungs an der Aktion aktiv beteiligt waren. Trotzdem, so zu tun, als sein man völlig überrascht gewesen, ist scheinheilg. ich frage mich auch, ob den Offiziellen nicht im Vorfeld schon bekannt gewesen sein müsste, dass eine größere Sache geplant war, bei dem Aufwand?!?
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist. Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Die Schilderung bzw. Replik von Dir, Daniel, ist lustig, unbestritten. Auch Deine letzten Absätze sind absolut treffend. Das darf so nicht.
Ich frage mich selbstkritisch in der Regel, was will ICH eigentlich insgesamt und welches Bild ist eines, mit dem ich leben könnte und wollte?
Da muss ich vorab zugeben, dass ich den Rauch "als Solches", "Wunderkerzen" und hübsche Lichteffekte und auch Bengalos in Farben durchaus schön finde und bislang auch immer als ein wenig halbstarkes, aber akzeptables Gehabe im Sinne eines Schwanzvergleiches tolerabel fand und mich dann als Teil der Fanschaft irgendwie auch zugehörig fühlte und dachte "schon geil". ABER: Das ist und war immer unter der Voraussetzung, dass keine Gewalt am Körper oder Verletzungen die Folge oder zwingend mitschwingende Realität waren.
Hier muss ich wohl teilweise Abbitte leisten... Wenn und soweit diese "Ghetto-Kids" nichtmal soviel Verstand haben, den Mist, den Sie machen, halbwegs sicher und gewaltfrei durchzuziehen, dann muss es eben leider doch ein Vollverbot geben, leider. Vielleicht bin/war ich auch bislang einfach zu naiv!
Auch muss ich sagen, dass die Tätergruppe, wenn dem so ist, auch in der Tat lachhaft ist und ich dann nicht verstehe, warum die "echten" Ultras, die man von außen betrachtet dafür hält, nämlich die, mit Eintracht Bildchen ganzkörper-tättowierten und zahnlosen schweren Jungs von der Adlerfront oder der Brigade, denen man abends ungern alleine im Park begegnen möchte (auch nicht zu viert, wenn nur einer von denen da steht), weil sie WIRKLICH so sind und sich nicht nur in der Kindergartengruppe mit 15 anderen aus der Pinguin-Guppe stark fühlen, da nicht eingreifen und sich gefühlt als Teil dieser infantilen Würstchen fühlen und identifizieren lassen müssen.
Ich selbst würde selbst den Würstchen auch nicht gegenübertreten und Ihnen Einhalt gebieten, ich halte das nicht für die Aufgabe der "normalen" Fans (und ich bin auch tättowiert und nicht mehr 17). Ich dachte, die Kuve hat irgendwie noch ein kleines Bischen (echten) "Stolz" und sollte so einen Mist dann selbst in den Grenzen halten. Ich sage gerne nochmal: "Nichts verlässt die Hand" wäre ja noch OK, wenn wenigstens dann die Rauchtöpfe und Bengalos so gezündet würden, dass da nix beim Nachbar an der Hoodie-Mütze fackelt oder Kinder gefährdet werden. Gehts noch?
Ich bin einfach nur ratlos, was man da noch tun kann, außer dass tatsächlich die SGE selbst tätig wird und eben doch (zu?) streng durchgreift. Das geht dann nur mit Personal im und am Block, das auch in der Lage ist durchzugreifen, wenn solche Vorbereitungen stattfinden, im Zweifel hat man dann ein paarmal Stuttgart 24/25 Spiele, wo der Block leer ist. Ist dann halt so, auch wenn ich das damals total kacke fand.
Dass die unterbezahlten Ordner in ihren gelben Westen da nichts tun, kann ich zu 100% verstehen, das würde ich auch nicht tun an deren Stelle. Aber braucht es die dann überhaupt? Für die Großeltern, die mit ihrem Enkel auf der JG Tribüne Ihren Platz suchen, tun es auch drei freundliche Damen, die das regeln.
Das hättest du auch mit weniger albernen Vergleichen schreiben können. So ist der Stil nicht viel besser als die schwachsinnige Aktion im Stadion. Und was das spanische Transparent angeht: es sind halt unterschiedliche Aussagen, du musst nur richtig übersetzen
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist. Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Kann das Geschriebene grundsätzlich bestätigen, wenn die Aktion in unserem direkten Umfeld (41er) auch halbwegs gesittet ablief und ich dort keine Konflikte mitbekommen habe. Was ich aber überhaupt nicht verstehe: Es war wirklich ab einer halben Stund vor Anpfiff völlig klar, was passieren würde, weil sich ab da Heerscharen der Jungchen auf den Toiletten im Oberrang "vorbereitet" und Ihre Sturmhauben übergezogen haben, etc. Wer an den Bierständen oder auf der Toilette war, hat das gesehen. Im Block machte das die Runde. Und natürlich hat der komplette Sicherheitsdienst das mitbekommen. Eingeschritten wurde aber nicht.
Klar, wäre man zu dem Zeitpunkt eingeschritten, hätte es wohl eine Eskalation gegeben, da doch recht viele Jungs an der Aktion aktiv beteiligt waren. Trotzdem, so zu tun, als sein man völlig überrascht gewesen, ist scheinheilg. ich frage mich auch, ob den Offiziellen nicht im Vorfeld schon bekannt gewesen sein müsste, dass eine größere Sache geplant war, bei dem Aufwand?!?
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Ich meinte Benjamin von Loefen, der ja auch während solcher Aktionen des Öfteren den Takt angibt.
Ob am Samstag auch, kann ich nicht beurteilen, ich konnte ihn ja nicht sehen. Aber die Male, wo ich ihn während diverser Fackeleien sehen konnte, ist mir kein Anzeichen von Widerspruch aufgefallen.
Was ja, wenn man die offizielle Position der Eintracht zu Pyro in der Kurve als Maßstab nimmt, für einen ihrer Repräsentanten ja irgendwie merkwürdig ist.
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist. Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist. Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Die Schilderung bzw. Replik von Dir, Daniel, ist lustig, unbestritten. Auch Deine letzten Absätze sind absolut treffend. Das darf so nicht.
Ich frage mich selbstkritisch in der Regel, was will ICH eigentlich insgesamt und welches Bild ist eines, mit dem ich leben könnte und wollte?
Da muss ich vorab zugeben, dass ich den Rauch "als Solches", "Wunderkerzen" und hübsche Lichteffekte und auch Bengalos in Farben durchaus schön finde und bislang auch immer als ein wenig halbstarkes, aber akzeptables Gehabe im Sinne eines Schwanzvergleiches tolerabel fand und mich dann als Teil der Fanschaft irgendwie auch zugehörig fühlte und dachte "schon geil". ABER: Das ist und war immer unter der Voraussetzung, dass keine Gewalt am Körper oder Verletzungen die Folge oder zwingend mitschwingende Realität waren.
Hier muss ich wohl teilweise Abbitte leisten... Wenn und soweit diese "Ghetto-Kids" nichtmal soviel Verstand haben, den Mist, den Sie machen, halbwegs sicher und gewaltfrei durchzuziehen, dann muss es eben leider doch ein Vollverbot geben, leider. Vielleicht bin/war ich auch bislang einfach zu naiv!
Auch muss ich sagen, dass die Tätergruppe, wenn dem so ist, auch in der Tat lachhaft ist und ich dann nicht verstehe, warum die "echten" Ultras, die man von außen betrachtet dafür hält, nämlich die, mit Eintracht Bildchen ganzkörper-tättowierten und zahnlosen schweren Jungs von der Adlerfront oder der Brigade, denen man abends ungern alleine im Park begegnen möchte (auch nicht zu viert, wenn nur einer von denen da steht), weil sie WIRKLICH so sind und sich nicht nur in der Kindergartengruppe mit 15 anderen aus der Pinguin-Guppe stark fühlen, da nicht eingreifen und sich gefühlt als Teil dieser infantilen Würstchen fühlen und identifizieren lassen müssen.
Ich selbst würde selbst den Würstchen auch nicht gegenübertreten und Ihnen Einhalt gebieten, ich halte das nicht für die Aufgabe der "normalen" Fans (und ich bin auch tättowiert und nicht mehr 17). Ich dachte, die Kuve hat irgendwie noch ein kleines Bischen (echten) "Stolz" und sollte so einen Mist dann selbst in den Grenzen halten. Ich sage gerne nochmal: "Nichts verlässt die Hand" wäre ja noch OK, wenn wenigstens dann die Rauchtöpfe und Bengalos so gezündet würden, dass da nix beim Nachbar an der Hoodie-Mütze fackelt oder Kinder gefährdet werden. Gehts noch?
Ich bin einfach nur ratlos, was man da noch tun kann, außer dass tatsächlich die SGE selbst tätig wird und eben doch (zu?) streng durchgreift. Das geht dann nur mit Personal im und am Block, das auch in der Lage ist durchzugreifen, wenn solche Vorbereitungen stattfinden, im Zweifel hat man dann ein paarmal Stuttgart 24/25 Spiele, wo der Block leer ist. Ist dann halt so, auch wenn ich das damals total kacke fand.
Dass die unterbezahlten Ordner in ihren gelben Westen da nichts tun, kann ich zu 100% verstehen, das würde ich auch nicht tun an deren Stelle. Aber braucht es die dann überhaupt? Für die Großeltern, die mit ihrem Enkel auf der JG Tribüne Ihren Platz suchen, tun es auch drei freundliche Damen, die das regeln.
Ich hab mir jetzt die letzten längeren Kommentare mal durchgelesen. Das klingt ja alles ganz harmlos. Bengalos etc. Ich wäre vielleicht weniger dagegen, obwohl ich es blöd finde, wenn mir mal irgend jemand sagen könnte, was da für ein Rauch aufsteigt (ich gehe nicht von Wasserdampf aus). Ist der gesundheitsgefährdend wie der Rauch eines offenen Feuers. Bengalo-Kerzen sind im Übrigen für mich beim Anblick offene Feuer? Ich würde es gern wissen. Wenn es Bedenken hinsichtlich des Gesundheitsrisikos gäbe, dann müssten die Spieler reagieren. Ich weiß, sie sind keine Weicheier. Ich habe auch zu den Sylvesterraketen und -Knallern eine ablehnende Haltung. Aber das nur nebenbei. Über eine Antwort zu meiner Frage wäre ich dankbar.
Ich habe mich schon länger nicht mehr zu diesem Thema geäußert, weil sich die Diskussion eigentlich immer im Kreis dreht. Aber weil ein paar Fragen aufgeworfen wurden, was eigentlich im Ober- und Mittelrang los war:
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist. Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Die Schilderung bzw. Replik von Dir, Daniel, ist lustig, unbestritten. Auch Deine letzten Absätze sind absolut treffend. Das darf so nicht.
Ich frage mich selbstkritisch in der Regel, was will ICH eigentlich insgesamt und welches Bild ist eines, mit dem ich leben könnte und wollte?
Da muss ich vorab zugeben, dass ich den Rauch "als Solches", "Wunderkerzen" und hübsche Lichteffekte und auch Bengalos in Farben durchaus schön finde und bislang auch immer als ein wenig halbstarkes, aber akzeptables Gehabe im Sinne eines Schwanzvergleiches tolerabel fand und mich dann als Teil der Fanschaft irgendwie auch zugehörig fühlte und dachte "schon geil". ABER: Das ist und war immer unter der Voraussetzung, dass keine Gewalt am Körper oder Verletzungen die Folge oder zwingend mitschwingende Realität waren.
Hier muss ich wohl teilweise Abbitte leisten... Wenn und soweit diese "Ghetto-Kids" nichtmal soviel Verstand haben, den Mist, den Sie machen, halbwegs sicher und gewaltfrei durchzuziehen, dann muss es eben leider doch ein Vollverbot geben, leider. Vielleicht bin/war ich auch bislang einfach zu naiv!
Auch muss ich sagen, dass die Tätergruppe, wenn dem so ist, auch in der Tat lachhaft ist und ich dann nicht verstehe, warum die "echten" Ultras, die man von außen betrachtet dafür hält, nämlich die, mit Eintracht Bildchen ganzkörper-tättowierten und zahnlosen schweren Jungs von der Adlerfront oder der Brigade, denen man abends ungern alleine im Park begegnen möchte (auch nicht zu viert, wenn nur einer von denen da steht), weil sie WIRKLICH so sind und sich nicht nur in der Kindergartengruppe mit 15 anderen aus der Pinguin-Guppe stark fühlen, da nicht eingreifen und sich gefühlt als Teil dieser infantilen Würstchen fühlen und identifizieren lassen müssen.
Ich selbst würde selbst den Würstchen auch nicht gegenübertreten und Ihnen Einhalt gebieten, ich halte das nicht für die Aufgabe der "normalen" Fans (und ich bin auch tättowiert und nicht mehr 17). Ich dachte, die Kuve hat irgendwie noch ein kleines Bischen (echten) "Stolz" und sollte so einen Mist dann selbst in den Grenzen halten. Ich sage gerne nochmal: "Nichts verlässt die Hand" wäre ja noch OK, wenn wenigstens dann die Rauchtöpfe und Bengalos so gezündet würden, dass da nix beim Nachbar an der Hoodie-Mütze fackelt oder Kinder gefährdet werden. Gehts noch?
Ich bin einfach nur ratlos, was man da noch tun kann, außer dass tatsächlich die SGE selbst tätig wird und eben doch (zu?) streng durchgreift. Das geht dann nur mit Personal im und am Block, das auch in der Lage ist durchzugreifen, wenn solche Vorbereitungen stattfinden, im Zweifel hat man dann ein paarmal Stuttgart 24/25 Spiele, wo der Block leer ist. Ist dann halt so, auch wenn ich das damals total kacke fand.
Dass die unterbezahlten Ordner in ihren gelben Westen da nichts tun, kann ich zu 100% verstehen, das würde ich auch nicht tun an deren Stelle. Aber braucht es die dann überhaupt? Für die Großeltern, die mit ihrem Enkel auf der JG Tribüne Ihren Platz suchen, tun es auch drei freundliche Damen, die das regeln.
Jawoll!
Und Anzeigen/ Klagen gegen Hellmann, Krösche und Co.
Und gegen Peter Fischer, der das ja befürwortet hat.
Und gegen alle Dauerkartenbesitzer, Klagen weil sie zur zugeschaut haben und nicht eingeschritten sind!!!
Und natürlich Anzeigen gegen alle Ordner!
Geld für die Tickets zurück, zu wenig, da sollte zu mindestens eine fette Entschädigung fällig sein!
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
Was hast Du für ein Problem? Das ist meine Meinung. Ich dachte, man dürfe sie hier äußern? Oder nur die Meinung, die Juno genehm ist? Mir war Fischer mit seiner unterkomplexen Art nie sympathisch und seine Äußerungen waren mir zu einfach und gefällig. Meine Meinung Juno, so ist es halt. Aber hier zu recherchieren, da habe ich echt keine Zeit für. Was glaubst Du denn, wo ich lebe? Wenn Du dafür Zeit hast, dann tust Du mir aber sowas von leid.
Genau, warum sollte man sich auch mit dem auseinandersetzen, über das man schlecht redet. Einfach mal irgend einen Mist raus hauen, auch wenn man zu gibt dass man keine Ahnung davon hat. So macht man das.
Was hast Du für ein Problem? Das ist meine Meinung. Ich dachte, man dürfe sie hier äußern? Oder nur die Meinung, die Juno genehm ist? Mir war Fischer mit seiner unterkomplexen Art nie sympathisch und seine Äußerungen waren mir zu einfach und gefällig. Meine Meinung Juno, so ist es halt. Aber hier zu recherchieren, da habe ich echt keine Zeit für. Was glaubst Du denn, wo ich lebe? Wenn Du dafür Zeit hast, dann tust Du mir aber sowas von leid.
Du möchtest also einer Handvoll Idioten so viel Macht darüber geben, ob ein Spiel zu dem knapp 60.000 Leute kommen und teilweise lange Fahrzeiten und hohe Kosten auf sich nehmen stattfindet oder nicht stattfindet?
Frag diese Leute doch mal, ich denke die Antwort wird ein eindeutiges "Ja" sein.
Na, umso besser.
Der Joschka?
Na, umso besser.
Der Joschka?
Jawoll!
Und Anzeigen/ Klagen gegen Hellmann, Krösche und Co.
Und gegen Peter Fischer, der das ja befürwortet hat.
Und gegen alle Dauerkartenbesitzer, Klagen weil sie zur zugeschaut haben und nicht eingeschritten sind!!!
Und natürlich Anzeigen gegen alle Ordner!
Geld für die Tickets zurück, zu wenig, da sollte zu mindestens eine fette Entschädigung fällig sein!
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist.
Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Aber wen meinst Du mit dem Vizepräsidenten? Da gibts doch mehrere, oder?
Danke für Deinen Post über das Verhalten innerhalb der gefährlichen Kurvenzone.
Das festigt meine Überlegungen, dass es für mich dringend notwendig ist nicht mehr von harmlos oder einer "tollen Atmosphäre" zu sprechen. Werde noch etwas Zeit brauchen um mich von meinen lange für richtig Gedanken zu lösen, dass so etwas zum Fußball dazugehört.
Wahrscheinlich habe ich es überlesen, denn mir ist auch noch keine Aussage des Leiters für Recht und des Ansprechpartners für Fanangelegenheiten bekannt.
Ganz im Gegenteil zu den notwendigen internen Besprechungen (Mannschaftszusammenstellung, Kritik an Spielern, Trainern etc. [ihr wisst schon was ich meine], bin ich nach diesen Ausschreitungen der Auffassung, dass Herr Reschke sich hier hätte äußern müssen - sollte er das getan haben, würde mich sehr interessieren was er gesagt hat.
Das ist echt ne peinliche Nummer. Wäre ich ein UFler in führender Position würde ich mich für die Jungs fremdschämen.
Ich hatte glücklicherweise bis jetzt nicht solche Begegnungen. Im Gegenteil, man wurde von den Jungs nett darauf hingewiesen das es gleich los geht und man ein bisschen zur Seite gehen sollte... fast schon rücksichtsvoll.
Durch die größere NWK hat man jetzt wohl gewisse Aufgaben auf die jüngere Generation verteilt, das hat dann wohl gewisse negative/unschöne Auswirkungen.
Mein Standpunkt ist seit Jahren glasklar.
Bengalos, Rauchtöpfe gerne...das gab es früher im G-Block auch schon.
Alles andere lehne ich komplett ab, allen voran diese verdammten Böller.
Der vielbeschworene Konsens das nichts die Hand zu verlassen hat ist m.E. ein Mythos, das hat es in der Szene nie gegeben (vielleicht mal ne kurze Phase in den 2000ern...)
Da ich durch meine DK weiterhin Teil der NWK bin bemerke ich an mir mittlerweile eine gewisse Ambivalenz. Einerseits Fan mit Herzblut und sozialisiert in der Kurve die ich durchaus als nicht kleinen Teil meines Lebensinhalts bezeichnen würde, andererseits eine immer größer werdende Distanzierung zu genau diesen Themen, gepaart mit einer gewissen Gleichgültigkeit sollte es zu härteren Repressionen kommen oder mal wieder die Polizei einmarschieren...
Irgendwo dazwischen verliere ich mich gerade.
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist.
Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Was ich aber überhaupt nicht verstehe: Es war wirklich ab einer halben Stund vor Anpfiff völlig klar, was passieren würde, weil sich ab da Heerscharen der Jungchen auf den Toiletten im Oberrang "vorbereitet" und Ihre Sturmhauben übergezogen haben, etc. Wer an den Bierständen oder auf der Toilette war, hat das gesehen. Im Block machte das die Runde. Und natürlich hat der komplette Sicherheitsdienst das mitbekommen. Eingeschritten wurde aber nicht.
Klar, wäre man zu dem Zeitpunkt eingeschritten, hätte es wohl eine Eskalation gegeben, da doch recht viele Jungs an der Aktion aktiv beteiligt waren. Trotzdem, so zu tun, als sein man völlig überrascht gewesen, ist scheinheilg. ich frage mich auch, ob den Offiziellen nicht im Vorfeld schon bekannt gewesen sein müsste, dass eine größere Sache geplant war, bei dem Aufwand?!?
Die Schilderung bzw. Replik von Dir, Daniel, ist lustig, unbestritten. Auch Deine letzten Absätze sind absolut treffend. Das darf so nicht.
Ich frage mich selbstkritisch in der Regel, was will ICH eigentlich insgesamt und welches Bild ist eines, mit dem ich leben könnte und wollte?
Da muss ich vorab zugeben, dass ich den Rauch "als Solches", "Wunderkerzen" und hübsche Lichteffekte und auch Bengalos in Farben durchaus schön finde und bislang auch immer als ein wenig halbstarkes, aber akzeptables Gehabe im Sinne eines Schwanzvergleiches tolerabel fand und mich dann als Teil der Fanschaft irgendwie auch zugehörig fühlte und dachte "schon geil". ABER: Das ist und war immer unter der Voraussetzung, dass keine Gewalt am Körper oder Verletzungen die Folge oder zwingend mitschwingende Realität waren.
Hier muss ich wohl teilweise Abbitte leisten... Wenn und soweit diese "Ghetto-Kids" nichtmal soviel Verstand haben, den Mist, den Sie machen, halbwegs sicher und gewaltfrei durchzuziehen, dann muss es eben leider doch ein Vollverbot geben, leider. Vielleicht bin/war ich auch bislang einfach zu naiv!
Auch muss ich sagen, dass die Tätergruppe, wenn dem so ist, auch in der Tat lachhaft ist und ich dann nicht verstehe, warum die "echten" Ultras, die man von außen betrachtet dafür hält, nämlich die, mit Eintracht Bildchen ganzkörper-tättowierten und zahnlosen schweren Jungs von der Adlerfront oder der Brigade, denen man abends ungern alleine im Park begegnen möchte (auch nicht zu viert, wenn nur einer von denen da steht), weil sie WIRKLICH so sind und sich nicht nur in der Kindergartengruppe mit 15 anderen aus der Pinguin-Guppe stark fühlen, da nicht eingreifen und sich gefühlt als Teil dieser infantilen Würstchen fühlen und identifizieren lassen müssen.
Ich selbst würde selbst den Würstchen auch nicht gegenübertreten und Ihnen Einhalt gebieten, ich halte das nicht für die Aufgabe der "normalen" Fans (und ich bin auch tättowiert und nicht mehr 17). Ich dachte, die Kuve hat irgendwie noch ein kleines Bischen (echten) "Stolz" und sollte so einen Mist dann selbst in den Grenzen halten. Ich sage gerne nochmal: "Nichts verlässt die Hand" wäre ja noch OK, wenn wenigstens dann die Rauchtöpfe und Bengalos so gezündet würden, dass da nix beim Nachbar an der Hoodie-Mütze fackelt oder Kinder gefährdet werden. Gehts noch?
Ich bin einfach nur ratlos, was man da noch tun kann, außer dass tatsächlich die SGE selbst tätig wird und eben doch (zu?) streng durchgreift. Das geht dann nur mit Personal im und am Block, das auch in der Lage ist durchzugreifen, wenn solche Vorbereitungen stattfinden, im Zweifel hat man dann ein paarmal Stuttgart 24/25 Spiele, wo der Block leer ist. Ist dann halt so, auch wenn ich das damals total kacke fand.
Dass die unterbezahlten Ordner in ihren gelben Westen da nichts tun, kann ich zu 100% verstehen, das würde ich auch nicht tun an deren Stelle. Aber braucht es die dann überhaupt? Für die Großeltern, die mit ihrem Enkel auf der JG Tribüne Ihren Platz suchen, tun es auch drei freundliche Damen, die das regeln.
Und was das spanische Transparent angeht: es sind halt unterschiedliche Aussagen, du musst nur richtig übersetzen
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist.
Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Was ich aber überhaupt nicht verstehe: Es war wirklich ab einer halben Stund vor Anpfiff völlig klar, was passieren würde, weil sich ab da Heerscharen der Jungchen auf den Toiletten im Oberrang "vorbereitet" und Ihre Sturmhauben übergezogen haben, etc. Wer an den Bierständen oder auf der Toilette war, hat das gesehen. Im Block machte das die Runde. Und natürlich hat der komplette Sicherheitsdienst das mitbekommen. Eingeschritten wurde aber nicht.
Klar, wäre man zu dem Zeitpunkt eingeschritten, hätte es wohl eine Eskalation gegeben, da doch recht viele Jungs an der Aktion aktiv beteiligt waren. Trotzdem, so zu tun, als sein man völlig überrascht gewesen, ist scheinheilg. ich frage mich auch, ob den Offiziellen nicht im Vorfeld schon bekannt gewesen sein müsste, dass eine größere Sache geplant war, bei dem Aufwand?!?
Ich habe schon 10 Minuten vor Spielbeginn gewusst, was uns gleich blüht, da mir beim letzten Gang zum Bierstand diverse Vermummte entgegenkommen sind.
In unserem Block sind ca. 5 bis 6 vollvermummte, meiner Einschätzung nach sehr junge Typen aufgetaucht, von denen jeder eine ganze Batterie an Pyro dabei hatte.
Dummerweise hatte ich das Glück, dass einer das Zeug direkt neben mir auf den Boden gestellt und dort angezündet hat. Eins ist zwischen die Stufen gerutscht und hat dort unkontrolliert Funken gesprüht. Eins hat er umgetreten, auch nicht meine Vorstellung von kontrolliertem Abbrennen. Wer sein Handy in der Hand hatte, dem wurde angedroht, dass er sein Leben wegficken werde (sorry, nicht meine Wortwahl).
Beim Rumfuchteln mit seinem Bengalo hat er die Kapuze eines Besuchers in Flammen gesetzt, die von einem anderen Besucher mit seiner Jacke (die er jetzt wegwerfen kann) gelöscht wurde.
Abschließend haben sich die vermummten Helden im Ausgangsbereich gefeiert und sind vollkommen zugedröhnt im Kreis gehopst. Ohne Witz, dass war das Kindischste, was ich je in einem Fußballstadion gesehen habe. Gestört hat es niemanden, keinen Sanitäter, keinen Ordner. Nachvollziehbar, wer will von den Edelfans auch noch die Fresse poliert bekommen (mit Ausnahme der Helden, die das hier immer einfordern).
Ach ja, einen Ordner hat es doch gestört, der wurde aber von seinem Chef gleich zur Vernunft gebracht.
Ich bin inzwischen soweit, dass ich mehr Überwachung, meinetwegen Drehkreuze, und demnächst auch Polizei im Block nicht nur tolerieren, sondern mir fast wünsche. Dass am Samstag nicht mehr passiert ist unter den Zuschauern, war reines Glück.
Was man tun kann: ich würde zunächst mal diese Würdigung von Stadionverbotlern unterbinden. Das führt ja zwangsläufig dazu, dass sich die Täter auch noch als Märtyrer fühlen dürfen. Außerdem würde ich alle gewaltverherrlichenden und beleidigenden Banner, z.B. das so wahnsinnig beliebte 1312 oder ****, verbieten. Verstehe eh nicht, warum die Polizei sich das dauerhaft bieten lässt.
Und was die Kenntnis der Täter betrifft, bin ich unverändert davon überzeugt, dass diese innerhalb der Ultras bekannt sind. Und damit, in Person unseres Vizepräsidenten, auch der Eintracht.
Apropos Vizepräsident: was sagt der eigentlich zu den Geschehnissen?
Aber wen meinst Du mit dem Vizepräsidenten? Da gibts doch mehrere, oder?
Ob am Samstag auch, kann ich nicht beurteilen, ich konnte ihn ja nicht sehen. Aber die Male, wo ich ihn während diverser Fackeleien sehen konnte, ist mir kein Anzeichen von Widerspruch aufgefallen.
Was ja, wenn man die offizielle Position der Eintracht zu Pyro in der Kurve als Maßstab nimmt, für einen ihrer Repräsentanten ja irgendwie merkwürdig ist.
Das Härteste an der ganzen Geschichte ist wirklich nicht mal die Pyro. Nicht die Drohungen. Nicht die Vermummung. Sondern dieses erbärmliche Gesamtbild. Da marschieren diese komplett schwarz angezogenen Möchtegern-Untergrundkämpfer rein, als würden sie gleich einen Staatsstreich durchführen und keine zehn Minuten später benehmen sie sich wie eine Mischung aus Dorfkirmes, Ersti-Woche und Jungsabend von Typen, die Axe Dark Temptation für eine Persönlichkeit halten. Früher hatten Ultras wenigstens noch irgendeine Aura. Da waren das kantige Typen mit Ausstrahlung, Präsenz, teilweise wirklich einschüchternd. Heute ? Sind das zum Großteil halbstarke Halbhemdchen mit Körperhaltung a la E-Zigarette am Busbahnhof, die sich erst mutig fühlen, sobald 40 andere Kevins danebenstehen. Und diese Sturmhauben… bitte hör doch auf. Früher vielleicht noch Vermummung aus Angst vor Identifizierung. Heute sieht das eher aus wie verzweifelter Selbstschutz gegen unreine Haut, Pfirsichflaum und den ersten Bartwuchs, der aussieht wie angeklebte Wimpernreste am Kinn. Und die Pyroshow war ja offenbar auch absolute Spitzenklasse. Muss man erstmal schaffen, beim großen ultraharten Auftritt fast die eigenen Leute abzufackeln, Bengalos umzutreten wie besoffen auf einer Gartenparty und Funken unkontrolliert zwischen die Stufen zu schießen. Das hatte weniger was von kontrollierter Fankultur und mehr von Silvester bei Cousin Dennis nach neun Dosen Monster Energy. Aber der absolute Tiefpunkt bleibt dieses Rumgehüpfe im Kreis danach. Dieses Bild ist so brutal peinlich, dass es eigentlich jede Diskussion beendet. Da feiern sich diese vermummten Elitekämpfer gegenseitig ab wie eine Gruppe Vorschüler nach bestandener Schnitzeljagd. Wahrscheinlich war das irgendein interner Hierarchie-Moment: „Boah Kevin, stark Bruder, ab nächster Auswärtsfahrt darfst du vorne sitzen.“ Dieses Gehüpfe muss ausgesehen haben wie ein Paarungsritual überdrehter Erdmännchen auf billigem Wodka-Energy. Komplett verklatscht, völlig drüber und dabei wahrscheinlich überzeugt, gerade ultraspezifische Straßenlegenden geschrieben zu haben. Und genau DAS ist das eigentlich Peinliche: Diese Leute halten sich unironisch für gefürchtet.
Bei allem Spott darüber darf man aber auch nicht vergessen, wie gefährlich und rücksichtslos sowas tatsächlich ist.
Aus unserem EFC eine Mutter mit ihrem 12-jährigen Tochter dort. Durch den kompletten Rauch und das Chaos hat sie ihr Kind plötzlich nicht mehr gesehen. Das Kind ist irgendwann panisch und weinend wieder aufgetaucht. Allein diese Vorstellung sollte eigentlich jedem normalen Menschen reichen, um zu kapieren, dass es hier längst nicht mehr um „Stimmung“ oder „Fankultur“ geht. Wer in einem voll besetzten Stadion unkontrolliert Pyro zündet, Leuten droht und dabei billigend in Kauf nimmt, dass Kinder, Familien oder andere Zuschauer in Panik geraten oder verletzt werden, handelt einfach verantwortungslos. Das ist keine Leidenschaft mehr, sondern egoistische Selbstdarstellung auf Kosten anderer.
Zum Schluss noch das Banner, korrekt wäre "Gracias por nada, Alberto“ gewesen. Stattdessen klingt „Nada de gracias“ eher wie dieses legendäre Schulspanisch-Niveau von "el frigorífico muy bien gracias“.
Die Schilderung bzw. Replik von Dir, Daniel, ist lustig, unbestritten. Auch Deine letzten Absätze sind absolut treffend. Das darf so nicht.
Ich frage mich selbstkritisch in der Regel, was will ICH eigentlich insgesamt und welches Bild ist eines, mit dem ich leben könnte und wollte?
Da muss ich vorab zugeben, dass ich den Rauch "als Solches", "Wunderkerzen" und hübsche Lichteffekte und auch Bengalos in Farben durchaus schön finde und bislang auch immer als ein wenig halbstarkes, aber akzeptables Gehabe im Sinne eines Schwanzvergleiches tolerabel fand und mich dann als Teil der Fanschaft irgendwie auch zugehörig fühlte und dachte "schon geil". ABER: Das ist und war immer unter der Voraussetzung, dass keine Gewalt am Körper oder Verletzungen die Folge oder zwingend mitschwingende Realität waren.
Hier muss ich wohl teilweise Abbitte leisten... Wenn und soweit diese "Ghetto-Kids" nichtmal soviel Verstand haben, den Mist, den Sie machen, halbwegs sicher und gewaltfrei durchzuziehen, dann muss es eben leider doch ein Vollverbot geben, leider. Vielleicht bin/war ich auch bislang einfach zu naiv!
Auch muss ich sagen, dass die Tätergruppe, wenn dem so ist, auch in der Tat lachhaft ist und ich dann nicht verstehe, warum die "echten" Ultras, die man von außen betrachtet dafür hält, nämlich die, mit Eintracht Bildchen ganzkörper-tättowierten und zahnlosen schweren Jungs von der Adlerfront oder der Brigade, denen man abends ungern alleine im Park begegnen möchte (auch nicht zu viert, wenn nur einer von denen da steht), weil sie WIRKLICH so sind und sich nicht nur in der Kindergartengruppe mit 15 anderen aus der Pinguin-Guppe stark fühlen, da nicht eingreifen und sich gefühlt als Teil dieser infantilen Würstchen fühlen und identifizieren lassen müssen.
Ich selbst würde selbst den Würstchen auch nicht gegenübertreten und Ihnen Einhalt gebieten, ich halte das nicht für die Aufgabe der "normalen" Fans (und ich bin auch tättowiert und nicht mehr 17). Ich dachte, die Kuve hat irgendwie noch ein kleines Bischen (echten) "Stolz" und sollte so einen Mist dann selbst in den Grenzen halten. Ich sage gerne nochmal: "Nichts verlässt die Hand" wäre ja noch OK, wenn wenigstens dann die Rauchtöpfe und Bengalos so gezündet würden, dass da nix beim Nachbar an der Hoodie-Mütze fackelt oder Kinder gefährdet werden. Gehts noch?
Ich bin einfach nur ratlos, was man da noch tun kann, außer dass tatsächlich die SGE selbst tätig wird und eben doch (zu?) streng durchgreift. Das geht dann nur mit Personal im und am Block, das auch in der Lage ist durchzugreifen, wenn solche Vorbereitungen stattfinden, im Zweifel hat man dann ein paarmal Stuttgart 24/25 Spiele, wo der Block leer ist. Ist dann halt so, auch wenn ich das damals total kacke fand.
Dass die unterbezahlten Ordner in ihren gelben Westen da nichts tun, kann ich zu 100% verstehen, das würde ich auch nicht tun an deren Stelle. Aber braucht es die dann überhaupt? Für die Großeltern, die mit ihrem Enkel auf der JG Tribüne Ihren Platz suchen, tun es auch drei freundliche Damen, die das regeln.
Geh ich mit
Oha, das ist ja total degeneriert
Ausrufezeichen
Im Lebe net, die lecken eher noch die Eier
Die Schilderung bzw. Replik von Dir, Daniel, ist lustig, unbestritten. Auch Deine letzten Absätze sind absolut treffend. Das darf so nicht.
Ich frage mich selbstkritisch in der Regel, was will ICH eigentlich insgesamt und welches Bild ist eines, mit dem ich leben könnte und wollte?
Da muss ich vorab zugeben, dass ich den Rauch "als Solches", "Wunderkerzen" und hübsche Lichteffekte und auch Bengalos in Farben durchaus schön finde und bislang auch immer als ein wenig halbstarkes, aber akzeptables Gehabe im Sinne eines Schwanzvergleiches tolerabel fand und mich dann als Teil der Fanschaft irgendwie auch zugehörig fühlte und dachte "schon geil". ABER: Das ist und war immer unter der Voraussetzung, dass keine Gewalt am Körper oder Verletzungen die Folge oder zwingend mitschwingende Realität waren.
Hier muss ich wohl teilweise Abbitte leisten... Wenn und soweit diese "Ghetto-Kids" nichtmal soviel Verstand haben, den Mist, den Sie machen, halbwegs sicher und gewaltfrei durchzuziehen, dann muss es eben leider doch ein Vollverbot geben, leider. Vielleicht bin/war ich auch bislang einfach zu naiv!
Auch muss ich sagen, dass die Tätergruppe, wenn dem so ist, auch in der Tat lachhaft ist und ich dann nicht verstehe, warum die "echten" Ultras, die man von außen betrachtet dafür hält, nämlich die, mit Eintracht Bildchen ganzkörper-tättowierten und zahnlosen schweren Jungs von der Adlerfront oder der Brigade, denen man abends ungern alleine im Park begegnen möchte (auch nicht zu viert, wenn nur einer von denen da steht), weil sie WIRKLICH so sind und sich nicht nur in der Kindergartengruppe mit 15 anderen aus der Pinguin-Guppe stark fühlen, da nicht eingreifen und sich gefühlt als Teil dieser infantilen Würstchen fühlen und identifizieren lassen müssen.
Ich selbst würde selbst den Würstchen auch nicht gegenübertreten und Ihnen Einhalt gebieten, ich halte das nicht für die Aufgabe der "normalen" Fans (und ich bin auch tättowiert und nicht mehr 17). Ich dachte, die Kuve hat irgendwie noch ein kleines Bischen (echten) "Stolz" und sollte so einen Mist dann selbst in den Grenzen halten. Ich sage gerne nochmal: "Nichts verlässt die Hand" wäre ja noch OK, wenn wenigstens dann die Rauchtöpfe und Bengalos so gezündet würden, dass da nix beim Nachbar an der Hoodie-Mütze fackelt oder Kinder gefährdet werden. Gehts noch?
Ich bin einfach nur ratlos, was man da noch tun kann, außer dass tatsächlich die SGE selbst tätig wird und eben doch (zu?) streng durchgreift. Das geht dann nur mit Personal im und am Block, das auch in der Lage ist durchzugreifen, wenn solche Vorbereitungen stattfinden, im Zweifel hat man dann ein paarmal Stuttgart 24/25 Spiele, wo der Block leer ist. Ist dann halt so, auch wenn ich das damals total kacke fand.
Dass die unterbezahlten Ordner in ihren gelben Westen da nichts tun, kann ich zu 100% verstehen, das würde ich auch nicht tun an deren Stelle. Aber braucht es die dann überhaupt? Für die Großeltern, die mit ihrem Enkel auf der JG Tribüne Ihren Platz suchen, tun es auch drei freundliche Damen, die das regeln.
Geh ich mit
Oha, das ist ja total degeneriert
Ausrufezeichen
Im Lebe net, die lecken eher noch die Eier
Drecksack!
I know... Schlimm!!