Ich habe das Hellmann Interview gelesen und stimme deinen Ausführungen komplett zu.
Das „wo wir herkommen“ Argument von einigen hier verstehe ich am wenigsten. Wir sind halt nicht mehr da wo wir herkommen und ich möchte niemals wieder da hin.
Ich habe das Hellmann Interview gelesen und stimme deinen Ausführungen komplett zu.
Das „wo wir herkommen“ Argument von einigen hier verstehe ich am wenigsten. Wir sind halt nicht mehr da wo wir herkommen und ich möchte niemals wieder da hin.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren. "Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren? Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte. Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott. Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht. Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel. Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war. Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus. Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration. Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren. "Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren? Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte. Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott. Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht. Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel. Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war. Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus. Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration. Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Ein hervorragend ausgewogener und trefflich beschriebener Beitrag, dessen Abschlussfrage ich mich gerne anschließe. Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Meiner Wahrnehmung nach beinhaltetet dieser genauso viele up and downs wie derzeit unter Toppmöller auch. Einzig die Leidenschaft könnte man evtl. heranziehen, welche augenblicklich fehlt. Die Gründe weshalb dem so ist, sind m.E. aber ziemlich komplex. Aber vllt. kann ja der ein oder andere User hier Aufschluss darüber geben.
Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
es mögen sich die stile geändert haben, aber von kovac bis glasner gab es ein sich durchziehendes element und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann". selbige geht uns unter toppmöller großflächig so sehr ab, dass hellman es nun (erneut) anspricht.
Was ich mit dem „wo wir herkommen“ meinte, sind die häufiger verwendeten Hinweise auf den drohenden Lizenzentzug, die Abstiege, die Relegation, vergleichsweise limitiertes Spielermaterial und, und, und. Das ist Geschichte, die sich hoffentlich nicht wiederholt. Ich hab keine Lust mehr auf grottige Zweitligaspiele gegen Union Berlin bei minus 10 Grad, die ich auch erlebt habe.
Von den Trainern wünsche ich mir halt, dass das was sie im Erfolg auszeichnet weiterlebt. Gerne das Spektakel von Schaaf, die Willensleistungen unter Kovac oder die taktische Weiterentwicklung unter Hütter. Ich brauch aber kein drittes Bein von Daum und auch nicht die wirren PKs vom Ende der Glasnerära. Toppmöller hat Spieler besser gemacht, aber nicht unser Spiel!
Ich habe das Hellmann Interview gelesen und stimme deinen Ausführungen komplett zu.
Das „wo wir herkommen“ Argument von einigen hier verstehe ich am wenigsten. Wir sind halt nicht mehr da wo wir herkommen und ich möchte niemals wieder da hin.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren. "Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren? Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte. Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott. Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht. Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel. Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war. Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus. Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration. Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren. "Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren? Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte. Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott. Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht. Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel. Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war. Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus. Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration. Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Ein hervorragend ausgewogener und trefflich beschriebener Beitrag, dessen Abschlussfrage ich mich gerne anschließe. Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Meiner Wahrnehmung nach beinhaltetet dieser genauso viele up and downs wie derzeit unter Toppmöller auch. Einzig die Leidenschaft könnte man evtl. heranziehen, welche augenblicklich fehlt. Die Gründe weshalb dem so ist, sind m.E. aber ziemlich komplex. Aber vllt. kann ja der ein oder andere User hier Aufschluss darüber geben.
Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Wer hat denn vom Eintracht Frankfurt Fussball der letzten 20 Jahre geredet? Hellmann redet generell vom Eintracht-Frankfurt-Fußball. Und wenn man den Vodcast gesehen hat, dann weiß man, dass die Erklärung mit geliefert wird. Stichwort "Intensität". Und Beispiele liefern Strasheim und Hellmann auch. Zum Beispiel eine Szene, als David Abraham an der Seitenlinie Sandro Wagner über die Klinge springen lässt.
Und wenn man sich diesem Vibe nicht aus Prinzip verweigert, dann fallen doch tausend Situationen ein, die für diesen Eintracht Frankfurt Fußball stehen. Sei es ein Stefan Aigner, der nach 18 Sekunden gegen die Bayern eine Gelbe Karte kassiert. Sei es ein Hasebe, der gegen Chelsea die Hammer-Grätsche raus holt. Sei es ein Abraham, der sich gegen Dortmund in der Relegations-Saison in der letzten Minute in den Schuss wirft, der sonst todessicher zum Ausgleich geführt hätte. Sei es ein Ante Rebic, der sich nix scheißt und als Ein-Mann-Büffelherde die Bayern-Abwehr überrennt. Sei es ein Kevin-Prince-Boateng, der mit einem einzigen Move zwei Gegenspieler zusammenknallen lässt, dass er wie Obelix und die Gegenspieler wie die Legionäre aus Kleinbonum aussehen. Sei es ein Seppl Rode, der wie Hulk Sporting Lissabon in der 2. Halbzeit alleine zerstört. Sei es ein Kevin Trapp, der mit einer Jahrhundert-Parade die Führung der Rangers in der letzten Minute der Verlängerung verhindert. Sei es ein Abraham, der dem Freiburg-Trainer nicht ausweicht und somit die Trainer-Schwalbe des Jahrtausends provoziert. Sei es ein Kostic, bei dem sich das ganze Stadion von den Sitzen erhebt, sobald er den Ball nur an der Außenlinie auf den linken Schlappen kriegt, weil jeder genau weiß, was gleich passiert. Sei es ein Christopher Lenz, der mit Eiern so dick wie Wassermelonen an den Elfmeterpunkt kommt, verwandelt und dann den Zeigefinger auf den Mund legt vor der Rangers Kurve.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Genau das ist Eintracht Frankfurt Fußball. Wer das nicht versteht, hat es nie gefühlt.
es ist natürlich ein bisschen folklore von hellmann von "eintracht frankfurt-fußball" zu sprechen (und ihn nicht richtig zu definieren). letztlich ist es doch fast unabhängig von der geschichte der eintracht, was die leute aus den sitzen haut. das ist in frankfurt das gleiche wie auf schalke oder in paris: rasantes offensiv-/ umschaltspiel und nach hinten kernige zweikämpfe mit verve führen. dann stehen die leute von ihren sitzen auf.
mit lahmarschig den ball hin und herschieben wird sich nirgendwo einer identifizieren können.
letztlich ist es doch fast unabhängig von der geschichte der eintracht, was die leute aus den sitzen haut.
Natürlich, aber bei uns ist dieser Pfad halt zuletzt verlassen worden, weil man, wie andere und ich ja schon geschrieben haben, offensichtlich meint, mit den großen spielerisch mithalten zu können.
Hellmann bringt es sehr gut auf den Punkt bzw. die Punkte und @Brodo fasst das sehr gut zusammen.
Ich hoffe, dass den Worten Hellmanns auch Taten folgen und bin gespannt darauf.
es ist natürlich ein bisschen folklore von hellmann von "eintracht frankfurt-fußball" zu sprechen (und ihn nicht richtig zu definieren). letztlich ist es doch fast unabhängig von der geschichte der eintracht, was die leute aus den sitzen haut. das ist in frankfurt das gleiche wie auf schalke oder in paris: rasantes offensiv-/ umschaltspiel und nach hinten kernige zweikämpfe mit verve führen. dann stehen die leute von ihren sitzen auf.
mit lahmarschig den ball hin und herschieben wird sich nirgendwo einer identifizieren können.
letztlich ist es doch fast unabhängig von der geschichte der eintracht, was die leute aus den sitzen haut.
Natürlich, aber bei uns ist dieser Pfad halt zuletzt verlassen worden, weil man, wie andere und ich ja schon geschrieben haben, offensichtlich meint, mit den großen spielerisch mithalten zu können.
Hellmann bringt es sehr gut auf den Punkt bzw. die Punkte und @Brodo fasst das sehr gut zusammen.
Ich hoffe, dass den Worten Hellmanns auch Taten folgen und bin gespannt darauf.
Man spielt einfach ergebnisorientierter und nicht mit dem Prinzip Hoffnung, schlag den Ball auf die Bügfelherde oder gib ihn Kostic hat da eben für überragende Aktionen gereicht. Aber nicht permanent. Genau das hatten wir aber auch bei Marmoush und mit Abstrichen mit Hugo genauso.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung. ZB Kein OsulaTransfer gleich zu Beginn, Verletzungen (Uzun Jonny Kristensen Larsson zB) haarsträubende Fehler im Aufbau, keine Form der 13+ im Kader (Koch Theate gleichzeitig noch dazu) oder daraus fehlende Qualität für Rotationen.
letztlich ist es doch fast unabhängig von der geschichte der eintracht, was die leute aus den sitzen haut.
Natürlich, aber bei uns ist dieser Pfad halt zuletzt verlassen worden, weil man, wie andere und ich ja schon geschrieben haben, offensichtlich meint, mit den großen spielerisch mithalten zu können.
Hellmann bringt es sehr gut auf den Punkt bzw. die Punkte und @Brodo fasst das sehr gut zusammen.
Ich hoffe, dass den Worten Hellmanns auch Taten folgen und bin gespannt darauf.
Man spielt einfach ergebnisorientierter und nicht mit dem Prinzip Hoffnung, schlag den Ball auf die Bügfelherde oder gib ihn Kostic hat da eben für überragende Aktionen gereicht. Aber nicht permanent. Genau das hatten wir aber auch bei Marmoush und mit Abstrichen mit Hugo genauso.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung. ZB Kein OsulaTransfer gleich zu Beginn, Verletzungen (Uzun Jonny Kristensen Larsson zB) haarsträubende Fehler im Aufbau, keine Form der 13+ im Kader (Koch Theate gleichzeitig noch dazu) oder daraus fehlende Qualität für Rotationen.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dem "Eintracht Fan" sicherlich (zumindest einer großen Zahl der gemeinen Fans), dem Finanzvorstand aus diversen Gründen vermutlich eher nicht so ...
franchise schrieb:
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung
Das sehe ich nicht so sehr anders, eher im Gegenteil. Das Handwerkszeug hatte er jedoch m. E. nicht "nicht" sondern "nur bedingt" zur Verfügung. Manche Spiele zeigten durchaus, dass das bedingt taugliche Handwerkszeug auch besser funktionieren hätte können, wenn der Geselle es zielgerichteter eingesetzt hätte. Ich finde schon, dass er sich hin und wieder vercoacht hat. ...
Man spielt einfach ergebnisorientierter und nicht mit dem Prinzip Hoffnung, schlag den Ball auf die Bügfelherde oder gib ihn Kostic hat da eben für überragende Aktionen gereicht. Aber nicht permanent. Genau das hatten wir aber auch bei Marmoush und mit Abstrichen mit Hugo genauso.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung. ZB Kein OsulaTransfer gleich zu Beginn, Verletzungen (Uzun Jonny Kristensen Larsson zB) haarsträubende Fehler im Aufbau, keine Form der 13+ im Kader (Koch Theate gleichzeitig noch dazu) oder daraus fehlende Qualität für Rotationen.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dem "Eintracht Fan" sicherlich (zumindest einer großen Zahl der gemeinen Fans), dem Finanzvorstand aus diversen Gründen vermutlich eher nicht so ...
franchise schrieb:
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung
Das sehe ich nicht so sehr anders, eher im Gegenteil. Das Handwerkszeug hatte er jedoch m. E. nicht "nicht" sondern "nur bedingt" zur Verfügung. Manche Spiele zeigten durchaus, dass das bedingt taugliche Handwerkszeug auch besser funktionieren hätte können, wenn der Geselle es zielgerichteter eingesetzt hätte. Ich finde schon, dass er sich hin und wieder vercoacht hat. ...
Ich weiß nicht ob Geselle bewusst despektierlich gemeint ist. Ich hoffe nicht.
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen. Auch seine Spieler machen ja Fehler. Mir fehlt bei Toppi auch was. Vor Allem Mut gegen eher tabellarisch schwache Gegner wie zuletzt Hamburg. Das stark reden und mahnen ist nicht so meins und ermöglicht unterbewusst auch ein Alibiverhalten von einigen Spielern. Trotzdem muss man sehen, dass er die Truppe erreicht, sie seinen Matchplan umsetzen und auch überzeugen können, wenn alle Rahmenbedingungen auch passen. Ansonsten ist die Hinrunde punktetechnisch gut gelaufen, wenn man alles revue passieren lässt und mal ohne Emotion drüber nachdenkt, was alles von innerhalb der Mannschaft (Form) und auch auf dem Platz passiert ist. (Niederlagenflut auch durch CL)
Vor allem ziehen da einige aus dem Interview vermutlich auch falsche Schlüsse.
Hellmann weiß auch das in den paar Tagen die Krösche und Toppmöller zur Verfügung haben nicht so viel verändert werden kann und ich glaube auch das das der Versuch war eine sanfte Dosis Kritik an Krösche und Toppmöller zu üben aber damit hat er keinem einen Gefallen getan.
Das wird von vielen als anzählen der sportlichen Führung gewertet, vor allem bei denen die Toppmöller und teils auch Krösche eh schon ausgezählt haben.
Klar hat Hellmann nicht unrecht aber heutzutage baut sich ja jeder seine eigene Wahrheit und da wird sein Interview deutlich mehr Druck (von außen!) aufbauen als zeitlich aktuell möglich ist zu korrigieren.
Ich glaube nicht das Hellmann wirklich ein Streichholz in das in Teilen schon lodernde Fass werfen wollte, aber er hat es ggf ungewollt getan.
Meine Wahrheit ist nämlich das Hellmann aufwecken und auch kritisieren wollte aber weit davon weg ist hier tatsächlich schon interne (größere) Unzufriedenheit wieder zu geben.
Naja hier lodert kein Fass. Hier nörgeln ein paar inkompetente Journalisten und ein Teil der alten weißen Männer im Forum. Ich lese bei Axel auch kein anzählen (wenn nicht… dann…), sondern den berechtigten Wunsch nach mehr Speed mit dem Ball und mehr Härte gegen den Ball. Dafür muss Dino sich ein bisschen häuten. Aber das wünschen sich wahrscheinlich 80% der Fans und dann darf man das auch aussprechen.
Naja hier lodert kein Fass. Hier nörgeln ein paar inkompetente Journalisten und ein Teil der alten weißen Männer im Forum. Ich lese bei Axel auch kein anzählen (wenn nicht… dann…), sondern den berechtigten Wunsch nach mehr Speed mit dem Ball und mehr Härte gegen den Ball. Dafür muss Dino sich ein bisschen häuten. Aber das wünschen sich wahrscheinlich 80% der Fans und dann darf man das auch aussprechen.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dem "Eintracht Fan" sicherlich (zumindest einer großen Zahl der gemeinen Fans), dem Finanzvorstand aus diversen Gründen vermutlich eher nicht so ...
franchise schrieb:
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung
Das sehe ich nicht so sehr anders, eher im Gegenteil. Das Handwerkszeug hatte er jedoch m. E. nicht "nicht" sondern "nur bedingt" zur Verfügung. Manche Spiele zeigten durchaus, dass das bedingt taugliche Handwerkszeug auch besser funktionieren hätte können, wenn der Geselle es zielgerichteter eingesetzt hätte. Ich finde schon, dass er sich hin und wieder vercoacht hat. ...
Ich weiß nicht ob Geselle bewusst despektierlich gemeint ist. Ich hoffe nicht.
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen. Auch seine Spieler machen ja Fehler. Mir fehlt bei Toppi auch was. Vor Allem Mut gegen eher tabellarisch schwache Gegner wie zuletzt Hamburg. Das stark reden und mahnen ist nicht so meins und ermöglicht unterbewusst auch ein Alibiverhalten von einigen Spielern. Trotzdem muss man sehen, dass er die Truppe erreicht, sie seinen Matchplan umsetzen und auch überzeugen können, wenn alle Rahmenbedingungen auch passen. Ansonsten ist die Hinrunde punktetechnisch gut gelaufen, wenn man alles revue passieren lässt und mal ohne Emotion drüber nachdenkt, was alles von innerhalb der Mannschaft (Form) und auch auf dem Platz passiert ist. (Niederlagenflut auch durch CL)
Ich weiß nicht ob Geselle bewusst despektierlich gemeint ist. Ich hoffe nicht.
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen.
"Geselle" ist für mich nicht negativ behaftet, daher: Nein, das ist nicht despektierlich gemeint. Ein Meister seines Fachs mag er vielleicht in der Zukunft werden, wenn er fleißig dazu lernt.
Ich weiß nicht ob Geselle bewusst despektierlich gemeint ist. Ich hoffe nicht.
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen. Auch seine Spieler machen ja Fehler. Mir fehlt bei Toppi auch was. Vor Allem Mut gegen eher tabellarisch schwache Gegner wie zuletzt Hamburg. Das stark reden und mahnen ist nicht so meins und ermöglicht unterbewusst auch ein Alibiverhalten von einigen Spielern. Trotzdem muss man sehen, dass er die Truppe erreicht, sie seinen Matchplan umsetzen und auch überzeugen können, wenn alle Rahmenbedingungen auch passen. Ansonsten ist die Hinrunde punktetechnisch gut gelaufen, wenn man alles revue passieren lässt und mal ohne Emotion drüber nachdenkt, was alles von innerhalb der Mannschaft (Form) und auch auf dem Platz passiert ist. (Niederlagenflut auch durch CL)
Ich weiß nicht ob Geselle bewusst despektierlich gemeint ist. Ich hoffe nicht.
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen.
"Geselle" ist für mich nicht negativ behaftet, daher: Nein, das ist nicht despektierlich gemeint. Ein Meister seines Fachs mag er vielleicht in der Zukunft werden, wenn er fleißig dazu lernt.
Ich weiß nicht ob Geselle bewusst despektierlich gemeint ist. Ich hoffe nicht.
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen.
"Geselle" ist für mich nicht negativ behaftet, daher: Nein, das ist nicht despektierlich gemeint. Ein Meister seines Fachs mag er vielleicht in der Zukunft werden, wenn er fleißig dazu lernt.
Ich habe das Hellmann Interview gelesen und stimme deinen Ausführungen komplett zu.
Das „wo wir herkommen“ Argument von einigen hier verstehe ich am wenigsten. Wir sind halt nicht mehr da wo wir herkommen und ich möchte niemals wieder da hin.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren. "Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren? Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte. Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott. Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht. Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel. Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war. Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus. Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration. Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
es mögen sich die stile geändert haben, aber von kovac bis glasner gab es ein sich durchziehendes element und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann". selbige geht uns unter toppmöller großflächig so sehr ab, dass hellman es nun (erneut) anspricht.
und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann".
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten. Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
Ich habe das Hellmann Interview gelesen und stimme deinen Ausführungen komplett zu.
Das „wo wir herkommen“ Argument von einigen hier verstehe ich am wenigsten. Wir sind halt nicht mehr da wo wir herkommen und ich möchte niemals wieder da hin.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren. "Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren? Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte. Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott. Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht. Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel. Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war. Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus. Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration. Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Was ich mit dem „wo wir herkommen“ meinte, sind die häufiger verwendeten Hinweise auf den drohenden Lizenzentzug, die Abstiege, die Relegation, vergleichsweise limitiertes Spielermaterial und, und, und. Das ist Geschichte, die sich hoffentlich nicht wiederholt. Ich hab keine Lust mehr auf grottige Zweitligaspiele gegen Union Berlin bei minus 10 Grad, die ich auch erlebt habe.
Von den Trainern wünsche ich mir halt, dass das was sie im Erfolg auszeichnet weiterlebt. Gerne das Spektakel von Schaaf, die Willensleistungen unter Kovac oder die taktische Weiterentwicklung unter Hütter. Ich brauch aber kein drittes Bein von Daum und auch nicht die wirren PKs vom Ende der Glasnerära. Toppmöller hat Spieler besser gemacht, aber nicht unser Spiel!
Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
es mögen sich die stile geändert haben, aber von kovac bis glasner gab es ein sich durchziehendes element und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann". selbige geht uns unter toppmöller großflächig so sehr ab, dass hellman es nun (erneut) anspricht.
und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann".
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten. Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
das problem sehe ich eher woanders, nämlich, dass das, was sich zwischenzeitlich mal als eintracht-dna etabliert hatte und für sowas wie selbstverständlich erachtet wurde - also diese intensität mit allem was dazugehört in form von entsprechender zweikampfführung, dem draufgehen, dem um jeden meter boden fighten und bis ans limit gehen - schlicht nicht mehr da ist.
das ziel war es aber, die obige dna beizubehalten und das mit nem gepflegterem fußball und mehr ballkontrolle zu kombinieren und sich dadurch weiterzuentwickeln. damit das von dir gennnte abschenken nach hinten raus aufgrund von kräfteverschleiß so nicht mehr passiert.
das hat aber so nicht geklappt, vielmehr haben wir diese dna komplett über bord gekippt zugunsten von sehr viel "hübschem" (wie oftmals brotlosem) muschi-fußball ohne intensität und behauptungswillen, weshalb wir nun regelmäßig komplett auseinanderfallen und die bude vollkriegen, was so in dem maße lange nicht mehr der fall war. vielleicht zu letzt unter veh...
von daher daumen hoch für hellmann, wenn er das moniert.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht
Ein 5:1 übrigens, was durch mehr Spielglück, als Verstand entstanden ist. Oder kannst du mir erklären, warum der reguläre Treffer von Gala zum 1:2 aberkannt wurde? Unter normalen Bedingungen nimmt das Spiel einen anderen Verlauf.
SemperFi schrieb:
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten. Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt
Wenn Argumente fehlen, wirds halt schnell mal persönlich. Aber passt scho...
und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann".
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten. Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
das problem sehe ich eher woanders, nämlich, dass das, was sich zwischenzeitlich mal als eintracht-dna etabliert hatte und für sowas wie selbstverständlich erachtet wurde - also diese intensität mit allem was dazugehört in form von entsprechender zweikampfführung, dem draufgehen, dem um jeden meter boden fighten und bis ans limit gehen - schlicht nicht mehr da ist.
das ziel war es aber, die obige dna beizubehalten und das mit nem gepflegterem fußball und mehr ballkontrolle zu kombinieren und sich dadurch weiterzuentwickeln. damit das von dir gennnte abschenken nach hinten raus aufgrund von kräfteverschleiß so nicht mehr passiert.
das hat aber so nicht geklappt, vielmehr haben wir diese dna komplett über bord gekippt zugunsten von sehr viel "hübschem" (wie oftmals brotlosem) muschi-fußball ohne intensität und behauptungswillen, weshalb wir nun regelmäßig komplett auseinanderfallen und die bude vollkriegen, was so in dem maße lange nicht mehr der fall war. vielleicht zu letzt unter veh...
von daher daumen hoch für hellmann, wenn er das moniert.
das problem sehe ich eher woanders, nämlich, dass das, was sich zwischenzeitlich mal als eintracht-dna etabliert hatte und für sowas wie selbstverständlich erachtet wurde - also diese intensität mit allem was dazugehört in form von entsprechender zweikampfführung, dem draufgehen, dem um jeden meter boden fighten und bis ans limit gehen - schlicht nicht mehr da ist.
das ziel war es aber, die obige dna beizubehalten und das mit nem gepflegterem fußball und mehr ballkontrolle zu kombinieren und sich dadurch weiterzuentwickeln. damit das von dir gennnte abschenken nach hinten raus aufgrund von kräfteverschleiß so nicht mehr passiert.
das hat aber so nicht geklappt, vielmehr haben wir diese dna komplett über bord gekippt zugunsten von sehr viel "hübschem" (wie oftmals brotlosem) muschi-fußball ohne intensität und behauptungswillen, weshalb wir nun regelmäßig komplett auseinanderfallen und die bude vollkriegen, was so in dem maße lange nicht mehr der fall war. vielleicht zu letzt unter veh...
von daher daumen hoch für hellmann, wenn er das moniert.
Und die Entwicklung "mehr mit dem Ball anzufangen" muss weitergehen, wenn sich die Eintracht weiter in den Top 6 festsetzen will. Nur mit reinem Umschaltspiel (a la Kovac damals) oder diesem Pressing und Boom-Boom-Fußball (unter Hütter, auch wenn er mit der Büffelherde damals geil war) gehen dir regelmäßig die Körner aus und man wird sich nicht da oben regelmäßig in der Tabelle festsetzen. Wir sind immer noch dabei die richtige Mischung (teils schnelles Umschalten und Ballkontrolle) zu finden. Doch da stockte es leider in den letzten Spielen wieder erheblich. Wir kommen leider wieder in den Modus wie in der Saison 23/24. Ja die Eintracht hatte mit Verletzungen, u.a. Uzun und Burkardt, zu kämpfen. Aber ich weiß nicht, ob es nur daran lag zuletzt. Ich glaube du @Lattenknaller hattest es damals mal "Hochreck-Ballbesitzfußball" genannt. So funktioniert es natürlich auch nicht. Unser Spiel braucht wieder mehr Vertikalität und Kreativität im Spiel. Das Spiel ist zu zäh und zu berechnend. Da liegst es vor allem an Dino und Team, dass das Spiel in der Rückrunde wieder besser wird... Und ja, auch ich wünsche mir hier da mehr Intensität. Aber soviele Spieler haben wir da nicht: Kristensen, Theate.. Dann hört es bald schon auf. Koch, der als Kapitän auch ein Leader sein müsste, ist es diese Saison bislang überhaupt nicht. Insgesamt hat die Eintracht, meiner Meinung, zuviele Mitläufer in der Mannschaft... Mir fehlt ganz klar im DM noch einer. Ein Sechser, der so gallig sein müsste wie ein Rode oder so ein Typus Boateng. Irgendwas fehlt mir da. Es ist noch zu wenig an Härte... Aber vielleicht ist so ein Typ unter Krösche und Toppmöller gar nicht mehr richtig gewollt.
und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann".
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten. Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht
Ein 5:1 übrigens, was durch mehr Spielglück, als Verstand entstanden ist. Oder kannst du mir erklären, warum der reguläre Treffer von Gala zum 1:2 aberkannt wurde? Unter normalen Bedingungen nimmt das Spiel einen anderen Verlauf.
SemperFi schrieb:
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten. Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt
Wenn Argumente fehlen, wirds halt schnell mal persönlich. Aber passt scho...
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren. "Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren? Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte. Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott. Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht. Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel. Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war. Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus. Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration. Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Ein hervorragend ausgewogener und trefflich beschriebener Beitrag, dessen Abschlussfrage ich mich gerne anschließe. Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Meiner Wahrnehmung nach beinhaltetet dieser genauso viele up and downs wie derzeit unter Toppmöller auch. Einzig die Leidenschaft könnte man evtl. heranziehen, welche augenblicklich fehlt. Die Gründe weshalb dem so ist, sind m.E. aber ziemlich komplex. Aber vllt. kann ja der ein oder andere User hier Aufschluss darüber geben.
Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Wer hat denn vom Eintracht Frankfurt Fussball der letzten 20 Jahre geredet? Hellmann redet generell vom Eintracht-Frankfurt-Fußball. Und wenn man den Vodcast gesehen hat, dann weiß man, dass die Erklärung mit geliefert wird. Stichwort "Intensität". Und Beispiele liefern Strasheim und Hellmann auch. Zum Beispiel eine Szene, als David Abraham an der Seitenlinie Sandro Wagner über die Klinge springen lässt.
Und wenn man sich diesem Vibe nicht aus Prinzip verweigert, dann fallen doch tausend Situationen ein, die für diesen Eintracht Frankfurt Fußball stehen. Sei es ein Stefan Aigner, der nach 18 Sekunden gegen die Bayern eine Gelbe Karte kassiert. Sei es ein Hasebe, der gegen Chelsea die Hammer-Grätsche raus holt. Sei es ein Abraham, der sich gegen Dortmund in der Relegations-Saison in der letzten Minute in den Schuss wirft, der sonst todessicher zum Ausgleich geführt hätte. Sei es ein Ante Rebic, der sich nix scheißt und als Ein-Mann-Büffelherde die Bayern-Abwehr überrennt. Sei es ein Kevin-Prince-Boateng, der mit einem einzigen Move zwei Gegenspieler zusammenknallen lässt, dass er wie Obelix und die Gegenspieler wie die Legionäre aus Kleinbonum aussehen. Sei es ein Seppl Rode, der wie Hulk Sporting Lissabon in der 2. Halbzeit alleine zerstört. Sei es ein Kevin Trapp, der mit einer Jahrhundert-Parade die Führung der Rangers in der letzten Minute der Verlängerung verhindert. Sei es ein Abraham, der dem Freiburg-Trainer nicht ausweicht und somit die Trainer-Schwalbe des Jahrtausends provoziert. Sei es ein Kostic, bei dem sich das ganze Stadion von den Sitzen erhebt, sobald er den Ball nur an der Außenlinie auf den linken Schlappen kriegt, weil jeder genau weiß, was gleich passiert. Sei es ein Christopher Lenz, der mit Eiern so dick wie Wassermelonen an den Elfmeterpunkt kommt, verwandelt und dann den Zeigefinger auf den Mund legt vor der Rangers Kurve.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Genau das ist Eintracht Frankfurt Fußball. Wer das nicht versteht, hat es nie gefühlt.
ich spare mir hier einen fullquote deines postings: danke, hast du sehr schön zusmmengefasst.
genau diese art von intensität ist elementarer teil der eintracht-fußball-dna und sollte einer der grundpfeiler sein, auf dem unser "neuer" oder von mir aus "verbesserter" fußball aufbauen sollte.
es war hier nie ziel, sich in eine mentalitätsbefreite schönspielertruppe ohne behauptungswillen zu entwickeln, die bei auch nur einem hauch von gegnerdruck viel zu schnell in sich zusammenfällt wie ein kartenhaus, um gegentore förmlich bettelt und dann regelmäßig adäquat abgeschossen wird.
und ich für meinen teil verstehe jeden, der sich hieran stört und sich daraufhin auch nicht mit "tabellenplatz soundso" oder "soundsovielst beste offensive der liga" abspeisen lassen möchte. die probleme gehen tiefer als derartige momentaufnahmen...
Wer hat denn vom Eintracht Frankfurt Fussball der letzten 20 Jahre geredet?
Ich bin einfach mal rückblickend die Trainerstile der letzten 20 Jahre im Schnelllauf durchgegangen. underdog hatte das einfach nur übernommen, die Zahl hatte aber nix mit dem Interview zu tun.
Ansonsten zählst du halt gewisse High-Light-Moments auf, die aber vielleicht nicht repräsentativ für die gesamte Zeit sind. Ja.. es fehlen irgendwie die coolen Momente. Aber gewisse Konstellationen werden halt nicht mehr wiederkehren... und der Underdog (der Verein, nicht der User ), der selbst die eigenen Fans überrascht und entflammt, sind wir seit spätestens 2022 nicht mehr. Die Eintracht wollte sukzessive weg vom physischen Umschaltspiel und hin zu mehr Ballkontrolle und filigranem Spiel. Den Umbau konnte man schon ab dem Wegfall der Büffelherde und dem Zugang von Kamada und da Silva sehen. Sachen, die ein Hinti, ein Abraham, ein Ante, Kevin-Prince etc. gemacht haben wird man so nicht mehr sehen. Das ist ja nicht nur vom Trainer gewollt. Dino hat ne Zielvorgabe, und der bekommt halt die entsprechenden Werkzeuge an die Hand. Du kannst ja auch nem Koch nicht sagen "Mach mal ein richtig gutes Beef Wellington an Rotweinschalotten und Trüffelkroketten", gibst ihm die Zutatenliste in die Hand... und beschwerst dich dann später darüber, dass das alles kein Pep hat. Frühere Köche hatten richtig gute deftige Hausmannskost gemacht, die viel würziger waren: Chili con Carne, Pfefferschnitzel... so was halt.
Aber, um das nochmal festzuhalten: Ich bin ja auch nicht frei von Kritik gegenüber Dino und vor allem nicht gegenüber Teilen der Mannschaft. a) Mir zeigen mittlerweile zu viele auch erfahrene Spieler keine Leistung (Michy, Wahi) oder nur sehr schwankende Leistungen (Koch, Larsson, Theate). Woran liegt es? Bei den jungen Spielern ist das vielleicht noch eher verzeihbar (Collins, Bahoya), es hilft uns aber halt auch nicht weiter. Der Torwartwechsel hat in meinen Augen nix großartig gebracht, außer dass er für kurze Zeit Unruhe hereinbrachte und bei mir die Frage aufwirft, wie und wann genau man denn Santos wieder aufbauen bzw. einsetzen möchte. b) Doppelbelastungen hatten wir früher auch. Der Fußball war zudem besonders unter Kovac und Hütter noch sehr zweikampfbetont und erforderte viel Laufleistung... sprich: er war sehr anstrengend, von daher brachen wir auch gerne zum Saisonende ein. Nichtsdestotrotz haben wir eine hohe Verletzungsrate diese Saison. Und da lösen einzelne Verletzungen viel aus (Kristensen, Burkardt). Versagt hier die Belastungssteuerung? c) Wenn wir weiterhin dieses Klein-Klein-Aufbauspiel aus der Abwehr heraus machen, mit Querpässen ohne Ende, entwickle ich noch ein Magengeschwür.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Genau das ist Eintracht Frankfurt Fußball. Wer das nicht versteht, hat es nie gefühlt.
Unterstellst du mir gerade, dass ich unseren Fußball der vergangenen Jahre nicht ausreichend zu würdigen weiß? Ok, wenn du auf die persönlich Schiene abzielst, dann zielst du bei mir aber mal so was von vorbei!
Ansonsten haben deine Ausführungen nichts, aber auch gar nichts mit der komplexen Situation derzeit zu tun. Denn zu dem Zeitpunkt waren wir ein Underdog. Heute sind wir im oberen Drittel der Liga angekommen und das mit der jüngsten Truppe der Liga und spielen mal so nebenbei CL in einer Hammergruppe. Hinzu kommt, dass die Fluktuation noch immer sehr hoch ist. Was so viel bedeutet, dass uns regelmäßig Leistungsträger verlassen, welche durch neue ersetzt werden müssen. Darin liegt eben das Problem, dass selbige Eingewöhnungszeit benötigen und dies sicher nicht zu einem gefestigten Mannschaftsverbund beiträgt.
Das, was du oben anführst, ist aber ein geistiges Mannschaftsbild, welches sich über Jahre so gebildet hat. Abraham, Rode, Trapp, Rebic, Aigner usw. usf. waren alles Spieler, welche über einen längeren Zeitraum bei uns waren und somit das Mannschaftsbild hinlänglich geprägt haben. So konnte sich dann auch diese "Intensität" über Jahre hinweg entwickeln.
Bedingt durch die von mir bereits erwähnte Fluktuation wird selbige aber enorm erschwert und es ist eben Geduld gefragt. An dieser Stelle könnte ich dich jetzt dann auch fragen, warum du nicht bereit bist, diese aufzubringen?
Du beziehst dich auf das Hier und Jetzt, kritisierst dabei meine Frage, was mit dem Eintracht Frankfurt Fußball der letzten 20 Jahre genau gemeint ist, führst aber Spieler auf, welche genau in dieses Vicennium fallen, um deine Argumente zu stützen. Ja was denn nun?
Sorry, aber da frage ich mich dann ernsthaft, was du jetzt genau von mir willst.
Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Wer hat denn vom Eintracht Frankfurt Fussball der letzten 20 Jahre geredet? Hellmann redet generell vom Eintracht-Frankfurt-Fußball. Und wenn man den Vodcast gesehen hat, dann weiß man, dass die Erklärung mit geliefert wird. Stichwort "Intensität". Und Beispiele liefern Strasheim und Hellmann auch. Zum Beispiel eine Szene, als David Abraham an der Seitenlinie Sandro Wagner über die Klinge springen lässt.
Und wenn man sich diesem Vibe nicht aus Prinzip verweigert, dann fallen doch tausend Situationen ein, die für diesen Eintracht Frankfurt Fußball stehen. Sei es ein Stefan Aigner, der nach 18 Sekunden gegen die Bayern eine Gelbe Karte kassiert. Sei es ein Hasebe, der gegen Chelsea die Hammer-Grätsche raus holt. Sei es ein Abraham, der sich gegen Dortmund in der Relegations-Saison in der letzten Minute in den Schuss wirft, der sonst todessicher zum Ausgleich geführt hätte. Sei es ein Ante Rebic, der sich nix scheißt und als Ein-Mann-Büffelherde die Bayern-Abwehr überrennt. Sei es ein Kevin-Prince-Boateng, der mit einem einzigen Move zwei Gegenspieler zusammenknallen lässt, dass er wie Obelix und die Gegenspieler wie die Legionäre aus Kleinbonum aussehen. Sei es ein Seppl Rode, der wie Hulk Sporting Lissabon in der 2. Halbzeit alleine zerstört. Sei es ein Kevin Trapp, der mit einer Jahrhundert-Parade die Führung der Rangers in der letzten Minute der Verlängerung verhindert. Sei es ein Abraham, der dem Freiburg-Trainer nicht ausweicht und somit die Trainer-Schwalbe des Jahrtausends provoziert. Sei es ein Kostic, bei dem sich das ganze Stadion von den Sitzen erhebt, sobald er den Ball nur an der Außenlinie auf den linken Schlappen kriegt, weil jeder genau weiß, was gleich passiert. Sei es ein Christopher Lenz, der mit Eiern so dick wie Wassermelonen an den Elfmeterpunkt kommt, verwandelt und dann den Zeigefinger auf den Mund legt vor der Rangers Kurve.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Genau das ist Eintracht Frankfurt Fußball. Wer das nicht versteht, hat es nie gefühlt.
Als Kamada merkt, dass sein Pass noch nicht passt und er einfach nochmal auf dem Bein hopst um den Ball rüberlegen zu können. Wie Luka Jovic ein Tor quer in der Luft liegend mit der Hacke erzielt, ohne sich dabei was zu reißen. Wie David Abraham Sandro Wagner seine eigene Medizin schmecken lässt. Als Carlos Zambrano regelmäßig gegnerische Stürmer zur Weißglut gebracht hat und trotzdem nie für seine Aktion Rot gesehen hat.
Das „wo wir herkommen“ Argument von einigen hier verstehe ich am wenigsten. Wir sind halt nicht mehr da wo wir herkommen und ich möchte niemals wieder da hin.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren.
"Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren?
Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte.
Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott.
Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht.
Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel.
Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war.
Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus.
Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration.
Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Ein hervorragend ausgewogener und trefflich beschriebener Beitrag, dessen Abschlussfrage ich mich gerne anschließe. Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Meiner Wahrnehmung nach beinhaltetet dieser genauso viele up and downs wie derzeit unter Toppmöller auch. Einzig die Leidenschaft könnte man evtl. heranziehen, welche augenblicklich fehlt. Die Gründe weshalb dem so ist, sind m.E. aber ziemlich komplex. Aber vllt. kann ja der ein oder andere User hier Aufschluss darüber geben.
es mögen sich die stile geändert haben, aber von kovac bis glasner gab es ein sich durchziehendes element und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann". selbige geht uns unter toppmöller großflächig so sehr ab, dass hellman es nun (erneut) anspricht.
Von den Trainern wünsche ich mir halt, dass das was sie im Erfolg auszeichnet weiterlebt. Gerne das Spektakel von Schaaf, die Willensleistungen unter Kovac oder die taktische Weiterentwicklung unter Hütter. Ich brauch aber kein drittes Bein von Daum und auch nicht die wirren PKs vom Ende der Glasnerära. Toppmöller hat Spieler besser gemacht, aber nicht unser Spiel!
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren.
"Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren?
Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte.
Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott.
Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht.
Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel.
Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war.
Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus.
Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration.
Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Ein hervorragend ausgewogener und trefflich beschriebener Beitrag, dessen Abschlussfrage ich mich gerne anschließe. Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Meiner Wahrnehmung nach beinhaltetet dieser genauso viele up and downs wie derzeit unter Toppmöller auch. Einzig die Leidenschaft könnte man evtl. heranziehen, welche augenblicklich fehlt. Die Gründe weshalb dem so ist, sind m.E. aber ziemlich komplex. Aber vllt. kann ja der ein oder andere User hier Aufschluss darüber geben.
Wer hat denn vom Eintracht Frankfurt Fussball der letzten 20 Jahre geredet? Hellmann redet generell vom Eintracht-Frankfurt-Fußball. Und wenn man den Vodcast gesehen hat, dann weiß man, dass die Erklärung mit geliefert wird. Stichwort "Intensität". Und Beispiele liefern Strasheim und Hellmann auch. Zum Beispiel eine Szene, als David Abraham an der Seitenlinie Sandro Wagner über die Klinge springen lässt.
Und wenn man sich diesem Vibe nicht aus Prinzip verweigert, dann fallen doch tausend Situationen ein, die für diesen Eintracht Frankfurt Fußball stehen. Sei es ein Stefan Aigner, der nach 18 Sekunden gegen die Bayern eine Gelbe Karte kassiert. Sei es ein Hasebe, der gegen Chelsea die Hammer-Grätsche raus holt. Sei es ein Abraham, der sich gegen Dortmund in der Relegations-Saison in der letzten Minute in den Schuss wirft, der sonst todessicher zum Ausgleich geführt hätte. Sei es ein Ante Rebic, der sich nix scheißt und als Ein-Mann-Büffelherde die Bayern-Abwehr überrennt. Sei es ein Kevin-Prince-Boateng, der mit einem einzigen Move zwei Gegenspieler zusammenknallen lässt, dass er wie Obelix und die Gegenspieler wie die Legionäre aus Kleinbonum aussehen. Sei es ein Seppl Rode, der wie Hulk Sporting Lissabon in der 2. Halbzeit alleine zerstört. Sei es ein Kevin Trapp, der mit einer Jahrhundert-Parade die Führung der Rangers in der letzten Minute der Verlängerung verhindert. Sei es ein Abraham, der dem Freiburg-Trainer nicht ausweicht und somit die Trainer-Schwalbe des Jahrtausends provoziert. Sei es ein Kostic, bei dem sich das ganze Stadion von den Sitzen erhebt, sobald er den Ball nur an der Außenlinie auf den linken Schlappen kriegt, weil jeder genau weiß, was gleich passiert. Sei es ein Christopher Lenz, der mit Eiern so dick wie Wassermelonen an den Elfmeterpunkt kommt, verwandelt und dann den Zeigefinger auf den Mund legt vor der Rangers Kurve.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Genau das ist Eintracht Frankfurt Fußball. Wer das nicht versteht, hat es nie gefühlt.
letztlich ist es doch fast unabhängig von der geschichte der eintracht, was die leute aus den sitzen haut.
das ist in frankfurt das gleiche wie auf schalke oder in paris:
rasantes offensiv-/ umschaltspiel und nach hinten kernige zweikämpfe mit verve führen.
dann stehen die leute von ihren sitzen auf.
mit lahmarschig den ball hin und herschieben wird sich nirgendwo einer identifizieren können.
Natürlich, aber bei uns ist dieser Pfad halt zuletzt verlassen worden, weil man, wie andere und ich ja schon geschrieben haben, offensichtlich meint, mit den großen spielerisch mithalten zu können.
Hellmann bringt es sehr gut auf den Punkt bzw. die Punkte und @Brodo fasst das sehr gut zusammen.
Ich hoffe, dass den Worten Hellmanns auch Taten folgen und bin gespannt darauf.
letztlich ist es doch fast unabhängig von der geschichte der eintracht, was die leute aus den sitzen haut.
das ist in frankfurt das gleiche wie auf schalke oder in paris:
rasantes offensiv-/ umschaltspiel und nach hinten kernige zweikämpfe mit verve führen.
dann stehen die leute von ihren sitzen auf.
mit lahmarschig den ball hin und herschieben wird sich nirgendwo einer identifizieren können.
Natürlich, aber bei uns ist dieser Pfad halt zuletzt verlassen worden, weil man, wie andere und ich ja schon geschrieben haben, offensichtlich meint, mit den großen spielerisch mithalten zu können.
Hellmann bringt es sehr gut auf den Punkt bzw. die Punkte und @Brodo fasst das sehr gut zusammen.
Ich hoffe, dass den Worten Hellmanns auch Taten folgen und bin gespannt darauf.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung. ZB Kein OsulaTransfer gleich zu Beginn, Verletzungen (Uzun Jonny Kristensen Larsson zB) haarsträubende Fehler im Aufbau, keine Form der 13+ im Kader (Koch Theate gleichzeitig noch dazu) oder daraus fehlende Qualität für Rotationen.
Natürlich, aber bei uns ist dieser Pfad halt zuletzt verlassen worden, weil man, wie andere und ich ja schon geschrieben haben, offensichtlich meint, mit den großen spielerisch mithalten zu können.
Hellmann bringt es sehr gut auf den Punkt bzw. die Punkte und @Brodo fasst das sehr gut zusammen.
Ich hoffe, dass den Worten Hellmanns auch Taten folgen und bin gespannt darauf.
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung. ZB Kein OsulaTransfer gleich zu Beginn, Verletzungen (Uzun Jonny Kristensen Larsson zB) haarsträubende Fehler im Aufbau, keine Form der 13+ im Kader (Koch Theate gleichzeitig noch dazu) oder daraus fehlende Qualität für Rotationen.
Dem "Eintracht Fan" sicherlich (zumindest einer großen Zahl der gemeinen Fans), dem Finanzvorstand aus diversen Gründen vermutlich eher nicht so ...
Das sehe ich nicht so sehr anders, eher im Gegenteil. Das Handwerkszeug hatte er jedoch m. E. nicht "nicht" sondern "nur bedingt" zur Verfügung. Manche Spiele zeigten durchaus, dass das bedingt taugliche Handwerkszeug auch besser funktionieren hätte können, wenn der Geselle es zielgerichteter eingesetzt hätte. Ich finde schon, dass er sich hin und wieder vercoacht hat. ...
Die Frage ist halt, reicht dem Eintracht Fan dann ggf auch ne Saison auf Platz 9 und Halbfinale DFB Pokal ?
Dino steht in der Verantwortung, den EL Platz zu erreichen. Das wie ist ihm aktuell erstmal egal. Die Punkte zählen. Grad in der aktuellen Situation seit dem TW Wechsel und kurz davor. Denn das Handwerkszeug für optimale Ergebnisse hatte er eben auch nicht zur Verfügung. ZB Kein OsulaTransfer gleich zu Beginn, Verletzungen (Uzun Jonny Kristensen Larsson zB) haarsträubende Fehler im Aufbau, keine Form der 13+ im Kader (Koch Theate gleichzeitig noch dazu) oder daraus fehlende Qualität für Rotationen.
Dem "Eintracht Fan" sicherlich (zumindest einer großen Zahl der gemeinen Fans), dem Finanzvorstand aus diversen Gründen vermutlich eher nicht so ...
Das sehe ich nicht so sehr anders, eher im Gegenteil. Das Handwerkszeug hatte er jedoch m. E. nicht "nicht" sondern "nur bedingt" zur Verfügung. Manche Spiele zeigten durchaus, dass das bedingt taugliche Handwerkszeug auch besser funktionieren hätte können, wenn der Geselle es zielgerichteter eingesetzt hätte. Ich finde schon, dass er sich hin und wieder vercoacht hat. ...
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen. Auch seine Spieler machen ja Fehler. Mir fehlt bei Toppi auch was. Vor Allem Mut gegen eher tabellarisch schwache Gegner wie zuletzt Hamburg. Das stark reden und mahnen ist nicht so meins und ermöglicht unterbewusst auch ein Alibiverhalten von einigen Spielern.
Trotzdem muss man sehen, dass er die Truppe erreicht, sie seinen Matchplan umsetzen und auch überzeugen können, wenn alle Rahmenbedingungen auch passen. Ansonsten ist die Hinrunde punktetechnisch gut gelaufen, wenn man alles revue passieren lässt und mal ohne Emotion drüber nachdenkt, was alles von innerhalb der Mannschaft (Form) und auch auf dem Platz passiert ist. (Niederlagenflut auch durch CL)
Hellmann weiß auch das in den paar Tagen die Krösche und Toppmöller zur Verfügung haben nicht so viel verändert werden kann und ich glaube auch das das der Versuch war eine sanfte Dosis Kritik an Krösche und Toppmöller zu üben aber damit hat er keinem einen Gefallen getan.
Das wird von vielen als anzählen der sportlichen Führung gewertet, vor allem bei denen die Toppmöller und teils auch Krösche eh schon ausgezählt haben.
Klar hat Hellmann nicht unrecht aber heutzutage baut sich ja jeder seine eigene Wahrheit und da wird sein Interview deutlich mehr Druck (von außen!) aufbauen als zeitlich aktuell möglich ist zu korrigieren.
Ich glaube nicht das Hellmann wirklich ein Streichholz in das in Teilen schon lodernde Fass werfen wollte, aber er hat es ggf ungewollt getan.
Meine Wahrheit ist nämlich das Hellmann aufwecken und auch kritisieren wollte aber weit davon weg ist hier tatsächlich schon interne (größere) Unzufriedenheit wieder zu geben.
Bin nicht alt! *grummel*
Bin nicht alt! *grummel*
Dem "Eintracht Fan" sicherlich (zumindest einer großen Zahl der gemeinen Fans), dem Finanzvorstand aus diversen Gründen vermutlich eher nicht so ...
Das sehe ich nicht so sehr anders, eher im Gegenteil. Das Handwerkszeug hatte er jedoch m. E. nicht "nicht" sondern "nur bedingt" zur Verfügung. Manche Spiele zeigten durchaus, dass das bedingt taugliche Handwerkszeug auch besser funktionieren hätte können, wenn der Geselle es zielgerichteter eingesetzt hätte. Ich finde schon, dass er sich hin und wieder vercoacht hat. ...
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen. Auch seine Spieler machen ja Fehler. Mir fehlt bei Toppi auch was. Vor Allem Mut gegen eher tabellarisch schwache Gegner wie zuletzt Hamburg. Das stark reden und mahnen ist nicht so meins und ermöglicht unterbewusst auch ein Alibiverhalten von einigen Spielern.
Trotzdem muss man sehen, dass er die Truppe erreicht, sie seinen Matchplan umsetzen und auch überzeugen können, wenn alle Rahmenbedingungen auch passen. Ansonsten ist die Hinrunde punktetechnisch gut gelaufen, wenn man alles revue passieren lässt und mal ohne Emotion drüber nachdenkt, was alles von innerhalb der Mannschaft (Form) und auch auf dem Platz passiert ist. (Niederlagenflut auch durch CL)
"Geselle" ist für mich nicht negativ behaftet, daher: Nein, das ist nicht despektierlich gemeint.
Ein Meister seines Fachs mag er vielleicht in der Zukunft werden, wenn er fleißig dazu lernt.
Vercoachen kann man sich sicherlich in einigen Spielen. Auch seine Spieler machen ja Fehler. Mir fehlt bei Toppi auch was. Vor Allem Mut gegen eher tabellarisch schwache Gegner wie zuletzt Hamburg. Das stark reden und mahnen ist nicht so meins und ermöglicht unterbewusst auch ein Alibiverhalten von einigen Spielern.
Trotzdem muss man sehen, dass er die Truppe erreicht, sie seinen Matchplan umsetzen und auch überzeugen können, wenn alle Rahmenbedingungen auch passen. Ansonsten ist die Hinrunde punktetechnisch gut gelaufen, wenn man alles revue passieren lässt und mal ohne Emotion drüber nachdenkt, was alles von innerhalb der Mannschaft (Form) und auch auf dem Platz passiert ist. (Niederlagenflut auch durch CL)
"Geselle" ist für mich nicht negativ behaftet, daher: Nein, das ist nicht despektierlich gemeint.
Ein Meister seines Fachs mag er vielleicht in der Zukunft werden, wenn er fleißig dazu lernt.
"Geselle" ist für mich nicht negativ behaftet, daher: Nein, das ist nicht despektierlich gemeint.
Ein Meister seines Fachs mag er vielleicht in der Zukunft werden, wenn er fleißig dazu lernt.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren.
"Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren?
Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte.
Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott.
Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht.
Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel.
Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war.
Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus.
Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration.
Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
es mögen sich die stile geändert haben, aber von kovac bis glasner gab es ein sich durchziehendes element und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann". selbige geht uns unter toppmöller großflächig so sehr ab, dass hellman es nun (erneut) anspricht.
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten.
Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
Wir sind eben am Ende doch keinen Deut anders.
Wenn man aber nicht mehr das "wo wir herkommen"-Argument gelten lässt, wie soll man denn DEN Eintracht-Frankfurt-Fußball deklarieren? Da man ja somit sagt, dass Dino's Fußball nicht DER Eintracht-Frankurt-Fußball ist, den man gewohnt ist, orientiert man sich an der Vergangenheit... nur um Gegensprechern vorzuwerfen, dass sie sich an der Vergangenheit orientieren.
"Wir sind nicht mehr da wo wir herkommen", möchten aber wieder einen Fußball, wie man ihn von früher gewohnt ist?
Also Funkel-Fußball? Technisch limitiert, aber aus einem starken Defensiv-Verbund heraus mit Physis und Einsatzwille agieren?
Oder Skibbe-Fußball? Anfangs noch frischer Wind, dann mit "System Gekas" ab ins Verderben. In der Saison 19/20 ist mir damals aufgefallen, dass wir auch kurzfristig wieder einen auf einen Spieler orientierten Fußball spielten, den ich selber "System Kostic" nannte.
Oder Veh-Fußall? Der war anfangs sehr offensiv ausgerichtet, wurde dann aber immer defensiver... und bei seiner Rückkehr nur noch Schrott.
Schaaf-Fußball war hingegen vollkommen Kamikaze-offensiv. So hoch stehend gab es wohl nie wieder eine Eintracht-Abwehr... auch unter Dino nicht.
Kovac-Fußball war wieder eher defensiv und physisch, man hatte aber die richtigen Spieler für ein schnelles Umschaltspiel.
Unter Hütter bauten wir das Umschaltspiel weiter aus. Der Fußball wurde etwas kontrollierter und weniger physisch. Ein reines Ballkontroll-System haute nicht hin. Man muss aber sagen, dass der Stil sehr ausgewogen war.
Unter Glasner wurde m.M.n. das System "Ballkontrolle" weiter ausgebaut und auch die Spieler hierzu angepasst. Es war für mich so ein bissi ein Übergangsmomentum. Der Fußball war, was Tabellenplätze anging, auch nicht sonderlich erfolgreich (Platz 11 und Platz 7), irgendwie kam dabei aber einer der größten Titelgewinne aller Zeiten dabei raus.
Jetzt unter Dino spielen wir einen Fußball, der auch in meinen Augen mittlerweile zu kontroll-lastig ist. Viel Quergeschiebe, um Ballkontrolle (teils ohne großen Raumgewinn) herzustellen. Viele Experimente, um dann doch immer wieder gleiche Fehler zu machen. Dahingehend verstehe ich auch manche Frustration.
Aber mit dem Wunsch nach DEM Eintracht-Frankfurt-Fußball kann ich nix anfangen, wenn die Stile in den letzten 20 Jahren sich von Trainer zu Trainer geändert hatten.
Von den Trainern wünsche ich mir halt, dass das was sie im Erfolg auszeichnet weiterlebt. Gerne das Spektakel von Schaaf, die Willensleistungen unter Kovac oder die taktische Weiterentwicklung unter Hütter. Ich brauch aber kein drittes Bein von Daum und auch nicht die wirren PKs vom Ende der Glasnerära. Toppmöller hat Spieler besser gemacht, aber nicht unser Spiel!
es mögen sich die stile geändert haben, aber von kovac bis glasner gab es ein sich durchziehendes element und das war die von hellmann schon mal erwähnte "intensität" mit der man dann unschwer "ein stadion anzünden kann". selbige geht uns unter toppmöller großflächig so sehr ab, dass hellman es nun (erneut) anspricht.
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten.
Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
Wir sind eben am Ende doch keinen Deut anders.
das ziel war es aber, die obige dna beizubehalten und das mit nem gepflegterem fußball und mehr ballkontrolle zu kombinieren und sich dadurch weiterzuentwickeln. damit das von dir gennnte abschenken nach hinten raus aufgrund von kräfteverschleiß so nicht mehr passiert.
das hat aber so nicht geklappt, vielmehr haben wir diese dna komplett über bord gekippt zugunsten von sehr viel "hübschem" (wie oftmals brotlosem) muschi-fußball ohne intensität und behauptungswillen, weshalb wir nun regelmäßig komplett auseinanderfallen und die bude vollkriegen, was so in dem maße lange nicht mehr der fall war. vielleicht zu letzt unter veh...
von daher daumen hoch für hellmann, wenn er das moniert.
Ein 5:1 übrigens, was durch mehr Spielglück, als Verstand entstanden ist. Oder kannst du mir erklären, warum der reguläre Treffer von Gala zum 1:2 aberkannt wurde? Unter normalen Bedingungen nimmt das Spiel einen anderen Verlauf.
Wenn Argumente fehlen, wirds halt schnell mal persönlich. Aber passt scho...
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten.
Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
Wir sind eben am Ende doch keinen Deut anders.
das ziel war es aber, die obige dna beizubehalten und das mit nem gepflegterem fußball und mehr ballkontrolle zu kombinieren und sich dadurch weiterzuentwickeln. damit das von dir gennnte abschenken nach hinten raus aufgrund von kräfteverschleiß so nicht mehr passiert.
das hat aber so nicht geklappt, vielmehr haben wir diese dna komplett über bord gekippt zugunsten von sehr viel "hübschem" (wie oftmals brotlosem) muschi-fußball ohne intensität und behauptungswillen, weshalb wir nun regelmäßig komplett auseinanderfallen und die bude vollkriegen, was so in dem maße lange nicht mehr der fall war. vielleicht zu letzt unter veh...
von daher daumen hoch für hellmann, wenn er das moniert.
Und die Entwicklung "mehr mit dem Ball anzufangen" muss weitergehen, wenn sich die Eintracht weiter in den Top 6 festsetzen will. Nur mit reinem Umschaltspiel (a la Kovac damals) oder diesem Pressing und Boom-Boom-Fußball (unter Hütter, auch wenn er mit der Büffelherde damals geil war) gehen dir regelmäßig die Körner aus und man wird sich nicht da oben regelmäßig in der Tabelle festsetzen. Wir sind immer noch dabei die richtige Mischung (teils schnelles Umschalten und Ballkontrolle) zu finden. Doch da stockte es leider in den letzten Spielen wieder erheblich. Wir kommen leider wieder in den Modus wie in der Saison 23/24. Ja die Eintracht hatte mit Verletzungen, u.a. Uzun und Burkardt, zu kämpfen. Aber ich weiß nicht, ob es nur daran lag zuletzt.
Ich glaube du @Lattenknaller hattest es damals mal "Hochreck-Ballbesitzfußball" genannt. So funktioniert es natürlich auch nicht. Unser Spiel braucht wieder mehr Vertikalität und Kreativität im Spiel. Das Spiel ist zu zäh und zu berechnend.
Da liegst es vor allem an Dino und Team, dass das Spiel in der Rückrunde wieder besser wird...
Und ja, auch ich wünsche mir hier da mehr Intensität. Aber soviele Spieler haben wir da nicht: Kristensen, Theate.. Dann hört es bald schon auf. Koch, der als Kapitän auch ein Leader sein müsste, ist es diese Saison bislang überhaupt nicht. Insgesamt hat die Eintracht, meiner Meinung, zuviele Mitläufer in der Mannschaft...
Mir fehlt ganz klar im DM noch einer. Ein Sechser, der so gallig sein müsste wie ein Rode oder so ein Typus Boateng. Irgendwas fehlt mir da. Es ist noch zu wenig an Härte...
Aber vielleicht ist so ein Typ unter Krösche und Toppmöller gar nicht mehr richtig gewollt.
Und Jahr für Jahr hatten wir dann die Diskussionen, warum die zum Ende der Saison einbrechen und abschenken.
Nicht falsch verstehen, ich wünsche mir auch mehr Intensität, aber auch hier wird für mich wieder Vergangenheitsverklärung betrieben.
Wir hatten gute Spiele und gute Phasen, aber wenn ein 5:1 gegen Gala nicht mehr reicht um aus der Kurve mehr als den üblichen Singsang zu quetschen und danach der überwiegende Diskurs nur ist, wie schlecht Gala doch eigentlich ist und darüber Schadenfreude auszuschütten...
Aber wir werden eben wie der BvB oder weniger schmeichelhafte Vergleiche... lässt sich nicht aufhalten.
Selbst wenn es dann vlt. einem Lattenknaller oder Brodo passt, wird es dafür jeweils 10 andere geben, denen es nicht genug oder zu unerfolgreich oder zu uneffktiv oder nicht schön genug ist.
Wir sind eben am Ende doch keinen Deut anders.
Ein 5:1 übrigens, was durch mehr Spielglück, als Verstand entstanden ist. Oder kannst du mir erklären, warum der reguläre Treffer von Gala zum 1:2 aberkannt wurde? Unter normalen Bedingungen nimmt das Spiel einen anderen Verlauf.
Wenn Argumente fehlen, wirds halt schnell mal persönlich. Aber passt scho...
Ein hervorragend ausgewogener und trefflich beschriebener Beitrag, dessen Abschlussfrage ich mich gerne anschließe. Mich würde auch mal interessieren, was mit "Eintracht Frankfurt Fussball" der letzten 20 Jahre denn genau gemeint ist?
Meiner Wahrnehmung nach beinhaltetet dieser genauso viele up and downs wie derzeit unter Toppmöller auch. Einzig die Leidenschaft könnte man evtl. heranziehen, welche augenblicklich fehlt. Die Gründe weshalb dem so ist, sind m.E. aber ziemlich komplex. Aber vllt. kann ja der ein oder andere User hier Aufschluss darüber geben.
Wer hat denn vom Eintracht Frankfurt Fussball der letzten 20 Jahre geredet? Hellmann redet generell vom Eintracht-Frankfurt-Fußball. Und wenn man den Vodcast gesehen hat, dann weiß man, dass die Erklärung mit geliefert wird. Stichwort "Intensität". Und Beispiele liefern Strasheim und Hellmann auch. Zum Beispiel eine Szene, als David Abraham an der Seitenlinie Sandro Wagner über die Klinge springen lässt.
Und wenn man sich diesem Vibe nicht aus Prinzip verweigert, dann fallen doch tausend Situationen ein, die für diesen Eintracht Frankfurt Fußball stehen. Sei es ein Stefan Aigner, der nach 18 Sekunden gegen die Bayern eine Gelbe Karte kassiert. Sei es ein Hasebe, der gegen Chelsea die Hammer-Grätsche raus holt. Sei es ein Abraham, der sich gegen Dortmund in der Relegations-Saison in der letzten Minute in den Schuss wirft, der sonst todessicher zum Ausgleich geführt hätte. Sei es ein Ante Rebic, der sich nix scheißt und als Ein-Mann-Büffelherde die Bayern-Abwehr überrennt. Sei es ein Kevin-Prince-Boateng, der mit einem einzigen Move zwei Gegenspieler zusammenknallen lässt, dass er wie Obelix und die Gegenspieler wie die Legionäre aus Kleinbonum aussehen. Sei es ein Seppl Rode, der wie Hulk Sporting Lissabon in der 2. Halbzeit alleine zerstört. Sei es ein Kevin Trapp, der mit einer Jahrhundert-Parade die Führung der Rangers in der letzten Minute der Verlängerung verhindert. Sei es ein Abraham, der dem Freiburg-Trainer nicht ausweicht und somit die Trainer-Schwalbe des Jahrtausends provoziert. Sei es ein Kostic, bei dem sich das ganze Stadion von den Sitzen erhebt, sobald er den Ball nur an der Außenlinie auf den linken Schlappen kriegt, weil jeder genau weiß, was gleich passiert. Sei es ein Christopher Lenz, der mit Eiern so dick wie Wassermelonen an den Elfmeterpunkt kommt, verwandelt und dann den Zeigefinger auf den Mund legt vor der Rangers Kurve.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Genau das ist Eintracht Frankfurt Fußball. Wer das nicht versteht, hat es nie gefühlt.
Ich fühl' nix, kannst Du noch ein paar Erklärungen schreiben?
Meine Güte, was liegt sich das schön und wieviele Erinnerungen ...
ich spare mir hier einen fullquote deines postings: danke, hast du sehr schön zusmmengefasst.
genau diese art von intensität ist elementarer teil der eintracht-fußball-dna und sollte einer der grundpfeiler sein, auf dem unser "neuer" oder von mir aus "verbesserter" fußball aufbauen sollte.
es war hier nie ziel, sich in eine mentalitätsbefreite schönspielertruppe ohne behauptungswillen zu entwickeln, die bei auch nur einem hauch von gegnerdruck viel zu schnell in sich zusammenfällt wie ein kartenhaus, um gegentore förmlich bettelt und dann regelmäßig adäquat abgeschossen wird.
und ich für meinen teil verstehe jeden, der sich hieran stört und sich daraufhin auch nicht mit "tabellenplatz soundso" oder "soundsovielst beste offensive der liga" abspeisen lassen möchte. die probleme gehen tiefer als derartige momentaufnahmen...
Ich bin einfach mal rückblickend die Trainerstile der letzten 20 Jahre im Schnelllauf durchgegangen. underdog hatte das einfach nur übernommen, die Zahl hatte aber nix mit dem Interview zu tun.
Ansonsten zählst du halt gewisse High-Light-Moments auf, die aber vielleicht nicht repräsentativ für die gesamte Zeit sind. Ja.. es fehlen irgendwie die coolen Momente. Aber gewisse Konstellationen werden halt nicht mehr wiederkehren... und der Underdog (der Verein, nicht der User ), der selbst die eigenen Fans überrascht und entflammt, sind wir seit spätestens 2022 nicht mehr.
Die Eintracht wollte sukzessive weg vom physischen Umschaltspiel und hin zu mehr Ballkontrolle und filigranem Spiel. Den Umbau konnte man schon ab dem Wegfall der Büffelherde und dem Zugang von Kamada und da Silva sehen. Sachen, die ein Hinti, ein Abraham, ein Ante, Kevin-Prince etc. gemacht haben wird man so nicht mehr sehen. Das ist ja nicht nur vom Trainer gewollt. Dino hat ne Zielvorgabe, und der bekommt halt die entsprechenden Werkzeuge an die Hand. Du kannst ja auch nem Koch nicht sagen "Mach mal ein richtig gutes Beef Wellington an Rotweinschalotten und Trüffelkroketten", gibst ihm die Zutatenliste in die Hand... und beschwerst dich dann später darüber, dass das alles kein Pep hat. Frühere Köche hatten richtig gute deftige Hausmannskost gemacht, die viel würziger waren: Chili con Carne, Pfefferschnitzel... so was halt.
Aber, um das nochmal festzuhalten: Ich bin ja auch nicht frei von Kritik gegenüber Dino und vor allem nicht gegenüber Teilen der Mannschaft.
a) Mir zeigen mittlerweile zu viele auch erfahrene Spieler keine Leistung (Michy, Wahi) oder nur sehr schwankende Leistungen (Koch, Larsson, Theate). Woran liegt es? Bei den jungen Spielern ist das vielleicht noch eher verzeihbar (Collins, Bahoya), es hilft uns aber halt auch nicht weiter. Der Torwartwechsel hat in meinen Augen nix großartig gebracht, außer dass er für kurze Zeit Unruhe hereinbrachte und bei mir die Frage aufwirft, wie und wann genau man denn Santos wieder aufbauen bzw. einsetzen möchte.
b) Doppelbelastungen hatten wir früher auch. Der Fußball war zudem besonders unter Kovac und Hütter noch sehr zweikampfbetont und erforderte viel Laufleistung... sprich: er war sehr anstrengend, von daher brachen wir auch gerne zum Saisonende ein. Nichtsdestotrotz haben wir eine hohe Verletzungsrate diese Saison. Und da lösen einzelne Verletzungen viel aus (Kristensen, Burkardt). Versagt hier die Belastungssteuerung?
c) Wenn wir weiterhin dieses Klein-Klein-Aufbauspiel aus der Abwehr heraus machen, mit Querpässen ohne Ende, entwickle ich noch ein Magengeschwür.
Unterstellst du mir gerade, dass ich unseren Fußball der vergangenen Jahre nicht ausreichend zu würdigen weiß? Ok, wenn du auf die persönlich Schiene abzielst, dann zielst du bei mir aber mal so was von vorbei!
Ansonsten haben deine Ausführungen nichts, aber auch gar nichts mit der komplexen Situation derzeit zu tun. Denn zu dem Zeitpunkt waren wir ein Underdog. Heute sind wir im oberen Drittel der Liga angekommen und das mit der jüngsten Truppe der Liga und spielen mal so nebenbei CL in einer Hammergruppe. Hinzu kommt, dass die Fluktuation noch immer sehr hoch ist. Was so viel bedeutet, dass uns regelmäßig Leistungsträger verlassen, welche durch neue ersetzt werden müssen. Darin liegt eben das Problem, dass selbige Eingewöhnungszeit benötigen und dies sicher nicht zu einem gefestigten Mannschaftsverbund beiträgt.
Das, was du oben anführst, ist aber ein geistiges Mannschaftsbild, welches sich über Jahre so gebildet hat. Abraham, Rode, Trapp, Rebic, Aigner usw. usf. waren alles Spieler, welche über einen längeren Zeitraum bei uns waren und somit das Mannschaftsbild hinlänglich geprägt haben. So konnte sich dann auch diese "Intensität" über Jahre hinweg entwickeln.
Bedingt durch die von mir bereits erwähnte Fluktuation wird selbige aber enorm erschwert und es ist eben Geduld gefragt. An dieser Stelle könnte ich dich jetzt dann auch fragen, warum du nicht bereit bist, diese aufzubringen?
Du beziehst dich auf das Hier und Jetzt, kritisierst dabei meine Frage, was mit dem Eintracht Frankfurt Fußball der letzten 20 Jahre genau gemeint ist, führst aber Spieler auf, welche genau in dieses Vicennium fallen, um deine Argumente zu stützen. Ja was denn nun?
Sorry, aber da frage ich mich dann ernsthaft, was du jetzt genau von mir willst.
Wer hat denn vom Eintracht Frankfurt Fussball der letzten 20 Jahre geredet? Hellmann redet generell vom Eintracht-Frankfurt-Fußball. Und wenn man den Vodcast gesehen hat, dann weiß man, dass die Erklärung mit geliefert wird. Stichwort "Intensität". Und Beispiele liefern Strasheim und Hellmann auch. Zum Beispiel eine Szene, als David Abraham an der Seitenlinie Sandro Wagner über die Klinge springen lässt.
Und wenn man sich diesem Vibe nicht aus Prinzip verweigert, dann fallen doch tausend Situationen ein, die für diesen Eintracht Frankfurt Fußball stehen. Sei es ein Stefan Aigner, der nach 18 Sekunden gegen die Bayern eine Gelbe Karte kassiert. Sei es ein Hasebe, der gegen Chelsea die Hammer-Grätsche raus holt. Sei es ein Abraham, der sich gegen Dortmund in der Relegations-Saison in der letzten Minute in den Schuss wirft, der sonst todessicher zum Ausgleich geführt hätte. Sei es ein Ante Rebic, der sich nix scheißt und als Ein-Mann-Büffelherde die Bayern-Abwehr überrennt. Sei es ein Kevin-Prince-Boateng, der mit einem einzigen Move zwei Gegenspieler zusammenknallen lässt, dass er wie Obelix und die Gegenspieler wie die Legionäre aus Kleinbonum aussehen. Sei es ein Seppl Rode, der wie Hulk Sporting Lissabon in der 2. Halbzeit alleine zerstört. Sei es ein Kevin Trapp, der mit einer Jahrhundert-Parade die Führung der Rangers in der letzten Minute der Verlängerung verhindert. Sei es ein Abraham, der dem Freiburg-Trainer nicht ausweicht und somit die Trainer-Schwalbe des Jahrtausends provoziert. Sei es ein Kostic, bei dem sich das ganze Stadion von den Sitzen erhebt, sobald er den Ball nur an der Außenlinie auf den linken Schlappen kriegt, weil jeder genau weiß, was gleich passiert. Sei es ein Christopher Lenz, der mit Eiern so dick wie Wassermelonen an den Elfmeterpunkt kommt, verwandelt und dann den Zeigefinger auf den Mund legt vor der Rangers Kurve.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Genau das ist Eintracht Frankfurt Fußball. Wer das nicht versteht, hat es nie gefühlt.
Ich fühl' nix, kannst Du noch ein paar Erklärungen schreiben?
Meine Güte, was liegt sich das schön und wieviele Erinnerungen ...
Wie Luka Jovic ein Tor quer in der Luft liegend mit der Hacke erzielt, ohne sich dabei was zu reißen.
Wie David Abraham Sandro Wagner seine eigene Medizin schmecken lässt.
Als Carlos Zambrano regelmäßig gegnerische Stürmer zur Weißglut gebracht hat und trotzdem nie für seine Aktion Rot gesehen hat.