Wen(n) es interessiert, gerne eigene Erfahrungen/Berichte dazu. Anlass für meine Emotionen ist, ich wurde als Eventie betitelt weil ich diese Saison, trotz Dauerkarte in der NWK, gerade mal 5 Spiele bisher besucht habe und auch gegen SAP null bock habe hinzugehen. Eventie 😂😂😂
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Wen(n) es interessiert, gerne eigene Erfahrungen/Berichte dazu. Anlass für meine Emotionen ist, ich wurde als Eventie betitelt weil ich diese Saison, trotz Dauerkarte in der NWK, gerade mal 5 Spiele bisher besucht habe und auch gegen SAP null bock habe hinzugehen. Eventie 😂😂😂
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Ich erkenne mich auch in einigen Dingen wieder. Allerdings hänge ich wohl schon zu lange am Tropf unserer Diva, als das ich mich emotional so klar von ihr distanzieren könnte so wie von dir in deinem obigen Text beschrieben. Ich bin von Geburt an Eintrachtler und habe den Verein wohl in meiner DNA. Mich packt zwar auch des Öfteren die Wut und die Enttäuschung frisst sich immer wieder aufs neue in meine Seele, aber ich verfalle dann doch auch immer wieder dem Charme, den dieser einzigartige Verein einfach ausstrahlt. So oft wie mit der Eintracht bin ich mit niemandem sonst durch die Scheiße gegangen. Sowas verbindet wohl für immer und so schnell haut mich da auch nichts mehr um. Meine Prioritäten liegen zwar seit langer Zeit bei meiner Familie und das Leben hält auch sonst viele schöne andere Dinge für mich bereit. Die Eintracht aber wird immer ein Teil meines Lebens sein und auch bleiben. Für mich ist es schlicht unmöglich, mich emotional von ihr zu entkoppeln.
Um mal auf deinen Eingangspost zu antworten. Du kannst in diesem Text Eintracht und Frankfurt durch jeden x-beliebigen anderen Verein ersetzen, oder ihn ganz allgemein über Fußball so schreiben. Da wird dir jeder, der in deinem Alter ist oder älter und als Kind angefangen hat ins Stadion zu gehen zustimmen. Zum einen ist es halt die Veränderung ganz allgemein in Fußball und Gesellschaft und auch die Veränderung, die man als Mensch in 35-40 Jahren durch macht.
Du kannst diesen Text vermutlich auch ähnlich über andere Dinge aus deiner Vergangenheit schreiben wenn du noch anderes hattest, für das du dich begeistert hast. Bei mir war das ganz früher Skifahren in der Rhön auf der Wasserkuppe oder dem Kreuzberg, hin und wieder auch mal in Österreich, oder später dann intensives Kartfahren, wofür wir teils weite Strecken auf uns genommen haben um unterschiedliche Kartbahnen kennen zu lernen. Da wird es sicher noch mehr geben und wenn es bei andern vielleicht Tetris auf dem Gameboy spielen war.
Ich empfinde diese Veränderungen wie du sie bei Fußball und dir selber beschreibst als völlig normal. Warum aber jemand direkt im 4. Beitrag schreibt "Der Fußball von Dino hat mich zerstört" verstehe ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Diese Person scheint noch nicht viel Fußball von der Eintracht gesehen zu haben, wenn ihn DAS zerstört hat. Überhaupt haben die aktuelle Mannschaft und derTrainer und die Ergebnisse überhaupt nichts mit deinem Thema zu tun.
Habe interessiert Deinen Post gelesen und öfters mal genickt! Vor allem was Du zu VAR und den Auswirkungen dieser Kellerkinder schreibst, das geht mir auch so!
Mich selber nerven auch die Spiele in denen man nach kurzer Zeit erkennt, die können das ganze Wochenende spielen, das wird nix.
Das permanente bejubeln der Mannschaft, auch nach Niederlagen - bin ich hin- und hergerissen - einerseits zu dem schlechten Spiel noch einen Tritt in den A*sch, ich waas es net. Andererseits auch noch Schulterklopfen nach dem x-ten schlechten Spiel -??
Früher, ich habe meine Dk seit 2006 bin ich mit Begeisterung zum Bahnhof marschiert, hab mich in den Zug gesetzt und mich auf das Spiel gefreut. War mir egal ob es Novemberwetter oder Bullenhitze war - Hauptsache Heimspiel und ich kann dabei sein.
Heute bin ich auch ruhiger, gehe aber immer noch zu jedem Heimspiel und freue mich auf das Spiel. Auch wenn ich die Schnauze eingentlich voll habe, weil es in dieser Saison ein paar Spiele mehr gibt die nix taugen. Trotzdem sitz ich da und versuche all das zu verstehen, was sich da auf dem Platz tut. Und ich muss sagen das Ergebnis ist wichtig für den Rest des Wochenendes oder die ersten Tage der neuen Woche. (Soll mich keiner ansprechen nach einer blutleeren Niederlage!)
Fakt ist, dass ich als Ruheständler ruhiger geworden bin. Aber die Emotionen sind noch vorhanden (hört sich an wäre ich in was weiß ich für einer Therapie smile:!
Lassen sich auch nicht löschen! Insofern hat die SGE einiges mit meinem Leben zu tun! Aber das Du klar machst, dass es weitaus wichtigere Dinge im Leben gibt als Fußball - da gebe ich Dir zu 100% recht.
Vielleicht gar nicht schlecht, dass Du das Thema uffgemacht hast. Wäre wirklich interessant wie die anderen Adlerträger das sehen.
(Mach Dich am Samstach uffn Wech - wird glaub' ich jeder gebraucht - damit es bald widder besser wird!)
Könnte auch meine Biographie sein... sogar von der Zeitabfolge fast exakt Ich habe mich aber eher vom Fussball allgemein entkoppelt, von der Eintracht eigentlich nicht. Bin immer noch mit Leib und Seele dabei. Zwar auch nicht mehr jedes Heimspiel im Stadion (ca jedes zweite) aber das ist glaub ich der normale Lauf des Lebens (Familie usw) Ansonsten kann ich fast alles unterschreiben was du beschrieben hast!
Mein Leben hat sich erweitert. Habe einen besseren Job, bin auf Lehrgängen, bin verheiratet, bin Vater, wohne in Krefeld und fahre 2-3 Stunden nach Frankfurt und zurück…. Das muss gut überlegt und geplant sein.
Der Fußball von Dino hat mich zerstört, er hat mich ent-emotionalisiert. Andauernd das Gefühl zu haben, jetzt wird gepatzt, werden 3-4 Tore kassiert und verloren. Ich habe nichts dagegen, wenn wir verlieren, aber das wie ist entscheidend. Ich hoffe durch den neuen Trainer geht wieder ein Ruck durchs Stadion, durch die Mannschaft und es wird wieder ein Feuer entfacht, wie es zuletzt bei Adi Hütter gab.
Ich schaue noch jedes SGE Spiel und die Woche ist immer noch gelaufen nach einer Niederlage… das wird sich nie ändern, dafür liebe ich den Verein zu sehr. Aber um mein Feuer wieder zu entfachen, braucht es wieder Feuer in der Mannschaft.
Der Fußball von Dino hat mich zerstört, er hat mich ent-emotionalisiert. Andauernd das Gefühl zu haben, jetzt wird gepatzt, werden 3-4 Tore kassiert und verloren. Ich habe nichts dagegen, wenn wir verlieren, aber das wie ist entscheidend. Ich hoffe durch den neuen Trainer geht wieder ein Ruck durchs Stadion, durch die Mannschaft und es wird wieder ein Feuer entfacht, wie es zuletzt bei Adi Hütter gab.
Ich schaue noch jedes SGE Spiel und die Woche ist immer noch gelaufen nach einer Niederlage… das wird sich nie ändern, dafür liebe ich den Verein zu sehr. Aber um mein Feuer wieder zu entfachen, braucht es wieder Feuer in der Mannschaft.
Wen(n) es interessiert, gerne eigene Erfahrungen/Berichte dazu. Anlass für meine Emotionen ist, ich wurde als Eventie betitelt weil ich diese Saison, trotz Dauerkarte in der NWK, gerade mal 5 Spiele bisher besucht habe und auch gegen SAP null bock habe hinzugehen. Eventie 😂😂😂
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Wen(n) es interessiert, gerne eigene Erfahrungen/Berichte dazu. Anlass für meine Emotionen ist, ich wurde als Eventie betitelt weil ich diese Saison, trotz Dauerkarte in der NWK, gerade mal 5 Spiele bisher besucht habe und auch gegen SAP null bock habe hinzugehen. Eventie 😂😂😂
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Ich erkenne mich auch in einigen Dingen wieder. Allerdings hänge ich wohl schon zu lange am Tropf unserer Diva, als das ich mich emotional so klar von ihr distanzieren könnte so wie von dir in deinem obigen Text beschrieben. Ich bin von Geburt an Eintrachtler und habe den Verein wohl in meiner DNA. Mich packt zwar auch des Öfteren die Wut und die Enttäuschung frisst sich immer wieder aufs neue in meine Seele, aber ich verfalle dann doch auch immer wieder dem Charme, den dieser einzigartige Verein einfach ausstrahlt. So oft wie mit der Eintracht bin ich mit niemandem sonst durch die Scheiße gegangen. Sowas verbindet wohl für immer und so schnell haut mich da auch nichts mehr um. Meine Prioritäten liegen zwar seit langer Zeit bei meiner Familie und das Leben hält auch sonst viele schöne andere Dinge für mich bereit. Die Eintracht aber wird immer ein Teil meines Lebens sein und auch bleiben. Für mich ist es schlicht unmöglich, mich emotional von ihr zu entkoppeln.
Ent-emotionalisiert hat mich die Eintracht nicht. Aber die positiven Emotionen sind bei mir in den letzten Jahren immer weiter gewichen. Das liegt einerseits an der Eintracht selbst, andererseits am Fußball.
Viele haben hier den VAR angeführt, ich will das gern ausweiten auf das Schiedsrichterwesen ganz grundsätzlich ausweiten. Meinem subjektivem Empfinden nach und nur nach diesem, werden die Schiris Jahr für Jahr schlechter. Hanebüchene Entscheidungen, sinnfreie Regelungen, noch weniger nachvollziehbare Entscheidungen. So macht mir der Fußball allgemein keinen Spaß. Dazu sowas wie irgendwelche Supercups in Saudi-Arabien, eine WM mit weiß Gott wie vielen Teilnehmern, Präsidenten bekommen absurde Preise überreicht. Das ist alles...aber es geht ja um die Eintracht.
Ich bin seit ich denken kann Eintracht Fan und das bleibe ich auch, wie wohl jeder von uns. Mein Vadder hat mich damals mit in den Wald genommen mit meinem Opa, ich habe nie in Frage gestellt Eintracht Fan zu sein, vielleicht den Verein zu wechseln, auch nicht als Kind. Die Eintracht stand auch immer für etwas. Wir waren immer, aus meiner Sicht besonders. Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. Seit der Erfolg eingekehrt ist, ist das mE nach und nach verwässert. Umso mehr wie bei den Großen mitspielten umso cleaner wurde die Eintracht und wird sie auch. Ich bin an dem Punkt, dass ich nicht mehr weiß wofür dieser Verein wirklich steht. Welche Werte er denn wirklich vertritt und welchen Werten er treu bleiben würde, und dem monetären Erfolg dagegen den Rücken kehrte. Mit Peter Fischer hatten wir jemanden ganz vorn, der Lautsprecher, der sicher streitbar war, aber der Eintracht Frankfurt, so wie ich sie kenne, gelebt hat. Man spricht ja oft von SGE-DNA, ob sportlich oder generell. Was ist das? Also ich weiß das nicht mehr.
Vieles, was gerade im nichtsportlichen Bereich passiert ist, finde ich nicht positiv. Natürlich will maximalen Erfolg, er Pokalsieg gegen die Bayern, das Märchen in Sevilla. Unvergesslich. Will ich das eintauschen gegen die alte Eintracht? Wahrscheinlich nicht und da bin ich ein Widerspruch in persona und doch hat dieser Erfolg über Jahre auch viel an Identifikation, an Gefühl gekostet. Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc. Für mich wird er dadurch nur unattraktiver. Aber mei, für einen skyeagle warten 10 andere hinter mir, die es abfeiern.
Es ist halt wie es ist. Und das spiegelt ein wenig meine emotionale Lage wider. Ich zucke mit den Schultern und bin im Zweifel sauer und frustriert über die sportliche Leistung der Mannschaft, schau das Spiel am Wochenende halt trotzdem um mich danach wieder zu ärgern. Viel Positives war da nicht in den letzten 2-3 Jahren. Aber einmal Adler, immer Adler. Komme was wolle.
Sehr schön, der Austausch gefällt mir und ist m.E. auch wichtig...mal "ebbes loswerden" 🤓
Sehr schön, weiter 👍🏻
Ist bei mir aktuell, wie ich schrieb..."kein Ding auf Dauer", musste aber mal raus.
Ich vergaß zu erwähnen, komme aus dem Untertaunus, da ist es schon ein richtiger Tagestrip der um 11 Uhr losgeht und um 20 Uhr endet, ausgehend von einem Spiel am Samstag Nachmittag.
[…] Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. […] Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc.
Guter Beitrag, bei dem ich fast alles unterschreiben kann. Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings schon, schließlich ist das Leben von Werten keine Einbahnstraße. Da hätte es hier für dich und deine Kollegen im November 24 die Möglichkeit gegeben, Farbe zu bekennen, aber das nur am Rande.
Letztens hat Axel Hellboy mit stolzer Brust davon gesprochen, die Effag und die Deutsche Bank würden die gleichen Wert teilen. Er kann diesbezüglich eigentlich nur die Werte Geld und Reichtum meinen. In diesem Sinne hoffe ich, dass das nächste TL im US-Faschismus ein voller Erfolg wird. So im Rahmen der WM und kurz vor den letzten, möglicherweise nicht mehr ganz so freien Wahlen wird das sicher ein Moment von Glanz und Gloria.
Ich war noch nie so selten wie diese Saison im Stadion. Das fing aber auch schon in der Saison davor an. Ich stelle unsere DK Tickets in die Börse, gucke zuhause. Ich habe früher kein Heimspiel im Wald verpasst, war auch öfter auswärts dabei. Die Atmosphäre im Stadion ist nicht mehr, was es mal war. Die Lala Lieder, die anderen Leute. Keine Ahnung, es nimmt mich nicht mehr mit. Auswärts macht auch schon seit spätestens dem letzten Pokalfinale keine Spass mehr.
Alle so Yeah, Champions League! Ich habe mich über Platz 3 gefreut, leider kam damit auch die CL. Und das ist nicht der Wettbewerb, wo ich unsere Eintracht sehe.
Die vielen Spieler, die kommen und gehen. Die Art und Weise, wie Fans sofort auf die Millionen gucken, wenn einer gut performt, ah, der wird der nächste Megatransfer. Irgendwann hängt MK das Preisschild dran . Nervt.
Morgen gehe ich ins Stadion und merkwürdigerweise freue ich mich drauf. Weil ich irgendwie hoffe, ein bisschen Gefühl von „früher“ zu bekommen. Und sei es, dass ich dann ernüchtert nachhause fahre.
kann mich da auch in vielen Punkten anschließen.War auch Anfang der 90er als ich erstmals auf der guten alten Gegentribüne saß und die Eintracht live verfolgt habe. Stadionumbau, Festtagsspiele
Dresden zuhause mit zick Dredener die eigentlich gar nicht da sein sollten und es wird "wir fahren nach Berlin" skandiert. Die dann den gesperrten Gästeblock mit "die Mauer muss weg," öffnen.
Ich finde auch der derzeitige Support ist grottenschlecht und schon lange kein Eintracht Support mehr.
Manchnal denk ichdie könnten auch la le lu... singen, hätte den selben Effekt. Hier hat sich die neue Generation Kurve wirklich bisher fast nie mit Ruhm bekleckert.
Habe mittlerweile keine Dauerkarte mehr, verfolge aber nach wie vor jedes Spiel. Aber so wie auf manche (Durchsnitts-Möchtegern) Stars geschimpft wird so sollte man auch auf die Kurve schimpfen. Hauptsache irgendwelche lalala die kaum wer mitsingt. Ganz wenig situativer Support.
Das hat mich schon auch aud Distanz gebracht, man hat das Gefühl da stehen 55.000 Frankfurter und 52000 interessiert es gar nicht wer da spielt oder wie es steht
Ent-emotionalisiert hat mich die Eintracht nicht. Aber die positiven Emotionen sind bei mir in den letzten Jahren immer weiter gewichen. Das liegt einerseits an der Eintracht selbst, andererseits am Fußball.
Viele haben hier den VAR angeführt, ich will das gern ausweiten auf das Schiedsrichterwesen ganz grundsätzlich ausweiten. Meinem subjektivem Empfinden nach und nur nach diesem, werden die Schiris Jahr für Jahr schlechter. Hanebüchene Entscheidungen, sinnfreie Regelungen, noch weniger nachvollziehbare Entscheidungen. So macht mir der Fußball allgemein keinen Spaß. Dazu sowas wie irgendwelche Supercups in Saudi-Arabien, eine WM mit weiß Gott wie vielen Teilnehmern, Präsidenten bekommen absurde Preise überreicht. Das ist alles...aber es geht ja um die Eintracht.
Ich bin seit ich denken kann Eintracht Fan und das bleibe ich auch, wie wohl jeder von uns. Mein Vadder hat mich damals mit in den Wald genommen mit meinem Opa, ich habe nie in Frage gestellt Eintracht Fan zu sein, vielleicht den Verein zu wechseln, auch nicht als Kind. Die Eintracht stand auch immer für etwas. Wir waren immer, aus meiner Sicht besonders. Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. Seit der Erfolg eingekehrt ist, ist das mE nach und nach verwässert. Umso mehr wie bei den Großen mitspielten umso cleaner wurde die Eintracht und wird sie auch. Ich bin an dem Punkt, dass ich nicht mehr weiß wofür dieser Verein wirklich steht. Welche Werte er denn wirklich vertritt und welchen Werten er treu bleiben würde, und dem monetären Erfolg dagegen den Rücken kehrte. Mit Peter Fischer hatten wir jemanden ganz vorn, der Lautsprecher, der sicher streitbar war, aber der Eintracht Frankfurt, so wie ich sie kenne, gelebt hat. Man spricht ja oft von SGE-DNA, ob sportlich oder generell. Was ist das? Also ich weiß das nicht mehr.
Vieles, was gerade im nichtsportlichen Bereich passiert ist, finde ich nicht positiv. Natürlich will maximalen Erfolg, er Pokalsieg gegen die Bayern, das Märchen in Sevilla. Unvergesslich. Will ich das eintauschen gegen die alte Eintracht? Wahrscheinlich nicht und da bin ich ein Widerspruch in persona und doch hat dieser Erfolg über Jahre auch viel an Identifikation, an Gefühl gekostet. Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc. Für mich wird er dadurch nur unattraktiver. Aber mei, für einen skyeagle warten 10 andere hinter mir, die es abfeiern.
Es ist halt wie es ist. Und das spiegelt ein wenig meine emotionale Lage wider. Ich zucke mit den Schultern und bin im Zweifel sauer und frustriert über die sportliche Leistung der Mannschaft, schau das Spiel am Wochenende halt trotzdem um mich danach wieder zu ärgern. Viel Positives war da nicht in den letzten 2-3 Jahren. Aber einmal Adler, immer Adler. Komme was wolle.
Sehr schön, der Austausch gefällt mir und ist m.E. auch wichtig...mal "ebbes loswerden" 🤓
Sehr schön, weiter 👍🏻
Ist bei mir aktuell, wie ich schrieb..."kein Ding auf Dauer", musste aber mal raus.
Ich vergaß zu erwähnen, komme aus dem Untertaunus, da ist es schon ein richtiger Tagestrip der um 11 Uhr losgeht und um 20 Uhr endet, ausgehend von einem Spiel am Samstag Nachmittag.
Ich war noch nie so selten wie diese Saison im Stadion. Das fing aber auch schon in der Saison davor an. Ich stelle unsere DK Tickets in die Börse, gucke zuhause. Ich habe früher kein Heimspiel im Wald verpasst, war auch öfter auswärts dabei. Die Atmosphäre im Stadion ist nicht mehr, was es mal war. Die Lala Lieder, die anderen Leute. Keine Ahnung, es nimmt mich nicht mehr mit. Auswärts macht auch schon seit spätestens dem letzten Pokalfinale keine Spass mehr.
Alle so Yeah, Champions League! Ich habe mich über Platz 3 gefreut, leider kam damit auch die CL. Und das ist nicht der Wettbewerb, wo ich unsere Eintracht sehe.
Die vielen Spieler, die kommen und gehen. Die Art und Weise, wie Fans sofort auf die Millionen gucken, wenn einer gut performt, ah, der wird der nächste Megatransfer. Irgendwann hängt MK das Preisschild dran . Nervt.
Morgen gehe ich ins Stadion und merkwürdigerweise freue ich mich drauf. Weil ich irgendwie hoffe, ein bisschen Gefühl von „früher“ zu bekommen. Und sei es, dass ich dann ernüchtert nachhause fahre.
kann mich da auch in vielen Punkten anschließen.War auch Anfang der 90er als ich erstmals auf der guten alten Gegentribüne saß und die Eintracht live verfolgt habe. Stadionumbau, Festtagsspiele
Dresden zuhause mit zick Dredener die eigentlich gar nicht da sein sollten und es wird "wir fahren nach Berlin" skandiert. Die dann den gesperrten Gästeblock mit "die Mauer muss weg," öffnen.
Ich finde auch der derzeitige Support ist grottenschlecht und schon lange kein Eintracht Support mehr.
Manchnal denk ichdie könnten auch la le lu... singen, hätte den selben Effekt. Hier hat sich die neue Generation Kurve wirklich bisher fast nie mit Ruhm bekleckert.
Habe mittlerweile keine Dauerkarte mehr, verfolge aber nach wie vor jedes Spiel. Aber so wie auf manche (Durchsnitts-Möchtegern) Stars geschimpft wird so sollte man auch auf die Kurve schimpfen. Hauptsache irgendwelche lalala die kaum wer mitsingt. Ganz wenig situativer Support.
Das hat mich schon auch aud Distanz gebracht, man hat das Gefühl da stehen 55.000 Frankfurter und 52000 interessiert es gar nicht wer da spielt oder wie es steht
Interessanter Thread Ich bin seit Mitte der 70er Jahre dabei und das wird sich nicht mehr ändern, einmal Eintracht, immer Eintracht. Die Kritik am Fussball insgesamt, was bspw Kommerz anbelangt, kann ich nachvollziehen, was mich aber an der Leidenschaft für meinen Verein nicht abhält. Durststrecken und Höhen und Tiefen alles mitgemacht, insofern, muss ich über die Kritik am" nicht schönen der letzten 2 bis 3 Jahre" eher schmunzeln
Mein Leben hat sich erweitert. Habe einen besseren Job, bin auf Lehrgängen, bin verheiratet, bin Vater, wohne in Krefeld und fahre 2-3 Stunden nach Frankfurt und zurück…. Das muss gut überlegt und geplant sein.
Der Fußball von Dino hat mich zerstört, er hat mich ent-emotionalisiert. Andauernd das Gefühl zu haben, jetzt wird gepatzt, werden 3-4 Tore kassiert und verloren. Ich habe nichts dagegen, wenn wir verlieren, aber das wie ist entscheidend. Ich hoffe durch den neuen Trainer geht wieder ein Ruck durchs Stadion, durch die Mannschaft und es wird wieder ein Feuer entfacht, wie es zuletzt bei Adi Hütter gab.
Ich schaue noch jedes SGE Spiel und die Woche ist immer noch gelaufen nach einer Niederlage… das wird sich nie ändern, dafür liebe ich den Verein zu sehr. Aber um mein Feuer wieder zu entfachen, braucht es wieder Feuer in der Mannschaft.
Der Fußball von Dino hat mich zerstört, er hat mich ent-emotionalisiert. Andauernd das Gefühl zu haben, jetzt wird gepatzt, werden 3-4 Tore kassiert und verloren. Ich habe nichts dagegen, wenn wir verlieren, aber das wie ist entscheidend. Ich hoffe durch den neuen Trainer geht wieder ein Ruck durchs Stadion, durch die Mannschaft und es wird wieder ein Feuer entfacht, wie es zuletzt bei Adi Hütter gab.
Ich schaue noch jedes SGE Spiel und die Woche ist immer noch gelaufen nach einer Niederlage… das wird sich nie ändern, dafür liebe ich den Verein zu sehr. Aber um mein Feuer wieder zu entfachen, braucht es wieder Feuer in der Mannschaft.
Mich ent-emotionalisiert vor allem, dass viele Fans sich vom Sportlichen auf dem Platz abgekoppelt haben, siehe Support, da stimme ich zu, aber das betrifft generell den fehlenden Bezug zum Spiel, da geht es nicht nur ums Pfeifen bei schlechten Leistungen, das ist mir zu einseitig. Da wird ja auch bei begeisterndem Fussball nur Singsang gemacht. Rein sportlich, rein leistungstechnisch gibt es eben Höhen und Tiefen. Ich sehe gerade keine besondere Tiefe, außer man malt sich den grauenhaften Fussball mit halb vollem Stadion vor 20 Jahren schön.
Generell sehe ich trotz VAR und Co. auch keinen emotionalen Einbruch beim Fussball, weder hier noch sonst wo. Wer erinnert sich an den Corona-Thread hier im UE, als viele meinten, dass nie wieder so viele Fans wie früher reinkommen werden und das alles einen Bruch erzeugt? Mitte 2022 waren die Stadien voller denn je.
Bei uns in Frankfurt ist es einfach eine gewisse Ermüdung nach einigen sehr erfolgreichen Jahren. EL-Sieg und Pokalsieg kannst Du gar nicht mehr toppen. Du kannst es höchstens wiederholen. CL? Haben wir jetzt auch schon 2 Mal. Ich glaube einfach, dass das eine erwartbare Delle ist nach einer hart durchgefeierten Nacht. Da sind wir nicht die ersten und auch nicht die letzten.
Ja, ein spannender Thread. Ich bin seit dem denkwürdigen 4:3 gegen den VFB, also seit den frühen 70ern dabei gewesen.
Schon seit Mitte der 10er Jahre dieses Jahrhunderts habe ich zunehmend die Lust am Turbokapitalismus, an Infantino, an WM in Katar, an Durchlauferhitzer und Plastikvereinen verloren. Nach dem Tod meiner Frau Anfang 2017 war ich kaum noch im Stadion, habe meine DK abgegeben, verfolge aber die Eintracht natürlich noch mit voller Emotionalität.
Das ändert aber nichts daran, dass ich mit der Art und Weise, wie sich der "moderne" Fußball präsentiert, rein gar nichts mehr anfangen kann. Da bin ich bei meiner Generation aber nun wirklich nicht alleine. Wie viele großartige Eintracht Fans haben sich zurückgezogen? Alleine hier im Forum sind es Legenden, wie der Lt. Commander, Miep, Kid Klappergass ,Heinz Gründel, der sich auch schon weit vor seinem Tod verabschiedet hatte und so viele Andere.
Während ich also mit der rein profitorientierten AG meine Probleme habe, bin und werde ich immer dem e.V. intensiv verbunden bleiben. Ich bin seit (ich glaube) 75 oder 76 Mitglied und meine Liebe zu dem bedeutendsten Verein unserer schönen Stadt wird immer bestehen, die AG hingegen sehe ich -auch wenn ich immer noch mit fieber- von Jahr zu Jahr distanzierter.
Wäre es zeitgleich, würde ich am Samstag das Spiel der Handballer gegen Frankreich dem Spiel der Eintracht gegen Hoppenheim bevorzugen.
Mich ent-emotionalisiert vor allem, dass viele Fans sich vom Sportlichen auf dem Platz abgekoppelt haben, siehe Support, da stimme ich zu, aber das betrifft generell den fehlenden Bezug zum Spiel, da geht es nicht nur ums Pfeifen bei schlechten Leistungen, das ist mir zu einseitig. Da wird ja auch bei begeisterndem Fussball nur Singsang gemacht. Rein sportlich, rein leistungstechnisch gibt es eben Höhen und Tiefen. Ich sehe gerade keine besondere Tiefe, außer man malt sich den grauenhaften Fussball mit halb vollem Stadion vor 20 Jahren schön.
Generell sehe ich trotz VAR und Co. auch keinen emotionalen Einbruch beim Fussball, weder hier noch sonst wo. Wer erinnert sich an den Corona-Thread hier im UE, als viele meinten, dass nie wieder so viele Fans wie früher reinkommen werden und das alles einen Bruch erzeugt? Mitte 2022 waren die Stadien voller denn je.
Bei uns in Frankfurt ist es einfach eine gewisse Ermüdung nach einigen sehr erfolgreichen Jahren. EL-Sieg und Pokalsieg kannst Du gar nicht mehr toppen. Du kannst es höchstens wiederholen. CL? Haben wir jetzt auch schon 2 Mal. Ich glaube einfach, dass das eine erwartbare Delle ist nach einer hart durchgefeierten Nacht. Da sind wir nicht die ersten und auch nicht die letzten.
Ja, ein spannender Thread. Ich bin seit dem denkwürdigen 4:3 gegen den VFB, also seit den frühen 70ern dabei gewesen.
Schon seit Mitte der 10er Jahre dieses Jahrhunderts habe ich zunehmend die Lust am Turbokapitalismus, an Infantino, an WM in Katar, an Durchlauferhitzer und Plastikvereinen verloren. Nach dem Tod meiner Frau Anfang 2017 war ich kaum noch im Stadion, habe meine DK abgegeben, verfolge aber die Eintracht natürlich noch mit voller Emotionalität.
Das ändert aber nichts daran, dass ich mit der Art und Weise, wie sich der "moderne" Fußball präsentiert, rein gar nichts mehr anfangen kann. Da bin ich bei meiner Generation aber nun wirklich nicht alleine. Wie viele großartige Eintracht Fans haben sich zurückgezogen? Alleine hier im Forum sind es Legenden, wie der Lt. Commander, Miep, Kid Klappergass ,Heinz Gründel, der sich auch schon weit vor seinem Tod verabschiedet hatte und so viele Andere.
Während ich also mit der rein profitorientierten AG meine Probleme habe, bin und werde ich immer dem e.V. intensiv verbunden bleiben. Ich bin seit (ich glaube) 75 oder 76 Mitglied und meine Liebe zu dem bedeutendsten Verein unserer schönen Stadt wird immer bestehen, die AG hingegen sehe ich -auch wenn ich immer noch mit fieber- von Jahr zu Jahr distanzierter.
Wäre es zeitgleich, würde ich am Samstag das Spiel der Handballer gegen Frankreich dem Spiel der Eintracht gegen Hoppenheim bevorzugen.
Obwohl ich eigentlich zum Thread noch mehr beitragen möchte, will ich zunächst einfach mal Uli, Coco, dem lieben Heinz und all den anderen ganz liebe Grüße überbringen. Ihr seid Eintracht und für immer in meinem Herzen. Danke!
Ent-emotionalisiert hat mich die Eintracht nicht. Aber die positiven Emotionen sind bei mir in den letzten Jahren immer weiter gewichen. Das liegt einerseits an der Eintracht selbst, andererseits am Fußball.
Viele haben hier den VAR angeführt, ich will das gern ausweiten auf das Schiedsrichterwesen ganz grundsätzlich ausweiten. Meinem subjektivem Empfinden nach und nur nach diesem, werden die Schiris Jahr für Jahr schlechter. Hanebüchene Entscheidungen, sinnfreie Regelungen, noch weniger nachvollziehbare Entscheidungen. So macht mir der Fußball allgemein keinen Spaß. Dazu sowas wie irgendwelche Supercups in Saudi-Arabien, eine WM mit weiß Gott wie vielen Teilnehmern, Präsidenten bekommen absurde Preise überreicht. Das ist alles...aber es geht ja um die Eintracht.
Ich bin seit ich denken kann Eintracht Fan und das bleibe ich auch, wie wohl jeder von uns. Mein Vadder hat mich damals mit in den Wald genommen mit meinem Opa, ich habe nie in Frage gestellt Eintracht Fan zu sein, vielleicht den Verein zu wechseln, auch nicht als Kind. Die Eintracht stand auch immer für etwas. Wir waren immer, aus meiner Sicht besonders. Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. Seit der Erfolg eingekehrt ist, ist das mE nach und nach verwässert. Umso mehr wie bei den Großen mitspielten umso cleaner wurde die Eintracht und wird sie auch. Ich bin an dem Punkt, dass ich nicht mehr weiß wofür dieser Verein wirklich steht. Welche Werte er denn wirklich vertritt und welchen Werten er treu bleiben würde, und dem monetären Erfolg dagegen den Rücken kehrte. Mit Peter Fischer hatten wir jemanden ganz vorn, der Lautsprecher, der sicher streitbar war, aber der Eintracht Frankfurt, so wie ich sie kenne, gelebt hat. Man spricht ja oft von SGE-DNA, ob sportlich oder generell. Was ist das? Also ich weiß das nicht mehr.
Vieles, was gerade im nichtsportlichen Bereich passiert ist, finde ich nicht positiv. Natürlich will maximalen Erfolg, er Pokalsieg gegen die Bayern, das Märchen in Sevilla. Unvergesslich. Will ich das eintauschen gegen die alte Eintracht? Wahrscheinlich nicht und da bin ich ein Widerspruch in persona und doch hat dieser Erfolg über Jahre auch viel an Identifikation, an Gefühl gekostet. Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc. Für mich wird er dadurch nur unattraktiver. Aber mei, für einen skyeagle warten 10 andere hinter mir, die es abfeiern.
Es ist halt wie es ist. Und das spiegelt ein wenig meine emotionale Lage wider. Ich zucke mit den Schultern und bin im Zweifel sauer und frustriert über die sportliche Leistung der Mannschaft, schau das Spiel am Wochenende halt trotzdem um mich danach wieder zu ärgern. Viel Positives war da nicht in den letzten 2-3 Jahren. Aber einmal Adler, immer Adler. Komme was wolle.
[…] Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. […] Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc.
Guter Beitrag, bei dem ich fast alles unterschreiben kann. Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings schon, schließlich ist das Leben von Werten keine Einbahnstraße. Da hätte es hier für dich und deine Kollegen im November 24 die Möglichkeit gegeben, Farbe zu bekennen, aber das nur am Rande.
Letztens hat Axel Hellboy mit stolzer Brust davon gesprochen, die Effag und die Deutsche Bank würden die gleichen Wert teilen. Er kann diesbezüglich eigentlich nur die Werte Geld und Reichtum meinen. In diesem Sinne hoffe ich, dass das nächste TL im US-Faschismus ein voller Erfolg wird. So im Rahmen der WM und kurz vor den letzten, möglicherweise nicht mehr ganz so freien Wahlen wird das sicher ein Moment von Glanz und Gloria.
[…] Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. […] Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc.
Guter Beitrag, bei dem ich fast alles unterschreiben kann. Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings schon, schließlich ist das Leben von Werten keine Einbahnstraße. Da hätte es hier für dich und deine Kollegen im November 24 die Möglichkeit gegeben, Farbe zu bekennen, aber das nur am Rande.
Letztens hat Axel Hellboy mit stolzer Brust davon gesprochen, die Effag und die Deutsche Bank würden die gleichen Wert teilen. Er kann diesbezüglich eigentlich nur die Werte Geld und Reichtum meinen. In diesem Sinne hoffe ich, dass das nächste TL im US-Faschismus ein voller Erfolg wird. So im Rahmen der WM und kurz vor den letzten, möglicherweise nicht mehr ganz so freien Wahlen wird das sicher ein Moment von Glanz und Gloria.
Was ich witzig finde ist, dass all das absolut absehbar war.
Und jetzt sind Leute schockiert und "ent-emotionalisiert". Wir waren über Jahre das kleine gallische Dorf, das erst den DFB Pokal und dann Europa jagte. Aufbruchstimmung, Zusammenhalt, gemeinsame Ziele.
Mit dem Erreichen der CL haben wir den Peak erreicht, der über die Liga realistisch möglich ist. Da keiner an einen CL Sieg glaubt sind natürlich alle eher für EL, wobei es ja schwieriger ist genau den EL Platz zu treffen als CL oder ECL, wobei auch letzte Saison gegen Tottenham schon sah, dass ein Gegner der Marke "nix besonderes mehr" auch die Masse kalt lässt.
Dazu kommen eben Spieler, die selbst den Anspruch haben mal andere Titel zu gewinnen, anstatt dass ihnen klar ist, dass ein Titel mit uns die einzige oder letzte Chance in ihrem Leben sein wird.
Alles absolut erwartbar, genau wie die Veränderung des Vereins (die schon lange da ist, man aber durch Peter Fischer noch ein anderes Marketing aufbauen konnte als mit DFL-Vertreter Hellmann oder Sponsoren-Unterstützer Beck)
Wir sind eben jetzt wie ein BvB, wo trotz Platz 2 klar ist, dass man die Bayern nicht angreifen kann, also wird selbst über einen Trainer, der sie von Platz 11 in die CL geführt hat und mit einem 2+ Punkteschnitt durch die Liga marschiert, gemault, dass es nicht schön ist, dass einen der Fußball emotional nicht abholt, dass man kein Feuer auf dem Platz sieht, dass eine Identität fehlt... (kommt bekannt vor?)
Fußball hat sich in den letzten 10 Jahren taktisch und systemisch verändert. Es hat seinen Grund, warum ein Mourinho in der Versenkung verschwindet und ein Pep mit City nicht mehr so rumdominiert. Aber dann gibt es Fans, die Fußball von vor 8 Jahren fordern, oder Spieler, die so emotionalisieren wie die Generation Jakic & Co, die halt in Europa um ihr Leben gespielt haben, weil es ihr einziger großer Schuß war.
Nicht falsch verstehen, ich bin voll dabei, dass ich die SGE nicht mehr als etwas besonderes sehe, ja es ist mein Verein, aber wir sind eben nichts anderes mehr als all die anderen Vereine. Wir sind nicht besser oder schlechter, wir sind jetzt einfach ein normales Teil des Systems. Wir durften 10 Jahre erleben, die den meisten Fußballfans so nie vergönnt sein werden und jetzt kommt halt der Kater weil wir nichts mehr haben auf das wir hoffen können.
Nehmen wir doch alleine das Pokal-Finale gegen die Plörre, drittes Finale in wenigen Jahren, egal ob Bretscheidplatz, Weg zum Stadion, im Stadion oder danach, schon da war es "normal" für viele. Nicht mehr dieses Gefühl etwas historisches zu erleben, sondern etwas, dass erwartet wurde. Da gab es auch noch keinen Toppmöller, aber da war die Stimmung schon teilweise auf einem Niveau wie ich es von (halbwegs engagierten) Bazis oder BvBlern kenne, wenn die hier in Berlin sind.
Ich sehe die Entwicklung auch bei meinen Union-Freunden, da war man bei jedem Spiel. Wenn Union gespielt hat, wurde unsere D&D Runde abgesagt und die waren im Stadion oder in der Fußballkneipe. Jetzt schauen die 3 der Runde zwischendurch mal in den Ticker, wenn Union gleichzeitig kickt. Und weiß Gott, dass war niemals auch nur eine Sekunde Fußball, die einen emotional angezündet hat. Aufstieg, Etablierung, CL-Platz, Real Madrid... und jetzt einfach Alltag.
Und das ist es wo wir sind, warum viele nicht mehr dieses Feuer haben, wir sind im Alltag. Wir sind keine gescheiterte Diva mehr, wo wir besonders sind, weil wir mit durch die Scheiße gehen. Wir sind kein Traditionsverein mehr, der um seine Existenz in der Liga kämpft und wir zusammenhalten müssen, denn wir haben ja nix. Wir sind nicht der Traditionsverein, der aus Nichts viel macht und Titel holt und zeigt, dass man gegen Pillen, Plörre und Polo bestehen kann, einfach durch die Wucht der Anhänger und Spieler, die um ihr Leben laufen in besonderen Spielen.
Wir sind jetzt einfach ein Top 4-8 Verein der Liga. Wir sind jetzt einfach nur noch ein Verein. Und das ist für viele eben nicht mehr genug. In Dortmund suchen die dieses Feuer seit Klopp weg ist und deswegen wird über kurz oder lang auch Kovac scheitern.
Was ich witzig finde ist, dass all das absolut absehbar war.
Ich unterschriebe alles was Du sagst und ergänze zwei Punkte:
In unserer Vergangenheit gab es mehrmals Punkte zu denen ich an meinem Fansein gezweifelt habe. Was bleibt, wenn man die Mannschaft wegnimmt (die verändert sich ohnehin ständig), wenn man den Vorstand scheiße findet (kam oft genug vor), wenn es zwischen Gremien und der Basis grummelt? Streng genommen gibt es keinen Kern, auf den sich mein Fansein projizieren lässt. Letztlich geht es um die Emotion, die mit all dem einher geht, die mal groß mal klein, mal negativ mal positiv ist. Ich hatte in der Vergangenheit immer Phasen, in denen ich mich ent-emotionalisiert gefühlt habe. Aber egal wie sehr ich die Eintracht los ließ, irgendwann hat es mich wieder gepackt und ich war wieder einmal Feuer und Flamme.
Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist. Es hielt zum Glück nicht lange an und ich war wieder dabei. Aber mir war klar, dass der Kater irgendwann kommen wird.
Damit zum zweiten Punkt: Wir haben uns erstmalig über die Liga für die CL qualifiziert und jetzt fühlt sich alles schwer und zäh an. Erfolge bleiben aus, was letztes Jahr noch geklappt hat, funktioniert heute nicht mehr.
Wenn ich auf die letzten Jahre blicke, habe ich den Eindruck, dass es ca alle zwei Jahre eine Mannschaft gibt, die eher überraschend in die CL einzieht. Seit 2015: Gladbach (2 x), Hoffenheim, Union, Stuttgart. Die Platzierungen der Folgesaison sprechen Bände: 4., 9., 9., 15. und nochmal 9.
Dass wir diese Saison einbrechen, ist vielleicht viel weniger überraschend, als es scheint. Auch wenn wir uns die letzten 9 Jahre sukzessive nach oben entwickelt haben, ist unsere CL-Quali letztlich doch ein Überraschungserfolg, dem der Kater in der Regel folgt.
In Summe gibt es für mich damit zum einen eine aktuell laufende frustrierende Saison, die aber meiner Einschätzung nach einer ungeschriebenen Regel folgt. Zum anderen gibt es für mich immer wieder die Sinnfrage, die sich aber auflöst, sobald ich die Magie wieder spüre. Und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Immer wieder.
Danke Semper, auch der Bezug zu Dortmund und Kovac. Das ist genau der Punkt. Man ist fast am Maximum angekommen, hat Erfolge gehabt (Pokalsieg, EL-Sieg) und jetzt kann man es eigentlich nur noch halten und auch das wäre vielen leider dann nicht genug um sie zu emotionalisieren. Mittlerweile wird ein CL-Gruppenaus und ein EL-Viertelfinalaus gegen Tottenham als Misserfolg angesehen, obwohl beides absolut im Rahmen des Erwartbaren wäre.
Wie ich schon hier zuvor im Thread schrieb... Das ist die erwartbare Delle, die hatten Fans anderer Vereine im selben Spektrum auch. Nur haben dort dann die Fans schnell nach 2-3 Monaten schon wieder nach dem nächsten Trainer oder Manager geschrien, weil man als Schalke, Hamburg und Co. halt mal 1 Platz unter dem erwartbaren Bereich war. Da rede ich dann nicht von systemischen Problemen seit 2,5 Jahren bei nem Trainer, da rede ich davon, dass die Intervalle, bis man frustriert ist und nicht genug "Kick" bekommt, immer kleiner werden können. Und dann kann uns das passieren, was uns in den frühen 90ern passiert ist. Es ist einfach ein Kater nach sehr erfolgreichen Jahren.
Dass natürlich grundsätzliche Entwicklungen wie Kommerzialisierung, Geld, Geld Geld usw. da noch für einige dazu kommen, die aus einer anderen Generation entstammen als die heute nachrückenden Fans und nicht wirklich Spaß machen, das ist natürlich klar und verständlich.
Relegation, 3x DFB Pokalfinale, Pokalsieg, 2x Europa League Halbfinale, Europa League Sieg, 2x Champions League Teilnahmen und generell fast dauerhaft in Europa vertreten gewesen. Wenn man mal betrachtet, was bei uns seit Mai 2016 alles los war, dann ist es doch völlig normal, wenn man dem wahren Leben mal wieder etwas mehr Raum gibt. Speziell, wenn man die Zeiten davor schon mitgemacht hat. Von der Liste da oben träumen doch mit Ausnahme der Bayern alle anderen Vereine.
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Ich erkenne mich auch in einigen Dingen wieder. Allerdings hänge ich wohl schon zu lange am Tropf unserer Diva, als das ich mich emotional so klar von ihr distanzieren könnte so wie von dir in deinem obigen Text beschrieben. Ich bin von Geburt an Eintrachtler und habe den Verein wohl in meiner DNA. Mich packt zwar auch des Öfteren die Wut und die Enttäuschung frisst sich immer wieder aufs neue in meine Seele, aber ich verfalle dann doch auch immer wieder dem Charme, den dieser einzigartige Verein einfach ausstrahlt. So oft wie mit der Eintracht bin ich mit niemandem sonst durch die Scheiße gegangen. Sowas verbindet wohl für immer und so schnell haut mich da auch nichts mehr um. Meine Prioritäten liegen zwar seit langer Zeit bei meiner Familie und das Leben hält auch sonst viele schöne andere Dinge für mich bereit. Die Eintracht aber wird immer ein Teil meines Lebens sein und auch bleiben. Für mich ist es schlicht unmöglich, mich emotional von ihr zu entkoppeln.
Zum einen ist es halt die Veränderung ganz allgemein in Fußball und Gesellschaft und auch die Veränderung, die man als Mensch in 35-40 Jahren durch macht.
Du kannst diesen Text vermutlich auch ähnlich über andere Dinge aus deiner Vergangenheit schreiben wenn du noch anderes hattest, für das du dich begeistert hast. Bei mir war das ganz früher Skifahren in der Rhön auf der Wasserkuppe oder dem Kreuzberg, hin und wieder auch mal in Österreich, oder später dann intensives Kartfahren, wofür wir teils weite Strecken auf uns genommen haben um unterschiedliche Kartbahnen kennen zu lernen. Da wird es sicher noch mehr geben und wenn es bei andern vielleicht Tetris auf dem Gameboy spielen war.
Ich empfinde diese Veränderungen wie du sie bei Fußball und dir selber beschreibst als völlig normal.
Warum aber jemand direkt im 4. Beitrag schreibt "Der Fußball von Dino hat mich zerstört" verstehe ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Diese Person scheint noch nicht viel Fußball von der Eintracht gesehen zu haben, wenn ihn DAS zerstört hat. Überhaupt haben die aktuelle Mannschaft und derTrainer und die Ergebnisse überhaupt nichts mit deinem Thema zu tun.
Vor allem was Du zu VAR und den Auswirkungen dieser Kellerkinder schreibst, das geht mir auch so!
Mich selber nerven auch die Spiele in denen man nach kurzer Zeit erkennt, die können das ganze Wochenende spielen, das wird nix.
Das permanente bejubeln der Mannschaft, auch nach Niederlagen - bin ich hin- und hergerissen - einerseits zu dem schlechten Spiel noch einen Tritt in den A*sch, ich waas es net.
Andererseits auch noch Schulterklopfen nach dem x-ten schlechten Spiel -??
Früher, ich habe meine Dk seit 2006 bin ich mit Begeisterung zum Bahnhof marschiert, hab mich in den Zug gesetzt und mich auf das Spiel gefreut.
War mir egal ob es Novemberwetter oder Bullenhitze war - Hauptsache Heimspiel und ich kann dabei sein.
Heute bin ich auch ruhiger, gehe aber immer noch zu jedem Heimspiel und freue mich auf das Spiel.
Auch wenn ich die Schnauze eingentlich voll habe, weil es in dieser Saison ein paar Spiele mehr gibt die nix taugen.
Trotzdem sitz ich da und versuche all das zu verstehen, was sich da auf dem Platz tut.
Und ich muss sagen das Ergebnis ist wichtig für den Rest des Wochenendes oder die ersten Tage der neuen Woche.
(Soll mich keiner ansprechen nach einer blutleeren Niederlage!)
Fakt ist, dass ich als Ruheständler ruhiger geworden bin.
Aber die Emotionen sind noch vorhanden (hört sich an wäre ich in was weiß ich für einer Therapie smile:!
Lassen sich auch nicht löschen! Insofern hat die SGE einiges mit meinem Leben zu tun!
Aber das Du klar machst, dass es weitaus wichtigere Dinge im Leben gibt als Fußball - da gebe ich Dir zu 100% recht.
Vielleicht gar nicht schlecht, dass Du das Thema uffgemacht hast.
Wäre wirklich interessant wie die anderen Adlerträger das sehen.
(Mach Dich am Samstach uffn Wech - wird glaub' ich jeder gebraucht - damit es bald widder besser wird!)
Ich habe mich aber eher vom Fussball allgemein entkoppelt, von der Eintracht eigentlich nicht. Bin immer noch mit Leib und Seele dabei. Zwar auch nicht mehr jedes Heimspiel im Stadion (ca jedes zweite) aber das ist glaub ich der normale Lauf des Lebens (Familie usw)
Ansonsten kann ich fast alles unterschreiben was du beschrieben hast!
Der Fußball von Dino hat mich zerstört, er hat mich ent-emotionalisiert. Andauernd das Gefühl zu haben, jetzt wird gepatzt, werden 3-4 Tore kassiert und verloren. Ich habe nichts dagegen, wenn wir verlieren, aber das wie ist entscheidend. Ich hoffe durch den neuen Trainer geht wieder ein Ruck durchs Stadion, durch die Mannschaft und es wird wieder ein Feuer entfacht, wie es zuletzt bei Adi Hütter gab.
Ich schaue noch jedes SGE Spiel und die Woche ist immer noch gelaufen nach einer Niederlage… das wird sich nie ändern, dafür liebe ich den Verein zu sehr. Aber um mein Feuer wieder zu entfachen, braucht es wieder Feuer in der Mannschaft.
Eintracht, gibt mir dieses Gefühl wieder!!!!!
Ja, ja und ja!
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Ich erkenne mich auch in einigen Dingen wieder. Allerdings hänge ich wohl schon zu lange am Tropf unserer Diva, als das ich mich emotional so klar von ihr distanzieren könnte so wie von dir in deinem obigen Text beschrieben. Ich bin von Geburt an Eintrachtler und habe den Verein wohl in meiner DNA. Mich packt zwar auch des Öfteren die Wut und die Enttäuschung frisst sich immer wieder aufs neue in meine Seele, aber ich verfalle dann doch auch immer wieder dem Charme, den dieser einzigartige Verein einfach ausstrahlt. So oft wie mit der Eintracht bin ich mit niemandem sonst durch die Scheiße gegangen. Sowas verbindet wohl für immer und so schnell haut mich da auch nichts mehr um. Meine Prioritäten liegen zwar seit langer Zeit bei meiner Familie und das Leben hält auch sonst viele schöne andere Dinge für mich bereit. Die Eintracht aber wird immer ein Teil meines Lebens sein und auch bleiben. Für mich ist es schlicht unmöglich, mich emotional von ihr zu entkoppeln.
Ent-emotionalisiert hat mich die Eintracht nicht. Aber die positiven Emotionen sind bei mir in den letzten Jahren immer weiter gewichen. Das liegt einerseits an der Eintracht selbst, andererseits am Fußball.
Viele haben hier den VAR angeführt, ich will das gern ausweiten auf das Schiedsrichterwesen ganz grundsätzlich ausweiten. Meinem subjektivem Empfinden nach und nur nach diesem, werden die Schiris Jahr für Jahr schlechter. Hanebüchene Entscheidungen, sinnfreie Regelungen, noch weniger nachvollziehbare Entscheidungen. So macht mir der Fußball allgemein keinen Spaß.
Dazu sowas wie irgendwelche Supercups in Saudi-Arabien, eine WM mit weiß Gott wie vielen Teilnehmern, Präsidenten bekommen absurde Preise überreicht. Das ist alles...aber es geht ja um die Eintracht.
Ich bin seit ich denken kann Eintracht Fan und das bleibe ich auch, wie wohl jeder von uns. Mein Vadder hat mich damals mit in den Wald genommen mit meinem Opa, ich habe nie in Frage gestellt Eintracht Fan zu sein, vielleicht den Verein zu wechseln, auch nicht als Kind. Die Eintracht stand auch immer für etwas. Wir waren immer, aus meiner Sicht besonders. Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. Seit der Erfolg eingekehrt ist, ist das mE nach und nach verwässert. Umso mehr wie bei den Großen mitspielten umso cleaner wurde die Eintracht und wird sie auch. Ich bin an dem Punkt, dass ich nicht mehr weiß wofür dieser Verein wirklich steht. Welche Werte er denn wirklich vertritt und welchen Werten er treu bleiben würde, und dem monetären Erfolg dagegen den Rücken kehrte. Mit Peter Fischer hatten wir jemanden ganz vorn, der Lautsprecher, der sicher streitbar war, aber der Eintracht Frankfurt, so wie ich sie kenne, gelebt hat.
Man spricht ja oft von SGE-DNA, ob sportlich oder generell. Was ist das? Also ich weiß das nicht mehr.
Vieles, was gerade im nichtsportlichen Bereich passiert ist, finde ich nicht positiv. Natürlich will maximalen Erfolg, er Pokalsieg gegen die Bayern, das Märchen in Sevilla. Unvergesslich. Will ich das eintauschen gegen die alte Eintracht? Wahrscheinlich nicht und da bin ich ein Widerspruch in persona und doch hat dieser Erfolg über Jahre auch viel an Identifikation, an Gefühl gekostet. Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc. Für mich wird er dadurch nur unattraktiver. Aber mei, für einen skyeagle warten 10 andere hinter mir, die es abfeiern.
Es ist halt wie es ist. Und das spiegelt ein wenig meine emotionale Lage wider. Ich zucke mit den Schultern und bin im Zweifel sauer und frustriert über die sportliche Leistung der Mannschaft, schau das Spiel am Wochenende halt trotzdem um mich danach wieder zu ärgern. Viel Positives war da nicht in den letzten 2-3 Jahren. Aber einmal Adler, immer Adler. Komme was wolle.
Sehr schön, der Austausch gefällt mir und ist m.E. auch wichtig...mal "ebbes loswerden" 🤓
Sehr schön, weiter 👍🏻
Ist bei mir aktuell, wie ich schrieb..."kein Ding auf Dauer", musste aber mal raus.
Ich vergaß zu erwähnen, komme aus dem Untertaunus, da ist es schon ein richtiger Tagestrip der um 11 Uhr losgeht und um 20 Uhr endet, ausgehend von einem Spiel am Samstag Nachmittag.
Freue mich auf weitere Berichte, gefällt mir 🙏🏻
Guter Beitrag, bei dem ich fast alles unterschreiben kann. Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings schon, schließlich ist das Leben von Werten keine Einbahnstraße. Da hätte es hier für dich und deine Kollegen im November 24 die Möglichkeit gegeben, Farbe zu bekennen, aber das nur am Rande.
Letztens hat Axel Hellboy mit stolzer Brust davon gesprochen, die Effag und die Deutsche Bank würden die gleichen Wert teilen. Er kann diesbezüglich eigentlich nur die Werte Geld und Reichtum meinen. In diesem Sinne hoffe ich, dass das nächste TL im US-Faschismus ein voller Erfolg wird. So im Rahmen der WM und kurz vor den letzten, möglicherweise nicht mehr ganz so freien Wahlen wird das sicher ein Moment von Glanz und Gloria.
Ich war noch nie so selten wie diese Saison im Stadion. Das fing aber auch schon in der Saison davor an. Ich stelle unsere DK Tickets in die Börse, gucke zuhause. Ich habe früher kein Heimspiel im Wald verpasst, war auch öfter auswärts dabei.
Die Atmosphäre im Stadion ist nicht mehr, was es mal war. Die Lala Lieder, die anderen Leute. Keine Ahnung, es nimmt mich nicht mehr mit. Auswärts macht auch schon seit spätestens dem letzten Pokalfinale keine Spass mehr.
Alle so Yeah, Champions League! Ich habe mich über Platz 3 gefreut, leider kam damit auch die CL. Und das ist nicht der Wettbewerb, wo ich unsere Eintracht sehe.
Die vielen Spieler, die kommen und gehen. Die Art und Weise, wie Fans sofort auf die Millionen gucken, wenn einer gut performt, ah, der wird der nächste Megatransfer. Irgendwann hängt MK das Preisschild dran . Nervt.
Morgen gehe ich ins Stadion und merkwürdigerweise freue ich mich drauf. Weil ich irgendwie hoffe, ein bisschen Gefühl von „früher“ zu bekommen. Und sei es, dass ich dann ernüchtert nachhause fahre.
Stadionumbau, Festtagsspiele
Dresden zuhause mit zick Dredener die eigentlich gar nicht da sein sollten und es wird "wir fahren nach Berlin" skandiert. Die dann den gesperrten Gästeblock mit "die Mauer muss weg," öffnen.
Ich finde auch der derzeitige Support ist grottenschlecht und schon lange kein Eintracht Support mehr.
Manchnal denk ichdie könnten auch la le lu... singen, hätte den selben Effekt. Hier hat sich die neue Generation Kurve wirklich bisher fast nie mit Ruhm bekleckert.
Habe mittlerweile keine Dauerkarte mehr, verfolge aber nach wie vor jedes Spiel. Aber so wie auf manche (Durchsnitts-Möchtegern) Stars geschimpft wird so sollte man auch auf die Kurve schimpfen. Hauptsache irgendwelche lalala die kaum wer mitsingt. Ganz wenig situativer Support.
Das hat mich schon auch aud Distanz gebracht, man hat das Gefühl da stehen 55.000 Frankfurter und 52000 interessiert es gar nicht wer da spielt oder wie es steht
Ent-emotionalisiert hat mich die Eintracht nicht. Aber die positiven Emotionen sind bei mir in den letzten Jahren immer weiter gewichen. Das liegt einerseits an der Eintracht selbst, andererseits am Fußball.
Viele haben hier den VAR angeführt, ich will das gern ausweiten auf das Schiedsrichterwesen ganz grundsätzlich ausweiten. Meinem subjektivem Empfinden nach und nur nach diesem, werden die Schiris Jahr für Jahr schlechter. Hanebüchene Entscheidungen, sinnfreie Regelungen, noch weniger nachvollziehbare Entscheidungen. So macht mir der Fußball allgemein keinen Spaß.
Dazu sowas wie irgendwelche Supercups in Saudi-Arabien, eine WM mit weiß Gott wie vielen Teilnehmern, Präsidenten bekommen absurde Preise überreicht. Das ist alles...aber es geht ja um die Eintracht.
Ich bin seit ich denken kann Eintracht Fan und das bleibe ich auch, wie wohl jeder von uns. Mein Vadder hat mich damals mit in den Wald genommen mit meinem Opa, ich habe nie in Frage gestellt Eintracht Fan zu sein, vielleicht den Verein zu wechseln, auch nicht als Kind. Die Eintracht stand auch immer für etwas. Wir waren immer, aus meiner Sicht besonders. Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. Seit der Erfolg eingekehrt ist, ist das mE nach und nach verwässert. Umso mehr wie bei den Großen mitspielten umso cleaner wurde die Eintracht und wird sie auch. Ich bin an dem Punkt, dass ich nicht mehr weiß wofür dieser Verein wirklich steht. Welche Werte er denn wirklich vertritt und welchen Werten er treu bleiben würde, und dem monetären Erfolg dagegen den Rücken kehrte. Mit Peter Fischer hatten wir jemanden ganz vorn, der Lautsprecher, der sicher streitbar war, aber der Eintracht Frankfurt, so wie ich sie kenne, gelebt hat.
Man spricht ja oft von SGE-DNA, ob sportlich oder generell. Was ist das? Also ich weiß das nicht mehr.
Vieles, was gerade im nichtsportlichen Bereich passiert ist, finde ich nicht positiv. Natürlich will maximalen Erfolg, er Pokalsieg gegen die Bayern, das Märchen in Sevilla. Unvergesslich. Will ich das eintauschen gegen die alte Eintracht? Wahrscheinlich nicht und da bin ich ein Widerspruch in persona und doch hat dieser Erfolg über Jahre auch viel an Identifikation, an Gefühl gekostet. Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc. Für mich wird er dadurch nur unattraktiver. Aber mei, für einen skyeagle warten 10 andere hinter mir, die es abfeiern.
Es ist halt wie es ist. Und das spiegelt ein wenig meine emotionale Lage wider. Ich zucke mit den Schultern und bin im Zweifel sauer und frustriert über die sportliche Leistung der Mannschaft, schau das Spiel am Wochenende halt trotzdem um mich danach wieder zu ärgern. Viel Positives war da nicht in den letzten 2-3 Jahren. Aber einmal Adler, immer Adler. Komme was wolle.
Sehr schön, der Austausch gefällt mir und ist m.E. auch wichtig...mal "ebbes loswerden" 🤓
Sehr schön, weiter 👍🏻
Ist bei mir aktuell, wie ich schrieb..."kein Ding auf Dauer", musste aber mal raus.
Ich vergaß zu erwähnen, komme aus dem Untertaunus, da ist es schon ein richtiger Tagestrip der um 11 Uhr losgeht und um 20 Uhr endet, ausgehend von einem Spiel am Samstag Nachmittag.
Freue mich auf weitere Berichte, gefällt mir 🙏🏻
Ich war noch nie so selten wie diese Saison im Stadion. Das fing aber auch schon in der Saison davor an. Ich stelle unsere DK Tickets in die Börse, gucke zuhause. Ich habe früher kein Heimspiel im Wald verpasst, war auch öfter auswärts dabei.
Die Atmosphäre im Stadion ist nicht mehr, was es mal war. Die Lala Lieder, die anderen Leute. Keine Ahnung, es nimmt mich nicht mehr mit. Auswärts macht auch schon seit spätestens dem letzten Pokalfinale keine Spass mehr.
Alle so Yeah, Champions League! Ich habe mich über Platz 3 gefreut, leider kam damit auch die CL. Und das ist nicht der Wettbewerb, wo ich unsere Eintracht sehe.
Die vielen Spieler, die kommen und gehen. Die Art und Weise, wie Fans sofort auf die Millionen gucken, wenn einer gut performt, ah, der wird der nächste Megatransfer. Irgendwann hängt MK das Preisschild dran . Nervt.
Morgen gehe ich ins Stadion und merkwürdigerweise freue ich mich drauf. Weil ich irgendwie hoffe, ein bisschen Gefühl von „früher“ zu bekommen. Und sei es, dass ich dann ernüchtert nachhause fahre.
Stadionumbau, Festtagsspiele
Dresden zuhause mit zick Dredener die eigentlich gar nicht da sein sollten und es wird "wir fahren nach Berlin" skandiert. Die dann den gesperrten Gästeblock mit "die Mauer muss weg," öffnen.
Ich finde auch der derzeitige Support ist grottenschlecht und schon lange kein Eintracht Support mehr.
Manchnal denk ichdie könnten auch la le lu... singen, hätte den selben Effekt. Hier hat sich die neue Generation Kurve wirklich bisher fast nie mit Ruhm bekleckert.
Habe mittlerweile keine Dauerkarte mehr, verfolge aber nach wie vor jedes Spiel. Aber so wie auf manche (Durchsnitts-Möchtegern) Stars geschimpft wird so sollte man auch auf die Kurve schimpfen. Hauptsache irgendwelche lalala die kaum wer mitsingt. Ganz wenig situativer Support.
Das hat mich schon auch aud Distanz gebracht, man hat das Gefühl da stehen 55.000 Frankfurter und 52000 interessiert es gar nicht wer da spielt oder wie es steht
Ich bin seit Mitte der 70er Jahre dabei und das wird sich nicht mehr ändern, einmal Eintracht, immer Eintracht.
Die Kritik am Fussball insgesamt, was bspw Kommerz anbelangt, kann ich nachvollziehen, was mich aber an der Leidenschaft für meinen Verein nicht abhält. Durststrecken und Höhen und Tiefen alles mitgemacht, insofern, muss ich über die Kritik am" nicht schönen der letzten 2 bis 3 Jahre" eher schmunzeln
Eventfans sind die Pyro Zündler, Dauer Sänger, Fahnenschwenker, Meinungs Banner Aufhänger, Strafen Verursacher, Block Wechsler.
Wir sind und bleiben Eintracht Fans.
Der Fußball von Dino hat mich zerstört, er hat mich ent-emotionalisiert. Andauernd das Gefühl zu haben, jetzt wird gepatzt, werden 3-4 Tore kassiert und verloren. Ich habe nichts dagegen, wenn wir verlieren, aber das wie ist entscheidend. Ich hoffe durch den neuen Trainer geht wieder ein Ruck durchs Stadion, durch die Mannschaft und es wird wieder ein Feuer entfacht, wie es zuletzt bei Adi Hütter gab.
Ich schaue noch jedes SGE Spiel und die Woche ist immer noch gelaufen nach einer Niederlage… das wird sich nie ändern, dafür liebe ich den Verein zu sehr. Aber um mein Feuer wieder zu entfachen, braucht es wieder Feuer in der Mannschaft.
Eintracht, gibt mir dieses Gefühl wieder!!!!!
Ja, ja und ja!
Generell sehe ich trotz VAR und Co. auch keinen emotionalen Einbruch beim Fussball, weder hier noch sonst wo. Wer erinnert sich an den Corona-Thread hier im UE, als viele meinten, dass nie wieder so viele Fans wie früher reinkommen werden und das alles einen Bruch erzeugt? Mitte 2022 waren die Stadien voller denn je.
Bei uns in Frankfurt ist es einfach eine gewisse Ermüdung nach einigen sehr erfolgreichen Jahren. EL-Sieg und Pokalsieg kannst Du gar nicht mehr toppen. Du kannst es höchstens wiederholen. CL? Haben wir jetzt auch schon 2 Mal. Ich glaube einfach, dass das eine erwartbare Delle ist nach einer hart durchgefeierten Nacht. Da sind wir nicht die ersten und auch nicht die letzten.
Schon seit Mitte der 10er Jahre dieses Jahrhunderts habe ich zunehmend die Lust am Turbokapitalismus, an Infantino, an WM in Katar, an Durchlauferhitzer und Plastikvereinen verloren. Nach dem Tod meiner Frau Anfang 2017 war ich kaum noch im Stadion, habe meine DK abgegeben, verfolge aber die Eintracht natürlich noch mit voller Emotionalität.
Das ändert aber nichts daran, dass ich mit der Art und Weise, wie sich der "moderne" Fußball präsentiert, rein gar nichts mehr anfangen kann. Da bin ich bei meiner Generation aber nun wirklich nicht alleine. Wie viele großartige Eintracht Fans haben sich zurückgezogen? Alleine hier im Forum sind es Legenden, wie der Lt. Commander, Miep, Kid Klappergass ,Heinz Gründel, der sich auch schon weit vor seinem Tod verabschiedet hatte und so viele Andere.
Während ich also mit der rein profitorientierten AG meine Probleme habe, bin und werde ich immer dem e.V. intensiv verbunden bleiben. Ich bin seit (ich glaube) 75 oder 76 Mitglied und meine Liebe zu dem bedeutendsten Verein unserer schönen Stadt wird immer bestehen, die AG hingegen sehe ich -auch wenn ich immer noch mit fieber- von Jahr zu Jahr distanzierter.
Wäre es zeitgleich, würde ich am Samstag das Spiel der Handballer gegen Frankreich dem Spiel der Eintracht gegen Hoppenheim bevorzugen.
Ich denke, das sagt schon Einiges.
Generell sehe ich trotz VAR und Co. auch keinen emotionalen Einbruch beim Fussball, weder hier noch sonst wo. Wer erinnert sich an den Corona-Thread hier im UE, als viele meinten, dass nie wieder so viele Fans wie früher reinkommen werden und das alles einen Bruch erzeugt? Mitte 2022 waren die Stadien voller denn je.
Bei uns in Frankfurt ist es einfach eine gewisse Ermüdung nach einigen sehr erfolgreichen Jahren. EL-Sieg und Pokalsieg kannst Du gar nicht mehr toppen. Du kannst es höchstens wiederholen. CL? Haben wir jetzt auch schon 2 Mal. Ich glaube einfach, dass das eine erwartbare Delle ist nach einer hart durchgefeierten Nacht. Da sind wir nicht die ersten und auch nicht die letzten.
Schon seit Mitte der 10er Jahre dieses Jahrhunderts habe ich zunehmend die Lust am Turbokapitalismus, an Infantino, an WM in Katar, an Durchlauferhitzer und Plastikvereinen verloren. Nach dem Tod meiner Frau Anfang 2017 war ich kaum noch im Stadion, habe meine DK abgegeben, verfolge aber die Eintracht natürlich noch mit voller Emotionalität.
Das ändert aber nichts daran, dass ich mit der Art und Weise, wie sich der "moderne" Fußball präsentiert, rein gar nichts mehr anfangen kann. Da bin ich bei meiner Generation aber nun wirklich nicht alleine. Wie viele großartige Eintracht Fans haben sich zurückgezogen? Alleine hier im Forum sind es Legenden, wie der Lt. Commander, Miep, Kid Klappergass ,Heinz Gründel, der sich auch schon weit vor seinem Tod verabschiedet hatte und so viele Andere.
Während ich also mit der rein profitorientierten AG meine Probleme habe, bin und werde ich immer dem e.V. intensiv verbunden bleiben. Ich bin seit (ich glaube) 75 oder 76 Mitglied und meine Liebe zu dem bedeutendsten Verein unserer schönen Stadt wird immer bestehen, die AG hingegen sehe ich -auch wenn ich immer noch mit fieber- von Jahr zu Jahr distanzierter.
Wäre es zeitgleich, würde ich am Samstag das Spiel der Handballer gegen Frankreich dem Spiel der Eintracht gegen Hoppenheim bevorzugen.
Ich denke, das sagt schon Einiges.
will ich zunächst einfach mal Uli, Coco, dem lieben Heinz und all den anderen ganz liebe Grüße überbringen.
Ihr seid Eintracht und für immer in meinem Herzen. Danke!
Ent-emotionalisiert hat mich die Eintracht nicht. Aber die positiven Emotionen sind bei mir in den letzten Jahren immer weiter gewichen. Das liegt einerseits an der Eintracht selbst, andererseits am Fußball.
Viele haben hier den VAR angeführt, ich will das gern ausweiten auf das Schiedsrichterwesen ganz grundsätzlich ausweiten. Meinem subjektivem Empfinden nach und nur nach diesem, werden die Schiris Jahr für Jahr schlechter. Hanebüchene Entscheidungen, sinnfreie Regelungen, noch weniger nachvollziehbare Entscheidungen. So macht mir der Fußball allgemein keinen Spaß.
Dazu sowas wie irgendwelche Supercups in Saudi-Arabien, eine WM mit weiß Gott wie vielen Teilnehmern, Präsidenten bekommen absurde Preise überreicht. Das ist alles...aber es geht ja um die Eintracht.
Ich bin seit ich denken kann Eintracht Fan und das bleibe ich auch, wie wohl jeder von uns. Mein Vadder hat mich damals mit in den Wald genommen mit meinem Opa, ich habe nie in Frage gestellt Eintracht Fan zu sein, vielleicht den Verein zu wechseln, auch nicht als Kind. Die Eintracht stand auch immer für etwas. Wir waren immer, aus meiner Sicht besonders. Dieser Verein hatte Werte, für die er einstand, von denen er nicht wirklich abgewichen ist, die er nach außen getragen hat. Seit der Erfolg eingekehrt ist, ist das mE nach und nach verwässert. Umso mehr wie bei den Großen mitspielten umso cleaner wurde die Eintracht und wird sie auch. Ich bin an dem Punkt, dass ich nicht mehr weiß wofür dieser Verein wirklich steht. Welche Werte er denn wirklich vertritt und welchen Werten er treu bleiben würde, und dem monetären Erfolg dagegen den Rücken kehrte. Mit Peter Fischer hatten wir jemanden ganz vorn, der Lautsprecher, der sicher streitbar war, aber der Eintracht Frankfurt, so wie ich sie kenne, gelebt hat.
Man spricht ja oft von SGE-DNA, ob sportlich oder generell. Was ist das? Also ich weiß das nicht mehr.
Vieles, was gerade im nichtsportlichen Bereich passiert ist, finde ich nicht positiv. Natürlich will maximalen Erfolg, er Pokalsieg gegen die Bayern, das Märchen in Sevilla. Unvergesslich. Will ich das eintauschen gegen die alte Eintracht? Wahrscheinlich nicht und da bin ich ein Widerspruch in persona und doch hat dieser Erfolg über Jahre auch viel an Identifikation, an Gefühl gekostet. Dieser Verein ist steril geworden, angepasst, glatt. Um im Strom mitschwimmen zu können, um attraktiv zu sein für Sponsoren etc. Für mich wird er dadurch nur unattraktiver. Aber mei, für einen skyeagle warten 10 andere hinter mir, die es abfeiern.
Es ist halt wie es ist. Und das spiegelt ein wenig meine emotionale Lage wider. Ich zucke mit den Schultern und bin im Zweifel sauer und frustriert über die sportliche Leistung der Mannschaft, schau das Spiel am Wochenende halt trotzdem um mich danach wieder zu ärgern. Viel Positives war da nicht in den letzten 2-3 Jahren. Aber einmal Adler, immer Adler. Komme was wolle.
Guter Beitrag, bei dem ich fast alles unterschreiben kann. Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings schon, schließlich ist das Leben von Werten keine Einbahnstraße. Da hätte es hier für dich und deine Kollegen im November 24 die Möglichkeit gegeben, Farbe zu bekennen, aber das nur am Rande.
Letztens hat Axel Hellboy mit stolzer Brust davon gesprochen, die Effag und die Deutsche Bank würden die gleichen Wert teilen. Er kann diesbezüglich eigentlich nur die Werte Geld und Reichtum meinen. In diesem Sinne hoffe ich, dass das nächste TL im US-Faschismus ein voller Erfolg wird. So im Rahmen der WM und kurz vor den letzten, möglicherweise nicht mehr ganz so freien Wahlen wird das sicher ein Moment von Glanz und Gloria.
Klasse ausgedrückt, rasendes Kopfnicken bei mir verursacht!
Und in Deinen über den Tellerrand hinausblickenden Punkten - jawoll, recht haste!
Guter Beitrag, bei dem ich fast alles unterschreiben kann. Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings schon, schließlich ist das Leben von Werten keine Einbahnstraße. Da hätte es hier für dich und deine Kollegen im November 24 die Möglichkeit gegeben, Farbe zu bekennen, aber das nur am Rande.
Letztens hat Axel Hellboy mit stolzer Brust davon gesprochen, die Effag und die Deutsche Bank würden die gleichen Wert teilen. Er kann diesbezüglich eigentlich nur die Werte Geld und Reichtum meinen. In diesem Sinne hoffe ich, dass das nächste TL im US-Faschismus ein voller Erfolg wird. So im Rahmen der WM und kurz vor den letzten, möglicherweise nicht mehr ganz so freien Wahlen wird das sicher ein Moment von Glanz und Gloria.
Klasse ausgedrückt, rasendes Kopfnicken bei mir verursacht!
Und in Deinen über den Tellerrand hinausblickenden Punkten - jawoll, recht haste!
Und jetzt sind Leute schockiert und "ent-emotionalisiert".
Wir waren über Jahre das kleine gallische Dorf, das erst den DFB Pokal und dann Europa jagte.
Aufbruchstimmung, Zusammenhalt, gemeinsame Ziele.
Mit dem Erreichen der CL haben wir den Peak erreicht, der über die Liga realistisch möglich ist.
Da keiner an einen CL Sieg glaubt sind natürlich alle eher für EL, wobei es ja schwieriger ist genau den EL Platz zu treffen als CL oder ECL, wobei auch letzte Saison gegen Tottenham schon sah, dass ein Gegner der Marke "nix besonderes mehr" auch die Masse kalt lässt.
Dazu kommen eben Spieler, die selbst den Anspruch haben mal andere Titel zu gewinnen, anstatt dass ihnen klar ist, dass ein Titel mit uns die einzige oder letzte Chance in ihrem Leben sein wird.
Alles absolut erwartbar, genau wie die Veränderung des Vereins (die schon lange da ist, man aber durch Peter Fischer noch ein anderes Marketing aufbauen konnte als mit DFL-Vertreter Hellmann oder Sponsoren-Unterstützer Beck)
Wir sind eben jetzt wie ein BvB, wo trotz Platz 2 klar ist, dass man die Bayern nicht angreifen kann, also wird selbst über einen Trainer, der sie von Platz 11 in die CL geführt hat und mit einem 2+ Punkteschnitt durch die Liga marschiert, gemault, dass es nicht schön ist, dass einen der Fußball emotional nicht abholt, dass man kein Feuer auf dem Platz sieht, dass eine Identität fehlt... (kommt bekannt vor?)
Fußball hat sich in den letzten 10 Jahren taktisch und systemisch verändert.
Es hat seinen Grund, warum ein Mourinho in der Versenkung verschwindet und ein Pep mit City nicht mehr so rumdominiert.
Aber dann gibt es Fans, die Fußball von vor 8 Jahren fordern, oder Spieler, die so emotionalisieren wie die Generation Jakic & Co, die halt in Europa um ihr Leben gespielt haben, weil es ihr einziger großer Schuß war.
Nicht falsch verstehen, ich bin voll dabei, dass ich die SGE nicht mehr als etwas besonderes sehe, ja es ist mein Verein, aber wir sind eben nichts anderes mehr als all die anderen Vereine.
Wir sind nicht besser oder schlechter, wir sind jetzt einfach ein normales Teil des Systems.
Wir durften 10 Jahre erleben, die den meisten Fußballfans so nie vergönnt sein werden und jetzt kommt halt der Kater weil wir nichts mehr haben auf das wir hoffen können.
Nehmen wir doch alleine das Pokal-Finale gegen die Plörre, drittes Finale in wenigen Jahren, egal ob Bretscheidplatz, Weg zum Stadion, im Stadion oder danach, schon da war es "normal" für viele.
Nicht mehr dieses Gefühl etwas historisches zu erleben, sondern etwas, dass erwartet wurde.
Da gab es auch noch keinen Toppmöller, aber da war die Stimmung schon teilweise auf einem Niveau wie ich es von (halbwegs engagierten) Bazis oder BvBlern kenne, wenn die hier in Berlin sind.
Ich sehe die Entwicklung auch bei meinen Union-Freunden, da war man bei jedem Spiel. Wenn Union gespielt hat, wurde unsere D&D Runde abgesagt und die waren im Stadion oder in der Fußballkneipe.
Jetzt schauen die 3 der Runde zwischendurch mal in den Ticker, wenn Union gleichzeitig kickt.
Und weiß Gott, dass war niemals auch nur eine Sekunde Fußball, die einen emotional angezündet hat.
Aufstieg, Etablierung, CL-Platz, Real Madrid... und jetzt einfach Alltag.
Und das ist es wo wir sind, warum viele nicht mehr dieses Feuer haben, wir sind im Alltag.
Wir sind keine gescheiterte Diva mehr, wo wir besonders sind, weil wir mit durch die Scheiße gehen.
Wir sind kein Traditionsverein mehr, der um seine Existenz in der Liga kämpft und wir zusammenhalten müssen, denn wir haben ja nix.
Wir sind nicht der Traditionsverein, der aus Nichts viel macht und Titel holt und zeigt, dass man gegen Pillen, Plörre und Polo bestehen kann, einfach durch die Wucht der Anhänger und Spieler, die um ihr Leben laufen in besonderen Spielen.
Wir sind jetzt einfach ein Top 4-8 Verein der Liga. Wir sind jetzt einfach nur noch ein Verein.
Und das ist für viele eben nicht mehr genug.
In Dortmund suchen die dieses Feuer seit Klopp weg ist und deswegen wird über kurz oder lang auch Kovac scheitern.
Willkommen im Alltag.
Ich unterschriebe alles was Du sagst und ergänze zwei Punkte:
In unserer Vergangenheit gab es mehrmals Punkte zu denen ich an meinem Fansein gezweifelt habe. Was bleibt, wenn man die Mannschaft wegnimmt (die verändert sich ohnehin ständig), wenn man den Vorstand scheiße findet (kam oft genug vor), wenn es zwischen Gremien und der Basis grummelt?
Streng genommen gibt es keinen Kern, auf den sich mein Fansein projizieren lässt. Letztlich geht es um die Emotion, die mit all dem einher geht, die mal groß mal klein, mal negativ mal positiv ist.
Ich hatte in der Vergangenheit immer Phasen, in denen ich mich ent-emotionalisiert gefühlt habe. Aber egal wie sehr ich die Eintracht los ließ, irgendwann hat es mich wieder gepackt und ich war wieder einmal Feuer und Flamme.
Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist. Es hielt zum Glück nicht lange an und ich war wieder dabei. Aber mir war klar, dass der Kater irgendwann kommen wird.
Damit zum zweiten Punkt: Wir haben uns erstmalig über die Liga für die CL qualifiziert und jetzt fühlt sich alles schwer und zäh an. Erfolge bleiben aus, was letztes Jahr noch geklappt hat, funktioniert heute nicht mehr.
Wenn ich auf die letzten Jahre blicke, habe ich den Eindruck, dass es ca alle zwei Jahre eine Mannschaft gibt, die eher überraschend in die CL einzieht. Seit 2015: Gladbach (2 x), Hoffenheim, Union, Stuttgart. Die Platzierungen der Folgesaison sprechen Bände: 4., 9., 9., 15. und nochmal 9.
Dass wir diese Saison einbrechen, ist vielleicht viel weniger überraschend, als es scheint. Auch wenn wir uns die letzten 9 Jahre sukzessive nach oben entwickelt haben, ist unsere CL-Quali letztlich doch ein Überraschungserfolg, dem der Kater in der Regel folgt.
In Summe gibt es für mich damit zum einen eine aktuell laufende frustrierende Saison, die aber meiner Einschätzung nach einer ungeschriebenen Regel folgt.
Zum anderen gibt es für mich immer wieder die Sinnfrage, die sich aber auflöst, sobald ich die Magie wieder spüre. Und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Immer wieder.
Wie ich schon hier zuvor im Thread schrieb... Das ist die erwartbare Delle, die hatten Fans anderer Vereine im selben Spektrum auch. Nur haben dort dann die Fans schnell nach 2-3 Monaten schon wieder nach dem nächsten Trainer oder Manager geschrien, weil man als Schalke, Hamburg und Co. halt mal 1 Platz unter dem erwartbaren Bereich war. Da rede ich dann nicht von systemischen Problemen seit 2,5 Jahren bei nem Trainer, da rede ich davon, dass die Intervalle, bis man frustriert ist und nicht genug "Kick" bekommt, immer kleiner werden können. Und dann kann uns das passieren, was uns in den frühen 90ern passiert ist. Es ist einfach ein Kater nach sehr erfolgreichen Jahren.
Dass natürlich grundsätzliche Entwicklungen wie Kommerzialisierung, Geld, Geld Geld usw. da noch für einige dazu kommen, die aus einer anderen Generation entstammen als die heute nachrückenden Fans und nicht wirklich Spaß machen, das ist natürlich klar und verständlich.
Wenn man mal betrachtet, was bei uns seit Mai 2016 alles los war, dann ist es doch völlig normal, wenn man dem wahren Leben mal wieder etwas mehr Raum gibt. Speziell, wenn man die Zeiten davor schon mitgemacht hat.
Von der Liste da oben träumen doch mit Ausnahme der Bayern alle anderen Vereine.