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Albert Riera - Diskussionsthread

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Hogan Klee schrieb:

Irgendwer hat ja zuvor geschrieben, dass es Methoden rechter Öffentlichkeit wären, Journalismus als solchen zu diffamieren. Soweit so richtig.

jo.
Hogan Klee schrieb:

Aber es war verbunden mit dem kurzschlüssigen Zusammenhang, dass auch die Kritik an Frankfurter Fußballjournalismus auf jene Denkecke schließen ließe.

nein, nein und nochmals nein. ich habe es nun wirklich mehrfach geschrieben:

kritik an journalisten = gut und wichtig.
verächtlich machen von journalisten = in einem boot sitzen mit rechtsradikalen

der unterschied ist doch nun wirklich nicht so schwer zu verstehen.
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Ich denke, ich verstehe ganz gut.

Bleiben aber trotzdem die sicher auch nicht eineindeutig zu beantwortenden Fragen zum Graubereich, wo Kritik in vermeintliche Verachtung kippt (wo liegt da z.B. eine satirische Haltung), wer das bestimmt und in welchem Eigeninteresse diese Bestimmung möglicherweise vorgenommen wird.

Die Einordnung von Kirchhahn bringt es wunderbar auf den Punkt: Das was hier von der Handvoll der üblichen Eintracht-Berichterstatter*innen inhaltlich Woche für Woche geliefert wird, ist an guten journalistischen Standards gemessen schon sehr dürftig. Vor allem zeigt sich das wiederholt in sportlich kriselnden Zeiten.
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Ich denke, ich verstehe ganz gut.

Bleiben aber trotzdem die sicher auch nicht eineindeutig zu beantwortenden Fragen zum Graubereich, wo Kritik in vermeintliche Verachtung kippt (wo liegt da z.B. eine satirische Haltung), wer das bestimmt und in welchem Eigeninteresse diese Bestimmung möglicherweise vorgenommen wird.

Die Einordnung von Kirchhahn bringt es wunderbar auf den Punkt: Das was hier von der Handvoll der üblichen Eintracht-Berichterstatter*innen inhaltlich Woche für Woche geliefert wird, ist an guten journalistischen Standards gemessen schon sehr dürftig. Vor allem zeigt sich das wiederholt in sportlich kriselnden Zeiten.
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Hogan Klee schrieb:

Die Einordnung von Kirchhahn bringt es wunderbar auf den Punkt: Das was hier von der Handvoll der üblichen Eintracht-Berichterstatter*innen inhaltlich Woche für Woche geliefert wird, ist an guten journalistischen Standards gemessen schon sehr dürftig. Vor allem zeigt sich das wiederholt in sportlich kriselnden Zeiten.


Man darf nicht außer Acht lassen, dass Themen über die SGE inzwischen auf Platz 3 des nationalen Interesse sind.
Nach dem BvB und natürlich den Bazis sind wir überregional am meisten News worthy.

Und wir haben inzwischen quasi eine ganze Generation die uns nur im Erfolg kennt und natürlich sich dann über Mißerfolge freut.
Wir sind halt auch eine große und im Netz aktive Gemeinschaft, was natürlich Stories über uns über Gebühr pusht.

Dieser Bayernverfolger Quatsch vor der Saison hat halt eine enorme Fallhöhe produziert (unabhängig von Riera)
Scheiße, ich war irgendwann sogar bereit das Glauben zu wollen, weil man es immer und immer wieder laß und hörte...

Man geht mit uns halt inzwischen um wie mit den Bazis und den Majas, auch presseseitig.
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Hogan Klee schrieb:

Die Einordnung von Kirchhahn bringt es wunderbar auf den Punkt: Das was hier von der Handvoll der üblichen Eintracht-Berichterstatter*innen inhaltlich Woche für Woche geliefert wird, ist an guten journalistischen Standards gemessen schon sehr dürftig. Vor allem zeigt sich das wiederholt in sportlich kriselnden Zeiten.


Man darf nicht außer Acht lassen, dass Themen über die SGE inzwischen auf Platz 3 des nationalen Interesse sind.
Nach dem BvB und natürlich den Bazis sind wir überregional am meisten News worthy.

Und wir haben inzwischen quasi eine ganze Generation die uns nur im Erfolg kennt und natürlich sich dann über Mißerfolge freut.
Wir sind halt auch eine große und im Netz aktive Gemeinschaft, was natürlich Stories über uns über Gebühr pusht.

Dieser Bayernverfolger Quatsch vor der Saison hat halt eine enorme Fallhöhe produziert (unabhängig von Riera)
Scheiße, ich war irgendwann sogar bereit das Glauben zu wollen, weil man es immer und immer wieder laß und hörte...

Man geht mit uns halt inzwischen um wie mit den Bazis und den Majas, auch presseseitig.
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SemperFi schrieb:

Man darf nicht außer Acht lassen, dass Themen über die SGE inzwischen auf Platz 3 des nationalen Interesse sind.
Nach dem BvB und natürlich den Bazis sin

Das ist sicher so. Und doch kommt die pushende Kraft dieser Riera-Welle aktuell aus den Köpfen und Händen, der eineinhalb lokalen Hände voll, die wöchentlich an den PKs teilnehmen.

Der qualitative Pegelstand des größeren Zusammenhangs im deutschen Fußballjournalismus zeigt sich nicht zuletzt ja auch dadurch, dass eine Runde wie der Dopa (Kneipenniveau) wieder und wieder ein zentraler Bezugspunkt für Debatten ist oder, schlimmer noch, dass Podcastgefasel wie das Harnik und Kruse (Couchniveau) praktisch wochenlange Öffentlichkeit durch journalistische Weiterverbreitung erfährt.
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Anthrax schrieb:

Tafelberg schrieb:

HR

https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-news-ticker-ist-die-aera-riera-bald-schon-wieder-vorbei,bundesliga-ticker-104.html

die Aussagen vom HR Hofmeister zeigt wie die Presse sich auf ihn eingeschossen hat


Das klingt alles komplett unzusammenhängend. Und Beweise gibt es ja auch gar keine für die Aussagen die getätigt werden.
Und der letzte dumme Satz "spätestens im Sommer, vielleicht aber auch deutlich früher" sei die Ära vorbei:
Der letzte Spieltag ist am 16.05. - das ist in 5 Wochen.
Der kann mir doch nicht erzählen, dass er selbst glaubt man entlässt "deutlich früher" den Trainer.
Was für ein Scheißgebabbel...


das halte ich gar nicht für ausgeschlossen, dass Riera bei Niederlage in Wolfsburg gehen muss.

Bereits bei Toppi hat man den falschen Zeitpunkt ausgewählt. Entweder ich entlasse Toppi zur Winterpause, wenn ich der Überzeugung bin, es liegt an ihm oder nicht. Im Januar dann war ein sehr schlechter Zeitpunkt, wo es nichts gebracht hat.

Den Fehler wird Krösche evtl nicht ein zweites Mal machen. Da wird auch nicht entgangen sein, was Riera insgesamt alles abgezogen hat. Abschiedsspiel, verdiente Spieler degradiert, Sprüche, wo völlig daneben sind. Wirtschaftlich ist das Saisonabschneiden sehr bedeutsam und wenn Bayern, Freiburg und Mainz so weiter machen kann Platz 7 für die EL reichen. Ich will beim Finale daheim nicht Conference L spielen und mit Riera sollte man schon ein 2:0 gegen Köln über die Zeit bringen und vieles mehr .

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Ich habe immer gesagt, dass es für die Eintracht mal Conf League sein kann.
Wir haben Fans denen reicht daa nicht
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SemperFi schrieb:

Man darf nicht außer Acht lassen, dass Themen über die SGE inzwischen auf Platz 3 des nationalen Interesse sind.
Nach dem BvB und natürlich den Bazis sin

Das ist sicher so. Und doch kommt die pushende Kraft dieser Riera-Welle aktuell aus den Köpfen und Händen, der eineinhalb lokalen Hände voll, die wöchentlich an den PKs teilnehmen.

Der qualitative Pegelstand des größeren Zusammenhangs im deutschen Fußballjournalismus zeigt sich nicht zuletzt ja auch dadurch, dass eine Runde wie der Dopa (Kneipenniveau) wieder und wieder ein zentraler Bezugspunkt für Debatten ist oder, schlimmer noch, dass Podcastgefasel wie das Harnik und Kruse (Couchniveau) praktisch wochenlange Öffentlichkeit durch journalistische Weiterverbreitung erfährt.
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Hogan Klee schrieb:

Der qualitative Pegelstand des größeren Zusammenhangs im deutschen Fußballjournalismus zeigt sich nicht zuletzt ja auch dadurch, dass eine Runde wie der Dopa (Kneipenniveau) wieder und wieder ein zentraler Bezugspunkt für Debatten ist oder, schlimmer noch, dass Podcastgefasel wie das Harnik und Kruse (Couchniveau) praktisch wochenlange Öffentlichkeit durch journalistische Weiterverbreitung erfährt.


Das ist ja mein Hauptkritikpunkt, es wird über System, Positionen, Taktik etc. geschrieben, aber absolut niemand aus diesem Kreis analysiert.
Es werden dem unwissenden Leser Schlagworte hingeworfen, aber quasi nichts hilft dabei, dass der Leser sich eine wirkliche Meinung bilden kann.

In einem Jahr ab und an Leuten wie Tobias Escher oder den Jungs von Calcio zuhören oder ab und an Spielverlagerung lesen, bekommt man mehr Tiefe im Verständnis als nach 20 Jahren Rundschau.

Und das erschreckt mich, wie flach und oberflächlich der Öffentlichkeit Fußball vermittelt wird.
Es geht gar nicht um den Sport, es ist einfach eine Soap mit Sporthintergrund, so wird das präsentiert.
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Ich denke, ich verstehe ganz gut.

Bleiben aber trotzdem die sicher auch nicht eineindeutig zu beantwortenden Fragen zum Graubereich, wo Kritik in vermeintliche Verachtung kippt (wo liegt da z.B. eine satirische Haltung), wer das bestimmt und in welchem Eigeninteresse diese Bestimmung möglicherweise vorgenommen wird.

Die Einordnung von Kirchhahn bringt es wunderbar auf den Punkt: Das was hier von der Handvoll der üblichen Eintracht-Berichterstatter*innen inhaltlich Woche für Woche geliefert wird, ist an guten journalistischen Standards gemessen schon sehr dürftig. Vor allem zeigt sich das wiederholt in sportlich kriselnden Zeiten.
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Hogan Klee schrieb:

Bleiben aber trotzdem die sicher auch nicht eineindeutig zu beantwortenden Fragen zum Graubereich, wo Kritik in vermeintliche Verachtung kippt (wo liegt da z.B. eine satirische Haltung), wer das bestimmt und in welchem Eigeninteresse diese Bestimmung möglicherweise vorgenommen wird.

wenn wir so weit sind, dass hier der graubereich gegenstand der diskussion wird, ist viel gewonnen.
dann wäre ja bereits klar ist, dass "geschmodder", "schmierfink" u.ä. hier keinen platz mehr hat.

ob wir dann tatsächlich noch die graubereiche in der tiefe diskutieren werden? ich glaubs eher nicht.

Hogan Klee schrieb:

Die Einordnung von Kirchhahn bringt es wunderbar auf den Punkt: Das was hier von der Handvoll der üblichen Eintracht-Berichterstatter*innen inhaltlich Woche für Woche geliefert wird, ist an guten journalistischen Standards gemessen schon sehr dürftig. Vor allem zeigt sich das wiederholt in sportlich kriselnden Zeiten.

den letzten satz finde ich spannend.
weshalb zeigt sich denn, jener hypothese folgend, schwache journalistische arbeit vor allem in sportlich kriselnden zeiten? (ernst gemeint, könnte ja was dran sein)
oder aber, gegen-hypothese:
journalistische arbeit wird vor allem dann von außen als mangelhaft beurteilt, wenn durch diese in sportlich kriselnden zeiten der (unangenehme) ist-zustand beschrieben wird.
hätte auch eine logik, oder?
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Hogan Klee schrieb:

Der qualitative Pegelstand des größeren Zusammenhangs im deutschen Fußballjournalismus zeigt sich nicht zuletzt ja auch dadurch, dass eine Runde wie der Dopa (Kneipenniveau) wieder und wieder ein zentraler Bezugspunkt für Debatten ist oder, schlimmer noch, dass Podcastgefasel wie das Harnik und Kruse (Couchniveau) praktisch wochenlange Öffentlichkeit durch journalistische Weiterverbreitung erfährt.


Das ist ja mein Hauptkritikpunkt, es wird über System, Positionen, Taktik etc. geschrieben, aber absolut niemand aus diesem Kreis analysiert.
Es werden dem unwissenden Leser Schlagworte hingeworfen, aber quasi nichts hilft dabei, dass der Leser sich eine wirkliche Meinung bilden kann.

In einem Jahr ab und an Leuten wie Tobias Escher oder den Jungs von Calcio zuhören oder ab und an Spielverlagerung lesen, bekommt man mehr Tiefe im Verständnis als nach 20 Jahren Rundschau.

Und das erschreckt mich, wie flach und oberflächlich der Öffentlichkeit Fußball vermittelt wird.
Es geht gar nicht um den Sport, es ist einfach eine Soap mit Sporthintergrund, so wird das präsentiert.
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Nehmen wir jetzt Frankfurter Journalisten die Ihre Quellen haben und sich dann auch über Fußball austauschen (F2000 oder über Socialmedia) und stellen sie mit YTern gleich die das auch machen aber ggf. keine Quellen in Frankfurt haben. Was unterscheidet jetzt das eine vom anderen Medium?! Also was zeichnet zB Calcio aus? Weshalb ist das nicht nur bla bla über Fußball (wie du es siehst)wie im anderen Format?!
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Hogan Klee schrieb:

Der qualitative Pegelstand des größeren Zusammenhangs im deutschen Fußballjournalismus zeigt sich nicht zuletzt ja auch dadurch, dass eine Runde wie der Dopa (Kneipenniveau) wieder und wieder ein zentraler Bezugspunkt für Debatten ist oder, schlimmer noch, dass Podcastgefasel wie das Harnik und Kruse (Couchniveau) praktisch wochenlange Öffentlichkeit durch journalistische Weiterverbreitung erfährt.


Das ist ja mein Hauptkritikpunkt, es wird über System, Positionen, Taktik etc. geschrieben, aber absolut niemand aus diesem Kreis analysiert.
Es werden dem unwissenden Leser Schlagworte hingeworfen, aber quasi nichts hilft dabei, dass der Leser sich eine wirkliche Meinung bilden kann.

In einem Jahr ab und an Leuten wie Tobias Escher oder den Jungs von Calcio zuhören oder ab und an Spielverlagerung lesen, bekommt man mehr Tiefe im Verständnis als nach 20 Jahren Rundschau.

Und das erschreckt mich, wie flach und oberflächlich der Öffentlichkeit Fußball vermittelt wird.
Es geht gar nicht um den Sport, es ist einfach eine Soap mit Sporthintergrund, so wird das präsentiert.
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Das mit der soap ist ja das Erschreckende. Ich meine, vielleicht ist ja wirklich was dran von dem was Phil berichtet, aber dann ist es so und dann kommt es eh wie es kommt. Aber so viel Panik und Hetze hab ich selten bei einem Trainer erlebt, der noch nicht so lange im Amt ist. Der braucht ja nur zu atmen und schon flippen die Leute aus.
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Wo ist es neu, dass die Medien seit vielen Jahren schon bei der Fussballberichterstattung Dinge "reininterpretieren". Das haben sie auch bei allen Vorgängern gemacht. Mal mehr, mal weniger. Kommt auch drauf an, was Leistung und die Art des Trainers so "anbieten". Natürlich wird Riera jetzt sicherlich zu scharf angegangen, manches überdramatisiert, vieles nicht belegt. Das zu kritisieren ist berechtigt, das zu kritisieren, während man bei anderen Trainern überhaupt kein Problem damit hatte, wenn das so gehandhabt wurde oder selbst gerne "frei interpretiert" hat, das ist dann nicht wirklich ein Indiz von Glaubwürdigkeit.

Hoffen wir einfach mal, dass mein Gefühl, dass Riera zum falschen Zeitpunkt kam, widerlegt wird.
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Wo ist es neu, dass die Medien seit vielen Jahren schon bei der Fussballberichterstattung Dinge "reininterpretieren". Das haben sie auch bei allen Vorgängern gemacht. Mal mehr, mal weniger. Kommt auch drauf an, was Leistung und die Art des Trainers so "anbieten". Natürlich wird Riera jetzt sicherlich zu scharf angegangen, manches überdramatisiert, vieles nicht belegt. Das zu kritisieren ist berechtigt, das zu kritisieren, während man bei anderen Trainern überhaupt kein Problem damit hatte, wenn das so gehandhabt wurde oder selbst gerne "frei interpretiert" hat, das ist dann nicht wirklich ein Indiz von Glaubwürdigkeit.

Hoffen wir einfach mal, dass mein Gefühl, dass Riera zum falschen Zeitpunkt kam, widerlegt wird.
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SGE_Werner schrieb:

Wo ist es neu, dass die Medien seit vielen Jahren schon bei der Fussballberichterstattung Dinge "reininterpretieren". Das haben sie auch bei allen Vorgängern gemacht. Mal mehr, mal weniger. Kommt auch drauf an, was Leistung und die Art des Trainers so "anbieten". Natürlich wird Riera jetzt sicherlich zu scharf angegangen, manches überdramatisiert, vieles nicht belegt. Das zu kritisieren ist berechtigt, das zu kritisieren, während man bei anderen Trainern überhaupt kein Problem damit hatte, wenn das so gehandhabt wurde oder selbst gerne "frei interpretiert" hat, das ist dann nicht wirklich ein Indiz von Glaubwürdigkeit.

Hoffen wir einfach mal, dass mein Gefühl, dass Riera zum falschen Zeitpunkt kam, widerlegt wird.


Bei aller Liebe - so schlimm wie jetzt war es zuletzt bei Schaaf.
Und auch damals fand ich es ungerechtfertigt und total ätzend.
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SGE_Werner schrieb:

Wo ist es neu, dass die Medien seit vielen Jahren schon bei der Fussballberichterstattung Dinge "reininterpretieren". Das haben sie auch bei allen Vorgängern gemacht. Mal mehr, mal weniger. Kommt auch drauf an, was Leistung und die Art des Trainers so "anbieten". Natürlich wird Riera jetzt sicherlich zu scharf angegangen, manches überdramatisiert, vieles nicht belegt. Das zu kritisieren ist berechtigt, das zu kritisieren, während man bei anderen Trainern überhaupt kein Problem damit hatte, wenn das so gehandhabt wurde oder selbst gerne "frei interpretiert" hat, das ist dann nicht wirklich ein Indiz von Glaubwürdigkeit.

Hoffen wir einfach mal, dass mein Gefühl, dass Riera zum falschen Zeitpunkt kam, widerlegt wird.


Bei aller Liebe - so schlimm wie jetzt war es zuletzt bei Schaaf.
Und auch damals fand ich es ungerechtfertigt und total ätzend.
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Das stimmt und der Gedanke kam mir auch.
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Das stimmt und der Gedanke kam mir auch.
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También mé
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Nehmen wir jetzt Frankfurter Journalisten die Ihre Quellen haben und sich dann auch über Fußball austauschen (F2000 oder über Socialmedia) und stellen sie mit YTern gleich die das auch machen aber ggf. keine Quellen in Frankfurt haben. Was unterscheidet jetzt das eine vom anderen Medium?! Also was zeichnet zB Calcio aus? Weshalb ist das nicht nur bla bla über Fußball (wie du es siehst)wie im anderen Format?!
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franchise schrieb:

Also was zeichnet zB Calcio aus?



Ich rede jetzt nicht von den 08/15 Inhalten, aber es gibt zB bei Calcio Formate oder Escher bei Bohndesliga hat dann seine 5 Minuten wo eben tiefer in Taktik, Systeme, Entwicklungen eingegangen wird und das ohne, dass die Jungs jemals behaupten Experten zu sein, sondern, ich nenne es mal, gebildete Laien.

Quasi der Gegenentwurf zu vielen Journalisten, die als "Experten" sprechen aber dann nicht mal an der Oberfläche komplexerer Themen als "falsche Position [PUNKT]" kratzen.

Der Doppelpass wo Krögi von Calcio da war und man gesehen hat, wie diese "Experten" komplett überfordert waren, bei einer ganz einfachen Aussage, war quasi exemplarisch für unser "Expertentum".

Die analysieren Spieler, bringen entsprechende Daten mit und man mag übereinstimmen oder es falsch finden, aber es werden Informationen geteilt und in einer Tiefe besprochen, die man bei Journalisten, deren Job das ja durchaus auch ist, nicht mal im Ansatz findet.

Als Beispiel, Strobl von Verl gilt als der nächste heiße Trainerscheiß.
Suche mal einen Artikel warum das so ist, also einen, der das analysiert.
Ich habe eine Analyse aufgrund einer Nebenfrage bei Calcio gebraucht, wo es um mögliche neue Leverkusen Trainer ging, dass mir das jemand mal im Ansatz systemisch erklärt hat. (Btw ein gewisser Fynn Otto ist da Abwehrchef und erster Aufbauspieler)
Oder wusstest Du, dass Verl eben komplett Manndeckung mit massiver Überladung spielt?
Und der Trainer mit seiner Leistung geht seit 6 Monaten bei jedem Gerücht durch die Presse.

Das was wir als Sportjournalismus kennen ist reine Unterhaltung, das merkt man auch, wenn ein Michel oder auch Hofmeister mal in nem anderen Umfeld sind und auf einmal auch eine Tiefe im Verständnis zeigen, was man in den Artikeln nicht sieht.

Aber am Ende sind wir Schuld, weil die meisten juckt es halt nicht, also klicken wir nicht.
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franchise schrieb:

Also was zeichnet zB Calcio aus?



Ich rede jetzt nicht von den 08/15 Inhalten, aber es gibt zB bei Calcio Formate oder Escher bei Bohndesliga hat dann seine 5 Minuten wo eben tiefer in Taktik, Systeme, Entwicklungen eingegangen wird und das ohne, dass die Jungs jemals behaupten Experten zu sein, sondern, ich nenne es mal, gebildete Laien.

Quasi der Gegenentwurf zu vielen Journalisten, die als "Experten" sprechen aber dann nicht mal an der Oberfläche komplexerer Themen als "falsche Position [PUNKT]" kratzen.

Der Doppelpass wo Krögi von Calcio da war und man gesehen hat, wie diese "Experten" komplett überfordert waren, bei einer ganz einfachen Aussage, war quasi exemplarisch für unser "Expertentum".

Die analysieren Spieler, bringen entsprechende Daten mit und man mag übereinstimmen oder es falsch finden, aber es werden Informationen geteilt und in einer Tiefe besprochen, die man bei Journalisten, deren Job das ja durchaus auch ist, nicht mal im Ansatz findet.

Als Beispiel, Strobl von Verl gilt als der nächste heiße Trainerscheiß.
Suche mal einen Artikel warum das so ist, also einen, der das analysiert.
Ich habe eine Analyse aufgrund einer Nebenfrage bei Calcio gebraucht, wo es um mögliche neue Leverkusen Trainer ging, dass mir das jemand mal im Ansatz systemisch erklärt hat. (Btw ein gewisser Fynn Otto ist da Abwehrchef und erster Aufbauspieler)
Oder wusstest Du, dass Verl eben komplett Manndeckung mit massiver Überladung spielt?
Und der Trainer mit seiner Leistung geht seit 6 Monaten bei jedem Gerücht durch die Presse.

Das was wir als Sportjournalismus kennen ist reine Unterhaltung, das merkt man auch, wenn ein Michel oder auch Hofmeister mal in nem anderen Umfeld sind und auf einmal auch eine Tiefe im Verständnis zeigen, was man in den Artikeln nicht sieht.

Aber am Ende sind wir Schuld, weil die meisten juckt es halt nicht, also klicken wir nicht.
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Merci
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Merci
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franchise schrieb:

Merci


Gerne.
Damit laß ich es auch gut sein, weil das driftet ja alles ins OT ab.

Zu Riera, ich weiß, dass ich alter Choleriker wohl eine abweichende Wahrnehmung zu vielen habe, aber ich fand ihn heute entspannt, ruhig und auch bei der versuchten "Provokation" (mir fällt grad nix besseres ein, so schlimm wars ja nicht) der Bild-Dame einen für ihn typischen aber eben passenden bildlichen Vergleich mit Glas halbvoll/halbleer gefunden.

Ohne irgendeinen Artikel zur PK gelesen zu haben, würde mir persönlich (nur mir, kann jeder anders sehen) absolut kein Grund einfallen hier ein Fass aufmachen zu wollen.
Er hat brav alle Spieler gelobt, er hat hat super über die Kinder beim Training geredet und gemeint, dass er das gerne öfter hätte (aber doofe Schule)
Und halt 3 Mal betont, dass Stress um Europa zu spielen oder Stress den besten Job der Welt zu haben ja was tolles ist, deswegen ist unser Stress besser als der von VW und er hat keinen Stress ob sein Job in Gefahr sein könnte (Bild-Dame).

Aber ich lass mich da mal überraschen und schau, was der Blätterwald da morgen so hergibt.
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Kleine Anmerkungen, damit nicht nur Applaus vorherrscht für den zumeist starken Beitrag.

DonGuillermo schrieb:

Was mich am meisten stört, aber gleichzeitig auch die lächerlichste Kritik ist, ist das Aufblasen der Sprüche von Riera.


Da muss ich Dir schon widersprechen. Aufblasen ist natürlich nicht sinnvoll, aber die Art und Weise, wie Riera Sprüche klopft, gepaart mit seiner Ausstrahlung und Mimik, das fliegt ihm bei schlechten Leistungen um die Ohren. Das können Du und andere ja anders sehen, die Medien und die breite Öffentlichkeit sehen das eher auch so.

DonGuillermo schrieb:

Gleichzeitig würde es mich doch sehr verwundern, falls die Berichte über interne Zweifel an Riera stimmen sollten.


Da kommt es ja drauf an, wo intern Zweifel aufkommen. Bei Krösche? Da wäre es verwunderlich. Bei anderen Mitarbeitern, die in die Riera-Auswahl nicht wirklich eingebunden waren? Bei Spielern? Wäre es da auch verwunderlich?

DonGuillermo schrieb:

Kann ich die diesbezügliche sportliche Kritik an Riera also nachvollziehen? Nicht wirklich. Zumindest nicht in dieser Form. Tut mir leid, aber wer wirklich geglaubt hat, dass Riera nach wenigen Wochen eine vollkommen verunsicherte Mannschaft nicht nur erheblich stabilisiert, sondern dass wir in der Kürze der Zeit dann auch noch tiefstehende Mannschaft dominieren und vom Platz fegen, der hat eindeutig eine zu hohe Erwartungshaltung.


Bei letzterem Teil gebe ich Dir recht. Das mit der Stabilisierung... Naja, zum Teil ist sie ja gegeben. Zum Teil schaffen es aber andere Trainer durchaus verunsicherte Teams schneller zu stabilisieren. Da komme ich ja wieder zu dem Punkt, dass es völliger Quatsch war Riera zu dem Zeitpunkt zu holen, wenn man weiß, dass es nach oben schwierig wird und Conference League oder Platz 8 die Spieler wohl kaum noch juckt, ganz zu schweigen von den anderen Problemen. Damit verbrennt man den Trainer komplett.

DonGuillermo schrieb:

Unter dem Strich muss man aber sehen, dass in dieser Saison in so ziemlich jedem Bereich zu viele Fehler gemacht wurden und das aufgrund des Punktevorsprungs der Konkurrenz kein realistisches Ziel mehr ist


Das ist völlig richtig.

DonGuillermo schrieb:

Diesen Frust jetzt aber hauptsächlich bei Riera abzuladen, bevor dieser überhaupt eine Transferperiode oder ein Trainingslager Zeit hatte, um die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu formen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen.        


Hauptsächlich macht auch kein Sinn. Riera ist ein Rad im Getriebe und er hat noch eben keine Vorbereitung gemacht, eben der Grund, warum ich die Einstellung mitten in der Saison für falsch halte für so eine Art Trainer.
Aber ich muss auch sagen, dass viele einfach dachten, dass das "Dino weg, die Probleme werden gelöst" Denken mancher einfach halt Quatsch war. Es gibt strukturelle Probleme, die kein Trainer sofort lösen kann und für die auch nicht einer alleine verantwortlich war. Man hat hier z.B. einen Trainer hauptsächlich dafür verantwortlich gemacht, dass es scheisse läuft und jetzt wundern sich vor allem die Leute, die das getan haben, darüber, dass man bei Riera strenger hinschaut? Das ist doch schon eine reine Trotzreaktion jetzt auch (auch von mir) angesichts der absurden Verantwortungsfragen.

Und nochmal: Ich befürchte, dass Riera verbrannt ist nach der Saison, weil einfach der Zeitpunkt für diese Art Trainer quatschiger nicht sein kann. Die Erwartungshaltung ist hier einfach eine andere und Riera würde, wenn wir jetzt noch paar solcher Leistungen wie zuletzt sehen, mit einer enormen Hypothek in die nächste Saison gehen, ähnlich wie Dino nach seiner 1. Saison übrigens (den dann eine Platz 3 Saison mit Highperformern im Team gerettet hat).
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SGE_Werner schrieb:
Da muss ich Dir schon widersprechen. Aufblasen ist natürlich nicht sinnvoll, aber die Art und Weise, wie Riera Sprüche klopft, gepaart mit seiner Ausstrahlung und Mimik, das fliegt ihm bei schlechten Leistungen um die Ohren. Das können Du und andere ja anders sehen, die Medien und die breite Öffentlichkeit sehen das eher auch so.


Mir ist schon klar, dass ein solcher Trainer auch eher Gegenwind bekommt. Siehe Sandro Wagner. Das ist ja auch okay. Erst recht, wenn er faktisch falsche Dinge erzählt, wie es wohl zuletzt mit den "immer mehr Chancen als der Gegner" vorkam. Da erwarte ich auch von Journalisten, dass das entsprechend als Falschaussage eingeordnet wird. Was mich stört, ist die doch sehr forciert wirkende Kritik wie beispielsweise die buchstäbliche Auslegung des Balkonspruchs.

Wie gesagt, es gibt auch genügend andere Trainer, die bildhafte Sprache oder Phrasen verwenden. Bei Riera wird das meiner Meinung nach aber doch sehr bewusst negativ ausgelegt. Das mag dann Leute wie Martin Harnik erfreuen, die Riera grundsätzlich kritisch sehen. Für mich hat das dann aber nichts mit seriöser Berichterstattung zu tun. Da gibt es wirklich andere und relevantere Dinge, für die man Riera kritisieren kann.

Ich muss auch im Vergleich zu meinem vorherigen Post aktualisieren, dass ich die jetzige destruktive Note in Rieras Kommunikation für absolut kritikwürdig halte. Nach dem Spiel in Mainz zu behaupten, dass es ein Wunder gewesen wäre wenn wir dort gewonnen hätten, ist – selbst wenn es angesichts der Bilanz in Mainz sarkastisch gemeint war – genauso wenig hilfreich wie jetzt nach dem Spiel gegen Köln darauf hinzuweisen, dass wir zum Zeitpunkt von Rieras Übernahme die schlechteste Defensive der europäischen Topligen hatten.

Letzteres habe ich übrigens mal schnell gegengecheckt: Metz hatte nach dem 20. Spieltag tatsächlich 46 Gegentore und damit eines mehr als wir zum vergleichbaren Zeitpunkt. Das würde ich aber im Kontext nicht überbewerten und Riera der bewussten Falschaussage bezichtigen. Gibt ja auch durchaus Leute, die Frankreich nicht mehr wie traditionell als eine der Topligen sehen. Entscheidend für mich ist: In diesen Punkten mögen wahre Kerne stecken, sie lenken aber zum jetzigen Zeitpunkt ab und sind vollkommen irrelevant – auch gemessen an Rieras eigener Maxime.

Das ist nämlich genau der Punkt, den ich vor der Verpflichtung Rieras befürchtet habe. Es war aus Slowenien und Frankreich bekannt, dass Riera gerade nach Niederlagen gerne anderswo die Schuld sucht. Dort hat er sich wohl vor allem an gegnerischen Trainern und den Schiedsrichtern abgearbeitet. Wenn sich das jetzt bei uns aber auf die eigenen Spieler ausschlägt, dann ist das ein Problem. Damit meine ich nicht, dass man einen einzelnen Spieler auch mal öffentlich kritisieren darf. Aber der gesamten Mannschaft mehr oder weniger die Qualität abzusprechen, das geht einfach nicht. Da müssen Krösche und Hardung zusehen, dass sie Riera entweder etwas einfangen oder das selbst besser moderieren. Denn so wird die ständige Unruhe rund um Rieras Kommunikation sicher nicht abebben.

SGE_Werner schrieb:
Da kommt es ja drauf an, wo intern Zweifel aufkommen. Bei Krösche? Da wäre es verwunderlich. Bei anderen Mitarbeitern, die in die Riera-Auswahl nicht wirklich eingebunden waren? Bei Spielern? Wäre es da auch verwunderlich?


Naja, sicher nicht bei Krösche. Das kommt schon woanders her. Aber irgendjemand scheint das ja zu befeuern, wenn medial von interner Unruhe und Kritik berichtet wird. Und da ist für mich eben die Frage, ob Krösche die Verpflichtung vorher auch gut genug präsentiert und moderiert hat. Angeblich war ja zumindest der Aufsichtsrat Feuer und Flamme. Wie gesagt, man wusste im Voraus ganz genau, welchen Typ man mit Riera verpflichtet. Und dann erwarte ich von der sportlichen Führung auch, dass sie den gesamten Staff mitnimmt. Im Zweifel muss Krösche Riera stärken, denn ein angeschossener Trainer bringt niemandem was. Aber wenn wenn es nach zwei Monaten bereits entsprechende Zweifel an Riera geben sollte, dann spricht das auch nicht unbedingt dafür, dass das langfristig funktioniert.

Dass einzelne Spieler mal zweifeln oder unzufrieden sind – geschenkt, gehört beim Fußball dazu. Du wirst sehr selten bis überhaupt nie den kompletten Kader zufriedenstellen können. Ich glaube auch kaum, dass wir eine Situation wie bei Real Madrid oder Bayern München haben, wo einflussreiche Spieler durch Kontakt zu höherrangigen Offiziellen den Trainer rasieren können. Da würde Krösche nicht mitspielen. Aber wenn die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen im Staff nicht funktioniert und dort nicht alle mitziehen, dann ist das schon ein großes Problem.

Aus sportlicher Sicht halte ich einige Kritikpunkte auch für übertrieben. Ich gehe selbst nicht mit allen Personalentscheidungen des Trainers konform. Das dürfte aber auch bei jedem anderen Trainer auf der Welt so sein. Kalimuendo hat jetzt nach der Partie in München zum zweiten Mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er auch aus einer Flügelposition heraus entscheidenden Einfluss auf das Spiel nehmen kann. In der Hinsicht wurde ja zuletzt oft die Positionierung von Kalimuendo am Flügel kritisiert und eine echte Doppelspitze gefordert.

Auch die Entscheidung Götze aus dem Kader zu nehmen, wurde in meinen Augen viel zu stark kritisiert. In welchen Spielen hat Götze der Mannschaft diese Saison sportlich etwas gegeben? Er hat im Pokal gegen Dortmund ein richtig starkes Spiel (und folgerichtig auch eine seiner einzigen beiden Torbeteiligungen) gemacht. Die Aufholjagd in München kann man ihm auch noch anrechnen, auch wenn da Burkardt und Kalimuendo sicherlich den größeren Anteil hatten. Aber sonst? Es mag ja sein, dass er für die meisten Leute auf ewig der WM-Held von 2014 bleibt und deshalb von vielen Fans am meisten gefeiert wird und die Journalisten aus einer Nichtnominierung eine große Story machen.

Gemessen an den aktuellen Leistungen war die Entscheidung aber nicht unverhältnismäßig. Seit seiner Verletzung zum Ende der vergangenen Saison – als Götze wirklich in Topform und ein entscheidender Spieler war – ist er schlichtweg nicht mehr wirklich auf die Beine gekommen. Schon in der Hinrunde hat es ja ewig gedauert, bis er überhaupt mal wieder in der Startelf stand. Dass ausgerechnet er im Spiel gegen Köln die beiden Ballverluste vor den Gegentoren zu verantworten hatte, obwohl er wegen seiner vermeintlichen Ballsicherheit eingewechselt wurde, passt da ins Bild. Da lag der Trainer offensichtlich doch nicht so falsch, zuletzt öfter auf Götze verzichtet zu haben.

Zum Schluss das aktuelle Thema um Uzun. Ich gebe zu, dass ich ebenfalls Uzun in der Startelf erwartet hätte. Hätte Riera im ersten Wechselfenster statt Chaïbi auch Uzun bringen können? Sicher, aber das kann ich Riera ja wohl kaum ankreiden, wenn Chaïbi mit einer schönen Einzelaktion das Führungstor vorbereitet. Nach der Führung hätte ich Uzun dann auch nicht mehr eingewechselt. Zum einen, weil er eben tatsächlich im Vergleich zu anderen Spielern defensive Mängel aufweist (auch wenn das schon deutlich besser geworden ist), zum anderen bringt er offensiv kaum Tempo für Konter oder die körperliche Präsenz eines Ebnoutalibs mit, um den Ball mit dem Rücken zum Tor festzumachen.

Insofern konnte ich auch diese Entscheidung zumindest in weiten Teilen nachvollziehen. Mag ja sein, dass Uzun deswegen sauer ist. Aber wenn jetzt wirklich jede Personalentscheidung des Trainers von einem hypersensiblen Umfeld zum Politikum hochstilisiert wird, dann haben wir ein Problem. Das liegt dann aber nicht am Trainer.

SGE_Werner schrieb:
Und nochmal: Ich befürchte, dass Riera verbrannt ist nach der Saison, weil einfach der Zeitpunkt für diese Art Trainer quatschiger nicht sein kann. Die Erwartungshaltung ist hier einfach eine andere und Riera würde, wenn wir jetzt noch paar solcher Leistungen wie zuletzt sehen, mit einer enormen Hypothek in die nächste Saison gehen, ähnlich wie Dino nach seiner 1. Saison übrigens (den dann eine Platz 3 Saison mit Highperformern im Team gerettet hat).


Ich glaube tatsächlich, dass es von der Endplatzierung abhängen wird. Qualifiziert man sich für einen europäischen Wettbewerb – und sei es nur die Conference League – kann man das immer noch als Erfolg verkaufen. Wie du schon erwähnt hast, mag Riera dann trotzdem wie Dino nach der ersten Saison mit einer Hypothek in die nächste Saison gehen, Krösche hat aber eben in einer solchen Ausgangslage schon bewiesen, dass er dem Druck standhalten kann.

Verspielen wir jetzt im Saisonendspurt noch die Qualifikation für den Europapokal, dann bin ich mir tatsächlich nicht sicher, ob Riera in der kommenden Saison noch Trainer von Eintracht Frankfurt ist. Dann könnte der öffentliche Druck wirklich zu groß werden. Ich denke, das wäre auch bei einigen Fans nach dieser eher enttäuschenden Saison noch einmal der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen und für eine explosive Stimmung sorgen könnte. Schließlich haben wir uns trotz aller Schwächen in dieser Saison zumindest immer im Bereich um Platz 7 bewegt. Da kann Krösche noch so oft betonen, dass er den Trainer erst im Laufe der kommenden Saison bewerten wird.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass wir mit Riera die Kurve bekommen. Alleine schon deswegen, weil nach zwei Trainerentlassungen wohl auch bei einem neuen Coach schnell Unruhe herrschen würde und wir zudem im Worst Case bis 2028 noch zwei weitere komplette Trainerteams für ein geschätztes Budget von über zehn Millionen weiterbezahlen müssten. Unabhängig davon bleibe ich weiterhin dabei, dass die rein inhaltliche Kritik an Riera in dieser Form nicht angemessen ist. Ich glaube auch, dass er die Mannschaft zukünftig spielerisch weiterentwickeln kann. Viele seiner Ideen finde ich sportlich durchaus interessant, auch wenn nicht alles aufgegangen ist.
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franchise schrieb:

Merci


Gerne.
Damit laß ich es auch gut sein, weil das driftet ja alles ins OT ab.

Zu Riera, ich weiß, dass ich alter Choleriker wohl eine abweichende Wahrnehmung zu vielen habe, aber ich fand ihn heute entspannt, ruhig und auch bei der versuchten "Provokation" (mir fällt grad nix besseres ein, so schlimm wars ja nicht) der Bild-Dame einen für ihn typischen aber eben passenden bildlichen Vergleich mit Glas halbvoll/halbleer gefunden.

Ohne irgendeinen Artikel zur PK gelesen zu haben, würde mir persönlich (nur mir, kann jeder anders sehen) absolut kein Grund einfallen hier ein Fass aufmachen zu wollen.
Er hat brav alle Spieler gelobt, er hat hat super über die Kinder beim Training geredet und gemeint, dass er das gerne öfter hätte (aber doofe Schule)
Und halt 3 Mal betont, dass Stress um Europa zu spielen oder Stress den besten Job der Welt zu haben ja was tolles ist, deswegen ist unser Stress besser als der von VW und er hat keinen Stress ob sein Job in Gefahr sein könnte (Bild-Dame).

Aber ich lass mich da mal überraschen und schau, was der Blätterwald da morgen so hergibt.
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SemperFi schrieb:

Ohne irgendeinen Artikel zur PK gelesen zu haben, würde mir persönlich (nur mir, kann jeder anders sehen) absolut kein Grund einfallen hier ein Fass aufmachen zu wollen.
Er hat brav alle Spieler gelobt, er hat hat super über die Kinder beim Training geredet und gemeint, dass er das gerne öfter hätte (aber doofe Schule)
(...)Aber ich lass mich da mal überraschen und schau, was der Blätterwald da morgen so hergibt.

du musst doch nicht bis morgen warten:
"Und im Führungszirkel des Klubs sind sie sich einig, dass auch die Wahrnehmung in der Branche ein Faktor ist, da erwartet man, dass sich Albert Riera an die deutsche Bundesliga anpasst.
(...)
Am Freitag während der Pressekonferenz vor der Partie in der Autostadt war der Fußballlehrer schon mal auffällig darum bemüht, kein Öl ins Feuer zu gießen. Ruhig und sachlich referierte er über den Status quo (...)"

https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/albert-riera-muss-sich-aendern-oder-die-eintracht-verlassen-94256490.html
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SGE_Werner schrieb:
Da muss ich Dir schon widersprechen. Aufblasen ist natürlich nicht sinnvoll, aber die Art und Weise, wie Riera Sprüche klopft, gepaart mit seiner Ausstrahlung und Mimik, das fliegt ihm bei schlechten Leistungen um die Ohren. Das können Du und andere ja anders sehen, die Medien und die breite Öffentlichkeit sehen das eher auch so.


Mir ist schon klar, dass ein solcher Trainer auch eher Gegenwind bekommt. Siehe Sandro Wagner. Das ist ja auch okay. Erst recht, wenn er faktisch falsche Dinge erzählt, wie es wohl zuletzt mit den "immer mehr Chancen als der Gegner" vorkam. Da erwarte ich auch von Journalisten, dass das entsprechend als Falschaussage eingeordnet wird. Was mich stört, ist die doch sehr forciert wirkende Kritik wie beispielsweise die buchstäbliche Auslegung des Balkonspruchs.

Wie gesagt, es gibt auch genügend andere Trainer, die bildhafte Sprache oder Phrasen verwenden. Bei Riera wird das meiner Meinung nach aber doch sehr bewusst negativ ausgelegt. Das mag dann Leute wie Martin Harnik erfreuen, die Riera grundsätzlich kritisch sehen. Für mich hat das dann aber nichts mit seriöser Berichterstattung zu tun. Da gibt es wirklich andere und relevantere Dinge, für die man Riera kritisieren kann.

Ich muss auch im Vergleich zu meinem vorherigen Post aktualisieren, dass ich die jetzige destruktive Note in Rieras Kommunikation für absolut kritikwürdig halte. Nach dem Spiel in Mainz zu behaupten, dass es ein Wunder gewesen wäre wenn wir dort gewonnen hätten, ist – selbst wenn es angesichts der Bilanz in Mainz sarkastisch gemeint war – genauso wenig hilfreich wie jetzt nach dem Spiel gegen Köln darauf hinzuweisen, dass wir zum Zeitpunkt von Rieras Übernahme die schlechteste Defensive der europäischen Topligen hatten.

Letzteres habe ich übrigens mal schnell gegengecheckt: Metz hatte nach dem 20. Spieltag tatsächlich 46 Gegentore und damit eines mehr als wir zum vergleichbaren Zeitpunkt. Das würde ich aber im Kontext nicht überbewerten und Riera der bewussten Falschaussage bezichtigen. Gibt ja auch durchaus Leute, die Frankreich nicht mehr wie traditionell als eine der Topligen sehen. Entscheidend für mich ist: In diesen Punkten mögen wahre Kerne stecken, sie lenken aber zum jetzigen Zeitpunkt ab und sind vollkommen irrelevant – auch gemessen an Rieras eigener Maxime.

Das ist nämlich genau der Punkt, den ich vor der Verpflichtung Rieras befürchtet habe. Es war aus Slowenien und Frankreich bekannt, dass Riera gerade nach Niederlagen gerne anderswo die Schuld sucht. Dort hat er sich wohl vor allem an gegnerischen Trainern und den Schiedsrichtern abgearbeitet. Wenn sich das jetzt bei uns aber auf die eigenen Spieler ausschlägt, dann ist das ein Problem. Damit meine ich nicht, dass man einen einzelnen Spieler auch mal öffentlich kritisieren darf. Aber der gesamten Mannschaft mehr oder weniger die Qualität abzusprechen, das geht einfach nicht. Da müssen Krösche und Hardung zusehen, dass sie Riera entweder etwas einfangen oder das selbst besser moderieren. Denn so wird die ständige Unruhe rund um Rieras Kommunikation sicher nicht abebben.

SGE_Werner schrieb:
Da kommt es ja drauf an, wo intern Zweifel aufkommen. Bei Krösche? Da wäre es verwunderlich. Bei anderen Mitarbeitern, die in die Riera-Auswahl nicht wirklich eingebunden waren? Bei Spielern? Wäre es da auch verwunderlich?


Naja, sicher nicht bei Krösche. Das kommt schon woanders her. Aber irgendjemand scheint das ja zu befeuern, wenn medial von interner Unruhe und Kritik berichtet wird. Und da ist für mich eben die Frage, ob Krösche die Verpflichtung vorher auch gut genug präsentiert und moderiert hat. Angeblich war ja zumindest der Aufsichtsrat Feuer und Flamme. Wie gesagt, man wusste im Voraus ganz genau, welchen Typ man mit Riera verpflichtet. Und dann erwarte ich von der sportlichen Führung auch, dass sie den gesamten Staff mitnimmt. Im Zweifel muss Krösche Riera stärken, denn ein angeschossener Trainer bringt niemandem was. Aber wenn wenn es nach zwei Monaten bereits entsprechende Zweifel an Riera geben sollte, dann spricht das auch nicht unbedingt dafür, dass das langfristig funktioniert.

Dass einzelne Spieler mal zweifeln oder unzufrieden sind – geschenkt, gehört beim Fußball dazu. Du wirst sehr selten bis überhaupt nie den kompletten Kader zufriedenstellen können. Ich glaube auch kaum, dass wir eine Situation wie bei Real Madrid oder Bayern München haben, wo einflussreiche Spieler durch Kontakt zu höherrangigen Offiziellen den Trainer rasieren können. Da würde Krösche nicht mitspielen. Aber wenn die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen im Staff nicht funktioniert und dort nicht alle mitziehen, dann ist das schon ein großes Problem.

Aus sportlicher Sicht halte ich einige Kritikpunkte auch für übertrieben. Ich gehe selbst nicht mit allen Personalentscheidungen des Trainers konform. Das dürfte aber auch bei jedem anderen Trainer auf der Welt so sein. Kalimuendo hat jetzt nach der Partie in München zum zweiten Mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er auch aus einer Flügelposition heraus entscheidenden Einfluss auf das Spiel nehmen kann. In der Hinsicht wurde ja zuletzt oft die Positionierung von Kalimuendo am Flügel kritisiert und eine echte Doppelspitze gefordert.

Auch die Entscheidung Götze aus dem Kader zu nehmen, wurde in meinen Augen viel zu stark kritisiert. In welchen Spielen hat Götze der Mannschaft diese Saison sportlich etwas gegeben? Er hat im Pokal gegen Dortmund ein richtig starkes Spiel (und folgerichtig auch eine seiner einzigen beiden Torbeteiligungen) gemacht. Die Aufholjagd in München kann man ihm auch noch anrechnen, auch wenn da Burkardt und Kalimuendo sicherlich den größeren Anteil hatten. Aber sonst? Es mag ja sein, dass er für die meisten Leute auf ewig der WM-Held von 2014 bleibt und deshalb von vielen Fans am meisten gefeiert wird und die Journalisten aus einer Nichtnominierung eine große Story machen.

Gemessen an den aktuellen Leistungen war die Entscheidung aber nicht unverhältnismäßig. Seit seiner Verletzung zum Ende der vergangenen Saison – als Götze wirklich in Topform und ein entscheidender Spieler war – ist er schlichtweg nicht mehr wirklich auf die Beine gekommen. Schon in der Hinrunde hat es ja ewig gedauert, bis er überhaupt mal wieder in der Startelf stand. Dass ausgerechnet er im Spiel gegen Köln die beiden Ballverluste vor den Gegentoren zu verantworten hatte, obwohl er wegen seiner vermeintlichen Ballsicherheit eingewechselt wurde, passt da ins Bild. Da lag der Trainer offensichtlich doch nicht so falsch, zuletzt öfter auf Götze verzichtet zu haben.

Zum Schluss das aktuelle Thema um Uzun. Ich gebe zu, dass ich ebenfalls Uzun in der Startelf erwartet hätte. Hätte Riera im ersten Wechselfenster statt Chaïbi auch Uzun bringen können? Sicher, aber das kann ich Riera ja wohl kaum ankreiden, wenn Chaïbi mit einer schönen Einzelaktion das Führungstor vorbereitet. Nach der Führung hätte ich Uzun dann auch nicht mehr eingewechselt. Zum einen, weil er eben tatsächlich im Vergleich zu anderen Spielern defensive Mängel aufweist (auch wenn das schon deutlich besser geworden ist), zum anderen bringt er offensiv kaum Tempo für Konter oder die körperliche Präsenz eines Ebnoutalibs mit, um den Ball mit dem Rücken zum Tor festzumachen.

Insofern konnte ich auch diese Entscheidung zumindest in weiten Teilen nachvollziehen. Mag ja sein, dass Uzun deswegen sauer ist. Aber wenn jetzt wirklich jede Personalentscheidung des Trainers von einem hypersensiblen Umfeld zum Politikum hochstilisiert wird, dann haben wir ein Problem. Das liegt dann aber nicht am Trainer.

SGE_Werner schrieb:
Und nochmal: Ich befürchte, dass Riera verbrannt ist nach der Saison, weil einfach der Zeitpunkt für diese Art Trainer quatschiger nicht sein kann. Die Erwartungshaltung ist hier einfach eine andere und Riera würde, wenn wir jetzt noch paar solcher Leistungen wie zuletzt sehen, mit einer enormen Hypothek in die nächste Saison gehen, ähnlich wie Dino nach seiner 1. Saison übrigens (den dann eine Platz 3 Saison mit Highperformern im Team gerettet hat).


Ich glaube tatsächlich, dass es von der Endplatzierung abhängen wird. Qualifiziert man sich für einen europäischen Wettbewerb – und sei es nur die Conference League – kann man das immer noch als Erfolg verkaufen. Wie du schon erwähnt hast, mag Riera dann trotzdem wie Dino nach der ersten Saison mit einer Hypothek in die nächste Saison gehen, Krösche hat aber eben in einer solchen Ausgangslage schon bewiesen, dass er dem Druck standhalten kann.

Verspielen wir jetzt im Saisonendspurt noch die Qualifikation für den Europapokal, dann bin ich mir tatsächlich nicht sicher, ob Riera in der kommenden Saison noch Trainer von Eintracht Frankfurt ist. Dann könnte der öffentliche Druck wirklich zu groß werden. Ich denke, das wäre auch bei einigen Fans nach dieser eher enttäuschenden Saison noch einmal der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen und für eine explosive Stimmung sorgen könnte. Schließlich haben wir uns trotz aller Schwächen in dieser Saison zumindest immer im Bereich um Platz 7 bewegt. Da kann Krösche noch so oft betonen, dass er den Trainer erst im Laufe der kommenden Saison bewerten wird.

Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass wir mit Riera die Kurve bekommen. Alleine schon deswegen, weil nach zwei Trainerentlassungen wohl auch bei einem neuen Coach schnell Unruhe herrschen würde und wir zudem im Worst Case bis 2028 noch zwei weitere komplette Trainerteams für ein geschätztes Budget von über zehn Millionen weiterbezahlen müssten. Unabhängig davon bleibe ich weiterhin dabei, dass die rein inhaltliche Kritik an Riera in dieser Form nicht angemessen ist. Ich glaube auch, dass er die Mannschaft zukünftig spielerisch weiterentwickeln kann. Viele seiner Ideen finde ich sportlich durchaus interessant, auch wenn nicht alles aufgegangen ist.
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Du hast das echt toll geschrieben. Respekt!
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Hogan Klee schrieb:

Bleiben aber trotzdem die sicher auch nicht eineindeutig zu beantwortenden Fragen zum Graubereich, wo Kritik in vermeintliche Verachtung kippt (wo liegt da z.B. eine satirische Haltung), wer das bestimmt und in welchem Eigeninteresse diese Bestimmung möglicherweise vorgenommen wird.

wenn wir so weit sind, dass hier der graubereich gegenstand der diskussion wird, ist viel gewonnen.
dann wäre ja bereits klar ist, dass "geschmodder", "schmierfink" u.ä. hier keinen platz mehr hat.

ob wir dann tatsächlich noch die graubereiche in der tiefe diskutieren werden? ich glaubs eher nicht.

Hogan Klee schrieb:

Die Einordnung von Kirchhahn bringt es wunderbar auf den Punkt: Das was hier von der Handvoll der üblichen Eintracht-Berichterstatter*innen inhaltlich Woche für Woche geliefert wird, ist an guten journalistischen Standards gemessen schon sehr dürftig. Vor allem zeigt sich das wiederholt in sportlich kriselnden Zeiten.

den letzten satz finde ich spannend.
weshalb zeigt sich denn, jener hypothese folgend, schwache journalistische arbeit vor allem in sportlich kriselnden zeiten? (ernst gemeint, könnte ja was dran sein)
oder aber, gegen-hypothese:
journalistische arbeit wird vor allem dann von außen als mangelhaft beurteilt, wenn durch diese in sportlich kriselnden zeiten der (unangenehme) ist-zustand beschrieben wird.
hätte auch eine logik, oder?
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Henk schrieb:

den letzten satz finde ich spannend.
weshalb zeigt sich denn, jener hypothese folgend, schwache journalistische arbeit vor allem in sportlich kriselnden zeiten? (ernst gemeint, könnte ja was dran sein)

Ganz einfach, weil sich dann besonders dramatisch das Missverhältnis aus inhaltlicher Dürftigkeit und der einflussnehmenden Wucht der hergestellten Öffentlichkeit offenbaren kann.

Henk schrieb:

oder aber, gegen-hypothese:
journalistische arbeit wird vor allem dann von außen als mangelhaft beurteilt, wenn durch diese in sportlich kriselnden zeiten der (unangenehme) ist-zustand beschrieben wird.
hätte auch eine logik, oder?

Meinetwegen hat diese Hypothese auch ihre Logik. Ich würde allerdings behaupten, dass die fußballjournalistischen Finger in den Wunden anschließend überdurchschnittlich häufig auf einen Trainer zeigen.
Das tun Vereinsautoritäten wie Fans in als Krisen wahrgenommenen Zeiten ebenso, aber umso wünschenswerter wäre in solchen Gemengelagen eine Rolle des Sportjournalismus im besten Sinne von checks and balances.
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SGE_Werner schrieb:

Wo ist es neu, dass die Medien seit vielen Jahren schon bei der Fussballberichterstattung Dinge "reininterpretieren". Das haben sie auch bei allen Vorgängern gemacht. Mal mehr, mal weniger. Kommt auch drauf an, was Leistung und die Art des Trainers so "anbieten". Natürlich wird Riera jetzt sicherlich zu scharf angegangen, manches überdramatisiert, vieles nicht belegt. Das zu kritisieren ist berechtigt, das zu kritisieren, während man bei anderen Trainern überhaupt kein Problem damit hatte, wenn das so gehandhabt wurde oder selbst gerne "frei interpretiert" hat, das ist dann nicht wirklich ein Indiz von Glaubwürdigkeit.

Hoffen wir einfach mal, dass mein Gefühl, dass Riera zum falschen Zeitpunkt kam, widerlegt wird.


Bei aller Liebe - so schlimm wie jetzt war es zuletzt bei Schaaf.
Und auch damals fand ich es ungerechtfertigt und total ätzend.
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Anthrax schrieb:

Bei aller Liebe - so schlimm wie jetzt war es zuletzt bei Schaaf.
Und auch damals fand ich es ungerechtfertigt und total ätzend.        


Ich habe ja nicht über die Intensität geredet, sondern dass es das bei jedem Trainer gibt. Ich gebe Dir recht, dass der letzte Trainer, der hier so dermaßen schlecht geredet wurde medienmäßig, Schaaf war.


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