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Herr Arnautis

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Aus einem anderen Beitrag:
Cyrillar schrieb:

ob Arnautis der richtige ist ist doch schon seit langer Zeit Thema

Wie wahr.
So angenehm Herr Arnautis auch ist, er ist leider seit Jahren an seine Grenzen gestoßen.  Seine Erfolge beruhen immer nur auf den Schwächen der Gegner. Wenn es wirklich um etwas ging, kam wenig von ihm und seiner Mannschaft – da beziehe ich die Kapitänin mit ein. Den geforderten dritten Platz hat er dank der Stärke seiner Mannschaft oft erreicht und deshalb stand er auch nie in Frage.
Ich verfolge die Eintracht-Frauen schon seit den 2000ern, also seit der Zeit in der Oberliga Hessen, aber so emotionslos wie zur Zeit war ich noch nie.

So nun freue ich mich auf viele Pro und Contras
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Aus einem anderen Beitrag:
Cyrillar schrieb:

ob Arnautis der richtige ist ist doch schon seit langer Zeit Thema

Wie wahr.
So angenehm Herr Arnautis auch ist, er ist leider seit Jahren an seine Grenzen gestoßen.  Seine Erfolge beruhen immer nur auf den Schwächen der Gegner. Wenn es wirklich um etwas ging, kam wenig von ihm und seiner Mannschaft – da beziehe ich die Kapitänin mit ein. Den geforderten dritten Platz hat er dank der Stärke seiner Mannschaft oft erreicht und deshalb stand er auch nie in Frage.
Ich verfolge die Eintracht-Frauen schon seit den 2000ern, also seit der Zeit in der Oberliga Hessen, aber so emotionslos wie zur Zeit war ich noch nie.

So nun freue ich mich auf viele Pro und Contras
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Mochid schrieb:

Wenn es wirklich um etwas ging, kam wenig von ihm und seiner Mannschaft


"... und seiner Mannschaft" würde ich ein wenig relativieren.

An anderer Stelle schrieb ich:
"Ein Orchester ist nur so gut wie sein Dirigent"

Ich vermisse ein "Dirigent" der die Mannschaft mit ihren ganz individuellen Stärken und Schwächen (wirklich) weiterentwickelt. Der neue, wechselnde Impulse setzt, der es vor allem versteht jede einzelne Spielerin, aber auch die gesamte Mannschaft mental weiterzubringen, zu stärken.
Leistungssport, insbesondere Hochleistungs- hat viel mit Psychologie, mit mentalem Training zu tun. Hier bin ich nicht überzeugt, dass dies gefördert wird.

Zwei Beispiele:
Letzte Saison, DFB-Pokal-Aus gegen Bayern, drei Tage später 6 : 1  beim VFL eine Lehrstunde/ Debakel. Okay, man kann in WOB verlieren. Keine Schande! Aber so demoralisiert anzutreten lässt Fragen zu.

Was war diese Saison, DFB-Aus und drei Tage danach 4 : 2 (nach 0 : 2) in Bremen. Die 2. Halbzeit glich der 1. Hz in WOB. Ich war bei beiden vor Ort. In der Halbzeit schrieb ich in Bremen, "ich ahne nichts Gutes".  Warum? Weil mich die Körpersprache der gesamten Mannschaft an WOB erinnerte. Offensichtlich schafft man es nicht, die Mannschaft aus Tiefs (die dazugehören) rauszuholen. Es sei denn Jena, HSV oder... sind die nä. Gegnerinnen.

Was das Spielerische betrifft, ist in anderen Foren schon viel geschrieben worden. Gerade gegen Häcken. Nur eine Anmerkung aus meiner ganz persönlichen Sicht.  Das Spiel unserer Mannschaft ist viel zu ideenlos, einfach auszumachen, leicht  zu lesen,  Es fehlt mir die Variabilität. (Auswechselungen kann man die Uhr nachstellen) Dafür ist nicht die Mannschaft verantwortlich, sondern ein DirigentIn.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
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Danke für die Eröffnung. Ich habe auch schon überlegt einen eigenen Trainer-Thread zu eröffnen, hatte aber die Angst, dass er nach der Enttäuschung vom Mittwoch zum reinen Bashing-Thread verkommt. Ich wollte ihn dann nächste Woche erst aufmachen, nachdem unsere Frauen das Wunder von Göteborg geschafft haben und die Stimmung hier besser ist.

OK, Spaß beiseite, ich hoffe hier auf einen regen Austausch unterschiedlicher Ansichten mit fachlich, sachlichen Argumenten!

Dann mal eine paar Cents dazu:

Allem voran erstmal, Niko Arnautis hat zweifellos große Verdienste um den Verein und die Integration des ehemaligen 1. FFC Frankfurt in die Eintracht-Strukturen.

Unsere Frauen spielen unter Arnautis einen ordentlichen, gepflegten und ballorientierten Fußball, der gegen spielschwächere Teams auch in der Regel zum Erfolg führt. Sobald es aber gegen taktisch disziplinierte oder physisch starke Gegner geht – wie nun z.B. gegen Häcken oder auch regelmäßig gegen Wolfsburg und Bayern, stößt das Spielsystem an seine Grenzen.

Wie ich schon nach dem Häcken-Spiel geschrieben habe, wenn unser Kurzpassspiel durch hohes Pressing unterbunden wird, fehlen unserem Team oft die Mittel. Dann mangelt es an taktischen Umstellungen während des Spiels, die so eine festgefahrene Partie drehen könnten. Es existiert einfach keine taktische Flexibilität, es gibt keinen Plan B. Über die Jahre gesehen sind wir für unsere Gegner zunehmend leichter auszulesen.

Ein wiederkehrendes Muster ist leider auch eine Blockade in den entscheidenden Momenten. Das Spiel am Mittwoch war so ein Beispiel dafür, dass unser Team das vorhandene Potenzial unter maximalem Druck nicht abrufen kann, allerdings ist das auch ein Vorwurf, den man auch und vorwiegend an die Spielerinnen richten muss.

Unter Niko Arnautis wurden zahlreiche Talente zu Nationalspielerinnen, so z. B. Sophia Kleinherne, Laura Freigang, Nicole Anyomi. Gerade bei beiden Letztgenannten sind unter seiner Führung zu Leistungsträgerinnen gereift, stagnieren aber nun seit geraumer Zeit in ihrer Entwicklung und vor allem Nicole Anyomi wirkt in wichtigen Spielen oft isoliert. Ein neuer Trainer mit einem neuen Ansatz könnte vielleicht auch hier neue Reize setzen, um die individuelle Qualität weiter zu verbessern und auch diese Spielerinnen nochmal auf ein neues Level zu heben.

Im Vergleich zu anderen Vereinen, die ihre Strukturen und Spielweisen teils radikal modernisieren, wie z.B. die TSG Hoffenheim wirken wir unter Arnautis verlässlich stabil, aber eben auch statisch.

Niko Arnautis ist seit 2017 im Amt. Im modernen Fußball ist das eine halbe Ewigkeit. Es hat gar nix mit einer Person zu tun, aber nach so langer Zeit tritt ein gewisser Abnutzungseffekt ein, es schleifen sich unweigerlich Routinen ein und die Ansprache erreicht die Kabine oft nicht mehr mit der nötigen Schärfe. Ein neuer Trainer könnte frische taktische Reize setzen oder auch evtl. eingefahrene Hierarchien innerhalb des Kaders aufbrechen.

Die Leistungsdichte in der Bundesliga hat schon in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Konkurrenz wird in den kommenden Jahren noch um ein Vielfaches weiter steigen. Eine sportliche Vision und ein moderner, taktisch innovativer Trainer würden sicher dabei helfen, das Projekt "Eintracht Frankfurt Frauen" attraktiv zu machen bzw. zu halten, um auch weiterhin nationale und internationale Talente anzulocken.

Letztendlich würde ich aus diesen Gründen eine Ablösung von Niko Arnautis auf der Trainerbank und damit einen neuen Impuls begrüßen, aber gleichzeitig möchte ich trotzdem an dieser Stelle nochmal eine Lanze für ihn brechen.

Niko Arnautis ist seit 2017 im Amt (zunächst beim 1. FFC) und damit der dienstälteste Trainer der Frauen-Bundesliga. In dieser Zeit war er auch weit mehr als nur ein Trainer für unsere Frauen, er ist gebürtiger Frankfurter und identifiziert sich zu 100 % mit dem Verein. Er hat den Übergang vom 1. FFC zur Eintracht moderiert, eine stabile Einheit geformt und ist eine der zentralen Konstanten im Frankfurter Frauenfußball. Unter seiner Leitung hat sich unsere Eintracht als dritte Kraft in Deutschland hinter den Schwergewichten Bayern München und VfL Wolfsburg etabliert.

Diese Leistung möchte ich nochmal deutlich hervorheben, honorieren und dafür meine Anerkennung und Dankbarkeit aussprechen.

Mein Wunsch nach einem Trainerwechsel ist definitiv kein Urteil über Nikos vergangene Leistungen, sondern eine in meinen Augen eine notwendige Entscheidung für die Zukunft, um den nächsten Schritt in der Professionalisierung zu gehen.
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Auch ich war Mittwoch sehr verwundert über den fehlenden Input vom Trainer, während des EC Spiels. Aber kann man das wirklich alles so bewerten, wenn man, wie ich, am anderen Ende des Feldes sitz? So ehrlich muss man sein, die Spielerinnen auf dem Feld haben gespielt, nicht Niko Arnautis.
Ja, auch ich habe schon offen angezweifelt, ob es gut war Fritzy Kromp ziehen zu lassen. Ich hätte sie gerne in einer Aufgabe in der ersten Mannschaft gesehen, gerne sogar als Cheftrainerin. Aber, ob Niko Arnautis die Mannschaft oder Spielerinnen noch weiter entwickeln kann oder nicht, dafür fehlen mir persönlich zu viele Einblicke, um darüber eine Einschätzung abgeben zu können. Zumindest scheint er es zu verstehen, trotz großer Umbrüche, jedes Jahr ein Kollektiv des Wohlgefühls aufbauen zu können. Dies ist im Fußball und der Mannschaft sehr wichtig. Aber auch hier gilt, mir fehlen da die Einblicke. Bin einfach zu weit weg vom Geschehen.

Was man aber grundsätzlich sagen kann ist, dass es, mit wenigen Ausnahmen, auch in der Industrie oder anderen Leitenden Funktionen nach einer gewissen Periode gut ist, eine neue Führung einzuarbeiten oder zu verpflichten.
Aus eigener Sicht in meinem Arbeitsumfeld gibt es die Einsicht, dass ein Chef maximal 10 Jahre auf der Führungsposition sitzen sollte. Wird es immer umgesetzt? Leider Nein …. Auch hier gibt es Menschen, die man zu lange auf den Posten sitzen lässt.

Auf Niko Arnautis bezogen muss dies jedoch der Eintracht Vorstand bewerten. Nur sie  haben die nötigen Einblicke. Ich glaube, dass der Vorstand dies alles im Blick hat und auch entsprechend seiner Überzeugung agieren wird. Abschließend möchte ich sagen: Ich mag es nicht, wenn zu schnell alle Verdienste, die ein Cheftrainer hatte, nach einem Misserfolg in Frage gestellt werden.  
Warten wir einfach ab und freuen uns auf weitere Spiele unserer Eintracht. Ich freue mich immer auf jedes Spiel.
Ich wünsche mir hier eine rein sachliche Diskussion.
Gruß in die Runde
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Auch ich war Mittwoch sehr verwundert über den fehlenden Input vom Trainer, während des EC Spiels. Aber kann man das wirklich alles so bewerten, wenn man, wie ich, am anderen Ende des Feldes sitz? So ehrlich muss man sein, die Spielerinnen auf dem Feld haben gespielt, nicht Niko Arnautis.
Ja, auch ich habe schon offen angezweifelt, ob es gut war Fritzy Kromp ziehen zu lassen. Ich hätte sie gerne in einer Aufgabe in der ersten Mannschaft gesehen, gerne sogar als Cheftrainerin. Aber, ob Niko Arnautis die Mannschaft oder Spielerinnen noch weiter entwickeln kann oder nicht, dafür fehlen mir persönlich zu viele Einblicke, um darüber eine Einschätzung abgeben zu können. Zumindest scheint er es zu verstehen, trotz großer Umbrüche, jedes Jahr ein Kollektiv des Wohlgefühls aufbauen zu können. Dies ist im Fußball und der Mannschaft sehr wichtig. Aber auch hier gilt, mir fehlen da die Einblicke. Bin einfach zu weit weg vom Geschehen.

Was man aber grundsätzlich sagen kann ist, dass es, mit wenigen Ausnahmen, auch in der Industrie oder anderen Leitenden Funktionen nach einer gewissen Periode gut ist, eine neue Führung einzuarbeiten oder zu verpflichten.
Aus eigener Sicht in meinem Arbeitsumfeld gibt es die Einsicht, dass ein Chef maximal 10 Jahre auf der Führungsposition sitzen sollte. Wird es immer umgesetzt? Leider Nein …. Auch hier gibt es Menschen, die man zu lange auf den Posten sitzen lässt.

Auf Niko Arnautis bezogen muss dies jedoch der Eintracht Vorstand bewerten. Nur sie  haben die nötigen Einblicke. Ich glaube, dass der Vorstand dies alles im Blick hat und auch entsprechend seiner Überzeugung agieren wird. Abschließend möchte ich sagen: Ich mag es nicht, wenn zu schnell alle Verdienste, die ein Cheftrainer hatte, nach einem Misserfolg in Frage gestellt werden.  
Warten wir einfach ab und freuen uns auf weitere Spiele unserer Eintracht. Ich freue mich immer auf jedes Spiel.
Ich wünsche mir hier eine rein sachliche Diskussion.
Gruß in die Runde
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Jniessner schrieb:

So ehrlich muss man sein, die Spielerinnen auf dem Feld haben gespielt, nicht Niko Arnautis.

Darauf wollte ich in meinem Text eigentlich auch noch eingehen. Nicht alles hängt am Trainer, ich nehme bei aller Kritik in der Beurteilung explizit auch die Spielerinnen nicht aus.

Wir haben einige Spielerinnen, die durchaus berechtigt den Anspruch haben Leistungsträgerinnen zu sein, die seit geraumer Zeit ihrer Form hinterherhinken. Schon häufiger habe ich bemängelt, dass mir zu oft eine Leaderin á la Baba Dunst fehlt, die dann die Ärmel hoch gekrempelt hat und laut agierend die Kolleginnen mitgerissen hat.

Der Trainer kann nix dafür, wenn mal wieder im Sturm Chancenwucher betrieben wird, in einer 1:1 Situation die Torfrau angeschossen wird, im Mittelfeld einfache Bälle nicht ankommen, in der Abwehr ein Katastrophenquerpass gespielt wird oder die Torfrau unter eine Flanke durchspringt.

Das noch als kleiner Nachtrag zu meinem Post von vorhin.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Eintracht mit Niko Arnautis als Trainer Tabellenführer der Frauen-Bundesliga und der Traum von der Meisterschaft war lebendig. Das Spielsystem hat funktioniert und war erfolgreich. Nach meiner Wahrnehmung hat sich dann am Ende die größere Kadertiefe und insgesamt höhere Qualität von Wolfsburg und vor allem vom FC Bayern durchgesetzt. Der Knackpunkt lag damals in der Verteidigung der Eintracht, ein verletzungsbedingter Qualitätsabfall.
Es gab aber damals ein Wintertransferfenster und damit verbunden die Möglichkeit durchzuziehen, den Kader mit ein, zwei Spielerinnen noch einmal zu verstärken. Es war ein Fenster offen, mindestens Platz 2 wäre möglich gewesen, die direkte CL-Qualifikation, nur hat dafür die Entschlossenheit und das Commitment an anderer Stelle, nicht bei Niko Arnautis, dafür gefehlt.

Nach meiner Einschätzung war dies damals der Leistungshöhepunkt des Teams unter Niko Arnautis. Dann sprach man wenige Monate später davon, die Geschichte sei auserzählt und die Qualität des Kaders hat sich im Sommer reduziert. Dies wiederum hat zur Folge, dass das Spielsystem von Niko Arnautis, sein geliebtes 4-4-2 auf wackligeren Füßen steht. Die Verteidigung war in der Hinrunde oftmals zu schwach für eine Viererkette. Das ist kein Vorwurf an Spielerinnen wie Jella Veit oder Noemi Ivelj, es ist eher natürlich, dass sie die Konstanz noch nicht haben können.

Man kann Niko Arnautis dafür kritisieren, dass er an seinem System festhält und nicht umstellt. Aber irgendwo verstehe ich ihn auch, dass er eine andere Ausrichtung (weiter) verfolgt, als sich variabel an das Spiel der Gegnerinnen anzupassen.

Das Problem, bei diesem Ansatz ist halt, und dafür kann Arnautis nichts, dass die Kaderqualität inkl. der Tiefe nicht (mehr) dafür ausreicht.
Den Gegnerinnen gelingt es zunehmend leichter sich den Vorteilen seines Spielsystems zu entziehen.

Man hätte im Sommer vor allem in eine ordentliche Verteidigung investieren müssen, damit eine Viererkette weiterhin als Basis funktioniert. Oder einen anderen Trainer verpflichten. Aber Niko Arnautis einen Kader zum arbeiten zu geben, der qualitativ für sein Spielsystem in Defensive nicht ausreichend besetzt ist, das ist auch Sache der Kaderplanung.

Im Winter hat man dann versucht gegenzusteuern und Sara Doorsoun zurückgeholt. Nach meiner Wahrnehmung ist aber Sara aktuell nicht die Sara, die an der Seite von Sophia Kleinherne auch gegen Teams mit Tempo in der Spitze Sicherheit für das Spiel einbringen konnte.

Aktuell ist Sara öfters erfolgreich Situationen zu retten, die früher erst gar nicht entstanden wären, wenn sie gut spielt, die alte Konstanz hat sie nicht (mehr).

Vielleicht ist jetzt richtig Niko Arnautis durch eine(n) neue(n) Trainer(in) zu ersetzen. Es wäre aber zugleich auch das Eingeständnis, dass man nun so spielt, wie Hoffenheim, Bremen oder Freiburg. Man passt sich den Gegnerinnen an.

Übrig bleibt ein großer Transferüberschuss (Kleinherne, Prasnikar), und im Sommer ein weiterer Umbruch mit den Abgängen von Anyomi, Reuteler, vermutlich auch von Senz und womöglich auch von Gräwe. Das hängt ein bisschen davon ab, ob es gelingt den dritten Platz zu halten, wenn ein Wunder in Göteborg ausbleibt.

Ihr seht schon. Für mich benötigt es eine Kohärenz zwischen Trainer, Spielsystem und Kaderplanung. Hier nehme ich aktuell eine Unwucht wahr.

Mit dem Finger auf Niko Arnautis zu zeigen empfinde ich als zu kurz gegriffen. Sollen Babette Peter, Katharina Kiel und Axel Hellmann erst einmnal entscheiden, welche Ausrichtung sie verfolgen, dann den Kader entsprechend planen und dann sehen, welcher Trainer(in) dazu passt, bzw. welches Spielsystem.
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Jniessner schrieb:

So ehrlich muss man sein, die Spielerinnen auf dem Feld haben gespielt, nicht Niko Arnautis.

Darauf wollte ich in meinem Text eigentlich auch noch eingehen. Nicht alles hängt am Trainer, ich nehme bei aller Kritik in der Beurteilung explizit auch die Spielerinnen nicht aus.

Wir haben einige Spielerinnen, die durchaus berechtigt den Anspruch haben Leistungsträgerinnen zu sein, die seit geraumer Zeit ihrer Form hinterherhinken. Schon häufiger habe ich bemängelt, dass mir zu oft eine Leaderin á la Baba Dunst fehlt, die dann die Ärmel hoch gekrempelt hat und laut agierend die Kolleginnen mitgerissen hat.

Der Trainer kann nix dafür, wenn mal wieder im Sturm Chancenwucher betrieben wird, in einer 1:1 Situation die Torfrau angeschossen wird, im Mittelfeld einfache Bälle nicht ankommen, in der Abwehr ein Katastrophenquerpass gespielt wird oder die Torfrau unter eine Flanke durchspringt.

Das noch als kleiner Nachtrag zu meinem Post von vorhin.

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mmammu schrieb:

Darauf wollte ich in meinem Text eigentlich auch noch eingehen. Nicht alles hängt am Trainer, ich nehme bei aller Kritik in der Beurteilung explizit auch die Spielerinnen nicht aus.

Danke erst mal für deine ausführliche Analyse hier und oben. Im Großen und Ganzen sehe ich das ähnlich. Nico hat sich sehr verdient gemacht um die Entwicklung der Mannschaft, gerade auch in dieser Saison nach dem großen Durchwechseln im Sommer. Ich finde ihn persönlich sehr sympathisch, und natürlich ist der Trainer nicht an allem Schuld, was die Mädels auf dem Platz verbocken.

Ich denke, man muss bei all dem etwas tiefer blicken. Nico ist offenbar ein netter Mensch und bestens geeignet für eine Frauenmannschaft (stellt euch nur mal vor, Riera hätte die Mädels übernommen statt der Männer ...). Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer: Er ist zu nett. Oder vielleicht tatsächlich schon zu lange da.

Für den nächsten Schritt - wie etwa eine einigermaßen erfolgreiche CL-Teilnahme oder einen ernsthaften Angriff auf den Bayernthron - bräuchte die Mannschaft eine Trainerin oder einen Trainer, die/der etwas weniger nett ist, aber dafür mehr Turnier- und Kampferfahrung hat ... jemand, die oder der zum Beispiel schon mal eine Mannschaft in die CL geführt und dort gehalten hat.

Denn das ist eine Folge der langen Zeit von Nico bei der Eintracht, die bisher niemand erwähnt hat: Er war nirgends sonst seit langer Zeit.

Ich bin nicht "gegen Nico". Ich bin nur einfach für jemanden, der zu den heutigen Zielen der Mannschaft und des Vereins besser passt.
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Frankfurter Rundschau 26.03.2026
Frank Hellmann:
Bei den Frauen von Eintracht Frankfurt braucht es Veränderung

"...woran es dem SGE-Ensemble mangelt: Es gibt keinen Plan B, wenn robuste, clevere Gegnerinnen das Frankfurter Offensivspiel entschlüsseln. Niko Arnautis hat zwar die höchste Trainerlizenz erworben, weigert sich aber beharrlich, vor der 70. Minute zu wechseln – geschweige denn, das Wechselkontingent mal auszuschöpfen. Sein Festhalten an immer derselben Formation und fast immer demselben Personal sorgt selbst bei vielen Klubangestellten für Stirnrunzeln."

Denke, der Artikel ist nicht ganz unbekannt.
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mmammu schrieb:

Darauf wollte ich in meinem Text eigentlich auch noch eingehen. Nicht alles hängt am Trainer, ich nehme bei aller Kritik in der Beurteilung explizit auch die Spielerinnen nicht aus.

Danke erst mal für deine ausführliche Analyse hier und oben. Im Großen und Ganzen sehe ich das ähnlich. Nico hat sich sehr verdient gemacht um die Entwicklung der Mannschaft, gerade auch in dieser Saison nach dem großen Durchwechseln im Sommer. Ich finde ihn persönlich sehr sympathisch, und natürlich ist der Trainer nicht an allem Schuld, was die Mädels auf dem Platz verbocken.

Ich denke, man muss bei all dem etwas tiefer blicken. Nico ist offenbar ein netter Mensch und bestens geeignet für eine Frauenmannschaft (stellt euch nur mal vor, Riera hätte die Mädels übernommen statt der Männer ...). Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer: Er ist zu nett. Oder vielleicht tatsächlich schon zu lange da.

Für den nächsten Schritt - wie etwa eine einigermaßen erfolgreiche CL-Teilnahme oder einen ernsthaften Angriff auf den Bayernthron - bräuchte die Mannschaft eine Trainerin oder einen Trainer, die/der etwas weniger nett ist, aber dafür mehr Turnier- und Kampferfahrung hat ... jemand, die oder der zum Beispiel schon mal eine Mannschaft in die CL geführt und dort gehalten hat.

Denn das ist eine Folge der langen Zeit von Nico bei der Eintracht, die bisher niemand erwähnt hat: Er war nirgends sonst seit langer Zeit.

Ich bin nicht "gegen Nico". Ich bin nur einfach für jemanden, der zu den heutigen Zielen der Mannschaft und des Vereins besser passt.
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Schmidti2132 schrieb:

Für den nächsten Schritt - wie etwa eine einigermaßen erfolgreiche CL-Teilnahme oder einen ernsthaften Angriff auf den Bayernthron - bräuchte die Mannschaft eine Trainerin oder einen Trainer, die/der etwas weniger nett ist, aber dafür mehr Turnier- und Kampferfahrung hat ... jemand, die oder der zum Beispiel schon mal eine Mannschaft in die CL geführt und dort gehalten hat.

Für einen erntshaften Angriff auf den FC Bayern reicht ganz sicher ein Trainerwechsel nicht aus. Wenn man solche Erwartungen an einen Trainer hat, dann kann dieser nur scheitern.
Und wenn dies die Erwartungshaltung an Niko Arnautis ist, dann wiederhole ich mich gerne, er hat es geschafft die Bayern ernsthaft anzugreifen. Am Ende der Hinrunde 24/25 war man an der Tabellenspitze, bis sich dann in der Rückrunde zeigte, dass der Kader (vor allem in der Verteidigung) Verletzungen nicht so kompensieren kann, um mit den Top-Teams mitzuhalten. Es fehlte dafür die qualitative Tiefe.
Dies ist aber nicht die Verantwortung des Trainers.

Wie weit weg man von der CL ist, hat sich gegen Real Madrid gezeigt. Diese Niederlage war kein Trainerproblem, es war Ausdruck der Kaderqualität. Ein Trainerwechsel würde daran nichts ändern.

Seit dem Ende der Hinrunde 24/25 mit der Herbstmeisterschaft ist zudem bei der Eintracht viel passiert, das man dem Trainer auch nicht zuschreiben kann. Es wurden Fehler bei der Kaderplanung gemacht, mal abgesehen von der irritierenden "auserzählten Geschichte".
In der Hinrunde wurde deutlich, dass man bei der Kaderzusammensetzung erneut die Verteidigung vernachlässigt hatte. Deshalb musste man im Winter reagieren, weil die Defizite selbst im Bundesligaalltag gegen Teams der unteren Tabellenhälfte nicht zu übersehen waren.
Marthine Østenstad hat Tempodefizite und ist keine Spielerin mit der man überhaupt daran denken kann, den FC Bayern anzugreifen oder gegen Teams wie Real Madrid ebenbürtig zu sein. Das kann man auch nicht von Jella Veit erwarten, soweit ist sie nicht.
Es hat ja z. B. schon das Tempo von Nastassja Lein gereicht Grenzen aufzuzeigen.

Man kann den Trainer wechseln, einiges spricht dafür. Aber wenn damit unrealistische Erwartungshaltungen einhergehen, dann wird das nicht helfen. Die größere Baustelle ist der Kaderumbruch im Sommer durch die anstehenden Abgänge.

Eine Fritzy Kromp wäre ideal gewesen um Talente zu entwickeln. Oder ein Nico Schneck. Wenn dies die Ausrichtung sein soll, dann finde ich sollte man nach dem passenden Trainer bzw. Trainerin  suchen.
Aber dann darf man nicht davon träumen die Bayern angreifen zu wollen.
Dann verfolgt man das Modell von Freiburg, Bremen, Hoffenheim und RaBa.
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Wir sind jetzt viermal 3. geworden und als dritte Kraft etabliert. Es ist nicht mehr quasi ungefährdet, der Wettbewerb wird schärfer, Stillstand könnte Rückschritt bedeuten. Wolfsburg hat geschwächelt, aber wir waren nicht konstant genug, um das nutzen zu können.
Den Umbruch letzten Sommer hätte ich nicht gebraucht.
Der Trainer spielt sicher eine Rolle. Taktischer einheitsbrei und späte Wechsel… Ich bin generell ein Fan der Jungen, und würde die gerne öfter sehen. Aber dann wird es eher schwierig, Wolfsburg anzugreifen. Letztlich kenne ich mich nicht genug aus, um Arnautis wirklich zu bewerten
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Wir sind jetzt viermal 3. geworden und als dritte Kraft etabliert. Es ist nicht mehr quasi ungefährdet, der Wettbewerb wird schärfer, Stillstand könnte Rückschritt bedeuten. Wolfsburg hat geschwächelt, aber wir waren nicht konstant genug, um das nutzen zu können.
Den Umbruch letzten Sommer hätte ich nicht gebraucht.
Der Trainer spielt sicher eine Rolle. Taktischer einheitsbrei und späte Wechsel… Ich bin generell ein Fan der Jungen, und würde die gerne öfter sehen. Aber dann wird es eher schwierig, Wolfsburg anzugreifen. Letztlich kenne ich mich nicht genug aus, um Arnautis wirklich zu bewerten
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J_Boettcher schrieb:

der Wettbewerb wird schärfer, Stillstand könnte Rückschritt bedeuten.


Aber genau da haben wir doch im Sommer mit dem Umbruch das erste mal seit dem Übergang FFC/SGE Akzente gesetzt. Schau mal wie viele der Mädels noch beim FFC gespielt oder 2021/2022 zur SGE kamen. Auch jetzt noch 😉

Der komplette Verein hat sich auf diesem Platz 3 eingenistet.
Arnautis hat mit (damals) vielen jungen Mädels die dritte Kraft geschaffen aber irgendwann "stagniert"
Der notwendige Umbruch zu dieser Saison hätte auch einen neuen Trainer gebraucht.

Arnautis ist ein guter Trainer, der auch schon gezeigt hat ein Team aus vielen jungen Mädels aufzubauen aber wohl mittlerweile "betriebsblind"und irgendwie  zufrieden mit der Situation ist

Es muss mehr Fluktuation rein ohne komplett die Identifikation aufzugeben.
Eine Freigang oder Doorsun braucht man aber 10 und mehr Spielerinnen die 6-7 Jahre im Verein sind?
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J_Boettcher schrieb:

der Wettbewerb wird schärfer, Stillstand könnte Rückschritt bedeuten.


Aber genau da haben wir doch im Sommer mit dem Umbruch das erste mal seit dem Übergang FFC/SGE Akzente gesetzt. Schau mal wie viele der Mädels noch beim FFC gespielt oder 2021/2022 zur SGE kamen. Auch jetzt noch 😉

Der komplette Verein hat sich auf diesem Platz 3 eingenistet.
Arnautis hat mit (damals) vielen jungen Mädels die dritte Kraft geschaffen aber irgendwann "stagniert"
Der notwendige Umbruch zu dieser Saison hätte auch einen neuen Trainer gebraucht.

Arnautis ist ein guter Trainer, der auch schon gezeigt hat ein Team aus vielen jungen Mädels aufzubauen aber wohl mittlerweile "betriebsblind"und irgendwie  zufrieden mit der Situation ist

Es muss mehr Fluktuation rein ohne komplett die Identifikation aufzugeben.
Eine Freigang oder Doorsun braucht man aber 10 und mehr Spielerinnen die 6-7 Jahre im Verein sind?
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Cyrillar schrieb:

Aber genau da haben wir doch im Sommer mit dem Umbruch das erste mal seit dem Übergang FFC/SGE Akzente gesetzt. Schau mal wie viele der Mädels noch beim FFC gespielt oder 2021/2022 zur SGE kamen. Auch jetzt noch 😉

So von wegen Stillstand (bei schärfer werdendem Wettbewerb). Es sind folgende Spielerinnen: Laura Freigang 2020, Geraldine Reuteler 2020, Nicole Anyomi 2021
Zudem kamen 2022 die Açikgöz Zwillinge.

Zum Vergleich gibt es beim FC Bayern diesbezüglich deutlich mehr Spielerinnen: Marla Grohs 2020, Glódís Perla Viggósdóttir 2021, Giulia Gwinn 2019, Franzi Kett 2022, Carolin Simon 2019, Linda Dallmann 2019, Sarah Zadrazil 2020, Georgia Stanway 2022, Jovana Damnjanović 2017 und  Klara Bühl 2020,

Die Argumentation greift meines Erachtens nach nicht. Es ist eine Frage der Qualität und wenn diese stimmt, dann ist Kontinuität keine Schwäche.
Cyrillar schrieb:

Der komplette Verein hat sich auf diesem Platz 3 eingenistet.
Arnautis hat mit (damals) vielen jungen Mädels die dritte Kraft geschaffen aber irgendwann "stagniert"

Der Verein (bzw. der Vorstand) war nicht bereit in den Kader so zu investieren, so dass mehr als Platz 3 möglich gewesen wäre. Das kann man meines Erachtens nach dem Trainer nicht anlasten.
Und sollte man vielleicht mit einbeziehen, wenn man die Leistung von Niko Arnautis betrachtet.

Es wäre vielleicht dennoch sinnvoll gewesen im Sommer den Stab der Verantwortung an Fritzy Kromp weiterzugeben, im Nachhinein betrachtet. Aber wohl nicht realistisch.
Im Winter 24/25 war man mit Niko Arnautis Herbstmeister mit einem unglaublich attraktiven Spielsstil. In so einer Situation wechselt man den Trainer nicht. Nahezu zeitgleich war aber in Bremen intern bekannt, dass Thomas Horsch aufhört und Birte Brüggemann hat sich dann frühzeitig an Fritzy Kromp gewandt.

Zudem weiß ich nicht, ob Fritzy Kromp hier nicht etwas zu positiv gesehen wird. Viele Spiele in der Hinrunde hatten die Bremerinnen Spielglück und es gibt eine große Abhängigkeit von Larissa Mühlhaus. Auch im Spiel am 14.März.
Gegen den 1. FC Union am vergangenen Sonntag wurde sie ausgecoacht, sprach anschließend selber davon, deren Pressing unterschätzt zu haben. Ein Spiel in dem es für Werder mit Blick auf Platz 3 um viel ging.





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Eigentlich wollte ich ja im Forum nicht mehr mitwirken...aber wenn es schon mal ein Thread Arnautis gibt.....

möchte ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben, denn die aktuelle Entwicklung ist für mich mehr als fragwürdig.
Es geht mir dabei um den Frauenfußball in Frankfurt im allgemeinen.

Niko Arnautis ist seit 2017 im Amt – eine Ewigkeit im modernen Fußball. Doch wenn wir ehrlich sind und die Bilanz nach all den Jahren ziehen, steht dort:   Null Titel.
Und das, obwohl ihm und seinem Team in jeder Saison ausreichend Nationalspielerinnen zur Verfügung stehen.

Ich habe zunehmend das Gefühl, dass im Verein eine gefährliche Genügsamkeit eingekehrt ist.
Hier sind meine Gründe, warum ich glaube, dass wir einen neuen Impuls auf der Trainerbank brauchen:

1. Das „Mantra“ Platz 3
Wir tragen die Qualifikation für die Champions League wie eine Trophäe vor uns her.
Aber seien wir ehrlich: Platz 3 brachte bisher außer Reisekosten und einer unnötigen Belastung der Spielerinnen nichts Zählbares. Unter anderem weil man nicht den absoluten Willen und den Anspruch hat, wirklich oben anzugreifen.
Wir schielen nur nach hinten, statt eine Truppe zu entwickeln, die auch mal Großes erreichen kann.

2. Die Defensive gewinnt Meisterschaften
Eine alte Fußballweisheit, die bei uns komplett ignoriert wird. Der Sturm gewinnt Spiele, aber ohne eine stabile Abwehr gewinnst du keine Titel.
Diese fehlende Balance fällt besonders in dieser Spielzeit auf. (Anmerkung: Auch andere Top-Clubs haben verletzte Spielerinnen – das zählt nicht als Ausrede).

3. Stagnation statt Entwicklung
Welche Spielerin ist in Frankfurt unter Arnautis wirklich besser geworden?
Freigang und Kleinherne waren/sind Naturtalente.
Im Gegenteil: Spielerinnen wie Carlotta Wamser oder Camilla Küver wurden erst zu Nationalspielerinnen, nachdem sie den Verein verlassen hatten bzw. bereits auf dem Absprung waren.
Sjoeke Nüsken wurde erst nach dem Wechsel auf die Insel zur festen Größe im Nationalteam.
Das alles ist ein Armutszeugnis für unsere interne Ausbildung und Wertschätzung und gehört hinterfragt.

4. Umgang mit dem Nachwuchs
Unsere U20-Talente werden kontinuierlich auf Distanz gehalten. Bender, Plattner, Rückert und Co. grüßen bereits aus der Ferne. Man kann jungen Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft nicht ewig nur „billige Verträge“ aufschwatzen, um sie dann auf der Bank mit minimalistischen Alibi-Spielzeiten versauern zu lassen.

Das bringt beiden Seiten absolut NICHTS.

Im Gegenteil: Das spricht sich herum, und vielversprechende Nachwuchstalente werden so schnell wie möglich aus FFM abhauen.
Ich bin gespannt, wie lange die Zwillinge das noch mitmachen.
Die kurzen Einsatzzeiten, die Arnautis gewährt, sorgen dafür, dass Einwechselspielerinnen (Ausnahme: Naturtalent Chiba) für 5 bis 15 Minuten wie Falschgeld und ohne Bindung zum Spiel auf dem Platz herumlaufen.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Einsatzzeiten bei „unwichtigen“ Spielen durch eine wild zusammengewürfelte Truppe künstlich hochgehalten werden.

Erfolgreiche Trainer nutzen bei Mehrfachbelastung üblicherweise ein Rotationsprinzip von 90, 60 oder 30 Minuten.
Das hat unter anderem den positiven Effekt, dass Ergänzungsspielerinnen ausreichend Spielpraxis mit dem Team sammeln und Stammspielerinnen genügend Zeit haben sich zu erholen.
Nennt man Win-Win Situation.

Als Beispiel führe ich jetzt mal Laura Freigang an. Bei der drei bis vierfach Belastung in der Vorrunde (Pokal, Länderspiele, Liga und Europacup) waren die Spiele überwiegend schlecht.
In letzter Zeit hatte sie ausreichend Erholungs-Zeit zwischen den Spielen und schon stimmt die Leistung einigermaßen.
Klar wollte sie immer spielen, aber als Trainer muss man weiter blicken und Verantwortung übernehmen.
Bei Ihr erwarte ich Bestform nach dem Ausscheiden aus den Europa-Cup. Schau mer mal.

5. Fluchtgefahr bei den Leistungsträgerinnen
Es würde mich nicht wundern, wenn die Berater von Anyomi, Gräwe, Senß und Reuteler längst ihre Fühler ausstrecken.
Wer will als Top-Spielerin schon dauerhaft in einem System spielen, das keine echte Aussicht auf Silberware oder Titel bietet? Apropo System, das ist höchstwahrscheinlich bis in die unteren Ligen bekannt.
Arnautis erwartet von seinen Spielerinnen Flexibilität, ist aber selbst so flexibel wie  eine Hauswand.
Plan B Fehlanzeige.

Fazit: Das aktuelle Trainerteam hatte mehr als genug Zeit, sich zu bewähren. Wenn wir nicht aufpassen, entwickeln wir uns von einem ambitionierten Top-Club zu einer reinen Durchgangsstation für Talente, die erst woanders den nächsten Schritt machen.
Bringt vielleicht vordergründig Kohle, schadet aber dem Standort und dem Ansehen des Vereins in der Zukunft.

Gerne dürfen jetzt wieder einzelne Passagen zitiert und kommentiert werden, ändert aber absolut nichts an meiner Meinung.
Und jetzt lege ich mich wieder zurück und warte auf die erlösende Schlagzeile. Bis irgendwann mal. Vielleicht.
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Eigentlich wollte ich ja im Forum nicht mehr mitwirken...aber wenn es schon mal ein Thread Arnautis gibt.....

möchte ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben, denn die aktuelle Entwicklung ist für mich mehr als fragwürdig.
Es geht mir dabei um den Frauenfußball in Frankfurt im allgemeinen.

Niko Arnautis ist seit 2017 im Amt – eine Ewigkeit im modernen Fußball. Doch wenn wir ehrlich sind und die Bilanz nach all den Jahren ziehen, steht dort:   Null Titel.
Und das, obwohl ihm und seinem Team in jeder Saison ausreichend Nationalspielerinnen zur Verfügung stehen.

Ich habe zunehmend das Gefühl, dass im Verein eine gefährliche Genügsamkeit eingekehrt ist.
Hier sind meine Gründe, warum ich glaube, dass wir einen neuen Impuls auf der Trainerbank brauchen:

1. Das „Mantra“ Platz 3
Wir tragen die Qualifikation für die Champions League wie eine Trophäe vor uns her.
Aber seien wir ehrlich: Platz 3 brachte bisher außer Reisekosten und einer unnötigen Belastung der Spielerinnen nichts Zählbares. Unter anderem weil man nicht den absoluten Willen und den Anspruch hat, wirklich oben anzugreifen.
Wir schielen nur nach hinten, statt eine Truppe zu entwickeln, die auch mal Großes erreichen kann.

2. Die Defensive gewinnt Meisterschaften
Eine alte Fußballweisheit, die bei uns komplett ignoriert wird. Der Sturm gewinnt Spiele, aber ohne eine stabile Abwehr gewinnst du keine Titel.
Diese fehlende Balance fällt besonders in dieser Spielzeit auf. (Anmerkung: Auch andere Top-Clubs haben verletzte Spielerinnen – das zählt nicht als Ausrede).

3. Stagnation statt Entwicklung
Welche Spielerin ist in Frankfurt unter Arnautis wirklich besser geworden?
Freigang und Kleinherne waren/sind Naturtalente.
Im Gegenteil: Spielerinnen wie Carlotta Wamser oder Camilla Küver wurden erst zu Nationalspielerinnen, nachdem sie den Verein verlassen hatten bzw. bereits auf dem Absprung waren.
Sjoeke Nüsken wurde erst nach dem Wechsel auf die Insel zur festen Größe im Nationalteam.
Das alles ist ein Armutszeugnis für unsere interne Ausbildung und Wertschätzung und gehört hinterfragt.

4. Umgang mit dem Nachwuchs
Unsere U20-Talente werden kontinuierlich auf Distanz gehalten. Bender, Plattner, Rückert und Co. grüßen bereits aus der Ferne. Man kann jungen Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft nicht ewig nur „billige Verträge“ aufschwatzen, um sie dann auf der Bank mit minimalistischen Alibi-Spielzeiten versauern zu lassen.

Das bringt beiden Seiten absolut NICHTS.

Im Gegenteil: Das spricht sich herum, und vielversprechende Nachwuchstalente werden so schnell wie möglich aus FFM abhauen.
Ich bin gespannt, wie lange die Zwillinge das noch mitmachen.
Die kurzen Einsatzzeiten, die Arnautis gewährt, sorgen dafür, dass Einwechselspielerinnen (Ausnahme: Naturtalent Chiba) für 5 bis 15 Minuten wie Falschgeld und ohne Bindung zum Spiel auf dem Platz herumlaufen.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Einsatzzeiten bei „unwichtigen“ Spielen durch eine wild zusammengewürfelte Truppe künstlich hochgehalten werden.

Erfolgreiche Trainer nutzen bei Mehrfachbelastung üblicherweise ein Rotationsprinzip von 90, 60 oder 30 Minuten.
Das hat unter anderem den positiven Effekt, dass Ergänzungsspielerinnen ausreichend Spielpraxis mit dem Team sammeln und Stammspielerinnen genügend Zeit haben sich zu erholen.
Nennt man Win-Win Situation.

Als Beispiel führe ich jetzt mal Laura Freigang an. Bei der drei bis vierfach Belastung in der Vorrunde (Pokal, Länderspiele, Liga und Europacup) waren die Spiele überwiegend schlecht.
In letzter Zeit hatte sie ausreichend Erholungs-Zeit zwischen den Spielen und schon stimmt die Leistung einigermaßen.
Klar wollte sie immer spielen, aber als Trainer muss man weiter blicken und Verantwortung übernehmen.
Bei Ihr erwarte ich Bestform nach dem Ausscheiden aus den Europa-Cup. Schau mer mal.

5. Fluchtgefahr bei den Leistungsträgerinnen
Es würde mich nicht wundern, wenn die Berater von Anyomi, Gräwe, Senß und Reuteler längst ihre Fühler ausstrecken.
Wer will als Top-Spielerin schon dauerhaft in einem System spielen, das keine echte Aussicht auf Silberware oder Titel bietet? Apropo System, das ist höchstwahrscheinlich bis in die unteren Ligen bekannt.
Arnautis erwartet von seinen Spielerinnen Flexibilität, ist aber selbst so flexibel wie  eine Hauswand.
Plan B Fehlanzeige.

Fazit: Das aktuelle Trainerteam hatte mehr als genug Zeit, sich zu bewähren. Wenn wir nicht aufpassen, entwickeln wir uns von einem ambitionierten Top-Club zu einer reinen Durchgangsstation für Talente, die erst woanders den nächsten Schritt machen.
Bringt vielleicht vordergründig Kohle, schadet aber dem Standort und dem Ansehen des Vereins in der Zukunft.

Gerne dürfen jetzt wieder einzelne Passagen zitiert und kommentiert werden, ändert aber absolut nichts an meiner Meinung.
Und jetzt lege ich mich wieder zurück und warte auf die erlösende Schlagzeile. Bis irgendwann mal. Vielleicht.
#
Bravo! Ein fundierter Beitrag, von dem ich wirklich hoffe, dass ihn auch die Verantwortlichen lesen.

Btw. dass ich meinem Beitrag nur über Nico schrieb, heisst nicht, dass ich nicht genau diese Punkte bei Kader und Clubleitung auch sehe.
#
Eigentlich wollte ich ja im Forum nicht mehr mitwirken...aber wenn es schon mal ein Thread Arnautis gibt.....

möchte ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben, denn die aktuelle Entwicklung ist für mich mehr als fragwürdig.
Es geht mir dabei um den Frauenfußball in Frankfurt im allgemeinen.

Niko Arnautis ist seit 2017 im Amt – eine Ewigkeit im modernen Fußball. Doch wenn wir ehrlich sind und die Bilanz nach all den Jahren ziehen, steht dort:   Null Titel.
Und das, obwohl ihm und seinem Team in jeder Saison ausreichend Nationalspielerinnen zur Verfügung stehen.

Ich habe zunehmend das Gefühl, dass im Verein eine gefährliche Genügsamkeit eingekehrt ist.
Hier sind meine Gründe, warum ich glaube, dass wir einen neuen Impuls auf der Trainerbank brauchen:

1. Das „Mantra“ Platz 3
Wir tragen die Qualifikation für die Champions League wie eine Trophäe vor uns her.
Aber seien wir ehrlich: Platz 3 brachte bisher außer Reisekosten und einer unnötigen Belastung der Spielerinnen nichts Zählbares. Unter anderem weil man nicht den absoluten Willen und den Anspruch hat, wirklich oben anzugreifen.
Wir schielen nur nach hinten, statt eine Truppe zu entwickeln, die auch mal Großes erreichen kann.

2. Die Defensive gewinnt Meisterschaften
Eine alte Fußballweisheit, die bei uns komplett ignoriert wird. Der Sturm gewinnt Spiele, aber ohne eine stabile Abwehr gewinnst du keine Titel.
Diese fehlende Balance fällt besonders in dieser Spielzeit auf. (Anmerkung: Auch andere Top-Clubs haben verletzte Spielerinnen – das zählt nicht als Ausrede).

3. Stagnation statt Entwicklung
Welche Spielerin ist in Frankfurt unter Arnautis wirklich besser geworden?
Freigang und Kleinherne waren/sind Naturtalente.
Im Gegenteil: Spielerinnen wie Carlotta Wamser oder Camilla Küver wurden erst zu Nationalspielerinnen, nachdem sie den Verein verlassen hatten bzw. bereits auf dem Absprung waren.
Sjoeke Nüsken wurde erst nach dem Wechsel auf die Insel zur festen Größe im Nationalteam.
Das alles ist ein Armutszeugnis für unsere interne Ausbildung und Wertschätzung und gehört hinterfragt.

4. Umgang mit dem Nachwuchs
Unsere U20-Talente werden kontinuierlich auf Distanz gehalten. Bender, Plattner, Rückert und Co. grüßen bereits aus der Ferne. Man kann jungen Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft nicht ewig nur „billige Verträge“ aufschwatzen, um sie dann auf der Bank mit minimalistischen Alibi-Spielzeiten versauern zu lassen.

Das bringt beiden Seiten absolut NICHTS.

Im Gegenteil: Das spricht sich herum, und vielversprechende Nachwuchstalente werden so schnell wie möglich aus FFM abhauen.
Ich bin gespannt, wie lange die Zwillinge das noch mitmachen.
Die kurzen Einsatzzeiten, die Arnautis gewährt, sorgen dafür, dass Einwechselspielerinnen (Ausnahme: Naturtalent Chiba) für 5 bis 15 Minuten wie Falschgeld und ohne Bindung zum Spiel auf dem Platz herumlaufen.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Einsatzzeiten bei „unwichtigen“ Spielen durch eine wild zusammengewürfelte Truppe künstlich hochgehalten werden.

Erfolgreiche Trainer nutzen bei Mehrfachbelastung üblicherweise ein Rotationsprinzip von 90, 60 oder 30 Minuten.
Das hat unter anderem den positiven Effekt, dass Ergänzungsspielerinnen ausreichend Spielpraxis mit dem Team sammeln und Stammspielerinnen genügend Zeit haben sich zu erholen.
Nennt man Win-Win Situation.

Als Beispiel führe ich jetzt mal Laura Freigang an. Bei der drei bis vierfach Belastung in der Vorrunde (Pokal, Länderspiele, Liga und Europacup) waren die Spiele überwiegend schlecht.
In letzter Zeit hatte sie ausreichend Erholungs-Zeit zwischen den Spielen und schon stimmt die Leistung einigermaßen.
Klar wollte sie immer spielen, aber als Trainer muss man weiter blicken und Verantwortung übernehmen.
Bei Ihr erwarte ich Bestform nach dem Ausscheiden aus den Europa-Cup. Schau mer mal.

5. Fluchtgefahr bei den Leistungsträgerinnen
Es würde mich nicht wundern, wenn die Berater von Anyomi, Gräwe, Senß und Reuteler längst ihre Fühler ausstrecken.
Wer will als Top-Spielerin schon dauerhaft in einem System spielen, das keine echte Aussicht auf Silberware oder Titel bietet? Apropo System, das ist höchstwahrscheinlich bis in die unteren Ligen bekannt.
Arnautis erwartet von seinen Spielerinnen Flexibilität, ist aber selbst so flexibel wie  eine Hauswand.
Plan B Fehlanzeige.

Fazit: Das aktuelle Trainerteam hatte mehr als genug Zeit, sich zu bewähren. Wenn wir nicht aufpassen, entwickeln wir uns von einem ambitionierten Top-Club zu einer reinen Durchgangsstation für Talente, die erst woanders den nächsten Schritt machen.
Bringt vielleicht vordergründig Kohle, schadet aber dem Standort und dem Ansehen des Vereins in der Zukunft.

Gerne dürfen jetzt wieder einzelne Passagen zitiert und kommentiert werden, ändert aber absolut nichts an meiner Meinung.
Und jetzt lege ich mich wieder zurück und warte auf die erlösende Schlagzeile. Bis irgendwann mal. Vielleicht.
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vikkybummsy schrieb:

Eigentlich wollte ich ja im Forum nicht mehr mitwirken...

Was nach deinem sachlich fundiertem Beitrag wirklich sehr schade ist. Ich fände es schön, wenn du dich mit deinem Wissen und deinen sehr guten Kenntnissen rund um den Frauenfußball in dieser Art und Weise hier öfter einbringen würdest.

Generell mal ein Lob an alle, die hier gepostet haben für die allesamt sachlichen Beiträge zu den unterschiedlichen Sichtweisen und Denkansätzen. So macht der Austausch wirklich Spaß.
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Eigentlich wollte ich ja im Forum nicht mehr mitwirken...aber wenn es schon mal ein Thread Arnautis gibt.....

möchte ich mir das jetzt mal von der Seele schreiben, denn die aktuelle Entwicklung ist für mich mehr als fragwürdig.
Es geht mir dabei um den Frauenfußball in Frankfurt im allgemeinen.

Niko Arnautis ist seit 2017 im Amt – eine Ewigkeit im modernen Fußball. Doch wenn wir ehrlich sind und die Bilanz nach all den Jahren ziehen, steht dort:   Null Titel.
Und das, obwohl ihm und seinem Team in jeder Saison ausreichend Nationalspielerinnen zur Verfügung stehen.

Ich habe zunehmend das Gefühl, dass im Verein eine gefährliche Genügsamkeit eingekehrt ist.
Hier sind meine Gründe, warum ich glaube, dass wir einen neuen Impuls auf der Trainerbank brauchen:

1. Das „Mantra“ Platz 3
Wir tragen die Qualifikation für die Champions League wie eine Trophäe vor uns her.
Aber seien wir ehrlich: Platz 3 brachte bisher außer Reisekosten und einer unnötigen Belastung der Spielerinnen nichts Zählbares. Unter anderem weil man nicht den absoluten Willen und den Anspruch hat, wirklich oben anzugreifen.
Wir schielen nur nach hinten, statt eine Truppe zu entwickeln, die auch mal Großes erreichen kann.

2. Die Defensive gewinnt Meisterschaften
Eine alte Fußballweisheit, die bei uns komplett ignoriert wird. Der Sturm gewinnt Spiele, aber ohne eine stabile Abwehr gewinnst du keine Titel.
Diese fehlende Balance fällt besonders in dieser Spielzeit auf. (Anmerkung: Auch andere Top-Clubs haben verletzte Spielerinnen – das zählt nicht als Ausrede).

3. Stagnation statt Entwicklung
Welche Spielerin ist in Frankfurt unter Arnautis wirklich besser geworden?
Freigang und Kleinherne waren/sind Naturtalente.
Im Gegenteil: Spielerinnen wie Carlotta Wamser oder Camilla Küver wurden erst zu Nationalspielerinnen, nachdem sie den Verein verlassen hatten bzw. bereits auf dem Absprung waren.
Sjoeke Nüsken wurde erst nach dem Wechsel auf die Insel zur festen Größe im Nationalteam.
Das alles ist ein Armutszeugnis für unsere interne Ausbildung und Wertschätzung und gehört hinterfragt.

4. Umgang mit dem Nachwuchs
Unsere U20-Talente werden kontinuierlich auf Distanz gehalten. Bender, Plattner, Rückert und Co. grüßen bereits aus der Ferne. Man kann jungen Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft nicht ewig nur „billige Verträge“ aufschwatzen, um sie dann auf der Bank mit minimalistischen Alibi-Spielzeiten versauern zu lassen.

Das bringt beiden Seiten absolut NICHTS.

Im Gegenteil: Das spricht sich herum, und vielversprechende Nachwuchstalente werden so schnell wie möglich aus FFM abhauen.
Ich bin gespannt, wie lange die Zwillinge das noch mitmachen.
Die kurzen Einsatzzeiten, die Arnautis gewährt, sorgen dafür, dass Einwechselspielerinnen (Ausnahme: Naturtalent Chiba) für 5 bis 15 Minuten wie Falschgeld und ohne Bindung zum Spiel auf dem Platz herumlaufen.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Einsatzzeiten bei „unwichtigen“ Spielen durch eine wild zusammengewürfelte Truppe künstlich hochgehalten werden.

Erfolgreiche Trainer nutzen bei Mehrfachbelastung üblicherweise ein Rotationsprinzip von 90, 60 oder 30 Minuten.
Das hat unter anderem den positiven Effekt, dass Ergänzungsspielerinnen ausreichend Spielpraxis mit dem Team sammeln und Stammspielerinnen genügend Zeit haben sich zu erholen.
Nennt man Win-Win Situation.

Als Beispiel führe ich jetzt mal Laura Freigang an. Bei der drei bis vierfach Belastung in der Vorrunde (Pokal, Länderspiele, Liga und Europacup) waren die Spiele überwiegend schlecht.
In letzter Zeit hatte sie ausreichend Erholungs-Zeit zwischen den Spielen und schon stimmt die Leistung einigermaßen.
Klar wollte sie immer spielen, aber als Trainer muss man weiter blicken und Verantwortung übernehmen.
Bei Ihr erwarte ich Bestform nach dem Ausscheiden aus den Europa-Cup. Schau mer mal.

5. Fluchtgefahr bei den Leistungsträgerinnen
Es würde mich nicht wundern, wenn die Berater von Anyomi, Gräwe, Senß und Reuteler längst ihre Fühler ausstrecken.
Wer will als Top-Spielerin schon dauerhaft in einem System spielen, das keine echte Aussicht auf Silberware oder Titel bietet? Apropo System, das ist höchstwahrscheinlich bis in die unteren Ligen bekannt.
Arnautis erwartet von seinen Spielerinnen Flexibilität, ist aber selbst so flexibel wie  eine Hauswand.
Plan B Fehlanzeige.

Fazit: Das aktuelle Trainerteam hatte mehr als genug Zeit, sich zu bewähren. Wenn wir nicht aufpassen, entwickeln wir uns von einem ambitionierten Top-Club zu einer reinen Durchgangsstation für Talente, die erst woanders den nächsten Schritt machen.
Bringt vielleicht vordergründig Kohle, schadet aber dem Standort und dem Ansehen des Vereins in der Zukunft.

Gerne dürfen jetzt wieder einzelne Passagen zitiert und kommentiert werden, ändert aber absolut nichts an meiner Meinung.
Und jetzt lege ich mich wieder zurück und warte auf die erlösende Schlagzeile. Bis irgendwann mal. Vielleicht.
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Das Problem liegt aber so weit in der Vergangenheit das die SGE tatsächlich unendlich Geld hätte investieren müssen um auf Wob und Bayern aufzuschließen.
Der 1.FFC wäre wohl den Weg von Potsdam und Sand gegangen.
Insofern war es schon erstmal eine Leistung uns wieder zur dritten Kraft zu machen.

Hätte die Eintracht mehr Geld investiert wäre der Nachwuchs noch mehr abgemeldet als es ohnehin schon der Fall war nachdem wir "ewiger dritter" waren.

Und das Arnautis die Spielerinnen nicht entwickelt hat stimmt so auch nicht.
Wären Freigang und Kleinherne wirklich solche Naturtalente hätte die Nahrungskette gegriffen und Bayern oder Wob (aber auch die ausländischen top Mannschaften) hätten sie geholt.
Warum Arnautis irgendwann tatsächlich nur noch Nachwuchsspielerinnen gebracht hat wenn es aufgrund Verletzungen sein musste ist ist ein Rätsel.

Ich sehe tatsächlich keine realistische Chance die Bayern und Wob anzugreifen. Wolfsburg hat jetzt mal 2 Saisons etwas geschwächelt aber ist trotzdem zu weit weg.
Zumal langsam auch im Frauenfußball der Transfermarkt richtig in Schwung kommt und die ablösen immer weiter steigen.
Und trotzdem hat die englische Liga im Winter quasi die skandinavischen Ligen leergekauft (irgendjemand hatte hier im Forum glaub 10-15 Spielerinnen aufgezählt die zu Arsenal, City und co gewechselt sind)
Ein neues Trainerteam könnte hier in Frankfurt vermutlich wirklich mal wieder etwas Aufschwung im Mindset bringen aber sportlich sind wir in der Nahrungskette viel zu weit unten um nach "Silberware" greifen zu können. Da muss tatsächlich ein Wunder heute oder dann mal im DFB-Pokal geschehen.
Aber das trifft eben aktuell noch auf alle deutschen Vereine zu und auch ein BVB oder VfB die demnächst in der Liga anklopfen werden werden daran so schnell nichts ändern.

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So ein bisschen von der Seitenlinie eingeworfen:

Ich finde es interessant, dass hier zwar viel und vieles Richtige über die Vergangenheit zu lesen ist, aber ein Name überhaupt nicht auftaucht, der für die Zukunft wichtig sein sollte, jedenfalls angesichts ihrer Gehaltsklasse:

Was erwarten wir von Babette - im Zusammenhang mit den Themen hier? Und was erwartet der Verein von ihr?

Natürlich wird im Fußball offiziell immer bis zur letzten Minute vor einem Trainerwechsel die Unterstützung des Vereins für schwächelnde Kandidaten beschworen. Aber es gibt auch ein Ritual der Zwischentöne, und die Ansage vor dem Pokalspiel gegen Wolfsburg, man könne noch 3 Ziele erreichen, klang schon ein wenig nach "was ich von Trainer und Mannschaft erwarte, um sich mein Wohlwollen zu sichern".  

Jedenfalls bin ich sehr gespannt, was wir im Sommer von ihr hören und sehen werden. Sicher hängt das auch davon ab, ob wir wenigstens Platz 3 halten. Ich denke aber, wenn auch dieses Ziel nicht erreicht wird, dürfte Nico zumindest bei ihr angezählt sein.
#
Die Frage ist eher, ob es in der aktuellen Besetzung weitergeht, wenn wir Dritter werden (wovon ich weiterhin fest ausgehe).
#
Nach etwas Zeit für Gedankenspiele kommt von mir hier jetzt nochmals ein paar Gedanken zum Thema Trainer und Trainerstab.
Sollte ich mich wiederholen oder Aussagen von Euch erneut erwähnen, bitte ich, dies zu entschuldigen. Aber ich denke, lieber etwas einmal zu viel erwähnen und zu diskutieren, als es unerwähnt zu lassen.
Habe auf der Rückreise von Göteborg mit einigen anderen Fans im Austausch gestanden. Es kam immer sofort der Satz, frei zitiert: „Jetzt ist die Zeit reif, dass Herr Arnautis geht“.
Als Mensch möchte ich immer alle Seiten beleuchten und gebe Urteile nur ab, wenn ich alles analysiert habe, bin da oft eher zurückhaltend, wenn ich keine tieferen Einblicke habe. Am Spielfeldrand im Stadion oft sehr intensiv emotional und direkt, was meine Sitznachbarn ertragen müssen…
Nun habe ich mir ein klares Statement angeeignet. Nach reichlicher Analyse muss ich klar sagen: Die Eintracht Frauen brauchen ab Juni eine komplette Neubesetzung des Trainerteams.
Ausnahmen bestätigen die Regel, Torwarttrainer möchte ich nicht bewerten, weil ich von der Entwicklung von Lina Altenburg sehr angetan bin.
Hier nur ein paar Gedanken dazu:
Ich lobe alle Erfolge und die langjährige Arbeit, die Niko Arnautis bisher gehabt und geleistet hat. Aber die Welt dreht sich weiter.

Es muss genau betrachtet werden, dass wir Liga- und Europaweit den Anschluss verlieren bzw. die Leistung nicht abrufen, die wir brauchen, um da mitzuhalten.

Katharina Kiel hat jüngst immer wieder betont, dass Eintracht Frankfurt ein Ausbildungsverein ist. Da möchte ich, vor allem auch im Namen aller Fans, die aus der überaus erfolgreichen FFC-Zeit kommen, widersprechen! Wir müssen um Titel kämpfen, nur dann hat Eintracht Frankfurt eine Chance. Wieso? Weil sich alles in den Köpfen abspielt! Ja, wir bilden aus, aber wollen wegen der Erfolge auch zielorientierte junge Spielerinnen anziehen. Ainhoa Alguacil wäre nicht nach Frankfurt gekommen, würden wir im Mittelfeld agieren und nicht auf europäischer Ebene spielen. Nur um eines der Beispiele zu nehmen.  Über die Abgänge der Talente, die nun in anderen Mannschaften Erfolge feiern, möchte ich gar nicht reden ( kleiner Einwurf: Martinez hat derzeit einen Marktwert von 600.000 etc. ). Es muss die Frage erlaubt sein: Kann Niko Anrautis noch zeitgemäß aus- und weiterbilden? Will er dies überhaupt? Seine Einwechselstrategie lässt vermuten , NEIN. Würde die Eintracht auf Ablöseerträge so sehr abzielen, hätte man doch Geraldine Reuteler im Sommer ziehen lassen und damit etwas Geld herausgeholt (kenne leider keine Vertragsdetails, ist auch besser so…). Die Wahrheit ist, als Anfängerin oder „Azubi“ hätte Gery bei Ihrer aktuellen Leistungsdelle, Ihrer aktuellen Saisonleistung unter jedem anderen Trainer nicht so viel gespielt, wie sie von Arnautis eingesetzt wurde. Auch da wieder meine Meinung: Der Kopf spielt mit. Wo ist der Mentalcoach für genau diese Fälle?

Es wird diesen Sommer heftige Abgänge hageln, mögliche Kandidatinnen sind euch allen bekannt. Liegt dies auch am Trainergespann? Bitte nicht falsch interpretieren, ich mag Niko Arnautis von menschlicher Seite sehr. Auch kann es gut sein, dass er seine Fühler, nach bestandener A-Pro-Lizenz, nach einem anderen Proficlub im Männerbereich ausstreckt (Kaffeesatz Leserei meinerseits). Aber ich denke schon, dass dem gesamten Vorstand schon bewusst ist, dass sich einige unserer Spielerinnen nach anderen Vereinen umschauen, wenn nicht auch im Trainerbereich, nach verpassten Finalen in zwei Pokalwettbewerben, und verpasstem Europäischen Finale, eine Umgestaltung passieren wird. Zitiere Markus Krösche: „Die Weiterentwicklung der Abteilung Frauenfußball in der Eintracht Fußball AG ist ein wichtiges Ziel.“ Ich nehme ihn beim Wort!

Warum haben wir das Europäische Finale nicht erreicht? Nur wegen der 0:3 Niederlage und des mittelmäßigen Hinspiels. Bei einer gefühlten Passquote von 20 % und technischen Fehlern auf 3. Liga Niveau fragt man sich, warum unsere Mannschaft so zwei unterschiedliche Gesichter hat? Das ist meiner Meinung nach ganz klar der Fehler des gesamten Trainerstabes. Die fehlende Chancenverwertung ist nicht daran schuld, die Gegentore sind es. Alle Tore sind aus einfachsten Fehlern entstanden. Fehler passieren, aber nicht 3 so krasse, da muss das Trainerteam reagieren. Und schon wieder bin ich beim Kopf und den Gedanken im Kopf der Spielerinnen. W.T. Gallwey hat bereits 1974 die Zusammenhänge von Gedankenspiel, Nervosität, Konzentration und Fokussieren während des Wettbewerbs in seinem legendären Buch „The inner game of tennis“ erläutert. Oder auch die Berichte und Forschungsarbeiten der Sportabteilung der Johannes Gutenberg Universität Mainz und anderer Universitäten über „Differenzielles Training“ scheinen im Deutschen Frauenfußball noch nicht wahrgenommen und umgesetzt zu werden. In dieser Thematik sehe ich großes Potenzial für die Zukunft, was durch ein neues Trainerteam angegangen werden sollte. Hier ist ganz klar Babette Peters gefordert. Sie kommt aus den USA zu uns, wo man bereits weiter ist in diesen Themenbereichen.  

So viel für heute. Danke für eure Geduld.
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Nach etwas Zeit für Gedankenspiele kommt von mir hier jetzt nochmals ein paar Gedanken zum Thema Trainer und Trainerstab.
Sollte ich mich wiederholen oder Aussagen von Euch erneut erwähnen, bitte ich, dies zu entschuldigen. Aber ich denke, lieber etwas einmal zu viel erwähnen und zu diskutieren, als es unerwähnt zu lassen.
Habe auf der Rückreise von Göteborg mit einigen anderen Fans im Austausch gestanden. Es kam immer sofort der Satz, frei zitiert: „Jetzt ist die Zeit reif, dass Herr Arnautis geht“.
Als Mensch möchte ich immer alle Seiten beleuchten und gebe Urteile nur ab, wenn ich alles analysiert habe, bin da oft eher zurückhaltend, wenn ich keine tieferen Einblicke habe. Am Spielfeldrand im Stadion oft sehr intensiv emotional und direkt, was meine Sitznachbarn ertragen müssen…
Nun habe ich mir ein klares Statement angeeignet. Nach reichlicher Analyse muss ich klar sagen: Die Eintracht Frauen brauchen ab Juni eine komplette Neubesetzung des Trainerteams.
Ausnahmen bestätigen die Regel, Torwarttrainer möchte ich nicht bewerten, weil ich von der Entwicklung von Lina Altenburg sehr angetan bin.
Hier nur ein paar Gedanken dazu:
Ich lobe alle Erfolge und die langjährige Arbeit, die Niko Arnautis bisher gehabt und geleistet hat. Aber die Welt dreht sich weiter.

Es muss genau betrachtet werden, dass wir Liga- und Europaweit den Anschluss verlieren bzw. die Leistung nicht abrufen, die wir brauchen, um da mitzuhalten.

Katharina Kiel hat jüngst immer wieder betont, dass Eintracht Frankfurt ein Ausbildungsverein ist. Da möchte ich, vor allem auch im Namen aller Fans, die aus der überaus erfolgreichen FFC-Zeit kommen, widersprechen! Wir müssen um Titel kämpfen, nur dann hat Eintracht Frankfurt eine Chance. Wieso? Weil sich alles in den Köpfen abspielt! Ja, wir bilden aus, aber wollen wegen der Erfolge auch zielorientierte junge Spielerinnen anziehen. Ainhoa Alguacil wäre nicht nach Frankfurt gekommen, würden wir im Mittelfeld agieren und nicht auf europäischer Ebene spielen. Nur um eines der Beispiele zu nehmen.  Über die Abgänge der Talente, die nun in anderen Mannschaften Erfolge feiern, möchte ich gar nicht reden ( kleiner Einwurf: Martinez hat derzeit einen Marktwert von 600.000 etc. ). Es muss die Frage erlaubt sein: Kann Niko Anrautis noch zeitgemäß aus- und weiterbilden? Will er dies überhaupt? Seine Einwechselstrategie lässt vermuten , NEIN. Würde die Eintracht auf Ablöseerträge so sehr abzielen, hätte man doch Geraldine Reuteler im Sommer ziehen lassen und damit etwas Geld herausgeholt (kenne leider keine Vertragsdetails, ist auch besser so…). Die Wahrheit ist, als Anfängerin oder „Azubi“ hätte Gery bei Ihrer aktuellen Leistungsdelle, Ihrer aktuellen Saisonleistung unter jedem anderen Trainer nicht so viel gespielt, wie sie von Arnautis eingesetzt wurde. Auch da wieder meine Meinung: Der Kopf spielt mit. Wo ist der Mentalcoach für genau diese Fälle?

Es wird diesen Sommer heftige Abgänge hageln, mögliche Kandidatinnen sind euch allen bekannt. Liegt dies auch am Trainergespann? Bitte nicht falsch interpretieren, ich mag Niko Arnautis von menschlicher Seite sehr. Auch kann es gut sein, dass er seine Fühler, nach bestandener A-Pro-Lizenz, nach einem anderen Proficlub im Männerbereich ausstreckt (Kaffeesatz Leserei meinerseits). Aber ich denke schon, dass dem gesamten Vorstand schon bewusst ist, dass sich einige unserer Spielerinnen nach anderen Vereinen umschauen, wenn nicht auch im Trainerbereich, nach verpassten Finalen in zwei Pokalwettbewerben, und verpasstem Europäischen Finale, eine Umgestaltung passieren wird. Zitiere Markus Krösche: „Die Weiterentwicklung der Abteilung Frauenfußball in der Eintracht Fußball AG ist ein wichtiges Ziel.“ Ich nehme ihn beim Wort!

Warum haben wir das Europäische Finale nicht erreicht? Nur wegen der 0:3 Niederlage und des mittelmäßigen Hinspiels. Bei einer gefühlten Passquote von 20 % und technischen Fehlern auf 3. Liga Niveau fragt man sich, warum unsere Mannschaft so zwei unterschiedliche Gesichter hat? Das ist meiner Meinung nach ganz klar der Fehler des gesamten Trainerstabes. Die fehlende Chancenverwertung ist nicht daran schuld, die Gegentore sind es. Alle Tore sind aus einfachsten Fehlern entstanden. Fehler passieren, aber nicht 3 so krasse, da muss das Trainerteam reagieren. Und schon wieder bin ich beim Kopf und den Gedanken im Kopf der Spielerinnen. W.T. Gallwey hat bereits 1974 die Zusammenhänge von Gedankenspiel, Nervosität, Konzentration und Fokussieren während des Wettbewerbs in seinem legendären Buch „The inner game of tennis“ erläutert. Oder auch die Berichte und Forschungsarbeiten der Sportabteilung der Johannes Gutenberg Universität Mainz und anderer Universitäten über „Differenzielles Training“ scheinen im Deutschen Frauenfußball noch nicht wahrgenommen und umgesetzt zu werden. In dieser Thematik sehe ich großes Potenzial für die Zukunft, was durch ein neues Trainerteam angegangen werden sollte. Hier ist ganz klar Babette Peters gefordert. Sie kommt aus den USA zu uns, wo man bereits weiter ist in diesen Themenbereichen.  

So viel für heute. Danke für eure Geduld.
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Danke für deinem ausführlich und fundiert begründeten Beitrag zum Thema, und....

Jniessner schrieb:

Am Spielfeldrand im Stadion oft sehr intensiv emotional und direkt, was meine Sitznachbarn ertragen müssen…

Ich bin ganz sicher, deine Sitznachbarn würden etwas vermissen, wenn es nicht so wäre!


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