Ich habe gerade Mal den Tabellenrechner bemüht und der sagt echt zumindest bei mir einen Klassenerhalt der Wölfe voraus und einen zehnten Platz bei uns. Ich bin von drei Niederlagen und einem Unentschieden bei uns ausgegangen. Es kann ja nur besser werden und die Mannschaft wird mich hoffentlich Lügen strafen und mindestens drei Siege einfahren werden.
Hmm...das kann ich jetzt kaum nachvollziehen. Ich hab auch mal den Rechner bei Kicker durchgeklickt. Mit nem Unentschieden in Augsburg, nem dreckigen Heimsieg gegen den HSV , Niederlage mit 2 Toren in Dortmund und einem dreckigen Sieg gegen auf dem 5. Platz am letzten Spieltag qualifizierte Stuttgarter sind wir 3 Tore vor Freiburg. Bei denen hab ich: Niederlage in Dortmund mit 2 Toren, Heimsieg gegen VW mit 1 Tor, Unentschieden in Hamburg, Unentschieden zuhause gegen Leipzig. Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft. Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Ich habe gerade Mal den Tabellenrechner bemüht und der sagt echt zumindest bei mir einen Klassenerhalt der Wölfe voraus und einen zehnten Platz bei uns. Ich bin von drei Niederlagen und einem Unentschieden bei uns ausgegangen. Es kann ja nur besser werden und die Mannschaft wird mich hoffentlich Lügen strafen und mindestens drei Siege einfahren werden.
Hmm...das kann ich jetzt kaum nachvollziehen. Ich hab auch mal den Rechner bei Kicker durchgeklickt. Mit nem Unentschieden in Augsburg, nem dreckigen Heimsieg gegen den HSV , Niederlage mit 2 Toren in Dortmund und einem dreckigen Sieg gegen auf dem 5. Platz am letzten Spieltag qualifizierte Stuttgarter sind wir 3 Tore vor Freiburg. Bei denen hab ich: Niederlage in Dortmund mit 2 Toren, Heimsieg gegen VW mit 1 Tor, Unentschieden in Hamburg, Unentschieden zuhause gegen Leipzig. Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft. Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Hmm...das kann ich jetzt kaum nachvollziehen. Ich hab auch mal den Rechner bei Kicker durchgeklickt. Mit nem Unentschieden in Augsburg, nem dreckigen Heimsieg gegen den HSV , Niederlage mit 2 Toren in Dortmund und einem dreckigen Sieg gegen auf dem 5. Platz am letzten Spieltag qualifizierte Stuttgarter sind wir 3 Tore vor Freiburg. ...
Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Das ist alles Spekulation und ich bin sehr negativ ran gegangen, somit wären positive Ergebnisse umso schöner. Du bist positiv ran gegangen, da kann es eher schlechter und bei mir besser werden. Normalerweise müssten wir Augsburg und der HSV schlagen. Aber normalerweise müsste ich auch zehn Kilo leichter sein.
Hmm...das kann ich jetzt kaum nachvollziehen. Ich hab auch mal den Rechner bei Kicker durchgeklickt. Mit nem Unentschieden in Augsburg, nem dreckigen Heimsieg gegen den HSV , Niederlage mit 2 Toren in Dortmund und einem dreckigen Sieg gegen auf dem 5. Platz am letzten Spieltag qualifizierte Stuttgarter sind wir 3 Tore vor Freiburg. Bei denen hab ich: Niederlage in Dortmund mit 2 Toren, Heimsieg gegen VW mit 1 Tor, Unentschieden in Hamburg, Unentschieden zuhause gegen Leipzig. Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft. Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Hmm...das kann ich jetzt kaum nachvollziehen. Ich hab auch mal den Rechner bei Kicker durchgeklickt. Mit nem Unentschieden in Augsburg, nem dreckigen Heimsieg gegen den HSV , Niederlage mit 2 Toren in Dortmund und einem dreckigen Sieg gegen auf dem 5. Platz am letzten Spieltag qualifizierte Stuttgarter sind wir 3 Tore vor Freiburg. ...
Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Hmm...das kann ich jetzt kaum nachvollziehen. Ich hab auch mal den Rechner bei Kicker durchgeklickt. Mit nem Unentschieden in Augsburg, nem dreckigen Heimsieg gegen den HSV , Niederlage mit 2 Toren in Dortmund und einem dreckigen Sieg gegen auf dem 5. Platz am letzten Spieltag qualifizierte Stuttgarter sind wir 3 Tore vor Freiburg. ...
Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Ja,bestätige ich. Ich bin erleichtert, dass ich nicht der Forumsdepri bin
Naja, das Wort finde ich hart. Ja natürlich der 10 Platz ist sehr negativ gerechnet. Ich weiß das Du es eher positiv magst, ich halte Ehrlichkeit für am besten. Und aktuell ist unsere Lage nunmal bescheiden. Ich wurde auch dafür kritisiert, das als ich gesagt habe, das in der aktuellen Form keine Siege gegen Leipzig, BVB, und Stuttgart drin sind, selbst wenn die mit angezogener Handbremse spielen würden. Die Wahrheit ist, unserer Mannschaft fehlt im Moment schon die Galligkeit für so ein einen Erfolg. Plus die ganzen anderen Probleme. Ich finde dieses ganz negative genauso falsch wie den grenzenloses Optimismus von "derexperte".
Natürlich gibt es die Möglichkeit das die Mannschaft wie bei Schaaf damals einen unerwarteten Schlußspurt hinlegt. Nur sehe ich aktuell keine Ansatzpunkte, warum das passieren sollte und im Gegensatz zu damals ist unser aktueller Trainer ein Bundesliganeuling, Schaaf war ein alter Veteran dagegen. Ich tippe rein vom Bauchgefühl her das wir noch 4-5 Punkte holen, das traue ich der Mannschaft und dem Trainer zu, für Platz 7 wird das natürlich nicht reichen, aber da war eigentlich schon vor Wochen klar.
Hmm...das kann ich jetzt kaum nachvollziehen. Ich hab auch mal den Rechner bei Kicker durchgeklickt. Mit nem Unentschieden in Augsburg, nem dreckigen Heimsieg gegen den HSV , Niederlage mit 2 Toren in Dortmund und einem dreckigen Sieg gegen auf dem 5. Platz am letzten Spieltag qualifizierte Stuttgarter sind wir 3 Tore vor Freiburg. Bei denen hab ich: Niederlage in Dortmund mit 2 Toren, Heimsieg gegen VW mit 1 Tor, Unentschieden in Hamburg, Unentschieden zuhause gegen Leipzig. Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft. Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Das ist alles Spekulation und ich bin sehr negativ ran gegangen, somit wären positive Ergebnisse umso schöner. Du bist positiv ran gegangen, da kann es eher schlechter und bei mir besser werden. Normalerweise müssten wir Augsburg und der HSV schlagen. Aber normalerweise müsste ich auch zehn Kilo leichter sein.
Die Sasom mit Abschluss Platz 7 oder 8 wäre für mich nicht katastrophal, sondern ärgerlich. Dass dies so mal eintreten wird, hatte ich schon vor Jahren gesagt.
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Tafelberg schrieb: Die Sasom mit Abschluss Platz 7 oder 8 wäre für mich nicht katastrophal, sondern ärgerlich. Dass dies so mal eintreten wird, hatte ich schon vor Jahren gesagt.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Tafelberg schrieb: Die Sasom mit Abschluss Platz 7 oder 8 wäre für mich nicht katastrophal, sondern ärgerlich. Dass dies so mal eintreten wird, hatte ich schon vor Jahren gesagt.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre
Es ist ein absolut fundamentaler Unterschied für den "Neuaufbau" oder "Umbruch", oder wie auch immer man das dann bezeichnen möchte, ob man nächstes Jahr gar nicht international, in der Conference League oder der Europa League spielt. Und zwar sowohl fürs Budget, als auch für die Attraktivität gegenüber neuen Spielern, als auch für die Fanszene. Die Europa League war immer etwas besonderes und hat inspiriert. Und es ist einigermaßen erschütternd, daß Trainer und sportliche Leitung es so überhaupt nicht schaffen, die Mannschaft zum "brennen" für einen Endspurt zu bringen. Es ist eine Ansammlung von Individualisten auf dem Platz, die primär mit ihrer eigenen Situation beschäftigt sind und nur sekundär mit Eintracht Frankfurt.
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Tafelberg schrieb: Die Sasom mit Abschluss Platz 7 oder 8 wäre für mich nicht katastrophal, sondern ärgerlich. Dass dies so mal eintreten wird, hatte ich schon vor Jahren gesagt.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Man hat letzte Saison schon im DoPa davon gefaselt, das Augsburg noch richtig durchstartet und nach Europa kommt. Ende bekannt. Als wenn Augsburg jetzt 12 Punkte holt. Gewinnen die nicht gegen uns, war es das.
Und auch sonst sehe ich da bei einem Sieg von denen kein vorbeikommen
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Man hat letzte Saison schon im DoPa davon gefaselt, das Augsburg noch richtig durchstartet und nach Europa kommt. Ende bekannt. Als wenn Augsburg jetzt 12 Punkte holt. Gewinnen die nicht gegen uns, war es das.
Und auch sonst sehe ich da bei einem Sieg von denen kein vorbeikommen
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Tafelberg schrieb: Die Sasom mit Abschluss Platz 7 oder 8 wäre für mich nicht katastrophal, sondern ärgerlich. Dass dies so mal eintreten wird, hatte ich schon vor Jahren gesagt.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
Ja,bestätige ich. Ich bin erleichtert, dass ich nicht der Forumsdepri bin
Naja, das Wort finde ich hart. Ja natürlich der 10 Platz ist sehr negativ gerechnet. Ich weiß das Du es eher positiv magst, ich halte Ehrlichkeit für am besten. Und aktuell ist unsere Lage nunmal bescheiden. Ich wurde auch dafür kritisiert, das als ich gesagt habe, das in der aktuellen Form keine Siege gegen Leipzig, BVB, und Stuttgart drin sind, selbst wenn die mit angezogener Handbremse spielen würden. Die Wahrheit ist, unserer Mannschaft fehlt im Moment schon die Galligkeit für so ein einen Erfolg. Plus die ganzen anderen Probleme. Ich finde dieses ganz negative genauso falsch wie den grenzenloses Optimismus von "derexperte".
Natürlich gibt es die Möglichkeit das die Mannschaft wie bei Schaaf damals einen unerwarteten Schlußspurt hinlegt. Nur sehe ich aktuell keine Ansatzpunkte, warum das passieren sollte und im Gegensatz zu damals ist unser aktueller Trainer ein Bundesliganeuling, Schaaf war ein alter Veteran dagegen. Ich tippe rein vom Bauchgefühl her das wir noch 4-5 Punkte holen, das traue ich der Mannschaft und dem Trainer zu, für Platz 7 wird das natürlich nicht reichen, aber da war eigentlich schon vor Wochen klar.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Das kann ich gut verstehen. Der Kopf sagt ganz klar "das wird nix", Herz und Bauch hoffen bis zur letzten Sekunde.
Wichtig ist es, wenn man neue Impulse setzen will und andere Spieler auf dem Platz stellt, die neuen dann auch zu motivieren, ohne das man denen das Gefühl gibt, nur auf sie zurück zu greifen, weil die ursprüngliche Idee weniger gut war. Oder aber auch mal selber Fehler zuzugeben, damit das weiter auf Augenhöhe passiert. Ob es nämlich gute Leistungen und eine Trotzreaktiin des Spielers gibt, hängt davon ab. So nach dem Motto, denen zeig ich es jetzt.
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Tafelberg schrieb: Die Sasom mit Abschluss Platz 7 oder 8 wäre für mich nicht katastrophal, sondern ärgerlich. Dass dies so mal eintreten wird, hatte ich schon vor Jahren gesagt.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
Tafelberg schrieb: Die Sasom mit Abschluss Platz 7 oder 8 wäre für mich nicht katastrophal, sondern ärgerlich. Dass dies so mal eintreten wird, hatte ich schon vor Jahren gesagt.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre
Es ist ein absolut fundamentaler Unterschied für den "Neuaufbau" oder "Umbruch", oder wie auch immer man das dann bezeichnen möchte, ob man nächstes Jahr gar nicht international, in der Conference League oder der Europa League spielt. Und zwar sowohl fürs Budget, als auch für die Attraktivität gegenüber neuen Spielern, als auch für die Fanszene. Die Europa League war immer etwas besonderes und hat inspiriert. Und es ist einigermaßen erschütternd, daß Trainer und sportliche Leitung es so überhaupt nicht schaffen, die Mannschaft zum "brennen" für einen Endspurt zu bringen. Es ist eine Ansammlung von Individualisten auf dem Platz, die primär mit ihrer eigenen Situation beschäftigt sind und nur sekundär mit Eintracht Frankfurt.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Das kann ich gut verstehen. Der Kopf sagt ganz klar "das wird nix", Herz und Bauch hoffen bis zur letzten Sekunde.
Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen [...]
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Wichtig ist es, wenn man neue Impulse setzen will und andere Spieler auf dem Platz stellt, die neuen dann auch zu motivieren, ohne das man denen das Gefühl gibt, nur auf sie zurück zu greifen, weil die ursprüngliche Idee weniger gut war. Oder aber auch mal selber Fehler zuzugeben, damit das weiter auf Augenhöhe passiert. Ob es nämlich gute Leistungen und eine Trotzreaktiin des Spielers gibt, hängt davon ab. So nach dem Motto, denen zeig ich es jetzt.
Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft.
Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft.
Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Deine Berechnung stimmt!
Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft.
Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Deine Berechnung stimmt!
Ich bin erleichtert, dass ich nicht der Forumsdepri bin
Deine Berechnung stimmt!
Ich bin erleichtert, dass ich nicht der Forumsdepri bin
Naja, das Wort finde ich hart. Ja natürlich der 10 Platz ist sehr negativ gerechnet.
Ich weiß das Du es eher positiv magst, ich halte Ehrlichkeit für am besten.
Und aktuell ist unsere Lage nunmal bescheiden. Ich wurde auch dafür kritisiert, das als ich gesagt habe,
das in der aktuellen Form keine Siege gegen Leipzig, BVB, und Stuttgart drin sind, selbst wenn die mit angezogener Handbremse spielen würden. Die Wahrheit ist, unserer Mannschaft fehlt im Moment schon die Galligkeit für so ein
einen Erfolg. Plus die ganzen anderen Probleme.
Ich finde dieses ganz negative genauso falsch wie den grenzenloses Optimismus von "derexperte".
Natürlich gibt es die Möglichkeit das die Mannschaft wie bei Schaaf damals einen unerwarteten Schlußspurt hinlegt.
Nur sehe ich aktuell keine Ansatzpunkte, warum das passieren sollte und im Gegensatz zu damals ist
unser aktueller Trainer ein Bundesliganeuling, Schaaf war ein alter Veteran dagegen.
Ich tippe rein vom Bauchgefühl her das wir noch 4-5 Punkte holen, das traue ich der Mannschaft und dem Trainer zu,
für Platz 7 wird das natürlich nicht reichen, aber da war eigentlich schon vor Wochen klar.
Dass das auch schiefgehen kann und wir hinter Freiburg landen ist selbstredend. Wie Du aber Augsburg vor die Eintracht bekommst, ist mir etwas schleierhaft.
Gut, ist eh alles Unsinn, dieser Tabellenrechner. Es kommt immer anders.
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Danke für die Mühe. Es war es wert für uns.
Ich habe nur Uzun nach etwas Aklimatisierungszeit nicht so schlecht gesehen. Er ging im Rahmen seiner Möglichkeiten auch mit hinter.
Es ist ein absolut fundamentaler Unterschied für den "Neuaufbau" oder "Umbruch", oder wie auch immer man das dann bezeichnen möchte, ob man nächstes Jahr gar nicht international, in der Conference League oder der Europa League spielt.
Und zwar sowohl fürs Budget, als auch für die Attraktivität gegenüber neuen Spielern, als auch für die Fanszene. Die Europa League war immer etwas besonderes und hat inspiriert.
Und es ist einigermaßen erschütternd, daß Trainer und sportliche Leitung es so überhaupt nicht schaffen, die Mannschaft zum "brennen" für einen Endspurt zu bringen. Es ist eine Ansammlung von Individualisten auf dem Platz, die primär mit ihrer eigenen Situation beschäftigt sind und nur sekundär mit Eintracht Frankfurt.
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Und auch sonst sehe ich da bei einem Sieg von denen kein vorbeikommen
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Und auch sonst sehe ich da bei einem Sieg von denen kein vorbeikommen
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
Danke für die Mühe. Es war es wert für uns.
Ich habe nur Uzun nach etwas Aklimatisierungszeit nicht so schlecht gesehen. Er ging im Rahmen seiner Möglichkeiten auch mit hinter.
Ich bin erleichtert, dass ich nicht der Forumsdepri bin
Naja, das Wort finde ich hart. Ja natürlich der 10 Platz ist sehr negativ gerechnet.
Ich weiß das Du es eher positiv magst, ich halte Ehrlichkeit für am besten.
Und aktuell ist unsere Lage nunmal bescheiden. Ich wurde auch dafür kritisiert, das als ich gesagt habe,
das in der aktuellen Form keine Siege gegen Leipzig, BVB, und Stuttgart drin sind, selbst wenn die mit angezogener Handbremse spielen würden. Die Wahrheit ist, unserer Mannschaft fehlt im Moment schon die Galligkeit für so ein
einen Erfolg. Plus die ganzen anderen Probleme.
Ich finde dieses ganz negative genauso falsch wie den grenzenloses Optimismus von "derexperte".
Natürlich gibt es die Möglichkeit das die Mannschaft wie bei Schaaf damals einen unerwarteten Schlußspurt hinlegt.
Nur sehe ich aktuell keine Ansatzpunkte, warum das passieren sollte und im Gegensatz zu damals ist
unser aktueller Trainer ein Bundesliganeuling, Schaaf war ein alter Veteran dagegen.
Ich tippe rein vom Bauchgefühl her das wir noch 4-5 Punkte holen, das traue ich der Mannschaft und dem Trainer zu,
für Platz 7 wird das natürlich nicht reichen, aber da war eigentlich schon vor Wochen klar.
wenn wir pech haben, hängt uns nach nächstem wochenende auch augsburg richtig im nacken und überholt uns noch - denn die haben bremen, gladbach und union als restprogramm, was ein überholen von uns jetzt nicht gerade unmöglich erscheinen lässt - was vom abfuck-faktor her noch deutlich übler wäre als freiburg, mit denen wir uns ja regelmäßig um die oberen plätze battlen...
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Widerspruch! NICHTS ist vom Abfuck-faktor her schlimmer als Freiburg Ich glaube, die ganze "Restprogramm" Nummer ist letztlich sekundär. Worum es hauptsächlich gehen wird, ist, daß bei uns im positiven Sinn ein Knoten platzt. Wenn das nicht passiert, und man auf Mainz, Köln, Wolsburg, RB-Niveau weiterkickt, dann geht das schief. Und zwar zu 100%. Wenn wir aber die Form der doch eher positiven Zeit (Gladbach, Bayern, Freiburg) wiederfinden können, dann seh ich uns als absoluten Favoriten auf Platz 7.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Das kann ich gut verstehen. Der Kopf sagt ganz klar "das wird nix", Herz und Bauch hoffen bis zur letzten Sekunde.
Ob es nämlich gute Leistungen und eine Trotzreaktiin des Spielers gibt, hängt davon ab. So nach dem Motto, denen zeig ich es jetzt.
Ich muss schon ehrlich sagen: Neben dem blutleeren Auftritt gegen Bergamo in der Champions League, wo man noch mal ein Grundstein für ein potenzielles Weiterkommen hätte legen können, sind die beiden Heimniederlagen gegen die Konstrukte aus Hoffenheim und Leipzig das größte Ärgernis in dieser Saison. Beide Gegner haben wir in Frankfurt zehn Jahre lang jeweils geradezu aufgefressen. Dieses Mal haben wir uns in beiden Spielen emotions- und einsatzlos abkochen lassen. Bezeichnend, dass wir in beiden Spielen nicht einmal eine gelbe Karte gezogen haben. Kein einziges taktisches Foul, um mal einen Angriff zu unterbinden. Kein Zeichen, in dem man mal jemanden über die Klinge springen lässt. Da tun die Niederlagen und der Jubel vor einem spärlich besetzten Auswärtsblock erst richtig weh.
Ist irgendwie auch die passende Metapher für diese Saison. Seit dem durchaus mitreißenden Saisonstart in den ersten beiden Monaten, der im Nachhinein aber wie schon oft erwähnt auch nur die bereits damals vorhandenen Probleme überdeckt hat, sind die Spiele über das restliche Jahr gesehen echt schwerlich zu ertragen. Insgeheim bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist. So scheint es leider auch der Mannschaft zu gehen. Diese ist nun auch seit dem Trainerwechsel immer wieder von dieser seltsamen Lethargie betroffen, die sich schon durch große Teile der Saison zieht. In Mainz spaziert Sano vor dem zweiten Gegentor an fünf Gegenspielern vorbei bis zur Strafraumkante. Dieses Mal läuft Diomande parallel zum Strafraum an sechs Gegenspielern vorbei, kann sich im Strafraum den Ball noch mal auf den anderen Fuß legen und trotzdem nahezu unbedrängt abschließen.
Einfach nur schrecklich. Es ist ja nicht neu, dass wir im defensiven Mittelfeld ein Problem haben und häufig ein riesiges Loch klafft (Grüße gehen raus an Krösche, der sich seit geraumer Zeit weigert, einen Sechser zu verpflichten und meint, dass wir im zentralen Mittelfeld gut genug besetzt wären). Aber dass dann selbst die Abwehrspieler bestenfalls Geleitschutz bis in den Strafraum gewähren, schlimmstenfalls sogar aktiv den direkten Weg zum Tor aufmachen wie Theate vor dem ersten Gegentor gegen Köln, setzt dem Abwehrverhalten die Krone auf. Das ist an Passivität nicht mehr zu überbieten, wie wir es teilweise vermeiden, in die Zweikämpfe zu gehen. Kein Pressing im gegnerischen Aufbauspiel, kein Stören bei der Ballannahme, kein aktives Herausrücken auf den ballführenden Spieler.
Solche Basics muss ich natürlich – wie es Krösche nun gemacht hat – vor allem den Spielern vorwerfen. Dennoch sinkt nach diesem Spiel auch mein Vertrauen in den Trainer massiv. Von den propagierten Grundtugenden, die Riera stets predigt, habe ich in diesem Spiel rein gar nichts erkennen können. Und da werfe ich ihm nicht mal vor, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich immer aktiv sein will. In allen bisherigen Heimspielen gegen Leipzig hatten wir schließlich jeweils (teils weit) unter 50 Prozent Ballbesitz. Da waren wir dieses Mal mit 51 Prozent sogar ganz vorne dabei. Das hilft uns aber nicht, wenn gegen den Ball bis auf in der Phase nach dem Ausgleich jegliche Aktivität fehlt.
Zu Rieras Ehrenrettung wäre eine offensivere Ausrichtung bei unserer Mittelfeldbesetzung gegen ein umschaltstarkes Leipzig auch reinstes Harakiri. Neben der Thematik des fehlenden Sechsers haben wir schon seit Jahren massive Tempodefizite im zentralen Mittelfeld, weshalb unser Spiel mit Ball auch häufig so zäh aussieht. Im Grunde haben wir im Sommer mit Aaronson unseren einzigen schnellen Zentrumsspieler gehen lassen. Larsson und Højlund bringen ja zumindest noch eine gewisse Dynamik, weshalb sie zuletzt auch das mit Abstand stärkste Mittelfeldduo gebildet haben. Da muss ich Riera dann aber hinterfragen, warum er mit Højlund ausgerechnet den besten Mittelfeldspieler wie bereits gegen Köln so früh vom Feld nimmt. In Wolfsburg war das okay, da hat Højlund nach über 80 Minuten angezeigt, dass er raus muss. Aber es wird doch sicher länger als für eine gute Stunde reichen.
Das Bild, das unser Mittelfeld in der Schlussphase bei den Umschaltsituationen abgegeben hat, wäre fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre. Konter konnten wir kaum fahren, weil Knauff in mehreren Situationen so schnell vorne war, dass er überhaupt keine Anspielstation hatte. Ganz zum Schluss hat sogar Amenda als Rechtsverteidiger unser Mittelfeld mehrfach überspurtet. In der Rückwärtsbewegung trabt Uzun bestenfalls zurück, ein vollkommen entkräfteter Chaïbi (warum hat der dann durchgespielt) ist den Gegenspielern fast schon bemitleidenswert hinterhergehechelt und bei Skhiri muss ich schon aufpassen, dass ich mit meiner Äußerung nicht zu despektierlich werde, denn sein Bewegungsablauf hat seit geraumer Zeit mehr mit Altherren- denn mit Profifußball gemein.
Und dennoch muss ich Riera in einem Punkt beipflichten. Auch wenn Leipzig spielerisch klar überlegen war, so hatten wir vorne doch genügend Möglichkeiten, um mit etwas mehr Effizienz selbst drei Tore zu erzielen. Leider sind wir da aber auch schon in der Entstehung mehrmals an eigenem Unvermögen gescheitert. Hinten war Leipzig mit einer zusammengewürfelten Abwehr durchaus verwundbar. Selbst von den xGoals war der Unterschied nicht so gewaltig, wie es der Spielverlauf hergegeben hat. Alternativ hätte man natürlich vor allem das erste aber auch das zweite Gegentor halbwegs ernsthaft verteidigen können, wo wir beide Male den Gegner völlig frei durchlaufen lassen. Zu allem Überfluss patzt Zetterer beim zweiten Gegentor mal wieder klar und auch beim dritten Gegentor kann man ihn nicht komplett schuldfrei sprechen.
Neben den nicht zum ersten Mal unverständlichen Wechseln muss ich Riera aber auch schon die Aufstellung ankreiden. In den vergangenen Spielen hat Amaimouni ja häufig defensiv die Fünferkette aufgefüllt, aber was Amenda jetzt als Rechtsverteidiger soll, muss ich nicht verstehen. Mir ist schon klar, warum Riera das macht. Er will bei Ballbesitz weiterhin Brown aus der Viererkette ins Mittelfeld ziehen und hinten einen Dreieraufbau mit drei Innenverteidigern haben. Aber da muss man jetzt vielleicht mal pragmatisch sein und einfach auf eine echte Viererkette setzen. Ich glaube eine zentrale Anspielstation im Mittelfeld mehr würde uns guttun und so passiv wie wir verteidigen, macht es auch keinen Unterschied, ob am Ende ein Mann mehr oder weniger bei Ballverlust hinter dem Ball steht.
Zudem hoffe ich, dass es mit der Auswechslung von Theate nicht bei diesem einen Denkzettel bleibt. Ich hätte es vergangene Saison nicht geglaubt, dass ich das sagen würde, aber ich kann Theate mit seinen Alibiaktionen aktuell einfach nicht mehr sehen. Das war zwar am eklatantesten gegen Köln, aber es ist schon die gesamte Saison auffällig. Mal stürmt er vollkommen wild aus der taktischen Ordnung heraus und reißt Lücken für irgendwelche potenziellen Alleingänge, mal lässt er sich in einem Zweikampf völlig unmotiviert fallen, um einen absolut unwahrscheinlichen Freistoß zu provozieren und wird damit ebenfalls zum Sicherheitsrisiko.
Er ist sicher nicht alleine schuld, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass die Abwehr seit seiner Rückkehr gegen Mainz wieder deutlich mehr ins Wanken gerät. Sollten wir wirklich auf eine echte Viererkette wechseln, gehört Theate aktuell auf die Bank, weil Amenda einfach besser ist. Da muss genauso das Leistungsprinzip gelten wie auf den Außen, wo Amaimouni und auch Knauff momentan deutlich mehr Impact aufs Spiel haben als Doan. Und im Mittelfeld sollte man sich vielleicht auch überlegen, ob man nicht noch mal Dahoud reaktiviert, bevor man wieder Skhiri oder Götze bringt.
Ich erwarte jedenfalls in den letzten vier Spielen noch mal eine deutliche Reaktion, um diese Saison versöhnlich zu beenden. Riera muss jetzt seinem Ruf als großartiger Motivator gerecht werden. So kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen. Solche regungslosen Auftritte kann sich die Mannschaft eigentlich nicht mehr erlauben. Dann kippt die Stimmung zum Saisonende komplett. Es sind noch vier Spiele, es gibt mit Platz 7 ein ganz klares Ziel. Da muss jetzt noch mal richtig Feuer rein. Wir konnten das jedenfalls früher mal ganz gut, dass im Endspurt noch mal alle gebrannt haben.
Das mag in der Gesamtbetrachtung sicher stimmen. Wenn wir uns jetzt aber kurz vor Saisonschluss mit Fußball zum Abgewöhnen von Freiburg, die fünf englische Wochen am Stück spielen, überholen lassen und dadurch den siebten Rang verpassen, der am Ende der Saison (auch dank Freiburg) für die Europa League und damit die Chance auf ein Finale im eigenen Stadion reichen könnte, dann wird das vorsichtig gesagt auf einen gewissen Unmut stoßen. Und das auch vollkommen zurecht. So viel Ehrgeiz und Anspruchsdenken sollte im Verein dann doch herrschen, auch wenn eine Saison ohne Europapokal grundsätzlich nicht das Ende der Welt wäre.
Es ist ein absolut fundamentaler Unterschied für den "Neuaufbau" oder "Umbruch", oder wie auch immer man das dann bezeichnen möchte, ob man nächstes Jahr gar nicht international, in der Conference League oder der Europa League spielt.
Und zwar sowohl fürs Budget, als auch für die Attraktivität gegenüber neuen Spielern, als auch für die Fanszene. Die Europa League war immer etwas besonderes und hat inspiriert.
Und es ist einigermaßen erschütternd, daß Trainer und sportliche Leitung es so überhaupt nicht schaffen, die Mannschaft zum "brennen" für einen Endspurt zu bringen. Es ist eine Ansammlung von Individualisten auf dem Platz, die primär mit ihrer eigenen Situation beschäftigt sind und nur sekundär mit Eintracht Frankfurt.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Das kann ich gut verstehen. Der Kopf sagt ganz klar "das wird nix", Herz und Bauch hoffen bis zur letzten Sekunde.
Diese Form werden wir diese Saison nicht mehr wiederfinden. Man spielt den gleichen Murks kontinuierlich über die ganze Saison. Das wird nur noch ein Hoffen und Beten das man irgendwie noch rein rutscht. Aber ganz im Ernst Mut macht aktuell gar nichts.
Ob es nämlich gute Leistungen und eine Trotzreaktiin des Spielers gibt, hängt davon ab. So nach dem Motto, denen zeig ich es jetzt.