1.FSV Mainz 05

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Knueller schrieb:

Mir tat das irgendwie leid heute, den Danny in dieser scheiß Mainz-Kluft zu sehen. Sportlich für ihn sicher nachvollziehbar, aber das hat er sich bestimmt anders vorgestellt. Allem Anschein nach, fühlt er sich bei uns ja schon ziemlich wohl.      

Mich hat es für ihn sehr gefreut. Weil er ein super Typ ist und nun zeigen kann was in ihm steckt. Ein unermüdlicher Kämpfer auf Rechtsaußen. Er wird nach seinem ersten Spiel von den Mainzern gefeiert (ähnlich wie Kohr). Das wird ihm gut tun und dann kann er zur nächsten Saison, wenn wir international spielen mit jeder Menge Selbstvertrauen zurückkommen und wieder eine gute Rolle spielen. Win-Win.

...und vielleicht steigt Mainz ja trotzdem ab.
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bla_blub schrieb:
Mich hat es für ihn sehr gefreut. Weil er ein super Typ ist und nun zeigen kann was in ihm steckt. Ein unermüdlicher Kämpfer auf Rechtsaußen. Er wird nach seinem ersten Spiel von den Mainzern gefeiert (ähnlich wie Kohr). Das wird ihm gut tun und dann kann er zur nächsten Saison, wenn wir international spielen mit jeder Menge Selbstvertrauen zurückkommen und wieder eine gute Rolle spielen. Win-Win.


Die Mainzer Spielweise kommt halt auch beiden in ihren Stärken sehr entgegen. Bei der spielerischen Entwicklung unserer Mannschaft haben beide zuletzt nicht mehr so wirklich reingepasst, auch wenn sie natürlich in der Bundesliga eine gute Rolle spielen können. Bei Da Costa waren sich ja auch alle einig, dass er in der Büffelsaison am meisten überperformt hat. Da haben wir mit dem schnellen und schnörkellosen Offensivfußball aber auch den richtigen Fußball für ihn gespielt. Technisch hat er sicher die größten Defizite und gerade nach seiner schweren Beinverletzung ist er auch vom Bewegungsablauf her nicht der geschmeidigste Typ. Genau wie Kostić auf der anderen Seite hat er am besten funktioniert, wenn er mit viel Power und Anlauf kommen kann, um seine Laufstärke und Körperlichkeit auszuspielen.

Die heutige Torvorbereitung war da ein perfektes Beispiel. Auf engerem Raum wird es dann schon schwieriger mit der Ballbehandlung. Da wir aber mittlerweile nicht nur sehr offensiv stehen, sondern auch spielerisch besser geworden sind und viel auf Kombinationen und Ballbesitz setzen, passte das nicht mehr so gut. Dazu glaube ich schon, dass es auch gewisse Probleme mit Hütter gab. Wird sicher allen gut tun, wenn es da mal für ein paar Monate einen Luftwechsel und für Da Costa persönlich auch wieder Erfolgserlebnisse gibt. Würde nicht ausschließen, dass er dann auch hier wieder in die Spur findet. Ich würde es mir wünschen, denn er ist in Topform nicht nur ein guter Spieler, sondern vor allem auch ein super Typ. Wenn er jetzt nach dem halben Jahr sagt, dass er gerne dauerhaft in Mainz bleiben will, würde das schon weh tun.

Und auch Kohr hat ja in Augsburg deutlich besser funktioniert als in Leverkusen. Und zumindest aktuell wäre Mainz bei einem Vergleich eher Augsburg und wir wären eher Leverkusen. Kohr kann schon auch einen guten Ball spielen, aber auch seine Stärken kommen bei einer Ballbesitzmannschaft eher weniger zur Geltung. Insofern wäre es also natürlich auch hier optimal, wenn der Spieler viel Spielpraxis sammelt und wieder in die Spur findet. Dann kann man es entweder noch mal zusammen versuchen oder hat eben einen möglichen Wechselkandidaten ordentlich ins Schaufenster gestellt und im besten Fall mit dem Leihverein schon einen ernsthaften Interessenten. Da haben die Leihen in beiden Fällen schon Sinn ergeben.

Ich glaube die Mainzer haben mit ihrer Besinnung auf die alten Werte auch einen klugen Weg eingeschlagen. Es gab ja schon seit vielen Jahren selbst mannschaftsintern Stimmen, dass sich einige der hauptsächlich französischsprachigen Spieler vom Rest der Mannschaft abgeschottet haben. Da gab es ja so einige Berichte über Grüppchenbildung und fehlende Identifikation mit dem Verein. Die haben Mainz halt nur als kurze Durchlaufstation und Sprungbrett gesehen. Was ja auch so ein bisschen das Mainzer Geschäftsmodell der letzten Jahre war und weshalb man so viele jüngere Spieler aus dem französischsprachigen Raum verpflichtet hat. Wenn du dann aber im Abstiegskampf steckst, wird es schwierig. Die beste Zeit hatte Mainz ja eigentlich, als viele Spieler lange im Verein geblieben sind, egal aus welchem Land sie kamen. Dazu kam dann natürlich noch das komplette Zerwürfnis zwischen Mannschaft und den alten Verantwortlichen bei der Gehaltsaffäre, für die Szalai als Sündenbock abgestempelt werden sollte.

Insofern habe ich da auch den Verkauf von Mateta nicht als Schwächung gesehen. Gerade dem wurde wohl ein ziemlich großer Egoismus nachgesagt. Dem hat man auch auf dem Platz mehrmals eine absolute Lustlosigkeit angemerkt. Der hat nur gut gespielt, wenn er auch wirklich Bock hatte. Insofern hat es mich auch immer gewundert, warum sich den einige auch vermehrt bei uns im Team gewünscht haben. Gerade die mannschaftliche Geschlossenheit sowie die vielen guten Charaktere sind ja trotz der zig Nationen und Sprachen im Kader seit Jahren unsere große Stärke. Selbst ausländische Spieler, die nur kurz bei uns waren, haben sich mit dem Verein absolut identifiziert. Bei aller sportlichen Wertigkeit war es also sicher kein Fehler, diesen Spieler für eine hohe Ablöse abzugeben.

Da hatte zuletzt alles einen klaren Plan. Nicht nur wurden mit Heidel, Schmidt und Svensson auf allen Ebenen bei den sportlichen Verantwortlichen Leute mit Mainzer Vergangenheit geholt. Mit Bell wurde jetzt von Svensson auch wieder ein Urmainzer in die Mannschaft eingebaut, der eigentlich keine Rolle mehr gespielt hat und schon abgeschrieben war. Deshalb ist es für mich auch nicht verwunderlich, dass man jetzt in Person von Da Costa und Kohr noch einmal mit bekannten und bundesligaerfahrenen Spielern nachgelegt hat. Bei denen weiß man, was bekommt und dass die sich definitiv reinhauen werden.

Deshalb sehe ich Mainz jetzt doch noch nicht komplett abgeschrieben, auch wenn es für die natürlich brutal schwer wird. Letzte Woche habe ich ich das tatsächlich noch ein bisschen anders gesehen, aber da hätte ich auch nicht gedacht, dass sie sich in so kurzer Zeit so sehr steigern, dass sie eines der Topteams schlagen können. Das wird bei immer noch sieben Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz aber auch weiterhin nötig sein. Nur Punkte gegen die anderen Abstiegskandidaten sammeln, wird da wahrscheinlich nicht reichen. Insofern ist es noch ein langer Weg für die Bonbonschmeißer. Gerade zum Ende einer Saison sind solche überraschenden Ergebnisse im Abstiegskampf ja aber nicht unüblich. Am drittletzten Spieltag passiert das hoffentlich nicht, wenn wir da noch oben dabei sein sollten. Aber an den letzten beiden Spieltagen dürfen sie gerne gewinnen. Solange es uns helfen hilft, würde ich sie dann auch noch ein weiteres Jahr in der Bundesliga ertragen.
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Kaum spielen da mal zwei Eintrachtler mit Mentalität schon gewinnen sie.
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Kaum spielen da mal zwei Eintrachtler mit Mentalität schon gewinnen sie.
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J_Boettcher schrieb:

Kaum spielen da mal zwei Eintrachtler mit Mentalität schon gewinnen sie.




Vor allem waren beide Defensivspieler sogar je an einem Tor beteiligt.
Und das im ersten Spiel gegen den Tabellenzweiten.
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Mainz bleibt Mainz
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Auf jeden Fall sind sie wieder in der richtigen Spur.
Der Ausrutscher vom letzten Wochenende war gegen genau den richtigen Gegner.
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Auf jeden Fall sind sie wieder in der richtigen Spur.
Der Ausrutscher vom letzten Wochenende war gegen genau den richtigen Gegner.
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Die brauchen nur gegen die Mannschaften zu gewinnen, mit denen wir um die international Plätze spielen. Vermutlich gehört der VfB in dieser Saison (noch) nicht dazu ...


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