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petja

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... und auch der spätere Beitrag von mmammu gehört eigentlich hier her:
https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/142210/goto/5839174
@Mods: Macht es Sinn, den zu kopieren/verschieben?

Inhaltlich bin ich (wenig überraschend) wieder recht nah an mmammu:

Von der Gruppe "Ende 2026" können wir uns wohl zum Großteil verabschieden.
Geri und Nici werden anderorts gutes Geld bekommen - also jedenfalls mehr als die <100k bei uns.
Bei Nadine habe ich noch eine gewisse Resthoffnung - die "muss" nicht wechseln, jedenfalls nicht gleich. Ähnlich Chiba - aber die wird wohl mehr spielen wollen (bzw. müssen, für die Natio).
Jella wäre mit ihrem Potenzial ganz wichtig, wenn wir sie halten könnten. Aber das wird wohl kompliziert; die SGE musste letzten Sommer schon die Option ziehen, damit sie noch ein Jahr bleiben muss. Echte Liebe sieht anders aus.

Aus der Gruppe "Ende 2027" müssen wir die Transfererlöse für den lieben Hr. Hellmann generieren. Ich spekulier mal: Elisa, Nina und Laura gehen - letztere vielleicht recht spät, wenn wir den Euro-Titel tatsächlich holen (Motto: "mission accomplished").
Jedenfalls hoffe ich inständigst, dass der Herr Hellmann sich gnädig zeigt, und wir wenigstens mit Lisanne verlängern dürfen. Und mit Memeti!!!

Zu den angesprochenen Alternativen:
Ich persönlich bin nicht der größte Fan von Gio Hofmann - rein subjektiv. Da hätte ich die Kompakte-mit-dem-niedrigen-Schwerpunkt wesentlich lieber, immer noch, wie schon letztes Jahr! Aktuell hat die Gute ein Perspektiv-Problem: Sie macht zwar sehr viel richtig, aber der Hr. Wück mag sie nicht sonderlich; vermutlich könnte sie ihre internationalen Ambitionen im Verein suchen wollen.
Wrede (also die vordere Wrede *g*) - die ist ein Juwel, sieht jeder. Aber ob wir die für die Nico-Arnautis-Gedächtnis-Bank holen, bzw. bekommen...?!
Wir brauchen sicher was für die Außen. Und das könnte tatsächlich Nastja Lein sein, die ist schnell und gut für Umschaltmomente, wie wir ja leidvoll erleben durften.
Und für hinten (AV): Ich mag z.B. Sträßer. Die hat richtig Potenzial.
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NUEfan schrieb:

Ich persönlich bin nicht der größte Fan von Gio Hofmann - rein subjektiv.

Hofmann wechselt nach Angaben vom kicker zu Wolfsburg. https://www.kicker.de/ist-der-bvb-eine-option-fuer-kellermann-1198138/artikel - letzter Absatz.
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gutes spiel und ein verdienter sieg. interessant fand ich, dass nordsjælland konsequent (fast) alles klein hinten herausgespielt hat und auch mitspielen wollte. das gelang dann hin und wieder doch ganz gut. dieses mitspielen kam der eintracht dann aber sehr entgegen (am sonntag gegen jena wird das whrsl. ein ganz anderes spiel.).

schön fand ich auch das zu null gespielt wurde und ich glaube auch zu erkennen, dass ein wenig konsequenter verteidigt wird, seit sara doorsoun  wieder da ist.
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ja das war wirklich eine schwache (passive) zweite halbzeit. (hat mich an das freiburg-spiel diese saison erinnert.)  in der zweiten halbzeit hat fast nichts mehr geklappt. seltsame defensiv-aktionen, kein ruhiger spielaufbau. das unentschieden war dann m.e. noch glücklich aus unserer sicht. (braucht es nur eine halbzeit um das arnautis-system zu entschlüsseln und warum gibt es darauf keine reaktion?)

was mich auch erstaunt hat, wie viel platz leipzig manchmal auf den flügeln hatte bei ihren chancen bzw. wie schlecht das stellungsspiel war (exemplarisch pia-sophie wolter). ist das eingepreist in das system von arnautis?

ein bisschen verwundert bin ich auch, dass sich noch niemand vom trainerteam oder den spielerinnen zu dem spiel gegen leipzig geäußert hat.
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Ich bin ja jetzt bekanntermaßen kein besonders großer Fan von Arnautis. Aber aktuell ist es ja so, dass wir uns von der Spielweise her genügend Chancen erspielen, aber die halt en gros einfach viel zu leicht vergeben.

Ich möchte meine Kritik daher aktuell vornehmlich an die Spielerinnen richten und nicht orimär an den Trainer. Laura Freigang, Nicole Anyomi, Gery Reuteler etc.pp., das ist einfach vorm Tor ein Stück weit teils unglücklich aber oft auch zu umständlich und unbeholfen.
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ich würde da z.t. widersprechen. klar sieht man bei einigen spielerinnen eine formdelle (reuteler und heute gräwe) sowie eine überforderung der außenspielerinnen wie wolter. aber ich finde auch, dass man mannschaftstaktisch von seiten des trainerteams  sich nicht auf die gegnerinnen einstellen kann oder möchte. man möchte sein spiel durchdrücken. dass hat vielleicht letztes jahr gut geklappt, da eine eingespielte mannschaft vorzufinen war. aber dieses jahr stößt das ganze  an seine grenzen und diese taktische unflexibilität sollte man dann schon eher dem trainerteam vorwerfen bzw. einem schlechten scouting der gegnerischen teams. das hat man - glaube ich- irgendwie gesehen beim bayernspiel, dass es da keine lösung gegen bühl und co. (obwohl sie das perfekt gespielt haben, was sie immer gespielt haben) und auch beim nürnbergspiel, wo es eine spielerin gab, die super in form ist und die unsere abwehr zerlegt hat.
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Hört sich spannend an. Auf der Position sind wir damit mit Senß, Gräwe, I. Acikgöz und Alguacil gut besetzt.

Ich finde wir brauchen noch mindestens eine Innenverteidigerin. Nett fände ich eine richtige Goalgetterin, die nicht so viele Chancen für ein Tor braucht.
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pernille sanvig ist auch noch da und spielt im mittelfeld.
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Ich möchte vor einem abschließendem Urteil erst einmal das Ende der Transferperiode abwarten. Aus jetztiger Sicht zeichnet sich für mich ein Bild ab, in dem die Eintracht von ihrer sportlichen Bedeutung im Frauenfußball zurückfallen könnte.

In der Bundesliga ist ein Szenario für mich mitterlweile ziemlich wahrscheinlich, in dem für die Eintracht das internationale Geschäft in ein, zwei, drei Jahren außer Reichweite gerät, da z. B. Bayer 04 peu á peu ihren Kader entwickelt, RaBa nachzieht und Union, der VfB und BVB schon angekündigt haben ihnen zu folgen.

Es ist durchaus möglich, dass schon in der kommenden Saison die ersten drei Plätze nicht mehr erreicht werden.

Der mögliche Verlust sportlicher Bedeutung schlägt sich dann in der Folge wahrscheinlich auch bei der Aquise von Einnahmen nieder und reduziert das Budget in einer Zeit, in der sowohl im Ausland (USA, Kanada, England, ...) investiert wird, als gäbe es kein Morgen, und auch im Inland mehr und mehr Vereine bereit sind bei den Frauen größere Summen in die Hand zu nehmen.

Zudem wird sich wahrscheinlich die Attraktivität für Spielerinnen durch den Verlust sportlicher Bedeutung verringern.

Und da Vereine wie Leverkusen, Leipzig, Union, der VfB, Mainz 05, der BVB, ... kräftig in die Nachwuchsarbeit investieren und der Wettstreit um talentierte Spielerinnen ohnehin größer wird, fürchte ich, dass die Eintracht gerade dabei ist sich selber das Wasser abzugraben.

Was ich so von der U 17 und U 15 höre, so ist das kein Thema allein der Frauenteams. So wie der Aderlass sich nicht auf das Bundesligateam beschränkt.
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Wenn schon keine sportlichen Ziele mehr formuliert werden:
„Dazu gehört auch, dass wir in allen Bereichen kreative Ansätze suchen und finden, um dieses Wachstum zu fördern. Ein essenzieller Part ist und bleibt dabei aber die Entwicklung von Spielerinnen, die Steigerung von Marktwerten und letztlich auch situativ das Erwirtschaften von Transfererlösen.“ (Kiel im Interview,, 19.05.25)

Ich muss ehrlich sagen: Ich kann über die aktuelle Entwicklung bei der Eintracht nur noch den Kopf schütteln. Für mich fühlt es sich einfach seltsam an, wenn man in eine neue Saison geht – womöglich mit Champions League, DFB-Pokal und allem drum und dran.
Was ich wirklich nicht verstehe: Warum wird gerade jetzt so stark auf das Konzept eines „sich selbst tragenden Ökosystems“ im Frauenfußball gesetzt? Ich frage mich, warum man die gute Position, die sich die Eintracht in diesem Bereich in den letzten Jahren erarbeitet hat, nicht weiter ausbauen will. (Hellmann hat dieses Konzept zwar schon vor etwa zwei Jahren in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau umrissen, aber dass man sie jetzt so kompromisslos verfolgt, irritiert mich doch sehr.)

Aber erstmal trifft die Forderung nach einem selbstragenden Ökosystem Eintracht selber und hier wendet man sich zukünftig bewußt von Entwicklungen im Frauenfussball ab und setzt damit sportlichen Erfolg und die mediale Präsenz aufs Spiel, die man so gerne vor sich herträgt? (Solange sich die Bedingungen im Frauenfußball nicht grundlegend ändern, wird dieser Bereich immer zu einem gewissen Grad unterstützt werden müssen – und das ist m. E. auch völlig in Ordnung so.)
Mir geht es nicht darum zu fordern, mit Vereinen wie dem FC Bayern finanziell gleichzuziehen. Aber ich würde mir wünschen, dass wir wenigstens in der Lage sind, national um Titel mitzuspielen. Das wäre nicht nur sportlich sinnvoll, sondern würde uns auch helfen, langfristig ein starkes Standing aufzubauen. Und ehrlich gesagt sehe ich auf der finanziellen Seite dafür kein echtes Problem – denn im Frauenfußball bewegen wir uns nach wie vor in ganz anderen, überschaubaren Dimensionen.