SofatrainerSGE
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Juno267 schrieb:SofatrainerSGE schrieb:Das ist nur bedingt richtig.
Nun, Semper hat da schon recht! Das Aussprechen eines Stadionverbots ist eine rein privatrechtliche Sache auf Grundlage des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
Es müssen triftige Gründe für ein Stadionverbot vorliegen. Einfach so kann man das nicht aussprechen, besonders wie hier einige fordern, es nach Gutsherrenmentalität mit der Gießkanne bei von Usern unerwünschten Personen anzuwenden.
Ich gehe davon aus, dass ein Verein niemals ohne triftige Gründe Stadionverbote verhängt, denn das wäre ja gegen die grundsätzliche Geschäftsidee, durch Verkauf von Eintrittskarten Erlöse zu erzielen.
SofatrainerSGE schrieb:Und auch rechtlich gar nicht möglich.Juno267 schrieb:Ich gehe davon aus, dass ein Verein niemals ohne triftige Gründe Stadionverbote verhängt, denn das wäre ja gegen die grundsätzliche Geschäftsidee, durch Verkauf von Eintrittskarten Erlöse zu erzielen.SofatrainerSGE schrieb:Das ist nur bedingt richtig.
Nun, Semper hat da schon recht! Das Aussprechen eines Stadionverbots ist eine rein privatrechtliche Sache auf Grundlage des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
Es müssen triftige Gründe für ein Stadionverbot vorliegen. Einfach so kann man das nicht aussprechen, besonders wie hier einige fordern, es nach Gutsherrenmentalität mit der Gießkanne bei von Usern unerwünschten Personen anzuwenden.
Trotzdem wird es hier im Thread ja immer wieder mal gefordert.
Nun, Semper hat da schon recht! Das Aussprechen eines Stadionverbots ist eine rein privatrechtliche Sache auf Grundlage des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Erst wenn eine des Stadions verwiesene Person dieses dennoch betritt, wir es strafrechtlich relevant (§ 123 StGB; Hausfriedensbruch)
SofatrainerSGE schrieb:Das ist nur bedingt richtig.
Nun, Semper hat da schon recht! Das Aussprechen eines Stadionverbots ist eine rein privatrechtliche Sache auf Grundlage des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
Es müssen triftige Gründe für ein Stadionverbot vorliegen. Einfach so kann man das nicht aussprechen, besonders wie hier einige fordern, es nach Gutsherrenmentalität mit der Gießkanne bei von Usern unerwünschten Personen anzuwenden.
SofatrainerSGE schrieb:Ja, deswegen versuche immer am Thema zu diskutieren und Vergleiche zu vermeiden, aber leider halte ich mich nicht immer dran
Ja, ich weiß, auch dieser Vergleich hinkt. Muss er auch, sonst wär es kein Vergleich.
Am Ende ist es halt erschreckend, dass man jahrelange gute Arbeit leistet (ja, auch manchmal mit Glück) und dann kommt eine Saison, in der der ein oder andere Spieler in ein Formtief fällt, ein Neuzugang nicht zündet und kein europäischer Wettbewerb erreicht wird und schon kommt man in eine finanzielle Bredouille und muss Spieler unter Wert verkaufen bzw. sie zum reduzierten aktuellen Marktwert verkaufen, weil man keine ausreichenden finanziellen Mittel hat, um mal eine Saison durchzuhalten.
Wenn man erkennt, dass man mit der ein oder anderen Personlie und dem ein oder anderen Elfmeterschießen mal Glück hatte, dann sollte man auch wissen, dass es mal gegen einen laufen kann und man sogar mal Pech haben kann. Eine einzige scheiß Saison und alles fliegt auseinander. Ich weiß nicht ob man das dem Managemant vorwerfen kann, aber nachhaltig ist das auf jeden Fall nicht, wenn offenbar kein Puffer vorhanden ist.
Und was mich dann richtig ärgert, ist dass diesen fehlenden Puffer Läden wie Leverkusen, RB, Wolfsburg und Hoffenheim einfach nicht kennen. Wenn die mal ne scheiß Saison spielen oder mal Pech haben, dann werden sie aufgefangen und können in der nächsten Saison einfach so weiter machen. Deren Status Quo bleibt einfach erhalten. Aber wir müssen uns erstmal von Europa verabschieden. Vermutlich sogar für länger und müssen uns wieder Stück für Stück hocharbeiten mit all den Rückschlägen die auch kommen werden. Vielleicht sind wir durch diese eine Saion um 10 Jahre zurück geworfen worden und befinden uns wieder auf dem Niveau einer Saison wie 2016/2017
Juno267 schrieb:
Ja, deswegen versuche immer am Thema zu diskutieren und Vergleiche zu vermeiden, aber leider halte ich mich nicht immer dran
Ja, Vergleiche sind einerseits blöd, helfen aber manchmal die Sachlage besser zu verdeutlichen. Immobilien fand ich halbwegs passend, weil sie - wie Spieler - einmalig sind.
Mir ging es auch eher um dieses Profit Center „Spielerhandel“. Nur weil man Krösche in seine Jahreszielvereinbarung einen Transferüberschuss von 50 Mios geschrieben hat, muss das noch lange nicht heißen, dass wir ohne diesen Erlös automatisch Pleite wären! Da wird mir einfach zu viel reininterpretiert.
Die Geschäftsleitung erwartet halt, dass dieses große Geschäftsfeld „Spielerhandel“ einen gewissen, nenneswerten Deckungsbeitrag beisteuert. So sehe ich das jedenfalls.
SofatrainerSGE schrieb:Juno267 schrieb:
Ja, deswegen versuche immer am Thema zu diskutieren und Vergleiche zu vermeiden, aber leider halte ich mich nicht immer dran
Ja, Vergleiche sind einerseits blöd, helfen aber manchmal die Sachlage besser zu verdeutlichen. Immobilien fand ich halbwegs passend, weil sie - wie Spieler - einmalig sind.
Mir ging es auch eher um dieses Profit Center „Spielerhandel“. Nur weil man Krösche in seine Jahreszielvereinbarung einen Transferüberschuss von 50 Mios geschrieben hat, muss das noch lange nicht heißen, dass wir ohne diesen Erlös automatisch Pleite wären! Da wird mir einfach zu viel reininterpretiert.
Die Geschäftsleitung erwartet halt, dass dieses große Geschäftsfeld „Spielerhandel“ einen gewissen, nenneswerten Deckungsbeitrag beisteuert. So sehe ich das jedenfalls.
Ja, da könntest du Recht haben. Oder hoffen wir es mal, dass wir nicht kurz vor der Pleite standen, aber ganz ehrlich, die Sache mit Doan hat mich schon etwas schockiert.
Ich hoffe auch Matzel hat Recht und ich übertreibe
Matzel schrieb:Das ist aber hochgradig unseriös. Man kauft ja auch kein Haus und plant es mit den zukünftigen Gewinnen aus Aktien, ETFs oder gar Kryptowährungen zu bezahlen.Juno267 schrieb:Wenn man dauerhaft im oberen Tabellendrittel mitmischen möchte, ist das aber - ohne Investoren oder "Sponsoren" - alternativlos.
Allerdings sollte man auch keinen Verein aufbauen, der sich am Ende über Spielerverkäufe finanziert.
Investoren bringen nur einmal Geld (und wollen auch wieder was vom ggfs. erzielten Gewinn haben), Sponsoren zahlen regelmäßig, zumindest über die Vertragslaufzeit und wie im wahren Leben muss das Geld, das man fürs Leben braucht verlässlich und planbar aufs Konto kommen. Alles andere ist Zockerei und die kann bekanntlich übel enden.
Juno267 schrieb:Matzel schrieb:Das ist aber hochgradig unseriös. Man kauft ja auch kein Haus und plant es mit den zukünftigen Gewinnen aus Aktien, ETFs oder gar Kryptowährungen zu bezahlen.Juno267 schrieb:Wenn man dauerhaft im oberen Tabellendrittel mitmischen möchte, ist das aber - ohne Investoren oder "Sponsoren" - alternativlos.
Allerdings sollte man auch keinen Verein aufbauen, der sich am Ende über Spielerverkäufe finanziert.
Ich verstehe deinen Punkt, glaube aber, dein Vergleich hinkt (wie es die meisten tun).
Versuch mal die AG als Multisparten-Unternehmen zu verstehen, welches seine Erlöse aus verschiedenen Kanälen generieren muss. Eintrittsgelder, TV-Gelder, Sponsoren, Merchendising, DFB und FIFA-Startgelder und Spielerverkäufe. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Alles zusammen muss eine bestimmte Summe erreichen, um die Kosten zu decken UND den notwendigen Gewinn zu erzielen.
Um bei deinem Beispiel mit dem Haus zu bleiben: Sieh mal jeden einzelnen Spieler als eine Immobilie an und Krösche ist der Chef der Immobiliensparte. Er hat vom Oberboss den Auftrag, zum Gesamterlös des Unternehmens einen Betrag X pro Jahr beizusteuern. Das nennt man dann üblicherweise Budgetplanung.
Manche Immobilien kann er günstig erwerben und deutlich teurer verkaufen, andere haben vielleicht einen Sanierungsbedarf (Verletzung, Formlkrise) und es besteht Hoffnung, diese nach Behebung derselben deutlich teurer verkaufen zu können. Manchmal musst du sehr teuer einkaufen, weil du für die vorgesehene Nutzung unbedingt etwas aus einer 1a Spitzenlage benötigst. Am Ende ist jede einzelne Immobilie ein Zock auf die Zukunft, klar. Aber durch die breite Streuung der Einzelrisiken funktioniert es halt und Herr Krösche kann seinem Oberboss die gewünschten x Millionen abliefern. Während die Immobilen da sind, werden sie natürlich selbstgenutzt oder verpachtet/vermietet (das sei jetzt mal analog zum normalen Spielbetrieb unserer Mannschaft).
Ja, ich weiß, auch dieser Vergleich hinkt. Muss er auch, sonst wär es kein Vergleich.
SofatrainerSGE schrieb:Ja, deswegen versuche immer am Thema zu diskutieren und Vergleiche zu vermeiden, aber leider halte ich mich nicht immer dran
Ja, ich weiß, auch dieser Vergleich hinkt. Muss er auch, sonst wär es kein Vergleich.
Am Ende ist es halt erschreckend, dass man jahrelange gute Arbeit leistet (ja, auch manchmal mit Glück) und dann kommt eine Saison, in der der ein oder andere Spieler in ein Formtief fällt, ein Neuzugang nicht zündet und kein europäischer Wettbewerb erreicht wird und schon kommt man in eine finanzielle Bredouille und muss Spieler unter Wert verkaufen bzw. sie zum reduzierten aktuellen Marktwert verkaufen, weil man keine ausreichenden finanziellen Mittel hat, um mal eine Saison durchzuhalten.
Wenn man erkennt, dass man mit der ein oder anderen Personlie und dem ein oder anderen Elfmeterschießen mal Glück hatte, dann sollte man auch wissen, dass es mal gegen einen laufen kann und man sogar mal Pech haben kann. Eine einzige scheiß Saison und alles fliegt auseinander. Ich weiß nicht ob man das dem Managemant vorwerfen kann, aber nachhaltig ist das auf jeden Fall nicht, wenn offenbar kein Puffer vorhanden ist.
Und was mich dann richtig ärgert, ist dass diesen fehlenden Puffer Läden wie Leverkusen, RB, Wolfsburg und Hoffenheim einfach nicht kennen. Wenn die mal ne scheiß Saison spielen oder mal Pech haben, dann werden sie aufgefangen und können in der nächsten Saison einfach so weiter machen. Deren Status Quo bleibt einfach erhalten. Aber wir müssen uns erstmal von Europa verabschieden. Vermutlich sogar für länger und müssen uns wieder Stück für Stück hocharbeiten mit all den Rückschlägen die auch kommen werden. Vielleicht sind wir durch diese eine Saion um 10 Jahre zurück geworfen worden und befinden uns wieder auf dem Niveau einer Saison wie 2016/2017
ÄpplerPrince schrieb:
Ich sehe das mit Uzun auch so. Er ist zu sehr von sich überzeugt seine Teamfähigkeit und sein defensiv Verhalten ist absolut ausbaufähig. Was mir auch nicht gefällt das er bei Fouls an ihm immer Liegen bleibt und auf ein Pfiff wartet .
Bei allem Uzun-Bashing hier darf man bitte sein Alter nicht vergessen. Er ist 21 Jahre jung und noch lange nicht am Ende seiner Enrwicklung.
Wenn er all dies schon tun würde wie es hier erwartet wird wäre er im Sommer zu einem europäischen Topclub gewechselt.
Aber das ist nicht passiert und es hat genau diese hier genannten Gründe.
Ich denke Hütter ist genau der richtige Trainer der Uzun diese Flausen austreiben kann und ihn zu einem besseren Spieler machen kann.
Hütter hat den "untrainierbaren" Amin Younes zur Topform gebracht... da sollte das bei Uzun ein Kinderspiel werden.
Diegito schrieb:ÄpplerPrince schrieb:
Ich sehe das mit Uzun auch so. Er ist zu sehr von sich überzeugt seine Teamfähigkeit und sein defensiv Verhalten ist absolut ausbaufähig. Was mir auch nicht gefällt das er bei Fouls an ihm immer Liegen bleibt und auf ein Pfiff wartet .
Bei allem Uzun-Bashing hier darf man bitte sein Alter nicht vergessen. Er ist 21 Jahre jung und noch lange nicht am Ende seiner Enrwicklung.
Wenn er all dies schon tun würde wie es hier erwartet wird wäre er im Sommer zu einem europäischen Topclub gewechselt.
Aber das ist nicht passiert und es hat genau diese hier genannten Gründe.
Ich denke Hütter ist genau der richtige Trainer der Uzun diese Flausen austreiben kann und ihn zu einem besseren Spieler machen kann.
Hütter hat den "untrainierbaren" Amin Younes zur Topform gebracht... da sollte das bei Uzun ein Kinderspiel werden.
Warum wird jegliche Kritik, an wem oder was auch immer, vorschnell als "Bashing" bezeichnet? Ein bezeichnendes Merkmal von Bashing ist u. a. Unsachlichkeit. Und genau diese kann ich hier nicht erkennen. Es handelt sich um durchaus berechtigte Kritik, zumal man bei Uzun auch keine spürbaren Fortschritte sieht, diese Themen betreffend.
Offensiv war das wieder ordentlich und gegen den Ball vorn beim Pressing noch ok. Sobald die Freiburger aber die erste Linie überwunden hatten, bekamen wir Null Zugriff. Die 2. Bälle sprangen auch immer zu denen. Sicher häufig glücklich, aber sie waren eben auch präsenter, wacher.
Aseko mit einem gebrauchten Tag bei Spiel 2. Hojlund, daß er technisch limitiert ist und auch keine Position halten kann, geschenkt, aber 3x den Ball einfach herschenken gerade als letzter Mann auf der Seite vorm 2:2? Auch Braun irgendwie immer zu weit vorn als beim Gegenspieler. Kosugi vom Schiri ausgebremst (siehe Faller von Beste am Strafraumeck). Und wenn dann die IVer der Heimmannschaft die falschen Stollen anhaben und in den kritischen Szenen einfach ausrutschen, dann war das Remis mindestens in Ordnung für uns. Bei beiden Toren können es die IVer jeweils richten, überkommiten aber und werden ins Leere geschickt. Sonst habe ich beide gut gesehen, wobei Koch noch beim 2:2 nicht an der Seitenlinie in Höhe Mittellinie in den Zweikampf gehört.
Durch lange, weite Flanken und Flügelspiel stets Gefahr heraufbeschwörende Freiburger gegen eine dosiertere schnörkellose Überfalloffensive der Frankfurter. Nur Uzun, den ich sehr schätze, wieder mit den gleichen Fehlern, wie letzte Woche. Er scheint den einfachen Pass auf den überlaufenden Burkardt zu verweigern, weil zu einfallslos. Ja, wäre aber effektiver als ohne Aussicht auf ein Abspiel in 3 Gegner reinzudribbeln. Vom Gefühl her war Freiburg näher bzw. häufiger drann am 3. xGoals hin oder her.
Schiri sicher auch kein Heimschiri. Leichte Bevorteilung der Gastmannschaft und irgendwie ohne Linie.
Aseko mit einem gebrauchten Tag bei Spiel 2. Hojlund, daß er technisch limitiert ist und auch keine Position halten kann, geschenkt, aber 3x den Ball einfach herschenken gerade als letzter Mann auf der Seite vorm 2:2? Auch Braun irgendwie immer zu weit vorn als beim Gegenspieler. Kosugi vom Schiri ausgebremst (siehe Faller von Beste am Strafraumeck). Und wenn dann die IVer der Heimmannschaft die falschen Stollen anhaben und in den kritischen Szenen einfach ausrutschen, dann war das Remis mindestens in Ordnung für uns. Bei beiden Toren können es die IVer jeweils richten, überkommiten aber und werden ins Leere geschickt. Sonst habe ich beide gut gesehen, wobei Koch noch beim 2:2 nicht an der Seitenlinie in Höhe Mittellinie in den Zweikampf gehört.
Durch lange, weite Flanken und Flügelspiel stets Gefahr heraufbeschwörende Freiburger gegen eine dosiertere schnörkellose Überfalloffensive der Frankfurter. Nur Uzun, den ich sehr schätze, wieder mit den gleichen Fehlern, wie letzte Woche. Er scheint den einfachen Pass auf den überlaufenden Burkardt zu verweigern, weil zu einfallslos. Ja, wäre aber effektiver als ohne Aussicht auf ein Abspiel in 3 Gegner reinzudribbeln. Vom Gefühl her war Freiburg näher bzw. häufiger drann am 3. xGoals hin oder her.
Schiri sicher auch kein Heimschiri. Leichte Bevorteilung der Gastmannschaft und irgendwie ohne Linie.
Nur Uzun, den ich sehr schätze, wieder mit den gleichen Fehlern, wie letzte Woche. Er scheint den einfachen Pass auf den überlaufenden Burkardt zu verweigern, weil zu einfallslos. Ja, wäre aber effektiver als ohne Aussicht auf ein Abspiel in 3 Gegner reinzudribbeln.
Genau DAS scheint tatsächlich bei ihm das Problem zu sein. Er scheint zu glauben, alles müsse immer mega spektakulär aussehen. Bezeichnend ein Interview nach dem Mainzsieg, wo er vom Reporter lobend auf seinen Doppelpack angesprochen wurde und meinte, er habe aber schon schönere Tore geschossen.
Wenn er nicht sehr schnell lernt, effektiver und mannschaftsdienlicher zu spielen, wird er nicht über einen Megatalent-Status hinauskommen. Das wäre sehr schade!
🙍♂️: Sören Storks
🚩: Thorben Siewer
🚩: Dr. Martin Thomsen
4️⃣ : Tobias Reichel
🖥️ : Sascha Stegemann
🖥️ : Frederick Assmuth
Bezaubernd.🐇🎩
🚩: Thorben Siewer
🚩: Dr. Martin Thomsen
4️⃣ : Tobias Reichel
🖥️ : Sascha Stegemann
🖥️ : Frederick Assmuth
Bezaubernd.🐇🎩
Der schnöselige Stegemann am Kölner Monitor. 😵💫
Ich werfe auch mal eine Variante für Mainz in den Ring. Bei mir wäre weniger die nackte Formation spannend als das, was wir daraus mit und gegen den Ball machen. 😁
Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass Hütter auf eine Dreierkette geht. Für mich wäre das aber kein Abrücken von seiner Idee, sondern eher eine andere Absicherung derselben Idee.
Ich würde ungefähr so beginnen:
--------------Atubolu
-----Maluze - Koch - Brassier
Baum - Onyedika - Höjlund - Kosugi
---------------Uzun
--------Burkardt - Ebnoutalib
Baum würde ich ganz bewusst drinlassen. Hütter hat ihn in der PK gestärkt und gerade bei einem jungen Spieler wäre es aus meiner Sicht widersinnig, öffentlich Vertrauen auszusprechen und ihn dann direkt wieder rauszunehmen. Zumal ich ihn in dieser Rolle sogar für ziemlich passend halte.
Als rechter Wingback kämen seine Dynamik und seine Vorwärtsorientierung besser zur Geltung. Er könnte im Pressing deutlich höher anlaufen und hätte mit Maluze hinter sich gleichzeitig eine zusätzliche Sicherung. Damit müsste er nicht jeden Ballverlust aus einer offenen Viererkette heraus mit 30 Metern Rückwärtsweg lösen.
Kosugi auf der anderen Seite ähnlich, wobei ich beide nicht gleichzeitig blind hochschieben lassen würde. Wenn Baum hoch steht, sollte Kosugi auf der ballfernen Seite früher einrücken und umgekehrt. So bekommst du bei eigenem Ballbesitz eher eine 3-2-Restverteidigung, statt nach Ballverlust plötzlich nur noch Koch und Brassier gegen offene Tiefe verteidigen zu lassen.
Im Aufbau könnte daraus relativ sauber ein 3-2-5 werden. Maluze, Koch und Brassier geben die erste Linie, Onyedika und Höjlund besetzen davor unterschiedliche Höhen und Baum/Kosugi schieben außen hoch. Uzun kann sich dann frei im Zwischenlinienraum bewegen, während Burkardt und Ebnoutalib die letzte Linie unterschiedlich beschäftigen.
Onyedika würde ich dabei nicht permanent auf einer Höhe mit Höjlund sehen. Einer muss immer die Restfeldkontrolle im Blick behalten. Wenn Höjlund nachschiebt, bleibt Onyedika tiefer. Lässt sich Onyedika für den Aufbau fallen, kann Höjlund höher in den nächsten Raum gehen. Gerade gegen Mainz möchte ich nicht beide Sechser gleichzeitig vor dem Ball haben.
Mainz wird versuchen, nach Ballgewinnen schnell Anschluss zu finden. Tietz bindet vorne, Amiri sucht die Räume dahinter und bei zweiten Bällen schieben sie schnell nach. Deshalb wäre für mich die Zentrumskontrolle nach eigenem Ballverlust ziemlich wichtig.
Verliere ich den Ball auf rechts, möchte ich nicht, dass Baum, Uzun, Burkardt und Höjlund alle gleichzeitig vor dem Ball stehen und Onyedika anschließend einen halben Fußballplatz alleine verteidigen muss. Dann hast du zwar nominell drei Innenverteidiger, aber trotzdem keine vernünftige Absicherung.
Höjlund würde ich deshalb gegen Mainz tatsächlich Götze vorziehen. Mario war gegen Augsburg gerade in Halbzeit eins gut im Kombinationsspiel, keine Frage. Gegen Mainz erwarte ich aber mehr zweite Bälle, mehr direkte Duelle und mehr Situationen, in denen wir nach einem verlorenen ersten Zugriff schnell wieder Druck herstellen müssen. Da gefallen mir Onyedika und Höjlund als Paar von ihren Profilen her etwas besser.
Beide bringen mehr Reichweite ins Zentrum und können im Gegenpressing größere Räume schließen. Gleichzeitig kann Onyedika etwas stärker als absichernder Sechser arbeiten, während Höjlund aggressiver auf den zweiten Ball gehen kann.
Uzun würde ich davor ziemlich frei lassen. Ich möchte ihn nicht mit zehn Defensivaufträgen zustellen. Gegen den Ball muss er natürlich mitarbeiten und Passwege schließen, aber offensiv brauche ich ihn zwischen den Linien. Gerade wenn Mainz mit dem Mittelfeld nach vorne schiebt, können hinter deren Sechsern Räume entstehen, in denen Uzun aufdrehen kann.
Burkardt und Ebnoutalib würde ich ebenfalls zusammenlassen. Die beiden geben dir unterschiedliche Bewegungsmuster. Burkardt kann entgegenkommen, Verbindungen herstellen und ist im Anlaufverhalten sehr wertvoll. Ebnoutalib kann stärker die Tiefe attackieren und die letzte Linie beschäftigen.
Dadurch kann man Mainz auch im Aufbau vor unterschiedliche Aufgaben stellen. Burkardt kann einen Innenverteidiger anlaufen und über seinen Deckungsschatten gleichzeitig den Pass ins Zentrum schließen. Ebnoutalib nimmt die andere Seite und Uzun orientiert sich dahinter an deren Sechser. Daraus kannst du gegen den Ball schnell ein 5-2-1-2 bzw. 5-2-3 machen, ohne dich tief hinten reinzustellen.
Ich würde Mainz auch nicht permanent über den ganzen Platz Mann gegen Mann verfolgen. Mir wäre lieber, wir lenken deren Aufbau in bestimmte Räume und lösen dort unseren Zugriff aus.
Rückpass auf den Innenverteidiger, schlechter erster Kontakt, Ball auf den Außenverteidiger mit geschlossenem Körper; das sind Situationen, in denen du aggressiv durchschieben kannst. Dann muss aber der Rest mitgehen. Halb pressen wäre gegen Mainz genau das, was ich vermeiden möchte.
Wenn Burkardt auslöst, Ebnoutalib nachschiebt und Uzun den Sechser zustellt, müssen Baum beziehungsweise Kosugi auf ihrer Seite ebenfalls Höhe aufnehmen. Gleichzeitig darf die letzte Linie nicht 15 Meter dahinter stehen bleiben. Sonst ist der erste Pass durchs Pressing wieder ausreichend und du hast hinter deiner ersten Drucklinie eine riesige Fläche offen.
Mit der Dreierkette hätte Hütter dabei etwas mehr Spielraum. Maluze und Brassier könnten aus der letzten Linie aggressiver herausverteidigen, weil Koch zentral die Tiefe hält. Gerade Koch würde diese Rolle vermutlich mehr entgegenkommen, als wenn er ständig in einer offenen Viererkette große Räume hinter sich verteidigen muss.
Das heißt für mich übrigens weiterhin nicht, dass wir plötzlich defensiven Fußball spielen sollten.
Die Pressinghöhe kann sich im Spiel verändern. Ich muss nicht 90 Minuten vorne draufrennen. Wenn Mainz eine Druckphase hat, kann ich zehn Meter tiefer stehen, die Abstände zwischen den Linien verkürzen und erstmal wieder Blockkompaktheit herstellen. Das ist etwas völlig anderes, als sich grundsätzlich hinten einzugraben.
Und nach eigenem Ballverlust will ich endlich eine klarere Reaktion sehen. Entweder wir haben sofort genügend Spieler in Ballnähe und gehen ins Gegenpressing, oder wir lösen uns gemeinsam und stellen die Ordnung wieder her. Dieses Zwischending, bei dem zwei Spieler noch attackieren und der Rest schon zurückweicht, hat uns zuletzt mehrfach das Genick gebrochen.
Gleiches nach einem Gegentor. Da muss nicht der erste Ball sofort wieder vertikal durch drei Linien gehen. Dann darf man auch mal zwei Minuten den Ball zirkulieren lassen, Mainz laufen lassen, Abstände wieder herstellen und ein bisschen Ruhe ins Spiel bekommen. Gerade das hat mir gegen Augsburg gefehlt.
Baum würde ich bei all dem eben ausdrücklich nicht rausnehmen. Wenn Hütter sagt, dass er Vertrauen in den Jungen hat, dann würde ich ihm dieses Vertrauen auch geben. Fehler werden passieren. Nur sollte die Mannschaft so organisiert sein, dass nicht jeder Fehler eines jungen Außenverteidigers automatisch in einer Großchance endet.
Doan wäre für mich dann eine sehr interessante Option von der Bank. Wenn wir mehr Ballkontrolle oder offensive Qualität über rechts brauchen, kannst du ihn jederzeit für Baum oder auch in einer anderen Rolle bringen. Aber gegen Mainz würde ich zunächst etwas mehr Athletik und Absicherung bevorzugen.
Collins würde ich ebenfalls nicht erzwingen. Wenn er gerade erst wieder richtig ins Mannschaftstraining kommt, bringt es wenig, ihn für 60 Minuten irgendwie durchzubringen und hinterher wieder einen Rückschritt zu haben. Maluze kann die rechte Halbverteidigerposition übernehmen und Collins bekommt die Zeit, die er braucht.
Ich halte Mainz aktuell für gefestigter als uns. Das ist auch gar keine große Erkenntnis. Trotzdem sehe ich uns dort nicht als chancenlosen Außenseiter.
Wenn wir es schaffen, die vertikale Kompaktheit zu halten, Amiri nicht ständig zwischen den Linien aufdrehen lassen, die zweiten Bälle sauberer kontrollieren und bei eigenem Ballverlust nicht wieder sofort unsere komplette Restordnung verlieren, haben wir dort genug Qualität, um etwas mitzunehmen.
Und ich bleibe dabei: Hütter muss dafür seinen Fußball nicht neu erfinden. Er muss ihn sauberer absichern.
Mein Tipp: 1:1.
Wobei ich nach den letzten Tagen selbstverständlich auch ein taktisch völlig miserables 0:1 in der 93. Minute nehmen würde. 😂
Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass Hütter auf eine Dreierkette geht. Für mich wäre das aber kein Abrücken von seiner Idee, sondern eher eine andere Absicherung derselben Idee.
Ich würde ungefähr so beginnen:
--------------Atubolu
-----Maluze - Koch - Brassier
Baum - Onyedika - Höjlund - Kosugi
---------------Uzun
--------Burkardt - Ebnoutalib
Baum würde ich ganz bewusst drinlassen. Hütter hat ihn in der PK gestärkt und gerade bei einem jungen Spieler wäre es aus meiner Sicht widersinnig, öffentlich Vertrauen auszusprechen und ihn dann direkt wieder rauszunehmen. Zumal ich ihn in dieser Rolle sogar für ziemlich passend halte.
Als rechter Wingback kämen seine Dynamik und seine Vorwärtsorientierung besser zur Geltung. Er könnte im Pressing deutlich höher anlaufen und hätte mit Maluze hinter sich gleichzeitig eine zusätzliche Sicherung. Damit müsste er nicht jeden Ballverlust aus einer offenen Viererkette heraus mit 30 Metern Rückwärtsweg lösen.
Kosugi auf der anderen Seite ähnlich, wobei ich beide nicht gleichzeitig blind hochschieben lassen würde. Wenn Baum hoch steht, sollte Kosugi auf der ballfernen Seite früher einrücken und umgekehrt. So bekommst du bei eigenem Ballbesitz eher eine 3-2-Restverteidigung, statt nach Ballverlust plötzlich nur noch Koch und Brassier gegen offene Tiefe verteidigen zu lassen.
Im Aufbau könnte daraus relativ sauber ein 3-2-5 werden. Maluze, Koch und Brassier geben die erste Linie, Onyedika und Höjlund besetzen davor unterschiedliche Höhen und Baum/Kosugi schieben außen hoch. Uzun kann sich dann frei im Zwischenlinienraum bewegen, während Burkardt und Ebnoutalib die letzte Linie unterschiedlich beschäftigen.
Onyedika würde ich dabei nicht permanent auf einer Höhe mit Höjlund sehen. Einer muss immer die Restfeldkontrolle im Blick behalten. Wenn Höjlund nachschiebt, bleibt Onyedika tiefer. Lässt sich Onyedika für den Aufbau fallen, kann Höjlund höher in den nächsten Raum gehen. Gerade gegen Mainz möchte ich nicht beide Sechser gleichzeitig vor dem Ball haben.
Mainz wird versuchen, nach Ballgewinnen schnell Anschluss zu finden. Tietz bindet vorne, Amiri sucht die Räume dahinter und bei zweiten Bällen schieben sie schnell nach. Deshalb wäre für mich die Zentrumskontrolle nach eigenem Ballverlust ziemlich wichtig.
Verliere ich den Ball auf rechts, möchte ich nicht, dass Baum, Uzun, Burkardt und Höjlund alle gleichzeitig vor dem Ball stehen und Onyedika anschließend einen halben Fußballplatz alleine verteidigen muss. Dann hast du zwar nominell drei Innenverteidiger, aber trotzdem keine vernünftige Absicherung.
Höjlund würde ich deshalb gegen Mainz tatsächlich Götze vorziehen. Mario war gegen Augsburg gerade in Halbzeit eins gut im Kombinationsspiel, keine Frage. Gegen Mainz erwarte ich aber mehr zweite Bälle, mehr direkte Duelle und mehr Situationen, in denen wir nach einem verlorenen ersten Zugriff schnell wieder Druck herstellen müssen. Da gefallen mir Onyedika und Höjlund als Paar von ihren Profilen her etwas besser.
Beide bringen mehr Reichweite ins Zentrum und können im Gegenpressing größere Räume schließen. Gleichzeitig kann Onyedika etwas stärker als absichernder Sechser arbeiten, während Höjlund aggressiver auf den zweiten Ball gehen kann.
Uzun würde ich davor ziemlich frei lassen. Ich möchte ihn nicht mit zehn Defensivaufträgen zustellen. Gegen den Ball muss er natürlich mitarbeiten und Passwege schließen, aber offensiv brauche ich ihn zwischen den Linien. Gerade wenn Mainz mit dem Mittelfeld nach vorne schiebt, können hinter deren Sechsern Räume entstehen, in denen Uzun aufdrehen kann.
Burkardt und Ebnoutalib würde ich ebenfalls zusammenlassen. Die beiden geben dir unterschiedliche Bewegungsmuster. Burkardt kann entgegenkommen, Verbindungen herstellen und ist im Anlaufverhalten sehr wertvoll. Ebnoutalib kann stärker die Tiefe attackieren und die letzte Linie beschäftigen.
Dadurch kann man Mainz auch im Aufbau vor unterschiedliche Aufgaben stellen. Burkardt kann einen Innenverteidiger anlaufen und über seinen Deckungsschatten gleichzeitig den Pass ins Zentrum schließen. Ebnoutalib nimmt die andere Seite und Uzun orientiert sich dahinter an deren Sechser. Daraus kannst du gegen den Ball schnell ein 5-2-1-2 bzw. 5-2-3 machen, ohne dich tief hinten reinzustellen.
Ich würde Mainz auch nicht permanent über den ganzen Platz Mann gegen Mann verfolgen. Mir wäre lieber, wir lenken deren Aufbau in bestimmte Räume und lösen dort unseren Zugriff aus.
Rückpass auf den Innenverteidiger, schlechter erster Kontakt, Ball auf den Außenverteidiger mit geschlossenem Körper; das sind Situationen, in denen du aggressiv durchschieben kannst. Dann muss aber der Rest mitgehen. Halb pressen wäre gegen Mainz genau das, was ich vermeiden möchte.
Wenn Burkardt auslöst, Ebnoutalib nachschiebt und Uzun den Sechser zustellt, müssen Baum beziehungsweise Kosugi auf ihrer Seite ebenfalls Höhe aufnehmen. Gleichzeitig darf die letzte Linie nicht 15 Meter dahinter stehen bleiben. Sonst ist der erste Pass durchs Pressing wieder ausreichend und du hast hinter deiner ersten Drucklinie eine riesige Fläche offen.
Mit der Dreierkette hätte Hütter dabei etwas mehr Spielraum. Maluze und Brassier könnten aus der letzten Linie aggressiver herausverteidigen, weil Koch zentral die Tiefe hält. Gerade Koch würde diese Rolle vermutlich mehr entgegenkommen, als wenn er ständig in einer offenen Viererkette große Räume hinter sich verteidigen muss.
Das heißt für mich übrigens weiterhin nicht, dass wir plötzlich defensiven Fußball spielen sollten.
Die Pressinghöhe kann sich im Spiel verändern. Ich muss nicht 90 Minuten vorne draufrennen. Wenn Mainz eine Druckphase hat, kann ich zehn Meter tiefer stehen, die Abstände zwischen den Linien verkürzen und erstmal wieder Blockkompaktheit herstellen. Das ist etwas völlig anderes, als sich grundsätzlich hinten einzugraben.
Und nach eigenem Ballverlust will ich endlich eine klarere Reaktion sehen. Entweder wir haben sofort genügend Spieler in Ballnähe und gehen ins Gegenpressing, oder wir lösen uns gemeinsam und stellen die Ordnung wieder her. Dieses Zwischending, bei dem zwei Spieler noch attackieren und der Rest schon zurückweicht, hat uns zuletzt mehrfach das Genick gebrochen.
Gleiches nach einem Gegentor. Da muss nicht der erste Ball sofort wieder vertikal durch drei Linien gehen. Dann darf man auch mal zwei Minuten den Ball zirkulieren lassen, Mainz laufen lassen, Abstände wieder herstellen und ein bisschen Ruhe ins Spiel bekommen. Gerade das hat mir gegen Augsburg gefehlt.
Baum würde ich bei all dem eben ausdrücklich nicht rausnehmen. Wenn Hütter sagt, dass er Vertrauen in den Jungen hat, dann würde ich ihm dieses Vertrauen auch geben. Fehler werden passieren. Nur sollte die Mannschaft so organisiert sein, dass nicht jeder Fehler eines jungen Außenverteidigers automatisch in einer Großchance endet.
Doan wäre für mich dann eine sehr interessante Option von der Bank. Wenn wir mehr Ballkontrolle oder offensive Qualität über rechts brauchen, kannst du ihn jederzeit für Baum oder auch in einer anderen Rolle bringen. Aber gegen Mainz würde ich zunächst etwas mehr Athletik und Absicherung bevorzugen.
Collins würde ich ebenfalls nicht erzwingen. Wenn er gerade erst wieder richtig ins Mannschaftstraining kommt, bringt es wenig, ihn für 60 Minuten irgendwie durchzubringen und hinterher wieder einen Rückschritt zu haben. Maluze kann die rechte Halbverteidigerposition übernehmen und Collins bekommt die Zeit, die er braucht.
Ich halte Mainz aktuell für gefestigter als uns. Das ist auch gar keine große Erkenntnis. Trotzdem sehe ich uns dort nicht als chancenlosen Außenseiter.
Wenn wir es schaffen, die vertikale Kompaktheit zu halten, Amiri nicht ständig zwischen den Linien aufdrehen lassen, die zweiten Bälle sauberer kontrollieren und bei eigenem Ballverlust nicht wieder sofort unsere komplette Restordnung verlieren, haben wir dort genug Qualität, um etwas mitzunehmen.
Und ich bleibe dabei: Hütter muss dafür seinen Fußball nicht neu erfinden. Er muss ihn sauberer absichern.
Mein Tipp: 1:1.
Wobei ich nach den letzten Tagen selbstverständlich auch ein taktisch völlig miserables 0:1 in der 93. Minute nehmen würde. 😂
Ich nehme deinen letzten Satz.
Was halten wir so von der Umstellung auf die Dreierkette?
Ist da wirklich mit einer Stabilisierung gegen Mainz zu rechnen?
Spielt man das dann mit drei Verteidigern - sprich Koch, Brassier, Maluze oder wie muss ich mir das vorstellen?
Bleiben Kosugi und Baum dann Schienenspieler? Wen opfert man vorne dafür?
Jonny als einzige Sturmspitze würde mir eigentlich nicht so sehr gefallen. Oder opfert man Stabilität im Mittelfeld dafür?
So richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass das des Rätsels Lösung ist.
Ist da wirklich mit einer Stabilisierung gegen Mainz zu rechnen?
Spielt man das dann mit drei Verteidigern - sprich Koch, Brassier, Maluze oder wie muss ich mir das vorstellen?
Bleiben Kosugi und Baum dann Schienenspieler? Wen opfert man vorne dafür?
Jonny als einzige Sturmspitze würde mir eigentlich nicht so sehr gefallen. Oder opfert man Stabilität im Mittelfeld dafür?
So richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass das des Rätsels Lösung ist.
Ich vermute eine Nebelkerze in Richtung Mainz.
Also ich finde deine Analyse auch sehr interessant und passend.
Denke auch, dass am Ende ein wichtiger Faktor die Konzentration ist, bei all den Abläufen die du aufgeführt hast.
Egal ob Pressing, Restverteidigung oder hoch/tief stehen.
Am Ende muss die Bereitschaft vorhanden sein, für das Kollektiv zu kämpfen, laufen und hoch fokussiert zu sein.
Da wäre es natürlich hilfreich, wenn man durch antrainierte Autmatismen gar nicht mehr ins Denken bzw. direkt ins Handeln kommt.
Denke auch, dass am Ende ein wichtiger Faktor die Konzentration ist, bei all den Abläufen die du aufgeführt hast.
Egal ob Pressing, Restverteidigung oder hoch/tief stehen.
Am Ende muss die Bereitschaft vorhanden sein, für das Kollektiv zu kämpfen, laufen und hoch fokussiert zu sein.
Da wäre es natürlich hilfreich, wenn man durch antrainierte Autmatismen gar nicht mehr ins Denken bzw. direkt ins Handeln kommt.
Was mich grundsätzlich umtreibt, wenn ich solche ausführlichen Analysen wie von anpii lese: Ist Fußball mittlerweile zu verkopft? Irgendwie hat man oft den Eindruck, dass moderne Taktikanweisungen einen extremen Intellekt bei den Spielern voraussetzen, zusätzlich zur fußballerischen Veranlagung. Bleiben da sog. Instinktkicker nicht schon früh auf der Strecke?
Befremdlich finde ich es, wenn Spieler in der 85 Minute eingewechselt werden und der Trainer steht mit der Taktiktafel an der Seitenlinie und labert die Spieler voll. Die haben das ganze Spiel von der Bank gesehen und sollten doch hoffentlich wissen, was zu tun ist. Also mein Chef muss mir nicht jeden Morgen die Arbeit erklären.
Befremdlich finde ich es, wenn Spieler in der 85 Minute eingewechselt werden und der Trainer steht mit der Taktiktafel an der Seitenlinie und labert die Spieler voll. Die haben das ganze Spiel von der Bank gesehen und sollten doch hoffentlich wissen, was zu tun ist. Also mein Chef muss mir nicht jeden Morgen die Arbeit erklären.
SofatrainerSGE schrieb:
Was mich grundsätzlich umtreibt, wenn ich solche ausführlichen Analysen wie von anpii lese: Ist Fußball mittlerweile zu verkopft? Irgendwie hat man oft den Eindruck, dass moderne Taktikanweisungen einen extremen Intellekt bei den Spielern voraussetzen, zusätzlich zur fußballerischen Veranlagung. Bleiben da sog. Instinktkicker nicht schon früh auf der Strecke?
Befremdlich finde ich es, wenn Spieler in der 85 Minute eingewechselt werden und der Trainer steht mit der Taktiktafel an der Seitenlinie und labert die Spieler voll. Die haben das ganze Spiel von der Bank gesehen und sollten doch hoffentlich wissen, was zu tun ist. Also mein Chef muss mir nicht jeden Morgen die Arbeit erklären.
Also wenn ich das so mitbekomme, was die Profis da äussern und was da verlangt wird, kann man das wohl deutlich mit "ja" beantworten. Deswegen bin ich ja etwas skeptisch bei uns das das für manchen jungen Spieler zu viel ist.
Vor allem erst im Training und dann soll er das noch auf dem Platz umsetzen und wenn er das nicht packt, kommt gleich der Druck von aussen (Medien, Trainern! , Mitspieler und Fans sowieso).
Deswegen schrieb ich auch, das uns aktuell eine einfachere Art Fußball zu spielen helfen kann.
Fun Fact für mich sind die Analysen von den Expertenrunden nach dem Spiel. Traurig das da ehemalige Fußballer dabei sind, die mit auf die Spieler und Mannschaften drauf hauen, anstatt mal zu sagen, wie schwer das manchmal am Platz umzusetzen oder zu erkennen ist.
Hahaha am Fernseher und hinterher ist das natürlich ganz einfach, aber auf dem Platz geht es mittlerweile um Milisekunden, da die Athletik der Spieler und die Geschwindigkeit der Spieler und der Bälle zugenommen hat.
Natürlich darf man das ganze analysieren, ich finde es nur teilweise sehr schade, das dort selten fair argumentiert wird und alle so tun, als wären das die einfachsten Dinge der Welt, die man da abstellen kann.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, Toppmöller und Hütter würden einen ähnlichen Fußball verfolgen: beide wollen aktiv sein, beide wollen den Ball, beide wollen nicht 90 Minuten im tiefen Block verbringen. Wenn man sich aber anschaut, wie sie ein Spiel kontrollieren und wie sie zum gegnerischen Tor kommen wollen, sind die Ansätze für mich ziemlich gegensätzlich.
Toppmöllers Fußball war stark vom Positionsspiel geprägt. Die Positionierung der Spieler sollte Passwege schaffen, den Gegner verschieben und über Ballzirkulation Räume öffnen. Der Ball war dabei ein wesentliches Mittel zur Kontrolle. Lieber noch einmal sichern, den Gegner bewegen und auf den richtigen Moment warten, als einen vertikalen Ball zu erzwingen.
Das hat einen großen Vorteil: Wenn die Staffelung funktioniert, hast du viele Spieler in definierten Räumen und nach Ballverlust gute Voraussetzungen fürs Gegenpressing. Gleichzeitig haben wir aber auch die Schwäche davon gesehen. Wenn vorne Bewegung, Tiefgang oder das Besetzen der Zwischenräume fehlt, wird aus Kontrolle schnell ziemlich ungefährlicher Ballbesitz. Viel Ball, wenig Raumgewinn.
Hütter denkt wesentlich vertikaler. Ihm geht es weniger darum, einen Angriff möglichst lange vorzubereiten. Wenn sich die Möglichkeit bietet, eine gegnerische Linie zu überspielen, soll sie genutzt werden. Er möchte schneller hinter das Mittelfeld kommen, Anschlussaktionen erzeugen und mit mehreren Spielern nachrücken. Deshalb entstehen bei ihm wesentlich häufiger Situationen, in denen viele eigene Spieler gleichzeitig vor dem Ball stehen.
Genau daraus kommt aber auch das Risiko. Hütters Fußball verlangt eine sehr gute Restverteidigung. Wenn ein Außenverteidiger hochschiebt, der Sechser herausrückt oder vorne aggressiv angelaufen wird, müssen die Spieler dahinter sofort reagieren. Sonst reicht ein sauberer Pass des Gegners und du verteidigst plötzlich große Räume.
Ähnlich sieht es beim Pressing aus. Bei Toppmöller war mir wichtiger, aus einer vorbereiteten Ordnung Zugriff herzustellen. Hütter möchte bestimmte Auslöser aggressiver nutzen. Rückpass, schlechter erster Kontakt, Pass nach außen – dann soll die Mannschaft geschlossen nachschieben und den Gegner dort festmachen.
Und genau da sieht man momentan unsere Probleme. Wenn einer losläuft und zwei andere eine Sekunde zögern, entsteht kein Pressing, sondern ein Loch. Der Gegner überspielt die erste Linie und anschließend sieht die Abwehr schlecht aus, obwohl die Situation möglicherweise 30 Meter weiter vorne verursacht wurde.
Deshalb unterscheiden sich für mich auch die jeweiligen Schwachstellen ziemlich deutlich.
Bei Toppmöller war häufig die Frage: Wie bekommen wir aus unserer Kontrolle mehr Dynamik und Durchschlagskraft?
Bei Hütter lautet sie eher: Wie behalten wir unsere Dynamik und Vertikalität, ohne nach Ballverlust die Kontrolle über die Räume zu verlieren?
Das sind für mich zwei ziemlich unterschiedliche Traineransätze, obwohl beide am Ende unter dem großen Etikett „offensiver Fußball“ laufen.
Und genau deshalb hatte ich gestern auch geschrieben, dass man die verschiedenen Ideen der letzten Trainer erstmal aus den Köpfen bekommen muss. Ein Spieler, der unter Dino gelernt hat, in einer bestimmten Situation seine Position zu halten und den Ballbesitz abzusichern, kann unter Hütter in derselben Situation den Auftrag haben, nach vorne durchzuschieben und Druck auf den nächsten Pass zu erzeugen.
Das sind diese kleinen Entscheidungen, die von außen kaum auffallen. Auf Bundesliganiveau reicht aber eine halbe Sekunde, in der fünf Spieler dieselbe Situation unterschiedlich interpretieren, und die komplette Ordnung ist dahin.
Dinos Stärke war Kontrolle über Position und Ball. Hütters Stärke ist Kontrolle über Aktivität, Raumgewinn und Zugriff.
Das eine kann zu statisch werden. Das andere kann dir um die Ohren fliegen. 😂 Die Kunst besteht bei Hütter jetzt darin, das zweite zu behalten und trotzdem die nötige Absicherung reinzubekommen.
Toppmöllers Fußball war stark vom Positionsspiel geprägt. Die Positionierung der Spieler sollte Passwege schaffen, den Gegner verschieben und über Ballzirkulation Räume öffnen. Der Ball war dabei ein wesentliches Mittel zur Kontrolle. Lieber noch einmal sichern, den Gegner bewegen und auf den richtigen Moment warten, als einen vertikalen Ball zu erzwingen.
Das hat einen großen Vorteil: Wenn die Staffelung funktioniert, hast du viele Spieler in definierten Räumen und nach Ballverlust gute Voraussetzungen fürs Gegenpressing. Gleichzeitig haben wir aber auch die Schwäche davon gesehen. Wenn vorne Bewegung, Tiefgang oder das Besetzen der Zwischenräume fehlt, wird aus Kontrolle schnell ziemlich ungefährlicher Ballbesitz. Viel Ball, wenig Raumgewinn.
Hütter denkt wesentlich vertikaler. Ihm geht es weniger darum, einen Angriff möglichst lange vorzubereiten. Wenn sich die Möglichkeit bietet, eine gegnerische Linie zu überspielen, soll sie genutzt werden. Er möchte schneller hinter das Mittelfeld kommen, Anschlussaktionen erzeugen und mit mehreren Spielern nachrücken. Deshalb entstehen bei ihm wesentlich häufiger Situationen, in denen viele eigene Spieler gleichzeitig vor dem Ball stehen.
Genau daraus kommt aber auch das Risiko. Hütters Fußball verlangt eine sehr gute Restverteidigung. Wenn ein Außenverteidiger hochschiebt, der Sechser herausrückt oder vorne aggressiv angelaufen wird, müssen die Spieler dahinter sofort reagieren. Sonst reicht ein sauberer Pass des Gegners und du verteidigst plötzlich große Räume.
Ähnlich sieht es beim Pressing aus. Bei Toppmöller war mir wichtiger, aus einer vorbereiteten Ordnung Zugriff herzustellen. Hütter möchte bestimmte Auslöser aggressiver nutzen. Rückpass, schlechter erster Kontakt, Pass nach außen – dann soll die Mannschaft geschlossen nachschieben und den Gegner dort festmachen.
Und genau da sieht man momentan unsere Probleme. Wenn einer losläuft und zwei andere eine Sekunde zögern, entsteht kein Pressing, sondern ein Loch. Der Gegner überspielt die erste Linie und anschließend sieht die Abwehr schlecht aus, obwohl die Situation möglicherweise 30 Meter weiter vorne verursacht wurde.
Deshalb unterscheiden sich für mich auch die jeweiligen Schwachstellen ziemlich deutlich.
Bei Toppmöller war häufig die Frage: Wie bekommen wir aus unserer Kontrolle mehr Dynamik und Durchschlagskraft?
Bei Hütter lautet sie eher: Wie behalten wir unsere Dynamik und Vertikalität, ohne nach Ballverlust die Kontrolle über die Räume zu verlieren?
Das sind für mich zwei ziemlich unterschiedliche Traineransätze, obwohl beide am Ende unter dem großen Etikett „offensiver Fußball“ laufen.
Und genau deshalb hatte ich gestern auch geschrieben, dass man die verschiedenen Ideen der letzten Trainer erstmal aus den Köpfen bekommen muss. Ein Spieler, der unter Dino gelernt hat, in einer bestimmten Situation seine Position zu halten und den Ballbesitz abzusichern, kann unter Hütter in derselben Situation den Auftrag haben, nach vorne durchzuschieben und Druck auf den nächsten Pass zu erzeugen.
Das sind diese kleinen Entscheidungen, die von außen kaum auffallen. Auf Bundesliganiveau reicht aber eine halbe Sekunde, in der fünf Spieler dieselbe Situation unterschiedlich interpretieren, und die komplette Ordnung ist dahin.
Dinos Stärke war Kontrolle über Position und Ball. Hütters Stärke ist Kontrolle über Aktivität, Raumgewinn und Zugriff.
Das eine kann zu statisch werden. Das andere kann dir um die Ohren fliegen. 😂 Die Kunst besteht bei Hütter jetzt darin, das zweite zu behalten und trotzdem die nötige Absicherung reinzubekommen.
Danke für diese Ausführungen, die den von mir laienhaft gesehenen Unterschied weitgehend bestätigen. Ehrlich gesagt ist mir Hütters Ansatz da sehr viel sympathischer.
So wie du es beschreibst, sind beide Spielideen viel unterschiedlicher, als Lattenknaller es sieht. Das würde m. E. erst recht dagegen sprechen, diesen „neuen“ Ansatz bereits nach zwei oder drei Spielen komplett über den Haufen zu werfen. Die Spieler (so sie denn noch dieselben sind), sollen eben nicht mehr genau so spielen wie unter Toppmöller oder Riera.
Als Profis, die schon von Kindesbeinen an Fußball spielen, dürfte ihnen dieser Sachverhalt doch sehr bewusst sein, dass es ein gänzlich anderer Ansatz ist. Somit dürften die psychologischen Gedankengefängnisse, wie sie Lattenknaller befürchtet, eigentlich gar nicht existieren. Auch wenn ich sehr gut nachvollziehen kann, wie das gemeint ist.
So wie du es beschreibst, sind beide Spielideen viel unterschiedlicher, als Lattenknaller es sieht. Das würde m. E. erst recht dagegen sprechen, diesen „neuen“ Ansatz bereits nach zwei oder drei Spielen komplett über den Haufen zu werfen. Die Spieler (so sie denn noch dieselben sind), sollen eben nicht mehr genau so spielen wie unter Toppmöller oder Riera.
Als Profis, die schon von Kindesbeinen an Fußball spielen, dürfte ihnen dieser Sachverhalt doch sehr bewusst sein, dass es ein gänzlich anderer Ansatz ist. Somit dürften die psychologischen Gedankengefängnisse, wie sie Lattenknaller befürchtet, eigentlich gar nicht existieren. Auch wenn ich sehr gut nachvollziehen kann, wie das gemeint ist.
SofatrainerSGE schrieb:
Danke für diese Ausführungen, die den von mir laienhaft gesehenen Unterschied weitgehend bestätigen. Ehrlich gesagt ist mir Hütters Ansatz da sehr viel sympathischer.
So wie du es beschreibst, sind beide Spielideen viel unterschiedlicher, als Lattenknaller es sieht. Das würde m. E. erst recht dagegen sprechen, diesen „neuen“ Ansatz bereits nach zwei oder drei Spielen komplett über den Haufen zu werfen. Die Spieler (so sie denn noch dieselben sind), sollen eben nicht mehr genau so spielen wie unter Toppmöller oder Riera.
Als Profis, die schon von Kindesbeinen an Fußball spielen, dürfte ihnen dieser Sachverhalt doch sehr bewusst sein, dass es ein gänzlich anderer Ansatz ist. Somit dürften die psychologischen Gedankengefängnisse, wie sie Lattenknaller befürchtet, eigentlich gar nicht existieren. Auch wenn ich sehr gut nachvollziehen kann, wie das gemeint ist.
Ganz rausnehmen würde ich den Kopf aus der Geschichte nicht. Natürlich spielt der eine Rolle, gerade wenn du zwei-, dreimal hintereinander erlebst, dass dir ein Spiel nach einem Gegentor wegkippt. Aber dieses große „Gedankengefängnis“, in dem die Mannschaft angeblich seit letzter Saison steckt, sehe ich ehrlich gesagt auch nicht.
Dafür ist mir die Mannschaft inzwischen personell zu stark verändert und auch die Anforderungen unter Hütter sind andere. Die Spieler sollen ja gerade nicht einfach das weitermachen, was vorher unter Toppmöller, Schmitt oder Riera verlangt wurde. Sie bekommen neue Abläufe, neue Pressingauslöser, andere Abstände, andere Aufgaben in der Restverteidigung. Das muss erstmal sauber rein.
Ich verstehe aber komplett, wenn jemand sagt: „Dann stell dich erstmal tiefer hin, nimm Risiko raus und hol dir über Ergebnisse wieder Sicherheit.“ Das ist ein legitimer Ansatz. Meiner wäre es eben nicht.
Wenn Fußball so simpel funktionieren würde, könnten wir wirklich per Voting abstimmen, wer spielt und ob wir am Wochenende 4-2-3-1, 5-4-1 oder 4-4-2 machen. 😄 Der Trainer arbeitet aber die ganze Woche mit der Mannschaft, sieht Trainingsverhalten, Belastung, Kommunikation, Rollen innerhalb der Gruppe und merkt, wer welche Vorgaben überhaupt schon verinnerlicht hat. Von außen sehen wir am Ende nur die 90 Minuten und ziehen daraus unsere Schlüsse.
Deshalb kommen Lattenknaller und ich bei dem Thema wahrscheinlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Macht aber auch nichts. Er hat seinen Ansatz, ich meinen, und beide kann man vernünftig begründen.
Ich würde Hütter jedenfalls zutrauen, dass er eher an seiner Idee schraubt, als sie jetzt direkt wieder einzureißen. Also vielleicht Grundordnung verändern, Absicherung anpassen, Pressinghöhe variieren oder einen Außenverteidiger anders einbinden – aber weiterhin auf Basis seiner Grundidee.
Und ohne dass das jetzt arrogant klingen soll: Ich glaube schon, dass Hütter das eher ähnlich sehen wird. Einfach weil Trainer mit einer klaren Spielphilosophie normalerweise nicht nach zwei Spieltagen sagen: „War wohl nix, jetzt machen wir komplett was anderes.“ Dafür ist der Prozess viel zu komplex und Hütter auch viel zu erfahren.
SofatrainerSGE schrieb:
So wie du es beschreibst, sind beide Spielideen viel unterschiedlicher, als Lattenknaller es sieht.
es geht mir nicht um die unterschiede sondern die schnittmenge und da ist beim ansatz hoch stehen, früh pressen trotz verschiedener trainerischer ausprägungen seit über einem jahr ein ganz bestimmtes muster zu sehen, wo regelmäßig verkackt wird
SofatrainerSGE schrieb:
Als Profis, die schon von Kindesbeinen an Fußball spielen, dürfte ihnen dieser Sachverhalt doch sehr bewusst sein, dass es ein gänzlich anderer Ansatz ist. Somit dürften die psychologischen Gedankengefängnisse, wie sie Lattenknaller befürchtet, eigentlich gar nicht existieren. Auch wenn ich sehr gut nachvollziehen kann, wie das gemeint ist.
tja, der ansatz hat aber genug schnittmenge, dass die spieler wissen, dass das seit ner ganzen zeit schon nicht hinreichend funktioniert mit hoch stehen, früh draufgehen. völlig unabhängig von irgendwelchen detailfragen, wie, ob der trainer über ballkontrolle oder eher dnamik kommen will oder wann er die pressingtrigger setzen möchte. wie schwer man sowas aus dem hinterkopf kriegt, sehen wir seit letzte saison gladbach und daran hat sich scheinbar wenig geändert...
Für mich klingt das absolut plausibel.
Wie würdest du denn die taktischen Unterschiede zwischen Toppmöller und Hütter zusammenfassen?
Wie würdest du denn die taktischen Unterschiede zwischen Toppmöller und Hütter zusammenfassen?
Auf den ersten Blick könnte man meinen, Toppmöller und Hütter würden einen ähnlichen Fußball verfolgen: beide wollen aktiv sein, beide wollen den Ball, beide wollen nicht 90 Minuten im tiefen Block verbringen. Wenn man sich aber anschaut, wie sie ein Spiel kontrollieren und wie sie zum gegnerischen Tor kommen wollen, sind die Ansätze für mich ziemlich gegensätzlich.
Toppmöllers Fußball war stark vom Positionsspiel geprägt. Die Positionierung der Spieler sollte Passwege schaffen, den Gegner verschieben und über Ballzirkulation Räume öffnen. Der Ball war dabei ein wesentliches Mittel zur Kontrolle. Lieber noch einmal sichern, den Gegner bewegen und auf den richtigen Moment warten, als einen vertikalen Ball zu erzwingen.
Das hat einen großen Vorteil: Wenn die Staffelung funktioniert, hast du viele Spieler in definierten Räumen und nach Ballverlust gute Voraussetzungen fürs Gegenpressing. Gleichzeitig haben wir aber auch die Schwäche davon gesehen. Wenn vorne Bewegung, Tiefgang oder das Besetzen der Zwischenräume fehlt, wird aus Kontrolle schnell ziemlich ungefährlicher Ballbesitz. Viel Ball, wenig Raumgewinn.
Hütter denkt wesentlich vertikaler. Ihm geht es weniger darum, einen Angriff möglichst lange vorzubereiten. Wenn sich die Möglichkeit bietet, eine gegnerische Linie zu überspielen, soll sie genutzt werden. Er möchte schneller hinter das Mittelfeld kommen, Anschlussaktionen erzeugen und mit mehreren Spielern nachrücken. Deshalb entstehen bei ihm wesentlich häufiger Situationen, in denen viele eigene Spieler gleichzeitig vor dem Ball stehen.
Genau daraus kommt aber auch das Risiko. Hütters Fußball verlangt eine sehr gute Restverteidigung. Wenn ein Außenverteidiger hochschiebt, der Sechser herausrückt oder vorne aggressiv angelaufen wird, müssen die Spieler dahinter sofort reagieren. Sonst reicht ein sauberer Pass des Gegners und du verteidigst plötzlich große Räume.
Ähnlich sieht es beim Pressing aus. Bei Toppmöller war mir wichtiger, aus einer vorbereiteten Ordnung Zugriff herzustellen. Hütter möchte bestimmte Auslöser aggressiver nutzen. Rückpass, schlechter erster Kontakt, Pass nach außen – dann soll die Mannschaft geschlossen nachschieben und den Gegner dort festmachen.
Und genau da sieht man momentan unsere Probleme. Wenn einer losläuft und zwei andere eine Sekunde zögern, entsteht kein Pressing, sondern ein Loch. Der Gegner überspielt die erste Linie und anschließend sieht die Abwehr schlecht aus, obwohl die Situation möglicherweise 30 Meter weiter vorne verursacht wurde.
Deshalb unterscheiden sich für mich auch die jeweiligen Schwachstellen ziemlich deutlich.
Bei Toppmöller war häufig die Frage: Wie bekommen wir aus unserer Kontrolle mehr Dynamik und Durchschlagskraft?
Bei Hütter lautet sie eher: Wie behalten wir unsere Dynamik und Vertikalität, ohne nach Ballverlust die Kontrolle über die Räume zu verlieren?
Das sind für mich zwei ziemlich unterschiedliche Traineransätze, obwohl beide am Ende unter dem großen Etikett „offensiver Fußball“ laufen.
Und genau deshalb hatte ich gestern auch geschrieben, dass man die verschiedenen Ideen der letzten Trainer erstmal aus den Köpfen bekommen muss. Ein Spieler, der unter Dino gelernt hat, in einer bestimmten Situation seine Position zu halten und den Ballbesitz abzusichern, kann unter Hütter in derselben Situation den Auftrag haben, nach vorne durchzuschieben und Druck auf den nächsten Pass zu erzeugen.
Das sind diese kleinen Entscheidungen, die von außen kaum auffallen. Auf Bundesliganiveau reicht aber eine halbe Sekunde, in der fünf Spieler dieselbe Situation unterschiedlich interpretieren, und die komplette Ordnung ist dahin.
Dinos Stärke war Kontrolle über Position und Ball. Hütters Stärke ist Kontrolle über Aktivität, Raumgewinn und Zugriff.
Das eine kann zu statisch werden. Das andere kann dir um die Ohren fliegen. 😂 Die Kunst besteht bei Hütter jetzt darin, das zweite zu behalten und trotzdem die nötige Absicherung reinzubekommen.
Toppmöllers Fußball war stark vom Positionsspiel geprägt. Die Positionierung der Spieler sollte Passwege schaffen, den Gegner verschieben und über Ballzirkulation Räume öffnen. Der Ball war dabei ein wesentliches Mittel zur Kontrolle. Lieber noch einmal sichern, den Gegner bewegen und auf den richtigen Moment warten, als einen vertikalen Ball zu erzwingen.
Das hat einen großen Vorteil: Wenn die Staffelung funktioniert, hast du viele Spieler in definierten Räumen und nach Ballverlust gute Voraussetzungen fürs Gegenpressing. Gleichzeitig haben wir aber auch die Schwäche davon gesehen. Wenn vorne Bewegung, Tiefgang oder das Besetzen der Zwischenräume fehlt, wird aus Kontrolle schnell ziemlich ungefährlicher Ballbesitz. Viel Ball, wenig Raumgewinn.
Hütter denkt wesentlich vertikaler. Ihm geht es weniger darum, einen Angriff möglichst lange vorzubereiten. Wenn sich die Möglichkeit bietet, eine gegnerische Linie zu überspielen, soll sie genutzt werden. Er möchte schneller hinter das Mittelfeld kommen, Anschlussaktionen erzeugen und mit mehreren Spielern nachrücken. Deshalb entstehen bei ihm wesentlich häufiger Situationen, in denen viele eigene Spieler gleichzeitig vor dem Ball stehen.
Genau daraus kommt aber auch das Risiko. Hütters Fußball verlangt eine sehr gute Restverteidigung. Wenn ein Außenverteidiger hochschiebt, der Sechser herausrückt oder vorne aggressiv angelaufen wird, müssen die Spieler dahinter sofort reagieren. Sonst reicht ein sauberer Pass des Gegners und du verteidigst plötzlich große Räume.
Ähnlich sieht es beim Pressing aus. Bei Toppmöller war mir wichtiger, aus einer vorbereiteten Ordnung Zugriff herzustellen. Hütter möchte bestimmte Auslöser aggressiver nutzen. Rückpass, schlechter erster Kontakt, Pass nach außen – dann soll die Mannschaft geschlossen nachschieben und den Gegner dort festmachen.
Und genau da sieht man momentan unsere Probleme. Wenn einer losläuft und zwei andere eine Sekunde zögern, entsteht kein Pressing, sondern ein Loch. Der Gegner überspielt die erste Linie und anschließend sieht die Abwehr schlecht aus, obwohl die Situation möglicherweise 30 Meter weiter vorne verursacht wurde.
Deshalb unterscheiden sich für mich auch die jeweiligen Schwachstellen ziemlich deutlich.
Bei Toppmöller war häufig die Frage: Wie bekommen wir aus unserer Kontrolle mehr Dynamik und Durchschlagskraft?
Bei Hütter lautet sie eher: Wie behalten wir unsere Dynamik und Vertikalität, ohne nach Ballverlust die Kontrolle über die Räume zu verlieren?
Das sind für mich zwei ziemlich unterschiedliche Traineransätze, obwohl beide am Ende unter dem großen Etikett „offensiver Fußball“ laufen.
Und genau deshalb hatte ich gestern auch geschrieben, dass man die verschiedenen Ideen der letzten Trainer erstmal aus den Köpfen bekommen muss. Ein Spieler, der unter Dino gelernt hat, in einer bestimmten Situation seine Position zu halten und den Ballbesitz abzusichern, kann unter Hütter in derselben Situation den Auftrag haben, nach vorne durchzuschieben und Druck auf den nächsten Pass zu erzeugen.
Das sind diese kleinen Entscheidungen, die von außen kaum auffallen. Auf Bundesliganiveau reicht aber eine halbe Sekunde, in der fünf Spieler dieselbe Situation unterschiedlich interpretieren, und die komplette Ordnung ist dahin.
Dinos Stärke war Kontrolle über Position und Ball. Hütters Stärke ist Kontrolle über Aktivität, Raumgewinn und Zugriff.
Das eine kann zu statisch werden. Das andere kann dir um die Ohren fliegen. 😂 Die Kunst besteht bei Hütter jetzt darin, das zweite zu behalten und trotzdem die nötige Absicherung reinzubekommen.
@anpii
Mal eine Frage an Dich bei Dir klingt es so, als würdest Du diese offensive Spielweise mit dieser Mannschaft
beibehalten wollen ?! Verstehe ich Dich da richtig?
Fändest Du es nicht sinnvoller, jetzt erstmal mit einer defensiveren sichereren Spielweise, der Mannschft Sicherheit zu geben. Das steigern mit dem Spiel nach vorne kann man ja später noch einbauen und steigern.
Aktuell fände ich es wirklich zu riskant, weiter zu offensiv zu spielen und hoch zu stehen.
Mal eine Frage an Dich bei Dir klingt es so, als würdest Du diese offensive Spielweise mit dieser Mannschaft
beibehalten wollen ?! Verstehe ich Dich da richtig?
Fändest Du es nicht sinnvoller, jetzt erstmal mit einer defensiveren sichereren Spielweise, der Mannschft Sicherheit zu geben. Das steigern mit dem Spiel nach vorne kann man ja später noch einbauen und steigern.
Aktuell fände ich es wirklich zu riskant, weiter zu offensiv zu spielen und hoch zu stehen.
Darauf ist er doch bereits eingegangen, du hattest diesen Einwand schon gebracht.
SofatrainerSGE schrieb:
Darauf ist er doch bereits eingegangen, du hattest diesen Einwand schon gebracht.
Sorry, hatte ich übersehen.
Dann ziehe ich meine Frage zurück. Danke für aufmerksam machen.
@anpii: Danke für deine ausführliche und fundierte Analyse der Gesamtsituation. Als taktikinteressierter Laie bin ich immer wieder begeistert, wie viel ein Profi aus solchen Spielen ablesen und analysieren kann. Solche Beiträge, auch wenn sie sehr lang und schwierig zu verstehen sind, schärfen dann immer wieder meinen laienhaften Blick.
Es gab ja auch mal eine ganze Weile diese SGE-Taktik-Analysen eines anderen Users, welche ich ebenfalls hochinteressant fand. ich hoffe, dass lebt wieder auf.
Wenn ich dann heute den armseligen Artikel von Ingo Durstewitz lese und mit deiner Analyse vergleiche, wird mir erneut bewusst, wie wenig Ahnung dieser Herr D. vom Fußball hat. Draufhauen ist das Einzige, was er draufhat.
Es gab ja auch mal eine ganze Weile diese SGE-Taktik-Analysen eines anderen Users, welche ich ebenfalls hochinteressant fand. ich hoffe, dass lebt wieder auf.
Wenn ich dann heute den armseligen Artikel von Ingo Durstewitz lese und mit deiner Analyse vergleiche, wird mir erneut bewusst, wie wenig Ahnung dieser Herr D. vom Fußball hat. Draufhauen ist das Einzige, was er draufhat.
Danke dir, freut mich wirklich. 🙂
Ja, meine Beiträge werden gerne mal etwas länger. 😁 Ich kann auch vollkommen verstehen, wenn jemand irgendwann denkt: „Junge, komm mal zum Punkt.“ Das Problem ist nur: Eine halbwegs fundierte Analyse lässt sich schwer in drei Sätze pressen. Sonst ist es irgendwann keine Analyse mehr, sondern eher eine Zustandsbeschreibung. Gerade im Fußball hängt ja vieles miteinander zusammen. Pressing, Abstände, Restverteidigung, Entscheidungsfindung, individuelle Rollen, psychologische Faktoren – wenn man an einer Stelle etwas verändert, hat das meistens Auswirkungen auf mehrere andere Bereiche.
Als Trainer bin ich deshalb auch selbst immer gerne im Austausch. Mit anderen Trainern sowieso, aber genauso mit Hobbytrainern oder Leuten, die einfach ein gutes taktisches Verständnis haben. Man muss überhaupt keine Lizenz besitzen, um Fußball gut lesen zu können. Im Gegenteil: Manchmal kommt von jemandem ein Gedanke, bei dem man selbst merkt, dass man eine Situation bisher aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet hat. Genau dafür ist so ein Forum eigentlich ziemlich cool.
Ich will mit meinen Beiträgen auch niemanden bekehren oder den Eindruck vermitteln, meine Sicht wäre automatisch die richtige. Ich schaue auf manche Dinge durch die Trainerausbildung einfach anders als jemand, der ein Spiel ausschließlich aus Fansicht betrachtet. Da interessieren mich teilweise ganz andere Dinge als das reine Ergebnis oder die Frage, wer bei einem Gegentor unmittelbar danebenstand. Und siehe da: Die Ausbildung Richtung UEFA Pro Lizenz trägt tatsächlich Früchte. 😂
Den Taktik-Thread habe ich übrigens auch mal gesehen und dann aus irgendeinem Grund nicht weiterverfolgt. Eigentlich ziemlich bescheuert von mir. 😁 Den werde ich mir definitiv nochmal anschauen.
Und Durstewitz... ja. 😁 Ich weiß manchmal auch nicht, woher er dieses enorme Selbstvertrauen nimmt, mit dem er seine Einschätzungen als nahezu unumstößliche Wahrheiten raushaut. Kritik gehört dazu und Journalisten sollen selbstverständlich kritisch sein. Aber zwischen kritischer Analyse und einfach mal kräftig draufhauen liegt für mich schon noch ein Unterschied. Heutzutage muss man das wahrscheinlich einfach abkönnen.
Am Ende braucht es für viele Dinge übrigens gar keine Trainerausbildung. Ein bisschen taktisches Verständnis, genaues Hinschauen und die Bereitschaft, nicht jedes Gegentor sofort mit „Spieler X kann es nicht“ oder „Trainer raus“ zu erklären, bringen einen schon erstaunlich weit. 😁
Ja, meine Beiträge werden gerne mal etwas länger. 😁 Ich kann auch vollkommen verstehen, wenn jemand irgendwann denkt: „Junge, komm mal zum Punkt.“ Das Problem ist nur: Eine halbwegs fundierte Analyse lässt sich schwer in drei Sätze pressen. Sonst ist es irgendwann keine Analyse mehr, sondern eher eine Zustandsbeschreibung. Gerade im Fußball hängt ja vieles miteinander zusammen. Pressing, Abstände, Restverteidigung, Entscheidungsfindung, individuelle Rollen, psychologische Faktoren – wenn man an einer Stelle etwas verändert, hat das meistens Auswirkungen auf mehrere andere Bereiche.
Als Trainer bin ich deshalb auch selbst immer gerne im Austausch. Mit anderen Trainern sowieso, aber genauso mit Hobbytrainern oder Leuten, die einfach ein gutes taktisches Verständnis haben. Man muss überhaupt keine Lizenz besitzen, um Fußball gut lesen zu können. Im Gegenteil: Manchmal kommt von jemandem ein Gedanke, bei dem man selbst merkt, dass man eine Situation bisher aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet hat. Genau dafür ist so ein Forum eigentlich ziemlich cool.
Ich will mit meinen Beiträgen auch niemanden bekehren oder den Eindruck vermitteln, meine Sicht wäre automatisch die richtige. Ich schaue auf manche Dinge durch die Trainerausbildung einfach anders als jemand, der ein Spiel ausschließlich aus Fansicht betrachtet. Da interessieren mich teilweise ganz andere Dinge als das reine Ergebnis oder die Frage, wer bei einem Gegentor unmittelbar danebenstand. Und siehe da: Die Ausbildung Richtung UEFA Pro Lizenz trägt tatsächlich Früchte. 😂
Den Taktik-Thread habe ich übrigens auch mal gesehen und dann aus irgendeinem Grund nicht weiterverfolgt. Eigentlich ziemlich bescheuert von mir. 😁 Den werde ich mir definitiv nochmal anschauen.
Und Durstewitz... ja. 😁 Ich weiß manchmal auch nicht, woher er dieses enorme Selbstvertrauen nimmt, mit dem er seine Einschätzungen als nahezu unumstößliche Wahrheiten raushaut. Kritik gehört dazu und Journalisten sollen selbstverständlich kritisch sein. Aber zwischen kritischer Analyse und einfach mal kräftig draufhauen liegt für mich schon noch ein Unterschied. Heutzutage muss man das wahrscheinlich einfach abkönnen.
Am Ende braucht es für viele Dinge übrigens gar keine Trainerausbildung. Ein bisschen taktisches Verständnis, genaues Hinschauen und die Bereitschaft, nicht jedes Gegentor sofort mit „Spieler X kann es nicht“ oder „Trainer raus“ zu erklären, bringen einen schon erstaunlich weit. 😁
Gargan50 schrieb:Schönesge schrieb:
Muss versteckte Kamera sein. Beste Halbzeit seit einem Jahr. Und dann passieren unerklärliche Dinge.
Das wird man nicht trainieren können. Aber auch wenn man 2:1 völlig verrückt in Rückstand gerät, dann will ich ein Aufbäumen sehen. Was dann kam, geht nicht.
Davon unabhängig, egal wer bei uns im Tor steht, eine Woche Eintracht, und es wird übel...
Liegt vielleicht doch am TW-Trainer…
Das sage ich seit drei Jahren, aber Zimbo ist heilig......bei Moppes hatte ich ein besseres Gefühl..
Liegt vielleicht doch am TW-Trainer…
Das sage ich seit drei Jahren, aber Zimbo ist heilig......bei Moppes hatte ich ein besseres Gefühl..
Diesen Eindruck habe ich auch schon seit längerem. Aber Moppes war ja angeblich zu old school, kein moderner Torwarttrainer für „mitspielende “ Keeper. Vielleicht würde trotzdem bessere als Zimbo geben?!
SofatrainerSGE schrieb:
Liegt vielleicht doch am TW-Trainer…
Das sage ich seit drei Jahren, aber Zimbo ist heilig......bei Moppes hatte ich ein besseres Gefühl..
Diesen Eindruck habe ich auch schon seit längerem. Aber Moppes war ja angeblich zu old school, kein moderner Torwarttrainer für „mitspielende “ Keeper. Vielleicht würde trotzdem bessere als Zimbo geben?!
Andreas Menger hat das früher auch gut gemacht, ist laut transfermarkt aber wohl bei Hertha
In der Halbzeit dachte ich noch, wenn sich der Chancenwucher mal nicht rächt....der Sack hätte schon zu sein können, nur isser bei der Eintracht immer offen.
Was ich aber nach wie vor nicht verstehe, weil ich eine andere Einstellung habe, wie man selbst nach dem fatalen Doppelschlag quasi aufgeben kann....die Puppen hatten das Spiel gedreht, also müssen wir jetzt soviel Eier haben, zumal daheim, das Ding erneut wieder umzudrehen....das ist Wille...
Stattdessen war sofort bis zum Schluß bei uns Stromausfall, volle Hosen und regelrechte Paralyse....
Ich weiß nicht, ob man das alles mit Unerfahrenheit erklären kann, ich kann auch mit 20 eine willensstarke Kampfsau sein......aber Mentalität kann man nicht trainieren und das ist spiegelbildlich zur letzten Saison....keine Führung auf dem Platz, ich hatte auch den Verdacht auf konditionelle Probleme, keine Ordnung mehr im Spiel, sondern nur noch die Hoffnung auf den Schlusspfiff......hui und pfui nebeneinander in einer Form, wie es nur die Eintracht hinbekommt........
Was ich aber nach wie vor nicht verstehe, weil ich eine andere Einstellung habe, wie man selbst nach dem fatalen Doppelschlag quasi aufgeben kann....die Puppen hatten das Spiel gedreht, also müssen wir jetzt soviel Eier haben, zumal daheim, das Ding erneut wieder umzudrehen....das ist Wille...
Stattdessen war sofort bis zum Schluß bei uns Stromausfall, volle Hosen und regelrechte Paralyse....
Ich weiß nicht, ob man das alles mit Unerfahrenheit erklären kann, ich kann auch mit 20 eine willensstarke Kampfsau sein......aber Mentalität kann man nicht trainieren und das ist spiegelbildlich zur letzten Saison....keine Führung auf dem Platz, ich hatte auch den Verdacht auf konditionelle Probleme, keine Ordnung mehr im Spiel, sondern nur noch die Hoffnung auf den Schlusspfiff......hui und pfui nebeneinander in einer Form, wie es nur die Eintracht hinbekommt........
cm47 schrieb:
In der Halbzeit dachte ich noch, wenn sich der Chancenwucher mal nicht rächt....der Sack hätte schon zu sein können, nur isser bei der Eintracht immer offen.
Was ich aber nach wie vor nicht verstehe, weil ich eine andere Einstellung habe, wie man selbst nach dem fatalen Doppelschlag quasi aufgeben kann....die Puppen hatten das Spiel gedreht, also müssen wir jetzt soviel Eier haben, zumal daheim, das Ding erneut wieder umzudrehen....das ist Wille...
Stattdessen war sofort bis zum Schluß bei uns Stromausfall, volle Hosen und regelrechte Paralyse....
Ich weiß nicht, ob man das alles mit Unerfahrenheit erklären kann, ich kann auch mit 20 eine willensstarke Kampfsau sein......aber Mentalität kann man nicht trainieren und das ist spiegelbildlich zur letzten Saison....keine Führung auf dem Platz, ich hatte auch den Verdacht auf konditionelle Probleme, keine Ordnung mehr im Spiel, sondern nur noch die Hoffnung auf den Schlusspfiff......hui und pfui nebeneinander in einer Form, wie es nur die Eintracht hinbekommt........
Sehr guter Beitrag, trifft genau mein Empfinden. Außer der Punkt mit der Mentalität. Da es Mentaltrainer gibt, scheint man diese doch irgendwie trainieren zu können. Ob man da ansetzen müsste?
SofatrainerSGE schrieb:
Da es Mentaltrainer gibt, scheint man diese doch irgendwie trainieren zu können.
Sowas gab es zum meiner Zeit nicht und wir hätten das auch nicht gebraucht......intrinsische Mentalität, die schon im Persönlichkeitsbild verankert ist und die nicht von außen eingequatscht werden muß, ist erforderlich.
Viele jungen Spieler können mit solchen Rückschlägen wie gestern noch nicht umgehen, aber das werden sie lernen müssen und dieser Wille muß sich ausprägen, auch das kommt mit zunehmender Erfahrung.
Ich habe es mehrfach erwähnt, die Jungen haben keine erfahrene Führung auf dem Platz, sie sind sich selbst überlassen.
Auch daraus lernt man, aber das ist ein schmerzhafter Weg......mit der Bubitruppe kann man seine Freude haben, siehe Halbzeit 1, aber dann wirds auch schnell wieder dunkel.....mal sehen, was Hütter dazu einfällt im Hinblick auf die nächsten Spiele.....
WaldeckAdler schrieb:
Der Wurst Uli hats doch dem MK ins Stammbuch geschrieben, dass man bei allen Verkäufen auch darauf achten muss, was dann noch übrig bleibt. Kann ihn nicht leiden aber da hat er recht und enorme Erfahrung.
Es bedarf nach meiner Einschätzung nicht wirklich Erfahrung, um diese Erkenntnis zu gewinnen...
Bommer1974 schrieb:WaldeckAdler schrieb:
Der Wurst Uli hats doch dem MK ins Stammbuch geschrieben, dass man bei allen Verkäufen auch darauf achten muss, was dann noch übrig bleibt. Kann ihn nicht leiden aber da hat er recht und enorme Erfahrung.
Es bedarf nach meiner Einschätzung nicht wirklich Erfahrung, um diese Erkenntnis zu gewinnen...
Der Unterschied zwischen Erfahrung und Erkenntnis ist in praxi enorm. Kann ich dir aus eigener Erfahrung berichten. 😉
wEdgE- schrieb:Ibrakeforanimals schrieb:
Kalimuendo hätte ich im Übrigen auch nicht für diesen Unterschiedsspieler gehalten.
Uns fehlts einfach an Führungsspielern, da ist einfach keiner.
Das ist des Pudels Kern. Und wir können daran kurzfristig nichts ändern, vermutlich.
wEdgE- schrieb:Ibrakeforanimals schrieb:
Kalimuendo hätte ich im Übrigen auch nicht für diesen Unterschiedsspieler gehalten.
Uns fehlts einfach an Führungsspielern, da ist einfach keiner.
SofatrainerSGE schrieb:
Das ist des Pudels Kern. Und wir können daran kurzfristig nichts ändern, vermutlich.
Wird auch langfristig schwer. Führungsspieler mit ensprechender spielerischer Qualität kriegste schwer und dann meist nicht fürn Appel undn Ei.
SofatrainerSGE schrieb:wEdgE- schrieb:Ibrakeforanimals schrieb:
Kalimuendo hätte ich im Übrigen auch nicht für diesen Unterschiedsspieler gehalten.
Uns fehlts einfach an Führungsspielern, da ist einfach keiner.
Das ist des Pudels Kern. Und wir können daran kurzfristig nichts ändern, vermutlich.
Onyedika kann dieser Führungsspieler sein, auch Aseko kann bei entsprechender Leistung in diese Rolle reinwachsen. In Hannover war er das schon, trotz seiner damals noch 19 Jahre.
Jonny kann von vorne schlecht der alleinige Führungsspieler sein, das ist klar, aber wenn wir mal eine stabile Achse hinbekämen, dann ist Jonny davon das vorderste Glied.
Uzun ist kein Führungsspieler, vielleicht ein Unterschiedsspieler, wenn er endlich anfängt mit seinen Mitspielern zusammenzuspielen und nicht bei drei von vier Aktionen versucht alleine zu glänzen. Mario muss besser spielen, um führen zu können. Chaibi hat bisher auch noch nicht gezeigt, dass er die Stabilität besitzt, um in eine Führungsrolle reinzuwachsen.
Von daher, ja, da fehlt uns was.
Ich habe das Spiel nicht gesehen, sondern nur im Clubradio gehört, kann mir also nicht wirklich ein Bild machen. Enttäuscht bin ich natürlich auch so. Das Ergebnis ist unterirdisch, zumal nach dem Vernehmen nach guter erster Halbzeit.
Aber nachdem nun vielfach Fatalismus vorherrscht, stelle ich mir die Frage, ob denn wirklich die Mannschaft, also die einzelnen Spieler so schlecht sind, dass man Hütter unterstellt, er hätte aus der Not heraus beschönigt, was er vorfindet, oder hat er schlicht noch Arbeit vor sich, weil naturgegeben aus dem mannschaftlichen Umbruch und der neuen Leitung einfach die einzelnen Teile noch nicht ineinander greifen und das ganze Gebilde dadurch labil ist?
Dass wir bei Standards anfällig sind habe ich heraus gehört. Aber sind wir zu klein oder denkt ihr das lässt sich trainieren? Am Anfang der Saison haben ja oft Teams ohne Umbruch einen Vorteil. Und dass unsere Jungs Talent haben, halte ich für ausgemachte Sache. Auch wenn ich auch gerne noch mindestens einen erfahrenen Abwehrrecken hätte, der voran geht und den jungen Spielern Sicherheit geben kann.
Aber nachdem nun vielfach Fatalismus vorherrscht, stelle ich mir die Frage, ob denn wirklich die Mannschaft, also die einzelnen Spieler so schlecht sind, dass man Hütter unterstellt, er hätte aus der Not heraus beschönigt, was er vorfindet, oder hat er schlicht noch Arbeit vor sich, weil naturgegeben aus dem mannschaftlichen Umbruch und der neuen Leitung einfach die einzelnen Teile noch nicht ineinander greifen und das ganze Gebilde dadurch labil ist?
Dass wir bei Standards anfällig sind habe ich heraus gehört. Aber sind wir zu klein oder denkt ihr das lässt sich trainieren? Am Anfang der Saison haben ja oft Teams ohne Umbruch einen Vorteil. Und dass unsere Jungs Talent haben, halte ich für ausgemachte Sache. Auch wenn ich auch gerne noch mindestens einen erfahrenen Abwehrrecken hätte, der voran geht und den jungen Spielern Sicherheit geben kann.
Ich weiß nicht, ob es immer einen erfahrenen Abwehrrecken braucht. Hast du Vuscovic letzte Saison beim HSV gesehen? Der ist 19, total abgebrüht, mit Überblick und Führungsqualitäten. Alter alleine ist da wohl nicht ausschlaggebend, vielmehr Talent und absolute Mentalität. Und da krankt es bei uns!
underdog since 1899 schrieb:grossaadla schrieb:
Baum Kosugi Maluze top.
Gefallen mir auch, alle drei. Besonders Kosugi ist ein richtiger Giftzwerg. Der wirft sich in jeden Zweikampf, verschiebt sehr geschickt und hat auch ordentlich Zug nach vorne.
Trotz Körpergröße von 1.45m
Und ist trotzdem extrem kopfballstark.
Es müssen triftige Gründe für ein Stadionverbot vorliegen. Einfach so kann man das nicht aussprechen, besonders wie hier einige fordern, es nach Gutsherrenmentalität mit der Gießkanne bei von Usern unerwünschten Personen anzuwenden.