>

1914-XXXX - The Game

#
My dear Mr. Presiden Zolo Wilson,
I will say you mein herzlichstes Beileid, to the loss of so many american Passengers killed by an Torpedo from these hinterlistigen english submarine. Uncredible these barbarian Briten, shooting on a harmlos Passengerdampfer Lusitania. Remember Boston in 1773. Its time to repeat. The whole german Volk is trauering with you.
Your
willysecond


*efcheuchel*
#
Vaella, mein geliebter Kampfesbruder,
meine tiefempfundene Bewunderung zu dem glorreichen Sieg bei Gorlice-Tarnów. Unseren gemeinsamen Truppen ist ein tiefer Einbruch in die russischen Stellungen gelungen. Der Russe rennt und von Nicky hört man auch schon recht lange nichts mehr, hat wohl die Hosen voll, der Heggeschisser!

Sag mal ihr habt doch letztes Jahr in Serbien diesen Wladimir Iljitsch Uljanow oder wie der Kerl heißt, gefangengenommen und dann in die Schweiz verfrachtet. Seht mal zu, daß ihr Kontakt haltet, ich habe irgendwie das Gefühl, dieser widerliche Unsympath könnte uns nochmal von Nutzen sein.

Dein Wilhelm II
#
Hochverehrter Kaiser,
lieber Willidö,

leider muß ich Euch erinnern, daß die 30 TRM als Vergütung gedacht waren, für die Zerstreuungen die ich Eurem Kronprinzen habe angedeihen lassen. Sicher Ihr wißt um meine excellenten Kontakte, die ich zu hochgestellten Persönlichkeiten in Europa habe, jedoch sollte Euch auch meine äußerste Diskretion bekannt sein.

Eure stets ergebene

MataHari
#
Willi mein Gutster,

danke für die Blumen, aber deine Pickelhauben waren auch nicht übel. Der Iwan ist gerannt als wäre der Leibhaftige hinter ihm her.

Nun gut, ich werde mal von einer Hinrichtung dieses Serben mal absehen und ihn mal in aller Frische schweizer Käse testen lassen, zumindestens bis Kriegsende.

Was mir allerdings sorgen macht sind diese verkappten Friedensitaliener, wenn die so weiter quer schießen kann es sein das ich bei der Richtigen Windlage ein paar Kanister Chlorgas "verlieren" könnte. Dann ist nämlich ruhe mit diesem Friedensaposteln, dann marschier ich da ein, und ernenne mich selber zum Paten vom Vatikanstaat!

Liebste und beste Grüße

Vaella, König von, ach ihr wißt schon!
#
Verehrtester Friedrich Wilhelm Viktor Albert,

Du weißt, immer wenn ich Dich so anreden muss, wird es ernst. So auch diesmal.  

Wenn Du noch guten Ratschlägen zugänglich bist: Finger weg von Recherchen nach Unserer Königlichen Politik! Nutzt ohnehin wenig, denn was neutral ist an Belgien, bestimmen immer noch wir. Die „Mutter Haarig“, wie sie unser Geheimdienst der Einfachheit halber nennt, kannst Du mir dafür gerne mal persönlich vorbeischicken. Siehste, uns bleibt halt nix verborgen. Ich habe hier ein Foto vor mir liegen: Sapperment, nicht übel die Dame – naja, ein echtes Benelux-Girl eben. Wenn Du mich fragst: viel zu schade fürs Spionieren resp. die Exekut ... – na, hätt ich mich doch um ein Haar verplaudert. Also, noch einmal: keine Visima-ententen (kleines Späßle!), willy heißen (noch eins!): keine Neutralitäts-Spionage! bringt eh nix, wir haben alle maßgeblichen Unterlagen schon längst geschreddert. Was wir hingegen wohlverwahrt in unseren Tresoren liegen haben: eine umfängliche Dokumentation mit Fotomaterial Eures fiesen Kampfgaseinsatzes bei Ypern. Hat ja bis hierher gestunken, bah! Nicht, dass ich das persönlich nehme. Dennoch glaube ich nicht, dass es in Deinem Interesse liegt, wenn wir diese Dokumente an die entsprechenden internationalen Gremien weiterreichen, nicht wahr?

Übrigens noch ein Grüßle vom Chef unserer Spionageabwehr: den Albi Einstein, den ihr sucht, findet ihr z.Zt. wohl weniger in den USA (gaaanz kalt) als vielmehr sozusagen ganz in Eurer Nähe in Berlin. Macht nix, könnt ihn ruhig finden, der Mann hat seine Allgemeine Relativitätstheorie (wow, wie locker ich das hier so raushaue – null checkung, was der Mann damit meint) noch nicht einmal ansatzweise publiziert. Denke mal, viel mehr als eine (Ein-)Steinschleuder werdet ihr euch waffenmäßig von dem Herrn vorläufig nicht erwarten können. Pah, und das Schaf, in dessen Fell meine Schwarze Seele reinpasst, muss erst noch geboren werden!

Meine aufrichtige Gratulation übrigens zum gloriosen Wintersieg im Osten. 100.000 russische Gefangene, Chapeau! Das sind allerdings dann auch 100.000 hungrige Mäuler mehr auf Eurer Seite. À propos, wie gehts denn so? Schon gut gespeist heute? Ja klar, Du sowieso. Nein, ich meine Deine Leutz? Also, will man dem glauben, was man hier so hört, dann schieben die ziemlich Kohldampf. Und auch mit den Rohstoffen siehts wohl nicht so dolle aus. Scheiss Fernblockade. Aber eins muss man dem Georgie lassen: konsequent isser.  Naja, wenn ihr irgendwas braucht, wendet Euch vertrauensvoll an uns (Du weißt, unser Flottenadmiral ...). Also, 500.000 Portionen "Mosselen met frites" könnten wir fürs Erste schon mal liefern. Ich sag dir: einfach delikat! Dazu original kongolesischen Gummi für (die Militärheinis nennen es Gasmasken. Und vielleicht die eine oder andere Tonne Papier – Ihr scheint da ja gerade einen ziemlich hohen Verbrauch für Plakate zu haben:

http://www.lehre.historicum-archiv.net/architutorial/bilder/37.htm

Nett gemacht, Willy, aber farblich doch etwas trist, findest Du nicht? Ästhetisch hättet Ihr euch da was Ansprechenderes einfallen lassen können.

Das meint jedenfalls Dein Dich mit ernstem Nachdruck grüßender,

(Kampfname „Leo“

P.S. Deine Geheimnachricht nach Paris, deren Papier sich innert 3 Min. durch Selbstentzündung hätte zerstören sollen (immerhin: nette Idee), liegt mopsfidel vor mir auf meinem Schreibtisch. Unser Geheimdienst, der sie selbstverständlich zunächst einmal abgefangen hat, hat herausgefunden, dass kurzes Draufpinkeln genügt, um die Selbstzerstörung zu unterbinden. Ach, Ich und meine Belgier, wir sind doch die Größten!
#
adlerkadabra schrieb:

P.S. Deine Geheimnachricht nach Paris, deren Papier sich innert 3 Min. durch Selbstentzündung hätte zerstören sollen (immerhin: nette Idee), liegt mopsfidel vor mir auf meinem Schreibtisch. Unser Geheimdienst, der sie selbstverständlich zunächst einmal abgefangen hat, hat herausgefunden, dass kurzes Draufpinkeln genügt, um die Selbstzerstörung zu unterbinden. Ach, Ich und meine Belgier, wir sind doch die Größten!


P.P.S.

Nicht dass Du meinst, Willidö, ich mache nur Sprüche: hier siehst Du unseren Sp(r)itzenagenten bei der konservatorischen Arbeit:



Sieht super aus, finde ich. Man sollte direkt überlegen, ob man dem Mann nicht ein Denkmal setzt.





























[/quote]
#
concordia-eagle schrieb:
[...]der Heggeschisser!



concordia-eagle schrieb:
Der Russe rennt ...


Richtig, ich habe angeordnet unsere Truppen zurückfallen zulassen, um massiert auf deutsches Territorium vorstoßen zu können... *hust*

Ihr werdet Euch noch wundern, jawohl! (naja, mal sehen....)
#
Sehr schön. Setz' die nur unter Druck. Wir haben alles, aber auch wirklich alles an der Westfront unter Kontrolle.
#
Wie spät ist eigentlich und welcher Monat? Ganz toll, jetzt hab ich belgische Konkubinen und die verstehen nicht mal die Sprache Roms, als schimpfe muss ich. Und mein neues Goldgewand von diesem französischen Schneiderlein zwickt auch schon wieder an allen Ecken.

Überhaupt Franzosen, viel los bei dem Präsidentchen Salandra gegenüber, als kommen bei dem welche vorbei, dann noch so ein paar andere Ausländer und so’n Dschingis-Kahn, der sieht aus wie ein Affe. Und immer wenn ich vor seiner Tür nach dem Rechten höre, dann tuscheln die.

Aber bei der letzten Sitzungspause bin ich mal reingehuscht, bin schließlich der Chef hier. Mmh, Reiseunterlagen hat der Salandra da liegen, nach London, im April bei dem Wetter? Der hat echt n Dubbe, verprasst wieder sinnlos Kirchensteuer. Aber nicht mit mir, erstmal habe ich seine Krokodilledertasche zum Segen der heiligen Kirche kolektet.

So viel Papier, schon wieder für die Briten: „Draft for a Patto di Londra“ das shredder ich erst mal. Geht auch viel einfacher mit dem neuen Teil, das mir der nette Willi II geschenkt hat. Aus dem wird doch noch mal ein guter Katholik. So Vorschau und Absenden

Sehr gerade so tolerierter Demokrat,

lassen sie jetzt endlich ihre Armeen für Italien und zu ihrem Nutzen marschieren. Um Geld zu sparen für ihre Finka in Tirol, brauchen sie auch nur kurz über die Alpen marschieren lassen, so wie ihr Vorgänger der Hannibal, der ja auch ein Monarchenhasser war.

Keine Angst, die russischen Armeen unterstützen sie von oben. Und auf dem Meer die österreichische Marine, mein lieber Salandingsbums, auf dem Langener Waldsee gibt’s mehr und größere Boote, die hauen mer weg auch ohne eure Hilfe.

Dafür gibt’s auch für sie alleine, Tirol bis zum Brenner, ein Happen Türkei, ein bisschen Dalmatien. Da können Sie sich dann zum Caesar wählen lassen.

Und für ihren dicken kleinen Papa im Vatikan bekommt ihr noch Libyen, ein Stück Afrika und über Albanien reden wir noch. Der wird sich freuen, da kann er missionieren wie er will und vom Frieden in der Welt palavern.

Also kommen Sie mal herüber ins schöne London. Es wird nicht zu ihrem Schaden sein.

Ihre Majestäten
#
Sehl geehltel Hell Kaisel Concoldia-Wilhelm,

mit gloßem Bedaueln musste ich feststellen, dass Sie die
Pickelhelmtlägel, die in unselem schönen Tsing-Tao saßen,
so gut wie übelhaupt nicht untelstützt haben. Nicht, dass
wil die so dolle fanden, abel bessel als diese lohfischflessel,
die jetzt in unselem Land sind, walen die allemal.
Auch wenn ich selbel gelade in Tokyo im Exil sitze, tlauen wülde
ich den Jungs hiel niemals.
Kaum walen wil dieses mandschulische Gesocks los, haben wil diese
komischen Samulais am Hals. Ein bisschen mehl Mühe hätten Sie
sich schon geben können.
Jetzt sitzen Ihle Jungs in Japan im Knast. Selbel Schuld!

mit besten Empfehlungen
Ihl
Stop-Yat-Sen
#
Liebel Stop-Yat-Sen.
geheimes kassibel ist angekommen. Schicke Flegatte, Japnel machen wil platt!!! (sind Auslufezeichen), andelelseits, ma waaß ja net wann, man die Bube noch blauchen kann?! Ich kann Eulel kaisellichen Majestät einen Tlupp Gebilgsjägel mit einem Altelleliezug volbeischicken, um den japanischen Feind in seinen wohlveldienten Samulaitod zu schicken.
Ehlelbietenden Gluß an das Chinesische Leich
Euel
Willy 3576744r0

P.S. Wie heißt Euel geiles Biel, Tsin Tao odel so ähnlich, mein Bludel Benny hat immel Dulst. Habe mich bemüht in Euel Splache zu splechen, mein Übelsetzel ist in Ullaub!!!
#
Verehrte Hoheit aus ÖU

Ich bitte darum der Krupp AG eine Lizenzfertigung für die neue Skoda Gebirgskanone 15 zu erlauben (auch bekannt als 15er Schluchtenschei**er).
Im Austausch dafür gibt es 500.000 feinste Wiener Schnitzel! Na, wie wäre das?
hochachtungsvoll
gez.

K. Bunker
#
Kolonel_Bunker schrieb:
Verehrte Hoheit aus ÖU

Ich bitte darum der Krupp AG eine Lizenzfertigung für die neue Skoda Gebirgskanone 15 zu erlauben (auch bekannt als 15er Schluchtenschei**er).
Im Austausch dafür gibt es 500.000 feinste Wiener Schnitzel! Na, wie wäre das?
hochachtungsvoll
gez.

K. Bunker



Nun wie wäre es neben den Schnitzeln noch mit 5000 Fass vom besten Deutschem Bier, damit dürfte die Moral an der Ostfront gesichert sein und der Heggeschisser seinem Namen alle Ehre machen!

Gez.

Irgend so nen Könisch von irgend so nem Reich, ihr wißt ja wer und wo
#
An: FA AK / K.–B. F.K.
Von: KB / SdBSH GmbH

Cher FA AK
Euer erstes U-Boot ist Lieferbar! Abholbereit in Cadiz.
Den Kautschuk bitte hier nach Bremen liefern, den verfrachten wir dann weiter nach Kelsterbach, wo wir die Gasmasken produzieren wollen.
Bezüglich der Gaslieferung würde ich sagen Chlorgas ist perfekt für eure Zwecke. Die betroffenen haben Schaum vor dem Mund wie bei einer Tollwut.
Das Habersche Blasverfahren, wie es auch zu Schädligsbekämpfung verwendet wird, ist gleichsam unauffällig und effektiv.

Den Prototypen der Gasmaske könnt ihr gleich noch mitnehmen, ich hatte noch einen alten Fahrradschlauch im Keller, den konnten wir umarbeiten...
Der Filter kommt von Agfa aus Wolfen. Ein versuchsmodell.

Wegen Geld solltet Ihr euch keine Sorgen machen, ich bin sicher Ihr möchtet auch in Zukunft noch den ein oder anderen Artikel aus unserem Sortiment kaufen. Wir werden uns schon einig.
In Bremen gibt es auch die Aktenvernichter abzuholen, allerdings laufen die unter Dampfbetrieb. die Anlage ist also etwas sperrig. In euer neues U-Boot passt das ding sicher rein!
Beste Grüße
Euer

KB
#
concordia-eagle schrieb:
Liebel Stop-Yat-Sen.
geheimes kassibel ist angekommen. Schicke Flegatte, Japnel machen wil platt!!! (sind Auslufezeichen), andelelseits, ma waaß ja net wann, man die Bube noch blauchen kann?! Ich kann Eulel kaisellichen Majestät einen Tlupp Gebilgsjägel mit einem Altelleliezug volbeischicken, um den japanischen Feind in seinen wohlveldienten Samulaitod zu schicken.
Ehlelbietenden Gluß an das Chinesische Leich
Euel
Willy 3576744r0

P.S. Wie heißt Euel geiles Biel, Tsin Tao odel so ähnlich, mein Bludel Benny hat immel Dulst. Habe mich bemüht in Euel Splache zu splechen, mein Übelsetzel ist in Ullaub!!!



Liebel Hell Kaisel,

die Blauel von die TsinTao sitzen auch in Japan im Knast,
und wil deshalb auf dem Tlockenen.
Was uns hiel intelessielen wülde ist dieses Getlänk, dass
sie Äpplel nennen. Können Sie uns das Lezept schicken?
Wil haben da so einen jungen Kollegen del immel elzählt,
dass el spätel mal so eine gloße Wandelung machen möchte.
Da blaucht el noch was Stälkendes fül untelwegs.
Es heißt doch sowieso übelall, dass diesel Äpplel vol allem
fül die Malschkundschaft wäle.
Ach ja - Flegatte kam zu spät und wulde von den Lussen aus
Polt Althul gekapelt.

Gluß
Stop Yat-Sen
#
Bericht aus der New York Times März 1915
Von Heinz F. Greendell, derzeit Zürich Switzerland


Der  Fieberwahn der sich im Sommer über die europäischen Hauptstädte gelegt hatte ist verschwunden. Ebenso  wie die  Militärkapellen und die jubelnden Massen die den ausziehenden Soldaten Blumen in die Gewehrläufe steckten.
Der erste Kriegswinter hat viele von ihrem Glauben kuriert, man befinde sich auf einem Spätsommerausflug nach Paris, Berlin oder St. Petersburg.


Stattdessen kommen nun andere Züge in die Städte gefahren.  Züge mit Toten und Verwundeten.
Vorwiegend in der  Nacht!

Zu Tausende werden in den Lazaretten der Kriegsgegner junge Männer in der Blüte ihres Daseins eingeliefert. Schaut man in die Gesichter und auf die Körper dieser Unglücklichen , muß man kein Prophet sein um zu ahnen das viele den Tag verfluchen an dem sie singend in den Krieg zogen.

Der Gestank und das  Wehklagen in den Waggons ist unbeschreiblich,  Männer mit verbrannten Gesichtern , gräßliche Wunden durch Bajonettstiche , zerschlagene Schädel durch Klappspateneinsatz ,Lungenschüsse, Beckenschüsse, Gelenkschüsse, Nierenschüsse, Hodenschüsse, Magenschüsse Kopfschüsse,  Menschen ohne Beine und ohne Arme. Man sieht hier erst, wo ein Soldat überall getroffen werden kann.
Die Menschheit hat es wahrhaft weit gebracht.

Die Berichte von der Front sind ähnlich erschütternd.
Nach raschen deutschen Anfangserfolgen folgte ein langwieriger Stellungskrieg.  Von  Nordfrankreich bis an die Schweizer Grenze  eine einzige undurchdringliche Front voller Schützengräben, spanischer Reiter Stacheldrahtverhauen und Unterständen. An der russischen Front solle es ähnlich aussehen.

Dieser Krieg scheint von seinem technischen Potential noch schlimmer zu sein als der amerikanische Bürgerkrieg den unser  großartiges Land erleiden mußte.

Maschinengewehre mit unglaublicher Feuerkraft, Mörser , Granaten, Flammenwerfer, und nun auch noch die neuen Aeroplane.
Alles wird eingesetzt um den jeweiligen Feind zu vernichten.

Ja liebe Leser- zu vernichten.

Immer öfter hört man hier Wörter wie " Menschenmaterial" oder Stahlbad". Und genauso gehen die Generäle mit ihren Menschen um. Das Leben des einzelnen ist nichts wert. Gar nichts.
Gott allein weiß wo das noch hinführt.


 Die Schweiz ist  in diesem Meer des Wahnsinns eine Insel der Glückseligen. Hier in Zürich treffen sich sich Künstler, Intellektuelle , Spinner, Sozialisten Geheimdienstler,halbseidene Gestalten, Schieber etc. aus allen Kriegführenden Nationen. Entsprechend spannend ist die journalistische Arbeit.

Heute Abend treffe ich mich mit einem Wirrkopf aus Russland. Er heißt Wladimir Iljitsch Uljanow . Er will den Zar stürzen. Wiegesagt ein Spinner ,aber amüsant ist es schon ihm zuzuhören.

Ich werde weiter berichten.
#
Dieser erbeutete destructeur de documents ist schon eine sehr nützliche Erfindung.

"Kontrolle" und "Senden". Kinderleicht und der Feind bekommt nicht mit, was man so ausheckt.

25. April 1915:

Abs.: R. Poincaré - Paris

Empfänger: Regierungen Russland, England, Italien

Betr.: Londoner Konferenz, 26.04.1915

Verehrte Verhandlungspartner,

wir bestätigen unsere Teilnahme mit o.g. Vertretern am morgigen Tag in London.

wir begrüßen die Bereitschaft Italiens sehr, sich binnen eines Monats auf unserer Seite in das Geschehen einzumischen.

Im Gegenzug sind wir bereit, den Italienern weite territorale Zugeständnisse, vor allem zu Lasten Österreich-Ungarns, zu machen.
#
Gut das ich einen Nachschlüssel für die Arbeitsräume im Vatikan von diesem Illuminaten bekommen habe und was ein Glück, hähähä der dicke Benni ist im Garten mit seinen Schäfchen toben. Fein, da spar ich mir die Gebühren der Telecom Italia....

So gesendet, aber da steht ja „Geheim – bitte vernichten“ drauf. Wo war der tolle shredder, den unser naives Friedensdickerchen von einem Deutschen Kaiser geschenkt bekommen hat. Ah da, also „Vorschau“ und „Absenden“:
[/color]


Abs.: Antonio Salandra – Rom

Empfänger: Regierungen Russland, England, Frankreich


Wir bestätigen unsere Teilnahme am morgigen Tag in London. Aber verehrteste Majestäten , ich erlaube mir untertänigst nachzufragen ob wir den Nachsatz unter Art. 16 nicht noch mal diskutieren können. Wenn ich innerhalb von 4 Wochen Österreich-Ungarn den Krieg erklären muss, könnte dies zu leichten Verstimmungen im Vatikan führen.

In voller Demut vor Eurer Weisheit  

Antonio Salandra
(bald Caseario Anton aus Tirol)
#
Exkurs in eigener Sache: BELGIEN

Mancher Mitlesender wird sich mit Recht fragen, wie es sein kann, dass für Belgien in WWI ein gewisser Leo das Wort ergreift. Gemäß historical correctness müsste dies Albert I tun, belgischer König von 1909-1934. Albert war es, der in Voraussicht der sich anbahnenden kriegerischen Auseinandersetzungen 1913 die Stärke des belgischen auf 350.000 hochfuhr und, nachdem er zunächst gleichermaßen gute Beziehungen zu den Nachbarn Deutschland und Frankreich gesucht hatte, sich nunmehr Richtung Frankreich und Großbritannien orientierte – was die nach außen hin bestehende belgische Neutralität etwas zweifelhaft erscheinen lässt.

Dem deutschen Ansinnen auf ungehinderte Passage Richtung Frankreich und Atlantikküste verweigerte sich Belgien. Daraufhin marschierten die deutschen Armeen in das kleine Land ein und besetzten es zu größeren Teilen. Die unter dem Oberbefehl Albert I stehenden belgischen Streitkräfte, die zunächst Widerstand geleistet hatten, setzten sich auf alliiertes Gebiet und bekämpften dort den deutschen Aggressor weiter. Immerhin war der anfängliche Widerstand der Belgier gegen den deutschen Einmarsch von erheblicher Bedeutung für den Fortgang des Kriegs, gewährte er doch Frankreich und Großbritannien die entscheidende Zeit zur Mobilisierung der eigenen Truppen.

Ein erheblicher Grund dafür, dass ein so kleines Land wie Belgien eine nicht unbedeutende Rolle in den Auseinandersetzungen spielte, lag allerdings, neben seiner strategischen Lage, am Vorgänger von Albert I auf dem belgischen Königsthron: Leopold II, einem ungemein klugen Taktiker von äußerster Skrupellosigkeit und Brutalität. Ihm war es gelungen, Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts in Zentralafrika ein Gebiet von der 70fachen (!) Größe Belgiens zu sichern, zunächst als Privatbesitz (!), den er später seinem Land übertrug. Dieses riesige Gebiet ließ er mit einer beispiellosen Grausamkeit ausbeuten und kam so zu einem nicht unbeträchtlichen, allerdings auch äußerst traurigen Ruhm. Wie in andere Fällen auch, war aber der Reichtum, der aus den Kolonien gepresst wurde, die Grundlage für Industrialisierung und dadurch wirtschaftliche Prosperität Belgiens. Daher hat sich dieser so joviale wie dämonische Mann, dessen Leichnam auf der Bahre noch von der eigenen Bevölkerung ausgebuht wurde, hier die fiktionale Freiheit genommen, über den eigenen Tod hinaus für sein Land zu sprechen.  

AK




Wen es etwas eingehender interessiert – hier einige Auszüge aus  http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_II._(Belgien)
(kursive Hervorhebungen von mir, AK)






1876–1885: Der Kongo, Landnahme

1876 finanzierte Leopold II. eine internationale geographische Konferenz in Brüssel. Er schlug die Gründung eines gemeinnützigen Komitees vor zur "Verbreitung der Zivilisation unter den Völkern der Kongoregion durch wissenschaftliche Untersuchung, legalen Handel und Kampf gegen arabische Sklavenhändler". Die "Association internationale africaine" wurde gegründet, mit Leopold als Präsident. Er engagierte sich gegen den Sklavenhandel. Dazu rief er später die "Brüsseler Konferenzen" ins Leben, die den Sklavenhandel bekämpfte.
1878 gründete Leopold II. das "Comité d'Études du Haut Congo (CEHC)" – das Komitee zur Untersuchung des Oberlaufs des Kongos. Er beauftragte Stanley damit, die Untersuchungen durchzuführen. Während die offizielle Mission wissenschaftlicher oder philanthropischer Natur war, beauftragte er Stanley insgeheim damit, Land zu erwerben und Elfenbein mitzubringen. 1879 wurde das Komitee umbenannt in die "Association Internationale du Congo – Internationale Vereinigung des Kongos".
Stanley gründete einige Siedlungen, darunter Leopoldville (heute Kinshasa) und begann mit dem Bau einer Piste von der Mündung des Kongo entlang der Kongofälle, 200 km lang, bis Stanley Pool (heute Pool Malebo). Ab dort ist der Kongo schiffbar. Bei diesem Projekt kamen viele der zwangsweise rekrutierten Einheimischen um. Er schloss außerdem mit etwa 450 Stammesfürsten Verträge ab, in denen diese ihr Land Leopold II. überschrieben. Dabei wurde vielen Häuptlingen weisgemacht, Leopold II. beherrsche sogar die Sonne. Mit einem Trick mit einem Brennglas wurde dies demonstriert. Stanleys rücksichtsloses Vorgehen wurde in England stark kritisiert und brachte ihm den afrikanischen Spitznamen Bula Matari ("der die Steine bricht") ein.
1884/85 fand in Berlin die Kongokonferenz statt, organisiert von Otto von Bismarck. Leopold II. nahm nicht persönlich teil. Doch durch geschicktes Taktieren gelang es ihm, dass die 14 europäischen Staaten und die USA bestätigen, dass der "Etat indépendant du Congo" ins Privateigentum von Leopold überging. Der Staat war mit rund 2,34 Mio. Quadratkilometern über siebzig Mal so groß [!] wie das Königreich Belgien. Am 5. Februar 1885 erklärte Leopold den Kongo zu seinem Privatbesitz.

1885–1908: Der Kongo-Freistaat
Der Kongo gehörte nun Leopold II. Er heuerte Söldner an und beutete den Kongo aus.
1888 erließ Leopold drei Dekrete. Das erste verbot Waffenhandel, das zweite legte die Bedingungen für die Beschäftigung einheimischer Arbeiter fest und das dritte bildete die Basis für die Schaffung der Force Publique, einer Art Armee. Er überzeugte das Belgische Parlament, ihm 10 Millionen Franken für seine Projekte im Kongo vorzuschießen. Es wurde mit dem Bau einer Eisenbahn von der Flussmündung bis Stanley Pool begonnen, die 1898 fertiggestellt wurde.
Zunächst wurde Elfenbein nach Europa geliefert. Bald kam Gummi hinzu, denn 1844 hatte Charles Goodyear ein Patent für die Vulkanisierung von Gummi erhalten und so konnten Reifen hergestellt werden – der Bedarf wuchs ständig. 44 Jahre nachdem sich Goodyear die Vulkanisierung des Kautschuks patentieren ließ, erfand John Boyd Dunlop den Luftreifen. Er war angesichts der damaligen gepflasterten Straßen und den Schlaglöchern auf den Landstraßen ein riesiger Erfolg. Diese Erfindungen führten zu einer immensen Nachfrage nach Gummi. Die Truppen des Königs überfielen Dörfer und die Bewohner erhielten den Auftrag, eine bestimmte Menge Gummi zu sammeln, sonst würde das ganze Dorf niedergebrannt. Wer zu fliehen versuchte, wurde erschossen. Als Beweis für den Verbrauch von Gewehrkugeln mussten die Truppen für jede verbrauchte Kugel die Hand des Opfers vorlegen. Die Hände wurden deshalb auch Lebenden abgehackt, irgendwie musste man ja verbrauchte Kugeln erklären. Eine andere Deutung der Praxis, die Hände abzuhacken ist, laut der Fachzeitschrift 'Message', dass Druck auf die Zulieferer ausgeübt wurde: Wer nicht genug Kautschuk liefert, bekommt eine Hand abgehackt.
Die Methoden, mit denen belgische Handelsgesellschaften und das Militär im Kongo vorgingen, sind unter anderem in Joseph Conrads Buch Herz der Finsternis (veröffentlicht 1899) geschildert. Conrad (1857–1924) hatte 1890 als Kapitän eines Flussschiffes angeheuert. Er wurde jedoch schon bald nach seiner Ankunft krank – und was er mit ansehen musste, ließ ihn sobald wie möglich nach England zurückkehren. Unter anderem sah er, wie die Soldaten Körbe voller verwesender Hände zu ihren Stützpunkten schafften, zum Zählen. Er sah auch, wie an einem Stützpunkt die Köpfe von Hingerichteten auf Pfählen ausgestellt waren.
1891 führte der kanadische Entdecker und britische Militärkommandant William Stairs im Auftrag Leopold II. eine Expedition an, die Belgien die Kontrolle über die Kupfergebiete von Katanga sicherte.

Verbrechen und Verlust des Kongos
Es gibt unterschiedliche Berechnungen, wie viele Menschenleben unter Leopolds Herrschaft getötet wurden. Zwischen 1880 und 1920 wurde die Bevölkerung des Kongos vermutlich zur Hälfte ausgerottet, Adam Hochschild spricht von 10 Millionen Opfern. Eine große Zahl von Menschen wurde grausam misshandelt, gequält und brutal verstümmelt. Viele konnten in der Folge sich selbst und ihre Familien nicht mehr ernähren und starben an Unterernährung.
1890 wurde auf der 33. Sitzung der Brüsseler Konferenz beschlossen, dass dem Sklavenhandel in Afrika ein Ende gemacht werden solle. Ab 1904 zeigten die Kampagnen einiger Missionare und Zeitungsmacher Erfolge, die die Verbrechen an der Bevölkerung öffentlich anprangerten. Große Zeitungen berichteten regelmäßig, die Kirchen verurteilten die Behandlung der Bevölkerung. Initiiert wurde die Kampagne von Edmund Dene Morel, er hatte für eine Reederei gearbeitet, die im Auftrag Leopolds Waren von und nach dem Kongo brachte. Er wurde aufmerksam, weil die Schiffe aus dem Kongo vollbeladen waren mit Elfenbein und Kautschuk, auf dem Rückweg aber nur Waffen und Munition transportiert wurden. Das schien ihm ein seltsamer Warenaustausch. Er gab einen regelmäßigen Rundbrief heraus mit Berichten aus dem Kongo, die er von Missionaren und Reisenden erhielt.
1908 verurteilten die Regierungen Großbritanniens und der USA das Herrschaftssystem Leopolds. Auf Druck des Parlaments stimmte er einem Gesetz zu, dass aus dem Kongo eine Kolonie machte, "Belgisch-Kongo", und diesen Unabhängigen Kongostaat an Belgien überschrieb.

Leopold II. wurde in der Folge dieser Ereignisse zu einer der meistgehassten Personen Europas. Seine sterblichen Überreste wurden beim Trauerzug von der belgischen Bevölkerung ausgebuht.
Die Internetseite des belgischen Königshauses schreibt: "Aufgrund der durch die Europäer in Afrika begangenen Exzesse wird der Ruf von Leopold sowie der seines überseeischen Werkes in Frage gestellt".

Nachtrag: Das 1967 auf Befehl des damaligen Präsidenten Mobutu Sese Seko demontierte sechs Meter hohe Reiterstandbild Leopolds in Kinshasa wurde im Februar 2005 von der Regierung des Kongo wieder aufgestellt. (!)
(...)

Schriften über Leopold II.
Viele prominente Schriftsteller beteiligten sich an der internationalen Verurteilung der Ausbeutung des Unabhängigen Kongostaates durch Leopold II. Die bekanntesten sind Sir Arthur Conan Doyle, Booker T. Washington sowie
· Joseph Conrad: In Heart of Darkness wird König Leopolds Belgisch Kongo als Kolonialherrschaft beschrieben, in der Sklavenarbeit, Vergewaltigungen und Verstümmelungen an der Tagesordnung sind.
· Mark Twains King Leopold's Soliloquy ist eine mit beißendem Sarkasmus geschriebene Politsatire.
In neuerer Zeit hinzugekommen:
· Adam Hochschild: King Leopold's Ghost beschreibt die Geschichte und Brutalität der Regentschaft Leopold II. in Belgisch-Kongo.
#
Danke. Die Zusammenhänge mit Afrika waren mir kaum bewusst.


Teilen