>

Massaker in Syrien

#
concordia-eagle schrieb:
WuerzburgerAdler schrieb:
concordia-eagle schrieb:
WuerzburgerAdler schrieb:


Gebe dir in fast allen Punkten recht. Sollte trotzdem kein Grund sein, Assad gewähren zu lassen. Egal, was hinterher kommt.


Komisch, dass die rechtliche Komponente kaum einen interessiert. Wenn Yeboah (zurecht) sagt, dass das in der Vergangenheit auch keinen interssiert hat (ich nehme an, der Irakkrieg II ist gemeint), ist das ja keine Rechtfertigung einen weiteren Rechtsbruch zu begehen.

Hinzukommt, wer soll das denn stemmen? Die USA werden im Wahlkampf diese Büchse der Pandora sicher nicht öffnen. Ob das Briten und Franzosen alleine können scheint mir mehr als zweifelhaft. Wir haben da eh nicht die Ausrüstung für(keine Flugzeugträger).  Die Russen und Chinesen wollen nicht. Wer bitte soll denn hier eingreifen?

Mal ganz praktisch gefragt.


Das ist natürlich richtig. Hinzu kommt, dass - rein militärisch gesehen - die Lage in Syrien wesentlich komplizierter ist, als sie es beispielsweise in Libyen war.

Darum gings aber gar nicht. Es ging um die (nicht von der Hand zu weisende) These, dass man mit dem Eingreifen meist ohnehin nichts erreiche, da das Machtvakuum, die Stämme, etc. pp. Das stimmt zwar, darf aber nicht das Argument sein, tatenlos zuzuschauen.


Nun ja, den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben, muss nicht zwingend das Mittel der Wahl sein.


Natürlich nicht. Letztendlich hat Seventh_Son natürlich recht: ein Eingreifen wird es immer nur dann geben, wenn vitale Interessen (Bodenschätze, strategische Positionen etc.) betroffen sind und wenn gleichzeitig die Ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates sich einig sind. Menschenleben, humanitäre Ziele etc. spielen keinerlei Rolle.

Brisant wird die Sache, wenn Assads Truppen sich wiederholt und vermehrt auf türkischem Boden bewegen. Dann wirdf sich zeigen, ob der Westen überhaupt jemals ein Eingreifen ernsthaft in Erwägung zog.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Brisant wird die Sache, wenn Assads Truppen sich wiederholt und vermehrt auf türkischem Boden bewegen. Dann wirdf sich zeigen, ob der Westen überhaupt jemals ein Eingreifen ernsthaft in Erwägung zog.


Genau hier wird es interessant. Die Türkei ist grade dabei, sich außenpolitisch neu zu finden. Nachdem man auf die EU-Mitgliedschaft wohl bis zum Sankt-Nimmerleinstag warten kann, schwenkt man jetzt um in Richtung Ordnungsmacht im Nahen Osten. Das hat sich schon in der neuen Rolle gegenüber Israel gezeigt. Um den Anspruch zu untermauern, könnte die Türkei hier tatsächlich ein entscheidender Faktor werden. Wobei man natürlich bedenken muss, dass die Türkei als NATO-Mitglied nicht völlig frei agieren kann.
#
Die Russen haben einen kleinen militärischen Stützpunkt in Tartus. Der einzige russische Mini-Stützpunkt im Mittelmeerraum. Dort legen immer wieder mal russische Schiffe der Schwarzmeerflotte an und die Russen verkaufen fleißig Waffen an Syrien.

Immerhin drängen die Russen momentan Assad dazu, die Vereinbarungen zum Waffenstillstand zu akzeptieren und dann einzuhalten.

Traurig, dass die Arabische Liga anscheinend nur ein Club alter Männer ist, die prinzipiell nie zu einer Meinung oder zu einer Einigung kommt.
Ich hoffe darauf, dass es zu diesem besagtem Waffenstillstand kommt. Die Frage ist nur, was folgt dann?
#
concordia-eagle schrieb:

Hinzukommt, wer soll das denn stemmen? Die USA werden im Wahlkampf diese Büchse der Pandora sicher nicht öffnen. Ob das Briten und Franzosen alleine können scheint mir mehr als zweifelhaft. Wir haben da eh nicht die Ausrüstung für(keine Flugzeugträger).  Die Russen und Chinesen wollen nicht. Wer bitte soll denn hier eingreifen?

Mal ganz praktisch gefragt.


Das ist der für mich entscheidende Punkt, neben der eigentlichen Rolle Syriens.

Mal salopp gesagt, ist in der westlichen Bevölkerung (insbesondere der USA) nicht die Bereitschaft vorhanden, für Kriege reell auf "Wohlstand" hierzulande zu verzichten oder in fragwürdigen Ländern für diese "Auslandsschulden" aufzubauen, die niemals zurückgezahlt werden können. Dazu verhält sich Syrien insgesamt entgegen anderen Ländern nicht als Aggressor. Innerhalb der Region gibt es keine "Steuer", die man für ein Einsetzen von westlichen Ressourcen bekommt, geschweige, dass andere reiche Länder sich in der Region als "Interessent des Wohles der Bevölkerung" hervortun, denn die sehen dort auch nur ein Verlustgeschäft.

Der nächste Punkt ist, dass eine Diktatur nicht unbedingt schlecht für ein Land ist. Im Zuge des Arabischen Frühlings, der auch diesem Aufstand zuvorging, wird aber teilweise bewusst der Anarchismus gesucht. Die einen Wollen westliche Ideale, die anderen islamische Demokratien und andere "islamische Demokratien aka dann doch Islamismus". Da die wahren Absichten, die wahren Bewegungen innerhalb der Gesamtregion auch überhaupt nicht klar sind, sind alle Länder und damit verbundenen Territorien an größtmöglicher Stabilität bemüht, um für die Gesamtbevölkerung "das Beste" rauszuholen. Nimmt man die Gesamte Region "Arabien" dann herrscht meines Wissens auch über die jetzigen Landesgrenzen Bürgerkrieg. Wahrscheinlich ist der größte gemeinsame Nenner innerhalb der Bevölkerungsschichten "radikaler Islamismus", neben gemäßigten Gläubigen, orthodoxen Christen, Progressiv-Denkenden und den gesamten kleineren "Stämmen". Aus Sicht des Westens ist keinerlei praktischer Nutzen vorhanden, ein insgesamt, gemessen an früheren Konflikten, stabiles geopolitisches Umfeld neu zu bewerten, ist man doch gerade daran, soetwas wie Stabilität nach den letzten Jahren herzustellen.

Selbst für die Chinesen und Russland ist dort alles mehr oder minder stabil. Auch die können die Bewegungen nicht abschätzen, also tun sie ebenso nichts dagegen. Für Russland ist Syrien außerdem ein Bremsklotz für radikale Muslime, den man gerne außer Landes hätte.

"Humanitäre Gründe" sind nie das, was aktuell droht, sondern in der Zukunft. (siehe die Aggressorstellung Ghadafis)
#
Zwei Kleinigkeiten am Rande, die hier angeklungen sind, ohne in die moralischen Debatten einsteigen zu wollen:

1. Man braucht keine Flugzeugträger, um ein anderes Land zu attackieren. Es gibt britische Militärbasen z.B. auf Zypern und Kreta, amerikanische so ziemlich überall vom Kaukasus bis in die arabische Wüste, und insbesondere das NATO-Land Türkei. Ohne die Option Israel auch nur denken zu müssen, hat der Westen auch ohne aktive amerikanische Beteiligung eine Fülle von Möglichkeiten, sich in Syrien unbeliebt zu machen.

2. Militärische Operationen Syriens auf türkischem Staatsgebiet halte ich für völlig ausgeschlossen. Das türkische Militär ist wesentlich moderner ausgerüstet, größer, weit weniger im eigenen Land gebunden und durchaus erfahren was Grenzübertritte angeht - siehe die 90er Jahre, wo man immer wieder mal für teils mehrere Wochen im Nordirak unterwegs war. Dazu sind die Türken auch noch in der NATO. Wieviel besser könnte man Luftschläge gegen Syrien bitte begründen? So dumm kann selbst Assad nicht sein.

PS: Die Türken verfügen im übrigen über Atomwaffen. Soviel nur zum Thema, die Israelis seien die einzigen im Nahen Osten
#
Die Türkei verfügt nicht über Atomwaffen. Die USA verfügen über Atomwaffen in der Türkei. Wenn man das anders sehen wollte, wären auch Belgien und die Niederlande als Atommächte einzuordnen.
#
seventh_son schrieb:
Assad ist kein "Verrückter" wie Gaddafi,  


In welcher Hinsicht würdest Gaddafi den als verrückt bezeichnen? Nicht das ein falsches Bild entsteht, ich war sicherlich kein Fan von ihm. Aber aus meiner Sicht war er auch nicht das Monster als das er überall gerne hingestellt wird (nicht explizit von dir). Von daher würde mich es einfach interessieren, wohlwissend das du Verrückter ja scon in "" gesetzt hast.
#
MrMagicStyle schrieb:
seventh_son schrieb:
Assad ist kein "Verrückter" wie Gaddafi,  


In welcher Hinsicht würdest Gaddafi den als verrückt bezeichnen? Nicht das ein falsches Bild entsteht, ich war sicherlich kein Fan von ihm. Aber aus meiner Sicht war er auch nicht das Monster als das er überall gerne hingestellt wird (nicht explizit von dir). Von daher würde mich es einfach interessieren, wohlwissend das du Verrückter ja scon in "" gesetzt hast.


Nicht im Sinne eines Monsters, vermutlich auch nicht im pathologischen Sinne. Ich wollte mit dem Wort und den Anführungszeichen nur die Gegensätzlichkeit zu Assad ausdrücken. Gaddafi war ein Exzentriker, der die Selbstinszenierung liebte und gerne absolutistischer Monarch mit Pomp und Hofstaat spielte. Einfach eine schillernde Figur, die irgendwann selbst an seine blumigen Reden glaubte.
Natürlich war er auch zu eiskaltem Handeln fähig (Lockerbie und co.).

Aber Assad kommt dagegen als extrem biederer, zurückhaltender und berechnender Politprofi ohne Schnörkel rüber. Wobei diese Type vermutlich zu viel mehr Grausamkeit und Zynismus fähig ist.
#
seventh_son schrieb:
MrMagicStyle schrieb:
seventh_son schrieb:
Assad ist kein "Verrückter" wie Gaddafi,  


In welcher Hinsicht würdest Gaddafi den als verrückt bezeichnen? Nicht das ein falsches Bild entsteht, ich war sicherlich kein Fan von ihm. Aber aus meiner Sicht war er auch nicht das Monster als das er überall gerne hingestellt wird (nicht explizit von dir). Von daher würde mich es einfach interessieren, wohlwissend das du Verrückter ja scon in "" gesetzt hast.


Nicht im Sinne eines Monsters, vermutlich auch nicht im pathologischen Sinne. Ich wollte mit dem Wort und den Anführungszeichen nur die Gegensätzlichkeit zu Assad ausdrücken. Gaddafi war ein Exzentriker, der die Selbstinszenierung liebte und gerne absolutistischer Monarch mit Pomp und Hofstaat spielte. Einfach eine schillernde Figur, die irgendwann selbst an seine blumigen Reden glaubte.
Natürlich war er auch zu eiskaltem Handeln fähig (Lockerbie und co.).

Aber Assad kommt dagegen als extrem biederer, zurückhaltender und berechnender Politprofi ohne Schnörkel rüber. Wobei diese Type vermutlich zu viel mehr Grausamkeit und Zynismus fähig ist.


THX, dann habe deine Aussage richtig verstanden.
#
3zu7 schrieb:
Und von unserer Regierung erwarte ich da jetzt auch kein großes Voranschreiten.


Wie so oft wurde auch dieses Massaker auch mit deutschen Waffen angerichtet. Von daher wäre jede Äusserung unserer Politiker scheinheilig, denn erst dafür sorgen das dort Waffen hingehen, danach sich beschweren wenn sie benutzt werden.
#
reggaetyp schrieb:
.... Ich frage mich, wieso die Welt da weitestgehend zuschaut, zumindest im Vergleich z.B. zu Libyen. ...

Vielleicht hat man ja auch aus dem arabischen Frühling gelernt?

Libyen steht kurz vor einem Bürgerkrieg, in Ägypten droht die Einführung der Sharia, als Christ gehste da besser auch nicht mehr vor Tür - alles nicht wirklich erstrebenswerte Zustände.

Und warum der Westen nun z.B. salafistche Gruppen unterstützen sollte, müsste mir auch mal jemand erklären.
#
propain schrieb:
3zu7 schrieb:
Und von unserer Regierung erwarte ich da jetzt auch kein großes Voranschreiten.


Wie so oft wurde auch dieses Massaker auch mit deutschen Waffen angerichtet. Von daher wäre jede Äusserung unserer Politiker scheinheilig, denn erst dafür sorgen das dort Waffen hingehen, danach sich beschweren wenn sie benutzt werden.


Ist das so?
#
Brady schrieb:
propain schrieb:
3zu7 schrieb:
Und von unserer Regierung erwarte ich da jetzt auch kein großes Voranschreiten.


Wie so oft wurde auch dieses Massaker auch mit deutschen Waffen angerichtet. Von daher wäre jede Äusserung unserer Politiker scheinheilig, denn erst dafür sorgen das dort Waffen hingehen, danach sich beschweren wenn sie benutzt werden.


Ist das so?



Nach meinen Recherchen gab es in den 70ern Waffenlieferungen an Syrien. Über neuere ist nix zu finden. Die meisten Waffen Syriens sind wohl russischer Bauart. Und für die 70er kann die derzeitige Politik nix für. Dass es trotzdem scheinheilig ist, da an anderen Krisenregionen neue deutsche Waffen genutzt werden, steht außer Frage.

Ok, die Linke dürfte evtl. was zu der Syrien-Krise sagen, weil sie im Bundestag strikt gegen Waffenlieferungen, Kriegseinsätze etc. war und damit diesem Vorwurf unverdächtig gegenüber steht. Unabhängig davon, was die Vorgänger-Vorgänger-Partei im zweiten deutschen Staat verbrockt hat. Ist ja nun schon 22 Jahre her.
#
Brady schrieb:
propain schrieb:
3zu7 schrieb:
Und von unserer Regierung erwarte ich da jetzt auch kein großes Voranschreiten.


Wie so oft wurde auch dieses Massaker auch mit deutschen Waffen angerichtet. Von daher wäre jede Äusserung unserer Politiker scheinheilig, denn erst dafür sorgen das dort Waffen hingehen, danach sich beschweren wenn sie benutzt werden.


Ist das so?


ich würde mal behaupten, dass in solchen Konflikten das G3 genauso oft anzutreffen ist wie die AK47
#
SGE_Werner schrieb:
Brady schrieb:
propain schrieb:
3zu7 schrieb:
Und von unserer Regierung erwarte ich da jetzt auch kein großes Voranschreiten.


Wie so oft wurde auch dieses Massaker auch mit deutschen Waffen angerichtet. Von daher wäre jede Äusserung unserer Politiker scheinheilig, denn erst dafür sorgen das dort Waffen hingehen, danach sich beschweren wenn sie benutzt werden.


Ist das so?



Nach meinen Recherchen gab es in den 70ern Waffenlieferungen an Syrien. Über neuere ist nix zu finden. Die meisten Waffen Syriens sind wohl russischer Bauart. Und für die 70er kann die derzeitige Politik nix für. Dass es trotzdem scheinheilig ist, da an anderen Krisenregionen neue deutsche Waffen genutzt werden, steht außer Frage.

Ok, die Linke dürfte evtl. was zu der Syrien-Krise sagen, weil sie im Bundestag strikt gegen Waffenlieferungen, Kriegseinsätze etc. war und damit diesem Vorwurf unverdächtig gegenüber steht. Unabhängig davon, was die Vorgänger-Vorgänger-Partei im zweiten deutschen Staat verbrockt hat. Ist ja nun schon 22 Jahre her.


Deutschland verkauft die Waffen überall hin, wenn nicht direkt, dann über irgendwelche Waffenschieber. Deutschland ist schließlich der drittgrösste Waffenhändler nach den USA und Russland und das wird man nicht wenn man Waffen nur an friedliche Staaten liefert. Die deutsche Politik kann man alleine deshalb als scheinheilig bezeichnen, denn nach aussen hin stellen sich unsere Politclowns immer wieder hin und verurteilen Kriege, gleichzeitig verkaufen sie tonnenweise Waffen damit die Kriege erst richtig geführt werden können. So wurden z.B. Panzer an die Türkei verkauft und diese jagt damit die Kurden.
#
propain schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Brady schrieb:
propain schrieb:
3zu7 schrieb:
Und von unserer Regierung erwarte ich da jetzt auch kein großes Voranschreiten.


Wie so oft wurde auch dieses Massaker auch mit deutschen Waffen angerichtet. Von daher wäre jede Äusserung unserer Politiker scheinheilig, denn erst dafür sorgen das dort Waffen hingehen, danach sich beschweren wenn sie benutzt werden.


Ist das so?



Nach meinen Recherchen gab es in den 70ern Waffenlieferungen an Syrien. Über neuere ist nix zu finden. Die meisten Waffen Syriens sind wohl russischer Bauart. Und für die 70er kann die derzeitige Politik nix für. Dass es trotzdem scheinheilig ist, da an anderen Krisenregionen neue deutsche Waffen genutzt werden, steht außer Frage.

Ok, die Linke dürfte evtl. was zu der Syrien-Krise sagen, weil sie im Bundestag strikt gegen Waffenlieferungen, Kriegseinsätze etc. war und damit diesem Vorwurf unverdächtig gegenüber steht. Unabhängig davon, was die Vorgänger-Vorgänger-Partei im zweiten deutschen Staat verbrockt hat. Ist ja nun schon 22 Jahre her.


Deutschland verkauft die Waffen überall hin, wenn nicht direkt, dann über irgendwelche Waffenschieber. Deutschland ist schließlich der drittgrösste Waffenhändler nach den USA und Russland und das wird man nicht wenn man Waffen nur an friedliche Staaten liefert. Die deutsche Politik kann man alleine deshalb als scheinheilig bezeichnen, denn nach aussen hin stellen sich unsere Politclowns immer wieder hin und verurteilen Kriege, gleichzeitig verkaufen sie tonnenweise Waffen damit die Kriege erst richtig geführt werden können. So wurden z.B. Panzer an die Türkei verkauft und diese jagt damit die Kurden.


#
FredSchaub schrieb:
propain schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Brady schrieb:
propain schrieb:
3zu7 schrieb:
Und von unserer Regierung erwarte ich da jetzt auch kein großes Voranschreiten.


Wie so oft wurde auch dieses Massaker auch mit deutschen Waffen angerichtet. Von daher wäre jede Äusserung unserer Politiker scheinheilig, denn erst dafür sorgen das dort Waffen hingehen, danach sich beschweren wenn sie benutzt werden.


Ist das so?



Nach meinen Recherchen gab es in den 70ern Waffenlieferungen an Syrien. Über neuere ist nix zu finden. Die meisten Waffen Syriens sind wohl russischer Bauart. Und für die 70er kann die derzeitige Politik nix für. Dass es trotzdem scheinheilig ist, da an anderen Krisenregionen neue deutsche Waffen genutzt werden, steht außer Frage.

Ok, die Linke dürfte evtl. was zu der Syrien-Krise sagen, weil sie im Bundestag strikt gegen Waffenlieferungen, Kriegseinsätze etc. war und damit diesem Vorwurf unverdächtig gegenüber steht. Unabhängig davon, was die Vorgänger-Vorgänger-Partei im zweiten deutschen Staat verbrockt hat. Ist ja nun schon 22 Jahre her.


Deutschland verkauft die Waffen überall hin, wenn nicht direkt, dann über irgendwelche Waffenschieber. Deutschland ist schließlich der drittgrösste Waffenhändler nach den USA und Russland und das wird man nicht wenn man Waffen nur an friedliche Staaten liefert. Die deutsche Politik kann man alleine deshalb als scheinheilig bezeichnen, denn nach aussen hin stellen sich unsere Politclowns immer wieder hin und verurteilen Kriege, gleichzeitig verkaufen sie tonnenweise Waffen damit die Kriege erst richtig geführt werden können. So wurden z.B. Panzer an die Türkei verkauft und diese jagt damit die Kurden.



Hättest ruhig mal dazu schreiben können, dass es bei der Grafik nur um Klein- und Leichtwaffen geht, nicht jedem ist SALW (Small Arms and Light Weapons) ein Begriff.

Hier sind jedenfalls die Zahlen für alle Waffenexporte 2010 zu finden, falls Interesse besteht.
#
Bigbamboo schrieb:
reggaetyp schrieb:
.... Ich frage mich, wieso die Welt da weitestgehend zuschaut, zumindest im Vergleich z.B. zu Libyen. ...

Vielleicht hat man ja auch aus dem arabischen Frühling gelernt?

Libyen steht kurz vor einem Bürgerkrieg, in Ägypten droht die Einführung der Sharia, als Christ gehste da besser auch nicht mehr vor Tür - alles nicht wirklich erstrebenswerte Zustände.

Und warum der Westen nun z.B. salafistche Gruppen unterstützen sollte, müsste mir auch mal jemand erklären.




Mag ja alles sein. Rechtfertigt aber nicht, dass ein Despot in aller Ruhe tausende Menschen erschiessen lassen kann.
Sehr christlich ist das Zugucken jedenfalls nicht.
#
reggaetyp schrieb:
Bigbamboo schrieb:
reggaetyp schrieb:
.... Ich frage mich, wieso die Welt da weitestgehend zuschaut, zumindest im Vergleich z.B. zu Libyen. ...

Vielleicht hat man ja auch aus dem arabischen Frühling gelernt?

Libyen steht kurz vor einem Bürgerkrieg, in Ägypten droht die Einführung der Sharia, als Christ gehste da besser auch nicht mehr vor Tür - alles nicht wirklich erstrebenswerte Zustände.

Und warum der Westen nun z.B. salafistche Gruppen unterstützen sollte, müsste mir auch mal jemand erklären.




Mag ja alles sein. Rechtfertigt aber nicht, dass ein Despot in aller Ruhe tausende Menschen erschiessen lassen kann.
Sehr christlich ist das Zugucken jedenfalls nicht.




die christen in syrien sind ja quasi nutznisser der "momentanen situation"...da sieht man mal wie pervers das in syrien zugeht

nur mal so http://www.tagesschau.de/ausland/syrienreligionen100.html
#
reggaetyp schrieb:

Mag ja alles sein. Rechtfertigt aber nicht, dass ein Despot in aller Ruhe tausende Menschen erschiessen lassen kann.
Sehr christlich ist das Zugucken jedenfalls nicht.


Ich vermag absolut nicht zu sagen, wer da die guten und wer da die bösen sind. Müsste ich mich entscheiden, würde ich wohl Assad als den kleineren Haufen Scheiße wählen.


Teilen