>

Einschnitte bei Sozialleistungen

#
Was ist denn die Herdprämie?
#
peter schrieb:
keine ahnung ob du gestern den ausführungen deiner bundeskanzlerin und deines aussenministers gelauscht hast. deren idee besteht nämlich darin, dass man den menschen weniger geld zur verfügung stellt als man es jetzt tut. ob man das dann sparen oder "holen" nennt ist jacke wie hose.


Eben nicht Jacke wie Hose. Die einen Leistungen werden aus dem bestehenden Haushalt gezahlt ( weniger Ausgeben = sparen ), mehr Steuern / Abgaben dienen dazu, die Haushaltsfinanzen zu erhöhen, um eben nicht sparen zu müssen. Ist schon ein Unterschied....
#
Schranz76 schrieb:
peter schrieb:
keine ahnung ob du gestern den ausführungen deiner bundeskanzlerin und deines aussenministers gelauscht hast. deren idee besteht nämlich darin, dass man den menschen weniger geld zur verfügung stellt als man es jetzt tut. ob man das dann sparen oder "holen" nennt ist jacke wie hose.


Eben nicht Jacke wie Hose. Die einen Leistungen werden aus dem bestehenden Haushalt gezahlt ( weniger Ausgeben = sparen ), mehr Steuern / Abgaben dienen dazu, die Haushaltsfinanzen zu erhöhen, um eben nicht sparen zu müssen. Ist schon ein Unterschied....



nochmal :

jetzt erklär mir mal warum die Abschafffung der Vorteile des Ehegattensplittings und der Herdprämie kein Sparvorschlag ist, die Abschaffung des Elterngeldes für Hartz 4 Empfänger ist aber einer?

Oder warum eine Brennelemente Steuer ( die letzlich auf den Verbraucher umgelegt wird) keine Steuerhöhung ist, ein erhöhter Spitzesteuersatz aber schon ?
#
municadler schrieb:
Schranz76 schrieb:
peter schrieb:
keine ahnung ob du gestern den ausführungen deiner bundeskanzlerin und deines aussenministers gelauscht hast. deren idee besteht nämlich darin, dass man den menschen weniger geld zur verfügung stellt als man es jetzt tut. ob man das dann sparen oder "holen" nennt ist jacke wie hose.


Eben nicht Jacke wie Hose. Die einen Leistungen werden aus dem bestehenden Haushalt gezahlt ( weniger Ausgeben = sparen ), mehr Steuern / Abgaben dienen dazu, die Haushaltsfinanzen zu erhöhen, um eben nicht sparen zu müssen. Ist schon ein Unterschied....



nochmal :

jetzt erklär mir mal warum die Abschafffung der Vorteile des Ehegattensplittings und der Herdprämie kein Sparvorschlag ist, die Abschaffung des Elterngeldes für Hartz 4 Empfänger ist aber einer?

Oder warum eine Brennelemente Steuer ( die letzlich auf den Verbraucher umgelegt wird) keine Steuerhöhung ist, ein erhöhter Spitzesteuersatz aber schon ?  


Wo hab ich das behauptet?

Von mir aus warens dann bei dir 2 Sparvorschläge....6 davon eben nicht. Tolle Quote....
#
Ein ganz wunderbarer Kommentar des SWR gestern in den Tagesthemen:
klick
#
SGE_Werner schrieb:
Verkompliziert die Mehrwertsteuer nicht so... Wenn es schon drei Sätze gibt, dann sollten die auch endlich mal vergleichbar sein, 8-16-24 oder bei zweien halt 7/21 usw.


Jetzt  musste ich doch sehr schmunzeln, Werner. Egal, wie hoch die Steuer ist, Hauptsache die Formel ist schön aufgeräumt, was?  ,-)
#
arti schrieb:
sollte dein nick nicht ewig-gestriger heissen?

den sinn der rettungspakete hast du ja schon nicht verstanden, wieso sollst du also kapieren, dass jetzt alle einschnitte machen müssen. auch den am "existenzminimum" in einer wohnung mit strom, wasser, tv und internet wohnenden harz4ler.


Wo machen denn alle Einschnitte. Was ist mit den Besserverdienenden?

Aber so ist das halt in diesem Staat, die Arbeitslosen haben halt keinen Verband der viele Millionen an die Parteien spendet, also immer feste drauf auf die Schwächsten im Staat.
#
Schranz76 schrieb:
municadler schrieb:
Schranz76 schrieb:
peter schrieb:
keine ahnung ob du gestern den ausführungen deiner bundeskanzlerin und deines aussenministers gelauscht hast. deren idee besteht nämlich darin, dass man den menschen weniger geld zur verfügung stellt als man es jetzt tut. ob man das dann sparen oder "holen" nennt ist jacke wie hose.


Eben nicht Jacke wie Hose. Die einen Leistungen werden aus dem bestehenden Haushalt gezahlt ( weniger Ausgeben = sparen ), mehr Steuern / Abgaben dienen dazu, die Haushaltsfinanzen zu erhöhen, um eben nicht sparen zu müssen. Ist schon ein Unterschied....



nochmal :

jetzt erklär mir mal warum die Abschafffung der Vorteile des Ehegattensplittings und der Herdprämie kein Sparvorschlag ist, die Abschaffung des Elterngeldes für Hartz 4 Empfänger ist aber einer?

Oder warum eine Brennelemente Steuer ( die letzlich auf den Verbraucher umgelegt wird) keine Steuerhöhung ist, ein erhöhter Spitzesteuersatz aber schon ?  


Wo hab ich das behauptet?

Von mir aus warens dann bei dir 2 Sparvorschläge....6 davon eben nicht. Tolle Quote....



es stimmte also weder, dass keiner sagt wie es ansonsten gehen könnte  (wie es die Opposition machen würde, ging gestern wirklich durch alle Medien, ob man dafür ist oder nicht), noch stimmte, dass bei diesen Vorschlägen keine Sparmassnahmen enthalten sind.
zudem stimmt nicht,  die Opposition würde auf Steuererhöhungen setzen und die Regierung nicht ..
Das sind die puren Fakten.
Davon unabhänig kannst du natürlich eher für das Regierungsmodell sein, weil du Einschnitte vor allem bei Arbeitslosen und hartz 4 Empfängern für richtig hältst.   Aber dann begründe es auch so.
#
Die gewaltigen Staatsschulden i.H.V. 1.690.000.000.000 Euro mit im Moment jährlich hinzukommenden 41.000.000.000 Euro Zinsen werden doch wenn man ehrlich ist niemals zurückgezahlt werden können, weshalb die Summe der jetzt verabschiedeten Einsparungen total lächerlich ist. Die folgenden Rechnungen habe ich nicht aufgestellt, also wenn irgendwas Blödsinn ist, bitte ich um Korrektur, halte das ganze aber für schlüssig:

Beispiel 1:
Umrechnung des Staashaushaltes 2010 auf eine Person


Man hat bereits 1.000.000 Euro Schulden die irgendwann auf einen zukommen, davon sind fast 200.000 Euro kurzfristige Schulden. Bei einem Nettogehalt von 23.900 Euro pro Jahr gibt man 32.500 Euro aus. Man lebt über seine Verhältnisse und gibt 8.600 Euro mehr aus als man verdient. Und jetzt beschliesst man 1.000 Euro zu sparen. Was soll das nun bringen? Die Schulden steigen trotzdem um 7.600 Euro pro Jahr. Dann kommen evtl. noch 17.000 Euro weitere Schulden dazu, um der Verwandtschaft die pleite ist mit einem "Rettungspaket" zu helfen. 4.000  Euro gibt man alleine für die Zinsen der Schulden aus. Wie soll man aus diesem Loch jemals rauskommen?

----

Beispiel 2:
Schuldentilgung der Staatsschulden mit 10 Mrd. jährlich


Will der Bund pro Jahr zehn Milliarden Euro der Altschulden tilgen, würde es 100 Jahre dauern, bis eine Billion Euro Schulden abgetragen wären. Dazu kämen aber noch Zinsen von derzeit rund 41 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Bund müsste also in einem Jahr mindestens 51 Milliarden Euro Überschüsse erwirtschaften, um Zinsen und ein Prozent Tilgung zu finanzieren.

In einem Tilgungsplan sieht das ganze wie folgt aus:

Bei den momentanen Zinskosten beträgt der Zinssatz etwa 4,1 Prozent. Das bedeutet: Im ersten Jahr müsste der Bund 51 Milliarden Euro Zins und Tilgung aufbringen, nach zehn Jahren wären es immer noch 47 Milliarden Euro im Jahr. Im 50. Jahr wären noch rund 31 Milliarden Euro an Zins und Tilgung fällig, nach 75 Jahren noch 21 Milliarden Euro.

Wenn nach 100 Jahren die letzte Rate überwiesen würde, hätte der Bund insgesamt rund drei Billionen Euro an Zinsen und Tilgung bezahlt.

Im Klartext: Der Staat müsste über 100 Jahre hinweg die gigantische Summe von drei Billionen Euro Überschüsse erwirtschaften!

---

Wohlgemerkt, hier geht es nur um den Ist-Stand, eine Neuverschuldung würde das ganze explodieren lassen. Glaubt wirklich jemand das dies funktionieren wird?

#
arti schrieb:
GxOffmodd schrieb:
Hier sind sich die Menschen zu schade auf die Straße zu gehen und Radau zu machen. Die Menschen sind sich einfach zu schade auch mal 1-2 Monate richtig alles lahmzulegen und mal zu zeigen wer hier eigentlich die Eier hat. !


und wie sieht dein königsweg aus?

ich fass es nicht. du kannst auch nur soviele eier haben, wie die hühner hergeben. irgendwann ist mal feierabend. jeden abend nen risen omelett haben wollen, aber nur zwei federviecher im stall... die rechnung musst du mir aufmachen.

alle schreien hier von "auf die strasse", "alles scheisse..." aber keiner sagt wie es denn anders gehen soll. manche benehmen sich wie die pubertierenden teenies, die den vater anmachen, dass es kein i-phone, plasma und golf zum geburtstag gibt.


@arti, du hast ja Recht, Problem erkannt, aber eine Lösung? Doch, ich habe dir sogar persönlich Vorschläge auf Seite 11 gemacht.

@Afrigaaner

Du musst das schreiben? Na gut, nehm ich als Kompliment  

Deine Rechnung ist interessant und ich glaube so verworren ist es tatsächlich auch in echt. Was man daran und an Zicos21 Beitrag gut sieht ist, dass es so gut wie unmöglich ist aus der Schulden"falle" rauszukommen. Alleine 36 Mrd € Schuldzinsen. Da sind 11 Mrd "Einsparungen" wirklich nicht viel.

@miraculix250

Ja danke, da schreibt wohl auch jemand gerne und viel  ,-)

Beim Problem sind wir uns ja einig, aber die Lösung?

Revolution ist immer schwierig und gefährlich. Zuviele Eigeninteressen Mächtiger und Halbmächtiger würden zwangsläufig mitschwingen, zudem geht eine Revolution nie gewaltlos ab und Leben gefährden ist sicher nicht wünschenswert.

Die frz. R. (als Beispiel) ist ja im Massaker geendet und das Bürgertum war da nicht unbedingt gesitteter. Letztendlich waren es die Erkenntnisse dieser Revolution, die so wertvoll waren.

Wenn, dann würde ich mir eine "Revolution von oben" wünschen, aber nicht wie die letzte, bei der gewisse Eliten nur noch dominater wurden. Eher eine R mit Vernunft und Tugendhaftigkeit, das wärs. Naja, man darf ja mal träumen dürfen...

Ich weiß nicht mehr, wer es sagte, aber der Satz stimmt mich nachdenklich:

"Gib einem Menschen Macht (Geld), dann erkennst du seinen wahren Charakter."
#
stefank schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Verkompliziert die Mehrwertsteuer nicht so... Wenn es schon drei Sätze gibt, dann sollten die auch endlich mal vergleichbar sein, 8-16-24 oder bei zweien halt 7/21 usw.


Jetzt  musste ich doch sehr schmunzeln, Werner. Egal, wie hoch die Steuer ist, Hauptsache die Formel ist schön aufgeräumt, was?  ,-)  


Nein, aber das Problem liegt ja nicht alleine bei der Mehrwertsteuer. Da alleine dran zu drehen bringt doch nix. Vielleicht ist das auch der Zeitpunkt für eine allgemeine und ganzheitliche Steuerreform.

Vielleicht ist der Vorschlag von Herrn Kirchhof ja gar nicht so schlecht. Steuersatz für  a l l e  auf 25 Prozent und dafür Streichung  a l l e r  Steuervergünstigungen und -geschenke.
Als ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht bringe ich ihm zumindest mehr Vertrauen entgegen als etwa 3/4 des Bundestags.  

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,699191,00.html
#
stefank schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Verkompliziert die Mehrwertsteuer nicht so... Wenn es schon drei Sätze gibt, dann sollten die auch endlich mal vergleichbar sein, 8-16-24 oder bei zweien halt 7/21 usw.


Jetzt  musste ich doch sehr schmunzeln, Werner. Egal, wie hoch die Steuer ist, Hauptsache die Formel ist schön aufgeräumt, was?  ,-)  


#
Schönwetterspieler schrieb:
stefank schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Verkompliziert die Mehrwertsteuer nicht so... Wenn es schon drei Sätze gibt, dann sollten die auch endlich mal vergleichbar sein, 8-16-24 oder bei zweien halt 7/21 usw.


Jetzt  musste ich doch sehr schmunzeln, Werner. Egal, wie hoch die Steuer ist, Hauptsache die Formel ist schön aufgeräumt, was?  ,-)  


Nein, aber das Problem liegt ja nicht alleine bei der Mehrwertsteuer. Da alleine dran zu drehen bringt doch nix. Vielleicht ist das auch der Zeitpunkt für eine allgemeine und ganzheitliche Steuerreform.

Vielleicht ist der Vorschlag von Herrn Kirchhof ja gar nicht so schlecht. Steuersatz für  a l l e  auf 25 Prozent und dafür Streichung  a l l e r  Steuervergünstigungen und -geschenke.
Als ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht bringe ich ihm zumindest mehr Vertrauen entgegen als etwa 3/4 des Bundestags.  

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,699191,00.html



ich finde den vorschlag von kirchhoff auch überlegenswert. aber das wird sich nicht machen lassen, da deutschland mittlerweile von lobbyisten regiert wird. ausser den hartz IV empfängern hat fast jede gesellschaftlich relevante gruppe eine vertretung.
#
peter schrieb:
Vielleicht ist der Vorschlag von Herrn Kirchhof ja gar nicht so schlecht. Steuersatz für  a l l e  auf 25 Prozent und dafür Streichung  a l l e r  Steuervergünstigungen und -geschenke.
Als ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht bringe ich ihm zumindest mehr Vertrauen entgegen als etwa 3/4 des Bundestags.  


womit du allerdings wieder nen problem hast, da dadurch die steuerprogression abgeschaft wird.

wer heute viel verdient zahlt prozentual ja bereits eine höhere einkommensteuer. in dem fall wären alle auf der strasse, da die reichen auf einmal nur 50% der ehemaligen einkommensteuerbelastung hätten.
#
arti schrieb:

womit du allerdings wieder nen problem hast, da dadurch die steuerprogression abgeschaft wird.

wer heute viel verdient zahlt prozentual ja bereits eine höhere einkommensteuer. in dem fall wären alle auf der strasse, da die reichen auf einmal nur 50% der ehemaligen einkommensteuerbelastung hätten.


Der Schlüssel diese Konzepts liegt wohl vor allem im Wegfall sämtlicher Steuervergünstigunen. Das macht den Unterschied.

Ich möchte da nur auf das Konglomerat Reiche/kreativer Steuerberater/perfider Anlageberater hinweisen. (na gut, ein bisschen überspitzt)
#
Schönwetterspieler schrieb:
arti schrieb:

womit du allerdings wieder nen problem hast, da dadurch die steuerprogression abgeschaft wird.

wer heute viel verdient zahlt prozentual ja bereits eine höhere einkommensteuer. in dem fall wären alle auf der strasse, da die reichen auf einmal nur 50% der ehemaligen einkommensteuerbelastung hätten.


Der Schlüssel diese Konzepts liegt wohl vor allem im Wegfall sämtlicher Steuervergünstigunen. Das macht den Unterschied.

Ich möchte da nur auf das Konglomerat Reiche/kreativer Steuerberater/perfider Anlageberater hinweisen. (na gut, ein bisschen überspitzt)



stimmt , so manchem Selbstständigen der gute Einkünfte hat, blieb damals bei Kirchhoff der erste Jubel im Halse stecken, als er sich ausrechnete, dass er durch Wegfall seiner Abschreibungssubventionen auf einmal mehr Steuer hättte bezahlen müssen - trotz niedrigerem Steuersatz....
#
Wer allen Ernstes glaubt, daß diese "Einsparungen" für die kommenden Jahre ausreichen der irrt.

Es werden garantiert noch weitere "Geeinheiten" auf den Steuerbürger zukommen, der doch überwiegend bislang verschont wurde.

Ich bin mir sehr sicher, daß die Pendlerpauschale, die steuerfreien Nacht- und Wochenendzuschlage sowie die Dienstwagenregelung zulasten der Arbeitnehmer geändert werden (wobei Kilometerpauschale und Dienstwagenregelung ja auch das Management und Unternehmer selbst beträfen).

Weiterhin wird man sich die Aunahmetatbestände bei der Umsatzsteuer genauer ansehen und viele Dinge, die bislang dem ermäßigten Steuersatz unterliegen, auf 19% hochschrauben. Dann wird auch die Hotelgeschichte kassiert, das wurde aus Koalitionsraison zugunsrten der FDP noch nicht in diese Steichliste aufgenommen.

Durch Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen und womöglich Einbeziehung anderer Einkunftsarten (Zinsen, Mieten u.a., was heute bereits für freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung Versicherte im Gegensatz zu pflichtversicherten Arbeitnehmern zwingend ist) wird  zusätzliches Geld in dirsen Moloch gesteckt. Möglicherweise kann dann der Bundeszuschuß in die GKV gekürzt werden.

Bei der Gewerbesteuer wird man die Freiberufler einbeziehen und weitere erfolgsunabhängige Hinzurechnungsposten schaffen bzw. die vorhandenen erhöhen. Dann müssen auch defizitäre Unternehmen saftige Gewerbesteuern zahlen, weil sie Maschinen (mangels Liquidität) nicht gekauft sondern gemietet haben.

In dieser zweiten Streichtrunde wird dann der "Normalbürger" zur Kasse gebeten. Egal wer dann auch immer in Berlin regieren sollte. Durch Nichtanpassung der Steuergrenzen wird durch die sogenannte "kalte Progression" der abzuführende Steueranteil vom Bruttoeinkpommen auch immer größer.

Was leider nicht kommen wird ist, daß sich die Parteien und Parlamente auch an der Sparerei beteiligen. Natürlich müssen die Parteien Millionen an Wahlkampferstattungen bekommen. Abgeordnete düsen auf Staatskosten überall in der Weltgeschichte herum. Dienstwägen und andere Privilegien wertden gerne angenommen und können nicht üppig genug sein.

Auch wird Deutschland nach wie vor mit Geld in der Welt herumwerfen. Wenn irgendwo in der Welt Knete fehlt hält man bei uns die Hand auf. Notfalls hilft ein netter Hinweis auf die unselige Nazizeit. Oder man leistet sich großzügige Entwicklungshilfen für Schwellenländer.

Wo es wirklich viel Geld einzusparen gäbe wären Überprüfungen über die Effizienz von Subventionen und Fördergeldern. Es haben sich wahre Industrien im Sozialbereich und Bildungsbereich entwickelt, die unglaublich hohe Mittel kassieren und kaum Gegenleistung erbringen. Würde man diese Gelder innerhalb der Ressorts umschichten und sinnvoller einsetzen hätte auch die Allgemeinheit mehr davon.

Aber da würde das Gebrülle der Lobbyisten und Parteifreunde sehr laut - das traut man sich noch nicht.

Nächstes Jahr um diese Zeit werden wir dann sehen, wie der Hase läuft. Vermutlich werden die Sparvorhaben auch wieder ins Leere gelaufen sein, weil bundesdeutsche Gelder wieder für irgendein halbbankrottes EU-Land gebraucht wird und dann im Rahmen einer Umschuldung auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Während die übrigen Inhaber von Forderungen gegenüber diesen Ländern (z.B. Großbanken) aus Systemgründen nur geringe Ausfallschäden zugemutet würden.

Legt Euch also besser nichts auf die Seite, der Staat wird es Euch rauben
#
arti schrieb:
peter schrieb:
Vielleicht ist der Vorschlag von Herrn Kirchhof ja gar nicht so schlecht. Steuersatz für  a l l e  auf 25 Prozent und dafür Streichung  a l l e r  Steuervergünstigungen und -geschenke.
Als ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht bringe ich ihm zumindest mehr Vertrauen entgegen als etwa 3/4 des Bundestags.  


womit du allerdings wieder nen problem hast, da dadurch die steuerprogression abgeschaft wird.

wer heute viel verdient zahlt prozentual ja bereits eine höhere einkommensteuer. in dem fall wären alle auf der strasse, da die reichen auf einmal nur 50% der ehemaligen einkommensteuerbelastung hätten.




Wo ist denn das Problem, wenn Besserverdienende "prozentual höhere" Einkommenssteuer zahlen? Bei jeder Lohnerhöhung geht doch auch die Schere weiter auf...
Wenn Schrauber und Meister in einem Betrieb arbeiten, in dem es 2% Lohnerhöhung gibt, der Schrauber vielleicht 1500,- verdient, der Meister 8000,- (willkürliches Zahlenbeispiel) bekommt der Schrauber 30,- € mehr, der Meister 160,- € mehr. Und das geht bei jeder Lohnrunde so
#
Ewigtreuer schrieb:

Wo ist denn das Problem, wenn Besserverdienende "prozentual höhere" Einkommenssteuer zahlen? Bei jeder Lohnerhöhung geht doch auch die Schere weiter auf...
Wenn Schrauber und Meister in einem Betrieb arbeiten, in dem es 2% Lohnerhöhung gibt, der Schrauber vielleicht 1500,- verdient, der Meister 8000,- (willkürliches Zahlenbeispiel) bekommt der Schrauber 30,- € mehr, der Meister 160,- € mehr. Und das geht bei jeder Lohnrunde so
Und wieviel hat er Netto von den 160 Euronen am Ende vom Monat...
#
@EFCB

Auch wird Deutschland nach wie vor mit Geld in der Welt herumwerfen. Wenn irgendwo in der Welt Knete fehlt hält man bei uns die Hand auf. Notfalls hilft ein netter Hinweis auf die unselige Nazizeit. Oder man leistet sich großzügige Entwicklungshilfen für Schwellenländer.

da springst du zu kurz. es geht nicht um die nazizeit, es geht darum, dass wir eine exportnation sind. wir geben den ländern geld und die kaufen damit bei uns ein. das ist für die deutsche wirtschaft eine win/win situation, quasi eine indirekte subvention.


Teilen