Wein - Ja, ich bin Fußballfan und trinke dennoch gerne Wein -;)

#
So Leute.
Wein ist geil. Daheim und in einem Restaurant trinke ich gerne Wein. Sehr gerne. Beim Fußball hält es sich in Grenzen. Dann doch lieber Bier oder Apfelwein. Ich trinke sogar sehr gerne Bier oder Apfelwein. In Wirtschaften. In nem Zug oder Bus nach Bielefeld, Aachen oder Fürth, Nürnberg oder Karlsruhe.

Aber zuhausen: Wein.

Heute abend gab es erstens
einen Schluck Riesling von der Mosel. Unterschätzt, schlechter Ruf. Aber schön mild, ohne viel Säure. Genaue Herkunft, geschweige denn Winzer: Zu faul.

Danach: Einen fränkischen Grauburgunder Spätlese Lagenwein mit feiner Säure. Großartig. Wegen Nachfragen: Gerhard Roth, Wiesenbronn. 2010er.
Würzburger Adler weiß vielleicht um diesen feinen Tropfen.

Danach aus dem selben Ort, allerdings von Jakob Hell: Domina. Cooler Name, coole Traube, schön frisch, immer noch. Obwohl von 2008. Ein geiler Rotwein.

Ja, die Franken, die können echt guten Wein herstellen. Lange schlecht beleumundet, sind die schwer auf der Überholspur.
Gute Weinhinweise schwerstens erwünscht hier!

Und: Ein paar Hanseln dürfen sich gerne raushalten.

disclaimer: Ja, in der Hinsicht bin ich total dekadent. Und stolz darauf.
Prost. Eintracht!
#
Wein trinken hat doch nix mit Dekadenz zu tun. Immerhin wählst Du den Wein ja nicht nach Preisschild, sondern nach Geschmack aus  
#
Tolles Thema, demnächst vielleicht auch etwas von mir.
Heute ein Alltagswein: Côtes du Rhône, 2011, von einer Winzergenossenschaft
aus der Ardèche (also nicht direkt aus dem Flüsschen gleichen Namens   )
Eine Cuvée aus Syrah und Grenache - Edition Alnatura. 5 Euro, lecker!
Dekadent gerne auch mal.  

PS: Darf ich überhaupt mitreden, wenn ich oft nur einen Wein am Abend trinke?  
#
Er meint doch nicht dekadent, sondern dekantiert  

Wein, aals her damit. So gut wie ausschließlich Roten. Neu entdeckt: Haberschlachter Heuchelberg Muskat-Trollinger. Leicht, angenehm und würzig - kein "großer" Wein, aber sehr feiner Schoppendroppe.
#
reggaetyp schrieb:
Danach: Einen fränkischen Grauburgunder Spätlese Lagenwein mit feiner Säure. Großartig. Wegen Nachfragen: Gerhard Roth, Wiesenbronn. 2010er.
Würzburger Adler weiß vielleicht um diesen feinen Tropfen.



Weiß er leider nicht, denn mein (Wein)Kennertum hält sich in argen Grenzen.
Zumindest kann ich beisteuern, dass mir persönlich Weintrinker von Haus aus und grundsätzlich erstmal sympathisch sind.  
#
adlerkadabra schrieb:
Er meint doch nicht dekadent, sondern dekantiert  

Wein, aals her damit. So gut wie ausschließlich Roten. Neu entdeckt: Haberschlachter Heuchelberg Muskat-Trollinger. Leicht, angenehm und würzig - kein "großer" Wein, aber sehr feiner Schoppendroppe.


Einen Schoppendroppe dekantieren? Alles klar.  
Elfmeter verwandelt
#
edmund schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Er meint doch nicht dekadent, sondern dekantiert  

Wein, aals her damit. So gut wie ausschließlich Roten. Neu entdeckt: Haberschlachter Heuchelberg Muskat-Trollinger. Leicht, angenehm und würzig - kein "großer" Wein, aber sehr feiner Schoppendroppe.


Einen Schoppendroppe dekantieren? Alles klar.  
Elfmeter verwandelt


Klar. Nur die mit dem blechernen Schraubverschluss muss man entgiften. Château Latour kann man sich unbesehen hinter die Binde hauen  
#
adlerkadabra schrieb:
edmund schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Er meint doch nicht dekadent, sondern dekantiert  

Wein, aals her damit. So gut wie ausschließlich Roten. Neu entdeckt: Haberschlachter Heuchelberg Muskat-Trollinger. Leicht, angenehm und würzig - kein "großer" Wein, aber sehr feiner Schoppendroppe.


Einen Schoppendroppe dekantieren? Alles klar.  
Elfmeter verwandelt


Klar. Nur die mit dem blechernen Schraubverschluss muss man entgiften. Château Latour kann man sich unbesehen hinter die Binde hauen  


   
#
adlerkadabra schrieb:
Er meint doch nicht dekadent, sondern dekantiert  

Wein, aals her damit. So gut wie ausschließlich Roten. Neu entdeckt: Haberschlachter Heuchelberg Muskat-Trollinger. Leicht, angenehm und würzig - kein "großer" Wein, aber sehr feiner Schoppendroppe.


Mit "grossen" Weinen habe ich es auch nicht so. Die besten, die ich bisher getrunken habe waren Selbst gemachte von der Familie meines Ex (Sizilianer). Das erste Glas von dem Roten war widerlich, so ein pelziger Geschmack auf der Zunge als hätte man an einem Pfirsich geleckt, aber danach schmeckte er sensationell.

Oder eben die Hausweine in einer Trattoria abseits der Touristenfallen.
#
Taunusabbel schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Er meint doch nicht dekadent, sondern dekantiert  

Wein, aals her damit. So gut wie ausschließlich Roten. Neu entdeckt: Haberschlachter Heuchelberg Muskat-Trollinger. Leicht, angenehm und würzig - kein "großer" Wein, aber sehr feiner Schoppendroppe.


Mit "grossen" Weinen habe ich es auch nicht so. Die besten, die ich bisher getrunken habe waren Selbst gemachte von der Familie meines Ex (Sizilianer). Das erste Glas von dem Roten war widerlich, so ein pelziger Geschmack auf der Zunge als hätte man an einem Pfirsich geleckt, aber danach schmeckte er sensationell.

Oder eben die Hausweine in einer Trattoria abseits der Touristenfallen.


Sizilianer? Ich werde mich hier nur noch sehr zurückhaltend äußern. Aber es stimmt: oft steht vor der Wonne die Qual. Und die Pfirsichassoziation ist originell. Nichts gegen die "Großen". Wenn sie einen im rechten Moment erwischen, bleibt das unvergesslich. Aber, ja: es gibt auch die Namenlosen, die von gleicher Prägekraft sind. Ich erinnere gerade eine kleine Taverne auf Ithaka, da gabs einen "Mavro", offen, der wirklich fast schwarz war und ungeheuer gut. Es hat im konkreten Fall auch einfach alles "gepasst".
#
Mein derzeitiger Favorit, "Der Hesse", Ein Spätburgunder von der Bergstrasse.
Vom Rewe, net teuer und natürlich mit Schraubverschluss.
#
Ich wünsche mir seit Jahren einen kleinen Weinstand vorm Stadion. Dann könnte ich  nach dem Spiel auch mal mithalten  
#
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel oder, knapper gesagt: Nachspiel ist Vorspiel. Merkwürdig. Bemerke nur ich, dass in der Winterzeit, wenn die Heizung läuft und die Zimmerluft trocken ist, der Rote rascher als sonst aus der Flasche verdunstet?
#
adlerkadabra schrieb:
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel oder, knapper gesagt: Nachspiel ist Vorspiel. Merkwürdig. Bemerke nur ich, dass in der Winterzeit, wenn die Heizung läuft und die Zimmerluft trocken ist, der Rote rascher als sonst aus der Flasche verdunstet?


Ein Verlust von mindestens 25 Prozent, keine Frage.
Um auf das Anliegen des TE zurückzukommen: Einen Wein empfehlen, finde ich schwierig. Die Geschmäcker sind ja wirklich verschieden. Selbst mit genauen Angaben, was Du magst, würde ich mir keine Empfehlung zutrauen. Ich weiß aber einen, der es könnte: Der Inhaber der Weinhandlung "Viniculum" in der Egenolffstraße. Guter Mann!
#
Ich trinke auch Wein aus der Gegend - nämlich Frankenwein ! Wenn unsere Eintracht gewonnen hat, gibt es bei mir einen feinen secco auch aus dem Frankenland !! Da die Eintracht oft in der Hinrunde gewonnen hat, floss der secco in Strömen !!!!
#
Miso schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel oder, knapper gesagt: Nachspiel ist Vorspiel. Merkwürdig. Bemerke nur ich, dass in der Winterzeit, wenn die Heizung läuft und die Zimmerluft trocken ist, der Rote rascher als sonst aus der Flasche verdunstet?


Ein Verlust von mindestens 25 Prozent, keine Frage.
Um auf das Anliegen des TE zurückzukommen: Einen Wein empfehlen, finde ich schwierig. Die Geschmäcker sind ja wirklich verschieden. Selbst mit genauen Angaben, was Du magst, würde ich mir keine Empfehlung zutrauen. Ich weiß aber einen, der es könnte: Der Inhaber der Weinhandlung "Viniculum" in der Egenolffstraße. Guter Mann!


Ich empfehle mal die Weinhalle am Merianplatz. Da gibt es neben gutem Wein auch die guten (Haselnuss)Geister vom Dirker.
#
adlerkadabra schrieb:
Taunusabbel schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Er meint doch nicht dekadent, sondern dekantiert  

Wein, aals her damit. So gut wie ausschließlich Roten. Neu entdeckt: Haberschlachter Heuchelberg Muskat-Trollinger. Leicht, angenehm und würzig - kein "großer" Wein, aber sehr feiner Schoppendroppe.


Mit "grossen" Weinen habe ich es auch nicht so. Die besten, die ich bisher getrunken habe waren Selbst gemachte von der Familie meines Ex (Sizilianer). Das erste Glas von dem Roten war widerlich, so ein pelziger Geschmack auf der Zunge als hätte man an einem Pfirsich geleckt, aber danach schmeckte er sensationell.

Oder eben die Hausweine in einer Trattoria abseits der Touristenfallen.


Sizilianer? Ich werde mich hier nur noch sehr zurückhaltend äußern. Aber es stimmt: oft steht vor der Wonne die Qual. Und die Pfirsichassoziation ist originell. Nichts gegen die "Großen". Wenn sie einen im rechten Moment erwischen, bleibt das unvergesslich. Aber, ja: es gibt auch die Namenlosen, die von gleicher Prägekraft sind. Ich erinnere gerade eine kleine Taverne auf Ithaka, da gabs einen "Mavro", offen, der wirklich fast schwarz war und ungeheuer gut. Es hat im konkreten Fall auch einfach alles "gepasst".


gnihihi, ich mache Dir ein Angebot das Du nicht ablehnen kannst  

Ich mag gerne "einfache" Weine, klar sind die Grossen superlecker, aber eben nicht alltagstauglich. Zumindest nicht für meinen Geldbeutel.
#
So ist es. Ich erhebe, bevor der Inhalt vollends verdunstet, mein Glas gen Norden: sehr zum Wohle allerseits und ein guuds Nächtle. Noch drei Tage, und wir haben dieses - sicherlich nicht nur - belämmernde Jahr hinter uns.
#
Ui, noch mehr Weintrinker hier? Das klingt gut Ich hatte über Weihnachten sehr viel Spaß mit dem "Vini et vita"-Riesling vom Weingut Flick in Flörsheim-Wicker und einigen netten Weinchen vom Winzerkeller Sommerach im schönen Franken
@reggaetyp: Die Franken können gaaanz tolle Weine herstellen! Darüber hatten wir uns ja auch schon mal unterhalten.

(Gegen einen Weinstand am Stadion hätte ich auch nichts einzuwenden!)
#
Haha, der gude Troppe von Aramark, der frisch aus Konzentrat und Wasser zusammengerührt wird.  


Teilen