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100 Tage schwarz gelb

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Rahvin schrieb:
tutzt schrieb:
Rahvin schrieb:
Was haltet ihr eigentlich vom neuen SPD Arbeitsmarkt'konzept'? Hier mal ein interessanter Blogbeitrag, in welchem dieses Konzept zerpflueckt wird: http://www.bissige-liberale.net/2010/03/15/das-spd-arbeitsmarktkonzept-eine-erste-kritik/


"Nette" Propaganda. Bisschen wenig sachlich und bisschen viel polemisch, aber immerhin, mehr Substanz als die Arbeit unseres Außenministers. Obwohl "nichts" jetzt auch nicht schwer zu überbieten war... :neutral-face  


Vielleicht auch etwas konkreter?  



ok dann konkret

was ist dagegen einzuwenden wenn Arbeislosengeld dann länger bezahlt wird wenn der Arbeitslose sich fortbildet?
Damit vergrössert er seine Chancen überhaupt nie Hartz 4 Empfaänger zu werden. Ist er es nämlich erst mal schwinden seine Chancen auf einen qualitativ hochwertigen Job mit jedem Lebensjahr rapide.

sag mir ein Argument dagegen.
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municadler schrieb:

ok dann konkret

was ist dagegen einzuwenden wenn Arbeislosengeld dann länger bezahlt wird wenn der Arbeitslose sich fortbildet?
Damit vergrössert er seine Chancen überhaupt nie Hartz 4 Empfaänger zu werden. Ist er es nämlich erst mal schwinden seine Chancen auf einen qualitativ hochwertigen Job mit jedem Lebensjahr rapide.

sag mir ein Argument dagegen.


Die Möglichkeit zur Fortbildung ist nur in einigen Berufen sinnvoll.
Ein genereller "Fortbildungszwang", nur um irgendwelche Bedingungen zu erfüllen, ist doch Blödsinn, typisches Politikergewäsch.
Um so mehr, wenn man die ausgeübte Fortbildungspraxis und deren Berufsrelevanz ein wenig kennt.
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Stoppdenbus schrieb:

Die Möglichkeit zur Fortbildung ist nur in einigen Berufen sinnvoll.
Ein genereller "Fortbildungszwang", nur um irgendwelche Bedingungen zu erfüllen, ist doch Blödsinn, typisches Politikergewäsch.
Um so mehr, wenn man die ausgeübte Fortbildungspraxis und deren Berufsrelevanz ein wenig kennt.

Als ich Arbeitslos war...hab ich nach gefragt obs ne Möglichkeit für nen SAP Kurs gäbe....dafür wäre kein Geld da....aber nen Tag später hatte ich ne Einladung vom Arbeitsamt mir ne Veranstaltung der DVAG anzuhören....
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Stoppdenbus schrieb:
municadler schrieb:

ok dann konkret

was ist dagegen einzuwenden wenn Arbeislosengeld dann länger bezahlt wird wenn der Arbeitslose sich fortbildet?
Damit vergrössert er seine Chancen überhaupt nie Hartz 4 Empfaänger zu werden. Ist er es nämlich erst mal schwinden seine Chancen auf einen qualitativ hochwertigen Job mit jedem Lebensjahr rapide.

sag mir ein Argument dagegen.


Die Möglichkeit zur Fortbildung ist nur in einigen Berufen sinnvoll.
Ein genereller "Fortbildungszwang", nur um irgendwelche Bedingungen zu erfüllen, ist doch Blödsinn, typisches Politikergewäsch.
Um so mehr, wenn man die ausgeübte Fortbildungspraxis und deren Berufsrelevanz ein wenig kennt.



das sehe ich anders .. jeder Lagerist muss heute schon mit Exel umgehen können im Gegensatz zu vor 15 oder 20 jahren..

Sicher hast du recht, das trifft nicht auf alle Berufe zu - aber es ist unbestritten, dass in der heutigen Wissensgeselschaft Weiterbildung unabdingbar ist -
Weiterbildung zu versüssen mit längerem Alg 1 statt Hartz4 halte ich daher für richtig, auch wenn man damit nicht alle Probleme aller Berufsbilder löst.
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municadler schrieb:
das sehe ich anders .. jeder Lagerist muss heute schon mit Exel umgehen können im Gegensatz zu vor 15 oder 20 jahren..


Und wenn er schon Excel kann, was macht er dann, um mehr Geld zu bekommen? Einen Ikebana Kurs?
Was die Agentur auch gerne vermittelt, sind Staplerfahrerscheine, egal für welche Branche. Nur sinnvolles bieten sie nie an.

Fortbildung sollte danach gehen, ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, oder nicht.
Und deshalb sollte es keinesfalls Auswirkungen auf die Höhe des ALGs haben.
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Stoppdenbus schrieb:
municadler schrieb:
das sehe ich anders .. jeder Lagerist muss heute schon mit Exel umgehen können im Gegensatz zu vor 15 oder 20 jahren..


Und wenn er schon Excel kann, was macht er dann, um mehr Geld zu bekommen? Einen Ikebana Kurs?
Was die Agentur auch gerne vermittelt, sind Staplerfahrerscheine, egal für welche Branche. Nur sinnvolles bieten sie nie an.

Fortbildung sollte danach gehen, ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, oder nicht.
Und deshalb sollte es keinesfalls Auswirkungen auf die Höhe des ALGs haben.





Ich kann mir vorstellen dass es da im Einzelfall Weiterbildungsmassnahmen gibt bei denen man sich gelionde gesagt an den Kopf fasst. Von deiner politischen Seite her akzeptiere ich Kritik daran auch eher.. wobei ja von Zwang im vorgelegten Entwurf nicht die Rede sein kann und auch nicht die Höhe sondern die Länge des ALG 1 beeinflusst wird.

Wenn aber die politische Rechte immer fordert, jeder sollte jeden Job annehmen müssen, um dem Steuerzahler nicht auf der Tasche zu liegen , kann sie jetzt ja nicht bemängeln wenn dann Akademikern Gabelstaplerkurse angeboten werden
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municadler schrieb:
wobei ja von Zwang im vorgelegten Entwurf nicht die Rede sein kann und auch nicht die Höhe sondern die Länge des ALG 1 beeinflusst wird.


Und das ist kein Zwang?
Mach dich nicht lächerlich.
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Stoppdenbus schrieb:
municadler schrieb:
wobei ja von Zwang im vorgelegten Entwurf nicht die Rede sein kann und auch nicht die Höhe sondern die Länge des ALG 1 beeinflusst wird.


Und das ist kein Zwang?
Mach dich nicht lächerlich.




kannst du auch sachlich diskutieren ohgne Anfeindungen ? Ich dachte wir wären soweit.

Zwang heisst für mich Mach heisst Verordung per Gesetz etwas tun zu müssen unter Strafe bei Unterlassung.
Im Vorliegenden fall gibt es diesen Gestzeszwang nicht - für den der sich nicht fortbilden will ändert sich gar nichts - es kommt nicht die Polizei oder ein Richter es ändert sich auch finaziell nichts.

Lediglich der der sich fortbildet kann eben in den Genuss kommen 6 Monate (oder im Höchstfall 12 Monate ) länger ALG 1 zu bekommen. was auch wieder hinfällig ist wenn er sowieso nen Job bekommt.
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municadler schrieb:
Lediglich der der sich fortbildet kann eben in den Genuss kommen 6 Monate (oder im Höchstfall 12 Monate ) länger ALG 1 zu bekommen. was auch wieder hinfällig ist wenn er sowieso nen Job bekommt.  


Und du kennst den Unterschied zwischen ALG 1 und ALG 2?
Du weißt, was das bedeutet? Anscheinend nicht wirklich.

Selbstverständlich wird dort jeder, soweit es eben möglich ist, jede noch so unsinnige Fortbildungsmaßnahme mitmachen.
Da werden Millionen verbraten für Kurse, die kein Mensch braucht.
Hauptsache, wir haben "was getan".
Und wer keinen Platz bekommt, wem nix zugewiesen wird, der wird halt ein halbes Jahr früher auf HartzIV gesetzt.
Dumm gelaufen? Pech gehabt? Sozial gerecht??
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Stoppdenbus schrieb:
municadler schrieb:
Lediglich der der sich fortbildet kann eben in den Genuss kommen 6 Monate (oder im Höchstfall 12 Monate ) länger ALG 1 zu bekommen. was auch wieder hinfällig ist wenn er sowieso nen Job bekommt.  


Und du kennst den Unterschied zwischen ALG 1 und ALG 2?
Du weißt, was das bedeutet? Anscheinend nicht wirklich.

Selbstverständlich wird dort jeder, soweit es eben möglich ist, jede noch so unsinnige Fortbildungsmaßnahme mitmachen.
Da werden Millionen verbraten für Kurse, die kein Mensch braucht.
Hauptsache, wir haben "was getan".
Und wer keinen Platz bekommt, wem nix zugewiesen wird, der wird halt ein halbes Jahr früher auf HartzIV gesetzt.
Dumm gelaufen? Pech gehabt? Sozial gerecht??






Auf der einen Seite kritisierst du das dann jeder jeden noch so blödsinnigen Kurs macht andereseits kritisierst du Zuweisungen.. Ja es soll Zuweisungen geben, damit eben nicht jeder alles macht auch wenn es noch so sinnlos ist.

Du musst dich schon entscheiden was du willst .

Der Sachbearbeiter muss eben entscheiden ob es sinnvoll ist dass ein ehemaliger Müllfahrer nen altgriechisch Kurs macht . Ich glaube in bestimmten Rahmen kannn er das auch. Dann darf man aber nicht über Zuweisungen jammern.
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municadler schrieb:
Auf der einen Seite kritisierst du das dann jeder jeden noch so blödsinnigen Kurs macht andereseits kritisierst du Zuweisungen.. Ja es soll Zuweisungen geben, damit eben nicht jeder alles macht auch wenn es noch so sinnlos ist.

Du musst dich schon entscheiden was du willst .

Der Sachbearbeiter muss eben entscheiden ob es sinnvoll ist dass ein ehemaliger Müllfahrer nen altgriechisch Kurs macht . Ich glaube in bestimmten Rahmen kannn er das auch. Dann darf man aber nicht über Zuweisungen jammern.


ich kritisiere nicht die Zuweisung, sondern dass der ALG-Bezug davon abhängen soll, ob dein Sachbearbeiter für dich was passendes findet.
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Rahvin schrieb:
Was haltet ihr eigentlich vom neuen SPD Arbeitsmarkt'konzept'?  


Wo du übrigens gerade so plakativ nach Meinungen fragst. Wie stehts mit deiner hierzu?
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683761,00.html

:neutral-face
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tutzt schrieb:
Rahvin schrieb:
Was haltet ihr eigentlich vom neuen SPD Arbeitsmarkt'konzept'?  


Wo du übrigens gerade so plakativ nach Meinungen fragst. Wie stehts mit deiner hierzu?
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683761,00.html

:neutral-face


Einfach nur unfassbar. Die Politik(er) bedient sich selbst.  
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tutzt schrieb:
Rahvin schrieb:
Was haltet ihr eigentlich vom neuen SPD Arbeitsmarkt'konzept'?  


Wo du übrigens gerade so plakativ nach Meinungen fragst. Wie stehts mit deiner hierzu?
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683761,00.html

:neutral-face


Klingt natuerlich nicht gut. Aber ich bin viel zu wenig mit dem Thema vertraut, um mir wirklich eine Meinung bilden zu koennen. Wenn es alles genauso stimmt, wie es im Spiegel dargestellt ist, ist das natuerlich nicht gut. Wenn es denn wirklich genauso stimmt (und z.B. diese IQWiG nicht in Wirklichkeit ein buerokratisches und linksideologisches Monster ist).
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Das ist tatsächlich eins meiner größten Probleme. Wenn man sich über politische Inhalte oder Hintergründe informieren will, ist man in der Regel darauf angewiesen, zu glauben, was in irgendwelchen Medien transportiert wird. Klar, man kann sich den selben Sachverhalt einmal in der TAZ und einmal in der FAZ durchlesen, aber letztlich fehlt einem doch bei den meisten Themen das Wissen, um Aussagen wirklich bewerten zu können. Mir ist das echt schon häufiger so gegangen. Ich lese Artikel XY, der Aufbau ist logisch, die Schlussfolgerungen leuchten mir ein. Danach lese ich Artikel XYZ, der in eine andere Richtung argumentiert und auch dieser liest sich schlüssig.

Und Dreck am Stecken haben wohl sowieso die Meisten. Auch wenn sich die Regelmäßigkeit, die Methode, die Dreistigkeit oder der Umfang in Sachen Dreck am Stecken von Politiker zu Politiker erheblich unterscheiden können.
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Tube schrieb:
Das ist tatsächlich eins meiner größten Probleme. Wenn man sich über politische Inhalte oder Hintergründe informieren will, ist man in der Regel darauf angewiesen, zu glauben, was in irgendwelchen Medien transportiert wird. Klar, man kann sich den selben Sachverhalt einmal in der TAZ und einmal in der FAZ durchlesen, aber letztlich fehlt einem doch bei den meisten Themen das Wissen, um Aussagen wirklich bewerten zu können. Mir ist das echt schon häufiger so gegangen. Ich lese Artikel XY, der Aufbau ist logisch, die Schlussfolgerungen leuchten mir ein. Danach lese ich Artikel XYZ, der in eine andere Richtung argumentiert und auch dieser liest sich schlüssig.

Und Dreck am Stecken haben wohl sowieso die Meisten. Auch wenn sich die Regelmäßigkeit, die Methode, die Dreistigkeit oder der Umfang in Sachen Dreck am Stecken von Politiker zu Politiker erheblich unterscheiden können.


da bin ich mit euch sehr einig dass ist in sehhr vielen Fällen so..

Bei dem völlig bescheuertem" mehr Netto vom Brutto" Versprechen auf das so viele bei maroden Staatsfinanzen hineinfielen, kann es aber keine 2 Meinungen geben... das war von Anfang an Schwachsinn nur haben es 14 % nicht kapiert.
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Rahvin schrieb:
tutzt schrieb:
Rahvin schrieb:
Was haltet ihr eigentlich vom neuen SPD Arbeitsmarkt'konzept'?  


Wo du übrigens gerade so plakativ nach Meinungen fragst. Wie stehts mit deiner hierzu?
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683761,00.html

:neutral-face


Klingt natuerlich nicht gut. Aber ich bin viel zu wenig mit dem Thema vertraut, um mir wirklich eine Meinung bilden zu koennen. Wenn es alles genauso stimmt, wie es im Spiegel dargestellt ist, ist das natuerlich nicht gut. Wenn es denn wirklich genauso stimmt (und z.B. diese IQWiG nicht in Wirklichkeit ein buerokratisches und linksideologisches Monster ist).


"Nicht gut". Auch eine Art das zu beschreiben. Und im Zweifel sinds eh die "bösen Linksideologen", die selbst schuld sind. Ja, so stell ich mir den "Musterwähler" der Herren Westerwelle, Rösler und der Pharamlobby vor. "Die werden da schon einen guten Grund haben, alles nicht so schlimm."
Aber Kritik an Westerwelle ist eine "Gefahr für die Demokratie". Die FDP ist da wohl eher eine solche...
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municadler schrieb:


Bei dem völlig bescheuertem" mehr Netto vom Brutto" Versprechen auf das so viele bei maroden Staatsfinanzen hineinfielen, kann es aber keine 2 Meinungen geben... das war von Anfang an Schwachsinn nur haben es 14 % nicht kapiert.



Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass auch nur die Hälfte der FDP-Wähler wirklich an "Steuern runter" und "mehr Brutto vom Netto" geglaubt hat.
Gerade deswegen habe ich mich ja so gewundert, dass sie so viele Wählerstimmen ergattern konnten.
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Tube schrieb:
municadler schrieb:


Bei dem völlig bescheuertem" mehr Netto vom Brutto" Versprechen auf das so viele bei maroden Staatsfinanzen hineinfielen, kann es aber keine 2 Meinungen geben... das war von Anfang an Schwachsinn nur haben es 14 % nicht kapiert.



Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass auch nur die Hälfte der FDP-Wähler wirklich an "Steuern runter" und "mehr Brutto vom Netto" geglaubt hat.
Gerade deswegen habe ich mich ja so gewundert, dass sie so viele Wählerstimmen ergattern konnten.


ich denke man kann es noch differenzierter ausdrücken :

Etwa der Hälfte( nämlich der klassischen FDP Stammwählerschaft) dürfte klargewesen sein, dass "mehr netto vom Brutto" natürlich auch bezahlt werden muss (im Zweifel von Arbeitnehmern und vor allem von gesetzlich Versicherten der unteren Einkommensschichten) und gerade deshalb hat diese Schicht mit Freude FDP gewählt.

Die andre Hälfte ( nämlich die die erst und einmalig FDP wählten) sind schlicht dem Trugschluss unterlegen, sie gehörten auch zur umgarnten Mittelschicht.
Jetzt stellen sie entäuscht fest , dass sie weder Hotelier noch Erben noch FDP Parteispender sind und leer ausgehen.

Die erste Hälfte ist auch die Schicht, die in Umfragen jetzt noch übrig geblieben ist .....  


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