municadler schrieb: Wulff hat sich von einem blassen Nichts-tu Präsidenten zu einer peinlichen Figur entwickelt, der sich immer weiter in seine Unzulänglichkieten verstrickt.
Wie beim zu Guttenberg hält der Schein nicht was er verspricht. Wulff ist nicht das biedere Schwiegersöhnchen, der keiner Fliege was zu leide tut, sondern ein vor allem seiner selbst und seines eigenen Vorteils verpflichteter Politiker und als Bundespräsident schlicht ungeeignet.
Merkel hätte es besser wissen sollen und können...
na klar hat merkel es gewußt. aber wulff war der letzte verbliebene des andenpakts der ihr hätte gefährlich werden können. und es kann ihr völlig egal sein wenn er jetzt geschlachtet wird, an ihr wird nichts kleben bleiben.
machtpolitik betreffend hat sie sehr viel von kohl gelernt. es gibt keine möglichen nachfolger, alle weggebissen...äh, gelobt.
Spiegel Online schrieb: Das Vorgehen des Bundespräsidenten bei der "Bild"-Zeitung war offenbar kein Einzelfall. Auch bei der "Welt am Sonntag" soll Christian Wulff angerufen haben, um einen Artikel zu verhindern. Einen Redakteur hat er nach Angaben der Zeitung einbestellt und ihm mit Konsequenzen gedroht.
Spiegel Online schrieb: Das Vorgehen des Bundespräsidenten bei der "Bild"-Zeitung war offenbar kein Einzelfall. Auch bei der "Welt am Sonntag" soll Christian Wulff angerufen haben, um einen Artikel zu verhindern. Einen Redakteur hat er nach Angaben der Zeitung einbestellt und ihm mit Konsequenzen gedroht.
djabo schrieb: Was ich mich noch frage, wie ist denn die Sache mit den Anrufen bei Diekmann, Höpfner und Frau Springer ans Tageslicht gekommen ?
Das nennt sich in der Politik "über die Bande spielen". Der Bild ist die Sache zu heiß, um sie selbst zu bringen, also erzählt man den Journalistenkollegen darüber, diese berichten, und dann bestätigt man die Gerüchte, nachdem es zwei Tage geköchelt hat. Und nebenbei hat es so (Erstberichterstattung in FASZ und SZ, dann Bestätigung in der Bild) eine wesentlich längere Medienaufmerksamkeit und höhere Schlagkraft, als wenn die Bild es selbst herausgebracht hätte. Alles kein Zufall, sondern sehr gezielt gewollt.
Keine Frage: Wulff verhält sich entsetzlich dämlich. Der Vorwurf "Salamitaktik" ist durchaus zutreffend. Aber auf der Gegenseite ist genauso eine sehr ausgefuchste Kampagne zu kritisieren, die den Eindruck der "Salamitaktik" mit täglichen Vermutungs-, Spekulations- und Andeutungshäppchen gezielt anheizt. Dass die ganze Affäre genau dann herauskam, als Wulff im Ausland war, die Euro-Krisenberichtserstattung gerade abgeflaut war und sonst nichts Wichtigtes in den Nachrichten war, ist ziemlich sicher auch kein Zufall.
Ich würde außerdem davon ausgehen, dass diejenigen, die Wulff so gezielt alle paar Tage anschießen, noch ein paar weitere Pfeile im Köcher haben und Wulff nicht mehr durch aussitzen lösen kann.
Aachener_Adler schrieb: Keine Frage: Wulff verhält sich entsetzlich dämlich. Der Vorwurf "Salamitaktik" ist durchaus zutreffend. Aber auf der Gegenseite ist genauso eine sehr ausgefuchste Kampagne zu kritisieren, die den Eindruck der "Salamitaktik" mit täglichen Vermutungs-, Spekulations- und Andeutungshäppchen gezielt anheizt.
Das ist aber normal, die meisten Medien bringen nix auf einen Schlag heraus, sondern köcheln, bis das Hühnchen (Wulff) gar gekocht ist. Ich gehe davon aus, dass die Sache mit der Mailbox schon vor 1,5 Wochen rausgekommen wäre, so um die Entschuldigung von Wulff herum. Aber da lag nunmal Weihnachten dazwischen.
Spiegel Online schrieb: Das Vorgehen des Bundespräsidenten bei der "Bild"-Zeitung war offenbar kein Einzelfall. Auch bei der "Welt am Sonntag" soll Christian Wulff angerufen haben, um einen Artikel zu verhindern. Einen Redakteur hat er nach Angaben der Zeitung einbestellt und ihm mit Konsequenzen gedroht.
Keine Frage: Wulff verhält sich entsetzlich dämlich. Der Vorwurf "Salamitaktik" ist durchaus zutreffend. Aber auf der Gegenseite ist genauso eine sehr ausgefuchste Kampagne zu kritisieren, die den Eindruck der "Salamitaktik" mit täglichen Vermutungs-, Spekulations- und Andeutungshäppchen gezielt anheizt.
Der Auslöser und die Ursache dieser Krise heißt Christian Wulff, und niemand anders.
"Die Medien" verhielten sich bisher meines Erachtens sogar zurückhaltend. Dass das Thema so lange köchelt, liegt auch hier insbesondere am katastrophalen Verhalten Wulffs und seiner Berater.
djabo schrieb: Was ich mich noch frage, wie ist denn die Sache mit den Anrufen bei Diekmann, Höpfner und Frau Springer ans Tageslicht gekommen ?
Das nennt sich in der Politik "über die Bande spielen". Der Bild ist die Sache zu heiß, um sie selbst zu bringen, also erzählt man den Journalistenkollegen darüber, diese berichten, und dann bestätigt man die Gerüchte, nachdem es zwei Tage geköchelt hat. Und nebenbei hat es so (Erstberichterstattung in FASZ und SZ, dann Bestätigung in der Bild) eine wesentlich längere Medienaufmerksamkeit und höhere Schlagkraft, als wenn die Bild es selbst herausgebracht hätte. Alles kein Zufall, sondern sehr gezielt gewollt.
Hmm, die Sache kam doch gestern vormittag raus und wurde bereits Nachmittags von Bild bestätigt.
Wer es letztlich weitergegeben hat, ist unklar. Ich glaube nicht, dass dieses mit Wollen von Dieckmann oder anderen höheren Tieren geschehen ist.
Denn ich glaube nicht, dass Springer nun begeistert ist, dass nun Politiker evtl. nicht mehr so schnell bei Springer anrufen.
Keine Frage: Wulff verhält sich entsetzlich dämlich. Der Vorwurf "Salamitaktik" ist durchaus zutreffend. Aber auf der Gegenseite ist genauso eine sehr ausgefuchste Kampagne zu kritisieren, die den Eindruck der "Salamitaktik" mit täglichen Vermutungs-, Spekulations- und Andeutungshäppchen gezielt anheizt.
Der Auslöser und die Ursache dieser Krise heißt Christian Wulff, und niemand anders.
"Die Medien" verhielten sich bisher meines Erachtens sogar zurückhaltend. Dass das Thema so lange köchelt, liegt auch hier insbesondere am katastrophalen Verhalten Wulffs und seiner Berater.
Sehe ich auch so, den Zeitungen kann man überhaupt keinen Vorwurf machen. Bei anderen Politikern würde die Berichterstattung anders aussehen, da bin ich mir sicher.
Wenn Wulff nix zu verbergen hätte, dann gäbe es jetzt auch nix auszubuddeln, ganz einfach. Immerhin erweisen sich ja wohl alle Vorwürfe als zutreffend.
djabo schrieb: Was ich mich noch frage, wie ist denn die Sache mit den Anrufen bei Diekmann, Höpfner und Frau Springer ans Tageslicht gekommen ?
Das nennt sich in der Politik "über die Bande spielen". Der Bild ist die Sache zu heiß, um sie selbst zu bringen, also erzählt man den Journalistenkollegen darüber, diese berichten, und dann bestätigt man die Gerüchte, nachdem es zwei Tage geköchelt hat. Und nebenbei hat es so (Erstberichterstattung in FASZ und SZ, dann Bestätigung in der Bild) eine wesentlich längere Medienaufmerksamkeit und höhere Schlagkraft, als wenn die Bild es selbst herausgebracht hätte. Alles kein Zufall, sondern sehr gezielt gewollt.
Keine Frage: Wulff verhält sich entsetzlich dämlich. Der Vorwurf "Salamitaktik" ist durchaus zutreffend. Aber auf der Gegenseite ist genauso eine sehr ausgefuchste Kampagne zu kritisieren, die den Eindruck der "Salamitaktik" mit täglichen Vermutungs-, Spekulations- und Andeutungshäppchen gezielt anheizt. Dass die ganze Affäre genau dann herauskam, als Wulff im Ausland war, die Euro-Krisenberichtserstattung gerade abgeflaut war und sonst nichts Wichtigtes in den Nachrichten war, ist ziemlich sicher auch kein Zufall.
Ich würde außerdem davon ausgehen, dass diejenigen, die Wulff so gezielt alle paar Tage anschießen, noch ein paar weitere Pfeile im Köcher haben und Wulff nicht mehr durch aussitzen lösen kann.
egal ob da noch pfeile im köcher sind, wulff ist durch.
erstaunlich finde ich allemal, dass die opposition sich extrem bedeckt hält. ich habe die vermutung, dass der springer-verlag sich wulff augekuckt hat, warum auch immer. und das "über die bande" spielen funktioniert ja ganz hervorragend.
irgendwie ist das ganz kleines kino und wulff hat sich da selbst reingeritten. nicht wegen des kredits sondern wegen seines umgangs mit der ganzen geschichte.
djabo schrieb: Was ich mich noch frage, wie ist denn die Sache mit den Anrufen bei Diekmann, Höpfner und Frau Springer ans Tageslicht gekommen ?
Das nennt sich in der Politik "über die Bande spielen". Der Bild ist die Sache zu heiß, um sie selbst zu bringen, also erzählt man den Journalistenkollegen darüber, diese berichten, und dann bestätigt man die Gerüchte, nachdem es zwei Tage geköchelt hat. Und nebenbei hat es so (Erstberichterstattung in FASZ und SZ, dann Bestätigung in der Bild) eine wesentlich längere Medienaufmerksamkeit und höhere Schlagkraft, als wenn die Bild es selbst herausgebracht hätte. Alles kein Zufall, sondern sehr gezielt gewollt.
Hmm, die Sache kam doch gestern vormittag raus und wurde bereits Nachmittags von Bild bestätigt.
Wer es letztlich weitergegeben hat, ist unklar. Ich glaube nicht, dass dieses mit Wollen von Dieckmann oder anderen höheren Tieren geschehen ist.
Denn ich glaube nicht, dass Springer nun begeistert ist, dass nun Politiker evtl. nicht mehr so schnell bei Springer anrufen.
ich spekuliere mal ganz wild:
vielleicht gab es ja aus cdu-kreisen den daumen nach unten. ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere relevante politiker sich erst einmal ein gutes fläschchen wein auf gemacht hat.
erstaunlich finde ich allemal, dass die opposition sich extrem bedeckt hält.
Die Schwäche Wulffs ist auch die Schwäche der Kanzlerin und der Koalition. Die FDP schießt ja schon gegen den Bundespräsidenten. Davon ab erspart sich (insbesondere die SPD) die Opposition den Malus, das Amt zu beschädigen, und sie hat in der Bundesversammlung keine Mehrheit. Lieber noch einen schwachen und angezählten Bundespräsidenten im Amt haben, der die ebenfalls angezählte Regierung weiter ins Verderben reisst. Kein Wunder, dass die Solidaritätsbekundungen aus dem Kanzleramt ausbleiben.
erstaunlich finde ich allemal, dass die opposition sich extrem bedeckt hält.
Die Schwäche Wulffs ist auch die Schwäche der Kanzlerin und der Koalition. Die FDP schießt ja schon gegen den Bundespräsidenten. Davon ab erspart sich (insbesondere die SPD) die Opposition den Malus, das Amt zu beschädigen, und sie hat in der Bundesversammlung keine Mehrheit. Lieber noch einen schwachen und angezählten Bundespräsidenten im Amt haben, der die ebenfalls angezählte Regierung weiter ins Verderben reisst. Kein Wunder, dass die Solidaritätsbekundungen aus dem Kanzleramt ausbleiben.
die einschätzung teile ich. die spd ist in einer komfortablen win/win position wenn sie sich einfach bedeckt hält.
djabo schrieb: Was ich mich noch frage, wie ist denn die Sache mit den Anrufen bei Diekmann, Höpfner und Frau Springer ans Tageslicht gekommen ?
Das nennt sich in der Politik "über die Bande spielen". Der Bild ist die Sache zu heiß, um sie selbst zu bringen, also erzählt man den Journalistenkollegen darüber, diese berichten, und dann bestätigt man die Gerüchte, nachdem es zwei Tage geköchelt hat. Und nebenbei hat es so (Erstberichterstattung in FASZ und SZ, dann Bestätigung in der Bild) eine wesentlich längere Medienaufmerksamkeit und höhere Schlagkraft, als wenn die Bild es selbst herausgebracht hätte. Alles kein Zufall, sondern sehr gezielt gewollt.
Keine Frage: Wulff verhält sich entsetzlich dämlich. Der Vorwurf "Salamitaktik" ist durchaus zutreffend. Aber auf der Gegenseite ist genauso eine sehr ausgefuchste Kampagne zu kritisieren, die den Eindruck der "Salamitaktik" mit täglichen Vermutungs-, Spekulations- und Andeutungshäppchen gezielt anheizt. Dass die ganze Affäre genau dann herauskam, als Wulff im Ausland war, die Euro-Krisenberichtserstattung gerade abgeflaut war und sonst nichts Wichtigtes in den Nachrichten war, ist ziemlich sicher auch kein Zufall.
Ich würde außerdem davon ausgehen, dass diejenigen, die Wulff so gezielt alle paar Tage anschießen, noch ein paar weitere Pfeile im Köcher haben und Wulff nicht mehr durch aussitzen lösen kann.
egal ob da noch pfeile im köcher sind, wulff ist durch.
erstaunlich finde ich allemal, dass die opposition sich extrem bedeckt hält. ich habe die vermutung, dass der springer-verlag sich wulff augekuckt hat, warum auch immer. und das "über die bande" spielen funktioniert ja ganz hervorragend.
irgendwie ist das ganz kleines kino und wulff hat sich da selbst reingeritten. nicht wegen des kredits sondern wegen seines umgangs mit der ganzen geschichte.
Was soll die Opposition auch groß tun? Kann es sein das man von Respekt ob des Amtes schweigt?
Immerhin ist der Präsident der erste Mann im Staate.
Die Frage sei erlaubt, ist das noch zeitgemaess? Wulf hat dem Amt einen riesen Schaden zugefügt.
erstaunlich finde ich allemal, dass die opposition sich extrem bedeckt hält. ich habe die vermutung, dass der springer-verlag sich wulff augekuckt hat, warum auch immer. und das "über die bande" spielen funktioniert ja ganz hervorragend.
Ich halte das Gerade vom "Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten" von der Opposition für Humbug. Besser kann es für di Opposition doch gar nicht laufen als wenn sich der nach erheblichem Gewürge gerade so ins Amt gewählte Kandidat der Regierungsparteien selbst demontiert und vermutlich in Kürze von seinen eigenen Parteifreunden aus dem Schloß Bellevue getragen wird.
Durch staatsmännisches Gefasel vor den Fernsehkameras und innerlich erfüllt von "klammheimlicher Freude" stellt man sich beim Bürger als solider anständiger Politiker dar. Von daher verstehe ich das alles voll und ganz und würde ähnlich handeln. Wozu einen Amtsträger persönlich angehen wenn das wesentlich "eleganter" und treffsicherer durch diesen selbst erledigt wird.
Ich dachte immer, der Wulff ist derart langweilig, daß über ihn noch nicht mal gewitzelt wird. Aber daß er sich als solch ein Kleingeist entpuppt ist wirklich ein Schaden fürs Amt. Ich bedauere es täglich mehr daß damals nicht Joachim Gauck in dieses Amt gewählt wurde. Vielleicht schafft er es dann im zweiten Anlauf - diesmal auch mit reichlich Stimmen aus dem Regierungslager.
P.S. Ganz böse Menschen (wie ich) glauben übrigens, daß sich Angela Merkel eine weitere Kerbe in ihren Revolver schnitzen wird - der vorletzte aus dem Anden-Pakt ist erledigt (wenngleich durch politischen Selbstmord)
gibt es noch einen aus dem andenpakt den ich übersehen habe? ich dachte die seien inzwischen alle abgebügelt.
und, klar, da hast du schon recht, mit präsidentenschelte würde die spd nicht punkten. besser die füsse hochlegen und abwarten was passiert.
und dass merkel sich all zu sehr grämen wird, da bin ich mir auch sicher. und reichlich kerben im revolver hat sie inzwischen. die dame wurde und wird ganz mächtig unterschätzt.
erstaunlich finde ich allemal, dass die opposition sich extrem bedeckt hält. ich habe die vermutung, dass der springer-verlag sich wulff augekuckt hat, warum auch immer. und das "über die bande" spielen funktioniert ja ganz hervorragend.
Ich halte das Gerade vom "Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten" von der Opposition für Humbug. Besser kann es für di Opposition doch gar nicht laufen als wenn sich der nach erheblichem Gewürge gerade so ins Amt gewählte Kandidat der Regierungsparteien selbst demontiert und vermutlich in Kürze von seinen eigenen Parteifreunden aus dem Schloß Bellevue getragen wird.
Durch staatsmännisches Gefasel vor den Fernsehkameras und innerlich erfüllt von "klammheimlicher Freude" stellt man sich beim Bürger als solider anständiger Politiker dar. Von daher verstehe ich das alles voll und ganz und würde ähnlich handeln. Wozu einen Amtsträger persönlich angehen wenn das wesentlich "eleganter" und treffsicherer durch diesen selbst erledigt wird.
Ich dachte immer, der Wulff ist derart langweilig, daß über ihn noch nicht mal gewitzelt wird. Aber daß er sich als solch ein Kleingeist entpuppt ist wirklich ein Schaden fürs Amt. Ich bedauere es täglich mehr daß damals nicht Joachim Gauck in dieses Amt gewählt wurde. Vielleicht schafft er es dann im zweiten Anlauf - diesmal auch mit reichlich Stimmen aus dem Regierungslager.
P.S. Ganz böse Menschen (wie ich) glauben übrigens, daß sich Angela Merkel eine weitere Kerbe in ihren Revolver schnitzen wird - der vorletzte aus dem Anden-Pakt ist erledigt (wenngleich durch politischen Selbstmord)
Das Merkel triumphiert ist doch klar. Aber das tat sie aber auch schon, als man Wulf bewegte sich aufstellen zu lassen.
Das Problem ist doch, so lange der BP aus Partei taktischen Gründen gewählt wird, kann sich der BP auch seiner Partei nicht entziehen. Er wird immer der Parteipolitiker bleiben.
na klar hat merkel es gewußt. aber wulff war der letzte verbliebene des andenpakts der ihr hätte gefährlich werden können. und es kann ihr völlig egal sein wenn er jetzt geschlachtet wird, an ihr wird nichts kleben bleiben.
machtpolitik betreffend hat sie sehr viel von kohl gelernt. es gibt keine möglichen nachfolger, alle weggebissen...äh, gelobt.
Artikel
Der ist überfällig...
Unglaublich
Pfui Spinne, ist unsere Politikerkaste widerlich
Das nennt sich in der Politik "über die Bande spielen". Der Bild ist die Sache zu heiß, um sie selbst zu bringen, also erzählt man den Journalistenkollegen darüber, diese berichten, und dann bestätigt man die Gerüchte, nachdem es zwei Tage geköchelt hat. Und nebenbei hat es so (Erstberichterstattung in FASZ und SZ, dann Bestätigung in der Bild) eine wesentlich längere Medienaufmerksamkeit und höhere Schlagkraft, als wenn die Bild es selbst herausgebracht hätte. Alles kein Zufall, sondern sehr gezielt gewollt.
Keine Frage: Wulff verhält sich entsetzlich dämlich. Der Vorwurf "Salamitaktik" ist durchaus zutreffend. Aber auf der Gegenseite ist genauso eine sehr ausgefuchste Kampagne zu kritisieren, die den Eindruck der "Salamitaktik" mit täglichen Vermutungs-, Spekulations- und Andeutungshäppchen gezielt anheizt. Dass die ganze Affäre genau dann herauskam, als Wulff im Ausland war, die Euro-Krisenberichtserstattung gerade abgeflaut war und sonst nichts Wichtigtes in den Nachrichten war, ist ziemlich sicher auch kein Zufall.
Ich würde außerdem davon ausgehen, dass diejenigen, die Wulff so gezielt alle paar Tage anschießen, noch ein paar weitere Pfeile im Köcher haben und Wulff nicht mehr durch aussitzen lösen kann.
Das ist aber normal, die meisten Medien bringen nix auf einen Schlag heraus, sondern köcheln, bis das Hühnchen (Wulff) gar gekocht ist. Ich gehe davon aus, dass die Sache mit der Mailbox schon vor 1,5 Wochen rausgekommen wäre, so um die Entschuldigung von Wulff herum. Aber da lag nunmal Weihnachten dazwischen.
Du hast mich gerufen?
Jaja der Eisberg , sechssiebtel unter Wasser, mal sehen was noch kommt
Der Auslöser und die Ursache dieser Krise heißt Christian Wulff, und niemand anders.
"Die Medien" verhielten sich bisher meines Erachtens sogar zurückhaltend.
Dass das Thema so lange köchelt, liegt auch hier insbesondere am katastrophalen Verhalten Wulffs und seiner Berater.
Hmm, die Sache kam doch gestern vormittag raus und wurde bereits Nachmittags von Bild bestätigt.
Wer es letztlich weitergegeben hat, ist unklar. Ich glaube nicht, dass dieses mit Wollen von Dieckmann oder anderen höheren Tieren geschehen ist.
Denn ich glaube nicht, dass Springer nun begeistert ist, dass nun Politiker evtl. nicht mehr so schnell bei Springer anrufen.
Sehe ich auch so, den Zeitungen kann man überhaupt keinen Vorwurf machen. Bei anderen Politikern würde die Berichterstattung anders aussehen, da bin ich mir sicher.
Wenn Wulff nix zu verbergen hätte, dann gäbe es jetzt auch nix auszubuddeln, ganz einfach. Immerhin erweisen sich ja wohl alle Vorwürfe als zutreffend.
egal ob da noch pfeile im köcher sind, wulff ist durch.
erstaunlich finde ich allemal, dass die opposition sich extrem bedeckt hält. ich habe die vermutung, dass der springer-verlag sich wulff augekuckt hat, warum auch immer. und das "über die bande" spielen funktioniert ja ganz hervorragend.
irgendwie ist das ganz kleines kino und wulff hat sich da selbst reingeritten. nicht wegen des kredits sondern wegen seines umgangs mit der ganzen geschichte.
ich spekuliere mal ganz wild:
vielleicht gab es ja aus cdu-kreisen den daumen nach unten. ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere relevante politiker sich erst einmal ein gutes fläschchen wein auf gemacht hat.
Die Schwäche Wulffs ist auch die Schwäche der Kanzlerin und der Koalition.
Die FDP schießt ja schon gegen den Bundespräsidenten.
Davon ab erspart sich (insbesondere die SPD) die Opposition den Malus, das Amt zu beschädigen, und sie hat in der Bundesversammlung keine Mehrheit.
Lieber noch einen schwachen und angezählten Bundespräsidenten im Amt haben, der die ebenfalls angezählte Regierung weiter ins Verderben reisst.
Kein Wunder, dass die Solidaritätsbekundungen aus dem Kanzleramt ausbleiben.
die einschätzung teile ich. die spd ist in einer komfortablen win/win position wenn sie sich einfach bedeckt hält.
Was soll die Opposition auch groß tun?
Kann es sein das man von Respekt ob des Amtes schweigt?
Immerhin ist der Präsident der erste Mann im Staate.
Die Frage sei erlaubt, ist das noch zeitgemaess? Wulf hat dem Amt einen riesen Schaden zugefügt.
Gruß Afrigaaner
Ich halte das Gerade vom "Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten" von der Opposition für Humbug. Besser kann es für di Opposition doch gar nicht laufen als wenn sich der nach erheblichem Gewürge gerade so ins Amt gewählte Kandidat der Regierungsparteien selbst demontiert und vermutlich in Kürze von seinen eigenen Parteifreunden aus dem Schloß Bellevue getragen wird.
Durch staatsmännisches Gefasel vor den Fernsehkameras und innerlich erfüllt von "klammheimlicher Freude" stellt man sich beim Bürger als solider anständiger Politiker dar. Von daher verstehe ich das alles voll und ganz und würde ähnlich handeln. Wozu einen Amtsträger persönlich angehen wenn das wesentlich "eleganter" und treffsicherer durch diesen selbst
erledigt wird.
Ich dachte immer, der Wulff ist derart langweilig, daß über ihn noch nicht mal gewitzelt wird. Aber daß er sich als solch ein Kleingeist entpuppt ist wirklich ein Schaden fürs Amt. Ich bedauere es täglich mehr daß damals nicht Joachim Gauck in dieses Amt gewählt wurde. Vielleicht schafft er es dann im zweiten Anlauf - diesmal auch mit reichlich Stimmen aus dem Regierungslager.
P.S. Ganz böse Menschen (wie ich) glauben übrigens, daß sich Angela Merkel eine weitere Kerbe in ihren Revolver schnitzen wird - der vorletzte aus dem Anden-Pakt ist erledigt (wenngleich durch politischen Selbstmord)
gibt es noch einen aus dem andenpakt den ich übersehen habe? ich dachte die seien inzwischen alle abgebügelt.
und, klar, da hast du schon recht, mit präsidentenschelte würde die spd nicht punkten. besser die füsse hochlegen und abwarten was passiert.
und dass merkel sich all zu sehr grämen wird, da bin ich mir auch sicher. und reichlich kerben im revolver hat sie inzwischen. die dame wurde und wird ganz mächtig unterschätzt.
Das Merkel triumphiert ist doch klar. Aber das tat sie aber auch schon, als man Wulf bewegte sich aufstellen zu lassen.
Das Problem ist doch, so lange der BP aus Partei taktischen Gründen gewählt wird, kann sich der BP auch seiner Partei nicht entziehen. Er wird immer der Parteipolitiker bleiben.
Gruß Afrigaaner