Flüchtlingsdrama in Europa - Teil 1


Thread wurde von SGE_Werner am Dienstag, 17. Juli 2018, 21:47 Uhr um 21:47 Uhr gesperrt weil:
Geht hier weiter: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/130980
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Ich schreib seit Wochen schon nix mehr zu dem Thema, weil die meisten Menschen nur noch schwarz oder weiß sehen.

Es geht hier nicht um die Zahl der Flüchtlinge, sondern um die Zahl der Flüchtlinge multipliziert mit den Ansprüchen, die man beidseitig hat. Wollen wir Flüchtlinge aufnehmen und sie in die Gesellschaft integrieren (Wohnung, Sprache, Arbeit), dann sind wir wahrscheinlich schon mit ein paar hunderttausend pro Jahr an der Grenze des Machbaren angekommen. Zumindest kurz- und mittelfristig. Wollen wir Flüchtlingen einfach nur das Überleben sichern, wie es z.B. im Libanon, in der Türkei oder früher bei uns nach dem Krieg geschehen ist, können wir viel viel mehr aufnehmen. Dann kann man auch einfach Lager errichten mit Baracken und dort Millionen unterbringen. Das ist natürlich möglich, ich glaube aber kaum, dass die meisten Flüchtlinge wegen letzterem kommen, sondern wegen ersterem. Sie wollen ein besseres Leben und nicht nur überleben. Würden sie nur zum Überleben kommen, könnten sie auch im Libanon oder in der Türkei in einem Zeltlager bleiben.

Wenn weiterhin 10000 Flüchtlinge pro Tag nach Deutschland kommen und wir wirklich den Anspruch erhalten wollen, sie auch zu integrieren, weil sie ohnehin jahrelang hier bleiben werden (zumindest ein erheblicher Teil von den Flüchtlingen), werden wir wahrscheinlich scheitern. Dann darf man sich nicht wundern, wenn Menschen die AfD wählen und genauso wenig darf man sich nicht mehr wundern, dass ein paar Hirnverbrannte ihre Angst, die in Wut übergeht, an Flüchtlingen selbst auslassen.

Will man die Flüchtlingszahlen drosseln, muss man zwangsweise die Anreize abschaffen. Alternative wäre eine Mauer um Deutschland zu bauen und sie a la DDR mit Grenzposten versehen, die jeden Flüchtling abknallen. Die reine Forderung, einen Zaun zu bauen, ist doch ein Witz. Als würde da ein Flüchtling nicht trotzdem vorbei, darüber oder darunter durch kommen. Wenn man sich abschottet, muss man tatsächlich mit Gewalt vorgehen. Das will wahrscheinlich zum Glück niemand oder kaum niemand.

Die Alternative, dass man dafür sorgt, dass in den Heimatländern der Flüchtlinge für lebenswerte Verhältnisse gesorgt werden kann, lasse ich mal ganz außen vor.

Mit den derzeitigen politischen Schritten wird man nicht Herr der Lage, man mildert höchstens die Begleiterscheinungen ab. Es gibt viele Möglichkeiten, der Sache Herr der Lage zu werden, aber die besagten Möglichkeiten würden so grundlegende Veränderungen mit sich bringen und viele Menschen vor den Kopf stoßen, dass sich die Politik scheuen wird, sie zu ergreifen.

Zu Angela Merkel ist nur zu sagen: Die hat 10 Jahre lang in der Regierung nicht einmal etwas mutiges getan, obwohl sie so oft die Möglichkeit hatte. Jetzt ist sie mutig mit ihren Aussagen und jetzt wird sie genauso untergehen wie Schröder damals. Man kann Politik über die Ängste des Volkes hinweg machen. Aber nicht gegen die eigene Parteibasis.

Selbst als eher mitte-links eingestellter Bürger muss ich derzeit zur Flüchtlingspolitik sehr kritisch eingestellt sein. Weniger, weil ich gegen die Flüchtlinge bin, sondern weil ich Sorge habe um den inneren Frieden der Bundesrepublik selbst. Wir haben hier keine finanzielle Notlage in der Flüchtlingsfrage, wir haben hier eine Zukunfts- , Gesellschafts- und Eigenanspruchsfrage zu beantworten. Jeder Bürger muss sich fragen, wie er gerne die Zukunft seines Landes sieht, welche Ansprüche man in allen Bereichen haben möchte am Staat und der Gesellschaft selbst. In welcher Gesellschaft man leben will bzw. wo der Konsens zu finden ist (so gut es geht). Dieser Frage sind wir jahrelang ausgewichen, jetzt mit Druck von Außen wird sie uns aufgezwungen werden.

Viel Text. Aber mir lieber als ständig den Kleinkriegereien hier zu folgen. Die Flüchtlingspolitik ist nicht schwarz oder weiß in der Betrachtung.
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SGE_Werner schrieb:

Viel Text.

Aber auch mit viel Gehalt.

Du hast wichtige, entscheidende Fragen aufgeworfen: wollen die Flüchtlinge hierbleiben oder suchen sie Schutz?

Im Fall der Afrikaner ist eindeutig die erste Antwort die richtige. Ich kenne Somalier, deren Familien seit Generationen nur Krieg erlebt haben. Jede Minute Lebensgefahr, Bomben, Heckenschützen, marodierende Banden. Die wollen nie wieder zurück in ihr Land.
Im Fall von Afghanen und Syrern hingegen wird das davon abhängen, was in ihren Heimatländern passiert. Ähnlich wie nach den Balkankriegen wird man hier so schnell wie möglich die Option "Asylgrund beseitigt" ziehen.

Ich denke nicht, dass wir Millionen von Flüchtlingen integrieren können. Können vielleicht schon, aber wollen nicht. Insofern wird es entscheidend sein, was wir zur Lösung wichtiger Fragen in Syrien und Afghanistan beitragen können. Aufgrund der Grenzproblematik und der Gewaltoption, die keine ist, werden wir eine "Entspannung" in der Flüchtlingsfrage erst dann bekommen, wenn die Verhältnisse vor Ort geklärt sind.

Und das kann dauern.
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Ich schreib seit Wochen schon nix mehr zu dem Thema, weil die meisten Menschen nur noch schwarz oder weiß sehen.

Es geht hier nicht um die Zahl der Flüchtlinge, sondern um die Zahl der Flüchtlinge multipliziert mit den Ansprüchen, die man beidseitig hat. Wollen wir Flüchtlinge aufnehmen und sie in die Gesellschaft integrieren (Wohnung, Sprache, Arbeit), dann sind wir wahrscheinlich schon mit ein paar hunderttausend pro Jahr an der Grenze des Machbaren angekommen. Zumindest kurz- und mittelfristig. Wollen wir Flüchtlingen einfach nur das Überleben sichern, wie es z.B. im Libanon, in der Türkei oder früher bei uns nach dem Krieg geschehen ist, können wir viel viel mehr aufnehmen. Dann kann man auch einfach Lager errichten mit Baracken und dort Millionen unterbringen. Das ist natürlich möglich, ich glaube aber kaum, dass die meisten Flüchtlinge wegen letzterem kommen, sondern wegen ersterem. Sie wollen ein besseres Leben und nicht nur überleben. Würden sie nur zum Überleben kommen, könnten sie auch im Libanon oder in der Türkei in einem Zeltlager bleiben.

Wenn weiterhin 10000 Flüchtlinge pro Tag nach Deutschland kommen und wir wirklich den Anspruch erhalten wollen, sie auch zu integrieren, weil sie ohnehin jahrelang hier bleiben werden (zumindest ein erheblicher Teil von den Flüchtlingen), werden wir wahrscheinlich scheitern. Dann darf man sich nicht wundern, wenn Menschen die AfD wählen und genauso wenig darf man sich nicht mehr wundern, dass ein paar Hirnverbrannte ihre Angst, die in Wut übergeht, an Flüchtlingen selbst auslassen.

Will man die Flüchtlingszahlen drosseln, muss man zwangsweise die Anreize abschaffen. Alternative wäre eine Mauer um Deutschland zu bauen und sie a la DDR mit Grenzposten versehen, die jeden Flüchtling abknallen. Die reine Forderung, einen Zaun zu bauen, ist doch ein Witz. Als würde da ein Flüchtling nicht trotzdem vorbei, darüber oder darunter durch kommen. Wenn man sich abschottet, muss man tatsächlich mit Gewalt vorgehen. Das will wahrscheinlich zum Glück niemand oder kaum niemand.

Die Alternative, dass man dafür sorgt, dass in den Heimatländern der Flüchtlinge für lebenswerte Verhältnisse gesorgt werden kann, lasse ich mal ganz außen vor.

Mit den derzeitigen politischen Schritten wird man nicht Herr der Lage, man mildert höchstens die Begleiterscheinungen ab. Es gibt viele Möglichkeiten, der Sache Herr der Lage zu werden, aber die besagten Möglichkeiten würden so grundlegende Veränderungen mit sich bringen und viele Menschen vor den Kopf stoßen, dass sich die Politik scheuen wird, sie zu ergreifen.

Zu Angela Merkel ist nur zu sagen: Die hat 10 Jahre lang in der Regierung nicht einmal etwas mutiges getan, obwohl sie so oft die Möglichkeit hatte. Jetzt ist sie mutig mit ihren Aussagen und jetzt wird sie genauso untergehen wie Schröder damals. Man kann Politik über die Ängste des Volkes hinweg machen. Aber nicht gegen die eigene Parteibasis.

Selbst als eher mitte-links eingestellter Bürger muss ich derzeit zur Flüchtlingspolitik sehr kritisch eingestellt sein. Weniger, weil ich gegen die Flüchtlinge bin, sondern weil ich Sorge habe um den inneren Frieden der Bundesrepublik selbst. Wir haben hier keine finanzielle Notlage in der Flüchtlingsfrage, wir haben hier eine Zukunfts- , Gesellschafts- und Eigenanspruchsfrage zu beantworten. Jeder Bürger muss sich fragen, wie er gerne die Zukunft seines Landes sieht, welche Ansprüche man in allen Bereichen haben möchte am Staat und der Gesellschaft selbst. In welcher Gesellschaft man leben will bzw. wo der Konsens zu finden ist (so gut es geht). Dieser Frage sind wir jahrelang ausgewichen, jetzt mit Druck von Außen wird sie uns aufgezwungen werden.

Viel Text. Aber mir lieber als ständig den Kleinkriegereien hier zu folgen. Die Flüchtlingspolitik ist nicht schwarz oder weiß in der Betrachtung.
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SGE_Werner schrieb:

Ich schreib seit Wochen schon nix mehr zu dem Thema, weil die meisten Menschen nur noch schwarz oder weiß sehen.


Es geht hier nicht um die Zahl der Flüchtlinge, sondern um die Zahl der Flüchtlinge multipliziert mit den Ansprüchen, die man beidseitig hat. Wollen wir Flüchtlinge aufnehmen und sie in die Gesellschaft integrieren (Wohnung, Sprache, Arbeit), dann sind wir wahrscheinlich schon mit ein paar hunderttausend pro Jahr an der Grenze des Machbaren angekommen. Zumindest kurz- und mittelfristig. Wollen wir Flüchtlingen einfach nur das Überleben sichern, wie es z.B. im Libanon, in der Türkei oder früher bei uns nach dem Krieg geschehen ist, können wir viel viel mehr aufnehmen. Dann kann man auch einfach Lager errichten mit Baracken und dort Millionen unterbringen. Das ist natürlich möglich, ich glaube aber kaum, dass die meisten Flüchtlinge wegen letzterem kommen, sondern wegen ersterem. Sie wollen ein besseres Leben und nicht nur überleben. Würden sie nur zum Überleben kommen, könnten sie auch im Libanon oder in der Türkei in einem Zeltlager bleiben.


Wenn weiterhin 10000 Flüchtlinge pro Tag nach Deutschland kommen und wir wirklich den Anspruch erhalten wollen, sie auch zu integrieren, weil sie ohnehin jahrelang hier bleiben werden (zumindest ein erheblicher Teil von den Flüchtlingen), werden wir wahrscheinlich scheitern. Dann darf man sich nicht wundern, wenn Menschen die AfD **wählen **und genauso wenig darf man sich nicht mehr wundern, dass ein paar Hirnverbrannte ihre Angst, die in Wut übergeht, an Flüchtlingen selbst auslassen.


Will man die Flüchtlingszahlen drosseln, muss man zwangsweise die Anreize abschaffen. Alternative wäre eine Mauer um Deutschland zu bauen und sie a la DDR mit Grenzposten versehen, die jeden Flüchtling abknallen. Die reine Forderung, einen Zaun zu bauen, ist doch ein Witz. Als würde da ein Flüchtling nicht trotzdem vorbei, darüber oder darunter durch kommen. Wenn man sich abschottet, muss man tatsächlich mit Gewalt vorgehen. Das will wahrscheinlich zum Glück niemand oder kaum niemand.


Die Alternative, dass man dafür sorgt, dass in den Heimatländern der Flüchtlinge für lebenswerte Verhältnisse gesorgt werden kann, lasse ich mal ganz außen vor.


Mit den derzeitigen politischen Schritten wird man nicht Herr der Lage, man mildert höchstens die Begleiterscheinungen ab. Es gibt viele Möglichkeiten, der Sache Herr der Lage zu werden, aber die besagten Möglichkeiten würden so grundlegende Veränderungen mit sich bringen und viele Menschen vor den Kopf stoßen, dass sich die Politik scheuen wird, sie zu ergreifen.


Zu Angela Merkel ist nur zu sagen: Die hat 10 Jahre lang in der Regierung nicht einmal etwas mutiges getan, obwohl sie so oft die Möglichkeit hatte. Jetzt ist sie mutig mit ihren Aussagen und jetzt wird sie genauso untergehen wie Schröder damals. Man kann Politik über die Ängste des Volkes hinweg machen. Aber nicht gegen die eigene Parteibasis.


Selbst als eher mitte-links eingestellter Bürger muss ich derzeit zur Flüchtlingspolitik sehr kritisch eingestellt sein. Weniger, weil ich gegen die Flüchtlinge bin, sondern weil ich Sorge habe um den inneren Frieden der Bundesrepublik selbst. Wir haben hier keine finanzielle Notlage in der Flüchtlingsfrage, wir haben hier eine Zukunfts- , Gesellschafts- und Eigenanspruchsfrage zu beantworten. Jeder Bürger muss sich fragen, wie er gerne die Zukunft seines Landes sieht, welche Ansprüche man in allen Bereichen haben möchte am Staat und der Gesellschaft selbst. In welcher Gesellschaft man leben will bzw. wo der Konsens zu finden ist (so gut es geht). Dieser Frage sind wir jahrelang ausgewichen, jetzt mit Druck von Außen wird sie uns aufgezwungen werden.


Viel Text. Aber mir lieber als ständig den Kleinkriegereien hier zu folgen. Die Flüchtlingspolitik ist nicht schwarz oder weiß in der Betrachtung.

guter Beitrag Werner,bis auf das fettgedruckte,
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SGE_Werner schrieb:

Viel Text.

Aber auch mit viel Gehalt.

Du hast wichtige, entscheidende Fragen aufgeworfen: wollen die Flüchtlinge hierbleiben oder suchen sie Schutz?

Im Fall der Afrikaner ist eindeutig die erste Antwort die richtige. Ich kenne Somalier, deren Familien seit Generationen nur Krieg erlebt haben. Jede Minute Lebensgefahr, Bomben, Heckenschützen, marodierende Banden. Die wollen nie wieder zurück in ihr Land.
Im Fall von Afghanen und Syrern hingegen wird das davon abhängen, was in ihren Heimatländern passiert. Ähnlich wie nach den Balkankriegen wird man hier so schnell wie möglich die Option "Asylgrund beseitigt" ziehen.

Ich denke nicht, dass wir Millionen von Flüchtlingen integrieren können. Können vielleicht schon, aber wollen nicht. Insofern wird es entscheidend sein, was wir zur Lösung wichtiger Fragen in Syrien und Afghanistan beitragen können. Aufgrund der Grenzproblematik und der Gewaltoption, die keine ist, werden wir eine "Entspannung" in der Flüchtlingsfrage erst dann bekommen, wenn die Verhältnisse vor Ort geklärt sind.

Und das kann dauern.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Du hast wichtige, entscheidende Fragen aufgeworfen: wollen die Flüchtlinge hierbleiben oder suchen sie Schutz?

Das ist ja die entscheidende Frage. Genau daran orientiert sich auch die Meinung der Bevölkerung.

Übrigens glaube ich nicht, dass wir Millionen von Flüchtlingen integrieren können. Zumindest nicht aktuell. Wir haben ja schon Probleme, auf Geburtenzugänge von 5 % im Schulwesen zu reagieren mit Lehrerstellen etc. Wie sollen wir da auf Hunderttausende Kinder und Jugendliche reagieren können, die nicht mal deutsch können? Vor allem, wenn die Ehrenamtlichen null unterstützt werden und der Großteil der Bevölkerung auf den Staat hofft, dass er das macht.
Die Deutschen sind so strukturiert, dass alles, was eine Veränderung der Struktur in kurzer Zeit nötig macht, als Bedrohung angesehen wird. Solange wir an unserem eigens gebauten Korsett nicht viel ändern müssen, fühlt sich die Mehrheit der Deutschen sicher.

Wirtschaftlich sind wir in der Lage, viele Flüchtlinge aufzunehmen. Gesellschaftlich nicht.
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SGE_Werner schrieb:

Ich schreib seit Wochen schon nix mehr zu dem Thema, weil die meisten Menschen nur noch schwarz oder weiß sehen.


Es geht hier nicht um die Zahl der Flüchtlinge, sondern um die Zahl der Flüchtlinge multipliziert mit den Ansprüchen, die man beidseitig hat. Wollen wir Flüchtlinge aufnehmen und sie in die Gesellschaft integrieren (Wohnung, Sprache, Arbeit), dann sind wir wahrscheinlich schon mit ein paar hunderttausend pro Jahr an der Grenze des Machbaren angekommen. Zumindest kurz- und mittelfristig. Wollen wir Flüchtlingen einfach nur das Überleben sichern, wie es z.B. im Libanon, in der Türkei oder früher bei uns nach dem Krieg geschehen ist, können wir viel viel mehr aufnehmen. Dann kann man auch einfach Lager errichten mit Baracken und dort Millionen unterbringen. Das ist natürlich möglich, ich glaube aber kaum, dass die meisten Flüchtlinge wegen letzterem kommen, sondern wegen ersterem. Sie wollen ein besseres Leben und nicht nur überleben. Würden sie nur zum Überleben kommen, könnten sie auch im Libanon oder in der Türkei in einem Zeltlager bleiben.


Wenn weiterhin 10000 Flüchtlinge pro Tag nach Deutschland kommen und wir wirklich den Anspruch erhalten wollen, sie auch zu integrieren, weil sie ohnehin jahrelang hier bleiben werden (zumindest ein erheblicher Teil von den Flüchtlingen), werden wir wahrscheinlich scheitern. Dann darf man sich nicht wundern, wenn Menschen die AfD **wählen **und genauso wenig darf man sich nicht mehr wundern, dass ein paar Hirnverbrannte ihre Angst, die in Wut übergeht, an Flüchtlingen selbst auslassen.


Will man die Flüchtlingszahlen drosseln, muss man zwangsweise die Anreize abschaffen. Alternative wäre eine Mauer um Deutschland zu bauen und sie a la DDR mit Grenzposten versehen, die jeden Flüchtling abknallen. Die reine Forderung, einen Zaun zu bauen, ist doch ein Witz. Als würde da ein Flüchtling nicht trotzdem vorbei, darüber oder darunter durch kommen. Wenn man sich abschottet, muss man tatsächlich mit Gewalt vorgehen. Das will wahrscheinlich zum Glück niemand oder kaum niemand.


Die Alternative, dass man dafür sorgt, dass in den Heimatländern der Flüchtlinge für lebenswerte Verhältnisse gesorgt werden kann, lasse ich mal ganz außen vor.


Mit den derzeitigen politischen Schritten wird man nicht Herr der Lage, man mildert höchstens die Begleiterscheinungen ab. Es gibt viele Möglichkeiten, der Sache Herr der Lage zu werden, aber die besagten Möglichkeiten würden so grundlegende Veränderungen mit sich bringen und viele Menschen vor den Kopf stoßen, dass sich die Politik scheuen wird, sie zu ergreifen.


Zu Angela Merkel ist nur zu sagen: Die hat 10 Jahre lang in der Regierung nicht einmal etwas mutiges getan, obwohl sie so oft die Möglichkeit hatte. Jetzt ist sie mutig mit ihren Aussagen und jetzt wird sie genauso untergehen wie Schröder damals. Man kann Politik über die Ängste des Volkes hinweg machen. Aber nicht gegen die eigene Parteibasis.


Selbst als eher mitte-links eingestellter Bürger muss ich derzeit zur Flüchtlingspolitik sehr kritisch eingestellt sein. Weniger, weil ich gegen die Flüchtlinge bin, sondern weil ich Sorge habe um den inneren Frieden der Bundesrepublik selbst. Wir haben hier keine finanzielle Notlage in der Flüchtlingsfrage, wir haben hier eine Zukunfts- , Gesellschafts- und Eigenanspruchsfrage zu beantworten. Jeder Bürger muss sich fragen, wie er gerne die Zukunft seines Landes sieht, welche Ansprüche man in allen Bereichen haben möchte am Staat und der Gesellschaft selbst. In welcher Gesellschaft man leben will bzw. wo der Konsens zu finden ist (so gut es geht). Dieser Frage sind wir jahrelang ausgewichen, jetzt mit Druck von Außen wird sie uns aufgezwungen werden.


Viel Text. Aber mir lieber als ständig den Kleinkriegereien hier zu folgen. Die Flüchtlingspolitik ist nicht schwarz oder weiß in der Betrachtung.

guter Beitrag Werner,bis auf das fettgedruckte,
#
pelo schrieb:

guter Beitrag Werner,bis auf das fettgedruckte,

Du und Deine AfD. Ich halte die AfD trotzdem für keine regierungsfähige Partei. Für mich eine reine Meinungspartei, die eben derzeit einen Zulauf wieder bekommt, weil alle anderen Parteien einen erheblichen Teil der Bevölkerung mit ihrer Meinung alleine lässt.

Wäre die AfD in ner Regierung, würde sie kläglich scheitern. Genauso wie die Linken meist in Regierungsbeteiligung abgestraft wurden.

Aber AfD sollte hier das Thema nicht auf Dauer sein.
#
SGE_Werner schrieb:

Viel Text.

Aber auch mit viel Gehalt.

Du hast wichtige, entscheidende Fragen aufgeworfen: wollen die Flüchtlinge hierbleiben oder suchen sie Schutz?

Im Fall der Afrikaner ist eindeutig die erste Antwort die richtige. Ich kenne Somalier, deren Familien seit Generationen nur Krieg erlebt haben. Jede Minute Lebensgefahr, Bomben, Heckenschützen, marodierende Banden. Die wollen nie wieder zurück in ihr Land.
Im Fall von Afghanen und Syrern hingegen wird das davon abhängen, was in ihren Heimatländern passiert. Ähnlich wie nach den Balkankriegen wird man hier so schnell wie möglich die Option "Asylgrund beseitigt" ziehen.

Ich denke nicht, dass wir Millionen von Flüchtlingen integrieren können. Können vielleicht schon, aber wollen nicht. Insofern wird es entscheidend sein, was wir zur Lösung wichtiger Fragen in Syrien und Afghanistan beitragen können. Aufgrund der Grenzproblematik und der Gewaltoption, die keine ist, werden wir eine "Entspannung" in der Flüchtlingsfrage erst dann bekommen, wenn die Verhältnisse vor Ort geklärt sind.

Und das kann dauern.
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Respekt Würzburger Adler.

Dies beziehst es jetzt primär auf die dauerhafte Bleibekomponente ,aber insoweit stellst du dann aus meiner Sicht berechtigt  fest.:

Unbegrenzte Zahlen sind dauerhaft nicht machbar .

wie läuft sowas dann am geeignetsten ab :

Asylgrund weg und tschüss und alles Gute (sorry, aber es soll zugespitzt deutlich werden )

Oder wie funzt so was in der Praxis ?
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Du hast wichtige, entscheidende Fragen aufgeworfen: wollen die Flüchtlinge hierbleiben oder suchen sie Schutz?

Das ist ja die entscheidende Frage. Genau daran orientiert sich auch die Meinung der Bevölkerung.

Übrigens glaube ich nicht, dass wir Millionen von Flüchtlingen integrieren können. Zumindest nicht aktuell. Wir haben ja schon Probleme, auf Geburtenzugänge von 5 % im Schulwesen zu reagieren mit Lehrerstellen etc. Wie sollen wir da auf Hunderttausende Kinder und Jugendliche reagieren können, die nicht mal deutsch können? Vor allem, wenn die Ehrenamtlichen null unterstützt werden und der Großteil der Bevölkerung auf den Staat hofft, dass er das macht.
Die Deutschen sind so strukturiert, dass alles, was eine Veränderung der Struktur in kurzer Zeit nötig macht, als Bedrohung angesehen wird. Solange wir an unserem eigens gebauten Korsett nicht viel ändern müssen, fühlt sich die Mehrheit der Deutschen sicher.

Wirtschaftlich sind wir in der Lage, viele Flüchtlinge aufzunehmen. Gesellschaftlich nicht.
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SGE_Werner schrieb:

Die Deutschen sind so strukturiert, dass alles, was eine Veränderung der Struktur in kurzer Zeit nötig macht, als Bedrohung angesehen wird. Solange wir an unserem eigens gebauten Korsett nicht viel ändern müssen, fühlt sich die Mehrheit der Deutschen sicher.

Wenn schon, denn schon: "Die Deutschen" sind aber auch so strukturiert, dass sie mit besonderen Situationen fertig werden können. Vor allem wegen ihrer herausragenden Fähigkeit zur Organisation, zur Bewältigung von Krisen und ihrer Wirtschaftskraft.

Es geht nur um den Willen. Und da gestehe ich zu, der ist nicht in ausreichendem Maße vorhanden.
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pelo schrieb:

guter Beitrag Werner,bis auf das fettgedruckte,

Du und Deine AfD. Ich halte die AfD trotzdem für keine regierungsfähige Partei. Für mich eine reine Meinungspartei, die eben derzeit einen Zulauf wieder bekommt, weil alle anderen Parteien einen erheblichen Teil der Bevölkerung mit ihrer Meinung alleine lässt.

Wäre die AfD in ner Regierung, würde sie kläglich scheitern. Genauso wie die Linken meist in Regierungsbeteiligung abgestraft wurden.

Aber AfD sollte hier das Thema nicht auf Dauer sein.
#
SGE_Werner schrieb:

Aber AfD sollte hier das Thema nicht auf Dauer sein.

Stimmt.

SGE_Werner schrieb:

Wäre die AfD in ner Regierung, würde sie kläglich scheitern. Genauso wie die Linken meist in Regierungsbeteiligung abgestraft wurden

Reine Spekulation von dir. Machst du beim Fussballtippen auch gern, täuscht dich aber oft. Tröstlich.
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Ja ist schon komisch, wenn ein Werner sowas schreibt, dann ist es plötzlich nicht mehr so falsch.

Aber auch von mir Werner:
#
Respekt Würzburger Adler.

Dies beziehst es jetzt primär auf die dauerhafte Bleibekomponente ,aber insoweit stellst du dann aus meiner Sicht berechtigt  fest.:

Unbegrenzte Zahlen sind dauerhaft nicht machbar .

wie läuft sowas dann am geeignetsten ab :

Asylgrund weg und tschüss und alles Gute (sorry, aber es soll zugespitzt deutlich werden )

Oder wie funzt so was in der Praxis ?
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Dirty-Harry schrieb:

Unbegrenzte Zahlen sind dauerhaft nicht machbar .

Werner hat da schon richtig unterschieden: Um Zuflucht zu gewähren, sind die Kapazitäten noch lange nicht erreicht. Für eine Integration schon. Das will die Mehrheit der Deutschen nicht und das muss man akzeptieren, so sehr man es bedauern möchte.

Deine Frage, wie das dann abläuft habe ich auch schon beantwortet. Man wird das Asylrecht weiter verschärfen und die Kriterien weiter straffen. Abschiebungen werden forciert werden. Sobald irgendwo auf der Welt das AA zu dem Schluss kommt: "ist sicher", wird man sich der Flüchtlinge entledigen.

Klingt erstmal einfach. Ist im Einzelfall eine Katastrophe, oft einem Todesurteil gleichzusetzen.
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pelo schrieb:

guter Beitrag Werner,bis auf das fettgedruckte,

Du und Deine AfD. Ich halte die AfD trotzdem für keine regierungsfähige Partei. Für mich eine reine Meinungspartei, die eben derzeit einen Zulauf wieder bekommt, weil alle anderen Parteien einen erheblichen Teil der Bevölkerung mit ihrer Meinung alleine lässt.

Wäre die AfD in ner Regierung, würde sie kläglich scheitern. Genauso wie die Linken meist in Regierungsbeteiligung abgestraft wurden.

Aber AfD sollte hier das Thema nicht auf Dauer sein.
#
Die linken und die AFD in einem Atemzug indirekt als regierungsfähige Parteien bezeichnen.

O.k.

Ich halte die Linkspartei für eine unverzichtbare Ergänzung im Parlament   , als Gegenströmunug zum sogenannten Turbokapitalismus.

Stellt sich die Frage im zusammenhang mit der AFD, wie die Menschen in Europa an sich anscheinend nationale Parteien als unverzichtbare Gegenströmung beurteilen .

Haben sie damit im Hinblick auf ihren Ansatz Erfolg ?

Wenn man die anderen länder in Europa mit ihren restriktiven Aufnahmepraktiken so sieht, muß man diese Frage ein gutes stück  mit ja beantworten .

Oder ?
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Ja ist schon komisch, wenn ein Werner sowas schreibt, dann ist es plötzlich nicht mehr so falsch.

Aber auch von mir Werner:
#
Blablablubb schrieb:

Ja ist schon komisch, wenn ein Werner sowas schreibt, dann ist es plötzlich nicht mehr so falsch.


Aber auch von mir Werner:

Er schreibt unter anderem, dass es möglich wäre, Millionen von Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Wo du die Belastungsgrenze ja schon seit langem überschritten siehst.
Auch nicht falsch?
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Die linken und die AFD in einem Atemzug indirekt als regierungsfähige Parteien bezeichnen.

O.k.

Ich halte die Linkspartei für eine unverzichtbare Ergänzung im Parlament   , als Gegenströmunug zum sogenannten Turbokapitalismus.

Stellt sich die Frage im zusammenhang mit der AFD, wie die Menschen in Europa an sich anscheinend nationale Parteien als unverzichtbare Gegenströmung beurteilen .

Haben sie damit im Hinblick auf ihren Ansatz Erfolg ?

Wenn man die anderen länder in Europa mit ihren restriktiven Aufnahmepraktiken so sieht, muß man diese Frage ein gutes stück  mit ja beantworten .

Oder ?
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Sorry Schreib fehler "Als "regierungsunfähige "Parteien bezeichnen ,muß es im ersten Satz natürlich lauten
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Blablablubb schrieb:

Ja ist schon komisch, wenn ein Werner sowas schreibt, dann ist es plötzlich nicht mehr so falsch.


Aber auch von mir Werner:

Er schreibt unter anderem, dass es möglich wäre, Millionen von Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Wo du die Belastungsgrenze ja schon seit langem überschritten siehst.
Auch nicht falsch?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Er schreibt unter anderem, dass es möglich wäre, Millionen von Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Wo du die Belastungsgrenze ja schon seit langem überschritten siehst.
Auch nicht falsch?

Er unterscheidet zwischen nur Zuflucht und Integration. Und dass für Zuflucht auch Baracken reichen, die aber den meisten Flüchtlingen nicht ausreichen, weil sie wegen mehr hierher wollen.

Aber darüber, dass auch nur Baracken reichen würden, haben wir hier nie geredet. Das hättet ihr uns auch um die Ohren gehauen!

Die Grenze ist erreicht, was Integrationsmöglichkeit betrifft.
Wenn du jetzt über Baracken reden möchtest, fangen wir gerne neu an.
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Dirty-Harry schrieb:

Unbegrenzte Zahlen sind dauerhaft nicht machbar .

Werner hat da schon richtig unterschieden: Um Zuflucht zu gewähren, sind die Kapazitäten noch lange nicht erreicht. Für eine Integration schon. Das will die Mehrheit der Deutschen nicht und das muss man akzeptieren, so sehr man es bedauern möchte.

Deine Frage, wie das dann abläuft habe ich auch schon beantwortet. Man wird das Asylrecht weiter verschärfen und die Kriterien weiter straffen. Abschiebungen werden forciert werden. Sobald irgendwo auf der Welt das AA zu dem Schluss kommt: "ist sicher", wird man sich der Flüchtlinge entledigen.

Klingt erstmal einfach. Ist im Einzelfall eine Katastrophe, oft einem Todesurteil gleichzusetzen.
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Ja, auch der letzte Satz ist ebenfalls unstrittig.

Auch  als strikter Verfechter von Obergrenzen (egal wie rum,sofort oder späterer Beseitigung durch Rückführung bei nichtmehr vorhandenen Asylgrund ) ist und bleibt es humanitär natürlich trotzdem auch noch immer "beschissen "
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Ich schreib seit Wochen schon nix mehr zu dem Thema, weil die meisten Menschen nur noch schwarz oder weiß sehen.

Es geht hier nicht um die Zahl der Flüchtlinge, sondern um die Zahl der Flüchtlinge multipliziert mit den Ansprüchen, die man beidseitig hat. Wollen wir Flüchtlinge aufnehmen und sie in die Gesellschaft integrieren (Wohnung, Sprache, Arbeit), dann sind wir wahrscheinlich schon mit ein paar hunderttausend pro Jahr an der Grenze des Machbaren angekommen. Zumindest kurz- und mittelfristig. Wollen wir Flüchtlingen einfach nur das Überleben sichern, wie es z.B. im Libanon, in der Türkei oder früher bei uns nach dem Krieg geschehen ist, können wir viel viel mehr aufnehmen. Dann kann man auch einfach Lager errichten mit Baracken und dort Millionen unterbringen. Das ist natürlich möglich, ich glaube aber kaum, dass die meisten Flüchtlinge wegen letzterem kommen, sondern wegen ersterem. Sie wollen ein besseres Leben und nicht nur überleben. Würden sie nur zum Überleben kommen, könnten sie auch im Libanon oder in der Türkei in einem Zeltlager bleiben.

Wenn weiterhin 10000 Flüchtlinge pro Tag nach Deutschland kommen und wir wirklich den Anspruch erhalten wollen, sie auch zu integrieren, weil sie ohnehin jahrelang hier bleiben werden (zumindest ein erheblicher Teil von den Flüchtlingen), werden wir wahrscheinlich scheitern. Dann darf man sich nicht wundern, wenn Menschen die AfD wählen und genauso wenig darf man sich nicht mehr wundern, dass ein paar Hirnverbrannte ihre Angst, die in Wut übergeht, an Flüchtlingen selbst auslassen.

Will man die Flüchtlingszahlen drosseln, muss man zwangsweise die Anreize abschaffen. Alternative wäre eine Mauer um Deutschland zu bauen und sie a la DDR mit Grenzposten versehen, die jeden Flüchtling abknallen. Die reine Forderung, einen Zaun zu bauen, ist doch ein Witz. Als würde da ein Flüchtling nicht trotzdem vorbei, darüber oder darunter durch kommen. Wenn man sich abschottet, muss man tatsächlich mit Gewalt vorgehen. Das will wahrscheinlich zum Glück niemand oder kaum niemand.

Die Alternative, dass man dafür sorgt, dass in den Heimatländern der Flüchtlinge für lebenswerte Verhältnisse gesorgt werden kann, lasse ich mal ganz außen vor.

Mit den derzeitigen politischen Schritten wird man nicht Herr der Lage, man mildert höchstens die Begleiterscheinungen ab. Es gibt viele Möglichkeiten, der Sache Herr der Lage zu werden, aber die besagten Möglichkeiten würden so grundlegende Veränderungen mit sich bringen und viele Menschen vor den Kopf stoßen, dass sich die Politik scheuen wird, sie zu ergreifen.

Zu Angela Merkel ist nur zu sagen: Die hat 10 Jahre lang in der Regierung nicht einmal etwas mutiges getan, obwohl sie so oft die Möglichkeit hatte. Jetzt ist sie mutig mit ihren Aussagen und jetzt wird sie genauso untergehen wie Schröder damals. Man kann Politik über die Ängste des Volkes hinweg machen. Aber nicht gegen die eigene Parteibasis.

Selbst als eher mitte-links eingestellter Bürger muss ich derzeit zur Flüchtlingspolitik sehr kritisch eingestellt sein. Weniger, weil ich gegen die Flüchtlinge bin, sondern weil ich Sorge habe um den inneren Frieden der Bundesrepublik selbst. Wir haben hier keine finanzielle Notlage in der Flüchtlingsfrage, wir haben hier eine Zukunfts- , Gesellschafts- und Eigenanspruchsfrage zu beantworten. Jeder Bürger muss sich fragen, wie er gerne die Zukunft seines Landes sieht, welche Ansprüche man in allen Bereichen haben möchte am Staat und der Gesellschaft selbst. In welcher Gesellschaft man leben will bzw. wo der Konsens zu finden ist (so gut es geht). Dieser Frage sind wir jahrelang ausgewichen, jetzt mit Druck von Außen wird sie uns aufgezwungen werden.

Viel Text. Aber mir lieber als ständig den Kleinkriegereien hier zu folgen. Die Flüchtlingspolitik ist nicht schwarz oder weiß in der Betrachtung.
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Das ist mal eine fundierte Meinung. Endlich!
Vor allem geht sie auf die alles entscheidende Frage ein: Wer will bleiben und wer nicht.
Darin begründet sich nämlich die Sorge vieler Bürger, von denen ich mich sicher nicht ausnehme, wie bekannt sein dürfte.
Selbst der WürzburgerAdler ist mittlerweile geneigt, das zu erkennen und sogar zu akzeptieren.
Man muß nicht zwangsläufig Neonazi oder Rassist sein oder unter sonst einer Phobie leiden, um sich hier ernsthaft Sorgen zu machen, wie soll eine dauerhafte Integration von Millionen funktionieren, die nicht nur gezwungen sind, unser, ihnen vollkommen unbekanntes und in vielen Bereichen sogar diametral entgegenstehendes Wertesystem vollständig zu übernehmen, sondern die auch in der überwiegenden Mehrzahl offenbar doch nicht den Ausbildungsstand haben, wie manche es sich erträumt haben und uns weismachen wollten.
Die berechtigte Frage stellt sich für viele, wie sollen wir es schaffen, ohne neue, gewaltige soziale Konflikte zu schüren, eine solche Masse von Menschen zu integrieren, also auch in Lohn und Brot zu menschenwürdigen Bedingungen zu bringen, wenn wir es in den vergangenen Jahren nicht mal mit unseren eigenen Leuten geschafft haben?
Zur Erinnerung, was haben wir über einen Mindestlohn debattiert und gestritten, ohne überhaupt nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, daß die Debatte an sich schon menschenverachtend sein könnte?
Denn Mindestlohn heißt nichts anderes, als das Mindeste, das ein Mensch zum ÜBERleben bei den gegebenen Verhältnissen braucht, und heißt nicht das Mindeste, das ein Unternehmer bereit ist von seinem Profit abzugeben.
Ist nicht jede Arbeit, egal welcher Art und welcher Qualifikation, ohne jede Diskussion grundsätzlich mindestens so viel wert, daß ein Mensch von dem Lohn dafür überleben kann?
Und als man sich dann endlich mit etlichen Einschränkungen auf sagenhafte Achtfuffzich geeinigt hat, die weder zum Leben noch zum Sterben reichen, wurden angesichts der Flüchtlingsströme gleich schon wieder Stimmen laut, man müßte den Mindestlohn erneut zur Diskussion stellen.
Irre!

Und weiter zur Erinnerung, wir haben jetzt schon über 12 Mio (!) Menschen in diesem Land, die unterhalb der Armutsgrenze leben, wir haben in etlichen Großstädten Parallelgesellschaften, wo weder Recht noch Ordnung gelten, von unserem ethischen Wertesystem ganz zu schweigen.
Wir haben ein Bildungssystem, das meiner Ansicht nach diese Bezeichnung gar nicht verdient.
Die bessere Gesellschaft, die es sich leisten kann, schickt ihre Kinder auf Privatschulen in umweltgeschützten Grünvierteln.
Der Rest kann sehen wo er bleibt und muß sein Bildungsniveau dem von Klassen anpassen, die bis zu 70% oder mehr aus Schülern mit Migrationshintergund ohne ausreichende Sprachkenntnisse bestehen, weil sie großenteils aus einem Milieu stammen, das, wenn überhaupt, nur sehr widerstrebend Bereitschaft dazu zeigt, die Kultur dieses Landes - in allererster Linie also die Sprache, aber nicht nur die - anzunehmen.
Natürlich gibt es da auch jede Menge rühmliche Ausnahmen, die uns auch gerne in den Medien als Musterbeispiele gelungener Integration präsentiert werden. Aber es bleiben trotzdem nur Ausnahmen. Wer will das ernsthaft bestreiten?

Zu all den hier genannten, bereits existierenden und in den vergangenen Jahren nicht gelösten, sondern stetig noch verschärften Problemen kommen jetzt vielleicht noch millionenfach gleichartige hinzu.
Wer soll sich da keine Sorgen um die Zukunft dieses Landes machen?

Klar, wie immer gibt es auch jetzt wieder die üblichen Absichtsbekundungen derjenigen, die ihre Pfründe sichern und noch weiter vermehren wollen: "Wir schaffen das."  oder "Wir müssen endlich erfolgversprechende Integrationskonzepte in Angriff nehmen."  oder "Jeder ist gefordert."
Blablablabla...
Die Realität ist jedes Mal eine ganz andere, weil es bei den Absichtsbekundungen in aller Regel bleibt.
Denn wollte man sie in die Tat umsetzen, müßte endlich auch mal jemand bereit dazu sein, das System grundsätzlich in Frage zu stellen und die gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums in Angriff nehmen, der zweifellos im Übermaß gegeben ist, so daß keiner arm und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein müßte, daß kein Schüler einen Abschluß bekäme, den er sich gerade mal übers Klo hängen kann, und daß kein Flüchtling hungern oder frieren müßte.
Aber bis jetzt kann ich nicht mal im Ansatz erkennen, daß auch nur ein Gedanke dahingehend verschwendet wird.
Wo hört oder liest man denn, daß diejenigen 10%, die über 50% des gesamten Bruttoinlandprodukts als Privatvermögen verfügen, besonders in die Pflicht genommen würden?
Im Gegenteil man hört und liest jetzt schon wieder von Profiteuren dieser Krise und seien es nur die Dixi-Vermieter.

Wie gesagt, die entscheidende Frage ist: Wer will bleiben und wer nicht?
Die Flüchtlinge, die aktuell an Europas Grenzen hungern und frieren sind nicht das eigentliche Problem, zuimindest sollten sie für uns kein Problem darstellen. Denn Geld ist im Überfluß und Infrastruktur ausreichend da, um menschenwürdige Versorgung sowie Behandlung nach Recht und Gesetz zu gewährleisten. Bereitwillige Helfer sowieso.
Aber nicht mal das kriegen wir ja gebacken.
Und dann soll man sich keine Sorgen machen dürfen, was danach kommt!? Spaltung und Radikalisierung der Gesellschaft mit gewalttätigen Auseinandersetzungen inbegriffen?
Wie hat die Kanzlerin gesagt? "Dann ist das nicht mehr mein Land". Jou.

P.S.
In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit.
#
Das ist mal eine fundierte Meinung. Endlich!
Vor allem geht sie auf die alles entscheidende Frage ein: Wer will bleiben und wer nicht.
Darin begründet sich nämlich die Sorge vieler Bürger, von denen ich mich sicher nicht ausnehme, wie bekannt sein dürfte.
Selbst der WürzburgerAdler ist mittlerweile geneigt, das zu erkennen und sogar zu akzeptieren.
Man muß nicht zwangsläufig Neonazi oder Rassist sein oder unter sonst einer Phobie leiden, um sich hier ernsthaft Sorgen zu machen, wie soll eine dauerhafte Integration von Millionen funktionieren, die nicht nur gezwungen sind, unser, ihnen vollkommen unbekanntes und in vielen Bereichen sogar diametral entgegenstehendes Wertesystem vollständig zu übernehmen, sondern die auch in der überwiegenden Mehrzahl offenbar doch nicht den Ausbildungsstand haben, wie manche es sich erträumt haben und uns weismachen wollten.
Die berechtigte Frage stellt sich für viele, wie sollen wir es schaffen, ohne neue, gewaltige soziale Konflikte zu schüren, eine solche Masse von Menschen zu integrieren, also auch in Lohn und Brot zu menschenwürdigen Bedingungen zu bringen, wenn wir es in den vergangenen Jahren nicht mal mit unseren eigenen Leuten geschafft haben?
Zur Erinnerung, was haben wir über einen Mindestlohn debattiert und gestritten, ohne überhaupt nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, daß die Debatte an sich schon menschenverachtend sein könnte?
Denn Mindestlohn heißt nichts anderes, als das Mindeste, das ein Mensch zum ÜBERleben bei den gegebenen Verhältnissen braucht, und heißt nicht das Mindeste, das ein Unternehmer bereit ist von seinem Profit abzugeben.
Ist nicht jede Arbeit, egal welcher Art und welcher Qualifikation, ohne jede Diskussion grundsätzlich mindestens so viel wert, daß ein Mensch von dem Lohn dafür überleben kann?
Und als man sich dann endlich mit etlichen Einschränkungen auf sagenhafte Achtfuffzich geeinigt hat, die weder zum Leben noch zum Sterben reichen, wurden angesichts der Flüchtlingsströme gleich schon wieder Stimmen laut, man müßte den Mindestlohn erneut zur Diskussion stellen.
Irre!

Und weiter zur Erinnerung, wir haben jetzt schon über 12 Mio (!) Menschen in diesem Land, die unterhalb der Armutsgrenze leben, wir haben in etlichen Großstädten Parallelgesellschaften, wo weder Recht noch Ordnung gelten, von unserem ethischen Wertesystem ganz zu schweigen.
Wir haben ein Bildungssystem, das meiner Ansicht nach diese Bezeichnung gar nicht verdient.
Die bessere Gesellschaft, die es sich leisten kann, schickt ihre Kinder auf Privatschulen in umweltgeschützten Grünvierteln.
Der Rest kann sehen wo er bleibt und muß sein Bildungsniveau dem von Klassen anpassen, die bis zu 70% oder mehr aus Schülern mit Migrationshintergund ohne ausreichende Sprachkenntnisse bestehen, weil sie großenteils aus einem Milieu stammen, das, wenn überhaupt, nur sehr widerstrebend Bereitschaft dazu zeigt, die Kultur dieses Landes - in allererster Linie also die Sprache, aber nicht nur die - anzunehmen.
Natürlich gibt es da auch jede Menge rühmliche Ausnahmen, die uns auch gerne in den Medien als Musterbeispiele gelungener Integration präsentiert werden. Aber es bleiben trotzdem nur Ausnahmen. Wer will das ernsthaft bestreiten?

Zu all den hier genannten, bereits existierenden und in den vergangenen Jahren nicht gelösten, sondern stetig noch verschärften Problemen kommen jetzt vielleicht noch millionenfach gleichartige hinzu.
Wer soll sich da keine Sorgen um die Zukunft dieses Landes machen?

Klar, wie immer gibt es auch jetzt wieder die üblichen Absichtsbekundungen derjenigen, die ihre Pfründe sichern und noch weiter vermehren wollen: "Wir schaffen das."  oder "Wir müssen endlich erfolgversprechende Integrationskonzepte in Angriff nehmen."  oder "Jeder ist gefordert."
Blablablabla...
Die Realität ist jedes Mal eine ganz andere, weil es bei den Absichtsbekundungen in aller Regel bleibt.
Denn wollte man sie in die Tat umsetzen, müßte endlich auch mal jemand bereit dazu sein, das System grundsätzlich in Frage zu stellen und die gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums in Angriff nehmen, der zweifellos im Übermaß gegeben ist, so daß keiner arm und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein müßte, daß kein Schüler einen Abschluß bekäme, den er sich gerade mal übers Klo hängen kann, und daß kein Flüchtling hungern oder frieren müßte.
Aber bis jetzt kann ich nicht mal im Ansatz erkennen, daß auch nur ein Gedanke dahingehend verschwendet wird.
Wo hört oder liest man denn, daß diejenigen 10%, die über 50% des gesamten Bruttoinlandprodukts als Privatvermögen verfügen, besonders in die Pflicht genommen würden?
Im Gegenteil man hört und liest jetzt schon wieder von Profiteuren dieser Krise und seien es nur die Dixi-Vermieter.

Wie gesagt, die entscheidende Frage ist: Wer will bleiben und wer nicht?
Die Flüchtlinge, die aktuell an Europas Grenzen hungern und frieren sind nicht das eigentliche Problem, zuimindest sollten sie für uns kein Problem darstellen. Denn Geld ist im Überfluß und Infrastruktur ausreichend da, um menschenwürdige Versorgung sowie Behandlung nach Recht und Gesetz zu gewährleisten. Bereitwillige Helfer sowieso.
Aber nicht mal das kriegen wir ja gebacken.
Und dann soll man sich keine Sorgen machen dürfen, was danach kommt!? Spaltung und Radikalisierung der Gesellschaft mit gewalttätigen Auseinandersetzungen inbegriffen?
Wie hat die Kanzlerin gesagt? "Dann ist das nicht mehr mein Land". Jou.

P.S.
In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit.
#
DM-SGE schrieb:

In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit

auch wenn ich nicht Herr Würzburger bin; der wird sicher noch direkt was schreiben:
anderen Menschen keine richtige Menschlichkeit zu unterstellen ist legitim, maße ich mir aber im Falle der Flüchtlingshilfe seitens der handelnden Personen nicht an.
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Das ist mal eine fundierte Meinung. Endlich!
Vor allem geht sie auf die alles entscheidende Frage ein: Wer will bleiben und wer nicht.
Darin begründet sich nämlich die Sorge vieler Bürger, von denen ich mich sicher nicht ausnehme, wie bekannt sein dürfte.
Selbst der WürzburgerAdler ist mittlerweile geneigt, das zu erkennen und sogar zu akzeptieren.
Man muß nicht zwangsläufig Neonazi oder Rassist sein oder unter sonst einer Phobie leiden, um sich hier ernsthaft Sorgen zu machen, wie soll eine dauerhafte Integration von Millionen funktionieren, die nicht nur gezwungen sind, unser, ihnen vollkommen unbekanntes und in vielen Bereichen sogar diametral entgegenstehendes Wertesystem vollständig zu übernehmen, sondern die auch in der überwiegenden Mehrzahl offenbar doch nicht den Ausbildungsstand haben, wie manche es sich erträumt haben und uns weismachen wollten.
Die berechtigte Frage stellt sich für viele, wie sollen wir es schaffen, ohne neue, gewaltige soziale Konflikte zu schüren, eine solche Masse von Menschen zu integrieren, also auch in Lohn und Brot zu menschenwürdigen Bedingungen zu bringen, wenn wir es in den vergangenen Jahren nicht mal mit unseren eigenen Leuten geschafft haben?
Zur Erinnerung, was haben wir über einen Mindestlohn debattiert und gestritten, ohne überhaupt nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, daß die Debatte an sich schon menschenverachtend sein könnte?
Denn Mindestlohn heißt nichts anderes, als das Mindeste, das ein Mensch zum ÜBERleben bei den gegebenen Verhältnissen braucht, und heißt nicht das Mindeste, das ein Unternehmer bereit ist von seinem Profit abzugeben.
Ist nicht jede Arbeit, egal welcher Art und welcher Qualifikation, ohne jede Diskussion grundsätzlich mindestens so viel wert, daß ein Mensch von dem Lohn dafür überleben kann?
Und als man sich dann endlich mit etlichen Einschränkungen auf sagenhafte Achtfuffzich geeinigt hat, die weder zum Leben noch zum Sterben reichen, wurden angesichts der Flüchtlingsströme gleich schon wieder Stimmen laut, man müßte den Mindestlohn erneut zur Diskussion stellen.
Irre!

Und weiter zur Erinnerung, wir haben jetzt schon über 12 Mio (!) Menschen in diesem Land, die unterhalb der Armutsgrenze leben, wir haben in etlichen Großstädten Parallelgesellschaften, wo weder Recht noch Ordnung gelten, von unserem ethischen Wertesystem ganz zu schweigen.
Wir haben ein Bildungssystem, das meiner Ansicht nach diese Bezeichnung gar nicht verdient.
Die bessere Gesellschaft, die es sich leisten kann, schickt ihre Kinder auf Privatschulen in umweltgeschützten Grünvierteln.
Der Rest kann sehen wo er bleibt und muß sein Bildungsniveau dem von Klassen anpassen, die bis zu 70% oder mehr aus Schülern mit Migrationshintergund ohne ausreichende Sprachkenntnisse bestehen, weil sie großenteils aus einem Milieu stammen, das, wenn überhaupt, nur sehr widerstrebend Bereitschaft dazu zeigt, die Kultur dieses Landes - in allererster Linie also die Sprache, aber nicht nur die - anzunehmen.
Natürlich gibt es da auch jede Menge rühmliche Ausnahmen, die uns auch gerne in den Medien als Musterbeispiele gelungener Integration präsentiert werden. Aber es bleiben trotzdem nur Ausnahmen. Wer will das ernsthaft bestreiten?

Zu all den hier genannten, bereits existierenden und in den vergangenen Jahren nicht gelösten, sondern stetig noch verschärften Problemen kommen jetzt vielleicht noch millionenfach gleichartige hinzu.
Wer soll sich da keine Sorgen um die Zukunft dieses Landes machen?

Klar, wie immer gibt es auch jetzt wieder die üblichen Absichtsbekundungen derjenigen, die ihre Pfründe sichern und noch weiter vermehren wollen: "Wir schaffen das."  oder "Wir müssen endlich erfolgversprechende Integrationskonzepte in Angriff nehmen."  oder "Jeder ist gefordert."
Blablablabla...
Die Realität ist jedes Mal eine ganz andere, weil es bei den Absichtsbekundungen in aller Regel bleibt.
Denn wollte man sie in die Tat umsetzen, müßte endlich auch mal jemand bereit dazu sein, das System grundsätzlich in Frage zu stellen und die gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums in Angriff nehmen, der zweifellos im Übermaß gegeben ist, so daß keiner arm und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein müßte, daß kein Schüler einen Abschluß bekäme, den er sich gerade mal übers Klo hängen kann, und daß kein Flüchtling hungern oder frieren müßte.
Aber bis jetzt kann ich nicht mal im Ansatz erkennen, daß auch nur ein Gedanke dahingehend verschwendet wird.
Wo hört oder liest man denn, daß diejenigen 10%, die über 50% des gesamten Bruttoinlandprodukts als Privatvermögen verfügen, besonders in die Pflicht genommen würden?
Im Gegenteil man hört und liest jetzt schon wieder von Profiteuren dieser Krise und seien es nur die Dixi-Vermieter.

Wie gesagt, die entscheidende Frage ist: Wer will bleiben und wer nicht?
Die Flüchtlinge, die aktuell an Europas Grenzen hungern und frieren sind nicht das eigentliche Problem, zuimindest sollten sie für uns kein Problem darstellen. Denn Geld ist im Überfluß und Infrastruktur ausreichend da, um menschenwürdige Versorgung sowie Behandlung nach Recht und Gesetz zu gewährleisten. Bereitwillige Helfer sowieso.
Aber nicht mal das kriegen wir ja gebacken.
Und dann soll man sich keine Sorgen machen dürfen, was danach kommt!? Spaltung und Radikalisierung der Gesellschaft mit gewalttätigen Auseinandersetzungen inbegriffen?
Wie hat die Kanzlerin gesagt? "Dann ist das nicht mehr mein Land". Jou.

P.S.
In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit.
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DM-SGE schrieb:

Selbst der WürzburgerAdler ist mittlerweile geneigt, das zu erkennen und sogar zu akzeptieren.

Du irrst. Ich akzeptiere das schon lange. Ungefähr seit 15 Jahren. Würde ich das nicht tun, könnte ich nicht tun, was ich tue. Diese Diskussion hier hat nur bestätigt, was ich seit langem weiß und erfahren habe.Leider.

DM-SGE schrieb:

In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit.

Das hätte ich gerne näher erläutert. Wer zeigt Menschlichkeit, um daraus Profit zu schlagen? Und was genau verstehst du unter "ideellem Profit"?
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DM-SGE schrieb:

Selbst der WürzburgerAdler ist mittlerweile geneigt, das zu erkennen und sogar zu akzeptieren.

Du irrst. Ich akzeptiere das schon lange. Ungefähr seit 15 Jahren. Würde ich das nicht tun, könnte ich nicht tun, was ich tue. Diese Diskussion hier hat nur bestätigt, was ich seit langem weiß und erfahren habe.Leider.

DM-SGE schrieb:

In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit.

Das hätte ich gerne näher erläutert. Wer zeigt Menschlichkeit, um daraus Profit zu schlagen? Und was genau verstehst du unter "ideellem Profit"?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Das hätte ich gerne näher erläutert. Wer zeigt Menschlichkeit, um daraus Profit zu schlagen? Und was genau verstehst du unter "ideellem Profit"?

Dich und all die ehrenamtlichen Helfer meine ich eher nicht.
Ich hoffe, das wird dich beruhigen.
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DM-SGE schrieb:

Selbst der WürzburgerAdler ist mittlerweile geneigt, das zu erkennen und sogar zu akzeptieren.

Du irrst. Ich akzeptiere das schon lange. Ungefähr seit 15 Jahren. Würde ich das nicht tun, könnte ich nicht tun, was ich tue. Diese Diskussion hier hat nur bestätigt, was ich seit langem weiß und erfahren habe.Leider.

DM-SGE schrieb:

In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit.

Das hätte ich gerne näher erläutert. Wer zeigt Menschlichkeit, um daraus Profit zu schlagen? Und was genau verstehst du unter "ideellem Profit"?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Das hätte ich gerne näher erläutert. Wer zeigt Menschlichkeit, um daraus Profit zu schlagen? Und was genau verstehst du unter "ideellem Profit"?

er wird vermutlich Frau Merkel meinen.
"ideeler Profi"= Wählerstimmen??? bezweifle ich.
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Das ist mal eine fundierte Meinung. Endlich!
Vor allem geht sie auf die alles entscheidende Frage ein: Wer will bleiben und wer nicht.
Darin begründet sich nämlich die Sorge vieler Bürger, von denen ich mich sicher nicht ausnehme, wie bekannt sein dürfte.
Selbst der WürzburgerAdler ist mittlerweile geneigt, das zu erkennen und sogar zu akzeptieren.
Man muß nicht zwangsläufig Neonazi oder Rassist sein oder unter sonst einer Phobie leiden, um sich hier ernsthaft Sorgen zu machen, wie soll eine dauerhafte Integration von Millionen funktionieren, die nicht nur gezwungen sind, unser, ihnen vollkommen unbekanntes und in vielen Bereichen sogar diametral entgegenstehendes Wertesystem vollständig zu übernehmen, sondern die auch in der überwiegenden Mehrzahl offenbar doch nicht den Ausbildungsstand haben, wie manche es sich erträumt haben und uns weismachen wollten.
Die berechtigte Frage stellt sich für viele, wie sollen wir es schaffen, ohne neue, gewaltige soziale Konflikte zu schüren, eine solche Masse von Menschen zu integrieren, also auch in Lohn und Brot zu menschenwürdigen Bedingungen zu bringen, wenn wir es in den vergangenen Jahren nicht mal mit unseren eigenen Leuten geschafft haben?
Zur Erinnerung, was haben wir über einen Mindestlohn debattiert und gestritten, ohne überhaupt nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, daß die Debatte an sich schon menschenverachtend sein könnte?
Denn Mindestlohn heißt nichts anderes, als das Mindeste, das ein Mensch zum ÜBERleben bei den gegebenen Verhältnissen braucht, und heißt nicht das Mindeste, das ein Unternehmer bereit ist von seinem Profit abzugeben.
Ist nicht jede Arbeit, egal welcher Art und welcher Qualifikation, ohne jede Diskussion grundsätzlich mindestens so viel wert, daß ein Mensch von dem Lohn dafür überleben kann?
Und als man sich dann endlich mit etlichen Einschränkungen auf sagenhafte Achtfuffzich geeinigt hat, die weder zum Leben noch zum Sterben reichen, wurden angesichts der Flüchtlingsströme gleich schon wieder Stimmen laut, man müßte den Mindestlohn erneut zur Diskussion stellen.
Irre!

Und weiter zur Erinnerung, wir haben jetzt schon über 12 Mio (!) Menschen in diesem Land, die unterhalb der Armutsgrenze leben, wir haben in etlichen Großstädten Parallelgesellschaften, wo weder Recht noch Ordnung gelten, von unserem ethischen Wertesystem ganz zu schweigen.
Wir haben ein Bildungssystem, das meiner Ansicht nach diese Bezeichnung gar nicht verdient.
Die bessere Gesellschaft, die es sich leisten kann, schickt ihre Kinder auf Privatschulen in umweltgeschützten Grünvierteln.
Der Rest kann sehen wo er bleibt und muß sein Bildungsniveau dem von Klassen anpassen, die bis zu 70% oder mehr aus Schülern mit Migrationshintergund ohne ausreichende Sprachkenntnisse bestehen, weil sie großenteils aus einem Milieu stammen, das, wenn überhaupt, nur sehr widerstrebend Bereitschaft dazu zeigt, die Kultur dieses Landes - in allererster Linie also die Sprache, aber nicht nur die - anzunehmen.
Natürlich gibt es da auch jede Menge rühmliche Ausnahmen, die uns auch gerne in den Medien als Musterbeispiele gelungener Integration präsentiert werden. Aber es bleiben trotzdem nur Ausnahmen. Wer will das ernsthaft bestreiten?

Zu all den hier genannten, bereits existierenden und in den vergangenen Jahren nicht gelösten, sondern stetig noch verschärften Problemen kommen jetzt vielleicht noch millionenfach gleichartige hinzu.
Wer soll sich da keine Sorgen um die Zukunft dieses Landes machen?

Klar, wie immer gibt es auch jetzt wieder die üblichen Absichtsbekundungen derjenigen, die ihre Pfründe sichern und noch weiter vermehren wollen: "Wir schaffen das."  oder "Wir müssen endlich erfolgversprechende Integrationskonzepte in Angriff nehmen."  oder "Jeder ist gefordert."
Blablablabla...
Die Realität ist jedes Mal eine ganz andere, weil es bei den Absichtsbekundungen in aller Regel bleibt.
Denn wollte man sie in die Tat umsetzen, müßte endlich auch mal jemand bereit dazu sein, das System grundsätzlich in Frage zu stellen und die gerechte Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums in Angriff nehmen, der zweifellos im Übermaß gegeben ist, so daß keiner arm und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein müßte, daß kein Schüler einen Abschluß bekäme, den er sich gerade mal übers Klo hängen kann, und daß kein Flüchtling hungern oder frieren müßte.
Aber bis jetzt kann ich nicht mal im Ansatz erkennen, daß auch nur ein Gedanke dahingehend verschwendet wird.
Wo hört oder liest man denn, daß diejenigen 10%, die über 50% des gesamten Bruttoinlandprodukts als Privatvermögen verfügen, besonders in die Pflicht genommen würden?
Im Gegenteil man hört und liest jetzt schon wieder von Profiteuren dieser Krise und seien es nur die Dixi-Vermieter.

Wie gesagt, die entscheidende Frage ist: Wer will bleiben und wer nicht?
Die Flüchtlinge, die aktuell an Europas Grenzen hungern und frieren sind nicht das eigentliche Problem, zuimindest sollten sie für uns kein Problem darstellen. Denn Geld ist im Überfluß und Infrastruktur ausreichend da, um menschenwürdige Versorgung sowie Behandlung nach Recht und Gesetz zu gewährleisten. Bereitwillige Helfer sowieso.
Aber nicht mal das kriegen wir ja gebacken.
Und dann soll man sich keine Sorgen machen dürfen, was danach kommt!? Spaltung und Radikalisierung der Gesellschaft mit gewalttätigen Auseinandersetzungen inbegriffen?
Wie hat die Kanzlerin gesagt? "Dann ist das nicht mehr mein Land". Jou.

P.S.
In diesem Zusammenhang, Herr WürzburgerAdler:
"Falsch verstandene Menschlichkeit" ist für mich eine Menschlichkeit, die nicht aus rein altruistischen Gründen gezeigt und gelebt wird, sondern um aus seinem Handeln in irgendeiner Form Profit zu schlagen. Auch ideellen Profit.
#
DM-SGE schrieb:

Die berechtigte Frage stellt sich für viele, wie sollen wir es schaffen, ohne neue, gewaltige soziale Konflikte zu schüren, eine solche Masse von Menschen zu integrieren, also auch in Lohn und Brot zu menschenwürdigen Bedingungen zu bringen, wenn wir es in den vergangenen Jahren nicht mal mit unseren eigenen Leuten geschafft haben?

Richtig. Und solche Fragen sind auch legitim. Niemand ist ein Rassist oder ein Nazi, wenn er solche Fragen stellt.

Das Asylrecht ist ein Menschenrecht. Es darf nicht angetastet werden. Jeder Flüchtling ist als Mensch mit den selben Grundrechten anzusehen, die Würde und die Gesundheit jedes Flüchtlings ist unantastbar. Jeder Mensch, der das anders sieht, ist ein Unmensch für mich.

Unser Problem derzeit in der Gesellschaft ist, dass zwei relativ kleine Gruppen die Debatte dominieren. Einerseits die Menschen, die Flüchtlinge bereitwillig unterstützen und aufnehmen und das Positive hervorheben und andererseits Menschen, die nur das Negative sehen, Ängste schüren und ähnlich wie die Gegenseite Beispiele aus der Flüchtlingsgruppe rauspicken, die ihre Meinung belegt. Dazwischen gibt es eine ganz große Bevölkerungsmehrheit, die bereit ist, Menschen in Not zu helfen, aber eben auch Angst oder Sorge um Komplikationen, vor allem bei der Integration, hat.

Zum Thema Ausbildung und Bildung von Migranten: Vllt. erinnert sich jemand an diese Zahl von vor 7 Wochen zu den Migranten und ihrer Hochschulreife.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/einwohner-mit-migrationshintergrund-haben-haeufiger-abitur-als-deutsche-a-1051979.html

Sie stammt aus der Veröffentlichung (am interessantesten die Tabellen 4.6 und 4.7)

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/BildungForschungKultur/Bildungsstand/BildungsstandBevoelkerung5210002157004.pdf;jsessionid=42D01F8D010289B861E4228D8E3744D2.cae3?__blob=publicationFile

Ich kenne auch den, der nicht unwesentlich an beiden Veröffentlichungen beteiligt war, sehr gut. Sehe ihn jeden Tag im Spiegel.

Es gibt bei Migranten generell keinen Mittelbereich in Punkto Bildung. Entweder die meisten haben einen Uni-Abschluss bzw. Uni-Reife oder man hat gar nichts. Das liegt an der Struktur der dortigen Bildungssysteme. So haben 33 % der 2014 hier lebenden syrischen Migranten ein Abitur, aber auch 23 % keinen Abschluss. Bei den Deutschen sind es z.B. nur 1,6 % ! ohne Abschluss, aber auch etwas weniger Abiturienten.
Beide Fakten sind zwei Seiten einer Medaille.


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